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Montag

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und zündete sie an. Durch die Explosion wurden die Fenster­scheiben zertrümmert, wodurch .die Flammen Luft bekamen Frau und Kind wurden mit knapper Not von der Reuermplir Sottet Der Mann, der in Haft genommen wurde, hat ein Geständnis abgelegt. ' y

Attentat auf einen Personenzug. In der Nähe des Hauptbahnhofs Düsseldorf wurde auf einen Personenzug ein schwerer stein geschleudert. Eine Fensterscheibe wurde zer­trümmert und mehrere Reisende wurden durch Glassvlitter verletzt. Die Eisenbahndirektion in Elberfeld hat auf die Ermittelung der Täter eine Belohnung ausgesetzt

. Aschenregen in Marseille. In Marseille hat sich ein dort bisher noch nicht beobachteter Naturvoraanq er- eignet. Ein dichter Aschenregen fiel zu Boden, der in mehreren Stadtvierteln Pflaster und Bürgersteige mehrere Zentimeter hoch bedeckte. Die Gelehrten der Sternwarte der Stadt nehmen an, daß es sich um Auswürfe des Aetna oder Stromboli handelt, die durch Stürme so weit entführt wor- â sind Die vulkanische Natur der niedergeschlagenen Asche ist zweifellos festgestellt. a 1 J

©enirfjtarre* In den niederrheinischen Bezirken hat in der letztverflossenen Woche die Genickstarre wieder zahlreiche Opfer gefordert. Namentlich Kinder im Alter von 5 bis 10 Jahren werden von der schrecklichen Epidemie heimgesucht. In den meisten Fällen tritt der Tod ein

Die U-berfüllung der technischen Berufe wird durch die Tatsache illustriert, daß sich für die ausgeschriebene Stelle eines Betriebsleiters, in dem 3800 Einwohner zählenden Städtchen Wunsiedel im Fichtelgebirge nicht weniger als 185 Bewerber gemeldet haben.

Böhmische Noblesse. In Eisenstein im Bayerischen Wald hatte eine böhmische Gräfin im Eisenbahnzug ihr Handtäschchen mit 500 Kronen und einem wertvollen Brillant­schmuck liegen lassen, das ihr vom Zugführer wiedergebracht wurde. Als sie ihm 10 Pfennig Finderlohn verabreichte, sagte der Zugführer, es sei den Staatsangestellten nicht ge­stattet, so große Trinkgelder anzunehmen, worauf die edle Bohmin mit einem gewinnenden Lächeln ihr Zehnerl wieder verschwinden ließ und sich so bedankte. Schade, daß der be­scheidene Mann nicht den gesetzlichen Finderlohn von zehn Prozent des Gesamtwertes gefordert hat, um der Tochter des heiligen Nepomuk bessere Manieren beizubringen.

Eine verhängnisvolle Verwechselung hat in Spran­tal bei Bretten in Baden einem 60jährigen Metzger das Leben gekostet. Er wollte einen Schluck aus einem Fläschchen nehmen und trank Laugeessenz, . so daß er trotz sofortiger ärztlicher Hilfe unter gräßlichen Schmerzen sterben mußte.

Schwerer Unglücksfall. Zur Teilnahme an einer Trauerfeier bei einem Landwirt in L u d o I f s h a u s e n in Südhannover waren mehrere Verwandte aus Dramfeld und Niederejesen erschienen. Als die Trauergäste gegen abend heimkehren wollten, gingen auf der abschüssigen Straße von Grotzschneen plötzlich die Pferde durch und rasten mit dem Wagen in vollem Galopp ins Dorf, wo der Wagen umge­worfen und alle 8 Insassen gegen eine Mauer geworfen wurden. Während 3 Personen unverletzt geblieben sind, haben die übrigen 5 zum Teil schwere Verletzungen, hauptsächlich an den Köpfen davongetragen. Am schwersten verletzt wurde der Maurer Dietrich aus Dramseid.

Wegen Zeugnisverwcigerrlng in der Radbov- Afföre verurteilte der Essener Untersuchungsrichter den Vor­sitzenden des Steigerverbandes Werner (Essens zu 300 Mark Geldstrafe. Werner hatte sich nach seiner Vernehmung an den Handelsminister mit der Bitte gewandt, sein gegebenes Versprechen, die Arbeiter, welche Zeugenaussagen machten, im Entlassungsfalle auf Staatsgruben zu beschäftigen, auch auf die Steiger auszudehnen, damit er die Namen der be­treffenden Beamten ohne Gefahr für diese nennen könne. Da der Minister dies abgelehnt hat, weigerte sich Werner, die Namen der in Frage kommenden Steiger anzugeben, und wurde infolgedessen gut mitgeteilten Geldstrafe ver­urteilt.

Ein tollwütiger Bernhardiner in der Schafherde. Ein herrenloser Bernhardinerhund richtete in der gestrigen Nacht unter einer bei Elberfeld weidenden Schafherde ein furchtbares Blutbad an. Das anscheinend von Tollwut be­fallene Tier zerfleischte 35 Schafe.

Landwirtschaftliche Fingerzeige. Viele in landwirt­schaftlichen Vereinen und in der landwirtschaftlichen Presse erhobene Klagen lassen keinen Zweifel darüber, daß die leider noch immer schwunghaft betriebene Verfälschung von Futtermitteln für den Landwirt tatsächlich eine brennende Frage ist. Ihre Bedeutung geht daraus hervor, daß von Futtermittelproben, die von den Versuchsstationen Bonn, Danzig, Halle, Hildesheim und Köln mikroskopisch untersucht wurden, zu beanstanden waren: bei den Oelkuchen und Mehlen 49 Prozent, bei den Melassefuttergemischen 42 Prozent und bei den Müllereiabfällen sogar 57 Prozent! Die daraus resultierenden großen volkswirtschaftlichen Schäden liegen auf der Hand. Ihnen zu begegnen ist seit langem das Bestreben besonders des Deutschen Landwirtschaftsrats gewesen, doch haben sich der öfter angeregten reichsgesetzlichen Regelung der Sache so viel Schwierigkeiten in den Weg gestellt, nicht zu vergessen die naheliegende Gefahr einer mit der Verteuerung der Produktionskosten Hand in Hand gehende Verteuerung der Futtermittel selbst, daß man immer wieder darauf zuruck­kam, daß die Abwehr nur in der Selbsthilfe liegen könne. In einem soeben von derLandwirtschaftlichen Umschau' (Verlag der Faberschen Buchdruckerei, Magdeburg), veröffent­lichten lesenswerten Artikel über den Futtermittelhandel untersucht A. Kabel, was die Mittel der Selbsthilfe feiern Es kommen da nach Ansicht des Verfassers wesentlich drei Punkte in Betracht: 1. Die Aufklärung 5e§ tletnen und mittleren Landwirts über Handelsgebräuche, Abschluß von Kaufgeschäften usw. 2. Der Hinweis, nur unter Garantie für Reinheit und einen Mindestgehalt an Nährstoffen vom Lieferanten zu beziehen. 3. Der Zusammenschluß von kleineren Landwirten zum Zweck eines vorteilhaften Einkaufs der in der Regel geringen Mengen von Kraftfuttermittcln bezw. der Anschluß an eine bestehende Einkaufsgenossenschast. Schließ­lich warnt er den Landwirt davor, immer nach den billigiien Offerten zu greifen. Nicht das billigste, sondern das beste Futter soll er seinem Vieh bieten, wenn er seinen B t rationell gestalten will. AuS dem sonstigen reichhaltigen Inhalt der vorliegenden nèuesten Nummer der Umschau heben wir noch hervor eine illustrierte Abhandlung über Shornthorn-Rinder, gezüchtet in Schleswig-Holstem, eine Beschreibung neuer 'Universaltrieure zum Auslesen v Unkraut aus dem Getreide und zum Trennen mehrere Sorten Getreide, eine Arbeit von Fr. Drewes über Erhaltung und Ernährung des Ziegenzuchtbockes usw. Der unter­

haltende Teil derLandw. Umschau" ist wie immer für die Frauen und Töchter unserer Landwirte anziehend gestaltet worden.

Erdbeben in Portugal.

Lissabon, 25. April. Aus den Trümmern von Bena- vente wurden bereits 40 Leichen geborgen. Der König ver­brachte die Nacht auf dem Schauplatz der Erdbebenkatastrophe. In Santarem und Aviz wurden neue Erderschütterungen verspürt. Has Parlament bewilligte Kredite in der Höhe von 100 Contos.

Lissabon, 25. April. Die Erderschütterungen in dem Erdbebengebiet haben aufgehört. Die Zahl der Getöteten wird nunmehr auf 39 angegeben; vermißt werden 120 Personen. Etwa 100 erlitten Verletzungen. Die Städte Benavente und Samora find zerstört, Salvantene und San Stefano sind sehr beschädigt. Der König ist hier wieder eingetroffen.

Lissabon, 25. April. Der Ministerrat beschloß, für die Opfer der Erdbebenkatastrophe einen Hilfsdienst ins Leben zu rufen. In Benawente und Samora de Correia wurden neue Erdstöße verspürt.

Landwirtschaftliches*

Saaterrstand im Reiche.

Berlin, 24. April. DerReichsanzeiger* veröffentlicht den Saalenstand des deutschen Reichs um Mitte April (Die eingeklammerten Zahlen bedeuten Mitte April 1908): Winter- weizen 3.1 (2.5) ; Winterspelz: 2.7 (2.3); Winterroggen: 3.0 (2.6); Klee: 2.8 (2.5) ; Bewässerungswiesen: 2.8 (2.3) und andere Wiesen 3.1 (2.8). In den Bemerkungen heißt es: Die in letzter Zeit eingetretene mildere Witterung und die verschiedentlich gefallenen Regenmengen dürfen dazu bei­tragen, die bisher noch ziemlich rückständige Entwicklung der Pflanzen zu beschleunigen. Die tierischen Schädlinge scheinen bis auf vereinzelte kleine Reste während des langen Winters zugrunde gegangen zu sein. Die Bestellung der Frühjahrs- saatcn war um Mitte April im Norden und Osten des Reichs gegen frühere Jahre noch weit im Rückstände. Frühgesäte Wintergetreidesaaten stehen wegen der früh eingetretenen Fröste erheblich besser als die späteren Saaten, doch geben die meisten Berichte der Hoffnung Ausdruck, daß bei eintretender Wärme und genügender Feuchtigkeit sich noch viele Winter­schäden wieder auswachsen werden. Futterpflanzen, Klee und Luzerne sind teilweise gut durch den Winter gekommen, teil­weise haben sie durch Fröste oder Mäuiefraß gelitten. Im allgemeinen war ihr Wachstum bei Abgabe der Berichte noch wenig fortgeschritten. Ueber den Stand der Wiesen läßt sich noch nicht viel sagen; die Flußwiesen standen in manchen Gegenden noch unter Wasser.

MgSx AUSSTELLUNG für Handwerk, Gewerbe, Kunst and Gartenbau ^K^ WIESBADEN 1909

Im Publikum, und wie es scheint auch in manchen Aus­steller-Kreisen, ist die Meinung verbreitet, die Ausstellung werde nicht programmgemäß am 1. Mai, sondern erst später eröffnet. Entgegen dieser Ansicht können wir mitteilen, daß die feierliche Eröffnung bestimmt am 1. Mai, mittags 12 Uhr erfolgt. In der letzten Sitzung des Vergnügungs­Ausschusses wurde beschlossen, den Eröffnungsakt bei günstigem Wetter auf der großen Terrasse vor der Hauptgewerbehalle, bei ungünstigem im Saale der Festhalle (Hauplrestauratiou) stattfinden zu lassen. Die Wiesbadener Sänger-Vereinigung wird zur Eröffnung der Feier den ChorDie Himmel rühmen des Ewigen Ehre" mit Orchester-Begleitung, am SchluffeDer frohe Wandersmann" vortragen. An die Eröffnung schließt sich ein auf etwa 2 Stunden berechneter Rundgang durch die Ausstellung an. Um 2 Uhr findet Festessen statt. Die Einladung zur Eröffnungsfeier soll an alle an der Ausstellung beteiligten Kreise ergehen. Seitens der Ausstellungsleitung werden alle Arbeiten so gefordert werden, daß am Eröffnungstage keine Unfertigkeilen vor­handen sind. Es liegt nun an den Ausstellern, dafür zu sorgen, daß auch sie zur Eröffnung nicht im Rückstände sind. Wer es dennoch ist, hat es sich selbst zuzuschreiben, wenn er bei der Prämiierung nicht berücksichtigt wird.

Für Errichtung eines Ausffchtst«rmes auf dem Vuchberge bei Langenselbold gingen ein

A. L., Langenselbold .... 3.- Mk.

1906 und 1909 ..... 1.

Ungenannt.....3.

Voriger Betrag . . . . . 3023.51

Zusammen bis jetzt 3030.51 Mk.

Weitere Spenden nimmt gerne entgegen die Redaktion des Hanauer Anzeigers."

OesfciltliAer Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung für vie Zeit vom Abend des 26. April bis zum nächste» Abend.

Veränderliche Bewölkung, regnerisch, Temperatur unver­ändert; südliche Winde.

Schiffsberichte.

(Mitgeteilt von Ngem '?lb, 2 reu! ch -Hanau.)

Der Hamburger DampferDeutschland" ist am 22. April wohlbehalten in New-Dork eingetroffen.

Hamburg, 22. April. Der DampferMecklenburg" von der Hamburg - Amerika - Linie ist gestern in Colon und der DampferDania" vorgestern in Tampico eilige, troffen.

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Bremen, 20. April. Der Dampfer des Norddeutschen LloydGießen" ist gestern in Montevideo eingetroffen.

Mus Hanau Stadt und Tand.

Kanan, 26. April.

* Prämiierung bäuerlicher Geflügelhöfe. Di« Landwirtschaftskammer beabsichtigt auch in diesem Jahre Prämien an die Besitzer gut geleiteter bäuerlicher Geflügel- höfe zu erteilen. Nur solche Geflügelzüchter können prämiiert werden, welche landwirtschaftliche Nutzgeflügelzucht treiben, im Besitze der hierzu erforderlichen Bauanlagen sind und durch ihre Buchführung den Reinertrag der ganzen Geflügel­haltung Nachweisen können. Es werden vornehmlich kleinere landwirtschaftliche Betriebe berücksichtigt, doch können auch ländliche Geflügelhalter, welche Landwirtschaft nur im Neben­beruf treiben, zur Prämmiierung zugelassen werden. Die­jenigen Züchter, welche schon früher einen Preis erhalten haben, können nur dann eine Prämie und zwar eine höhere erhalten, wenn sie weitere Fortschritte in der Geflügelwirt­schaft aufweisen. Die Prämiierungen finden in diesem Jahre statt in den Kreisen: Eschweqe, Fulda, Gelnhausen, Gers­feld Hanau, Hersfeld, Hünfeld, Rotenburg, Schlüchtern, Schmalkalden, Witzenhausen. Meldungen aus diesen Kreisen sind bis 15. Juni d. J. an die Landwirtschaftskammer ein­zureichen unter gleichzeitiger Beifügung folgender Angaben: 1. des Berufes, eventuell des Haupt- und Nebenberufes, 2. der Größe des landwirtschaftlichen Betriebes, 3. der Art und des Umfangs der Geflügelhaltung, sowie einer kurzen Be­schreibung des Geflügelzuchtbetriebes, betreffend die Zahl, di« Rasse und die Fütterung des Geflügels, 4. ferner Mit­teilungen über die baulichen Einrichtungen und den zur Ver­fügung flehenden Auslauf, 5. Mitteilungen über die Produk­tion und den Absatz. 6. Angaben über Buchführung und Reinertrag. Die Laudwirtschaftskammer behält sich di« Be­sichtigung der angemeldeten Wirtschaften durch Mitglieder der Geflügelzuchtkommission und die Ausstellung weiterer Grund­sätze für die Prämiierung vor. Das Vorhandensein riner Buchführung, wenn auch in einfacher Form und eventl. erst beginnend mit dem Erscheinen dieser Bekanntmachung, wird zur Vorbedingung einer Prämiierung gemacht.

* Wohltätigkeitskonzert. Bekanntermaßen schießen in der Hochflut der Saison, gleichsam wie Pilze aus feuchter Erde, Veranstaltungen mannigfaltigster Art hervor, oftmals leider auf Kosten der Qualität, was man wohl oder übel mit in den Kauf nehmen muß. Angesichts dieser hie und da zu beobachtenden Tatsache ist es desto erfreulicher, wenn man nun, gleichsam als Schlußstein der Wintersaison, noch etwas recht gediegenes zu genießen bekommt. Gestern abend hatte eS der Militäranwärter * Verein unternommen, ein Wohltätigkeitskonzert zum Besten seiner Witwen und Waisen im großen Saale desDeutschen Hauses" zu bieten. In vortrefflichster Weise ist ihm dies gelungen. Mitglieder des Vereins, ehemalige Militärmustker, hatten ihr Können, ihre Kunst in den Dienst der hehren Sache gestellt, sich unter Leitung ihres Kameraden Herrn Rühling zu einem recht ansehnlichen Musikkörper vereinigt und ein Programm vor­gelegt, das Stimmung zu erwecken geeignet war. Aber auch die Ausführung des reichhaltigen Programms stand auf der Höhe omnia praeclara rara, sagte Cicero einmal, und in der Tat, solche stimmungbringende vortreffliche Darbietungen sindrar". Die sich zusammengefundene Kapelle bot u. a. die Ouvertüre zuFra Diavolo" von Auber, die Romanz« Frühlingserwachen" von E. Bach, die FantasieTraum­bilder" von Lumbye mit einer von Herrn Witte sen. aus- geführten beifallsfreudig aufgenommenen Zitherbegleitung, die Ouvertüre zuDie Zigeunerin" von Balfe und besonders die gut gelungene Finale ausLohengrin" von Rich. Wagner. Der solistische Teil wurde gleichfalls erfolgreich bestritten. Wir erwähnen die Fantasie für Cornett a PistonNach­klänge aus dem Zillertal" des Herrn Rehpenning, ein ViolinsoloGeigers Heimweh" des Herrn B. Witte jun., eine Sonate für Klavier und Violine des Frl. Steil und Herrn Witte, ein Klarinettensolo Szene und ArieLouis« di Montfort" des Herrn Hoffmeier, einen Liedervortrag des Frl. Eisler als Einlage. Der geräumige Saal war bis auf den letzten Platz besetzt, der Ruf des Vereins, zu wohltätigem Zwecke ein Scherflein beizutragen, also nicht vergebens ergangen, sodaß mit dem künstlerischen Erfolge der Vèranstaltung auch der materielle gleichen Schritt gehalten haben wird, was auch wir mit Genugtuung begrüßen.

* Falsche Einmarkstücke. Am 17. d. M., nach­mittags sind eine Anzahl Mainzer Ladeninhaber durch Ver­einnahmung von falschen Einmarkstücken geschädigt worden. Der Verausgaber ist ein Unbekannter im Alter von 25 bis 28 Jahren, 1,651,68 Meter groß, hat blonde Haare, rötlichblonden Schnurrbart, volles Gesicht- und gesunde Ge­sichtsfarbe. Er trug braunen Sackanzug, grünen modernen Hut mit heruntergebogenem Rande und Schnürstiefel mit Lackspitzen. Er hat sehr gewandtes Auftreten. Der Unbe­kannte begibt sich meist in Bäcker-, Zigarren- und Papier­läden, kauft eine Kleinigkeit für 5 oder 10 Pfennig, gibt ein falsches Einmarkstück in Zahlung, nimmt das Wechselgeld entgegen und entfernt sich. Die Falsifikat« tragen meist die Jahreszahl 1907 und 1908 und die Münz- zeichen D, F, E und C, sind gut ausgeprägt, haben guten Klang und lassen sich leicht biegen.

* Deutscher Flotteuvereiu. Auf die heute nachmittag von 2 Uhr a b für die Schulen und abends 8 Uhr nebst Konzert der Inf. - Kapelle N r. 166 st attfi n- denden kinrmatographischen Vorführungen aus dem Bereiche der Kriegs- und Handels-Marine d e rC e n t r a I h a l I e" dahier machen wir nochmals aufmerksam und können einen Besuch jedem empfehlen. Karten sind in den im Inseratenteil der heutigen Nummer bezeichneten Verkaufsstellen bis h e u t e a b r n d 6 Uhr und alsdann am Saaleingang zu haben. Schülerkarten sind eben­falls am (Saaleingang erhältlich.