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4. Januar

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sönnen. Schon gegen 3000 sonnten roeggefdjafft werben; man hofft heute noch mehr befördern zu sönnen. Heute fing man an, den Rettungsdienst auch auf die weiter landein­wärts gelegenen Ortschaften auszu dehnen und diese in erster Linie auch mit Lebensmitteln zu verletzen. Besondere Auf­merksamkeit wird andauernd dem Sicherheitsdienst zuge­wendet. Gestern wurde in Reggio bei einem Kampf zwischen Plünderern und der Wachmannschaft der Bersaglieri ein Zoll­beamter getötet. Die Königin ist in ihrer Fürsorge für die Kranken im Hospital unermüdlich und zeigt die größte Auf­opferung. Als gestern abend im Hospital durch einen Erd­stoß eine Panik entstand, erlitt die Königin bei ihren Be­mühungen, die planlose Flucht der Kranken zu verhindern, leichte Verletzungen an der Brust.

Rom, 3. Januar. Das Zentralkomitee zur Hilfeleistung für die Opfer der Erdbebenkatastrophe hielt heute eine Sitzung ab. Ministerpräsident Giolitti legte die Tätigkeit der Regie­rung dar, die so'ort nach dem Bekanntwerden des Unglücks einsètzte. Das Komitee stellte mit Bewunderung das auf­opfernde Mitwirken des Königs, der Königin, der Königin­mutter, der Prinzen sowie die hochherzige Unterstützung des StaateS und der Vertreter der auswärtigen Staaten fest. Sodann trat das Komitee in einen Gedankenaustausch über den Umfang seiner Befugnisse ein und erklärte es für not­wendig, seine Tätigkeit gemeinsam mit dem Zentralkomitee in den Provinzen auszuüben, um hierdurch eine möglichst wirksame und schnelle Einigkeit in der Leitung herbeizu- führen.

Rom, 3. Jan. Nach amtlichen Feststellungen aus den Erdbeben-Gebieten wurden bis gestern auf italienischen Schiffen 10 370 Verletzte befördert, auf englischen 1209, auf deutschen 900 und auf russischen 800.

Rom, 3. Jan. In allen Kirchen Roms wurden heute Trauergottesdienste für die Opfer der Erdbeben-Katastrophe abgehalten. In der St. Peterskirche wohnte eine große Menschenmenge der Messe bei, die Monsignore Ceppetelli, Patriarch von Konstantinopel, unter Aisistenz des Kardinals Rampolla am Hauptaltar zelebrierte. In den Kirchen fanden Sammlungen zu Gunsten der vom Erdbeben Betroffenen statt. Das Hilfskomitee veranstaltet auch heute auf Straßen und Plätzen der Stadt öffentliche Sammlungen. Der König und die Königin sind in Begleitung der Minister Or­lando und Mirabello hierher zurückgekehrt.

Rom, 3. Jan.Die Tribuna" schreibt: Die Regierung wird demnächst das Parlament zu einer außerordentlichen Tagung einberufen, um die Vollmacht zu verlangen, um die Verwaltung der Justiz in den zerstörten Städten wieder­herzustellen. Die Regierung wird weitere Gesetzentwürfe vor­legen, in denen die dringend nötigen Kredite verlangt wer­den. Das Blatt sagt dann, ganz entschieden wift keine An­leihe ins Auge gefaßt, sondern man wird der Situation Herr werden durch Budgetüberschüsse und zeitwellige Erhöhung einer oder zwei Hauptsteuern, die zum Wiederaufbau der Gebäude dienen sollen.

Rom, 2. Jan. Der König richtete an den Minister­präsidenten Giolitti nachfolgende Depesche: Heute besuchte ich die kalabrische Küste südlich von Reggio. Pellaro ist gänzlich zerstört, Mileto scheint weniger gelitten zu haben. Es fällt kein Regen mehr. Das städtische Archiv von Messina ist verbrannt. Neue Truppen treffen ein. Allmäh­lich kommt Ordnung in den Hilseleistungsdienst. Heute abend reise ich nach Rom zurück, nachdem ich die am meisten heimgesuchten Orte und die Organisation des Hilfswerkes ge­sehen : Orlando und Mirabello'kommen mit mir zurück. Ich verweise aufs neue auf die isolierten Ortschaften längs der kalabrjschen Küste. Gezeichnet: Victor Emanuel.

Rom, 3. Jan. (W. B.) Von der Familie des russischen Konsuls in Messina ist nur die Frau des Konsuls am Leben geblieben, die schwerverwundet in Syrakus an Bord des Zessarewitsch" gebracht wurde. Die Frau des Konsuls der Vereinigten Staaten wird unter den Opfern vermutet. Von Palermo wird eine große Menge Lebensmittel nach Messina geschafft. Die Zahl der in Messina arbeitenden Soldaten betrügt setzt 10000. In Messina ereigneten sich in der vergangenen Nacht neuerdings Erdstöße, darunter ein sehr starker. Die überaus große Zahl der Verwundeten, die aus Reggio und Messina in Palermo ein getroffen ist, machte es notwendig, daß 250 nach Cefalu geschickt wurden, wo der Bischof 300 Betten vorbereitet. Auch die Ortschaft Motta San Giovanni ist vollständig zerstört.

Der Eislauf ist ein altnordischer Brauch und wurde schon von den Pfahlbauern geübt. Freilich waren damals die Schlittschuhe noch sehr primitiver Art, sie waren aus Hol; gefertigt und glichen 'Schlittenkufen, oder es wuiden ge­glättete Rinder- und Pferdeknoeben verwendet, die unter der Schuhsohle befestigt wurden. In neuerer Zeit sind es die Holländer gewesen, die den Eislauf zu neuem frischen Leben erweckt haben, und Holländer-Schlittschuhe galten noch vor etwa fünfzig Jahren auch bei uns als die besten. Bei uns in Deutschland hat sich gegenwärtig der Eissport zu hoher Blüte entwickelt, und während früher das Schlittschuhlaufen ein einfaches ruhiges Vorwänsgleiten war, wird jetzt darin eine oft erstaunliche Kunstfertigkeit entwickelt: Rcigenfahren undHolländers", Schnelläufen und Eisquadrillen wechseln mit dem einfachen To.irenlaufen ab und schaffen auf der Eisbahn ein bumbewegtes Bild. Der Hauptwcrt des Schl tt- schuhlnufens liegt aber in seiner gesundheitlichen Bedeutung. Wie röten sich die Wangen der bleichen Großstadtkinder in ber frischen Winterluft! Wie freist das Blut in den Adern, Die erhöht sich Lebenslust und Freude, wie bekommen die nahen Augen wieder Glanz! Der Eislauf ist sicher ein vrobates Mittel gegen fiühzeitige Nervosiiät. Hub selbst die Alten, deren Glieder schon zu ungelenk und unbeholfen geworden sind, freuen sich über das frisch pulsierende Winter­leben. Darum hinaus jetzt, wo des Winters schönste Freuden locken!

Kunst und Leben.

Das Frauenstttvium an von deutschen Univer- iJäten im Winterhalbjahr 1908/09. Zu den sechs niddeutschen Universitäten, den drei bayerischen, den zwei badischen und Leipzig und Jena, die den Frauen beim Bei­sitz des Reifezeugnisses einer höheren Lehranstalt und in der Regel auch der deutschen Staatsangehörigkeit schon vor einiger Zeit das Recht auf Aufnahme in daS akademische Bürgerrecht eingeräumt haben, sind kürzlich die sämtlichen

Catania, 3. Jan. (W. B.s Durch das Erdbeben wurden auch in Caltagirone ein Teil des Schulgebäudes und ein Flügel der Kathedrale zerstört, wobei 10 Personen getötet wurden. Gestern abend ist von Reggio ein Dampfer mit 800 Ueberlebenden hier eingetroffen.

GaLta, 3. Jan. (W. B.) Der König und die Königin sind zu Schiff hier eingetroffen und nach Rom weitergereist.

Reggio bi Calabria, 3. Jan. (W. B.) Der seit dem 1. Januar eingerichtete Dienst für die Verteilung von Lebens­mitteln und Zelten, sowie die Weiterbeförderung der Ueber­lebenden und die Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicher­heit nimmt ihren regelmäßigen Fortgang. Die Angst der Bevölkerung läßt nach. Man schickt jetzt Hilfe in die a m härtesten mitgenommenen Gemeinden der Provinz, die in Militärzonen eingeteilt ist.

Die letzte Nacht Messinas.

Von der Schreckensnacht in Messina entwirft der Hand- lungSreisende Jolef Adler aus Trient ein schauerliches Bild: Nach der Vorstellung im Teatro Vittorio spazierte ich in Messina umher, hielt mich in einigen Cafes auf und schiffte mich um halb fünf Uhr auf der Dampsfähre ein. Gerade als diese, voll von Passagieren, den Anker lichten wollte, erfolgte das Unglück. Ich stand an der Reeling, als plötzlich ein gewaltiges Krachen erfolgte. Die Fähre wurde vom Meer emporgehoben und ans Land geworfen, obgleich wir noch verankert waren. Vor unseren Augen stürzten die Ge­bäude zusammen. Wir wurden gegen die Landungsbrücke geschleudert, die in Trümmer ging; ich riß mir Pelz und Jacke vom Leib, bereit ins Wasser zu springen. Im selben Augenblicke wurde die Fähre zurückgeworlen, die Erde öffnete sich wie ein Schlund, aber sofort überflütete das Meer von neuem die Kais und schleuderte das Fährboot gegen das Ufer. Ich weiß nicht mehr, wie ich mich plötzlich an Land befand. Ich sah noch, wie sich der Eisenbahnzug auf der Dampfsähre ineinander schob und umstürzte; die Ankerketten waren alle gerissen. An Land krachten die Gebäude zu­sammen, tausendstimmiges Geschrei ertönte. Ich lief wie toll an der Eisenbahn entlang zur Station, Leichen über Leichen lagen am Wege über Trümmern und Schutt. An einer Tür lese ich:Stationsches"; ich laufe hinein, ihn zu fragen, was geschehen ist ich fasle meine Hände sind voller Blut und Gehirnmasse ich bin über Leichen gestürzt, deren Köpfe zerschmettert sind! Auf dem Bahnhofsplatz kniet ein junger Mann; er will aus den Steinen etwas heraus­ziehen ; ich sehe ihm zu. Mit aller Gewalt bemüht er sich, einen Körper herauszuarbeiten.Vater," schreit er,lieber, lieber Vater!" zu einem Leichnam, dessen Kopf eine form­lose Masse ist. Endlich bemerkt er, daß er einen Toten in den Armen hält; mit einem tierischen Schrei läßt er die Leiche fallen und rennt mit vorgebeugtem Kopf gegen eine Mauer, um sich den Schädel einzurennen. Ich selbst laufe wie toll zum Meer; dort muß die Rettung sein. Die Stadt? Sie war nicht mehr, Straßen existierten nicht mehr. Banditen nahmen mir Geld und Uhrkette; jeder von ihnen schrie:Ich habe meine ganze Familie verloren, gebt mir Geld! Gebt mir etwas 1 Auch wir müssen leben!" Wer weiß, vielleicht sind auch diese Unglücklichen Irrsinnige gewesen."

Hus aller <Uelt

500 Mark Belohnung. Aus Hamburg wird ge« schrieben: In der Nacht zum 27. Dezember 1908, um 2 Uhr 15 Minuten, hielt der Schutzmannanwärter Braun auf dem Gartenland? an der Billstraße östlich der Eisenbahnbrücke der Berliner Strecke einen Mann an, der seiner Annahme nach einen Diebstahl begangen hatte und entfliehen wollte. Der Festgenommene widersetzte sich und stach mit einem Taschen­messer auf den Schutzmann ein und verletzte ihn am Kinn. Der Mann v?rsiichle sich zu befreien, wobei beide zu Fall kamen. ES gelang dem Schutzmann, seinem Angreifer daS Messer zu entwinden, woraus er sich anscheinend willig ab­führen ließ. Nach etwa 50 Meter Wegs drehte sich der Mann plötzlich wieder gegen den Schutzmann und stach erneut mit einem zweiten Messer oder Dolch nach dem Beamten und verwundete ihn am Arm. Jetzt entstand ein heftiges Ringen: beide kamen an einem Drahtzaun abermals zu Fall, wobei es dem Festgenommenen gelang, den Schutzmann durch Stiche in den Nacken und Hinterkopf so schwer zu ver­letzen, daß ibn die Kräst? verließen und der Täter die Flucht

preußischen Universitäten und die hessische Universität Gießen getreten; Straßburg und Rostock sind demnach die einzigen Universitäten, die den Frauen dieses Recht noch verweigern Die Gesamtzahl der in vielem Winter an den verschiedenen Universitäten des Reichs immatrikulierten studie­renden Frauen beträgt 1077 gegenüber 377 im letzten Sammer, 320 im Winterhalbjahr 1907/08 und 254 vor 2 Jahren. Davon studieren in Berlin 400, in München 134 (im Sommer d. J. 133), in Heidelberg 109 (99),. in Göttingen 71, in Bonn 68, in Freiburg 67 (71), in Breslau 50, in Leipzig 44 (36), in Marburg 27. in Gießen 23, in Halle 22, in Königsberg 17, in Jena 13 (19), in Würzburg 7 (7), in Tübingen 6 (6), in Greifswald 5 und in Kiel 2. In der Verteilung der Studentinnen auf die einzelnen Fakultäten bezw. Studienfächer sind neustens erhebliche Aenderungen gegenüber der unmittelbar vorangegangenen Entwicklung nicht eingetreten. Philologie und Geschichte studieren 499 gegen 128 im letzten Soinmer und 46 vor drei Jahren, Medizin 318 geaen 169 und 73, Mathematik und Natur­wissenschaften gegen 44 und 15, Kameralivissenschast 36 gegen 15 und 0, Rechtswissenschaft 16 gegen 7 und 6. Pharmazie 4 gegen je 0 und evangelische Teologie 3 gegen 2 und 0. Außerordentlich groß ist auch in diesem Semester wieder die Zahl der Damen, die als Hörerinnen einzelne Universitätsvorlesungen besuchen. Ihre Zahl beträgt 1782 gegen 2504 im Vorjahre und 1779 vor drei Jatzren. In Berlin sind es 313, in Straßburg 248, in Breslau 168, in München 131, in Bonn 120, in Königsberg 116, in Leipzig 95, in Gießen 93, in Göttingen 73, in Tübingen 67, in Halle 64, in Freiburg 50, in Jena 49, in Greifswald 47, in Heidelberg 36, in Kiel 34, in Marburg 19, in Münster und Rostock je 15.

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Opernhaus. Montag, 4. Januar, abends 7V> Uhr. Zum ersten Male:Der tapfere Soldat". Außer Abonn. Gr. Pr. Dienstag, 5. Jan., abends 7 Uhr.Fidelio". Im Abonnem. Gewöhnt. Preise. Mittwoch, 6.

in der Richtung Villhornerdeich ergreifen konnte. Der Täter wird wie folgt beschrieben: etwa 20 Jahre alt. 1,67 Meter gross, schmächtig, ohne Bart, trug dunklen Jackettanzug und schwarzen weichen Hut. Am Tatorte ist ein neues unge­waschenes weißes Taschentuch mit durch Kreuzstiche her­gestelltem Hohlsaum gesunden worden. Das dem Täter ab­genommene Taschenmesser ist zweiklingig, mit Korkenzieher versehen und hat Perlmutterschalen; die linke Schale hat einen Querriß. Die Spitze der großen Messerklinge ist ab­gebrochen ; der Bruch ist neu. Der Täter muß Blutspuren, auch an der Kleidung davongetragen haben. Für die Er­greifung des Täters oder den Nachweis von Tatsachen, die seine Ergreifung zur Folge haben, ist eine Belohnung von 500 Mark ausgesetzt worden.

Liebes-Drama. Ein blutiges Drama spielte sich am Neujahrstage in Nixdorf ab. Der 53 Jahre alte Schneider Karl Czarska tötete seine 32 Iahte alte Geliebte, die Näherin Unterwinkler durch zwei Revolverschüsse und richtete die Waffe gegen sich selbst. Er war in die Küche eingedrungen und hatte auf die beiden Schwestern Unterwinkler mehrere Schüsse abgegeben. Marie, seine Braut, brach schwer ge­troffen zusammen, während Therese, die Schwester, unver­letzt entkam. AIs Czarska seine Braut verwundet zusammen­brechen sah, jagte er sich zwei Kugeln in die Schläfe. DaS Mädchen verstarb nach der Einlieferung im Krankenhause, der Mörder liegt im Sterben.

Abgelehntes Geschenk. Ein Fabrikbesitzer aus Leip­zig, der alljährlich im Ostseebade Bansin (Pomm.) weilt, stiftete für den Bau einer norwegischen Holzkirche in Bansin 30000 Mk. Die dortige Gemeindevertretung hat nunmehr den Spender gebeten, die Summe zurückzunehmen, da durch Unterhaltung der Kirche die Lasten für die Gemeinde Bansin gesteigert würden. Dem Wunsche der Bansiner ist entsprochen worden.

Ein pammersches Schloff nievergebrannt. Im Schloß Bizicker (von Kamxkel bei Köslin fand eine Azetylen- explosion statt, infolgedessen das große Schloß total nieder­brannte.

Ein Tobsüchtiger, der Student Adolf Häfele auS Kempten, feuerte in Freiburg i. Br. auf seinen ihn zur Ruhe verweisenden Hauswirt, den Musiker Lothmann, zwei scharfe Schliffe auS einer Browninapistole und traf ihn in die Herz, gegend und in den Arm.' Der Schwerverletzte kam i« die chirurgische, der tobsüchtig Gewordene, den drei Schutzleute überwältigten, in die psychiatrische Klinik, nachdem er aus der Polizeiwache nicht zu beruhigen war.

Tod durch den elektrischen Strom. In der chemischen Fabrik Heuseid in Oberbayern wurde ein Maschinist, der den Sammelschienen an der Hauptschalttafel zu nahe gekommen war, vom elektrischen Strom getötet.

Zwei Seeleute durch Gas vergiftet. Auf dem im Kirchenpauerhafen zu Hamburg liegenden russischen Dreimast- schunerChristian Waldemar" wurden der Bootsmann und der Steuermann in der Kajüte von Kohlenoxydgas betäubt aufgefunden. Durch die sofort angestellten Rettungsver­suche hat sich der Bootsmann wieder erholt, der Steuermann wurde in hoffnungslosem Zustande nach dem Hafenkranken­hause gebracht.

Tödlicher Absturz im Fahrstuhlschacht. In Ham­burg wollte der Hausverwalter T. Wierig im vierten Stock­werk den vermeintlich dort stehenden Fahrstuhlaufzug be­nutzen, mit dem aber kurz vorher unberufenerweise ein Un­bekannter zum Erdgeschoß hinuntergefahren war. Ahnungs­los öffnete Wierig die Tür und stürzte vier Stockwerk tief in den Fahrstuhl hinab, wo er vollständig zerschmettert liegen blieb.

Das Spiel mit Streichhölzern. In Eller bei Düssel­dorf verbrannten zwei Kinder im Alter von vier und sechs Jahren, die in Abwesenheit der Eltern mit Streichhölzern gespielt hatten.

Angriff auf Zollwächter. In der Gemeinde Bolboit« (Provinz Valencias entstand wegen der Oktroiabgaben ein Tumult, wobei die Gendarmerie zum Schutze der Zoll­wächter eingreifen und von der Waffe Gebrauch machen mußte. Dabei wurde einer der Tumultuanten getötet, und mehrere verletzt.

Gasexplosion. Gestern nachmittag erfolgte in Wolfen» Büttel in der Nordstraße in den Häusern Nr. 6 und Nr. 8 eine Gasexplosion, die darauf zurückgesührt wird, daß im Kelleraeschoß die Gasleitung undicht war und daS austretende

Jan., nachmittags 3V» Uhr. Vorstellung bei ermaß. Preisen.Sonnenguckchen". Außer Abonn. Abends 7>/, Uhr: Vorstellung bei kleinen Preisen:Prima- Ballerina". Außer Abonn. Donnerstag, 7. Jan., abends 7 Uhr.Der tapfere Soldat". Im Abonn. Große Preise. Freitag, 8. Jan., Geschlossen. Samstag, 9. Jan., nachmittags 3'/- Uhr. Vorstellung bei ermäß. Preisen.Sonnenguckchen". Außer Abonn. Abends 7 Uhr.Violetta". Im Abonn. Gewöhnl. Preise. Sonntag, 10. Jan., nachm. 3V« Uhr: Vor­stellung bei ermäßigten Preisen.Sonnenguckchen". Außer Abonnem. Abends 7 Uhr:Hoffmanns Er­zählungen". Im Abonnem. Große Preise. Mon­tag, 11. Jan., Geschlossen. Dienstag, 12. Jan., abends 7 Uhr.Ter tapfere Soldat". Im Abonn. Große Preise. Mittwoch, 13. Jan., nachmittags 3V, Uhr. Vorstellung bei ermäß. Preisen.Sonnen­guckchen". Außer Abonnem. Abends 7 Uhr.Tann­häuser". Außer Abonn. Große Preise.

Schauspielhaus. Montag, 4. Jan., abends 7 Uhr.Die Tür ins Freie". Im Abonn. Gewöhnl. Preise. Dienstag, 5. Jan., abends 7 Uhr.Nora". Im Abonn. Gew. Preise. Mittwoch, 6. Jan., abends 7 Uhr.Nathan der Weise". Im Abonn. Gewöhnl. Preise. Donnerstag, 7. Jan., abends 7*/« Uhr. Vor­stellung bei ermäß. Preisen.Mein Leopold". Außer Abonn. Samstag, 9. Jan., abends 7 Uhr.Robert und Bertram". Im Abonnem. Gewöhnl. Preise. Sonntag, 10. Jan., nachmittags 3'/, Uhr. Vorstellung bei ermäß. Preisen.Der kleine Landprediger." Außer Abonnem. Abends 7 Uhr.Maria Stuart". Im Abonn. Gewöhnl. Preise. Montag, 11. Januar, abends 7 Uhr.Die Journalisten". Im Abonnem. Gewöhnl. Preise. Dienstag, 12. Jan., abends 7 Uhr.Macbeth". Im Abonn. Gewöhnl. Preise. Mittwoch, 13. Jan., abends 7 Uhr.Robert und Bertram". Im Abonn. Gewöhnliche Preise.