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General-Anzeiger
Amtliches Organ für Stadt- and FandKreis Kanan.
Erscheint täglich mit Ausnabme der Sonn- Md Feiertage, mit belletristischer Beilage.
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Samstag den 29. Juni
Fernsprechanlchlutz Nr. 605. 1907
Lie heutige Nimm umfaßt Mn -.NuterhaltuOblatt
16 Seiten.
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„Amtliche Beilage Nr. 12".
r Amtliches.
Landkreis Banau.
LliauutmaHWen des Königlichen Laudratsamts.
Die Frankfurter Landstraße wird wegen Dampf- ibalzarbeiten in der Zeit vom 1. bis einschl. 10. Juli von der Pappelallee bis zur Einmündung des Landweges vor Dörnigheim für fuhrwerke mit einem Ladegewicht von über 20 Ztr. gesperrt.
Ich ersuche die Ortspolizeibehörden der interessierten Gemeinden dies ortsüblich bekannt zu machen. Zuwiderhandlungen werden auf Grund der Regierungs-Polizei-Verordnung vom 6. April 1877 (Reg.-Amtsbl. S. 137) mit 10 bis 30 Mark oder hilfsweise Haft bestraft.
Hanau den 28. Juni 1907.
Der Königliche Landrat.
V 4592 v. Beckerath.
Unter den Schweinen zu Niederrodenbach ist die Schweine- ^uche erloschen.
Hanau den 27. Juni 1907.
Der Königliche Landrat.
V 4515 I. A.: Conrad, Kreissekretär.
Stadtkreis Hanau. Bekanntmachung.
Arbeitsuchende in der Zeit vom 22. bis 28. Juni 1907:
1 Anstreicher, 1 Arbeiter, 1 Bauarbeiter, 1 Goldarbeiter, 2 Hausburschen, 1 Heizer, 1 Lagerist, 1 Maschinist, 2 Tagelöhner
Hanau den 29. Juni 1907.
Städtische Arbeitsvermittelungsstelle. 13603 Gefundene und verlorene Gegenstände re.
G e f u n d e n : 1 goldene Uhr mit Kette, 1 kleine Schere, s Trauring (gez. G. W.). Im Rathausflur 3 Bilder- tahmen. (Abzuholen bei der Armenverwaltung.)
Verloren: 1 Tennisschläger mit weiß und roten Saiten, 1 braunlederne Brieftasche mit einer gelben Freikarte für den Eisenbahndirektionsbezirk Frankfurt a. M. lautend fuf den Namen Regierungsbaumeister Angsch, sowie 1 grüner unbeschriebener Freifahrtschein Nr. 91279.
Zugelaufen: 1 schwarzer Spitz, 1 roter Dachshund. Hanau den 29. Juni 1907.
Hus Ban au Stadt und Tand.
Hanau, 20. Juni.
Bericht des Baupolizeiamts
über die Baukontrolle im Jahre 1906.
Durch die seit dem 18. Juli des Berichtsjahres erfolgte Anstellung eines besonderen Baukontrolleurs konnte, wie gewünscht, eine schärfere Kontrolle der Bauausführungen im Interesse des Arbeiterschutzes ausgeübt werden. Demgemäß fanden im Ganzen 4027 (im Vorjahre 1236) Revsionen statt, hie sich auf
51 Neubauten,
132 An- und Umbauten und
132 Weißbindergerüste erstreckten.
153 Verstöße gegen die Unfallverhütungsvorschriften sind zu verzeichnen. Sie bestanden in:
a) ungenügender Abdeckung der Balkenlagen,
b) ungenügender Breite der Laufgänge auf den ausge- leglen Balkenlagen,
c) unvorsichtigem Herunterschaffen von Materialabgängen u. s. m.
d) in Herabwersen von Gegenständen, entgegen der Vorschrift des § 26 der Unfallverhütungsvorschristen.
An 71 Unternehmer oder deren Stellvertreter erging die schriftliche Aufforderung, die bei der Revision Vorgefundenen Mängel an Gerüsten u. s. w. binnen einer bestimmten Frist vorschriftsmäßig zu beseitigen. Die hierzu auf Vorschlag
eines Mitgliedes der Finanz- und Vaukommission einge- sührten Aufforderungsscheine haben sich bewährt.
Zwei Unternehmer wurden wegen Außerachtlassung der Unfallverhütungsvorschristen mit einer Geldstrafe von 10 und 60 Mk. belegt, außerdem wurde die BaugewerksberufSge- noffenschaft hiervon in Kenntnis gesetzt.
Nach dem von der Königlichen Polizeidirektion geführten Verzeichnisse ereigneten sich im Ganzen 66 Unfälle und zwar 61 leichter und 5 schwerer Art. Von den letzteren gelangten 3 zur amtlichen Kenntnis der Baupolizei. In einem Falle trat eine Mörtelträgerin auf die Einzelbretter der Zwischendecke, brach durch und erlitt einen Bruch des linken Fußgelenks. Dieser Unfall ereignete sich an einem vom Bauunternehmer Keunecke aufgeführten Neubau in der Lamboy- straße, an dem ferner einige Monate später ein Tagelöhner durch ein aus dem 4. Stockwerk herabgeworfenes Gerüstholz (Hebel) auf der Stelle getötet wurde. Sodann bleibt der am 3. Oktober erfolgte schwere Bauunfall auf den Dunlopwerken noch zu erwähnen, bei welchem durch den Umsturz der Dachbinder 4 Menschen mehr oder weniger schwer verletzt wurden und 4 weitere ihren Tod fanden. Bezüglich dieses Unfalles schwebt z. Zt. das gerichtliche Ermitttelungs- v erfahren.
Hanau, 1. Januar 1907.
* Kgl. Zeichenakademie. Aus dem Jahresbericht für 1906 ist zu ersehen, daß der Staatszuschuß für die Unterhaltung der Anstalt 78 861.20 Mk. betrug, die Einnahmen aus Schulgeldern rc. ergaben 12 456.47 Mk. Die Ausgaben betrugen: für Lehrer- und Reamtenbesoldungen und Remunerationen 62 036.45 Mk., für Unterhaltung des Gebäudes und seiner Umgebung 4331.58 Mk., für Unterrichtsmittel, Heizung, Beleuchtung und sonstige sächliche Ausgaben 19 730.73 Mk.
• Evangelischer Bund zur Wahrung der deutsch-protestantischen Interessen. Wie bereits angekündigt wurde, findet am Sonntag den 30. d. Mts. im Eichenwalde des Röthelberges (5Minuten von der Haltestelle Bruderdiebacherhof an der Kleinbahn Hanau- Hüttengesäß) um 3*/2 Uhr nachmittags ein Waldfest statt, wozu die evangel. Familien des Stadt- und Landkreises herzlichst eingeladen werden. (Bei plötzlich eintretender ungünstiger Witterung findet die Versammlung im großen Saale von Gasche's Felsenkeller in Langenselbold statt.) Vom Zentralvorstand wird Herr General-Sekretär Hüttenrauch aus Halle a. S. sprechen und zwar über: „Wozu ein Evangelischer Bund?" und „Bilder aus der evang. Bewegung in Oesterreich." Der Kirchengesangverein zu Langendiebach und Langenselbold und eine Musikkapelle haben bereitwilligst ihre Mitwirkung zugesagt. — Für Erfrischungen haben Gastwirte aus Langenselbold zu sorgen übernommen. Abfahrt von Hanau nach dem Bruderdiebacherhof um 3 Uhr. Rückfahrt 7.31 (Sonntagsrückfahrkarte 3. Klaffe 50 Pfg.).
* Turnspiele der Wrauen-Abteilung des Turn- und Fechtklubs. Nachdem das Winterturnen des Turn- I und Fechtklub mit dem am 2. Mai abgehaltenen und in allen seinen Teilen wohlgelungenen Schauturnen der verschiedenen Abteilungen seinen Abschluß erreicht hatte,? bezog die Frauen-Abteilung wieder den Spielplatz an der „Schönen Aussicht", der ihr auch in diesem Jahre in entgegenkommen- der Weise von dem 1. Hanauer Fußballklub 1893 zur Verfügung gestellt worden ist. Hier entwickelte sich bald wieder ein reges turnerisches Leben. Die mannigfachsten Turnspiele, wie Faustball, Schleuderball, Schlagball, Tamburinball, sowie andere Spiele werden mit Eifer geübt. Zur Pflege des in letzter Zeit so beliebten Lawn - Tennisspieles ist bereits im vorigen Jahre ein Platz angelegt worden. Der dringenden Forderung von Behörden, Aerzten und Lehrern Beachtung schenkend, den schulpflichtigen Kinder auch außerhalb der Turnstunden Gelegenheit zu geben, das Bewegungsspiel zu pflegen, hat der Turn- u. Fechtklub in diesem Jahre im Anschluß an seine Frauen-Abteilung auch eine Spielabteilung für größere Mädchen errichtet und ist die Beteiligung an derselben eine recht erfreuliche. Die Spielstunden für beide Abteilungen werden Montag und Donnerstag von 6 Uhr an abgehalten und erleiden durch die Sommerferien keine Unterbrechung. Anmeldungen werden auf dem Spielplätze ent- | gegengenommen. Durch die überaus günstige Lage des Spiel- i Platzes an der „Schönen Aussicht", ist den Angehörigen und allen denen, die sich für das Jugendspiel interessieren, Gelegenheit geboten, den Spielen zuzusehen und hofft die Leitung, daß hiervon recht ausgiebiger Gebrauch gemacht werden möge.
* Abouuementskonzerte. Wie uns mitgeteilt wird, finden im Oktober und November seitens der hiesigen Infanterie-Kapelle mehrere Abonnements-Konzerte statt. Dieses Vorhaben ist schon aus dem Grunde zu begrüßen, weil dadurch die Gefahr, sein Geld los zu werden
und keine Konzerte dafür zu bekommen, ausgeschlossen ist? auch bietet dieses Vorhaben die sichere Gewähr, von den Veranstaltern der Konzerte stets ein gutes Programm in künstlerischer Ausführung zu hören, wodurch die hoffentlich große Zahl der Abonnenten in jeder Weise zufrieden gestellt werden.
* Befördert. Zahlmeister-Aspirant Schraag im Thüring. Ulanenregiment Nr. 6 wurde unter Beförderung zum Zahlmeister in das 2. Bataillon deS Jnfanterie-Regmts. Nr. 88 nach Mainz versetzt.
* Postpersonalien. Dem Postverwalter E d e l in Langendiebach wurde der Charakter „Postsekretär" verliehen.
* Stenographentag. Der hessisch-nassauische (Main- Rheingau-) Verband Gabelsberger'scher Stenographen hält Sonntag den 7. Juli im „Englischen Hof" zu Bingen a. Rh. seinen diesjährigen Stenographentag ab. Am Vormittage findet das Wettschreiben und dann eine öffentliche Versammlung statt, in der Herr Prof. D. Wimmer aus Zweibrücken die Festrede halten wird. Für den Nachmittag und Montag sind Ausflüge in die herrliche Umgebung vorgesehen. Am vorausgehenden Samstag abend werden in einer Vertreterversammlung die laufenden Verbandsgeschäfte erledigt. Die Teilnehmerzahl verspricht umsomehr eine recht große zu werden, als infolge der schwebenden Einheitsbestrebungen die Stenographen einer sehr wichtigen Zeit entgegen gehen. Darum ist auch die Frage interessant, die der Festrede zu Grunde liegt: Dachte Gabelsberger an ein Einheitssystem?
* Kurort Wilhelmsbad. Morgen nachmittag von 4 Uhr ab, findet zu Wilhelmsbad große- Konzert statt.
* Gold-Schnipfier in Pforzheim Nach längerer eifriger Tätigkeit ist es der Kriminalpolizei in Pforzheim gelungen, eine Gesellschaft von 8 Personen nach und nach zu verhaften, von denen 5 schon längere Zeit in den Geschäften, in denen sie beschäftigt waren, Gold und Silber teils in rohem Zustand, teils in halbfertiger Ware entwendeten, während die drei andern Verhafteten das Gestohlene als Hehler an sich brachten. Der seit einiger Zeit schon festgenommene Fabrikant Schlegel scheint das Haupt der Gesellschaft zu sein, bei dem es sich auch um Hehlerei im Betrage von vielen tausend Mark handeln dürfte. Die Verhafteten wohnen zumeist in Pforzheim und im Stadtteil Brötzingen.
* Sehenswürdigkeiten. „Museum der Wetteraui- schen Gesellschaft" (Altstädter Schloß, eine Stiege hoch): Geöffnet an Sonn- und Feiertagen vormittags von 11 bis ^il Uhr. Kindern ohne Begleitung Erwachsener ist der Eintritt nicht gestattet. — „Museum des Hanauer Geschichtsvereins" (Altstädter Rathaus, eine Stiege hoch): Geöffnet an Sonn- und Festtagen vormittags von 11—12^8 Uhr. Kinder unter 12 Jahren haben keinen Zutritt.
* Das Hahuenkammhaus ist täglich geöffnet.
* Bon den Apotheken ist morgen nachmittag von 2—9 Uhr die Einhorn-Apotheke geöffnet.
* Parolemusik. Die Ulanenkapelle spielt morgen mittag im Schloßgarten folgende Stücke: Ouvertüre zur Oper „Die weiße Dame" von Boildieu; „Das Herz am Rhein!" Lied von Hill; „Ninetta-Walzer" von Linke; „Aus einem Stamm- bnch" Potpourri von Schreiner; „Per aspara ad astra", Marsch von Urbach.
* Kaufmännischer Verein. Am Donnerstag den
4. Juli d. I. findet im Garten der Stadt Bremen eine gemütliche Familienzusammenkunft in Gestalt eines kleinen Gartenfestes statt und wird bei dieser Gelegenheit die Gesangsabteilung zur Vergrößerung des Programms beitragen.
* Ausflug. Die 4. Kompanie der Freiwilligen Feuerwehr unternimmt morgen Sonntag einen Ausflug durch das Steinbachertal, Johannesberg nach Aschaffenburg. Abfahrt Hanau-Ost 12 Uhr 6 Min.
* Buchberg-Aussichtsturm Von einer dem Projekt sympathisch gegenüberstehenden Seite sind eine Anzahl Ruhebänke für den Buchberg gestiftet worden, die auf dem für den Aussichtsturm vorgesehenen Platze zur Ausstellung kommen sollen. — Am Sonntag den 14. Juli wird der Buchbergverein einen Familienausflug nach dem Buchberge veranstalten. Näheres über die Veranstaltung wird noch bekannt gegeben.
* Eine ungarische Geigertruppe wird auf ihrer Weltreise am Freitag den 5. Juli im Saalbau Deutsches Haus gastieren. Große Abwechselung in Musik, Solo- und Chorgesang, außerdem choreographische Genüsse werden unk geboten. Bezaubernd reich an Lichteffekten und Verwandlungen ist die Aufführung: Ein Traum von Licht und Schönheit. Die Landestrachten, besonders die der Damen sind schmuckvoll und volkstümlich. Die Truppe hielt «inen wahren Triumphzug durch die Schweiz, die Mederlande Frankreich rc.
* Ein aufdringlicher Bettler. Am 27. ds. abends erschien in einem Konfiturengeschäft bettelnd eine männliche i Person und ersuchte um Ueberlaffung von 20 Pfg. Als ihm