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Bkridi^di^ 1,80 Ml., monatig 60 Pfg., für nt* Bärtige Abonnenlen mit bem bttrehenben Postausschtag.

Du tmjtine Stummer toste 10 Wg.

lotationbbrucf unb Verlag der Buchdruckerei verei».

Wa»I«-auIeS in Hanau.

General-Anzcigcr

Amtliches Orgs« für SlaM= uni fanikrtin Sanin.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sann- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

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$L 79 Fernsprechanschlutz Nr. 605.

Donnerstag den 2. April

Fernsprechanschlutz Nr. 605. 1908

Amtliches.

Bekanntmachung.

Verssnditng von Paketen während der Osterzeit.

Die Versendung mehrerer Pakete mittels einer Postpaket» abreffe ist für die Zeit vom 12. bis einschl. 19. April weder im inneren deutschen Verkehr noch im Verkehr mit dem Aus­land ausgenommen Argentinien gestattet. Nach Argentinien können auch in dieser Zeit mehrere, jedoch höchstens drei Pakete, mit einer Postpaketadresse versandt werden.

Berlin W 66 den 21. März 1908.

Der Staatssekretär des Reichs-PostamtS.

J. A.: Gieseke.

Eandkreis Hanau.

MnMchliW des Komgli-ell LaickMiâ

Unter den Schweinen zu Marköbel und Ostheim ist die Schweinescuche ausgebrochen.

Hanau den 28. März 1908.

Der Königliche Landrat.

V 2280 I. A.: Conrad, Kreissekretär.

Auszug

aus dem Voranschlag zum Sa»syattsplan des Landkreises Hanau für 1908.

Einnahmen:

Tit. I Aus Vorjahren . . ,. 25000 Mk. II Vermögensverwaltung . . 49325 III VerwaltungSkostenbeiträge . . 4000 IV Unterhaltung der Landwege. . 19510 V Dotationen, Gebühren und Abgaben 13060 , VI Kreisabgaben:

1. Kreissteuern

24'/r°/o von 635000 Mk. 155575 , 2. Hundesteuern . . . 12800

3. Betriebssteuern . . . 4800

4. Konzessionosteuern . . 3200 5. Wanderlagersteuer . . 50 w

VII Vorschüsse u. durchlaufende Posten 13836

VIII Insgemein .... 144

Summa der Einnahmen 301300 Mk.

Ausgaben:

Tit. I Aus Vorjahren . . . 25000 Mk. II Vermögensverwaltung . . 57475 III Kreisverwaltungskosten . . 29320 IV Unterhaltung der Landwege . 87400 V Leistungen an andere Kassen . 64800

VI Mr Armen- u. wohltätige Zwecke 17800 , VII Für gemeinnützige Einrichtungen und Anstalten . . 9590

VIII Vorschüsse und durchlaufende Posten 7700

IX Insgemein . . . 2215

Summa der Ausgaben 301300 Mk.

Der vorstehende Auszug wird auf Grund des § 84 Kr.-O. veröffentlicht.

Hanau den 28. März 1908.

Der Vorsitzende des KreisausschusseS.

A 1843 v. Beckerath.

A"sz"S

aus der Rechnung der Krelskommunalkaste des Landkreises Hanau für das R.-J. 1906.

Einnahmen:

Tit. I Aus Vorjahren . . . 35334,46 II Vermögensverwaltung . . 98996,57 III Verwaliungskostenbeilräge . 3952, IV Unterhaltung der Landwege . 28270,34

V Dotationen, Gebühren u. Beiträge 10935,15 VI Kreisabgaben:

1. Kreisst euern 143923,34 M.

2. Hundesteuern 14302,50 8. Betriebssteuern 5112,50 163338,34

VII Vorschüsse u. durchlaufende Posten 13093,60 VIII Insgemein . 776,80

IX Außerordentliche Einnahmen . 5000,

Summa der Einnahmen 354697,26

M.

ff

ff

ff

ff

ff

ff

ff

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M.

Ausgaben:

Tit.

I Aus Vorjahren . .

25000,

M.

ff

II Vermögensverwaltung

121614,11

ff

ff

III Kreisverivaltungskosten .

22030,76

ff

ff

IV Unterhaltung der Landwege

90934,54

ff

ff

V Leistungen an andere Kassen

49658,09

ff

ff

V[ Für Armen- u. wohltätige Zwecke

17854,42

ff

ff

VII Für gemeinnützige Einrichtungen

6327,66

ff

II

VIII Vorschüsse u. durchlaufende Posten

5807,51

ff

ff

IX Insaemein .

910,50

ff

ff

X Außerordentliche Ausgaben

5000,

II

Summa der Ausgaben

345137,59

M.

Abschluß:

Die Einnahmen betragen 354697,26 M.

Die Ausgaben betragen 345137,59

Bleibt Kassenbestând 9559,67 DB Wird gemäß § 87 Kr.-O. veröffentlicht.

Hanau den 28. März 1908.

Der Vorsitzende des Kreisausschusses, A1842 v. Beckerath.

Zwangsversteigerung.

Zum Zwecke der Aufhebung der Gemeinschaft, die in Ansehung des in der Gemarkung Langenselbold belegenen, im Grundbuche von Langenselbold Artikel 1340 zur Zeit der Eintragung des Versteigerungsvermerkes auf den Namen 1. des Ackermanns Johannes ^nchs I5r, Antons Sohn, und dessen Ehefrau, Karoline Elisabeth geb. Barthel,

2. des Ackermanns Heinrich Ruth 3r, Peters Sohn, und dessen Ehefrau, Anna Maria geb. Lerch, beide zu Langenselbold, je zur ideellen Hälfte, eingetragene Grundstück:

Krtbl. 69 Nr. 131 Seegasse Nr. 25, 1,16 ar,

Hofraum mit */» Scheuer, links, /s Scheuer, rechts, besteht, soll dieses Grundstück

am 15. Mai 1908, vormittags 9 Uhr, durch das unterzeichnete Gericht an der Gerichtsstelle versteigert werden.

Langenselbold den 21. März 1908.

Königliches Amtsgericht 7429

Nutzholz-Verkauf.

Königl. Obersörsterei Hanau. Bel. Lamboywald und Bruchköbel.

Montag den 13. April d. I., vormittags 9 Uhr, in .HanauDeutscher Hof", Lamboystraße.

Eichen: 309 St. mit 168 fm, hierunter 141 St. mit Mittendurchmeffer über 30 cm.

Eschen : 156 St. mit 65 sm, hierunter 49 St. mit Mittendurchmeffer über 30 cm.

Weistbuchen: 19 St. mit 7 fm,

Rotbuchen: 1 St, mit 0,57 fm,

Ahorn: 11 St. mit 5 fm, Rüstern : 3 St. mit 3 fm,

Birken: 3 St. mit 2 fm, Linden 26 St. mit 9 fm, Erlen r 127 St mit 50 fm, hierunter 18 St. mit Mittendurchmeffer über 30 cm,

Kiefern: lio St. mit 76 fm, hierunter 70 St. mit 62 fm.

Aufmaßlisten gegen Schreibgebühr durch Forstaufseher Nöring in Neuhof bei Hanau. ' 7397

Auf rechtzeitigen Antrag wird das Holz durch die zu­ständigen Belaufsbeamten gezeigt werden.

Gefundene nnd verlorene GeqenslMderc.

Gefunden: 1 weißseidenes Taschentuch mit grünem Hohlsaum.

Verloren: 1 echte Schildkrotthaarnadel, 1 grüner Vorhang, 1 Bäckertuch, 1 goldener Markisen-Damcnring mit Opal und Perlen.

Hanau den 2. April 1908.

Politische Rundschau«

Teuerungszulage». Die Budgetkommission des Abge­ordnetenhauses verhandelte gestern vormittag über den Nach- tragsetat für die Teuerungszulagen an die Beamten. Den mehrfach geäußerten Wünschen gegenüber, über die Grenze von 4200 Mk. Gehalt hinquszugehen, wies der Finanz-

minister darauf hin, daß dies im Reiche große Schwierig­keiten bereiten würde. Außerdem sei noch nicht zu übersetzen, wie sich die Besoldungsvorlage im Herbst gestalten werde. Von mehreren Mitgliedern der Kommission wurde hervor­gehoben, daß das Reich auf Preußen gar keine Rücksicht nehme, es gehe bei den Sekretären der dem Reichsamt deS Innern unterstellten mittleren Reichsbehörden bis zu 4800 Mk. Mit der Beratung der Vorlage wurde die Beratung des nationalliberalen Antrages verbunden, der eine prozen­tuale Zulage für alle Beamten wünscht. Von der Regierung wurde dieser Antrag mit der Begründung bekämpft, daß zu seiner Durchführung 113 Millionen Mark nötig seien, für die es an Deckung fehlen würde. Außerdem würde damit der zukünftigen organischen Regelung der Besoldung präjudiziert. Dagegen wurde von einer Seite hervorgehoben, daß die Be­soldungsvorlage ja 127 Millionen Mark erfordern solle. Weiter wurde beantragt, daß die Teuerungszulage sämtlichen Beamten gewährt werden soll, auch denjenigen, die im letzten Jahre eine Erhöhung ihres Gehaltes erfahren haben, wie z. B. den Eisenbahnassistenten. Auch dieser Antrag wurde von der Regierung entschieden bekämpft. Sie konnte eine genaue Angabe über die Höhe der erforderlichen Summe zwar nicht angeben, sie meinte aber, daß. es sich um Zehn­tausende von Beamten handeln würde. Die Diskussion über § 1 des Nachtragsetats wurde geschloffen, die Abstimmung wurde auf Donnerstag vormittag vertagt.

Das Herrenhaus setzte gestern die Etatsberatung beim Kriegsminifteriu.n", Etat des Zeughauses, fort. Hierauf brachte Graf Mirbach die Einquartierungslast in den Ma« nöoern zur Sprache. Ihm gegenüber vertrat Graf Haeseler den rein militärischen Standpunkt, er bedauerte unter anderem die Einrichtung der Truppenübungsplätze und fand, daß gerade die plötzlich ungesagten Notquartiere im Interesse der Landwirte seien, da ja in einem solchen Fall die ein­quartierten Truppen wenig oder nichts von dem Quartier­wirt zu fordern hätten. Beim Kultusetat ging Minister Holle auf eine Anregung des Oberbürgermeisters Wilms- Posen ein und wies nach, daß für die Museen in der Pro­vinz sehr viel getan worden sei. Sowohl die Nationalgalerie wie auch das Kaiser-Friedrich-Museum und andere Museen hätten der Provinz einen großen Teil ihrer Kunstschätze über­lasten. Nachher ergriff Graf Haeseler zu dem Thema Volks- und Fortbildungsschule das Wort. Er machte auf die Ge­fahren aufmerksam, denen die schon mit 14 Jahren aus der Schule entlassene Jugend bis zu ihrer Dienstzeit ausgesetzt sei. Die Ueberbrückung dieser Entwickelungszeit der jungen Leute sei durch die Fortbildungsschulen, die nur Fachschüler? seien, nicht erreicht. Der Redner trat dann für eine Pflicht- schule ein, in der Gegenstände, wie Naturkunde, rechtlich« Belehrung unterrichtet werden sollen. Hierauf dankt bei Kultusminister für die gegebenen Anregungen.

Die Reise des Kaiserpaares.

Syrakus, 1. April. DieHohenzollern" und die Hamburg" liefen um 3 Uhr in den Hafen von Syrakus ein. Am Montag hatten die Schiffe eine prächtige Fahrt durch die Adria. Gegen abend erhielt dieHohenzollern" durch Funkenspruch ein Telegramm aus Ancona, in welchem die Deutschen Anconas durch ihren Konsul ihre Huldigung und ihre Wünsche für eine glückliche Fahrt ausdrückten. Mit Sonnenuntergang kehrte die italienische Torpedobobtsdivision nach Venedig zurück. Am Dienstag gegen morgen mußte derFerrucio" wegen einer Havarie Zurückbleiben. Da? Wetter blieb schön. Am Vormittag kam die bewaldete italienische Küste bei Vicste in Sicht, später Barletta, Trani und Bari und nachmittag? um 3 Uhr Brindisi. Dort und später in Otranto wurde die Post an Bord genommen. Heute herrschte frischer Wrstivind. Um 9 Uhr 30 Minuten wurde Kap Spartivento passiert. Nachdem dieHohenzollern" und dieHamburg" im Hafen von Syrakus vor Anker gegangen, empfing der Kaiser an Bord den deutschen Konsul Marquese Bonano, den dem deutschen Konsulat attachierten Ingenieur Kroll und den Hafenkapitän Fregattenkapitän Bonetti. Ferner nahm der Kaiser die Meldung des zum Fregatten­kapitän beförderten Kommandanten derHamburg", Ritters v. Mann, entgegen. Die Stadt ist beflaggt. Beim Ein­laufen der deutschen Schiffe spielte eine Kapelle am Ufer die deutsche Nationalhymne.

Syrakus, 1. April. Der Kaiser richtete gestern aus Otranto folgendes Telegramm an den Staatssekretär von Tirpitz-Bcrlin:Ihre Meldung über die Aunahme des Marineetats hat mich hoch erfreut. Ist doch hiermit ein sehr wichtiger Abschnitt im Aufbau der Marine erreicht worden. Das Bewußtsein des errungenen Erfolges im Dienste der Vaterlandes wird Ihnen und Ihren Mitarbeitern der beste Lohn für alles Mühen und Sorgen sein. Es ist mir aber ein persönliches Bedürfnis, meiner dankbaren Anerkennung Ihrer Verdienste sichtbaren Ausdruck zu geben. Ich habe des­halb beschlossen, Sie anS besonderem Vertrauen in da§ preußische Herrenhaus zu berufen. Indem ich Ihnen btei