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und daß die Verhandlungen in Konstantinopel dar von beiden Seiten gewünschte Ziel erreichen.

Konstantinopel, 9. Iân. Der österreichisch-ungarische Botschafter Markgraf Pallavicini hat nach Ablauf der Beiram- festlichkeiten die Verhandlungen mit dem Großwesir wieder ausgenommen und auf Grund der erhaltenen neuen In­struktionen Kiamil Pascha folgende Vorschläge gemacht: Oesterreich-Ungarn hält seine Vorschläge betr. den Abschluß eines Handelsvertrages aufrecht, worin es von vornherein seine Zustimmung zur Erhöhung der türkischen Zölle von 11 auf 15 Prozent und auf Einführung gewisser Monopole erteilt. Unter Berücksichtigung deS wiederholt geäußerten Wunsches der Türkei, als Entgelt für die Zedierung ihrer SouveränitätSrechte auf Bosnien eine finanzielle Zuwendung zu erbringen, kommt die österreichisch-ungarische Regierung diesem Wunsche in der Weise entgegen, daß sie sich bereit erklärt, der türkischen Regierung als Ersatz für die in Bosnien und der Herzegowina gelegenen ehemaligen türkischen Staats­gütern einen Betrag von 2/» Millionen türkischen Piund anzubieten. Nachdem es aber nicht ganz klar ist, ob es sich um ottomanisches Staatseigentum handelt oder um Eigentum der beiden Provinzen, knüpft die österreichisch-ungarische Re­gierung ihr Anerbieten an die Bedingung, daß diese juridische Frage m authentischer Weise, eventuell durch einen Schieds­spruch, festgestellt werde.

Eerajètvo, 9. Jan. Wie auS Srebrenica gemeldet wird, ist eine Gendarmeriepatrouille am Mittwoch auf der Straße Brutunac-Faktovic vom serbischen Ufer aus beschossen worden. Die Patrouille, bei der niemand verletzt worden ist, erwiderte das Feuer und traf anscheinend einen Angreifer.

Budapest, 10. Ian. DerPester Lloyd- schreibt mit Bezug auf daS Anerbieten Oesterreich-UngarnS, der Pforte 2'/, Millionen türkische Pfund als Entschädigung für die ehemaligen Staatsgüter in Bosnien zu zahlen: Oesterreich- Ungarn ist hiermit bei seinem äußersten Angebot angelangt. Man wird im eigenen Lande dem Minister deS Äeußern sicherlich vorwerfen, er sei zu nachgiebig gewesen. Er hofft jedoch, durch diesen Beweis äußersten Entgegenkommens, die internationale Konstellation günstig zu beeinflussen.

Sie MMotiiMt in SMitn.

Hilfe und Teilnahme.

Berlin, 9. Jan. Die vom deutschen Hilfskomitee nach Italien entsandte Expedition ist in Neapel angekommen; sie reist morgen über Catania nach Syrakus weiter. Die an das Zentralkomitee vom Roten Kreuz überwiesenen Gelder sind folgendermaßen verwendet worden: An Personal sind drei Aerzte, zehn Schwestern und vier Krankenpfleger hinauS- gèsandt worden, und an Material sind 850 Kisten mit ärzt­lichen Instrumenten, Arzneimitteln, Lazarettgerätschaften, Betten, Decken, Kleidungsstücken und Nahrungsmitteln ab­gegangen.

München, 8. Jan. Zugunsten der durch daS süd­italienische Erdbeben Geschädigten ist durch daS Veranstalten ?ines auf die opferwilligen Kreise der bayrischen Hauptstadt berechneten Empfanges eine sonst in stillster Zurückgezogen­heit lebende Dame in die Oeffentlichkeit getreten, nämlich die ehemalige Königin beider Sizilien, eine Schwester deS bay­rischen Herzogs Karl Theodor. Die Eheschließung dieser bayrischen Prinzessin erfolgte in dem kritischen Jahr 1859, als die endgültige Umgestaltung Italiens begann, und eines der großen historischen Wandgemälde deS alten National­museums stellt sie dar, wie sie bei der Belagerung GaetaS die Soldaten ihres Gemahls ermutigt. Der 1894 verstorbene letzte König von Neapel, dessen Ehe kinderlos geblieben ist, war ein häufiger Gast in München, wo er ein eigenes Haus besaß. Sein Interesse für das Heimatland seiner Gemahlin betätigte sich unter anderm in gelegentlicher Unterstützung deutscher Kolonial-Unternehmungen.

Reggio, 9. Jan. Ingenieur« prüfen den baulichen Zu» stand der öffentlichen Gebäude. Fast all« Urkunden und Wertpapir« sind bei diesen Gebäuden und bet den Banken wiedergefunden worden.

Mèsstna, 9. Jan. Der Aquädukt ist wiederhergestellt. Die Analyse des WafferS ergab dessen vollkommene Reinheit.

Lissabon, 9. Jan. König Manuel hat den Vorsitz des Hilfskomitees übernommen und den Kreuzer DoncarloS nach Messina gesandt.

EtadULealcr in Hanau.

----- Hanau, 11. Januar.

WohltätigkritS-Vorstellung.

Zum Besten der durch bat Erdbeben in Güditalien Ge­schädigten veranstaltete am SamStag Herr Direktor Steffter im Stadttheater eine Vorstellung, in der das reizende Lust­spielFräulein Josette meine Frau" gegeben wurde. Die Besetzung der Rollen war die gleiche wie bei den früheren Darbietungen der Novität. Gespielt wurde flott und sicher, sodaß den Besuchern ein in allen Teilen gelungener Abend bereitet wurde.

Wiederholungen.

Am Freitag wurde die Schwank-NovitätDie gelbe Gefahr" wiederholt, die SonntagS-Nachmittagsvorstellung erbrachte eine Wiederholung der OperetteW alzertraum" bei ausvrrkauftrm Hause.

Das vierte Gebot".

Schauspiel in 4 Akten von Ludwig Anzengruber.

Endlich wieder einmal etwas literarisches. Keine psycho­logische Feinkost, wie sie uns die jungen Wiener (wie Schnitzler u. a.) servierten, aber ein Stück echtes Leben, mit den stärksten Mitteln einer blutdurchpulsten Kunst in vier Akte gebannt und in 7 Bilder zerrissen. Mögen uns auch manche naive Nebenzüge, manche allzu sorglos einge­flochtene Unwahrscheinlichkeit daran erinnern, daß auch dieses Kunstwerk bereits einer vergangenen Epoche angehört, in der sich Lebenstreue und theatralischer Effekt noch nebeneinander vertragen konnten wir fühlen doch die sicher zugreifende Hand des starken Dramatikers, der uns in wuchtigen Zügen die vernichtende Tragik im Leben des mehr unglücklichen als verdammenswerten Kindes zeigt, dem das vierte Gebot zur Phrase werden muß, weil es Vater und Mutter nicht ehren kann. Dieses Wiener Volksstück ist Anzengrubers stärkstes

Rom, Q. ^Ian. Kammer. Im Sitzungssaals sind etwa 400 Deputierte anwesend. Die Tribünen sind voll­besetzt. Die KanNner setzte die Beratung des Gesetzentwurfes betreffend Maßnahmen zur Linderung des durch die Erd­beben verursachten Elends fort. Faranda gedachte als einer der überlebenden Deputierten Messinas der unglücklichen Opfer des Erdbebens und sprach den heißen Dank der ge­retteten Bewohner der Unglücksstätten an alle die aus, die ihnen Hille zuteil werden ließen. Denara (Deputierter aus Kalabrien) dankte im Namen der Bewohner seiner Provinz warm allen denen, die zur Hilfeleistung heibeigeeilt seien und sprach den Wunsch aus, daß die nationale Kraft Reggio und Messina wieder erstehen lasse. (Beifall.) Ministerpräsident Giolitti erklärte, die vorgeschlagenen Maßnahmen seien un­umgänglich notwendig. Sie seien der erste Schritt, um von selten der Negierung und des Parlaments die ausdrückliche Verpflichtung zum Wiederaufbau von Messina unb Reggio aufzustellen. (Lebh. Beifall.) Er fügte hinzu, die Verhängung deS Belagerungszustandes sei eine schmerzliche Notwendigkeit gewesen, werde aber so kurz als möglich dauern, da jeder­mann wünsche, daß das gewöhnliche Recht wieder hergestellt werde. (Lebh. Beifall.) Furnari (Deputierter aus Sizilien) erklärte, trotzdem er über den Tod seines Sohnes noch tief betrübt sei, wolle er allen denen, die vom Souverän herab bis zum gewöhnlichen Soldaten den Ueberlebenden von Messina und anderen betroffenen Orten zu Hilfe geeilt seien, seinen Dank aussprechen. Außerdem dankte er dem Parla­ment, das mit rührender Begeisterung den Maßnahmen zu­stimmen werde, durch die der Wiederaufbau von Messina, Reggio und anderen zerstörten Orten gewährleistet werde. (Beikall.) Giuseppe Majorana (Deputierter aus Catania) schloß sich im Namen Catanias den Wünschen für den Wiederaufbau von Messina an. (Beikall.) Der Berichterstatter Villa führte auS, Italien könne bei dem unermeßlichen Un­glück Trost finden in der geschlossenen Einmütigkeit und dem Mitgefühl der gesamten zivilisierten Welt, sowie in dem Heldenmut deS Königs und der Königin, der Soldaten, Matrosen und der Bürgerschaft. Er trat für die Vorlage ein, deren Maßnahmen notwendig seien zur Wiederherstellung deS bürgerlichen Lebens in den verwüsteten Gebieten unb forderte die Kammer auf, sie einstimmig anzirnehmen. (Leb­hafte Zustimmung.) Baron Giunti erklärte sich für die von der Kommission vorgeschlagenen Abänderungen und für die Tagesordnung der Kommission und forderte die Regierung auf, eine Vorlage einzubringen, kraft welcher in den zer­störten Gemeinden die aufgefundenen Werle, die infolge der Unmöglichkeit der Eigentümer oder deren Erben zu er­mitteln, dem Staate zufallen würden, einem besonderen Unterstützungsfond für die durch das Erdeben Geschädigten namentlich für Waisen, zuzuführen. Darauf mitrbe die Tagesordnung angenommen und die Generaldiskussion ge­schlossen.

Briefe geretteter Deutscher.

Bei derAugsburger Abendzeitung" ist aus dem Inter­nationalen Hospital in Neapel ein großer, auf dem Kranken­bett geschriebener Bericht deS deutschen Konditors Vogelsang aus Messina tingegangen. Vogelsang hat sich als alter Messtnese im Erdbeben ausgekannt und sich, obwohl bereits schwer verwundet, doch noch dadurch gerettet, daß er sich blutüberströmt unter den Hansbalkon flüchtete und dort seine Rettung abwartete. AuS dem mit erstaunlicher Klarheit und Lebendigkeit verfaßten Bericht ist hervorzuheben, daß die Pflege im Internationalen Hospital in Neapel eine gute ist. Der Patient macht darauf aufmerksam, daß Messina im Handel von Jahr zu Jahr zurückgegangen ist und daß alle großen Import- und Engrosgeschäfte dort liquidieren mußten. Unser Landsmann in Neapel mahnt mit vollem Recht, bei den Sammlungen für daS Erdbebengebiet vor allem der deutschen Landsleute zu gedenken und nötigenfalls für sie gesondert zu sammeln und geben zu lassen.

Hus aller Hielt.

Drei Lustmorde an Kindern. Während am Freitag eine Gerichtskommission in Radekchowitz bei Prag wegen eineS am Mittwoch dort an einem Tagelöhnerskind verübten Lustmordes eine Lokalbesichtigung vornahm, wurden an einer anderen Stell« deS Ortes zwei kleine Kinder auf ähnliche Weste ermordet. Die Panik in der Nähe Prags ist unbe- dramatisches Werk und wird vielleicht länger lebendig bleiben als der populärerePfarrer von Kirchfeld" und die anderen Bauernstücke.

Leider brachte die gestrige Aufführung daS Stück nicht so heraus, daß man eine starke Freude hätte mitnehmen können; sie machte fast durchweg, einzelne Leistungen ausgenommen, den Eindruck etwas ungenügender Vorbereitung. Die erfreu­lichste Figur des ganzen Abends war der Weltpriester Eduard, den Herr Römer wirklich vornehm und sympathisch in Spiel und Sprache verkörperte. Für den Martin Schalanter, den beklagenswerlen Sohn sittlich haltloser Ellern die ihn durch Erziehung und Beispiel nicht vor seinem Schicksal schützen und reiten können, fand Herr Feigel nicht recht den über­zeugenden Ton, der uns an das Menschlich-Tragische in bieder Figur hätte glauben machen können: erst in der Schluß­szene wirkte er tiefer. Fräulein Halden sahen wir gerne wieder einmal mit einer größeren Aufgabe betraut; sie gab der Figur der Hedwig eine schöne Innerlichkeit, hatte in dem Auftritt mit Stolzenthaler ein starkes Spiel und traf nament­lich auch im vorletzten Aufzug sehr gut den Ton inniger Größe der Resignierten. Fräulein Groß gab die leicht­sinnige Josepha nicht ungeschickt; Frau Albes als deren Mutter hatte den Zug skriivelloser Unbekümmertheit wirkungs­voll herausgearbeilet. Den Schalanter des Herrn Commer hätte man in keinen besseren Händen setzen können. Die innere und äußere Verkommenheit und Haltlosigkeit dieses Menschen gab er trefflich wieder. Herr Grimm, der das Slück inszeniert hatte, war wie immer gewandt im Spiel. Seine Partnerin, Fräulein H o b y , fand sich im allgemeinen mit ihrer Rolle gut ab. Herr Pröls spielte den Gärtner und Vater des hochwürdigen Herrn Sodns mit den reichen Mitteln seiner Gestattiingsknnst und Fräulein Oeser als sein Weib überraschte durch eine erfreuliche Gewandtheit im Spiel. Den KlavieUeluer gab Herr Perino in der eisten Szene nicht ganz glücklick; erst nach dem Berufswechsel, als Feldwebel, war er sicherer und in dcr Wirtsgarlenszene von echter

schreiblich. Als Täter mürbe am SamStag der 13'/»jührig« Knabe Rotschek au§ Radeschowitz verhaftet.

E'n Hochstapler, der in der MaSke eines Landwirts- unb Reserveoffiziers âuffrat, hat mehrere Berliner um 2700 Mark betrogen. Eine junge Dame lernte in Frankfurt a. M. einen Mann kennen, der sich Hans Cuhn nannte unb sich für den Sohn eines Rittergutsbesitzers aus Bergheim bei Weimar ausgab. Cuhn fuhr mit der Dame nach Berlin. AuS der Reisebekanntschaft entwickelte sich ein Liebesverhält­nis. EineS Tages holte der junge Mann, der auch hatte durchblicken lassen, daß er Reserveoffizier in einem sächsischen Garderegiment sei, seine Angebetete zu einem Gang nach dem Postamt ab. Dort sollten 2500 Mark lagern, die sein Vater für ihn abgesandt hatte. Das Geld hatte aber angeblich zu lange gelagert und war deshalb an den Absender zurückge­schickt worden. DieBraut" half ihm gern aus und gab ihm zunächst 850 Mark. Von diesem Gelde lebte der junge Mann als Hochbautechniker Hans Hempel in einem Hotel. Er borgte den Hotelwirt um 200 Mark an, als wieder eine Geldsendung von 800 Mark an ihn nicht pünktlich eintraf. Auch die Schwester seinerBraut" prellte er um 300 Mark. Cuhn-Hempel verschwand barauf und ward bis heute nicht mehr gesehen. Er ist 29 Jahre alt und spricht sächsischen Dialekt.

Tödlicher Sturz vom Pferde. In Düsseldorf stürzte der 27jährige Reitknecht Josef Bayer während eines Rittes Dom Pferde und erlitt einen schweren Schädelbruch, an dessen Folgen er alsbald starb.

Ein Fünfzehnjähriger alS Lebensretter. Der 15 Jahre alte Oberrealschüler Franz Häberlein aus München hat in Regendorf in der Oberpfalz, wo er zu Besuch war, eine von Umsicht und Tapferkeit zeugende Lebensrettung vollbracht. Er sah von ferne einen Knaben auf dem EiS des RegenflusseS einbrechen, eilte auf Schlittschuhen herbei und brachte den schon bewußtlosen Knaben ans Land. Er stellte ihn sofort auf den Kopf, daß dem Halbtoten das Wasser auS Mund und Ohren rann und brachte ihn nach längerer Zeit wieder zum Bewußtsein.

In Stütke zerrissen. Von einer Dampfdreschmaschine wurde auf dem Rittergut Gr.-Kubbelkow auf Rügen der Heizer Thiel vollständig zerriffen. Die beiden Beine wurden von dem, Körper abgerissâ und fortgeschleudert, ein Arm blieb im Zeug an der Welle hängen.

Beim Schlittschuhlaufen erfroren. Auf dem Jan- runder See bei Köslin erfror der Arbeiter Grell, der das am entgegengesetzten Ufer gelegene Dorf Nest auf Schlitt­schuhen ausgesucht hatte. Grell lief in Gemeinschaft dreier Männer zurück und stürzte unterwegs. Seine Begleiter ließen ihn liegen. In der Kälte ist Krell dann erfroren.

Verlosungen. (Ohne Gew.)

Oesterreichische Rote Krem-Lose vom Jahre 1882. Ziehung vom 2. Januar 1909. Prämicn-Ziehung. Hauptpreist: Serie 11028 Nr. 29 zu 60 000 Kronen. Serie 1582 Nr. 4, Serie 2418 Nr. 19 je 1000 Kronen. Serie 1382 Nr. 44, Serie 1449 Nr. 48, Serie 3210 Nr. 18, Serie 8560 Nr. 45, Serie 5637 Nr. 50, Seite 7266 Nr. 5, Serie 8036 Nr. 43, Serie 9965 Nr. 12, Serie 10564 Nr. 26, Serie 11947 Nr. 29 je 200 Kr. Serie 25 Nr. 10, Serie 1820 Nr. 25, Serie 2134 Nr. 6, Serie 2520 Nr. 48, Serie 2573 Nr. 4, Serie 3367 Nr. 15, Serie 4310 Nr. 35, Serie 4797 Nr. 10, Serie 6574 Nr. 8, Serie 7445 Nr. 17, Serie 8094 Nr. 32, Serie 9624 Nr. 25, Serie 10402 Nr. 7, Serie 10928 Nr. 49, Serie 11714 Nr. 21 je 100 Kronen. Auszahlung vom 5. Januar 1909 ab. Amorttsations - Ziebyng: Gezogene Serien: 1137 1957 1980 2041 2263'2783 3171 3429 3462 3591 3863 3906 4089 4502 4859 4931 5016 5332 5378 5558 5592 5942 6499 6822 6996 8208 8639 8692 9269 9347 9473 9780 10062 10411 10507 10641 11123 11168 11486 11584. Die in diesen Serien enthaltenen Lose werden vom 5. Januar 1909 ab mit 32 Kronen eingelöst.

Lotterie-Anleihe der Stadt Krakau. Ziehung vom 2. Januar 1909. Hauptpreise: Nr. 50020 zu 50 000 Kronen. Nr. 64838 zu 6000 Kronen. Nr. 26173 29360 48299 68847 68946 je 1200 Kronen.

Natürlickkert, Die alte Großmutter, diese ergreifendste Figur des ganzen Stückes, wurde von Frau Tuerschmann- Talander mit feinem Sinn für die innige Größe dieser Figur dargestellt. Herrn Süssenguth lag die Rolle deS Stolzenihaler gar nicht, am wenigsten in sprachlicher Hinsicht. Herr Land hatte die Figur des Gesellen gut erfaßt und Fräulein Stähler war ein allerliebster frecher Lehrbub. Mit dem Wiener Dialekt haperte eS fast durchweg ganz be­denklich. Anzengrubers Bühnendialekt ist schon nicht ganz einwandfrei, was aber bei der gestrigen Aufführung als W'ener Volkssprache von den Breitern klang, stand weit jenseits von Gul und Böse. Außerdem ist da« segensreich« Institut deS MaßkrugS in Oesterreich bis jetzt n cht ein- geführt. C. K.

* Stadttheater. iWochenfpi* lp lan.) Dienstag 12. Januar 1909. Außer Abonn. Bei ermäßigtrn Preisen:Die lustige Witwe." Mittwoch den 18. Zan. 43. Abonn.-Vorst. 4. Serie Nr. 7. Urauf­führung bet Anwesenheit deS Verfasser«. Zum ersten Male:Fräulein Mama". Lust'piel in 3 Akten von Heinrich Stobitzer und Fritz Friedmann- Frederich. Freitag 15. Jan. 44. Abonn.-Vorst. 4. Serie Nr. 8.Die Geisha". SamStag 16. Jan. 'Außer Abonn. Bei kleinen greifen! Zum 4. Mal«; Fräulein Josette meine Frau." Sonntag 17. Jan., nackin. halb 4 Uhr. Außer Abonn. Bei kleinen Preisen! Zum 16. Male:D i e D o l l a r p r tzn z e f s i n". Abends halb 8 Uhr. 45. Abonn. Vorst. 4. Serie Nr. 9« M arie S t u ar t", Trauerspiel von Schiller.

Album blätter.

Wer früh umher späht mit gehoben Sinnen, Auf Gott vertraut unb die gelenke Kraft, Der ringt sich leicht au« jeder Fahr und Not; Den schreckt der Berg nicht, wer barauf «baren.