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WM in Nr. 211 te

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Donnerstag den 9. September 1909

2. Vcriandstag des Verbandes Deutscher Handlungsgehilfen.

2. Tag.

München, 5. September.

Die Beratungen des Verbandstages des Verbandes Deutscher Handlungsgehilfen in München, begannen am 2. Verhandlungstage mit einer grundsätzlichen Aussprache über Lehrlingswesen, Lehrkonferenz, zu der Herr Felix Marquart -Leipzig sprach.

Der Redner führte im allgemeinen aus:

Die Ausbildung und Erziehung des jungen Nachwuchses im Handelsgewerbe gehört zu den wichtigsten Angelegenheiten der kaufmännischen Sozialpolitik. Je nachdem unsere Volks­wirtschaft über einen tüchtigen und charakterfesten Handels- ftand verfügt oder nicht, wird die machtvolle Entwickelung des Handels dauern oder schwinden.

Die praktische Lehre sei durch obligatorischen Fortbildungs­schulunterricht zu ergänzen, der unmittelbar kaufmännischer Fachunterricht sein müsse. Einjährig-Freiwillige seien einzu­beziehen. Einrichtung von Vorschulen sei zu erwägen ; eben­so find die Ermittlungen über Lehrlingsprüfungen festzusetzen, bei denen der Nachdruck unbedingt auf die Prüfung in praktischen Fächern zu legen sei. Die Bestrebungen für Pflege der Geschmacksbildung seien vom Kaufmannsstande dadurch zu unterstützen, daß er von der Produktion nicht nur vom technischen, sondern auch vom Standpunkte des Geschmacks aus vortreffliche Ware fordere und in dieser Richtung auf die Abnehmer einwirke. Die Geschmacksbildung selber sei zu entwickeln.

Vor allem aber müsse neben günstigen Fähigkeiten die Persönlichkeit bei der Ausbildung zu ihrem Rechte kommen. Durch Errichtung von Lehrlingsheimen seien die jugendlichen Lehrlinge vor den Gefahren des Großstadtlebens zu schützen.

Staat, Gemeinde und Gesellschaft müßten sich bewußt sein, daß, wer für die Jugend im Handelsgewerbe Fürsorge trifft, für die künftige Entwickelung unserer Volkswirtschaft eintritt.

Die Beratung über die G eh a Itsfr ag e, dem Haupt­gegenstand des Tages, wie des ganzen Verbandstages über­haupt, gestaltete sich sehr bewegt. Bei der Wichtigkeit dieser Frage, die zum erstenmal vom Verbände Deutscher Handlungs­gehilfen erörtert wurde, brachte die Diskussion die mannig­fachsten Gesichtspunkte. Vorstandsmitglied» Herr W. Beck­mann- Leipzig eröffnete mit einem grundlegenden Referat die Besprechung über diese Frage. Er führte etwa folgendes aus: ' ' -

Der Verband hat bereits auf seinem ersten Ver­bandstage in Berlin 1907 diese Frage gestreift und beschloffen, eine ausführliche Erörterung in München vorzunehmen. An diesen Beschluß hat sich eine leb­hafte Aussprache innerhalb der Kreisvereine geknüpft. Die Mehrzahl der Verbandsmitglieder begrüße es freudig, daß der Verband Deutscher Handlungsgehilfen als erster unter allen kaufmännischen Berufsorganisationen den Versuch macht, auf dem Wege einer öffentlichen Erörterung die Besserung der nachweisbar schlechten Gehaltsverhältnisse im Handels­gewerbe anzubahnen. Diese Bestrebungen haben auch bereits in Prinzipalskreisen Beachtung gefunden. Ein Vergleich der Verhältnisse vor 5060 Jahren, als sich Deutschland noch im Uebergangszustand vom Agrar- zum Industriestaat be­fand, mit den heutigen Verhältnissen fällt mit Bezug auf die Lebensverhältnisse im allgemeinen sehr zu ungunsten der

Ans dem Taiiberlandc.

Bilder aus dem Gelände des diesjährigen Kaisermanövers. Von Otto Leonhardt.

(Nachdruck verboten.)

Kaum läßt sich ein größerer Gegensatz denken, als der zwischen dem Gelände der vorjährigen Kaisermanöver und dem, wo sie heuer abgehalten werden. Im Vorjahre Loth­ringen: ein rauhes, ernstes, strenges Land, von altersher zwischen der deutschen und der welschen Kultur strittig, von fremder Art und Sitte tief beeinflußt, ein Land, dem die Natur das Geschenk der Anmut versagt hat. Dagegen das Tauberland : so recht ein Herzstück deutschen Landes, in seinen Geschicken, Ansiedlungen, Natur- und Gesellschaftsformen vom deutschen Wesen geprägt, ein Schauplatz unserer vater­ländischen Geschichte, ein Stück Erde, gesegnet mit einer heiteren Anmut und einer herzlichen Traulichkeit, die den Wanderer froh machen. Freilich, der Wanderer ist im Tauberlande ein rarer Gast; läge das Taubertal in Toskana, so würde es alljährlich ab und aus von ganzen Schwärmen von Touristen mit den roten Reisebüchern durchzogen. Mag man es aber im Interesse der Kenntnis und Schätzung der Schönheiten unserer Heimat bedauern, daß das Tauberland so wenig ausgesucht wird, es hat doch auch seinen Vor­teil. Unberührt liegt dies Gebiet, gleichsam eine friedens­volle Oase in dem umbrandenden Ozeane des modernen Lebens, ein Stück Welt für sich, ein Natur- und Menschen- idyll von hohem Reize. Ein Gang durchs Taubertal, hat W. Riel gesagt, ist ein Gang durch die deutsche Geschichte, und der alte Daniel nennt das Tauberland einen Garten an Fruchtbarkeit und Schönheit.

Unter drei Herren ist das Tauberland heute verteilt. Der Oberlauf ist bayerisch, der Mittellauf, bis auf einen kleinen bayerischen Ausschnitt, württembergisch, der Unterlauf gehört zu Badejr. Also hat es die Staatskunst des ersten Jahr­zehnts des 19. Jahrhunderts verfügt, die in der deutschen Landkarte gründlich aufgeräumt hat. Es war ein willkür­liches Verfügen; denn mit keinem der drei Staaten hatte *a« Tauberland innere Gemeinschaft. Die Mergentheimer

Gegenwart auS. Hierzu kommt noch, daß Staat und Ge­meinde durch die ständig wachsenden Kulturaufgaben genötigt werden, der Bevölkerung immer neue Steuerlasten aufzuer­legen. Die Angestellten sind nicht in der Lage, gleich den Staatsbeamten durch fortgesetzte Eingaben eine Verbesserung ihrer Lage zu erzielen, da sie es nicht mit einem Arbeitgeber, sondern mit 21/* Millionen Arbeitgebern in Deutschland zu. tun haben. Der durchschnittliche Tagesverdienst zahlreicher Angestellter bleibt hinter dem Verdienst von Tagelohn­arbeitern zurück. Festgestellt ist außerdem, daß die Neigung besteht, die Männerarbeit durch die billigere Frauenarbeit zu ersetzen. Es wäre notwendig, daß auf Grund des § 59 des H.-G.-B. alle Gehaltsvereinbarungen, welche hinter dem ortsüblichen Tagelohn zurückbleiben, seitens der Kaufmanns­gerichte für ungültig erklärt würden.

Der Verband wird versuchen, durch Aufklärung über die veränderten Lebensverhältnisse die Prinzipale von der Not­wendigkeit einer Gehaltsregelung zu überzeugen, nötigenfalls durch Einberufung einer Gehaltskonferenz, nach Art der kürzlich stattgehabten Lehrkonferenz in Leipzig. Ein Tarif würde die freiheitliche Entwickelung innerhalb des Handels­standes hemmen. Es bleibt also nichts weiter übrig, als wie die Festsetzung eines Mindestgehalts für männliche und weibliche Angestellte vom 18. Jahre ab anzustreben. Das Mindestgehalt soll einen Schutz darstellen gegen die Ueber- flutung des Handels mit unzureichend vorgebildeten Arbeits­kräften und soll das zum Leben notwendige Existenzminimum gewährleisten. Hand in Hand damit müßte eine Festsetzung der Zahl der jugendlichen Personen»erfolgen, welche im Verhältnis zur Zahl der Gehilfen beschäftigt werden dürfen. Daß derartige Maßnahmen dem ganzen Stande nur zum Segen gereichen würden, beweist die gleichartige Regelung im Buchdruckergewerbe. Jeder Prinzipal werde bei Ein­führung von Mindestgehältern nur leistungsfähiges Per­sonal mit der nötigen Fachbildung einstellen. Darin liege auch eine Gewähr für eine Mindestleistung. Als zweiter Redner zur Gehaltsfrage sprach Herr A. Hübner- Berlin, der die Mindestgehälter nicht in Gesetzen fest­gelegt wissen will. Das Gesetz soll lediglich Einrichtungen schaffen, die ihrerseits Mindestgehälter mit Zwangscharakter festsetzen. Die Mindestgehälter sollen zwischen den Ver­tretungen der selbständigen und angestellten Kaufleute ver­einbart, eventuell auch durch die in Aussicht stehenden Kauf- mgnnskammern festgesetzt werden.

Auf wie lange die Mindestgehälter festgesetzt werden, ist am besten ebenfalls .den Mindestgehâlterfestsetzungsstellrn zu überlassen. Im Gesetze kann aber eine Höchstgrertze gezogen werden, vielleicht 6 Jahre.

Weiterhin - sprach Herr O. Weber-Lèipzig zur Ge­haltsfrage: Die allgemeine Einführung einer Gewinn­beteiligung sei sehr wohl geeignet, dazu beizutragen, daß die Mindestgehälter nicht zu Normalgehältern würden. Sie hat sich überwiegend bewährt, ist auch wenn freilich oft in wenig vollkommener Form in Gestalt von Umsatz­prämien, Bonifikationen, freiwilligen oder vertraglichen Tantiemen und Vergütungen beim Jahresabschluß im Handelsgewerbe schon vielfach eingeführt. Gerade die Ge­winnbeteiligung ist geeignet, das innere Verhältnis des Ge­hilfen zum Unternehmen zu heben und so zur Lösung der Zeitfrage beizutragen: Wie kann der einzelne im Zeitalter der Arbeitsteilung und des Hineinwachsens in den Groß­betrieb wieder ein persönliches Verhältnis zu seiner Arbeit gewinnen ? Die Steigerung der Leistungsfähigkeit gibt natur­gemäß berechtigte Anwartschaft auf bessere Bezahlung. Daher

haben sich 1809 mit bewaffneter Hand gewehrt, als sie würt- lembergisch statt, wie bisher, deutschherrisch werden sollten; und die Rothenburger sind lange genug mit der bayerischen Herrschaft unzufrieden gewesen. Der fränkische und der schwäbische Dialekt gehen da, wo sie sich berühren, im würt- tembergischen Tauberlande, unvermischt, wie Oel und Wasser, nebeneinander her; und nicht München, Stuttgart und Karls­ruhe sind die eigentlichen Hauptstädte, nach denen das Tauberland gravitiert, sondern daS ist die vieltürmige Bischofsstadt am Main, Würzburg. Und alle politischen Ver­änderungen haben nichts daran ändern können, daß Würz­burg nach wie vor die Hauptstadt des Mittelmain- und Tauberlandes geblieben ist. Bevor aber die Austeilung des Tauberlandes an die drei großen süddeutschen Staaten er­folgte, da stellte es politisch das bunteste Wirrsal dar, das man sich nur denken kann. Im oberen Taubertale herrschte die Reichsstadt Rothenburg, das Zentrum mit Mergentheim war deutschherrisch, und die Mündung gehörte der Grafschaft Wertheim. Aber daran noch lange nicht ge­nug umfaßte daS Taubergebiet auch noch Stücke der Mark- gräfschaft Ansbach, des Fürstentums Hohenlohe, Reichs­dörfer, Reichsherrschaften, rilterschaftliche Besitzungen, kur­fürstlich Mainzische Gebietsteile und was sonst nicht noch! Wer vor gut 100 Jahren den Lauf des schönen Tauber- flusses verfolgte, der bekam viele deutsche Staaten unter seine Füße.

Und doch bildet das Taubergebiet geographisch in sich eine Einheit. Nicht nur durch den Fluß, der es beherrscht, sondern auch in Bezug auf seine ganze Stellung im Ver- kehrs- und Wirtschaftsleben. Denn die Eigentümlichkeit des Tauberlandes bildet seine Abgelegenheit. Keine große Welt­verkehrsstraße berührt es. Rothenburg freilich lag einst an her großen Straße, die von Augsburg' nach Würzburg führte, und darauf zum großen Teile beruhte seine Blüte. Aber noch heute führt von Rothenburg nach Weikersheim im Württembergischen keine Bahn; und der württembergische Tauber-Franke, der sich Alt-Rothenburg ansehen will, ver­traut sich besser seinen Beinen oder ver Post an, als daß er den Umweg mit der Bahn macht. Erst in Weikersheim tritt die schwäbische Tauberbahn in das Tal, die den Ab­

find die Verbesserungsbestrebungen für das Fortbildungschrll- wesen und die Bildungsbestrebungen der kaufmännischen Ver­einigungen mit allen Kräften zu unterstützen. Die unab­wendbaren Steigerungen aller Lebensmittelpreise und Abgaben müssen die Angestellten zu festen Grundsätzen über ihr Ver­hältnis zu Staat und Gemeinde führen. Vor allem sei dem unheilvollen Einfluß der Bodenspekulation zu steuern. Die Aufklärungsarbeit des Bundes Deutscher Bodenreformer verdiene auch in den Kreisen der Handlungsgehilfenschaft volle Unterstützung, schon darum, weil der Bund in der Richtung einer stärkeren Besteuerung des arbeitslosen Ein­kommens wirke. Alle Versuche, die Lebenshaltung zu er­höhen, würden auf die Dauer vergeblich sein, so lange die steigende Grundrente diese Verbesserungen wieder auf« heben könnte.

Die dem Derbandstage vorliegenden Leitsätze zur Ge­haltsfrage wurden vom Verbandstage der zuständigen Ab­teilung als vorläufige Richtschnur für die weitere Behandlung der Gehaltsfrage überwiesem

Zur Gewerbeordnungsnovelle sprach nun­mehr Herr Dr. Wendisch- Leipzig. Der Referent ging von den Verhandlungen der 26. Reichstagskommission aus. Hoffentlich komme die Regierung, gegenüber den aus der Not geborenen Wünschen der Handlungsgehilfen, endlich von ihrem Standpunkte desUnannehmbar" ab.

Die alten Forderungen des Verbandes Deutscher Hand­lungsgehilfen, Schaffung einer Handelsaufsicht, Verbot der Sonntagsarbeit, reichsgesetzliche Regelung des Achtuhr-Laden- schlusses und der Kontorarbeitszeit, der Ruhepause, Urlaubs­gewährung usw. wurde aufs neue vom Verbandstage an­erkannt.

Ueber die Reichsversicherungs- Ordnung sprach nunmehr Herr Verwaltungs - Direktor Hedrich- Leipzig, den gegenwärtigen Stand der Frage beleuchtend.

Welche endgültige Gestalt die Reichsversicherungsordnung annehmen wird, sei heute nicht vorauszusehen. Der Bundesrat hat den grundlegenden Vorschriften zwar zugestimmt, im einzelnen aber so viel Aenderungen beschlossen, daß eine besondere Redaktions - Kommission eingesetzt werden mußte. Die Versicherungs Anstalten haben Abänderungsvorschläge für das Gebiet der In­validenversicherung vorbereitet, die allein einen daumendicken Band füllen. Man müffe sich regen, damit di« Interessen der Handlungsgehilfen nicht zu kurz kommen. Di« Ver­sammlung nahm zu dieser Frage eine Entschließung an, in der unter anderem gefordert wird:

Für den Handlungsgehilfenstand müssen leistungs­fähige Hilfskassen fortbestehen, die als gleichberechtigte Mitträger der Krankenversicherung ungerechtfertigten Er­schwerungen nicht ausgesetzt sein dürfen. Der Aufnahme­zwang, die Beitragspflicht für Hilfskassenmitglieder zu den Pflichtkassen müssen fallen, die Versicherungsgrenze ist auf 3000 Mark heraufzusetzen und die Krankenfürsorge gegen Zusatzbeiträge auch auf die Familien auszudehnen.

Zur Unfallversicherung:

§ 632 Absatz 10 der Reichsversicherungsordnung soll lauten: Alle Handlungsgehilfen im Umfange der gesamten .Angestelltentätigkeit, sowie alle Betriebe, die der Behand­lung und Handhabung der Ware oder der Beförderung von Personen oder Gütern dienen, falls sie mit einem kaufmännischen Unternehmen verbunden sind, sowie unter der gleichen Voraussetzung Holzfällungsbetriebe.

Im § 638 Ziffer 2, sowie in den §§ 640, 669 und

schluß nach beiden Seiten hin, nach Würzburg wie nach Wertheim bewerkstelligt. Indes der Verkehr bleibt Lokal­verkehr. Dieser Lokalverkehr ist lebhaft, und fast jede Stunde stößt der Wanderer auf eine Ortschaft und dennoch macht daS Taubertal einen stillen Eindruck, weil der Sturm des modernen Weltverkehrs ihm fern bleibt. So ist es immer gewesen; das Taubertal hat nie einen anderen Verkehr ge­habt, als den nachbarlichen Verkehr der Landwirtschaft und des Gewerbes. Die Mergentheimer hoffen freilich, einst werde der große Nord-Südweg von Hamburg nach Venedig über ihre Stadt führen, und wahr ift'S, Mergentheim liegt in der direkten Linie; allein noch manches Wasser wird die Tauber hinabfließen, ehe eine derartige große Durchgangs­linie durch Württembergs kleinwinkliges Eisenbahnnetz hin­durchgeschlagen wird.

Die Geschichte aber hat das entlegene Tal aufzufinden gewußt. Tie bischöflichen Herren von Würzburg sind eS ge­wesen, die vor allem im Tauberlande Fuß gefaßt und hier ansehnlichen Besitz sich gesichert haben. Aber dann rot» standen ihnen Nebenbuhler an dem mächtigen Ge­schlecht der Hohenstaufen. Den Hohenstaufen verdankt« Rothenburg seine Blüthe; führten doch die Hohenstaufen,chen Herrscher auch den Titel der Herzöge von Rothenburg. Ein« furchtbare Zeit war für das ganze Tauberland der Bauern­krieg. Ja, das Tauberland war so recht der eigentliche Schauplatz der entsetzlichen Ereignisse, die dieser Krieg mit sich geführt hat. Spielt doch auch ein großer Teil der Szenen von Goethes Götz unweit unseres Bezirkes, zwischen Crailsheim und Jagsthausen! Im Tauberlande fand der Bauernaufstand die mächtigste Nahrung, im Tauberlandr ward der Funke, der so schweren Brand verursacht hatte, wieder zertreten. Später suchten der Dreißigjährige strieg und die Kriege des 18. Jahrhunderts das Land schwer genug heim, und 1^66 sah dieser Bezirk noch das Gefecht zwischen deutschen Bruderstämmen bei Tauberbischossheim gleich als sei er bestimmt, die deutsche Geschichte in ihren Haupt- stationen bis zuletzt zu begleiten.

Versuchen wir nun, uns ein Bild von dem Lande zu machen, das jetzt den Schauplatz des friedlichen Kriege« bilden wird, so geschieht das am besten, indem wir da«