Einzelbild herunterladen
 

vez»s»pr«Ur

Mâijähriich 1,80 M^ monaUich 60 $rg für «ul» Uârtige Abonnent«, mit dem b «reisenden Pojtaufjchlag.

Di« einjeln« Nummer testet 10 Psg.

N»tati»nrdruck und Verlag der Buchdruckerei bei verein, P. Waifenhaujel in Hanau.

Gcneral-Anzeiger

Amtlichts GrgW A Sink- an) fanikttis Kanra.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage,

LinrüiknngrgetSh» |

Die fünfgesprlteut Pentzeil« oder deren Stau, 90 Wh in Stektameuleü btt Zeil« 36 Wh

vera»'w»rtl. SRebafteur: V. Schreck«, W Ha«»

Nr. 73

Fernsprechanschlutz Nr. 605

Domicrstill bett 26. März

Fernsprechanfchlutz Nr. 605» 1908

Slmtliches.

Stadtkreis Ranau.

Gemäß § 17 des Gesetzes über Kleinbahnen vom 28. Juli 1892 werden die Lagepläne der elektrischen Straßen­bahn für die Teilstrecke am Ostbahnhof und an der Rosenau zu jedermanns Einsicht offen gelegt. Es steht jedem Be­teiligten frei, während der Offenlegung der Pläne im Um­fange seines Interesses Einwendungen zu erheben. Etwaige Einwendungen sind binnen einer Frist von 14 Tagen, vom Tage des Erscheinens dieser Bekanntmachung imHanauer Anzeiger" gerechnet, schriftlich oder mündlich zu Protokoll im Polizeisekretariat, Zimmer Nr. 3 des Kreishauks, Hainstraße Nr. 10, woselbst die Pläne während der üblichen Gejchäfls- stunden eingesehen werden können, anzubringen.

Hanau den 25. März 1908.

Königliche Polizei-Direktion.

P 3009 v. Beckerath.

Landkreis Hanau.

MilnnlrnchlllM hes MiMen Landratsllä

Unter Hinweis auf die Bestimmungen im Artikel 91 Nr. 2 der Anweisung vom 25. Juli 1906 zum Einkommen- steuer-Gesetz veranlasse ich die Herren Bürgermeister und Gutsvorsteher des Landkreises, die erforderlich werdenden Attssallliften über Einkommen- und Ergânznngs' ; steuer in doppelter Ausfertigung nebst Unterlagen (Psândungsprotokollc, Versteigerungsprotokolle usw.) am Schlüsse dieses Monats der Königlichen Kreiskasse kinzureichen.

Hanau den 23. März 1908.

Der Vorsitzende

der Einkommensteuer - Veranlagungs-Kommission für den Landkreis Hanau.

8t 1164 J. V.: Siemon, Reg.-Assessor.

Zwangsversteigerung.

Auf Antrag des Verwalters in dem Konkursverfahren über das Vermögen der Firma Heinrich August Werner & Co. in Großauheim und deren nachbenannten beiden Inhaber sollen die in der Gemarkung Großauheim belegenen, im Grundbuche von Großauheim Band 43 Blatt Nr. 2094 unter lfd. Nr. 5, 11 und 13 des Bestandsver­zeichnisses zur Zeit der Eintragung des Versteigerungsvcr- merkes auf den Namen:

1. des Zimmermeisters Heinrich Werner in Groß. auhem,

2. des Emailleurs Hermann Hain daselbst, zu 1 und 2 je zur ideellen Hälfte eingetragenen Grundstücke:

Krtbl. U Parz. 489/72, Acker im Keipersnickel =

6 ar 80 qm,

Grundsteuerreinertrag 0,63 Mk. Kribl. U Parz. 490/75, Acker daselbst = 23 qm,

Grundsteuerreinertrag = 0,03 Mk. Krlbl. U Parz. 555/38 ?c nach Mitteilung des Kataster­amts öom' 11. Oktober 1907 umnumeriert in Krtbl. U 558/38 re., Hofraum an der Sandgaffe Nr. 31 20 ar 41 qm,

daselbst a) Wohnhaus,

b) Zimmerwerkstâtte mit Kontor und Pferde­stall, Durchfahrt und Schneideraum und Maschinenbaus mit Halle,

c) Schweinestall (B),

Nutzungswert: zu a 120 Mk. zu b = 250 Mk.

eingetragen in der Grundsteuermulterrolle Art. 1789, Gebäudesteuerrolle Nr. 369

am 21. Mai 1908, vormittags 11 Uhr, durch das unterzeichnete Gericht an der Gerichtsstelle, Marktplatz 18, Zimmer Nr. 14 versteigert werden.

Hanau den 21. März 1908.

Königliches Amtsgericht 2. 6797

Stadtkreis Hanau. Bekanntmachung.

Das an der Gartcnstrasze, zwischen Bulaustraße und Mühltorweg gelegene rund 41 ar große Ackergrundstück soll am Freitag den 27. d. M-, »rachmittags 4 Uhr,

im Dienstzimmer der unterzeichneten Kasse, RathauS 1. Ober­geschoß, öffentlich verpachtet werden.

Hanau den 23. März 1908.

.Stadthaitptkasse. 6705

Bekanntmachung

betr. die Erhebung der Handelskammerbeiträge.

Auf Grund der Vorschriften in § 31 Abs. 1 des Ge­setzes über die Errichtung der Handelskammern vom 24. Februar 1870 und 19. August 1897 hat die Handelskammer beschlossen, zur Beschaffung ihres Aufwandes für das Rech­nungsjahr 1908/09 zehn Prozent der Gewerbesteuer von den beitragspflichtigen Firmen ihres Bezirkes zu erheben. Denjenigen Gemeinden, in welchen beitragspflichtige Firmen ihren Sitz haben, werden die von der Handelskammer auf Grund der Gewerbesteuerlisten festgestellten Hebelisten über­wiesen, soweit die Handelskammer die Beiträge nicht selbst einzieht.

Die Gemeinden bewirken die Erhebung der Handels- kammcrbcilräge und führen die eingezogenen Summen durch Vermittelung der königlichen Krriskassen an die Handels­kammer ab.

Die Handelskammerbeiträge sind öffentliche Lasten. Rück­ständige Beiträge werden in derselben Weise ringezogen wie Gemeindeabgaben.

Einsprüche gegen die "Heranziehung zu den Handels­kammerbeiträgen sind innerhalb zweier Wochen nach der Zahlungsaufforderung bei der Handelskammer anzubringen, welche darüber beschließt. Der Einspruch hat keine auf­schiebende Wirkung. Einsprüche, welche sich gegen den dem Handelskammerbeilrage zu Grunde liegenden Satz der staat­lich veranlagten Gewerbesteuer richten, sind unzulässig.

Hanau den 25. März 1908.

Die Handelskammer.

Canthal.

Der Syndikus.

6719 Dr. phil. Grambow.

Gefundene ob verlorene Gegenstände rc.

Gefunden: 1 Gummiballen.

Verloren: 1 kleines Paket enthaltend Taschen- uhl enteile.

Eingefangen: 1 Fasanenhenne.

Hanau den 26. März 1908.

Politische Rundschau,

Generalmajor v. Pestel t« Der in Wiesbaden im Ruhestande lebende Generalmajor v. Pestel, Ritter deS Ordens pour le mérite, ist Mittwoch früh 2 Uhr im fast vollendeten 87. Lebensjahre gestorben. Sein Name ist als der des Führers des 7. Ulanen-Regiments bei Beginn des deutsch-französischen Krieges mit den Ereignissen bei Saar­brücken ruhmvoll verknüpft. Damals zwang bekanntlich v. Pestel mit geringen Streitkräften eine ganze französische Division zur Entwickelung. Im weiteren Verlaufe des Feldzuges zeichnete sich v. Pestel namentlich durch erfolgreiche Rekognoszierungen und Meldungen bei St. Quentin aus.

Verluste im Kampfe mit Simon Copper. In dem Gefecht bei Geinab am 16. März gegen Simon Copper sind außer Hauptmann v. Erckert und Leutnant Ebinger g e» fallen: Gefr. Eugen Wendel, früher Dragonerregiment Nr. 25; Gefr. Ewald Berneiser, früher Infanterieregiment Nr. 146; Gefr. Paul Budeck, früher Grenadierregiment Nr. 2; Gefr. Friedrich Kubbutat, früher Infanterieregiment Nr. 43; Gefr. Heinrich Laschet, früher Dragonerregiment Nr. 15; Gefr. Friedrich Molle, früher Ulanenregiment Nr. 7; Gefr. Otto Rohkohl, früher Dragonerregiment Nr. 55; Gefr. Bern­hard Thimm, früher Grenadierregiment Nr. 1; Gefr. Friedrich Wilatowski, siüher Husarenregiment Nr. 1; Reiter Gustav Brothagen, früher Infanterieregiment Nr. 35; sämtliche 1. Kompanie. Ihren Wunden sind erlegen am 17. März: Gefr. Max Zeibig, früher Jägerbataillon Nr. 13, 1. Kompanie; am 18. März: Reiter Otto Franz, früher Gardesüsiliere, 16. Kompanie. Schwer verwundet wurden: Sanitätsunterosfizier Albert Messerschmidt, früher Landwehrbezirk Berlin 3, 7. Kompanie; Sergeant August Schickedat, früher Feldartillerieregiment Nr. 15, Gefreiter Walter Krame, früher Landwehrbezirk Brandenburg an der Havel; Reiter Friedrich Meyer, früher Landwehrbezirk Siegen; Gefr. Paul Steiubring, früher Füsilierregiment Nr. 33 ; Leutnant Walther von Tschirnhaus, früher Infanterieregiment Nr. 154. sämtlich 16. Kompanie. Reiter Adolf Wegner,

früher Grenadierregiment Nr. 1; Reiter Adolf Baumert» früher Pioniere 5, beide Maschinengewehrzug Nr. 2. Leicht verwundet sind: Oberleutnant Eduard Krautwald, früher Feldartillerieregiment Nr. 1; 1. Kompanie: Gefr. Adolf Mälzer, früher Landwehrbezirk Stettin; 7. Kompanie: Gefr. Joh. Deinleis, früher Landwehrbezirk Nürnberg, 16. Kom­panie; Gefr. Ludwig Fischer, früher bayerisches Feldartillerit- regiment Nr. 3, 6 Batterie; Gefr. Otto Hesse, früher Gardt- grenadierregiment Nr. 2; Gefr. Otto Haase, früher Garde- grenadierregiment Nr. 4; Oberleutnant Paul Petter, früher Grenadierregiment Nr. 5, sämtlich Maschinengewehrzug Nr. 2.

Ueber die wirtschaftliche Lage der Arbeiter­schaft der drei Haniestädie gibt eine von der Landesver­sicherungsanstalt der Hansestädte anSgearbeitete Statistik über den Bedarf an Beitragsmarken der Invalidenversicherung beachtenswerten Aufschluß. Während der Verkauf von Marken der vier untern Lohnklaffen nur unwesentlichen Schwankungen unterworfen war, ist die Zahl der Marken der fünften, also höchsten Beitragsklasse von 1903 bis 1907 nahezu auf das Doppelte gestiegen. ES wurden 1908 3 107 063, 1907 5 947 596 Marken fünfter Klaffe ver­wendet. Diele Zahl wird nur noch von derjenigen der vierten Lohnklasse, d. h. der zweithöchsten Lohnklafft, über­troffen, die 6 798 299 verkaufte Marken für 1907 avfweist. Daun folgen die dritte Lohnklaffe mit 4 726 075, die zweite mit 1 773 322 und die erste Lohnklasse mit nur 272 324 Marken. Es ist das sicherlich ein überzeugender Beweis für die hochgelohnte industrielle Tätigkeit im Gebiete der drei Hansestädte.

Zur Èdchenfchulresorm.

Der jetzt vorliegende Bericht der Finanzkommission deS Herrenhauses über die Etatsberatung enthält eine kurze Aus­einandersetzung über die Mädchenschulreform. Es wurde in der Kommission die Hoffnung ausgesprochen, daß dabei auch die humanistischen Mädchenschulen ihre Rechnung finden möchten; die Mädchen würden das Aesthetische des griechischen Unterrichts der vielen Mathematik der Oberrealschule vielfach vorziehen. Der Minister erwiderte, daß ihm das möglichst baldige Zustandekommen der Mädchenschulreform sehr am Herzen liege. Der Gegenstand enthalte aber eine Fülle von außerordentlich schwierigen Fragen, und die Meinungen gingen weit auseinander. Der nunmehr abgeschlossene Ent­wurf, in dem viele früher erhobene Bedenken beseitigt worden seien, gehe jetzt an das Stacnsministerium, und er hoffe, ihn in allernächster Zeit den beiden Häusern deS Landtages vor­legen zu können. Nach der Statistik der letzten Jahre er­strebe nur ein .außerordentlich geringer Prozentsatz der Mädchen (*/* °/o) die wissenschaftliche Ausbildung. Darum sei es nicht angezeigt, der großen Masse, die für den Frauen­beruf bestimmt ist, eine zu weitgehende Ausbildung zuzu- muten, nur zu dem Zwecke der Erleichterung deS wissen- schafilichen Aufbaues. Deshalb sei der neue Plan so einge­richtet, daß der Schwerpunkt in der Ausbildung derjenigen Mädchen liegt, die in den Frauenberuf übertreten wollen; der wissenschaftliche Aufbau werde davon abgezweigt. Ein Mitglied ist der Ansicht, daß auch Schulen, die den praktischen Unterbau vermieden, also für solche Mädchen gedacht wären, die durchaus nach der wissenschaftlichen Seite hin neigten, große Bedeutung haben würden. Er richte an den Minister die Anfrage, ob in dem neuen Plan derartige Schulen aus­geschlossen seien. In Köln sei schon seit längerer Zeit von wissenschaftlich ernsten Leuten ein Mädchengymnasium ins Leben gerufen worden. Die Stadt habe den Wunsch, dieses Gymnasium zu übernehmen, da es einen großen Kreis. von Anhängern und Freunden gefunden habe, wolle aber erst bi* Entwicklung der Bestimmungen abwarten. In seiner Er­widerung wiederholt der Minister, daß von einer bestimmten Klaffe der höhern Töchterschule ab eine Abzweigung vorge- nominell werde für diejenigen jungen Damen, die sich der Wissenschaft widmen wollen. In Köln handle.es sich um ein Mädchengymnasium mit 6 Klassen, dieses würde sich in den neuen Plan einfach cinfügen. Der Berichte erwünscht, daß den Mädchen die hauswirtschaftliche Erzic. ig nicht er­lassen werde. Auch ein anderes Mitglied ist der Ansicht, daß der hauswirischafiliche Unterricht durchaus notwendig sei; in Köln habe er sich bewährt, die Mädchen nähmen mit Interesse daran teil.

Monarchenbestegnung.

Venevig, 25. März. Die Fahrt des König» mit den kaiserlichen Gasten zum Palazzo Reale erfolgte in präcbtm geschmückten Staatsgondeln, deren Ruderer teils historische teils Bhantasiekostüme trugen. Die Paläste am Canale grand1