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^iertag
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nach Hause erben, aber niemand mit dem Öffnen der Tür belästigen wollte. Nach zehn Mimllen war er dann wieder Druck. Der Schluß lag also nade, daß bi^s geirhrfien fei, mit um die HaKtür offen m lassen, damit er nachher das Haus geräuschlos verlassen sonnte. Als Kriminalkommissar Wannowski in Gegenwart des KriegSgerichtSrats dem ver- hafteten Hauptmann alle diese Punkte vargeführt hatte, brach der Beschuldigte völlig zusammen und legte ein umfassendes Geständnis ab, das er vor dem Kriegsgericht wiederholte, und das sich in allen Punkten mit den vorgefaßten Annahmen der Kriminalpolizei wollkommen deckte. Bei der Hauiuchung in von Goebens Wohnung wurde eine gänzlich verbrannte Maske in seinem Mutlosen gefunden, die zweifellos erst unmittelbar vor der Verhaftung in den Ofen geworfen wordeu war, denn wäre sie schon früher hineingeworsen worden, so wäre natürlich noch mehr Kohle darauf gelegt worden. In dem Falle wäre die Maske nie entdeckt worden, da nur noch die Asche gefunden wurde, die aber die Form der Maske bewahrt hatte. Der Verkäufer der Maske ist auch in Allenstein ermittelt worden. Hauptmann v. Soeben hatte sie am Tage vor der Tat, am 25. Dezember, gekauft. Des weiteren wurden unter dem Teppich 1300 Mk. in Banknoten vorgefunden, die von Goeben dort als Vorbereitung zur Flucht versteck« hatte, v. Goeben gibt zu, die Flucht beabsichtigt zu haben; er habe sie aber nicht ausgeführt, um Frau von Schoenebeck nach Möglichkeit zu schützen. Gleich nach diesem Geständnis reiste Kriminalkommissar WannoivSki nach Berlin, um im Auftrage des Gerichtsherrn dem Kriegsminister von Einem Bericht zu erstatten. Kriminalkommissar Wannowski wurde in jeder nur möglichen Weise von dem untersuchungsführenden Kricgsrat unterstützt. Alle Recherchen des Kriminalkommissars sind selbstverständlich immer durch und in Gegenwart des untersuchungsführenden Kriegsgerichts- rais geschehen. — Aus ausgefallenen Briefen aus der letzten Zeit vor der Mordaffäre geht ganz zweifellos hervor, daß Goeben sich in dieser Zeit in einem Zustande wahnsinniger Nervenüberreizung befunden hatte. Ob er im strafgericht- lichen Sinne unzurechnungsfähig gewesen ist, kann noch nicht gesagt werden. Frau v. Schoenebeck ist nach Ansicht ihres Hausarztes schwer hysterisch und Morphimistin. — Die Eröffnung des von dem ermordeten Major von Schoenebeck bereits im Jahre 1902 abgefaßten Testaments fand vorgestern statt. Der Major hinterläßt ein Barvermögen von rund 85 000 Mk., welches ohne Abzug zu gleichen Teilen den beiden Kindern zufällt.
Eine Unterredung mit Kriminalkommissar Wannowski.
Von der Berliner Kriminalpolizei war Kriminalkommissar Wannowski auf Ersuchen der dortigen Behörden nach Allm- stein entsandt worden, um bei der Aufklärung des Verbrechens mitzuwirken. Ein Mitarbeiter des „B. L.-A." hatte Gelegenheit, Herrn Wannowski nach seiner Rückkehr aus Allenstein zu sprechen. Er macht über den Inhalt dieser Unterredung nachstehende Mitteilungen:
Hauptmann v. Goeben legte das Geständnis des Mordes an dem Major v. Schoenebeck dem Kriminalkommissar Wannowski ab, als dieser ihm den Rest der schwarzen Larve vorzeigte, den er in einem Ofen des Hauptmanns gefunden hatte. Als der Hauptmann den Rest dieses Maskenstückes, das er gänzlich verbrannt zu haben glaubte, erblickte, bewies sein Gesichtsausdruck dem Kommissar sofort, daß der bisherige zähe Widerstand gegen die Ablegung eines Geständnisses gebrochen war. Der schneidige, kräftige Offizier brach geradezu unter der Wucht dieses stummen Zeugen der Tat zusammen und schilderte, nachdem er sich einigermaßen erholt, den Vorgang folgendermaßen: Er war in letzter Zeit von Frau v. Schoenebeck mehr und mehr bestürmt worden, „er müsse sie von ihrem Gatten befreien." Anfangs sträubte sich der Hauptmann gegen derartige Zumutung; allmählich erlag er aber den immer dringenderen suggestiven Bitten der Frau, und schließlich halle das verbrecherisch? Paar schon einige Tage vor dem Weihnachtsfest verabredet, wie der Major beseitigt werden sollte. Kriminalkommissar Wannowski hatte sofort nach genauer Besichtigung des Tatortes nach den im Schnee aufgefundenen Fußspuren mit dem die Untersuchung des Divisions- Kriegsgerichts führenden Kriegsrat Conradi und dem Staatsanwalt des Allensteiner Landgerichts darin übereingestimmi, daß der Mörder vom Hofe aus durch ein Korridorfenster in die Parterrewohnung des Majors tingestiegen sei und sie auch auf demselben Wege verlassen habe. Der Riegel deS Fensters war vor kurzem entzweigegangen , und der Bursche hatte mittels Bindfaden eine vorläufige Befestigung her- gestellt. Diesen Bindfaden hat Hauptmann von Goeben nach seinem Geständnis bei seinem Besuch im Hause vor der Tat so weit durchschnitten, daß er das Fenster von außen auf- drücken konnte. Am ersten Weihnachtsfeiertage sollte die Tat ausgeführt werden. Hauptmann von Goeben scheute sich aber doch, dem bisherigen Kameraden und Freunde vor die Augen zu treten. Er wollte unerkannt die Mordtat begehen. Er band sich deshalb die am Tage gekaufte Larve, als er das Schoenbecksche Villengrundstück betrat, vor das Gesicht, überschritt den Hof und stieg durch das, wie vorbereitet, auf- gedrückte Fenster in den Korridor ein. Goeben muß hierbei Geräulch gemacht haben; denn als er in die Stube des Majors trat, war dieser bereits aufgewacht und hatte seinen Revolver aus dem Gewehrschrank geholt. Zweimal drückte der Unglückliche umsonst ab, ehe der vermummte dicht an ihn herangekommen war und ihn durch den Schuß in die Stirn zu Boden streckte. Der Mörder floh sofort auf demselben Wege, auf dem er gekommen war, nach seiner Wohnung, steckte die Larve in einen Ofen, in dem noch Kohlenglut war, und meinte, daß sie dort verbrenne. Es ist unbegreiflich, daß ar später nicht noch einmal nachsah, da er zuerst doch nur Stubenarrest in seiner Wohnung hatte. Da Goeben die Anstifterin des Mordes nach der Tat nicht mehr gesprochen hatte, schrieb er ihr, wie sie sich verhalten sollte. Wenn auch diese Briefe durchaus nicht be
weisen, daß der Hauptmann der Mörder war, so lenkten sie doch, als sie bei Frau ton Schoenebeck gefunden wurden, den ersten Verdacht auf ihn. Hauptmann von Goeben ma^t den Eindruck, als wenn er geistig nicht zurechnungsfähig sei. Jedenfalls wird er in dieser Hinsicht von Sachverständigen beobachtet werden.
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Frau Toni von Sclwene''eck, geb. Lüders, ist auch in Berlin nicht ganz unbekannt. Ihr Name wurde bereits in einem Wucherprozeß genannt, in dem mehrere Offiziere als Zeugen aufzutreten gezwungen waren. Einige dieser Herren waren durch den Au'wand, den sie als Verehrer der schönen und lebenslustigen Frau machten, in die unangenehme Lage gekommen, sich an Wucherer wenden zu müssen, um sich über Wasser zu halten. Fran von Schoenebeck war mit Offizieren in bürgerlicher Kleidung wiederholt in Berlin in vielbesuchten Weinlokalen.
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Schwerer itnfßU bei einer Theatervorstellung. Ein bedauerlicher Unfall ereignete sich während der Weihnachtsfeier des Verein? deutscher Waffenbrüder in Zweibrücken im dortigen Fruchthalisaale, gelegentlich der Aufführung eines Theaterstücks. Der Schuhmacher Karl Schmidt spielte oie Rolle eines Wilderers, während der Flaschenbierhändler Joseph Schmidt den Förster darstellte, der den Wilderer im Walde überrascht. Bei dieser Gelegenheit gab der „Wilderer" auf den „Förster" einen Pistolenschuß ab; das Geschoß traf den Joseph Schmidt so unglücklich in das linke Auge, daß der Verletzte sofort einer Klinik in Saarbrücken angeführt werden mußte. Nach Ausspruch der Aerzte besteht leider wenig Hoffnung, ihm das Augenlicht zu erhalten. Der unvorsichtige Schütze hatte, um den Knall der Schußwaffe zu verstärken, diese mit einem Pfropfen versehen.
Tumult. In der Silvesternacht fand hart an der Hamburger Grenze beim Nobistor ein an Landesfriedensbruch grenzender Tumult statt. Eine aus etwa 80 halbwüchsigen Burschen bestehende Rotte griff die dort postierten Polizeibeamten an, beantwortete die Aufforderung, sich ruhig zu verhalten, damit, daß sie einem Beamten die Uniform zerriß, ihn zu Boden warf und mißhandelte. Zwei Polizeibeamten, die ihrem Kollegen zu Hilfe eilten, widerfuhr ein gleiches Schicksal, so daß sie von ihren Waffen Gebrauch machen mußten. Inzwischen war die Menge immer größer geworden und nahm für die Exzedenten Partei. Drei Schutzleute wurden verletzt. ES gelang ihnen aber, den Rädelsführer, einen gewissen Ketzner aus Segeberg, und 7 Komplizen desselben zu verhaften. Während die Arrestanten zur Wache gebracht wurden, fiel ein Schuß, dem ein lauter Aufschrei folgte. Nunmehr stob die Menge nach allen Richtungen auseinander. Ob eS sich um einen blinden oder um einem scharfen Schuß gehandelt, sowie ob jemand getroffen wurde, ist nicht festgestellt.
Raubmord. In dem Hause Noßmühle Nr. 1 in Hannover wurde gestern morgen die dort wohnhafte 58 Jahre alte Näherin Schulze mit durchschnittener.Kehle aufgefunden. Die Leiche lag in der Kammer vor dem Bett. Schrank und Kommode standen offen, so daß man auf einen Raubmord schließen kann. Näheres muß erst die sofort eingeleitete gerichtliche Untersuchung ergeben. Der Mord ist anscheinend in den frühen Morgenstunden ausgeführt. Gegen 4 Uhr wurde von Hausbewohnern ein Mann bemerkt, der um diese Zeit das Haus verließ. Bestimmte Anhaltspunkte über die Person deS Mörder» sind nicht vorhanden.
Kunst und Leben.
Geheimrat Hoffa -st. Der berühmte Berliner Ortho» päde Geheimrat Prof. Dr. Hoffa ist auf der Durchreise in Köln gestorben.
Bandel, Gewerbe und Verkehr.
Die Gosdbewcgimfl. 115,5 Millionen Mark Gold sind im Monat November dem deutschen Geldmarkt entzogen worden. Wenigstens weist diesen Betrag die HandelSstalistik nach. Bis Ende Oktober halten wir im laufenden Jahre noch immer einen Einfuhrüberschuß in Höhe von 70,77 Mill. Mark, so daß der Geldvorrat Deutschlands, der für End» 1906 auf 4,12 Milliarden Mark geschätzt wurde, Ende Oktober noch mit 4,19 Milliarden Mark angenommen werden konnte. Der November hat diesen Einfuhrüberschuß ganz und gar beseitigt; an leine Stelle ist ein Exportüberschuß getreten, der im Oktober allein 115,5 Millionen Mark auSmacht, nach Abzug des bisherigen Einfuhrüberschusses für die zehn ersten Monate 1907 einen Exportüberschuß von 44,87 Millionen Mark ergibt. Der Goldvorrat Deutschlands ist damit auf etwa 4,077 Milliardtn Mark zurück- gegangen. Im Vergleich zum Vorjahre stellte sich die Einund Äuvfuhr von Gold während deS Monats November in Millionen Mark wie folgt:
Einfuhr:
1906
1907
Feingold.....
. 5,90
10,13
Deutsche Münzen . .
. 2,80
8,77
Fremde Münzen . .
. 1,06
0,43
Zusammen
. 9,76
14,33
Ausfuhr:
Feingold .....
. 2,08
20,46
Deutsche Münzen . .
. 8,12
45,78
Fremde Münzen . .
. 0,62
63,64
Zusammen
. 5,82
129,88
Obikich die Einfuhr im November 1907 noch etwas stärker war als 1906, fallen die paar Millionen mehr in der Einfuhr gegenüber der bedeutenden Steigerung der Ausfuhr nicht inS Gewicht.
Die Bank von England ermäßigte ihren Diskontsatz um 1 Pro;. von 7 Pro;. auf 6 Proz.
Weiteres Abebben der wirtschaftlichen Hochflut stellt der erschienene erste Teil deS Jahresberichtes der Essener Handelskammer in Aussicht. Der wieder sehr umfangreiche Bericht, dessen Angaben mit Rücksicht darauf, daß die Essener Handelskammer die bedeutendste des rheinisch-westfälischen Jndustriebknrkes ist. stets besondere Beachtung beanspruchen,
konstatiert in seiner Einlaituna zunächst ebenfalls, daß am Ende des unter so günstigen Auspizien begonnenen Jahre- 1907 kein Zwenel daran sein kann, daß die industriell •fiorbfonmnftnr ins Stocken gekommen ist. In einer längeren Betrachtung der bekannten Ursachen dieser bedauerlichen Tat sache kommt die Handelskammer bemerkenswerterweise dann zu dem trüben Schluffe, daß vorab also mit einer Fortdauer der knappen Geldverhältnisse und damit auch mit einem weiteren Abebben der wirtschaftlichen Hochflut zu rechnen sein bürste. Es sei ferner nicht ausgeschlossen, daß, ebenso wie die Auswärtsbewegung eine allgemein internationale gewesen ist, nunmehr auch der Rückgang einen internationalen Charakter tragen, und daß an die Stelle des übergroßen Begehrs nach Waren demnächst ein Ueberangebot der während der Periode des Aufschwungs in ihrer Leistungssähigkeit wesentlich gehobenen gewerblichen und industriellen Unternehmungen treten wird, daß der Konkurrenzkampf der Industrieländer unter einander verschärfte Formen annehmen wird. Daß indes diese Verhältnisse zum Eintritt einer wirklich tiefgreifenden und lang andauernden Wirt- schaftskrisis in Deutschland führen werden, wie das von manchen Seiten prophezeit wird, nimmt die Handelskammer nicht an. Immerhin dürfte eS, im Hinblick auf die Unsicherheit, die über unserer wirtschaftlichen Zukunft liegt, angezeigt erscheinen, sich über die Maßnahmen klar zu werden, die ergriffen werden könnten, um den wirtschaftlichen Gefahren, bi« aus dem Auslande vielleicht drohen, die Spitze abzubrechen, Da muß nun vor allem eins nachdrücklich betont werden, nämlich, daß es völlig verkehrt sein würde, wegen gewisser vorübergehender Erscheinungen, wie der für weitere Bevölkerungskreise ohne Zweifel ja recht empfindlichen Steigerung gewisser Lebensmittelpreise, in das System der grundsätzlichen Maßnahmen Bresche zu legen, die zum Schutz« unserer Landwirtschaft getroffen sind und die einen integrierenden Teil unserer Wirtschaftspolitik überhaupt bilden, Die Folge eines solchen Vorgehens würde nicht nur die Landwirtschaft selbst, sondern weiterwirkend auch Judustrie und Gewerbe und in letzter Linie wieder die Arbeiter treffen. Denn die durch die guten Preise der landwirtschaftlichen Erzeugnisse gestärkte Konsum- und Kaufkraft der landwirl- zchaftlichen Kreise ist eS, der zu einem wesentlichen Teil die starke und erfreuliche Steigerung des inländischen Absätze? und damit die reichliche Arbeitsgelegenheit zuzuschreiben ist, von der auch die industriellen Arbeiter in den letzten Jahren in so hohem Maße Nutzen gezogen haben.
Hus Ban au Stadt und Tand.
Hanau, 8. Januar.
• Der Winter, von dessen Ankunft man bisher fast nur durch ben Kalender Kunde hatte, hat zu Anfang bei neuen JabreS im vollen Schmucke feiner Herrscherwürd« Einzug gehalten. Aber seine Prachtentfaltung paart sich mit despotischer Streng». Mensch und Tier haben darunter zu leiden. Der Main schiebt mächtige Eisschollen vor sich her und die Schiffe mußten sich in ben schützenden Hafen flüchten. Wegen des Treibeise» müssen die Wehre an ben SchiffS- durchlässen und die UcbergangSwehre niebergelegt werden. An geschützter Stelle wurden heute früh 16 Grad, heute mittag 11 Uhr noch 14 Grad Kälte verzeichnet.
• Der nächste evangelische Männerabend find« Monlag ben 6. Januar, abends 8*/t Uhr, im Hotel „zum Riesen" statt. Auch an diesem Abend wird, wie an den vorigen, eine für ben Einzelnen wie für unser ganze» Valk»- leben ungemein wichtige Frage besprochen werben: „Die Alkoholgefahr und ihre ® efimpfun g', lautet daS Thema, dessen Besprechung Herr Superintenbent Fritsch einleiten wirb. Auf zahlreiche Beteiligung darf ernstlich gerechnet werben.
* Stadtthealer. Helft abend koimnt der große nordffih« Dichter Henrik Ibsen zu Wort und zwar mit feinem Schau, spiel „R oSmerShol m". Morgen nachmittag 8 Uhr wird nochmal bei Meinen greifen das WcihnachtSmärche» „Prinz Abolar und da» Tausendschönchen" in derselbe» prächtigen Ausstattung gegeben und am Sonntag nachmittag „Er und seine Schwester". Die lustige Posse wird mit Herrn PrölS als Briefträger Flenz und Frl. Harve» als fein Schwesterchen wieher Beifallsstürme Hervorrufen. Am Sonntag abend geht das erfolgreich» Schauspiel „Du schöne Marseillaiserin" mit Fräulein Boß in bet Titelrolle in Szene.
* Volksvorstestimg. Die nächste Dolkroorstellung findet kommenden Dienstag den 7. Januar statt. Zur Aufführung gelangt das Saftige Schauspiel „Der Dieb" von Max Bernstein. Eine hochinteressante aktuelle Dichtung. De» Vorverkauf der Karten findet heute abend von 8 Uhr an statt. Näheres siehe heutiges Inserat.
* 1. Militär-Konzert in den Dälen der „Son- eordia". Zu dem 1. Militär - Konzert, welche» unser« Ulanenkapelle am nächsten Sonntag ben 5. d. Mt». in den Sälen der „Concordia" gibt, wird, außer anberen beliebten Piecen, zum Vortrag kommen: Dit Ouvertür« zu „Figaro» Hochzeit" von Mozart; Ouvertüre zur „Frau Meisterin" von Suppè ; Ouvertüre „Orpheus in der Unterwelt"; Fantasie a. 6. Op. „Lobengrin" von R. Wagner; Melodien a. d. Operette „Der Obersteiger" von Zeller; „Eine Rris« durch Europa", Tongemälde von Conradi; zwei reizend» Streichquintetts; ein Konzert-Solo für di» Klarinette; ein Xylophon-Solo sowie eine Fantasie au« O. Strauß neuester Operette „Ein Walzertraum". Bei den gediegenen Leistungen unserer Ulanenkapelle und mit Rücksicht auf da» so bequem gelegene schöne Lokal darf wohl ein zahlreicher Besuch zu erwarten sein.
* Krieger - Verein Hanau -Kesselstadt. Di» Silvesterglocken sind verhallt und das Jahr 1908 hat seinen Einzug gehalten. Verborgen liegt di» Zukunft vor unS und eS iväre vergebliche Mühe, wollte man, einem Ether gleich, das Dunkel ferner Tage liebten. UnS geziemt rS, an der Jahreswende Rückblick zu hallen, un« die Frage vorzultgrn: Hast bu in dem verflossenen Jahre deine Pflicht und Schuldig- keit getan als Familienvater, als Christ, al» Deutschers Wohl uns, wenn wir bei Beantwortung dieser Fragen nicht zu erröten brauchen! Ueberieben wir an der Jahresfchwell»