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Februar__________________________ _

Eus Hab and fern.

X. C^ffel, 7. Febr. Die hiffige S an d el S k a m m er faßte eine Resolution, in der sie sich einstimmig entschie­den gegen die geplante Abänderung der Fern- sprech-Gebührenordnung ausspnch«. Sie hofft zuvei sichtlich, baß die Reichspostverwaltung dem bisherigen Grundsatz, den Verkehr zu erleichtern, um so eher auch in diesem ^aUe treu bleiben wird, als in der Denkschrift deS Herrn Staatssekre­tärs ja das Resultat der Telephoveinnabmen als befriedigend bezeichnet wird. Sie erblickt in der beabsichtigten Aenderung, auch wenn die geplanten Gebührensätze entsprechend den bei der Besprechung im Reichspostamt am 7. Januar gefaßten Beschlüssen noch ermäßigt werden sollten, doch eine den V e r- kehr außerordentlich bedrückende und das allgemeine wirtschaftliche Leben schwer schädigende M a ß n a h m e. Sie erwartet zuversichtlich, daß die Fernsprechgebühren-Ordnung, die sich seit langen Jahren gut bewährt hat, keinerlei Aenderungen erfährt.

Cassel, 7. Febr. Die Erhöhung d c r H u n be­st e u e r von 20 auf 25 Mark wurde in der letzten Sitzung der Stadtverordneten dem Magistratsantrage entsprechend be­schlossen.

Salmünster, 7. Febr. In den Kellerräumen der Tuch­fabrik des Herrn Wilhelm Bratfisch in Salmünster, in welchem ein größeres Quantum Baumwolle lagerte, brach am vergangenen Dienstag vormittag gegen halb 10 Uhr plötzlich Feuer aus. In einem Nu war die ganze Wolle in Flammen. Durch die herbei geeilten Einwohner und mit Hilfe der Salmüusterer Feuerwehr wurde das Feuer bald gelöscht. Der Schaden beläuft sich auf ca. 500 Mk. Wie das Feuer entstanden ist, konnte bisher noch nicht scstgestellt werden.

Fulda, 6. Febr. Die Kosten der Kanalisierung waren hier auf 890 000 Mark veranschlagt, sie belaufen sich jedoch auf 1 372 721 Mark. Der Kostenanschlag ist also Um 482 721 Mark überschritten worden.

r. Marburg, 6. Febr. Wegen einer seltsamen Be­trugsanklage stand heute der Kaufmann Schloss aus Jesberg vor der Strafkammer. Ihm wurde zur Last gelegt, ein Haus verkauft zu haben, das sich später als nicht dem Kaufpreis entsprechend herausstellle. Das Urteil lautete dem Antrag des Slamsanwalts gemäß auf Freisprechung.

Frankfurt a. M., 7. Febr. Der ledige Rangierer Beißer glitt gestern abend 10 Ubr auf dem hiesigen Rangier- bahnhof beim Verwiegen von Güterwagen aus, schlug mit dem Kopf auf eine Schiene und brach das Genick, sodaß der Tod auf der Stelle eintrat.

Frankfurt a. M., 7. Febr. Der Ballon Ziegler, der gestern früh in Mühlheim bei Offenbach aufstieg, ist, wie der Physikalische Verein mitteilt, heute vormittag 91/» Uhr, nach 25stündigèr Fahrt bei Fehvrtemplom (Weißkirchen) in Ungarn an der serbischen Grenze gelandet.

Darmstadt, 7. Febr. In einem hiesigen Blatte war gestern von einem in Aussicht stehenden Rücktritt des Finanz­ministers Gnauth die Rede. Die anulicheDarmst. Ztg." bezeichnet biefe Angabe als sensationell aufgeputztes Erzeugnis einer geschäftigen Phantasie, das jeder tatsächlichen Unterlage entbehre.

Darmstadt, 7. Febr. Vor der Strafkammer hatten sich heute die schon mehrfach vorbestraften Brüder Adam imd Johann Mieth aus Ober-Roden wegen Kartoffeldiebstabls zu verantworten. Die Angeklagten haben in den Monaten Oktober und November 1907 in den Gemarkungen Paters- Hausen und Grafenhausen Kartoffeldiebstähle ausgeführt; im ganzen haben sie etwa 30 Zentner entwendet, die sie mit einem Fuhrwerk nach Offenbach und Frankfurt schafften und dort verkauften. Die Strafkammer verurteilte den Adam Mieth, der erst kürzlich wegen Diebstahls 6 Monate Gefäng­nis erhalten hat, zu 3 Jahren Zuchthaus. Johann Mieth erhielt 2*/2 Jahre Gefängnis.

X Gissten, 6. Febr. Ein angeblicher Eisenbahn- geometcr Bauer hatte sich am 28. v. Mts. dahier eingemietet. Am 29. v. Mts. morgens zeigte er sich seiner Hauswirtin gegenüber aufgeregt, da er verschlafen habe und zu spät. in den Dienst komme; er zeigte einen 100 Mark'chein seiner Vermieterin und bat, ihn rasch zu wechseln. Da sie dies nicht vermochte, ersuchte er um ein 10 oder 5 Markstück, um etwas kleines Geld zu besitzen. Nachdem er ein 5 Markstück erhalten hatte, verschwand er unter Mitnahme des Vorplatz- schlüssels. Der Täter war etwa 20 bis 25 Jahre als, 1,65 bis 1,70 Meter groß, schmale Statur, frisches Gesicht, bart­los, blondes, kurzgeschnittenes Haar.

O Büdinnstt, 7. Febr. Der fürstliche Kammerdirektor Korell ist heute in Bad Nassau verstorben.

^ Neckar-Steinach, 7. Febr. Die zu Heiligkreuz­steinach vollzogene Verhaftung des Maurers Johann B ­lerverursacht in der Umgegend erhebliches Aufsehen. Die Festnahme erfolgte unter dem Verbackte der Brandstiftung, welcher sich Beßler im vorjährigen Sommer zu Bärsbach schuldig gemacht haben soll. Auch die Beteiligung beim Brand'des Stnn'schen Anwesens zu Eilerbach wird ihm zur Last gelegt. Ferner behauptet der unlängst verhaftete Seb. Reinhard, deffen Hofraite vor 6 Jahren ein Raub der Flammen wurde, Beßler habe sich auch damals der Brand- stiftung schuldig gemacht. Die eingeleiicte gerichtliche Unter- suchung dürfte den Sachverhalt bald klarlegen.

Handel, Gewerbe und Verkehr.

Zahlimpssinstettung der Kopenhagener Grund- besisterbank. Kopenhagen, 7. Febr. Die Kopen­hagener Grundbesitzcrbank, deren Aktienkapital 20 Mill. Kr. beträgt, teilt mit: Da in der letzten Zeit von den bei der Bank deponierten Mitteln so große Beträge zurückgezogen worden sind, daß Gefahr besteht, daß das zum Betrieb der Bank nötige Kapital erschöpft wird, so beschloß der Bankrat gestern abend, die Zahlungen der Bank bis auf weiteres cin- zustellen.

Samstag

Marktbericht.

Hanau, 8. Februar. (Lebensmittelpreise.) Geflügel: Tauben, das Pärchen.90 bis 1. Mark; ein alter Hahn 1.70 bis 2. Mark; ein junger Hahn bis Mark; ein Huhn 1.50 bis 1.80 Mark; eine Ente bis Mark; eine Gans bis Mark; Gans, gerupft,. Pfennig,/» Kilogramm. Fische: gewöhnliche Sorte 35 Pfennig, bessere Sorte 40 Pfennig, Aal Mk., Hecht 1. bis 1.20 Mk., Bresem - Pfennig, Barben 60 Pfennig, Barsch 70 Pfennig; Karpfen Mk., */i Kilogramm. Gemüse: Meerrettich die Stange 1020 Pfennig, Blumenkohl, das Stück 40 bis 70 Pfennig, Kopfsalat d. Stück 12 15 Pfg., Endivien, das Stück 1015 Pfg.; Rettich, das Stück PfL. ; Ober- Kohlrabi, das StückPfg.; Unter Kohlrabi 1015 Pf., Wirsing, d. Stück 1520Pfg; Weißkraut, d. Stück 1520 Pfg., Rotkraut, d. St. 2030 Pfa., Sellerie, d. St. 10 bis 20 Pfg.; gelbe Rüben, d. Pfd. 810 Pfg.; Braunkohl, Port. 20-30 Pfg., Rosenkohl, Pfd. 3035 Pfg., Schwarzwurzeln, das Pfund 25 Pfennig, Spinat, 1 Pfund 30-35 Pfennig; Schmalzkraut, die Portion 1020 Pfennig; Kartoffeln, Doppelliter 12 Pfennig. Obst: Trauben, Pfund Pfennig; Aepfel, das Pfund 2040 Pfg.; Birnen, das Pfd. 2540 Pfennig , Nüsse, das Hundert 40 Pfennig, Pfirsiche, das Pfund Pfennig, Citronen, das Stück 5-7 Pfg., Apfelsinen, das Stück 3-8 Pfennig; Paradiesäpfel, Pfund 60 Pfennig. Verschiedenes: Butter, das Pfund 1.10 bis 1,40 Mk.; Käse, 1 Stück 4-6 Pfg.; Eier, das Stück 610 Pfg.; Gänseeier, Stück Pfg., Zwiebeln, Doppelliter 20 Pfg.; Welschkorn, 25 Pfg., Radieschen, das Bündel Pfennig; Kastanien, Pfund 25 Pfg., Weizenmehl, 1. Sorte 22 Pfennig; 2. Sorte

20 Pfg.; 3. Sorte 18 Pfennig.

Aus aller Mell.

Eins halbe Million gswonnen. Das große Los der Pariser Presse-Lotterie in Höhe von 500 000 Franken ist einem gewissen Paul Refaul, welcher ein kleines Dorf in der Normandie bewohnt, in den Schoß gefallen. Der Glückliche ist 30 Jahre alt und Teilhaber einer Zementfabrik,, ist also gerade kein Bedürftiger zu nennen.

Schnesftürme und Gewitter.

Berlin, 7. Febr. (Tel. Amtlich.) Infolge von Schnee­stür m e n sind die obern dischen Telegraphenleitungen nack Rußland, Ost- und Westpreußen und Po'en zum größten Teile gestört. Auch die Verbindungen mit Oesterreich-Ungarn, Rumänien und nach Schlesien sind in Mitleidenschaft gezogen. Die Telegramme erleiden Verzögerungen.

Vreslan, 7. Febr. (Tel.) Heute nacht richtete ein hef­tiger Schnee st n r m mit Gewitter hier und in der Umgegend großen Schaden an.

Posen, 7. Febr. Heute morgen 3 Uhr fand bei stürmischem nordwestlichen Winde eine heftige Gewitter- entladung mit aleichzeil'gem Schneefall statt.

Tribses, 7. Febr. In der vergangenen Nacht herrschte ein heftiger Organ, der viele Häuser und Dächer beschädigt^. Auf dem Gute Kirschbaggenerdorf stürzte ein Diehstall ein. Sämtliches Vieh wurde unter den Trümmern begraben; über hundert Stück Rindvieh sind teils getötet, teils schwer ver­letzt. Bis jetzt wurden 25 Stück lebend hervorgezogen.

Wien, 7. Febr. Aus verschiedenen Teilen des Reiches werden orkanartige Sclmeeslürmc gemeldet, die an Waldungen oroßen Schaoen verursachten und Verkehrsstörungen hervor­riefen. Telephon- und Telegraphenleitungen wurden mehr­fach unterbrochen, der Eisenbahnbetrieb auf einzelnen Strecken eingestellt.

Ein Timmjahrbulh.

Vor kurzem erschien:

Jahrbuch der Turnknnst 1908,

Heransgegeben von Dr. Rudolf Gasch, 304 Seiten oktav mit 231 Abbildungen. Leipzig, Verlag von E. Stock, Preis geheftet Mk. 1.-, gebunden Mk. 1.30 (11 Stück geh. Mk. 8.50, geb. Mk. 11.50). ,

Schon Friedrich Ludwig Jahn kündigte in der Vorrede seiner 1816 erschienenen Deutschen Turnkunst an, daß das erste Jahrbuch der Turnkunst unfehlbar zur Ostcimesse 1817 hcrauskommen" und dannunausgesetzt alljähilich er­scheinen" solle,damit sich die Turnkunst immer vollkommener gestalte und neu im Leben verjünge." Leider ist aber dies von Jahn geplante Jahrbuch weder 1817 noch später er­schienen, die Zeitereignisse verhinderten die Ausführung des Vorhabens. Erst nach beinahe einem Jahrhundert ist der Plan des Turnvaters verwirklicht worden und zwar in einer Weise, daß er seine Helle Freude an dem schmucken Büchlein haben würde. Schon das vorjährige erste Jahrbuch war mir außergewöhnlichem Beifall in der Deutschen Turnerschaft aus­genommen worden. Der nun vorliegende zweite Jahr­gang für das Festjahr 1908, der dem Andenken des kürzlich Heimgegangenen Turnmeisters Alfred Maul gewidmet ist und auch dessen Lebenslauf und Lehrweise schildert, wird es nicht minder werden. Da es unmög­lich ist, den überreichen Inhalt des Jahrbuchs hier erschöpfend anzugeben, so sei nur bemerkt, daß es genaue zahlenmäßig, Mitteilungen über dir Kreise und Gaue der Deutschen Turuerschafl, wie auch über alle anderen deutschen und aus­ländischen Turnverbände bringt und über die turnerischen Ereignisse des In- und Auslandes, so u. a. über den Deutschen T.irntag in Worms, über Schul- und Vereins- lUrnen in Frankreich, über das italienische Bundesturnfest in Venedig und das belgische BundcSlurnerfest in Löwen usw. berichtet. Ferner finden sich Aufsätze über Schulturnen, Zög­lingsturnen, Turnen der Fortbildungsschüler, Frauenturnen, Skilauf, Marnicturnen, Turnspiele, Uebersichten über turne­rische Zeitschriften und Turnbücher und vieles andere. Eine Turnkahrt durch die F e st st a d t Frankfurt«. M-, so-

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wie die Wetturnordnung mit den auf dem Wormser Turntag getroffenen Abänderungen bieten besonderes Interesse. All« Aufsätze sind kurz gefaßt, aber klar und verständlich. Wohl- gelungene Abbildungen, namentlich die Bildnisse leitender Per­sönlichkeiten in der Deutschen Turnerschaft und sonst ver­dienter Turnermänner schmücken das Buch, dessen Preis bei dem reichen Inhalt und der gediegenen Ausstattung ein sehr billiger genannt werden muß. H.

Drahtnachrichten

Vom Bundesrat.

Berlin, 7. Febr. In der gestrigen Bundesratisitzung wurde der Vorlage, betreffend Aenderung der Vorschriften über die Abgabe stark wirkender Arzneimittel in den Apotheken, sowie den Vorlagen wegen Ergänzung und Abänderung der Bestimmungen zum Militärtarif für Eisenbahnen, die Zu­stimmung erteilt. Mit der Ueberweisung deS Entwurfs eines Gesetzes über Arbeitskammern und des Entwurfes eines Ge- 'Pes für Elsaß-Lothringen über den Verkehr mit Wild an die zuständigen Abteilungen erklärte die Versammlung sich einverstanden.

Zum Schuhs dsr Naturdenkmäler.

Stuttgart, 8. Febr. Das Ministerium des Kirchen- und Schulwesens hat für Württemberg einen Landesausschuß zum Schutze der Naturdenkmäler und der heimischen Land­schaft ins Leben gerufen, in dem neben den beteiligten Ministerien vor allem auch solche Kreise und Vereine in ehrenamtlicher Weise vertreten sind, von denen eine besondere Förderung der hier vorliegenden öffentlichen Interessen er­wartet werden darf.

Die Vorgangs in Portugal.

Lissabon, 8. Febr. Prinz Eitel Friedrich ist gestern hier eingetroffen und wurde auf dem Bahnhöfe von dem deutschen Gesandten und namens des Königs von dem Grafen Figueira sowie namens der Regierung von dem Minister des Aeußern begrüßt. Nachdem der Prinz die Front der auf dem Bahnhöfe ausgestellten Ehrenkompanie abgeschritten halte, begab sich der Prinz nach dem Pace de Belem, wo er während seines hiesigen Aufenthaltes wohnen wird.

Lissabon, 8. Febr. Anläßlich der Beisetzungsfeierltch- keiten sind viele Fremde hier eingetroffen, wodurch die Stadt ein recht belebtes Aussehen erhält. Auch die Zeichen der öffentlichen Trauer mehren sich hier und im ganzen Lande. Gestern nachmittag defilierte das ganze diplomatische Korps vor den Särgen des Königs und des Kronprinzen.

Paris, 8. Febr. DerMatin" meldet, daß Franco von Bordeaux vielleicht nach Genua gehen werde, wo er verwandte habe und auch begütert sei.

Paris, 8. Febr. Privat-Depeschen aus Lissabon melden: Am 4. ds. Mts. wurde ein geheimes Lager von 400 Karabinern entdeckt. Die wieder erscheinenden republikanischen Blätter führen eine überaus scharfe Sprache und greifen insbesondere die Polizei heftig an.

Gegen Vie Anarchie

Netv-Pork, 8. Febr. Der Potizeichef der Chicago Shippy verlangte die Ausdehnung der Machtbefugnisse der Polizei- beamten zum Kampfe gegen die rasch um sich greifende Anarchie. Er weist auf "die stark zunehmende Rührigkeit in der Verbrecherwelt unter Leitung deutscher und russischer Führer hin und spricht die Befürchtung aus, daß die früher ausgesprochenen Drohungen der Brandstiftung, der Räuberei und des Mordes jetzt verwirklicht werden könnten. Er er« sucht um die Erlaubnis, die Führer der Anarchisten auszu­weisen.

Verschärfte Mastregel»».

Konstantinopek, 8. Febr. Infolge der portugiesischen Königsmordes, der immer noch von allen Zeitungen totge­schwiegen werden muß, sind alle Maßregeln der politischen Polizei bedeutend verschärft worden.

Für die KriSflsveteranen.

Essen, 8. Febr. Die Stadtverordneten beschlossen, für die Kriegsveteranen mit einem Einkommen bis zu 1500'M. die Steuerzahlung auf städtische Kosten zu übernehmen.

Auf betrügerischer Grundlage.

Budapest, 8. Febr. Gegen die Franz Josefstüdter Spar­kasse, die von der Familie Kardes auf betrügerischer Grund­lage errichtet wurde, laufen fortgesetzt Betrugsanzeigen ein. Die Passiva betragen eine Million Kronen, die Aktiva be­stehen aus der Einrichtung der Sparkasse, sowie auS den wertlosen Wechleln Leopold Kardes und dessen 3 Söhne, die sämtliche D'^ettorftellen bei der Bank einnahmen; wurden von der Polizei vorgeladen. Die 3 Söhne wurden verhaftet, der Vater wurde mit Rücksicht auf seine Krankheit unter Volizemufsicht gestellt. Ueber die Bank ist der Konkurs er­öffnet worden. "

Im Schuss versunken.

Wien, 8. Febr. Bei Podwaleczyska, Galizien, sind zwei Bauern mit einem Schlitten im Schnee versunken und konnten bis jetzt nicht aus den Schneemassen heraus gegraben werden.

Keflelexplofion.

Paris, 7- Febr. Admiral Philibert telegraphiert, daß sich heute eine Kesselexplosion auf dem KreuzerJeanne d'Arc ereignet habe. 14 Personen sollen verletzt sein, darunter fünf schwer. Der PanzerkreuzerJeanne d'Arc" begibt sich nach Tanger, wo die Verletzten in einem Krankenhaus Aufnahme finden sollen.

Frhr. v. Stsugel.

Berlin, 7. Febr. DemL.-A." zufolge führt der Staats­sekretär V. Stengel auf Wunsch des Fürsten Bülow di« laufenden Verwallungsgeschäfte des Reichsschatzamts weiter. Er beteiligt sich indes nicht mehr an den Arbeiten des Bundesrats und des Reichstages.

VL»

Dentist Wirsing,

Steinheimerstrasse 10 1 2967t

rvieâar persönlich zu sprechen. ---- ^