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7. JU«i

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Die liberale Frafiioii der Schöneberger Stadtverordneten- versanunlung hat folgenden DringliLkeitsantrag eingebracht: Die Stadtverordnetenversammlung ersucht den Magistrat, sofortige Einberufung eines außerordentlichen Städtetages zu betreiben, um gegen die stâdtefeindlichen Beschlüsse der Reichs- finanzkommission energisch Stellung zu nehmen.

Der Frankfurter Oberbürgermeister Dr. Adickes äußerte sich einem Mitarbeiter desB. T." gegenüber: Ich bin ein Gegner der Reichswertzuwachssteuer und habe mich auch be­reits in diesem Sinne auf dein Städtetag geäußert. Die Wertzuwachssteuer muß nach meiner Meinung den Kommunen Vorbehalten bleiben.

Die neulichen Aeußerungen des Herrn von Buch im Hrerenhause über dieluxuriöse" Ausstattung der 3. und 4. Klaffe bei der Eisenbahn macht sich heute dieKreuzztg." in einem längeren Artikel zu eigen. Da der Rückgang der Einnahmen der Eisenbahn durch die Abwanderung infolge der Fahrkartensteurr herbeigeführt sei, so müsse man Wege suchen, um wieder erhöhte Einnahmen zu gewinnen. Es wird daher eine Heraufsetzung des Kilometerpreises für die 3. Klaffe von 3 auf 31/* Pfg. pro Kilometer, daneben aber die Beibehaltung deS Schnellzugzuschlages von */» Pfg. pro Kilometer empfohlen.

K-l«, 5. Juni. Gegenüber Ausführungen des Herrn v. Zedlitz imTag" über die Reichsfinanzreformfrage erklärt ein Berliner Telegramm derKöln. Ztg.": Herr v. Zedlitz meint, man müsse genügend berücksichtigen, daß der Wider­spruch gegen die Erbanfallsteuer für die Konservativen eine Ehrensache und zugleich eine politische Lebensfrage sei, so daß man also einen Ersatz für diese Steuer suchen müsse. Aus Ausführungen beiReichsboten" wird Herr v. Zedlitz sich überzeugen können, daß man diese Frage auch in konservativen Kreisen durchaus nicht als eine Ehrenfrage auffaßt. Die Mahnung, daß bie Liberalen sich nun, eingedenk der Lehren von 1879, zu einer entschlossenen positiven Politik aufraffen sollten, ist an sich unzweifelhaft berechtigt, und es ist tat­sächlich zu wünschen, daß angesichts der allgemeinen Bedeut­samkeit und Wichtigkeit der Lage kleine Sonderbedenken zu­rücktreten sollten. Im übrigen aber fallen die Sonder- bedenken der Liberalen kaum ins Gewicht, wenn man sie mit benen vergleicht, die von den Konservativen und ihren Ver­bündeten erhoben wurden. In allen wesentlichen Punkten standen die Liberalen auf Seite des Regierungsprogramms, das von den Konservativen erbittert bekämpft wurde. Es handelte sich also vielmehr um einen Kampf der Konservativen gegen die Regierung, als gegen die Liberalen; denn man wird wohl im Ernst nicht behaupten wollen, daß die gegen­wärtige Regierung liberal sei.

Stap-llSufe.

$HH, 5. Juni. Auf der hiesigen Germaniawerft er­folgte heute nachmittag 4 Uhr in Gegenwart des Prinzen Heinrich von Preußen sowie in Anwesenheit von Vertretern der Marine und der städtischen Behörden von Kiel und Köln der Stapellauf des Kreuzers ErsatzSchwalbe". Ober­bürgermeister Wallraf aus Köln taufte das Schiff auf den NamenKöln". Die Herren aus Köln sind für heute abend vom Vizeadmiral Breusing, der den Staatssekretär v. Tirpitz vertritt, zu einem Diner geladen.

Danzig, 5. Juni. Auf der hiesigen Schichauwerft lief heute mittag der im Kriegsfall als Hilfskreuzer verwendbare DampferPultawa" der russischen Freiwklligenflotte glücklich vom Stapel.

Der Corsu-Schwindel vor Gericht

Unber. Nachdr. Verb,

S. & H. Köln, 7, Juni.

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Bor der Strafkammer des hiesigen Landgerichts beginnt heute ein umfangreicher Schwindelprozeß, dessen Hintergrund die liebliche Phäakeninsel Corfu bildet. Als sich auf das Eiland noch nicht der Goldregen der Kaiserbesuche herab­senkte und bit biederen Corfioten aus den Erträgen eines geringen Weinbaus, sowie der Mais- und Hirsepflanzungen recht bescheiden lebten, trat an ft« das Glück in Gestalt einer deutschen Gründersirma heran. Diese versprach goldene Berge und erlangte bald von den Behörden die Konzession für ein größeres Terrain. Auf diesem sollten weltstädtische Etablissements erstehen, Bade- und Spielplätze mit allem Raffinement der Neuzeit ausgestattet, die das vornehme Reisepublikum aus aller Welt kerb eilocken sollten. Die Kon­zession ging durch mehrere Hände, bis die letzten Besitzer zi ihrer Ausbeutung die Corfu-Company in Brüffel gründeten. Die Gründer und AufsichtSratSmitglieder der famosen Company waren in der Haupt­sache die Angeklagten in dem gegenwärtigen Prozeß, im im ganzen noch 12 Personen, nachdem der Staatsanwalt die Anklage gegen einige andere fallen gelassen hat. Von den Angeklagten ist besonders der Dsrlagsbuchhändler Ulrich Kracht in der Oeffentlichkeit mehrfach und nicht in sehr er­freulicher Weise hervorgetreten. Er betreibt in Berlin die Wohltätigkeit fabrikmäßig und ist dieserhalb schon verschiedent­lich der Zielpunkt scharfer Angriffe gewesen. Mit einer Zeit­schriftDas wohltätige Berlin" hat er den sich in Garten­festen, WohltätigkeitSbazaren, Ballfestlichkeiten rc. betätigen­den Wohllätigkeitsrummel gewisser Kreise der Reichshaupt- stadt nach Kräften unterstützt und großgezogen. Auch als Pressevertreter hat er ganz mit Unrecht eine Rolle zu spielen versucht, waS ihm vor allem schon deshalb nicht zustand, weil er in sehr geschickter Weise den Inseraten- mit dem redaktionellen Teil zu verkuppeln wußte. Er war der richtige Mann für die Corfu-Company, um ihr in gewissen harm­losen, aber einflußreichen Kreisen Berlins di« Wege zu ebnen. Unter den übrigen Angeklagten figurieren ein Postsekretär a. D., ein Bergwerksdirektor a. D., ein früherer Handels- kammersekratär, ein Oberkellner und mehrere Kaufleute. Sie sollen in der Hauptsache di« Aktien der Company im Gesamt­betrag« von 5 Mrllionen Francs unter Vorspiegelung falscher Tatsachen an den Mann gebracht haben. Angeblich sollten r^^^" 800 000 FrcS. eingezahlt worden sein, während n.^^Echkeit nur 50000 waren. Diese gingen mit Be- ber AufsichtSratSmitglieder nach der Insel gerade VAieK.«» ^ Herren sehr luxuriös in Begleitung ver- Freunde und Freundinnen reiften. DaS Lockmittel, t dem man den Gläubigern di« Aktien aufhängt«, bestand

vor allem darin, daß man ihnen erzählte, die griechische Regierung habe der Company die Erlaubnis zur Errichtung eines Spielzirkels auf Corfu nach dem Muster desjenigen von Monaco erteilt und die Aktienbesitzer würden an dem Gewinn der Spielbank partizipieren. Diese plumpe Lüge wurde viel­fach geglaubt, obwohl in Griechenland das Glücksspiel gesetz­lich verboten ist. Einige Angeklagte verschafften sich auf eigene Faust Geld aus dem Schwindelprojekt, indem sie Monopole für Lieferung aller möglichen Dinge vergaben. Die Hauptleidtragenden bei der Affäre sind die Erben einer Hausbesitzerin im Osten Berlins, die zu ihren Lebzeiten der Company 200 000 Mark bar vorgestreckt hatte. Aber auch viele kleine Leute sind um ihre Ersparnisse gekommen. Die Bücher der Gesellschaft befanden sich, soweit sie überhaupt vorhanden waren, in größter Unordnung. Zu der Verhand­lung sind gegen 80 Zeugen und mehrere kaufmännische Sach­verständige geladen. Den Vorsitz führt Landgerichtsdirektor Casper, Verteidiger sind die Rechtsanwälte Alsberg (Berlin) und Holle, Hohenstein, Cohn, Meyer und Hielemann (Köln). Wir werden mit Rücksicht auf die lange Dauer der Verhand­lungen, die auf 14 Tage bemessen sind, nur von den in­teressanteren Phasen des Prozesses Notiz geben.

81» neuer Fehlschlag (stuft m Wolzogeas.

(Unber. Nachdr. verb.) 8 u. H. Wiesbaden den 6. Juni.

Das Naturtheater in dem romantischen Nerotale der Stadt Wiesbaden, das von Ernst von Wolzogen am Pfingst- feiertag mit so großen Hoffnungen mit einer Aufführung seinerMaibraut" eröffnet wurde, ist bereits am Ende seiner Tage angelangt. Der vielgeprüfte Schöpfer und Meister des deutschen Ueberbrettl's hat auch bei diesem neuesten Kinde seiner Muse die Wandelbarkeit in der Gunst des Publikums bitter erfahren müssen. Die Eröffnungsvorstellung am Pfingstfeiertag hatte sich kein Bewohner des Weltkurortes am Taunus entgehen lassen, soweit er in den Besitz eines Freibillets gelangt war. Als aber die Kurdirektion, welche die Unternehmerin des Naturtheaters ist, die nicht einmal zu hohen Eintrittspreise für die Vorstellungen normiert hatte und forderte, blieb das verehrliche Publikum aus, und so fand mit der heutigen zweiten sonntägigen Aufführung der Maibraut" das Unternehmen bereits ein frühzeitiges Ende. Ernst von Wolzogen, der mit einer ausgezeichneten Schau­spieltrupps von in der Hauptsache Darmstädter und Wies­badener Künstlern die Aufführungen 8 Tage hindurch mit Todesverachtung geleitet hat, beabsichtigt nunmehr, dem un­dankbaren Wiesbaden den Rücken /gu kehren und nach be­rühmten Mustern mit der Maibraut eine Gastspielturnce durch die größeren deutschen Städte zu unternehmen. Die Kurdirektion Wiesbaden hat bei dem Unternehmen etwa 40 000 Mark verloren, und es ist dem schwergeprüften Dichter nur zu gönnen, wenn er ans seiner jetzigen Turnee nicht eben­falls von derartigen Nackenschlägen getroffen wird. Auf alle Fälle hat er in derMaibraut", die einen sehr dankbaren und eindrucksvollen Stoff aus der vorchristliche germanischen Zeit behandelt, ein durchaus zugkräftiges Stück, das auf ein von allerlei Kurgenüssen nicht übersättigtes Badepublikum tiefere Wirkung ausüben dürfte. Ueber das Schicksal der romantischen Anlage im Nerotale, verlautet zur Zeit noch nichts, man wird aber nicht fehlgehen in der Annahme, daß dort ein Lawn Tennisplatz oder ein Fußballspielplatz sick- breit machen wird; das würde dem Banausenstandpunkt dermaßgebenden Kreise" einer Weltkurstadt wohl auch am meisten entsprechen.

Hus Ban au Stadt und fand.

Panait, 7. Juni.

Die Gruirdsieirrlegimg zum Buchberg- Ausstchtstirrm.

S»et Bott vertraut, bat wohlgebaut, Daran Iaht fest un« hatten; Er baut kor Hau», Er führt er au», Er wird ba8 Werk gestalten.

Und mauert ein

Mit in'« Gestein

Dies unser Bottvertraiun;

Und mit Bebet, '

Daß e» gerät, Labt un» zum Himmel schaue».

Zu seiner Kraft, Die alle» sckafft, Laßt un« den Grundstein legen; Und bitten ihn. Daß unsrem Müh'n Er gebe seinen Segen.

Dann steht der Turm

Im Zeitensturm, ®n Fels in Ungewitter«; Der niemals wankt, Und nimmer schwankt, Und nichte kann ihn erschüttern.

Hermaml Haase.

Auf einer unserer engeren heimatlichen Bergesanhöhe, bem bei Langenselbold belegenen und zu den Ausläufern bei Spessarts gehörenden Buchberge, soll ein Aussicht-- turm erstehen, der die Möglichkeit gewährt, den Blick roeit hinaus in die Main- und Kinzigeben« schweifen zu lassen, über wellige-, fruchtbare« Land, nach Zeugen ritterlicher Der- gangenheit in Gestalt kraftstrotzender Trümmer unruhvoller Vorzrit, dann zu Bildern heiterer friedvoller Gegenwart in reicher Abwechslung, nach malerisch gelegenen Dörfern und Städten mit lebhaft entwickelter Industrie, zu dem in mäch- tigert Bogen dabinziehenden Main und bem lebhafteren Lause

der Kinzig. Wechfelvolle Bilder sind es, die sich dem Auge bieten werden, sobald der in einer Höhe von £8 Metern pro­jektirrte Turm erstanden ist, zu dem gestern, mit einfachem Festakte verbunden, der G r u n d st e i n gelegt worden ist. Der Buchberg, bisher abseits von der großen Touristen­wanderstraße gelegen, sich still seiner eigenen Schönheit freuend, zeigte gestern ein anderes Bild. Von allen Seiten strömten die Wanderlustigen herbei, um einige Stunden in stimmungsvoller Waldidylle, unter prächtigen Buchen und Tannen zu weilen und teilzunehmen an der gedachten Feier der Grundsteinlegung. Kurz nach 4 Uhr nachmittags voll­zog sich ber offizielle Akt der Grundsteinlegung, den der Vor­sitzende des Buchbergvereins Hanau, Herr Heinrich Henckel- Hanau mit einer Ansprache eröffnete. Er führte u. a. aus: So ist nun endlich' der Anfang gemacht, der Grundstein gerichtet. Am 28. Juni werden eS vier Jahre, daß Herr Lehrer Hugo Schäfir von Hanau mir sein Vorhaben mit­teilte, auf dem Buchberg einen Aussichtsturm zu errichten und mich bat, ihn in seinem Vorhaben zu helfen. Mit welch rastlosem Eifer er den größten Teil der Bausumme in fast lauter kleinen Beiträgen gesammelt hat, ist bekannt, jedoch auch in der Urkunde, die in den Grundstein gelegt, Erwäh­nung getan, da ein solch uneigenätzige« Bemühen auch ver­dient, der Nachwelt in Erinnerung zu bleiben ; ich glaube getrost im Sinne aller Buchbergfreunde zu handeln, wenn ich Herrn Schäfer für seine große Mühewaltung Dank und Anerkennung hiermit öffentlich ausspreche. Weiteren Dank und Anerkennung müssen wir auch dem Herrn Forstmeister Fenner auSsprechen, der in liebenswürdiger Weise die Sache von Anfang an unterstützte, überhaupt dir Erschließung der Bulau zum Erholungsort ermöglichte, Fußpfade anzulegen gestattete und damit speziell Hanau eine große Wohltat er­wiesen hat, den herrlichen Spaziergang über den Kinzigsteg er­möglichte, ebenso die Fassung und Anlagen bei der Barba­rossaquelle, Verlobungslaube und viele schöne Punkte er­schlossen und an geeigneten Orten Ruhebänke aufzusiellen gestattet hat. Aber auch der Presse (Hanauer Anzeiger" undHanauer Zeitung") fühlen wir uns gedrungen, hiermit öffentlich zu danken. Selbst die kleinsten Beiträge wurden anstandslos angenommen und öffentlich quittiert, den Lesern ein fortlaufendes Bild vor Augen führend, wie aus den vielen kleinen Beiträgen nach und nach die Baustimme zusammen gekommen ist. Herrn Redakteur Schrecker übermittelt das Gesamtkomitee besten Dank. Ferner haben die Sache sehr unterstützt die Herren Jean BerngeS, Conrad Eller, Wilh. Kolbe, Siebert, Hosse, Specht und Kießling. Auch diesen Herren sei hiermit öffentlich herzlicher Dank ausgesprochen. Auch Allen, die durch Beiträge «s ermöglichten, diesen Aus­sichtsturin. zu errichten, hiermit Dank." Mit einem Ge­denken des Landesherrn Sr. Maj. des Kaisers und Königs und einem dreimaligen Hoch auf diesen schloß die Ansprache. . Nun folgten die üblichen drei Hammerschlägt der Vor­standsmitglieder und der Bauherren mit Begleitworten, die wir hier folgen lassen:

Privatier Heinr. Henckel, 1. Vorsitzender des Buch-' bergVereins:

Möge das stattliche Gebäude erstehen zur Lust und Freude vieler Wanderer, gum Glück und Segen aller umliegenden Orte, für das ganze Kinzigtal. Das walte Gott!

Forstmeister Fenner, 2. Vorsitzender des Buchberg­vereins :

Gib, Allmächtiger, deinen Segen,

Da wir jetzt den ersten . Stein

Zu des Turmes Gnmde legen.

Laß das Bauwerk gut gedeih«.

Auch vor jeglichen Gefahren

Wollst du gnädig ihn bewahren.

Möcht' der Turm viel hundert, Jahre schämn

In tiefem Frieden über Deutschlands Gauen.

Redakteur Schrecker:

Willst das Große du erreichen,

Fange mit dem Kleinen an,

Deine Tadler werden schweigen,

Ist das Kleine groß getan.

Lehrer Schäfer:

Ist dies Werk auch nur emsach und winzig,

Wird es doch Glück bringen bem schönen Tal der Kinzig!

Bureauvorsteher Kießling:

HeimatSliebe ist die Kraft, Die Großes schafft.

Die auf deuffchen Höhen

Türme läßt erstehen,

Gott zur Ehr",

Den Nachkommen zur Lehr.

Architekt W. Kolbe:

Auf daß der Turm wachse und fest werde, dem heutigen Geschlecht

zum Andenken und der Nachwelt zur Nacheiferung.

Dackdeckerrneister C. Eller:

Biel Wenig geben ein Biel,

Beharrlichkeit führt zum Ziel."

Den Spruch noch mancher sagt,

Wenn dies Werk vollendet, die Bäume überragt.

Kaufmann J. Specht:

Stolz wie des Spessarts grüne Eichen

Sei unserer Heiniatslieb ein ÜkhrrS Zeichen.

Maurermeister Conrad Fuchs VI.:

Hier auf des BuchbergS Höh zur Stuud

Wir legen biefen Stein zu Grund,

Darauf erstehen soll ein Turm,

Der ttotze kühn einst Blitz und Sturm,

Der zeige froher Menschen Blick,

Vom deutschen Land ein herrlich Stück,

Wo Main- imb Kinzigstrand einwandt.

Sich reichen brüderlich die Hand,

Wo Grüße schickt der Taunus schön.

Des Speffarts blaue sanfte Höh'n.

Der VogelSbew, der Odenwald,

Und Hanau, Franksutt fern sich malt.

ES sei erfaßt ber Hammer schnell,

Drei Schläge sollen tönen hell:

1. Der erste Schlag dem Kaiser gilt,

Der deutschen Lande Schwett und Schild

2. Der zweite unserm Heimatsland,

Zu dem wir stehen mit fester Hand.

8. Der dritte fei den Herrn getan, Die einst erdacht den stolzen Plan. Und nun gut Wetter fei bestellt, Dies war mein Wunsch zum Herrn der Welt.