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General-Anzeiger

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Erscheint täglich mit Ausnahme der Ssnn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

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Mt. 75 Fernsprechanschsitsi Nr. 605»

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Freitag den 1. April

Ferufprechauschlutz Nr. 605

1910

Amtliches.

Aufgebot.

Der Kommerzienrat Heinrich Brüning in Hanau alS Generalbevollmächtigter der Witwe und solmSrechtliche Statutarerbin deS Rentners Johannes Brüning, Margarete geb. Diegel in Langendiebach, vertreten durch Rechtsanwalt OsiuS als Generalsubstitut des Rechts­anwalts Justizrat Uth in Hanau, bat das Aufgebot des ver­lorenen Hypothekenbriefs vom 23. Januar 1894 über die ursprünglich in Band 29 Blatt 1813 Abteilung III Nr. 8, jetzt in Band 73 Blatt 3802 Abteilung III Nr. 1 des Grundbuchs von Hanau eingetragenen Hypothek von 20 000 Mk. Darleben für den Rentner Johannes Brüning in Langendiebach jährlich verzinslich mit 41/» °/e vom 1. Januar 1894 an beantragt. Der Inhaber der Urkunde wirb aufgefordert, spätestens in dem auf den

7. Juli 1910, mittags 12 Uhr, vor dem unterzeichneten Gericht Marktplatz 18 Zimmer Nr. 14 anberaumien Aufgebotstermine leine Rechte anzumelden und die Urkunde vorzulegen, widrigenfalls die KraftloSerklärung der Urkunde erfolgen wird.

Hanau den 18. März 1910.

KSnialiches Amtsgericht T 7891

PlciuirsiyllNli der Handelskammer

Freitag den 8. Ar ril er., 41/» Nhr nachm., im Sitzungssaal« der Handelskammer.

Tagesordnung:

1. Protokollgenehmigung.

2. Rechnungsabschluß für 1909/10 und Entlastung deS Rechnungsführers.

8. Benennung eines Sachverständigen für Edelsteine und Schmucksachen als Mitglied des Handelsstatistischen Deirats beim Kais. Statistischen Amt.

4, Beeidigung eines stellvertretenden Probenehmer- für Kali und Salze.

5. Steuerpflicht der Filialen auswärtiger Betriebe.

6. Abänderung der Gewerbeordnung.

7. Gesetzentwurf betr. Hausarbeit.

8. Gesetzentwurf betr. Ardeuskammern.

9. Entwurf einer Reichsversicherungsordnung.

10 Vorentwurf eines Sirafgefetzbuchs.

11. Ehrendiplome für Arbeiter.

12. Verkshrsangelegenheiten.

13. Mitteilungen.

Hanau den 31. März 1910.

Die Handelskammer.

Canthal.

Der Syndikus.

7951 vr. phil. Grambow.

Am Freitag den 8. April 1910, abends 8 Uhr, ^nbet im großen Saale derCentralhalle"

ein popnlâr-wiffenfchaftlicher Vortrag des Herrn Ingenieurs Druns aus Hannover über die zeitpematze Küche unter besonderer Berück sichtigung des Kochens mit GaS

sowie die Verwendung von Gas zu Leucht- und Heizzwecken bei freiem Eintritt statt.

Die während des Vortrages angefertigten Koch- und Backproben werden an die Anwesenden kostenlos verabreicht.

Zu recht zahlreichem Besuche laden wir hiermit er- gebeujt ein.

Die Direktion

der städt. GaS-, Wasser- und Elektrizitätswerke.

_ v. Gäßler. 7867

Gefiiildciit und verlorene Gtgcnstkiiide rc.

Gefunden: 1 altes Sammetportemonnaie mit 51 Pfg., 1 Blechscbachtel mit verschiedenen Schmucksteinchen und 1 kleinen Brillanten in Papier r'ngewickelt.

Verloren: 2 Hausschlüssel mit einem Kettchen, jeden­falls am Paradeplatz, 1 schwarzes Leder-Cigarrenetuis mit 6 Cigarren, 1 Bilde und verschiedenen Visitenkarten.

Hanau den 1. April 1910.

Politische RundTd^a.

Der Bundesrat hat in der Sitzung vom 24. Februar d. Js. beschlossen, daß inländische, vor dem 1. August 1909

vorschriftsmäßig versteuerte Wertpapiere einer weiteren Ab­gabe nicht unterliegen.

Fir die NeichstagSersatzwahl in Posen hat das polnische Provinzialkomitee als Kandidaten den Arbeiter- sekretär Adalbert Sosinski in Bockum ausgestellt. Da bereits ein anderer volnischer Kandidat ernannt war, so nimmt man in polnischen Kreisen an, daß es zu einer Spaltung kommen wird, daß dem offiziellen Kandidaten CosimSki her Kan­didat der Demokraten Posens, Nowicki, gegenübergestellt werden wirb.

Dis angekündigte Neuorganisation der Ver­waltung ver Neichswersten tritt am heutigen 1. April in Kraft. Die bisherige kameralistische Rechnungslegung, die in einem Jahre allein für die Kieler Werft 24 000 Kilo­gramm Papier erforderte, wird, so schreibt dieKöln. Zig.*, aufgehoben und durch die doppelte kaufmännische ersetzt. Verbesserungen in der Werkstaitöuchführung sollen int An­schluß daran später e'ng'führt werden. Alle linterbeamten erhalten vor dem Eintritt in den Werftdienst eine mehr­monatige kaufmännische Ausbildung. Der Schwerpunkt der Tätigkeit des Verwaltungsdirektors wird aus dem Bureau in den praktischen Betrieb verlegt. Die Dienstzeit der Be­amten und Monatslöbner, die bisher morgens 8 Uhr begann und, ohne Unterbrechung, nachmittags 3 Uhr endete, wird geteilt. Es tritt eine Mittagspause ein und der Schluß der Dienstreit ist im allgemeinen auf 6 Uhr abends festgesetzt. Der Staatssekretär des Reichsmarineamis hat 21 Anwärter für das höhere Marinebaufach angenommen. Sie erhalten gemeinsam mit den Seekadetten des Jahrgangs 1910 ihre infanteristische und ihre Ausbildung an Bord der seegehenden Schulkreuzer.

Der Besuch Roosevelts in Berlin. Auf dem Auswärtigen Amte sprach am Donnerstag vormittag der amerikanische Botschafter Dr. Hill vor, um mit dem Staats­sekretär v. Sckoen über den bevorstehenden Besuch Theodore Roosevelis beim Kaiser sich ins Einvernehmen zu setzen.

Schisisjungenlausbah» in der Kaiserlichen Marine. Im Hinblick auf die zu Ostern stattgefundenen Schulentlassungen empfiehlt es sich wie in früheren Jahren so auch in diesem Jahre, auf die Laufbahnen der Schiffs­jungen in der Kaiserlichen Marine aufmerksam zu machen. Junge Leute, die zu dem jährlichen Emstellungsiermin Anfang Oktober nicht jünger sind als 15, auch nicht älter als 18 Jahre, können, sofern sie vollkommen gesund und kräftig sind, gute Schulbildung (Volksschule) und einen in jeder Beziehung einwandfreien Leumund besitzen, in die Schistsjungendivision an Bord S. M. S.König Wilhelm* in Mürwik bei Flensburg eingestellt werden. Die Ver­pflegung, Bekleidung und Erziehung der Schiffsjungen ist kostenlos für die Angehörigen. Ein Schiffsjunge wird 2 Jahre nach dem Eintritt Leichtmatrose, nach zirka 3*/» Jahren Obermatrose, 56 Jahren Maat, 89 Jahren Obermaat Wer weiter dient, wird Deckosfizier. Wer nach 12 jähriger, aktiver Dienstzeit aus der Marine aus scheidet, erhâ't den Zivilversorgungsschein. Wer in die SckiffS- jungendivision eingestellt werden will, meldet sich persönlich beim nächsten Bezirkskom mando. Meldeschluß ist der 25. Juli. Nähere Nachrichten erteilt das Bezirkskommando und S. M. S.König Wilhelm*. Auf Postkartennachricht hin werden Interessenten durch S. M. S.König Wilhelm* (Adresse: Mürwik bet Flensburg) ausführliche Nachrichten zugestellt.

Französischer Senat. Reymond zählte eine Reihe von Verbesserungen auf, die Deutschland in der militärischen Luftschiffahrt gemacht, namentlich bezüglich der Türme für drahtlose Telegranhie, Rohre zum Fort schleudern von Projek­tilen und Luftschiffhallen; er forderte die Schaffung einer Zentralstelle, um die Angelegenheiten der Luftschiffahrt methodisch zu leiten. Redner machte dem KriegSdepattement den Vorwurf, daß es zu wenig Mühe auf Flugmaschinen verwende. Offiziere, die auf die Eroberung der Luft hin- arbeiteten, erhielten keinerlei Ermutigung. Reymond kriti­sierte die Auffassung deS Kriegsministers, die darin bestehe, daß eS am besten sei, den Lustschiffahrtdienst zu teilen zwiscken der Artillerie, vor der alles ressoitiere, was schwerer alS Luft sei, und dem Geniekorps, von dem ressortiere, was leichter alS Luft sei. In der Nachmittag-sitzung fuhr Rey­mond fort: Es müsse ein einheitliches Luftschifferkorps ge­schaffen werden; ebenso sei die sofortige Errichtung einer lustschifsiecknischen Schule erforderlich. Die geforderten Kre- dite von 720 000 Fres., die zwischen Artillerie und Genie- korps geteilt werden sollten, seien nicht ausreichend. Der Kriegsminister habe zwar angedeu'et, daß in der nächsten Zukunft eine Ausgabe von 20 Millionen FrcS. ins Auge gefaßt werden müsse, aber es sei zweifellos besser, sogleich entsprechende Oper zu verlangen, denn es sei keine Zeit zu verlieren. (Beifall.) General Langlois sagte. in der Frage '

der Verproviantierung habe Deutschland einen Vorsprung ge­wonnen. Vor allem sei man in Frankreich im Bau von Feldküchen und in der Fleischkonservierung rückständig. Ferner lasse man eS sich nicht angelegen sein, Kanonen gegen Luftballons zu erbauen. Schuld an diesem Zustande sei, daß man in der französischen Armee allen Neuerungen feind­lich gkgenüberstehe und daß das System der Zentralisation so ausgebildet sei, daß jede eigene Initiative gerötet werde. Der General forderte den Kriegsminister auf, dieses Zu­standes Herr zu werden. Der Minister werde bei diesem Werke ganz Frankreich an seiner Seite haben. Der Kriegs­minister erklärte, die Armee bade der Luftschiffahrt stets Be­achtung geschenkt. Die französische Luftflotte bestehe zurzeit aus den LuftschiffenVille de Paris",Colonel Renard* undLiberte". Mit Rücksicht auf die Ungewißheit der Lösung der hier in Frage kommenden Probleme habe die Miliiärlufischiffahrt bisher keine umfangreicheren Aufgaben zu lösen vermocht, als die sie gelöst. Die in Deutschland ge­machten Fortschritte seien sehr übertrieben worden. Deutsch­land habe gegenwärtig nicht mehr als 5 oder 6 kriegsbrauck- bare Luftschiffe, nämlich 2 Zeppelin, 2 Groß und 1 oder vielleicht 2 Parseval. Dazu kämen bestenfalls, noch 5 kleinere Ballons, die aber nur in beschränktem Maße verwendbar seien. Frankreich habe demgegenüber drei lenkbare Luftschiffe (Zuruf Reymonds: Aber kein einziges ist disponibel!), aber sie werden ausgebessert oder umgestaltet, erwiderte der Minister. Außerdem befinden sich vier Ballon- im Bau, die Ende 1910 in Dienst genommen werden können. Frankreich besitzt ferner zwei Lufschiffhallen, die im Lauf« des JahreS 1910 um drei weitere vermehrt werden. Ende 1910 werden wir über sieben LenkballonS und fünf Luft­schiffhallen verfügen. Dèr Kriegsminister zählte die Arbeiten und Entwürfe im Interesse der Luftschiffahrt auf, die im nächsten Jahre 20 Millionen Franks erfordern werden. Er wies sodann eine große Anzahl der gegen ihn erhobene» Vorwürfe zurück, und sagte dabei u. a., daß es kein Interesse habe, eine Luflichiffballe in dem 400 Kilometer von der Grenze entfernten Paris zu bauen. Der Kriegsminister könne unmöglich alle Modelle von Aeroplanen prüfen, denn es würden täglich neue Herausgebracht. Möge das Parla­ment Mittel für Uebungszwecke zur Verfügung stellen, daS sei besser als alle Theorie. Er sei fest entschlossen, der Armee alle Mittel für die Entwicklung der Luftschiffahrt zur Verfügung zu stellen, von allen industriellen Fortschritten Nutzen zu ziehen und ein erwähltes Personal Heranzub lden. Nachdem Reymond nochmals die Ueberlegenheit Deutschlands auf dem Gebiete der Luftschiffahrt betont und die Er­klärungen des Kriegsministers als unbefriedigend bezeichnet hatte, nahm der Senat eine Tagesordnung an, mit der sich auch der Kriegsminister einverstanden erklärte, dahingehend, der Senat wünscht, daß der Kriegsminister unverzüglich die Selbständigkeit und den Fortschritt der militärischen Luft­schiffahrt sicherstellt und spricht der Regierung das Vertrauen aus. Sodann wurde die Sitzung aufgehoben. D«r Senat nahm einen Gesetzentwurf an, durch den alle wegen entehrender Delikte Verurteilten vom Heeresdienst bei den im Mutterland« garntsonierenden Truppen ausgeschlossen werden. Außerdem wurden die Ergänzung-kredite für bei RecknungSjahr 1909, betreffend die militärischen Ausgaben in Marokko, bewilligt.

DaS neue italienische Miniftertnm. Der Aqenzia Stefani" zufolge hat der deutsche Reichskanzler an Luzatti folgende Depesche gesandt: Wie ich erfahre, ist daS Kabinett unter Ihrem Präsidium gebildet. Empfangen Sie meine aufrichtigen Glückwünsche. Ich freue mich, Ihre Be­kanntschaft gemacht zu haben und durch unsere Unterhaltungen, an die ich die freundlichste Erinnerung bewahre, in persön­liche Beziehungen mit Ihnen getreten zu sein. Luzatti antwortete in folgendem Telegramm: Ich danke Eurer Exzellenz Herzlick für die liebenswürdige Depesche. Auch ich bewahre die lebhafteste Erinnerung an die Unterhaltungen, die ich das Glück hatZ.e, mit Ihnen zu führen und in denen Sie mir hohe Gedanken zum Ausdruck gebracht haben, wie sie eines wahrhaft überlegenen Staatsmannes würdig sind.

Englisches Unterhaus. Der Abgeordnete Bowle- kkons.i fragte McKenna erstens, ob seine Aufmerksamkeit auf die offizielle deutsche Erklärung gelenkt worden sei, daß vom Datum des offiziellen Bauauftrages bis zum Datum der Indienststellung der Bau derNassau",Westfalen" und Rheinland", sowiePosen" 40, 37, 37 resp. 36 Monat« erforderte; zweitens, ob irgend ein Grund vorliege zu der Annahme, daß irgend ein deutscher Dreadnougth in weniger als 36 Monaten gebaut worden sei oder hätte gebaut werden können und drittens, ob er noch an der Erklärung festhalle, daß britische Dreadnougth- vom ersten Auftrage bis zur Zeit her Indienststellung in 24 Monaten gebaut werden könnten, sowie schließlich, ob ein Dreadnougth sogar in 18 Monaten