Einzelbild herunterladen
 

4hM Blâ

vez»gSprers,

viertchährlich 1,80 Mk., monatig 60 Vfg für ai* MÄtigt Monnaten mit dem bettessmdea PsKauffchlgß, Die eingelm Nummer kostet 10 Pfg»

E-tatieatdruck ueb Berlaz bet Buchdrucker« der verei«.

General-Anzeiger

Amtliches Organ für LlaLt- and F-Mreis Sana».

ElurückuvgSgetS-r«

Vie fSnJgefpaUeue PMM »der der«, Raum A Pfg. M RekiamvUM die Zelle SS Pfz.

ck Waijeuhauie» in Hauou.

LrsLeiat täglich mit Lu-nahm» her Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage

veraatmorü. «edatteuer G. «cheeSer i» H««.

9?L 303 Zyernsprechanschltt^ Nr. 605.

Amtliches. LsndlsWgstlicher Krelsverein Hmn.

Nächste Bersammluna Samstag den 4. Januar 1908, nachmittags 2^ Uhr, im Gasthauszum goldnen Löwen" hier.

Tagesordnung r

1. Geschäftliche Mitteilungen.

2, Besprechung über den Handel mit Gemüse- und Blumen­samen im Umherziehen.

2. Vortrag des Herrn Direktor Wagner auS Gelnhausen überDie Stickstoffdüngung der Kulturpflanzen."

4. Mitgliederaufnahme.

5. Sonstiges.

Die Herren Bürgermeister werden ersucht die vorstehende Bekanntmachung in ihren Gemeinden wiederholt in orts­üblicher Weise bekannt zu machen.

Hanau, den 29. Dezember 1907.

Der Königliche Landrat.

v. Beckerath.

Hanauer Ortskrankenkasse.

Bekanntmachung.

Wir ersuchen die restlichen Beiträge bis Woche 52 spätestens am Dienstag den 31. Dezember, vormittags, zu entrichten, da am 2. Jannar das Mahnverfahren beginnt.

Hanan, 28. Dezember 1907»

Der Vorstand.

Schabl, 1. Vorsitzender. 27543

GkflindtNt und verlorene Gegenstände re.

Gefunden: 6 Weihnachtspostkarten und 1 Kneifer in Papier eingewickelt, 1 kleines Portemonnaie mit etwas In­halt, 1 Sturmlaterne, 1 schwarze Schleife mit kleiner gelber Sicherheitsnadel, 1 Portemonnaie mit Inhalt, 1 blauer Pompadour (Inhalt 1 kleines seidenes buntes Taschentuch mit Hohlsaum, 1 kleines Fläschchen mit Hoffmannstropfen, etwas Biskuit und kohlensaures Natron. In einem Geschäft liegen geblieben und hier abgeliefert: 1 schwarzer gehäkelter Frauen-Schulterkragen, 1 schwarzer Kinderpelzkragen, 1 Paar braune Damen-Glacèhandschuhe, 1 Paar braune wollene Damenhandschuhe, 1 schwarzer wollener Damenhandschuh (rechter).

In der Kinderkrippe stehen geblieben: 1 seidener Regen­schirm. Abzuholen bei der Armenverwaltung.

Verloren: 1 Portemonnaie mit 85 Mk., 1 schwarz­seidener Pompadour, 1 weißes Taschentuch (gez. E. O.), 1 goldener Herren-Ring mit Opal, 1 Zehnmarkstück (beim Einkassieren abhanden gekommen).

Zugelaufen: 1 schwarzer Dobermannpinscher. Hanau den 80. Dezember 1907.

Hus Hanau Stadt und Tand.

Hanau, 30. Dezbr.

* Ernannt. Der seit 15 Jahren bei dem hiesigen Landgericht tätige GerichtSdiener Herr Pagenkopp wurde zum Botenmeister ernannt.

* Der Winter, der echte mit Schnee und Eis, der nach den Feiertagen seinen Einzug gehalten, schwingt sein Szepter noch immer mit gleicher Energie. Wälder und Fluren bedeckt eine dicke Hülle deS blendenden Weißes, Bäume und Sträucher beugen sich unter der glitzernden Last, ein hübscher Anblick für den Menschen, eine Luft und Freude für den Schnee- und Eissportliebenden, die Ursache aber für die Tiere des Waldes und die gefiederten Bewohner der Lüfte zu bitterer Rot, zu ernsten Nahrungssorgen. Alle Futter­quellen sind unter der weißen Schneedecke begraben, hungernd und frierend irren die Vöglein durch die ungastlichen Gefilde und nähern sich, hilfesuchend, nahrungheischend, immer mehr den Wohnungen der Menschen. Möchte darum keiner, der ein Herz für die armen Tierchen hat, versäumen, sein mög­lichstes für die hungernden Vöglein zu tun, an freudiger. Genugtuung und dankbarer Anhänglichkeit seitens der kleinen Fenstergäste wirb es ihm nicht fehlen. Gedenket ber | hungernden Vögel!

Montag den 30. Dezember

MMM i MMJwrMimiimiaM'ini wiiui iiiittnawwgnraiww»wrai

* Die Witterung im Januar soll uns dem hundert­jährigen Kalender nach anhaltende Kälte bringen. Erst während der letzten beiden Tage des Monats ist auf einen Umschlag der Temperatur zu rechnen. Der Meteorologe Bruno Bürgel, ein Nachfolger Falbs, stellt dagegen nur für die ersten sechs Tage des Januars trockene Kälte in Aus­sicht, dann soll eS stürmisch und veränderlich werden und Tauwetter eintreten, das Schnee- und Regenfälle im Gefolge hat. Bis zum 20. bleibt nach Ansicht Bürgels das Wetter unbeständig, dann wird es wieder kalt und trocken, ja das letzte Drittel des Monats soll sogar große Kälte bringen. Den 18. Januar bezeichnet der Gelehrte als einen kritischen Termin von untergeordneter Bedeutung, dagegen erblickt er im 3. Januar einen kritischen Tag erster Ordnung, der Erd­beben und Grubenkatastrophen befürchten läßt.

* Stadttheater. Die beiden Vorstellungen des gest­rigen Sonntags fanden vor ausverkauften Häusern statt. Nachmittags entzückte das KindermärchenPrinz Adolar und das Tausendschönchen" nicht nur die Kleinen, sondern es fand auch den ungeteilten Beifall der Erwachsenen und Abends erzielte die brillante PoffeEr und seine Schwester" stür­mische Lacherfolge, die ihren Höhepunkt fanden, als Herr PrölS als Briefträger Flenz im Zuschauerraum erschien und seine urkomischen Ansprachen an das Publikum hielt. Da gestern hunderte von Personen leider keine Billets mehr erhalten konnten, so sieht sich die Direktion veranlaßt,Er und seine Schwester" bereits am nächsten Sonntag Nachmit­tag bei gewöhnlichen Preisen zu wiederholen. Morgen Diens­tag den 31. Dezember geht als-ylvester-Volstellung" außer Abonnement Abends halb 7 Uhr der diesjährige Sai­sonschlagerMamzelle Nitouche" in Szene und der Neu­jahrstag bringt Nachmittags bei kleinen Preisen die lustige PosseDie wilde Katze", während abends zum ersten Male eine hervorragende Novität und zwar das reizende Lustspiel N ei t e r a t t a ck e" von Siobitzer und Friedmann-Frederik gegeben wird, welches an allen größeren Bühnen sensationelle Erfolge erzielte.

* Stadtiheater. (Spielplan deS Stadt- theaters.) Dienstag den 31. Dezbr., abends x/»7 Uhr:

18. Vorstellung außer Abonnement:Mamzelle Ni- tauch e", Operette von Mailhac und Millaut. Mittwoch den 1. Januar, nachmittags x/?4 Uhr:D i e wilde Katze", abends 7 Uhr:R e i t e r a t t a ck e". Außer Abonnement. Freitag den 3., abends 7 Uhr:Rosmer S- h o l m", Schauspiel von Ibsen. 4. Serie Nr. 4. Sams­tag den 4., nachmittags 3 Uhr: Nachmittags - Kinder - Vor­stellung außer Abonnement:Prinz Adolar und das Tausendschönchen". Sonntag den 5., nachmittag«

Uhr:D i e Ehre" von Sudermann. Abends 7 Uhr:Die schöne Marseillaiserin". 4. Serie Nr. 8. Spielplan-Entwurf vom 6. biS 12. Januar. Dienstag den 7. Jan., abends 7 Uhr:Wohl­tätige Frauen". Mittwoch den 8., nachmittags 3 Uhr: Prinz Adolar". Abends 7 Uhr:Der Strom". Frei­tag den 10., abends 7 Uhr:Reiterattacke". Samstag den 11., abends 7 Uhr:Egmont". Sonntag den 12., nachmittags ^4 Uhr:Er und seine Schwester". Abends 7 Uhr:Hamlet".

* Lamborg - Konzert. Im Stadttheater gab am Samstag der berühmte Komiker am Klavier Herr Otto L a m b o r g ein musikalisch-humoristisches Konzert. Die Fülle unserer Vereinsveranstaltungen hatte wohl dazu beigetragen, daß die kunstsinnige Gemeinde, die sich eingefunden hatte, eine kleine war. Der Künstler verstand es, das erschienene Pub­likum zu interessieren und zu ergötzen. Er bewährte sich als Klavierhumorist, als Schnellkomponist, als Deklamator und Mimiker und ließ sich schließlich auch vom Publikum ein Programm zusammenstellen, iudem er Opernmelodien aller Gattungen mit leichter Operettenmusik und bekannten Liedern zu einem ergötzlichen Quodlibet zusammenreimte. Wir hoffen, daß bei einem etwaigen Wiedcranftreten seine heitere Kunst einen beträchtlich größeren Freundeskreis finden wird.

* I Militär-Konzert in den Sälen znr Coneordia". Vielseitigen Wünschen entsprechend findet am nächsten Sonntag den 5. Januar n. I. in den Sälen zurConcordia" großes Militär-Kouzert (Streichmusik', aus­geführt von der Kapelle des Ulanen-Regiments unter Leitung des Königl. Musikdir. Herrn N r b a ch, statt, worauf wir schon heute empfehlend hinweisen. Anfang des Konzertes präzis 8 Uhr abends.

, * Der Werkmeisterbezirksvereirr Hanau beging gestern abend im Saale derConcordia" seine Weihnachts­feier, zu der sich Besucher in sehr großer Zahl einqefuuden hatten, sodaß die Räume bis auf den letzten Platz besetzt waren. Der Vorsitzende des Vereins, Herr Stübino,>

ryernsprechanschlutz Nr. 605. 1907

hieß die Erschienenen herzlich willkommen mit dem Wunsche daß eine recht frohe Festesstimmung Platz greifen möge, wies stuf die Bestrebungen des Werkmeisterverbandes hin, der mit 815 Vereinen und 46,552 Mitgliedern über das ganze deutsche Reich verbreitet ist, und gab der Hoffnung Ausdruck, daß das Fest dazu beitragen möge, die Ziele und Zwecke des Verbandes, Verbesserung der sozialen Lage der Werkmeister, in immer weitere Kreise bringen zu lasten. Nach echt deutscher Sitte war mitten im Saale ein Christbaum angebracht, dessen Kerzenstrahlen die aufgestapelten Geschenke für Kinder jeden Alters beleuchteten. In sinniger Weise hatte der Vorstand Sorge getragen, daß jedem Kinde ein Geschenk zu teil werde, um auch dadurch die Zusammengehörigkeit zum Ausdruck zu bringen. DaS vorgesehene Programm war ein ebenso genuß­reiches wie abwechselungsvolles und gewann an unterhaltender Wirkung besonders durch die schätzenswerte Mitwirkung des Gesangvereins Eintracht, der eine Reihe prächtiger Chöre zum Vortrag brachte. Gesangssolistisch waren mit gleichfall­bestem Erfolge die Herren Engelhardt und Weißenstein tätig. Weiter ist hervorzuheben eine von 8 jungen Damen vorge­führteWeihnachtSgavotte", die infolge ihrer reizenden Wieder­gabe stürmisch applaudiert wurde und wiederholt werden mußte. Die Einstudierung der Gavotte lag in den Händen des Herrn Rhode, dem ebenfalls Anerkennung gebührt. DaS Fest, das mit einem Balle schloß, hat alle Teilnehmer in hohem Maße befriedigt.

* Familien - Abend Der Marienktrchenchor hatte gestern imDeutschen Hause" einen Famllirnabend arrangiert, der wie frühere Veranstaltungen sich großer Zug­kraft erfreute, ein Beweis, daß derartige Herz und Gemüt gefangen nehmende Veranstaltungen noch einen günstigen Boden bei unserer Einwohnerschaft finden. Den daS FEst einleitenden Prolog sprach Herr Moraski. DaS Programm wies im weiteren auf Vorträge deS gemischten ChoreS (Diri­gent Herr Lehrer Wagner), Liedervorträge deS Herrn Frisch­korn, ein einaktiges LebensbildUnterm Weihnachtsbaum", einige Duette (Frl. A. Köhler und Herr Frischkorn bezw. Frl. Köhler und Ida Reich), eüi Melodrama, Männerchöre u. a.m. Herr D. Paulstich wurde wegen 80jähriger, treuer Wirk­samkeit im Verein und wegen seiner hervorragenden Ver­dienste um die Hebung deS Kirchengesanges zum Ehrenmit­glied ernannt und erhielt ein Diplom. Herr Superintendent Fritsch hob die Verdienste desselben als Organist, all Mitglied deS ChoreS und als Vorstandsmitglied deS Ver­bandes der Kirchenchöre im Konfistonalbezirk Castel hervor. Herr General-Superintendent Werner begrüßte mit Freu» den die Gelegenheit, die Verdienste deS Jubilar-, die er am besten auS eigener Erfahrung kennt, in daS gebührende Licht zu rücken und bestätigte gern die Ausführungen deS Vorred­ners. Herr Paul stich dankte für die ihm gewordene Eh­rung. Die Durchführung deS für den Abend vorgesehenen Programms gereichte dem Marienkirchenchor und feinem tat­kräftigen zielbewußten Leiter nach jeder Richtung hin gut Ehre, sodaß mit Befriedigung und Genugtuung auf bett Ver­lauf des Abends zurückgeblickt werden kann.

* Schlrttzball. Wie alljährlich, so veranstaltet auch i« diesem Jahre die Extra-SamStagStanzstund« des Herrn Franz Söhnlein einen Schlußball, und zwar im Saale der Concordia" am Samstag den 4. Januar, abends 8 Uhr. Dem Komitee ist eS gelungen ein schöne« Programm zusammenzustellen, so daß ein recht genußreicher Abend zu erwarten ist. Ein Besuch ist daher besten- zu empfehlen.

* Nednerschttle. Nach einer uns zugehenben Mit­teilung beginnt die Rednerschule deS Reichsverbandes gegen die Sozialdemokratie in Hanau am 2. Januar, abends 8 Uhr, in derConcordia", worauf wir die Interessenten aufmerksam machen möchten. Stundenpläne und alles Nähere werden am Eröffnungsabend bekanntgegeben.

* Desertiert ist ein Soldat des 170. Infanterie- Regiments, der für die Feiertage nach Kesselstadt beurlaubt war.

* Vortrag. Im kleinen Saale derConcordia" (Ein­gang Rosenstraße) findet heute abend 8 Uhr ein Vortrag de« früheren russischen StaatSanwaltS Dr. Elschewicz über den russisch-japanischen und den Burenkrieg statt. Aus Bamberg und Bayreuth, wo Herr Elschewicz Vorträge hielt, liegen sehr günstige Beurteilungen vor über die lebendige Schild«, rung eines Lebens und die interessanten Streiflichter, die der Redner auf russische und südafrikanische Verhältnisse warf. DasBayr. Tagbl." schreibt: Mit Interesse folgten die Zu- Hörer dem Lebensgang des Redners, den interessanten Epi­soden aus Rußland, Japan und Amerika. Als besonders wertvoll muß die Eigenart bezeichnet werden, mit der unS der erfahrungsreiche und gebildete Redner Wesentlicher aus den beiden letzten großen Kriegen und der politischen Lage Rußlands darstellte. Der Redner fand den allgemeinen Bei­all seiner Zuhörer.