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SV. Oktoveil

SamstäH

Mit 8

* Stadttheater. Es fei nochmals darauf hingewiesen, oaß die am Sonntag nachmittag stattfindende Aufführung vonS t a a t 8 a n w a l t A l e x a n d e r", dem ungemein fesselnden Schauspiel Karl Schüler's, in derselben ersten Be­setzung wie bei den bisherigen Vorstellungen erfolgt. Am Sonntag abend geht William Shakespeares Trauerspiel in 5 AktenKönig Lear" in Szene. Auch dieses Drama wird auf das Sorgsamste vorbereitet und gibt Herrn Gommer hier zum ersten Male Gelegenheit, sich als Re- gisseur zu betätigen, gleichzeitig wird derselbe auch bie, Titel­rolle spielen. Der 4.Literarische Abend" am Dienstag den 29. bringt Gerhard Hauptmannes DramaE l g a" in I hervorragender Inszenierung und Besetzung. Die Abonnen­ten werden ersucht, die Quittungskarten für die II. Serie während der Kassenstunden von 111 Uhr vormittags und 45 Uhr nachmittags bis Samstag den 26. d. M. an der Theaterkasse einzulösen.

* Stadttheater. Vorgestern fand in Homburg v. d. Höhe die Eröffnung der diesjährigen Spielzeit unter der neuen Theaterdirektion des Herrn Adalbert Steffter statt. Zur Aufführung gelangte KadeldurgsF a m i l i e n t a g". Das total ausverkaufte Haus war in höchst animierter Stimmung und zeichnete die Hauptdarsteller, besonders Herrn Direktor Steffter in seiner Prachtdarstellung des Ludolf durch starken Beifall aus. Der Vorstellung ging eine Jubel- ouverture und ein von Frl. Rohn-Ressel gesprochener Prolog voraus.

* Parolemusik. Die Ulanenkapelle spielt morgen mittag im Schloßgarten folgende Stücke:Standartenweihe", Marsch von Gabriel; Militärische Lustspiel-Ouvertüre, von H. Kling;Ninetta"-Walzer von P. Linke;Kasinolied" von Holländer;Leib-Husaren", Charakterstück von Kästner.

* Verlegung des Kinderhorts. Für den Kinder­hort hat die Stadtv.-Versammlung in ihrer vorgestrigen Sitzung im Einverständnis mit dem Magistrat die bisher (von der kaufmännischen Fortbildungsschule und der Familie Marr innegehabten Räume im Hochreuterschen Grundstück zur Verfügung gestellt.

* Unsere katholischen Mitbürger seien noch ein­mal auf den morgen abend V8 Uhr in derCentralhalle" stattfindenden Volksbildungsabend aufmerksam ge­macht. (Siehe Inserat.)

* Der KlubAmieitia" begeht am 2. November in derCentralhalle" sein 10jähriges Stiftungsfest, für bessert besten Verlauf ganz besonders sorgfältige Vorbe­reitungen getroffen sind. DaS Programm weist wirkungs­volle Couplets, theatralische Aufführungen, Duett, Derzeit, einen Tilophonvortrag u. a. m. auf. Auch das Hanauer Sängerquartett hat seine Mitwirkung zugesagt. Die Musik wird von einem Teil der Ulanenkapelle ausgeführt. Es dürfte den Besuchern also beste Unterhaltung bevorstehen. Karten sind erhältlich in der Papierhandlung Ludwig Speitel, Ältst. Markt, und in der Zigarrenhandlung Karl Wißner, Bangertstraße. Am Sonntag den 3. August findet Familien? ausflug inS Gasthaus zum Anker in Großauheim statt.

* Das Kaiserpanorarno führt uns kommende Woche in die ob ihrer entzückenden Naturschonheiten weithin bekannte sächsische Schweiz und der Beschauer kann hier bequem und für wenig Geld den Anblick von lieblichen Städtebildern, Berg- und Landschaftsszenerien prächtigster und mannigfaltigster Art genießen, den er sich sonst nur durch anstrengende Wande­rungen verschaffen könnte. Auch interessante Brücken- und Festungsanlagen bieten sich dem Auge dar.

* Diebstahl. Aus einem Garten der Augustastraße wurden in der vorverstossenen Nacht etwa 80 feinere Herren­hemden, gezeichnetH. H." undK.", gestohlen. Sach­dienliche Mitteilungen wolle man an die Kgl. Polizei- I direktion, Zimmer Nr. 1, gelangen lassen.

* Erbrochen. In den letzten Nächten wurde der Hasenstall eines Bewohners der Philippsruher Allee mehr­mals erbrochen. Jedenfalls sind jugendliche Diebe daran beteiligt.

* Zechprellerei und Beleidigung. Im gestrigen Strafkammerbericht wurde unter obiger Spitzmarke als Tat­ort die Wirtschaftzur Rosenau" genannt. Dies beruht auf einem Irrtum.

* Bon den Apotheken ist morgen nachmittag von 29 Uhr die Hof-Apotheke geöffnet.

* Das Hahnenkammhaus ist nur Sonntags geöffnet.

* Nachkirchweihseste werden morgen in Langen­diebach, Oberissigheim, Ravolzhausen und Rückingen abgehalten.

* 14» Stiftungsfest der Viktoria. Samstag den 2. November begeht der Hanauer F.-Kl. Viktoria 1894 die Feier seines 14. Stiftungsfestes im Saalbau zum Deutschen HauS. Die Vorbereitungen für das Fest sind schon längere Zeit getroffen, auch der Gesangverein Fröhlichkeit hat seine Unterstützung dem Klub zugesichert, sodaß den Besuchern ein genußreicher Abend in Aussicht steht. Liste zirkuliert, auch sind Karten im Vereinslokal zum gold. Rad erhältlich.

* Stiftungsfest. Der 1. Hanauer Kellnerbund seiert heute (Samstag) in den Sälen zumDeutschen Haus" sein 3. Stiftungsfest.

* Berbandswettspiele im Mittelmaingau. Morgen treffen sich im Retourspiel die 3. Mannschaften von Hanau 1893 mit denen von Offenbach Kickers. Die 1. und 2. Mann­schaften spielen auf dem Sportplatz an der Schönen Aus­sicht, während das Spiel der oben erwähnten Mannschaften in Offenbach ausgetragen wird. Offenbach Kickers, der sich durch seinen überlegenen Sieg mit 5 : 0 Toren über Hanau Victoria als der schärfste Gegner von Hanau 93 erwiesen hat, stellt eine vorzügliche Mannschaft und wir wollen nicht verfehlen, auf den interessanten Weltkampf, der sich morgen um 3'/» Uhr au der Schönen Aussicht abspielen wird, hinzu­weisen.

* Hanauer Orpheum. Der Direktion ist es gelungen, für nächsten Sonntag wieder ein ausgezeichnetes Programm aufzustellen. Nante Delkiseur ist da und wird derselbe dem Humor und der Satire die Zügel schießen lassen, sodaß den Besuchern die Zeit nur allzu schnell vergehen wird.

* Im Frankfurter Bau findet Samstag, Sonntag und Montag großes Oktoberfest statt, wobei alles aufge­boten wird, diè Gäste auf das beste zu unterhalten; ein Be­such ist zu empfehlen.

* Wiener Spitze. Morgen nachmittag und abend finden 2 große Varietee-Vorstellungen mit vollständig neuem Pro­gramm statt.

-- Langendiebach, 25. Oktober. (Nachkirchweih Neuer Fußweg.) Nächsten Sonntag den 27. Oktober findet hier die Nachkirchweih statt. Wir wollen noch darauf aufmerksam machen, daß an diesem Tage die Kleinbahn einen Extrazug ab Langendiebach 10 Uhr abends eingelegt hat. Der Verkehr am vergangenen Sonntag war ein sehr starker, viele konnten kein Plätzchen mehr erhalten. Auch die Tanz­lokale waren überfüllt. Unsere Wirte und auch die Buden­besitzer sollen mit ihren Einnahmen zufrieden sein, was ihnen für die gehabte Mühe zu gönnen ist. Zur Zeit wird an der Straße von Hanau nach Langendiebach, am Waldessaum entlang, ein prächtiger, ziemlich breiter Fußweg angelegt, der nach Fertigstellung von dem Publikum sicher gern begangen werden wird.

Sprechfaul.

Straßenbeleuchtung in Langendiebach.

Zum Eingesandt vom 23. Oktober in Nr. 248 ds. Bl. glauben wir nochmals Stellung nehmen zu müssen. Zunächst freut es uns, daß der Herr Verfasser dieses Artikels eben­falls der Ansicht ist, daß unserem Orte eine bessere Beleuch­tung not tut und tritt dann mit Wärme für die Errichtung eines Gaswerkes ein Auch wir sind der Meinung, daß ein Gaswerk, wenn auch die Anlage eine sehr kostspielige ist, in den späteren Jahren weit besser rentieren wird als ein Elektrizitätswerk. Aber hat denn der Herr Verfasser einmal hinter die Kulissen der Gemeindevertretung geschaut? Wenn nicht, dann raten wir ihm dazu, er wird dann schon bald erfahren, wie die Herren Gemeindevertreter zu einem Gas­werk Stellung nehmen.

Ferner sagt nun der Herr Verfasser, daß ein eigenes Elektrizitätswerk sich hier nicht rentieren würde, bleibt aber für seine Behauptung den Nachweis schuldig. Nein, ver­ehrter Herr, wir wissen bestimmt, daß Elektrizitätswerke auch ohne Verwendung von Wasserkraft in noch kleineren Gemeinden wie Langendiebach sich als rentabel erwiesen haben. Dafür können wir zu jeder Zeit Beweise bringen.

Nun heißt es ferner, mit einem Anschluß an das Gas­werk Langenselbold wäre uns eher gedient, denn ein solcher Anschluß kostet unserer Gemeinde auch nicht einen Pfennig.

Letzteres glauben Sie, verehrter Herr Gaswerkschwärmer, wohl selbst nicht. Wo kann ein Gaswerk, dazu noch ein neu errichtetes, eine Rohrleitung von ca. 6 Kilometer Länge ohne jeden Pfennig Kosten legen? Wenn nun tatsächlich das Gaswerk Langenselbold die kostenlose Rohrlegung zuge­stehen würde, dann würden zweifellos die entstandenen Kosten auf andere Weise wieder in Anrechnung gebracht werden müssen. Von einem Anschluß an das Gaswerk Langenselbold müssen wir aus naheliegenden Gründen, die wir hier nicht erörtern wollen, überhaupt absehen.

Wollen wir ein Gaswerk errichten, dann wäre in Er­wägung zu ziehen, ob sich vielleicht unsere Nachbargemeinden Ravolzhausen und Rückingen an diesem Unternehmen be­teiligen wollten. Beide Orte liegen nur 2,6 bezw. 2 Kilo­meter von Langendiebach entfernt und ein gemeinsames Gaswerk für diese 3 Ortschaften, mit der Zentrale in Langendiebach als Mittelpunkt, wäre unstreitig ein sehr rentables Unternehmen. Zur Zeit wird ein solches Gaswerk 1 für die Orte Soden (Kr. Schlüchtern), Salmünster und Wächtersbach, mit der Zentrale in Salmünster als Mittel­punkt, von einer sehr leistungsfähigen Gaswerksgesellschaft in Frankfurt a. M. hergestellt. Auskunft über diese Gas­zentrale würde sicher bereitwilligst Herr Gaswerk-Ingenieur Hofmann in Salmünster erteilen. Möchten doch die Ge­meinden Langendiebach, Ravolzhausen und Rückingen in dieser Angelegenheit gemeinsame Schritte tun und die Beleuchtungs­frage dieser Orte würde sicher bald eine glückliche Lösung finden. Denn eine bessere Beleuchtung in den drei Ort­schaften, in welchen sich überall Industrie befindet, würde als ein kultureller Fortschritt allerseits mit Freuden begrüßt werden.

Einer im Namen vieler.

SpmAcke des Allgemeinen Deutschen Sprachvereins.

Zweigoerein Hanau.

Service und Geschirr.

Teeservice, Kaffeeservice, Fischservice, Porzellanservice, das sind so die Wörter, die unsere Hausfrauen Tag für Tag gebrauchen und die man allenthalben noch in den Zeitungs­anzeigen und den Läden findet. Gehört aber nicht auch dieses alltägliche Fremdwort zu denen, die wirklich ganz entbehrlich sind? Kann man nicht ebensogut von einem Teegeschirr, Kaffeegeschirr, Fischgeschirr, Porzellangeschirr sprechen? Oder will man da wieder tüfteln und sagen, in der Wendungdas Kaffeegeschirr abräumen" bedeute dieses Wort eben nur die Teile, die gerade auf dem Kaffeetisch stehen; das Kaffeeservice aber umfasse alle Teile, auch die, die vielleicht zufällig heute nicht benutzt werden? Das wäre lächerlich! aber es gibt eben solche Leute, die mit Verlaub! die Flöhe husten hören. Trotzdem kann die Braut, der die sorgende Mutter ein Porzellangeschirr für 12 Personen zur Aussteuer gibt und der eine reiche Freundin ein hübsches Teegeschirr schenkt, ebenso zufrieden sein wie die, die meint, nur mit Servicen zu tun haben zu müssen. Die echte deutsche Hausfrau braucht kein Service und wird nebenGeschirr" auchGerät" und unter UmständenBesteck" und andere deutsche Wörter in geschickter Abwechselung zu benutzen wissen-

Die städtische Bibliothek

Gärtnerstraße 67 (alte Zeichenakademie) ist Sonntags, Mrtd wochs und Samstags von 11 bis 1 Uhr zur kostenfreien Benutzung für das Publikum geöffnet. Gesamtkata­loge sind in der Bibliothek zu haben.

Ocffentlicher Wetterdienst.

(Beobachtungen des Physikalischen Vereins, Frankfurt.) Voraussichtliche Witterung für die Zeit vom Mb ent

des 26. Oktober bis zum nächsten Abend.

Morgen ziemlich trübe und regnerisch.

EiterariTcbes.

* Die neueste Nummer derDeutschen Gold- fchrrriede-Zeiturrg" (Verlag von Wilhelm Diebener in Leipzig ist zu einer S p e z i al n u m m e r ausgestaltet wor­den, welche der Edelsteinbranche gewidmet ist. DieStein- Nummer" enthält eine Reihe interessanter Aufsätze über das Edelstein-Gewerbe, die durch vornehme, künstlerische Ab­bildungen unterstützt werden. Auch überaus instruktive, tech­nische Illustrationen sind beigefügt. Aus dem trefflichen Inhalt seien kurz folgende Artikel erwähnt:

Das Edelstein-Gewerbe als Kunst-Gewerbe" von Pro­fessor R. Rücklin.

Ein Aufsatz mit vielen technischen AbbildungenUeber die Herstellung der Kameen".

Die Kunst- und Schmuckstein-Jndustrie in Böhmen" mit 3 Werkstättenabbildungen.

Ein Artikel überDie Preisbestimmung echter Perlen" usw. Ferner enthält die Nummer eine prächtige Tafel mit Weiß- juwelen-Schmuckentwürfen, eine Tafel mit den bekanntesten Schliff-Formen der Schmucksleine, einige Bilder, die das Steinschleifen darstellen und die dem neu erschienenen Buch The Gem Gutters Craft" usw. entnommen sind.

Fundet, Gewerbe und Verhebt.

Marktbericht.

H an a u, 26. Oktober. (Lebensmittelprelse.) Geflügel: Tauben, das Pärchen 0.80 bis 0.90 M.; ein alter Hahn 1.602. Mark; ein junger Hahn 0.90 bis 1.20 Mk.; ein Huhn 1.60 bis 2. Mark; eine Ente 2.00 bis 2.50 Mark; eine Gans 3.50 bis 4.20 Mark; Gans, gerupft, Pfennig, V» Kilogramm; Fische: gewöhnl. Sorte 35 Pfennig, bessere Sorte 40 Pfg., Aal 0.90-1.- Mk., Hecht 1.20 Mk., Bresem 60 Pfennig, Barben 70 Pfennig, Barsch 607 0 Pfg. Karpfen Mk., Vs Kilogramm. Gemüse: Meerrettich die Stange 2030 Pfg., Spargel, Pfund Pfg., Blumenkohl, b. St. 2040 Pfg., Kopfsalat, St. 510 Pfg., Endivien, daS Stück 810 Pfg.; Rettich, das Stück 510 Pfg.; Ober- Kohlrabi, das Stück 58 Pfg.; Unter-Kohlrabi 1015 Pf., Wirsing, d. Stück 510 Pfg; Weißkraut, d. Stück 1020 Pfg., Rotkraut, das Stück 1030 Pfg., Sellerie, das Stück 1020 Pfg.; Gurken, St.. Pfg.; Gurken zum Ein­machen das Hundert. Mark; gelbe Rüben, das Bündel 10 Pfennig; Neue Erbsen, daS Pfund Pfg., neue Bohnen, das Pfd. 3035 Pfg., Braunkohl 2030 Pfg., Rosenkohl, Pfd. 3035 Pfg., Schwarzwurzeln, 1 Port. 2530 Pfg., Spinat, die Port. 20 Pfennig, Schmalzkraut, die Portion 10 bis 20 Pfennig; Kartoffeln, das Doppelliter 10 Pfennig. Obst: Trauben, Pfund 2530 Pfg.; Himbeeren, V* Liter Pfg., Heidelbeeren, das Vs Liter Pfennig, Aepfel, das Pfund 15 bis 30 Pfennig; Birnen, das Pfund 1530 Pfg., Zwetschen, d. Hund. 2535 Pfg., Nüsse, b. Hund. 3040 Pfg., Pfirsiche, das Pfand 2050 Pfennig, Citronen, das Stück 58 Pfg., Apfelsinen, das Stück 0 00 Pfennig; Paradiesäpfel, Pfund 1520 Pfennig. Verschiedenes: Butter, das Pfund 1,30 bis 1,40 Mk.; Käse, 1 Stück 46 Pfennig; Eier, Stück 610 Pfg.; Gänseeier, Stück Pfg., Zwiebeln, Doppell. 20 Pfg.; Welschkorn,. Pfg., Radieschen, das Bündel 10 Pfennig; Kastanien, Pfund 25 Pfg., Weizenmehl, 1. Sorte 20 Pfennig; 2. Sorte 18 Pfg.; 3.' Sorte Pfennig. 1 Spansau 46 Mk.

Hus Hab und fern.

W. Castel, 26. Oktbr. In der Nähe von Wabern, woselbst neulich ein unbekanntes Fräulein aus dem Frank­furter Schnellzug stürzte und den Tod fand, erschoß sich ein unbekannter Herr. Man nimmt an, daß eS der Bräutigam jenes Fräuleins ist.

Bilstein, 25. Oktbr. Das Projekt, die Eisenbahn Wächtersbach-Birstein in den höheren Vogelsberg weiterzu- führen, hat sich, wie dieFrkf. N." mitteilen, vorerst zer­schlagen, da sich dem Plane große Schwierigkeiten entgegen­stellten. Dafür soll die seitherige Postwagenverbindung zwischen Birstein und Lichenroth durch eine dreimal täglich verkehrende Automobilomnibusverbindung ersetzt werden.

Fulda, 24. Okt. Gegen die Mäuseplage hat man im hiesigen Kreise mit Erfolg den Strychninhafer angewandt. Schon wenige Stunden nach dem AuSlegen des Mittel« konnten die Landwirte viele tote Mäuse auf dem Felde liegend konstatieren.

)( Steinfurth a. d. Wetter, 25. Oktbr. Mehrere Herren der hessischen Regierung bereisten diese Woche ba8 Wettertal in Sachen des W e t t e r t a l - B ahnprojekt« Bad-NauheimRockenbergGriedel. Es waren bieS Mi­nisterialrat Süffert, Obersinanzrat Dr. Rohde, Oberbaurat Kilian, ferner Kreisrat Fey, Bürgermeister Dr. Kayser und ein Vertreter der Bahnbaufirma Lenz u. Co. Die projektierte Strecke mit den zu berührenden Orten wurde besichtigt. Die Bahn soll am Goldstein vom Bahnhof Bad-Nauheim ausgehen über Wisselsheim, Rödgen, Steinfurth, Oppers­hofen, Rockenberg und bei Griedel in Bahnstrecke Butzbach- Lich einmünden.

Velbert, 24. Oktbr. Ein großer Zug Kraniche, der auf der Reise nach dem Süden begriffen war, näherte sich