-- -- --- -- .^ -^ -^-:--.--^. -- ---- - ^- -M —— Schirm und Hui sagen einige Schritt« bdtrott entfernt. Die Kuh, welche Saufet geführt hatte, wurde iü Ler Näh« der OLMachter Ziègelhütte eingefangen. Sanier hätte stets Geld bei sich, zur Zeit des Mordes noch gegen 500 Mark. Dem Mann ist der Schädel eingeschlagen worden. Anhaltspunkte über den Täter fehlen noch.
Der 'zweite Diamantenschwindelprozetz gegen Lemoine ist in Paris eröffnet worden. Der Angeklagte konnte Beweise für den von ihn, geführten Titel als Ingenieur nicht erbringen. Lemoine behauptet, daß der Direktor der DebeerSgesellschaft, Iulius Werner, nur den Zweck verfolgte, eine Fabrik in den Pyrenäen zu errichten, um dort künstlich« Diamanten herzustellen, ohne daß das Verfahren der Oeffentlichkeit preisgegeben worden wäre. Werner beabsichtigte das Verfahren selbst vor den übrigen Aktionären ge» heimzuhalten. Werner bestritt diese Behauptungen und erstatt«, wenn «s gesungen wäre, künstliche Diamanten herzustellen, so würben diese auch als solche versauft worden sein. Lemoine wirst Werner vor, dem Untersuchungsrichter nicht alle Diamanten zugestellt zu haben.
Hochherzige Stiftung, Die Großindustriellenfamilie Heinrich Lanz in Mannheim hat der Universität Heidelberg zum Gedächtnis des verstorbenen Fabrikanten Heinrich Lanz ein« Million zur Begründung einer Akademie der Wissen- fd?aften, ähnlich den Akademien in Leipzig und Göttingen, gestiftet. Der Großherzog hat das Protektorat ü-ernommen.
Schweres Unglück f
Poris, 15. Juni. Gelegentlich einer photographischen Aufnahme für einen Kinematographen ereignete sich ein schweres Unglück. Es handelte sich um die Vorführung, daß ein Mann ins Wasser fällt. Der Akrobat Ostrip markierte nun das ins Waffer fallen und zwar von der Bellevuebrücke aus vor dem Apparate. Er tauchte aber nicht mehr aus der Seine auf und wurde nach einer halben Stunde als Leiche aus dem Fluß gezogen.
Untreue.
M -Dluddach, 14. Juni. Der Kanzlist Strompen vom Amtsgericht in Rheydt hatte nach Einsicht in gerichtliche Kostenrechnungen in über dreißig Fällen Beträge von mehr als 1000 Mark einkassiert und für sich verwandt. Die Strafkammer verurteilte ihn heute zu sechsmonatiger Gefängnis- Strafe.
Entkommen
München, 15. Juni. Ein Fahrraddieb stach dem ihn verfolgenden Gendarm ins Herz, sprang in die Isar und entkam durch Schwimmen.
Schrftsttachrichte«.
Mitgeteilt vom Vertreter des Norddeutschen Lloyd in Bremen, M. Schuster, Fahrstraße Nr. 1.
Der Dampfer „Köln" ist am 14. Juni wohlbehalten in Galvrsto« angekommen.
D« Postdampfer „Lapland" der „Red Star Line" in Antwerpen ist laut Telegramm am 13. Juni wohlbehalten in New-Aork angekommen.
Kurzer Getreide-Wochenbericht btt PreisberichtSstelle des Teutschen Landwirt- schaftSrats vom 8. Juni bis 14. Juni 1909.
Leider entsprach auch in der Berichtswoche die Witterung nicht überall in Deutschland den Wünschen der Landwirtschaft. Während die Feuchtigkeit stellenweise unzureichend war, ist andererseits, und zwar in Mecklenburg und teilweise auch in Pommern durch zu heftige Niederschläge viel Roggen zum Lagern gebracht worden. Vor allem aber wäre für das Wachstum wärmeres Wetter nötig gewesen. Trotzdem lauten die Berichte über den Felderstand im allgemeinen etwas* zuversichtlicher. In Amerika hat sich der Stand deS Winteriveizrns seit dem Vormonat zwar verschlechtert, was
wurde. Damals erhielt Francois Felix, der erste operierende Chirurg, 520000 Fr., Bessieres, der zweite Chirurg, 100000 Fr., d'Aymn, der erste Arzt des Königs, 350000 Fr., und Fagon, sein zweiter Kollege, 200000 Fr. Diese Honorare können sich also durchaus mit denen messen, die fürstliche Persönlichkeiten heute in solchen Fällen zahlen.
Gehen wir jetzt zu den Künstlern über. Es gibt in Frankreich beliebte Maler mit einem Jahreseinkommen von 200 000 bis 300 000 Fr. Ein englicher Porträtist malt im Jahre 36 Bildnisse, für die er sich je 15 000 Fr. zahlen läßt. Da hatten es denn die alten Maler entschieden weniger gut. Nicht selten wurde ihre Arbeit nach dem Tage bezahlt. Tin,abu« und sein Gehilfe erhielten 1302 zusammen 23 Fr. per Tag. Als Michelangelo und Leonardo ihre berühmten Entwürfe für die Schlacht von Anghiari malten, erhielten sie jeder per Monat 645 Fr.; dabei wurde ihnen etwa versäumte Zeit in Abzug gebracht. Waren große Mauerflächen mit Bildern zu bedecken, so wurde die Arbeit im ganzen bezahlt. Die Summen Ringen wohl groß, aber man muß bedenken, welche Zeit und Mühe diese Schöpfungen verlangten. So empsig Giotto von Benedikt IX. für seine Gemälde in der Sakristei von St. Peter zu Rom 18000 Fr. und Ghirlandajo für feine berühmten Fresken im Chore von Santa Maria Novella zu Florenz 26 000 Fr. An der Sixtinischen Kapelle hat Michelangelo 4 Jahr« lang gearbeitet, und et hat fünf Gehilfen dabei verwandt. Das Gesamthonorar betrug 280 000 Fr. Uebrigenk gehört Michelangelo zu den JHinftlern, die schließlich es doch zu Wohlstand gebracht haben; seine Hinterlassenschaft betrug 180000 bis 200 000 Fr. Auch Raffael und Tizian haben in guten Verhältnissen gelebt, und Mantegna hat 1499 seiner Tochter eine Mitgift von 13 400 Fr. mitgeben können. Raffaels Hinterlassenschaft wird auf 700 000 Fr. berechnet, Dürer hinterließ immerhin noch 164000 Fr. Zu den Einnahmen der Künstler gehörten vielfach feste Pensionen, die ihnen von großen Herren ausgesetzt waren. So erhielt Dürer vom Kaiser ein Jahresgehalt von 3000 Fr., Michelangelo von Paul ni. eine Pension von 26 000 Fr. Was verlangten und erhielten nun die Künstler der alten Zeit für jene Werke ihrer Hand, die heute mit Hunderttausenden bezahlt werden ? âflael verlangte auf der Höhe seines Ruhmes für ein großes ~. Fr. Dürer hat Pottraitzeichnungen schon für ein Geschenk von 100 Austern gemacht; sein bestbezahltes Bild « ^ Martyrium des heiligen Bartholomäus gewesen $U J *9™ ^ Korporation der Deutschen in Venedig mit -6^0 Fr. bezahlte. Barem van Orleq erfüllt, als er
auf best dortigen Märkten indes ohn« Einfluß blieb, da der vermehrte Anbau »vn FrühjahrsweizeN und dessen günstiger Stand das Minderergebnis an Winterfrucht ansznglkichèk verspricht. In Argentinien sind endlich die so nötigen Regenfâllt eingetreten, wodurch weder die Besorgnisse wegen der nächsten Stute ganz beseitigt erscheinen, noch die erhoffte Ermäßigung der argentrnischenPreiSansprüche eingetreten ist. Ebenso wenig machte sich der Einfluß der durch ausgiebige Niederschläge gebesserten Erntesituation Rußlands im Ge- treidegeschäft irgendwie bemerkbar. Vielmehr blieben die Angebote von dort, die inzwischen eine weitere Verteuerung erfahren haben, ziemlich knapp, was darauf schließen läßt, daß die starken Exportleistungen der letzten Zeit die Bestände der russischen Warenbesitzer erschöpft haben. Dazu kommt noch, daß der Konsum augenblicklich kräftiger zugreist und höhere Preise als der Export bewilligt. Für Deutschland bedeutet das Nachlassen der russischen Leistungsfähigkeit eine weitere Verschärfung der ohnehin sehr gespannten Situation. Inländischer Weizen ist selbst zu hohen Preisen nur noch in ganz kleinen Quantitäten zu beschaffen, und da der Konsum fortgesetzt Ansprüche stellt, sahen sich dir Importeure zu neuen Anschaffungen veranlaßt. Der Umstand, daß Juli- Lieferung dauernd unter Bezugsparität bleibt, erweckte Kauf- und DeckungSbedürfnis für diesen Termin, während September infolge günstigeren Wetters im Preise nachgab. Auch Roggen büßte infolge besserer Ernteaussichten Rußlands und der hier herrschenden günstigeren Witterung den anfänglichen Kursgewinn wieder ein. Hafer hat sich weiter befestigt; das Inland offeriert nur sehr spärlich und auch Nordrußland zeigt sich zurückhaltender. Gerste hatte zu wenig veränderten Preisen etwas mehr Geschäft. Auch den argentinischen Maisofferten brachte man allgemein mehr Interesse
entgegen.
Es stellten sich die Getreidepreise am letzten Markttage in Mark pro 1000 Klg. je nach Qualität, wobei das Mehr
(+) bezw. Weniger (—) gegenüber der Vorwoche in
Klammern 0 bei gefügt ist, wie folgt:
Weizm Roggen Hafer
Königsberg 260 (- ) 191 (+3 ) 191 (+4 )
Danzig 270 (+2 ) 195 (+-2 )198 (+8 )
Stettin 272 (+4 ) 194 (- ) 198 (— )
Posen 273 (+4 ) 193 (+2 ) 194 (— )
Breslau 284 (+6 ) 196 (+-1 ) 194 (+2 )
Berlin - (- ) 196 (—1 ) 212 (+4 )
Magdeburg 280 (+-3 ) 196 (+1 )208 (+2 )
Leipzig 284 (+2 ) 200 (— ) 212 (- )
Dresden 282 (+2 ) 195 (— ) 212 (+2 )
Braunschweig 270 (—2 ) 187 (— ) 208 (— )
Rostock 267 (+9 ) 195 (+3 ) 200 (— )
Kiel 260 (— ) 200 (- ) 210 (— )
Hamburg 261 (+-2 ) 195 (+2 )206 (- )
Hannover 278 (+2 ) 198 (+8 )212 (+*2 )
Frankfurt a.M. — (— ) 195 (— ) 205 (+5 )
Mannheim 272^-Sr/,) WKW») i^KW)
Straßburg 265 (— ) 197'/r(— ) 205 (— )
München 290 (+2 ) 190 (- ) 200 (++ )
Weltmarktpreise: Weizen: Berlin Juli 258.—- (+3.25), Sept. 227.7b (-0.7 5), Budapest Okt. 227.40 (—3.10), Paris Juni 211.25 (—3.25), Liverpool Juli 203.50(+1.70), Chicago Juli 180.40 (+2.35), Roggen: Berlin Juli 196.50 (—1.00), Sept. 189.75 (—1.75), Hafer : Berlin Juli 190.03 (+3.00), Sept. 176.— (+2.00) Mk.
Randel, Gewerbe und Verkehr»
Berlin, 15. Juni. Weizen Juli 258.—, Sept. 228.25, Ost. 226.-. Roggen Juli 196.50, Sept. 189.50, Ott.
Karl V. und die Mitglieder seiner Famiile malte, für jedes Bildnis nur 130 Fr. Selbst Rubens, der in jeder Hinsicht die Stellung eines Grandseigneurs einnahm, hat keineswegs so hohe Preise erhalten, wie man etwa denken möchte. DaS höchste ihm gezahlte Honorar scheinen die 14000 Fr. zu sein, Äe Philipp rv. von Spanien gegen 1622 für seinen Aktäon bezahlte. Die be= rühmte Kreuzabnahme in Antwerpen hat ihm nur 4320 Fr. gebracht, und durchschnittlich waren wohl 4000 bis 4500 Fr. das Honorar seiner großen Bilder. Die 21 Gemälde der Medici-Zyklus im Louvre haben ihm 5800 Fr. per Stück gebracht.
Sehr verschiedenartig sind von je die Einkünfte der Schriftsteller gewesen. In den ältesten Zeiten lebten sie nur von gelegentlichen Gnadengeschenken. Auch diese sielen sehr verschieben aus. In ValencienneS erhielt ein Minstrel 15 Fr., in Paris strich einer 100 Fr. ein; aber der Minstrel des Grafen von der Provence bekam 1234 ganze 1000 Fr. Rabelais, Frankreichs unsterblicher Satiriker und Humorist, hatte von feinen geistlichen Pfründen 3000 Fr. Einkommen, aber im übrigen war Kleingeld bei ihm hrapp. Als sich in Frankreich der Staat der Literatur anzunehmen begann, wurden hervorragenden Schriftstellern Pensionen auSgesetzt. Die ersten Mitglieder der neubegrünbeten Akademie erhielten Pensionen, die sich zwischen 9000 und 30 000 Fr. bewegten, also immmerhin ziemlich erheblich waren. Boileau hinterließ ein Vermögen 2^ 000 Fr., aber Lafontaine hatte auf seinem Totenbette den Armen nichts zum Geschenke zu machen, als 100 Exemplare feiner Erzählungen, die für* die Armen verkauft werden sollten. Corneille ist eS nicht gut bekommen, daß er es unternahm, ganz von seiner Feder zu leben. Seine Stücke brachten ihm ja wohl vielleicht je einen Tausender, aber baS nahm man ihm auch sehr übel; er verkaufe seine Werke, so höhnte man ihn. Nur Molidre zeigte sich gegen den Dichter großherzig. Er gab ihm für feinen Attela und für Titus und Bèrenice je 6800 Fr. Racine stand sich dank der ihm bewilligten Pension ganz bedeutend besser, und Molière hatte den Vorteil, daß er zugleich Schriftsteller und Tl 'aterdirektor war. Ein sehr geschickter Finanzmann ist Voltaire gewesen, obgleich er eS verstanden hat, im großen Stile zu leben. Dagegen zeigte sich Rousseau immer sehr ängstlich und zuweilen kleinlich im Punkte der Honorare. Die Werke, die ihm am meisten eingebracht haben, sind merkwürdigerweise die Operette „Der Dorfwahrsager" und das Wörterbuch der Musik. Von jenem hotte er 11925 Fr.; das Wörterbuch brachte
Wh......... iM, i MM -uw iMjmiM^awwftftMWgQifttaMiB^ai^^
189.-. Hafer Juli 1Sv.-. Sept. -.-. MttiS Just «-.-—, Sept, -°>-,—, R 3 böl Amt ■*-.", Oktbr. 66.— Bezbr. S6.S0. WeizeNMthl ASV-Sh.SS. RbSS«n- Mehl 24.30—26.30.
Mannheim, 15. Juni. Weizen Ulfa 9 p. 25 Mk. 198.-, Ulfa 9 p. 30 Mk. 200, Ulfa 10 p. Mk. 204.-. Rumänischer 77/78 Ko. Mk. 206.-. Laplata Juni-Abi. Bah.- Blanka 80 Ko. Mk. 205.-. Reb. Winter n Jum-Abl. Mk. —.—. Russischer Roggen 9 p. 10/15 Mk. 147.—. MaiS Laplata Mk. 128.
Paris, 15. Juni. Roggen Juni 17.75, Juli 17.90, Juli-August 18.—, Sept.-Dez. 17.75. Weizen Juni 25.96, Juli 26.15, Juni-August 25.95, Sept.-Dez. 24.20. Mehl Juni 33.85. Juli 33.60, Juni-August 33.55, Sept.-Dez. 31.59. R ü b ö l Juni 63'/>, Juli 64—, Juni-Aug. 64—, Sept.-Dez. 64.'/.. Spiritus Juni 39«/«, Juli 40’/«, Juni-Aug.41*/«, Sept.-Dez. 39. Zucker Juni 30% Juli 30*/«, Juni- August 30*/«, Okt.-Januar 29% Leinöl per Juni — —, Sept.-D«z. — —. Rohzucker 88°/, loco 27*/«. talg 70.—.
Kurs-Bericht.
1t.
Pr»vi»zial° und Sommnaal-Obl.
4°/, Rheinprovinz 4'/, Hanauer
Stadt-Anleihe 4»/o Lissaboner
fiese.
3'/,°/° Köln- Mind. Lose
4°/« Mein. Prâm- Pfcmdbnest
4°/, Oefterr. d. 60 2'/,»/° Raab Graz. Ungar, fl (Gâ)
WO Lose
Deutsche Staat-papiere.
4«/o D. Reichsanl. SV,»/«
3°/o „ ,
4°/o Preuß. Kons. 3'/,°/° „ 3°/, „
3'/,°/» Bayern 4°/o 1899er Hessen 4«/» 1906er , SW
Ausländische Staatspapiere.
Juni |
101.80
101.90
80.50
186,50
184.50 162.75 108.25
348.50
102.80
95.25
86.-
102.80
95.40 86—
94.80 10140 101.70
8S'—
1b.Jun
101.80
101.90
80.50
136.50
134.50
168.25
109—
349.—
102.75
95,20
86—
102.75
95.20
86—
94.50
101.20
101.75
94.40
88.25
14.1 Aktie» v. Transport« Unteraehmunge«.
Kahlgnmd E^B. Hamburp-Amerika
Paket Norddeutsche Lloyd Oefterr. Staatsbahn Oefterr. Südbahn (Lombard.) Baltimore u-Ohio Sch.
Aktie« industriell. Nateruehunm-ea.
Frkf. Henninger Br. Hanau Mcolah-Br. Badische Anilin- n.
Sodafabrik Deutsche Gold- und Silbrr-Scheideanst. Höchster Farbwerke Allgem. (Neftr.-Aktten Lahmeyer Schuckett-Aktten Siemens n. Halske Niederrh. Leder, Spier Adlerwerke Kleyer Westd. Jutespinnerei
Bergwerks-Aktte« Bochumer
Budern« Eisenwerk
Zam 11
119.30
117.10
89.90
155.40
21.90 117,20
132— 84—
384.-
482.60
418.50
283.50 119— 128«
221—
183—
887— 128,80
110—
189.50
b.JM
119«
117—
89.60
155 JO
21.70
116.70
132—
84.-
888.80
483.25
419.80
283.75
118.90
125—
219.90
183—
887.50
128—
IW— 189«
4°/Meftrrr.Goldr. 5e/e 1908er Rmn. 4% Shim, amort. couvert.
99.90
102.90
90.00
99.90
102.10
90.50
Br. König. Laura
Priorttäts-Odligltt.
179.60
4W« Russen 4'/<> 1908er Russen 4% Serben 4°/»UngarnsGold) 4V« „ Kronen 5% Chinesen
Bank-Aktien.
Berliner HandelS- ges.-Aktien
Darmstädter Bank
98.90
86.40
80.30
95.60
93.10
101.80
172.40
182.60
98.80
86150
80.50
95.60
93.30
101.80
172—
132.50
5% Oesterreich. Sud- bahn (LombJ
4«/» Oester. Südb.
4> Oefterr. Staat«, von 1883
4°/» Russ. Südost.
4«/« Rybinsk E^B.
5*/o I. Anatolier
3«A> Salonique
Monastir-AnI.
102.40 84.25
9950 84« 84.50 10W
102^
99 JO 84.40 84«
102.50
65 JO
Disk.-Komm. A. Dresdner Bank- Aktien
187.40
152.80
187—
158.20
Pfandbriefe.
4°/» Frankf. Hypoth.-
Bank, Ser. 20
101.50
1-01.50
Mitteldeutsche
Kreditbank Otstcrreichifche
Kredit-Anstalt
121.50
200.80
121.90
200.30
4°/o Franks.Hypothek.-
Kredit-Ber., Seck 48 4°/v Meininger Hypo
thekenbank, Ser. 18
101—
101.—
101— i<n—
ihm 5400 Fr. und eine Rente von 660 Fr. ein. Dagegen betrug das Honorar für den Emile nur 7000 Fr., für di« Neue Heloise 4860 Fr., und man muß immerhin sagen, daß dies für jene Zeit noch bedeutende Honorare waren. Selbst einem Diderot wurde ein Manuskript kaum mit 3000 Francs bezahlt.
Werfen wir endlich noch einen Blick auf daS Theater, so wissen wir über die alten Zeiten wenig genug. Der Verfasser und Unternehmer eineS Mysterienspieles zu Nantes erhielt 1475 480 Fr., und zwei Schauspieler, die zwei Tage hintereinander 1612 vor dem spanischen Gesandten spielten, empfingen zusammen 128 Fr. Seitdem aber dar Theater in Frankreich sich konsolidiert hatte, sind die Einnahmen der Schauspieler wesentlich gestiegen. Molières Sozietäre haben im Jahre 1659/60 je 10 800 Fr. eingenommen; 1663 empfing jeder Teilhaber schon 14100 Fr., 1669 18 800 Fr. Molières Gesamteinnahmen als Schauspieler und Direktor sind aus 386 000 Fr. anzusetzen, wozu noch feine Einnahmen als Autor mit rund 200 000 Fr. kommen. Um bei den Sozi«- täten der Comèdie-Frangaise zu bleiben, so betrug der Jahresanteil eines jeden bis zum Ende der Regierung Ludwigs XIV. 15 000 bis 24 000 Fr.'; er ist dann bis zur Zeit Ludwigs XVI. auf 36000 Fr. gestiegen — seitdem aber nicht weiter; denn diese Summe bezeichnet noch heute den Anteil eines Sozietärs. Die Honorare der dramatischen Autoren haben außerordentlich geschwankt. Zuweilen bekam wohl einer 1000 oder 1100 Fr. per Abend für sein Stück; aber man bedenke, daß diese Stücke im besten Falle vielleicht 15- bis 20 mal ausgesührt wurden, während sich heute die Auf- sührungSzahl verzehnfacht hat. Der Riesenerfolg der alten Zeit ist der der Hochzeit des Figaro von Beaumarchais, di« ihn, 89000 Fr. gebracht hat. Es mag hierzu bemerkt sein, daß heute in Frankreich sieben dramatische Autoren leben, deren Jahreseinkommen 100 000 Fr. übersteigt, und 35, die zwischen 20 000 und 100 000 Fr. Jahreseinkommen haben. Sehr gut bezahlt aber sind von jeher die Sänger gewesen. Schon im 15. Jahrhundert verdiente der Tenorist in der Kirche 200 bis 650 Fr. im Jahre, der erste Sänger der Kapelle der Anna von der Bretagne empfing 1498 jährlich 2800 Fr., und gegen das Ende' der Regierung Ludwigs XIV. erhielt der erste Tenor bereits ein Gehalt von 6000 Fr., und die erste Sängerin wurde 80 Jahre später mit 18 000 Francs bezahlt. Heute verdient der erste Tenor an der Großen Oper zu Paris 150 000 Fr., und eine Operetten- diva, die etwas auf sich hält, arbeitet nicht unter 500 Fr. per Abend.