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Pionieren, den Bezirkskommandos und der Marine-Infanterie zugeteilt werden. Die Wünsche der Einzelnen um Au teilunq an bestimmte Truppenteile werden nach Möglichkeit berücksichtigt. M 1557
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politischer MoeKenbericbt.
Der Christenheit höchstes Freudenfest, Ostern, liegt wieder hinter uns. Die festliche Stimmung, die es in Millionen Menschenberzen angelacht und die im Herzen der Christen als fiober Jubel über die Auferstebungsknnde widerklingt, hat dem Getriebe des Alltages Platz gemacht, aber der christliche Osterseg-n ist geblieben. Wenn die Sorgen wie schwere eiserne Kelten die Seele umklirren, boR sie schier verzweifeln möchte — Jesus lebt, und er ist auch heute noch der Heiland. Andere haben wohl auf weltlichere Weise, im Genuß des allmählichen Wtedererwachens der Natur und sich freuend an dem zarten Grün, das langsam an Sträuchern und Zweigen sprießt, das Osterfest begangen, alle aber, welcher Art die Feier auch war, losgelöst von deS Alltags Sorgen und Mühen. Denn auch dem Geringsten sichern die heutigen sozialen Verhältnisse einen Teil des FestgenufseS, wenn er nur den Willen hat, mit den andern zu genießen.
Das deutsche Kaiserpaar hat diesmal das Osterfest fern der Heimat gefeiert, auf Korfu, der historischen Insel der Phâaken. Es ist nicht das erste Mal, daß unser Kaiser auf jener paradiesischen griechischen Insel weilt. Schon im April 1905 traf er dort mit dem Könige von Griechenland zusammen, der auch jetzt wieder den Kaiser dort empfangen hat. Damals mag wohl auch der Plan der Erwerbung des Achilleions, der schönen Lieblingssitzes der verstorbenen Kaiserin Elisabeth von Oesterreich, entstanden sein, das jetzt als Eigentum Kaiser Wilhelms — übrigens sein einziger Grundbesitz in nichtdeutichen Landen — der kaiserlichen Familie ein prächtiger Osteraufenihalt war.
Die W a h l b e w e g u n q für die Anfang Juni stattfindenden Neuwahlen zum preußischen Abge - ordnetenhause hat ihren Anfang genommen, die Wahlaufrufe der Parteien find erschienen, und die Kandidaten der Parteien sind bereis in der Mehrzahl der Wahlkreise aufgestellt. Der sozialdemokraiiiche Ausruf hat die Form eines Ukaies, daß sich die Partei mit allen Krâsien an den Landtagswahlen zu beteiligen hat. Sieht man sich den Inhalt genauer an, so findet man, daß er eine neue Betätigung des alten sozialdemokratischen Aus'pruchs ist: „Wir wählen, um zu wühlen!" Aber der Erfolg der Wahlen wird auch diesmal die „Genosten" enttäuschen, und Singer und Stadthagen weiden dann, wie einst ihre Vorjahren, trauernd an den Wassern Babels fitzen.
AuS Jalia, dem beliebten Luftkurorte an der Südküste der Krim, ist die Kunde von dem Tode des ehemaligen russischen Botschafters am Berliner Hofe GrafenPaulSchuwalow gekommen. Mit ihm ist eine Persönlichkeit aus dem Leben geschieden, die in der ersten Reihe der führenden Männer Rußlands der letzten Jahrzehnte gestanden hat. Graf Schuwalow hat als treuer und eifriger Ausführer der P'äne seines Kaisers die Bande der Freundschafl gepflegt, d e Rußland seit langer Zeit mit Deuischland vereinen. Seine hervorragenden staatsmännischen, ebenso wie seine vornehmen menschlichen Eigenschaften haben dem nun Verstorbenen die Gunst weiland Kaiser Wilhelms des Großen und unseres regierenden Herrsche! s erworben, der den Grasen Schuwalow auch nach seiner Abberufung aus der Reichshauptstadi durch Beweise seiner Huld ausgezeichnet hat, so oft dieser hier Aufenthalt nahm. Mit dem Fürsten Bismarck verband den Gra'en Schuwalow bis zum Ableben des großen Kanzlers innige Freundschaft, die im amtlichen wie im persönlichen Verkehr sich bekundet hat. Unter den ehemaligen diplomatischen Vertretern Rußlands am Berliner Hofe wird Graf Paul Schuwalow stets eine der vornehmsten Stellen entnehmen und
meer verschifft werden. Es war daher nicht zu verwundern, daß viele junge Burtchen aber und abermals nach Hause liefen, um von ihren teuren Angehörigen Abschied zu nehmen. Viele stellten sich nach einigen Tagen wieder von selbst, die anderen wurden mit leichter Mühe wieder aus ihren Heimats« orten zurück transportiert und von den Ober- und Nieder- hLssen waren es nur einige, welche als wirkliche Deserteure in das Ausland flohen. Bei den Hanauern fand hierzu größere Neigung statt."
Genau zur festgesetzten Zeit gelangte das hessische KorpS zu dem Herre der Alliierten. Es waren jedoch kaum die ersten Kämpfe gegen die Franzosen im Gange, als auch schon dem Oberbefehlshaber der ««kündeten Heere nur zu deutlich klar wurde (besonders bei der Belagerung von Vallenciennes), daß die Truppenmasse, über welche er verfügte, immer noch unzureichend war, um einer so gewaltigen Heeresmacht, wie sie Frankreich nach und nach inS Feld stellte, mit Erfolg entgegentreten zu könnm.
DaS englische Ministerium eröffnete deshalb wiederum Unterhandlungen mit dem hessischen Landgrafen, der auch sofort bereit war, das bei der preußischen Rheinarmee stehende und vor Mainz verwendete Korps von 5 Bataillonen und 5 Eskadronen unter denselben Trakiatsbedingungen wie am 10. April in den Sold der Krone Englands zu geben. Nach vielem Hin- und Hrrocrhandeln mit dem preußischen Könige, der auf keinen Fall das hessische Korps, dessen Tapferkeit er hoch schätzte, vor der Eroberung Mainz entlassen wollte, gelang es endlich doch dem Landgrafen, zuwege zu bringen, daß wenigsten» das Garde« Grenadier - Regiment entlassen wurde. Das Korps marschierte denn auch am 29. August von Mainz ab und bezog in der Umgebung von Hanau Quartiere, woselbst sofort die eifrigsten Anstalten zur vertragsmäßigen Ausrüstung begannen.
Der schnelle Gang dn Mobilmachung erlitt jedoch dadurch eine Verzögerung, daß von englischer Seite der Antrag ge- strüt tvorde« war, diese» Korps eventuell auch außerhalb
SamSrag
seine der Vflege srenndschal l ''er ^"ziebunaen Zwisten den beiden Kaiserreichen gewibmete Wirksamkeit unvergessen bleiben.
Politische Rundschau.
Schiffsjungen. Wie immer noch nicht allgemein bekannt ist, werden von jetzt ab in der Kaiserlichen Marine Schiffsjungen nur noch einmal im Jahre und zwar im Herbst bei der Schiffsjungendivision in Kiel eingestellt. Alle die Einstellung betreffenden Be immungen sind in einem kleinen Heft: „Nachrichten für Freiwillige, die in die Schiffsjungen- divisioii eintreten wollen" zusammcngestellt. Das Heft kann jederzeit von dem Kaiserlichen Kommando der Schiffsjungendivision in Kiel und von den Bezirkskommandos kostenfrei und in beliebiger Anzahl bezogen werden. Das Heft gibt außerdem Aufschluß über die verschiedenen seemännischen Laufbahnen in der Marine, welche die Schiffsjungen einschlagen können, ihre Beförderungsverhältnisse und sonstigen Aussichten. Bei den gesteigerten Anforderungen, die an die seemännischen Unteroffiziere der Kaiserlichen Marine gestellt werden, haben nur solche Anwärter gute Aussichten auf Aufnahme als Schiffsjungen und auf gutes Fortkommen als Unteroffizier und Decko'fizier, die körperlich gesund sind, sich moralisch gut geführt haben und eine tüchtige Dolksschul- bildung Nachweisen können. Für diese sind aber die Aussichten recht gut und werden bei dem weiteren durch das Flottengesetz geregelten Ausbau der Marine wahrscheinlich noch bester werden. Dabei übernimmt das Reich mit dem Augenblick der Einstellung die Sorge für Ausbildung, Bekleidung und Verpflegung der Jungen, ohne Zuschuß von Seiten der Eltern. Mit Erreichung des Dienstgrades eines Deckoffiziers wird bekanntlich außerdem Pensionberechtigung erworben.
Die polnische Deuifche»chefie steht jetzt in üppigster Blüte. Die „Gazeta Grudzionska", die unter den polnischen Hetzblättern in erster Reihe steht, überschreibt einen Artikel „Die Strafe für die Verräter", nennt in ihm die Polen, die ihre Güter in letzter Zeit freiwillig der Ansiedlungs- kommission angeboten haben, „Lumpen und Verbrecher" und fährt fort: „Möge ihnen der Fluch der ganzen polnischen Nation immerwährend bis zum Tode in den Ohren dröhnen! Möge die strafende Hand Gottes diese Verräter der Nation und der Kirche am schwersten treffen! Möge ihnen das Ungeheuerliche ihres Verbrechens in der Todesstunde vor Augen stehen und ihnen nicht gestatten, ruhig zu sterben! Möge die vaterländische Erde die sterblichen Ueberreste dieser ihrer entarteten Söhne nicht in ihren Schoß aufnehmen! Möge sich jeder von ihnen fernhalten wie vor der Pest! Wenn sie um ein Stückchen Brot betteln oder nach einem Tropfen Wasser lechzen, so verweigere man es ihnen; mögen diese nichts- würdigen Scheusale vor Hunger und Durst umkommen I" — Ein Totenkopf und gekreuzte Beinknochen zieren eine von einem polnischen Verlag in Posen herausgegebene Karte, die den Besitz der Anstedliingskommission in der Provinz darstellt und zu ewigem Gedächtnis die Namen sämtlicher Polen verzeichnet, die je ein Gut an den preußischen Staat verkauft haben! — Die Liste hat jetzt alle Aussicht, einen baldigen erheblichen Zuwachs zu erfahren.
Wegen Beleidigung der Slnsiedlungskom- Misfton verurteilte die Strafkammer in Bromberg den Redakteur Boguslaw Dominski vom „Dziennik Bydgoski" zu 300 Mark Geldstrafe oder 60 Tagen Gefängnis. Im Februar hatte er in einem Artikel ausgeführt, daß Agenten die polnischen Grundbesitzer mit dem Hinweise auf die drohende Enteignung zu schrecken und zum Verkauf ihrer Grundstücke zu überreden suchten. Dies sei ein niedriges Manöver des Staates, der sich schäme, Gewalt zu brauchen, und daher Söldner ausschickt, um die Polen zu schrecken, daß sie gutwillig ihren Grundbesitz veräußern.
Europas verwenden zu dürfen. Dieles Ansinnen wies der Landgraf jedoch ganz entschieden zurück. Anfangs Oktober war das Korps marschbereit und den 17. begann der Ausmarsch. Die Abteilung des Grenadiers Lotz marschierte von Rodenbach*) aus nach Bockenheim, Diedenbergen, Andernach, Bonn, Widdig. Ain 30. gingen die Truppen durch Köln. Schon von weitem kamen dem Korps große VolkShaufen entgegen, die laut riefen: Da kommen unsere braven Hessen.
Je näher jedoch das Korps der belgischen Grenze kam, um so unfreundlicher wurde es ausgenommen, ja an manchen Orten Belgiens trat man denen, die für die Freiheit des Landes kämpfen sollten, sogar feindselig gegenüber. Der Grenadi« schreibt:
Unser Quartiere, die bisher gut wahren von freundlichen Leut, wurden zu Belgen immer schlechter und mußten wir mit Gewalt unsre Quartiers in Lewen schaffen.
Ub« den Empfang in dieser Stadt sagt v. Ditfurth: „Die Einwohner von Löwen hatten das herkömmliche Vorrecht, nur Offiziere zu bequartieren; demzufolge wurde die Mannschaft des Leibregiments in ein großes, leerstehendes Gebäude untergebracht, in welchem sich weder Tische noch Bänke, ja nicht einmal Ofen befanden, auch sorgte die Stadtbehörde weder für Essen noch selbst für Lagerstroh und Licht. Dieses erbitterte die Mannschaft, welche bisher von ihren Onartiergebern bis zur Verwöhnung verpflegt worden war, auf das äußerste. Ihr lautes Murren artete bald zur Gewalttätigkeit auS. Nachdem in diesem Onartiergebäude alle Fenster, Türen, Gefache usw. zertrümmert worden waren, stürzte ein großer Haufen auf die Straßen und drang mit bloßem Säbel in die Bürgerhäuser ein, daselbst Lebensmittel gegen Bezahlung fordernd. Der Tumult wurde jedoch durch herbeigeeilte Offiziere sehr bald wieder gestillt, der Kapiiän der Wache aber mit Arrest bestraft und die ganzen Kom-
*) Ob Nied«, od« Oberrodenbach ist nicht gesagt
__25. April
landwirtschaftliches.
Wochenbericht der Berliner Produktenbörse. Die am 22. April abgeschlossene B richtswoche hatte wegen des Osterfestes nur drei Geschäftslage, aber die Preis, schwankungen sind recht erhebliche gewesen. Die gering, Weizenausfuhr Aracutinicns in der vergangenen Woche ha, bei dem nahezu völligen Versagen der sonst für die Ber- forgung Europas mit diesem wichtigen Brotstoff in Betracht lammenden Länder eine gewaltiae plötzliche Preissteigerung nach dem Feste hervoraeruien. Dem Vorgehen der amerikanischen Märkte schlon sich Berlin um so kräftiger an, all hier die Preise »o1 immer unter Parität mit dem Welt- rarste stehen ur" u . derbem die anhaltend rauhe Witterung Befürchtungen ' tlich der jungen Saaten bezw. der Frühjahrsbestellung wa I rief. Der folgende Tag brachte zwar eine Abschwächung, die durch den Eintritt etwas besseren Wetters gefördert wurde, aber Weizen stellte sich immerhin noch für Mai um 3,25 und für ^uli um 4,50 Mark gegen die Vorwoche höher. Der nicht ungünstige preußische Saatenstandsbericht Preußens dürfte zu der schließlichen Ermattung mit beigetragen haben. Für Roggen war der Aufschwung nicht so bedeutend. Dies hatte einesteils seinen Grund darin, daß der Wertstand dieser Brotfrucht an und für sich im Vergleich zu Weizen ein unverhältnismäßig hoher ist und anderseits Rußland mit Angebot am Markle ist. Futtergetreide hat wenig profitiert. Die Zufuhren aus dem Innern an Hafer sind zwar wegen der Feldbestellungsarbeiten geringer geworden, auch regte sich nach der viertägigen Ge- schäftsuuterbrechung etwas mehr Bedarfsfrage, aber die Umsätze blieben klein, die Unternehmungslust fehlt. Für Mai» zeigte sich gleichfalls nur wenig Interesse, die Preise haben sich kaum verändert, das Angebot Argentiniens ist eher williger. Am letzten Tage der Berichtswoche stellten sich die Preise für Lieferung im Mai wie folgt: Weizen 210,75 Mk., Roggen 195,25 Mk., Hafer 158,00 Mk., Mais 150,00 Mark.
Preise des städtischen Schlachtvieh-Markte», l. Ochsen: a) vollfleischige, ausgemästete höchsten Schlachtwertes, höchstens 7 Jahre alt 73 bis 77 Mk., b) junge, fleischige, nicht ausgemästete und ältere ausgemästete 67 bis 71 Mk., c) mäßig genährte junge und gut genährte ältere 61 bis 65 Mk., d) gering genährte jeden Alters 54—58 Mk. II. Bullen: a) vollfleischige, höchsten Schlachtwertes 68 bis 71 Mk., b) mäßig genährte jüngere und gut genährt« ältere 61 bis 64 Mk., c) gering genährte 57 bis 60 Mk. III. Kühe: a) vollfleischige, ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwertes, höchstens 7 Jahre alt, 67 bis 71 Mk., b) ältere ausgemästete Kühe und weniger gut entwickelte jünger« Kühe 63 bis 66 Mk., c) mäßig genährte Kühe 59 bis 61 Mk., d) gering genährte Kühe 54 bis 56 Mk. IV. Kälber: a) feinste Mastkälber und beste Saugkälber 93 bis 96 Mk-, b) mittlere Mastkälber und gute Saugkälber 79 bis 86 Mk., c) geringe Saugkälber 47 bis 59 Mk., d) ältere, gering genährte Kälber 53 bis 58 Mk. V. Schafe: a) Mastlämmer und jüngere Masthammel 74 bis 76 Mk., b) ältere Masthammel 64 bis 67 Mk., c) mäßig genährte Hammel und Schafe 53 bis 56 Mk. VL Schweine: a) vollfleischige, kernige Schweine feinerer Rassen und deren Kreuzungen von höchstens 1'/« Jahren 55 Mk., b) fleischige 53 bis 54 Mk., c) gering entwickelte 50 bis 52 Mk., d) Sauen 50 Mk.
Die kommunale Wohnnnstsanfsicht.
Ueber die Wohnuugsaufsicht in den deutschen Großstädten gibt eine Ausstellung Aufschluß, die der Vorstand des Statistischen Amtes der Stadt Polen Dr. Most in den „Siatisti- scheu Monatsberichten der Stadt Posen" als Ergebnis einet Umfrage bei sämtlichen deutschen Großstädten veröffentlicht hat.
Die Organisation im einzelnen ist sehr verschieden, sie richtet sich in erster Linie nach ihren gesetzlichen Grundlagen. In Hessen und Hamburg ist die Wohnungsaussicht obligatorisch für das ganze Staatsgebiet eingesührt. Weil«
pagniefefâ mußten über 300 fl. Schadenersatz an den Magistrat erlegen."
Am 12. November begann der Weitermarsch nach Brüssel und Tournay. Das Bataillon v. Germann kam nach Estem- bourg ins Lager, „alwo wir 8 Tage gelegen haben". — Sim 20. erhielt die hessische Division eine Stellungsver- ändcrnng und die Weisung, die zwischen Courtray und Aele- bccke stehenden Hannoveraner abzulösen.
Den 21. durch dir stadt Gutrech (Courtray), die gegend wird westflandern genannt, denselben Tag für die Hannoverer nach albeck (Aclebecke) gerückt.
Das Bataillon v. Germann kam mit anderen Bataillonen unter den Befehl des Obersten v. Wurmb. Trotz der schon sehr rauen Witterung mußten sämtliche Wachen und die zu ihrer Unterstützung verwendeten Truppenabteilungen unter freiem Himmel lagern, welches bei der spärlichen und un= zweckmäßigen Kleidung doppelt empfindlich war. Kleine Vorpostengefechte fanden indessen fast täglich statt, wodurch die Truppen sich immer im Illarmznstand befanden, dikscs in Verbindung mit der herrschenden strengen Kälte erschöpfte die Leute, die auch des Nachts keine Ruhe hatten, im höchsten Grade.
Bei albeck (Nelcbecke) wurden wir gleich weiß, waS kalt heist, wir frohren sehr und hatten Scharmüzel tags und nachts und habe 2 nacht aufeinander nicht geschlafen.
Nachdem die Engländer bereits am 13. Dezember nach Gent usw. ins Quartier abgerrickt waren, bezogen die Hessen am 22. ebenfalls die ihnen angewiesenen Winterquartiere.
Den 22. Detzember sind wir wieder ausgerückt (aut Aelebecke) nach Rußlar (Rousselearc), den 23. durch die stadt Torruth (Thourout) bis nach Dücksmühle (Dixmuyden) ins Winterquartier.
(Fartsetzung folgt)