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gelte 10 ______________________ ,

Es mußte kommen". meinte er gieichmütiig,ich habe im Lotteriespiel immer Chancen gehabt". Intorenout ist es zu untersuchen, waS die alücTIiehen Gewinner mit den ihnen unerwartet zufallenden Summen zu beginnen pflegen. Er ist durchaus nicht immer der Fall, daß sie Hm sofort mit Luxus umgeben; ja, je härter der Ueberrascht« vordem mit dem Leben zu ringen hatte, je gelassener pflegt er über sein neues Vermögen zu verfügen. Die Verwirrung des ersten Augenblicks wird bald von kluger Ueberlegung überwunden. Ein Omnibuskutscher gewann vor einiger Zeit daS große Los. Alle seine Bekannten ermatteten, daß er sofort von seinem Bock herniedersteigen würde. Aber der Mann ar­beitete dann ruhig weiter. Erstaunt interpellierten ihn seine Bekannten.Ich habe mir ausgerechnet, daß die 100000 Francs mir weniger eintragen würden als meine Arbeit; also arbeite ich". Er sitzt noch heute auf seinem Kutschbock. Andere Gründe waren es, die den alten Fischer Fran^oiS Isnard aus Marseille bewogen, trotz der ge­wonnenen 100000 seinem Beruf treu zu bleiben.Die Ge­wohnheit, ach ja, die Gewohnheit", äußerte er nachdenklich, wenn die erstaunten Kollegen ihn fragten. Mit demselben Gleichmut weist ein kleiner Staatsbeamter, dem die Lotterie­göttin gelächelt, den Rat seiner Freunde zurück.Ach Gott", gestand er mit schöner Offenheit,wir auf dem Amt arbeiten ja doch so wenig". Aber nicht alle zeigen solch liebenswürdige Bescheidenheit. Ein kleiner Krämer gewinnt eine Haide Million; er läßt sich sofort ein neueS Haus bauen, und stolz prangt heute an der Fassade des Bauwerks die Inschrift:M. Pièdouche gewann am 25. Januar 1888 in der Lotterie 500 000 Frcs. und ließ daher dieses Bauwerk zu seiner Wohnstätte errichten".

Das Urteil im Stöfsel-Prozest.

Petersburg, 20. Febr. Stöffel wurde zur Todesstrafe uerurteilr. Der Gerichtshof beschloß, beim Zaren nachzu­suchen, die Strafe in zehn Jahre Festung umzuwandeln. General Fock erhielt einen Verweis; die Generale Smirnow und Reuß wurden freigesprochen.

Petersburg, 20.' Febr. General Stöffel wurde für schuldig erkannt, weil er die Festung übergeben hatte, bevor alle Mittel zur weiteren Verteidigung erschöpft waren, weil er die Amtsgewalt nicht angewendet und sich eines Dis­ziplinarvergehens schuldig gemacht hatte. Das Gericht ersucht um Strafmilderung, weil Port Arthur von überlegenen Streitkräften belagert war, unter Stössels Leitung mit beispiel­loser Hartnäckigkeit sich verteidigt und die ganze Welt durch den Heldenmut der Garnison in Ermannen gesetzt hat, ferner, weil er mehrere Stürme unter kolossalen Verlusten des Feindes abgeschlagen, während der ganzen Belagerung den Helden­geist der Verteidigung aufrechterhalten und an drei Feldzügen tatkräftig teilgenommen hat.

Gegen Erpresser und Verleumder.

In London ist dieser Tage ein Prozeß zu Ende gegangen, der auch uns zu denken geben kann. DerHeld" des Pro- zrfsrs nannte sich von Veltheim und heißt mit feinem richtigen Namen einfach Kurtze. Er war ein Erpresser und Ehrab­schneider schlimmster Sorte und der englische Gerichtshof ver­urteilte ihn zu 20 Jahren Zwangsarbeit. Die Zeitungen haben viel von dem abenteuerlichen Leben dieses internatio­nalen Verbrechers erzählt und ihn als Gegenstand eines Hintertreppenromans behandelt. Für Schinderhannes, Ster- nickel, Nick Carter und ähnliches Kaliber gibt es ja stets ein großes Publikum; es besteht auS den vielen Leuten, die auf gefahrlose Art das Gruseln lernen wollen.

Der Fall von Veltheim alias Kurtze hat aber noch eine andere, ernstere Seite, die man auch betrachten sollte. Ist es nicht bemerkenswert, daß ein englischer Gerichtshof diesen Erpresser auf zwanzig Jahre ins Zuchthaus schicken kann, während bei uns in den Fällen der Erpressung durch Be­drohung mit Mord eine Zuchthausstrafe bis zu fünf Jahren das äußerste Strafmaß ist? Man erkennt darin einen Unter­schied in der Rechtspflege, der in den allgemeinen Rechtßan- schauungen begründet ist. Der Engländer ist zum Schutze des Einzelnen gegen Erpresser, Verleumder, Beleidiger, viel eher bereit, auf das strengste durchzugreifen, als dies bei unS der Fall ist.Sie sind eines der schwersten Verbrechen über­führt", sagte im Vesiheim-Fall der Richter in der Urteilsbe­gründung,und Sie müssen verhindert werden, ein Ver­brechen dieser Art zu wiederholen, wie Sie für das be­gangene Verbrechen zu bestrafen sind. Ich muß Sie ver­hindern, sich an dem Mann zu vergreifen, den Sie bedroht haben, ich muß es ihm und der menschlichen Gesellschaft er« möglichen, in Frieden vor Ihnen zu leben. Sie sind ein Mann, zu dem man sich der gefährlichsten und gewalttätigsten Dinge versehen kann. Darum wird über Sie der Spruch gefällt, daß Sie auf zwanzig Jahre ins Zuchthaus zu gehen haben." Man sieht, wie in diesem Urteil der gesunde Menschenverstand spricht. Hallunken wie Veltheim, mögen sie noch so interessant und gruselig sein, werden einfach nach dem praktischen Gesichtspunkt behandelt, daß man sie solange als möglich unschädlich machen muß. Das ist gar nicht sentimental gedacht, wirkt dafür aber aufs heilsamste ab­schreckend.

Bei uns ist man in solchen Fällen im Publikum nur zu leicht geneigt, für mildernde Umstände zu plädieren, indem man zu dem Verbrecher weniger nach seiner Gemeingefâhrlich- keit Stellung nimmt als nach der spannenden Unterhaltung, welche die Berichte über seine Tat, seine Verfolgung und seinen Prozeß gewähren. Verirrungen, wie sie zum Beispiel während des Hau-ProzeffeS bei uns vorkamen, sind in Eng­land nicht gut denkbar. Aber auch in anderen Fällen, vor allem in den jüngsten Beleidigungsprozessen mit politischem Hintergrund, hat sich bei uns vielfach eine Schwäche des Rechtsempfindens gezeigt, für die der Engländer, dem die Unantastbarkeit der Person über allem anderen steht, nur ein * verpändnisloieS Achselzucken hat.

EandwirtTcbaftlicbes.

Landwirtschaftlicher Vortragskurs. Die Landwirt- schastSkammer für das Großberzootum Hessen veranstaltet w 25 bis 28. Februar 1908 einen Landwirtschaftlichen

Freitag_______________

VortragSknrS zu Darmstadt. Städtischer Saalbau, Ecks Scial- bau- und Riedeselstraße. Wie aus dem nachstehenden Stun­denplan hervorgeht, kommen bei dem Landwirtschaftlichen VortragSknrS die wichtigsten gerade in her letzten Zeit be­sonders interessierenden Fragen zur Besprechung. Den Land­wirten ist durch den Besuch des Bortragskursus Gelegenheit gegeben, neue Anregungen für ihren Beruf zu schöpfen und sich mit den bereits bewährten Fortschritten und Neuerungen auf wissenschaftlichen und praktischen Gebieten vertraut zu machen. Die Eröffnung des Vortragskurses findet am Dienstag den 25. Februar 1908, vormittags 10 Uhr, statt. Von 10 Uhr 10 Minuten bis 11 Uhr 30 Minuten Vortrag von Herrn Geh. Hofrat Professor Dr. P. Wagner-Darmstadt über:Die Sflckstoffdüngung der Kultmpflanzen unter be­sonderer Berücksichtigung der neuen, aus dem Stickstoff der atmosphärischen Luft gewonnenen Düngemittel.- Daran an­schließend von 11 Uhr 40 Minuten bis 1 Uhr Vortrag von Herrn Professor Dr. ®ifemu§»®ießcn über:Das Anbau- verhältniß der Ackerfrüchte und die Fruchtfolge." Nach­mittags 3 Uhr: Diskussion. Am 2. Vortragstag, Mittwoch den 26. Febr. 1908, wird Herr Regierungsrat Hiltner, Direktor der agrikulturbotanischen Anstalt, München, die ersten Stun­den daS Referat übernehmen und von 9 Uhr 30 Minuten bis 10 Uhr 15 Minuten über:Die wichtigeren, insbesondere die von Saatknollen ausgehenden Krankheiten der Kartoffeln und ihre Bekämpfung" und von 10 Uhr 30 Minuten bis 11 Uhr 15 Minuten über:Einige besonders wichtige, mit dem Saatgut oerfdileppbare Krankheiten der Kulturpflanzen und ihre Verhütung" vortragen. Von 11 Uhr 30 Minuten bis 12 Uhr 15 Minuten wird.Herr Professor Dr. L. Pohle- Frankfurt a. M. daS interessante Thema über:Die Ur­sachen der billigeren Getreideproduktion Amerikas" erörtern. Nachmittags 3 Uhr: Diskussion. Das 1. Referat am 3. Vortragstag, Donnerstag den 27. Februar, von 9 Uhr 30 Minuten bis 10 Uhr 15 Minuten, wird Herr Professor Dr. L. Pohle-Frankfurt a. M. über:Handelspolitik und allge­meine Konjunktur" erstatten. Hierauf spricht von 10 Uhr 80 Minuten bis 11 Uhr 15 Minuten und 11 Uhr 30 Min. bis 12 Uhr 15 Minuten Herr Landesökonomieral Vibrans- Calvörde über:Welche Maßnahmen haben sich in meinem Wirtschaftsbetrieb besonders lohnend erwiesen?" Nach- mittags 3 Uhr: Diskussion. Am letzten Vortragstage Frei­tag den 28. Februar, wird von 9 Uhr 30 Minuten bis 10 Uhr 15 Minuten Herr Landestierzuchtinspektor Attinger- München referieren über das Thema:Welche Maßnahmen empfehlen sich zur Verbesserung der Viehverwertung?" Für die zwei letzten Vorträge wurde Herr Geheimer Hofrat Pro­feffor Dr. O. Kellner-Möckern gewonnen, welcher von 10 Uhr 30 Minuten bis 11 Uhr 15 Minuten über:Die Er­gebnisse der neuesten Forschungen auf dem Gebiete der Fütterungslehre" und von 11 Uhr 30 Minuten bis 12 Uhr 15 Minuten über das Thema:Wie müssen unsere land­wirtschaftlichen Nutztiere gefüttert werden?" sprechen wird. Nachmittags 3 Uhr: Diskussion. Die Landwirtschafts-Kam­mer macht, wie die Korrespondenz der Landwirtschafts­Kammer schreibt, die Landwirte besonders noch auf die täglich stattfindenden DiskussionS-Nachmittage aufmerksam, bet denen den Landwirten Gelegenheit gegeben ist, auf alle Fragen, die sich auf die normst tägigen Vorträge beziehen, Auskunft zu erhalten. Um auch den minderbemittelten Land­wirten die Möglichkeit zu verschaffen, die Vortragskurse zu besuchen, hat die LandwirtschaftS-Kammer den Eintrittspreis bedeutend herabgesetzt. Der Preis für Dauerkarten (für alle Vorträge und Diskussionen gültig) beträgt nunmehr 3 Mk., der der Tageskarten nur 1 Mk. Dauerkarten werden gegen vorherige Einsendung des Betrages von 3 Mk. von der Landwictschaftskammer Darmstadt, Rheinstraße 341, versandt und sind auch Dienstag, 25. Februar 1908, an der Kaffe erhältlich. Tageskarten zu 1 Mk. werden für die betreffen­den Tage an der Kass« im Saalbau abgegeben.

Vereins- u. Vergu r 1 rnq? n rchrichten

für Freitaq den 21. Februar.

Stadtlbeeter in Hanan:Herbstzanber", hierauf:Der eingebildete Krinke"; ?l"fnnq 7 U6r.

RestaurantCarlsberg": Abends von 8 Uhr ab: Konzert.

Ev. Männer- u. ^nnglinasverem : Polauumbliieu (Co. Peveiushans).

Dum- n. Fechtklub: Abends 67*/« Uhr: Turnen der Dainenabteiliing: 8/i10 Uhr: Fechten.

Turnâe>ellschntt : Abends von 810 Uhr: Turnen der Jiigenbabteilnug. Turnverein: Abends von 813 Uhr: Turnen der Jugendabteiluug. Dram.-Liier. Verein Hanaui Vereiusabend im rlsberg".

Humoristischer MullkveieinGermania" : Bon 911 Uhr: UebunzsiUmde cRestanrniionzum Sundhoi').

Erster Athleten - Verein: A" ent S von 911 Uhr: Uebung- stunde auf Beck's Felscukeller.

Verein f. Homöopathie u. Naturheilkunde: Vo: trags abend (®tnb! Bremen). Erster Hanauer Kellnerverein: Vereinsabeud in derHarmonie". Hanauer Kellnerverein («egr. 1880): Vereins abend bei Ulfama.

Erster Hanauer K-lluerbnud 1905: Dereiiisabcnd imElephanten".

KlubAmicilia"; Vereinsabend im Gasthauszum Elephanten". Sänger-Quartett: Bereinsabeni in der Brauerei Orschler.

KlubSchlaiasfta": Verei"sabend in derAllemania".

KlubSratenihaS: Klubabend in den3 Schwanen". Katholischer (MefeQenv«ein: Bereiusabend imBr-ustüb'l". Freitags-Geiellichast Carlsberg: RestaurantEarlsberg". GesellschaltScharsei Eck": Vereinsamend.

Gejell-ge Verbindung .Melitia": '/,10 Uhr: Stammtifch Gasthauszur goldnen <y erste

Dicyele-Klub 1896; Klubabend imKaiser Friedrich".

Babelsberger Stenographen - Verein Lokal: .Fiankfurter Bau" Eingang Lindeiistraße): Abends von 89 Uhr: AuiäiigerlursuS, 910: Uebunaèstiinde der Praknkcr-Abteiliing tRedeschriu.) Mcrkes'icher Sicnographen-TTrein : Foribildiingskurfuszur Sonne". GeiellichailLustige Brüder": Klubabend bei Heinrich Vowinkel. Gullempler-Loge zur Höhe, Paradeplatz 1: Abends Freie Aujanimmümfl. Gäste willkommen.

Gerfteigerungs- re. Kaleitder für Samstag den 22. Februar.

Vormittags 10 Uhr soll im Geschäiiszimmrr der KöniqI. Oberforilerei Hanau zu Foisthaus Neuhof die Schilfnntzuna im Sreloch Jagen 22a, Lchuhbezuck Bruchköbel verpachtet weiden (f. Nr 37Han. Auz").

Gebrauchs-Muster.

Nr. 322 522. Befestigung des Deckels von Steckdosen durch auf die Kontakthülsen aufschiaubbare, mit einem Wulst zum Festhalten des Deckels versehene Jfoliei Hütchen. Voigt .v Haeffner Akt. - Ges. in Frankfurt a. M. - Bocken- heim, vom 24. Oktober 1907 ab. V. 6056. Kl. 21c.

LI. Februar

Standesamt der Stadt Hanan.

Verzeichnis

der in der Zeit vom 13. bis einschl. 20. Febr 1908 oorgekommenen

Anfaebote.

Am 13. Febr. Friedrich Christian Wichtler, Silber- arbeiter in Clroßaiibeim, mit Anna Maria Schneider da­selbst. 14. Friedrich Wilhelm Gyse, Tapeziererund Deko­rateur dahier, mit Helene Luise Schaukel in Ludwigsburg. 15. Georg Schuy, Maurer in Kleinsteinheim, mit Anna Maria Schneider, daselbst. 15. Hermann Robert Gustav Heintz, Glaskünstler dahier, mit Anna Albertine Brecht in Magdeburg. 15. Joseph Alexander Väth, StationS- gehilie in Gössenheim, mit Maria Katharina Feser dahier. 15. Johann Heinrich Friedrich Stemmler, Landwirt, zur Zeit Ulan, dahier, mit Anna Elisabeth Wicke in Honiberg- Neuelwf. 17. Ludwig Jung 3er, Bahnarbeiter in Messel, mit Marie Z immer daselbst. 17. Max Sigmund Seeger, Kaufmann dahier, mit Anna Johanna Backes dahier. 18. Christoph Meyer, Steinmetz tn Fechenheim, mit Wil­helmine Sabine Heun in Bergen. 18. Hermann Müller, Lithograph dahier, mit Anna Marie Johanna Karoline Löther zu Hanall-Kesselstadt. 18. Johannes Konrad Bach, Bäckermeister dahier, mit Margarete Sauer« schmitt dahier. 18. Johann Karl Brauburger, Bi­jouteriezeichner dahier, mit Maria Elisabeth Johannes Wis­sel dahier. 18. Aron Kiwel Mejersohn, Diamant­schleifer dahier, mit Karolina Wertheim dahier. 19. Karl Bürk, Weißbinder in Frankfurt a. M., mit Rosina Wilhelmine Oppenländer daselbst. 19. Friedrich Böttger, Kaufmann dahier, mit Hermine Marie Böhm in Erfurt. 19. Karl Heinrich Friedrich Traxel, Kaufmann dahier, mit Wilhelmine Dorothea Louise Margareta Zeh dahier. 19. Johann Heinrich Löhrbach, Lokomotivheizer dahier, mit Anna Martha Wendel in Heinebach. 20. Ludwig Philipp Hermann Müller, Silberschmied in Hanau- Keffelstadt, mit Emma Dorothea Mohr daselbst. 20. Georg Renger, Buchbindermeister dahier, Witwer, mit Margareta Juliane Wolf dahier.

Eheschttetzungen.

Am 14. Febr. Harry Goldschmidt, Kaufmann da­hier, mit Hedwig Rosenberg dahier. 15. Johann Biehn, Kaufmann dahier, mit Johanna ÄImeroth in Großauheim. 15. Karl Foegen, Maschinenzeichner dahier, mit Anna Müller dahier.

Geburten.

Am 8. Febr. Ungen. T. deS Schmieds Jean Lotz. 13. Maria. T. des Weißbinders Wilhelm Weich köpf. 13. Rudolf, S. des Zeitungskorrespondenten Karl P e n s e. 14. Gustav Hermann Wilhelm, S. des Zahntechnikers Wilhelm Wirsing. 14. Berta Katharina und Anna Regina, Zwil­lingstöchter deS Kupferschmieds Franz Schreiner. 15. Alexander, S. des EisendreherS Wilhelm Pingen. 16. Marie Katharine, T. des Bahnarbeiters Ernst Spergel 16. Emil Georg Paul, S. des Fabrikarbeiters Gustav Paul Lieoig. 16. Margarate Auguste, T. beS Kaufmanns Emu Arnold. 17. Ungen. T. des Hauptmanns und Kompanie­chefs Albert Giovannini. 18. Heinrich Christian, S. des Taglöhners Christian Leis. 19. Ella Dorothea Maris, T. des Wirts Peter Fücker. 19. Otto Franz Willi, S. des Vizefeldwebels Franz Koglin.

Todesfälle.

Am 13. Febr. Adam Keßler, Taglöhner in Horbach, alt 74 J. 14. Amalie Schädel, Witwe geb. Jahn dahier, alt 66 J. 14. Georg Karl, S. des Schreiners Johann E ß l i n g e r dahier, alt 9 M. 14. Maria Theresia, T. des Schreiners Johann Eßlinger dahier, alt 2 I. 15. Christian Heinrich Ditzel, Taglöhner dahier, alt 46 I. 15. Friedrich Müller, Konditorlehrling dahier, alt 15 J. 16. Ehefrau desOberbriefträgerS Georg WeyerShausen dahier, Katharina Gertrude geb. Apel,' alt 70 I. 16. Witwe Elise Bott geb. Lehmann von Rückingen, alt 36 I. 17. Heinrich Wilhelm, S. des Arbeiters der Pulverfabrik Wil­helm Gündling dahier, alt 8 M. 17. Georg Druschel, Taglöhnec von Langenselbold, alt 71 I. 18. Johannes Steinmacher, Goldarbeiter dahier, alt 58 I. 18. Jo­hann Friedrich Wilhelm Fix, Graveur dahier, Witwer, alt 66 I. 18. Witwe Anna Elisabeth Trautwein geb. Liese dahier, alt 63 I. 18. Anna Dorothea, T. des Gas­verbrauchsaufnehmers Karl Hirn dahier, alt 2 J. 18. Katharina, T. des Taglöhners Johannes Frischkorn da­hier, alt 6 M. 18. Else, T. des Diamantschleifers Heinrich Kohl dahier, alt 6 I. 19. Konrad Gerhardt, Ci­garrenmacher dahier, alt 76 I. 19. Katharina Maria, T. deS Pulverarbeiters Wilhelm Gündling, alt 2 J. 19. Michael Adelhardt, Invalide dahier, alt 81 J. 20. Georg Heinrich, S. des Schmieds Jean Lotz dahier, alt 5 I

Aus ge aus dem Amtsblatt der Königliche« Regierung zu Cassel.

Langenselbold. Im Wege der Zwangsvollstreckung sollen die in der Gemarkung Langenselbold belegenen, im Grundbuche von Langenselbold zur Zeit der Eintragung bei Versteigerungsvermerkes auf den Namen bei PulverarbeiterS Max Findeifen und dessen Ehefrau, Marie, geb. Schmidt, zu Langenselbold, je zur ideellen Hälfte ein­getragenen Grundstücke am 91. März 1908, vormitagS 9 Uhr, durch das Königliche Amtsgericht zu Langenselbold »er­steigert werden.

Dass Meine Ursachen grosse Wirkungen ansllsen, ®das hat die gestrige ReichStagSsitzung wieder einmal bewiesm; Der Abgeordnete Mehlmeier hatte für seine Fraktion die große Etatsrede übernommen; er wacht am Morgen stockheiser auf und die Not war groß. Er schickt um die Ecke und läßt eine Schachtel Fays echte Sodener Mineral,Pastillen holen, nimmt einen Teil sofort in heißer Milch, nimmt den Rest mit in die Sitzung na, und wie erjbann geredet hat, das wifsenSie jaalle. Die Rede »war eine politische Tat und die ist erst durch Fay- echte Sodener möglich geworden. Man kauft solche überall für 85 Pfg. pr» Schachtel, lasse sich aber keine Nachahmungen ausschwatzen. 28181