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VOM Blatt,

Bezugspreis»

BtaWflfW 1,80 Mk., monatlich 60 Pfg., für auL» »ärüge Wonnenten mit dem betreuenden Postaugchiaz.

Die einzelne Nummer lostet 10 Pfg.

Einrücknngsgebâhr ;

RotatL-rSdruck und Verlag der Buchdruckern oti verein.

General-Anzeiger

Amtliches Organ für Stadt- und Faudkreis Sanau.

te, Warenhauses in Hanau.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

Die jLnjgefpaltene Püttzeile oder deren tlan« 20 ^, im Reklamenteil die Zeile 35 Pfg.

Terantmortl. Redakteur: 9. Schrecker in H«,«.

Mk. 22 Fernsprechanschlntz Nr. 605»

Samstag den 26. Januar

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K<rnspr,chanschl«tz Nr. 605. 1907

Ar WiMmer mUt am» d.liiltndäWil«!!

14 Seiten.

Amtliches.

Eandkrets Ranau.

Rmtinchmzen des Mißlijt» LaslikatSiimts.

Da ein weiterer Fall von Tollwut oder Tollwutverdacht bei Hunden, die in der Gemarkung Bergen frei umherge­laufen sind, nicht vorgekommen ist, so wird die durch Be­kanntmachung vom 3. November 1906, V 8118 (Nr. 18 der Amtlichen Beilage zumHanauer Anzeiger") über die genannte Gemarkung verhängte Hundesperre vom 1. n. Mts. ab wieder aufgehoben.

Hanau den 19. Januar 1907.

Der Königliche Landrat.

J V 463 I. A.: Conrad, Kreissekretär.

In Bergen ist die Schweineseuche festgestellt worden.

Die Gehöstsiperre ist angeordnet.

Hanau den 25. Januar 1907.

Der Königliche Landrat.

V 641 I. A.: Conrad, Kreissekretär.

Stadtkreis Ranau.

Bekanntmachung.

Die Sitzung der Stadtvcrorvneten-Versaminlrmg am Donnerstag den 31. Januar 1907, findet nicht statt.

Hanau den 26. Januar 1907.

Der Sladtverordneten-Vorsteher.

J. D.: (ge;.) Schroeter. 2084

Hus Ranau Stadt und Eand.

Hanan, 26 Januar.

* Kaisers Geburtstag der Garnison Hanan. Heute abend 7 Uhr findet großer Zapfen st reich der beiden Musikkapellen und sämtlicher Spielleute statt. Der Zapfenstreich versammelt sich 6.45 Uhr abends auf dem hinteren Kasernenhofe des Infanterieregiments und marschiert durch die Rosenstraße, Nürnbergerstraße, Marktplatz, Nömerstraße, Frankfurterstraße, Vorstadt, Frankfurterlandstraße, (zwischen den Wohnungen des Garnisonältesten und des Kommandeurs des Ulanenregiments werden Musikstücke und das Gebel ge­spielt) Vorstadt, Hospitalstraße, Bangertz Paradeplatz bis vor die Kaserne, wo abgeschlagen wird. Morgen, Sonntag den 27. Januar, findet Wecken st att, ausgeführt durch die Musikkapelle und sämtliche Spielleute des Infanterie­regiments 166. Die Kapelle versammelt sich um 7 Uhr und nimmt ihren Weg über den Paradeplatz durch die Sternstraße, Frankfnrlerstraße, Krämerstraße, Marktplatz (hier wird ein Choral gespielt) Schloßstraße, Marienstraße, Kleine Hainstraße, Vorstadt, Hospitalstraße, Bangert nach der Kaserne. Um 8.15 Uhr findet F e st g o tt e s d i e nst in der ev. und kath. Kirche statt. In der Marienkirche spielt die Ulanenkapelle, in der katholische Kirche die Jnfanteriekapelle. Um 12 Uhr mittags wird Parade zu Fuß auf dem Paradeplatze logehalten.

* Versetzt. Zahlmeister Bulle vom Thüring. Ulan.- Regt. Nr. 6 zum 1. Bat. Füs.-Regts. Nr. 80.

* Sèadttheater. Zur Feier des Geburtstages Sr. i Maststat des Kaisers findet, wie schon gemeldet, morgen */»7 U Jr eine Festvorstellung statt. EineFestouvertüre", aus- geführt von der gesamten Kapelle des Inf. - Regis. Reffen* Homburg Nr. 166, wird die Feier einleiten, worauf ein von Herrn Hauser gesprochenerProlog" folgt. Hierauf geht das reizende Lustspiel Schönihan und Koppel-Ellfeld's :Die g old ne Eva" neu einstudiert in Szene. Das Werk zählt den beliebtesten Repertoirstücken aller Bühnen und dürfte auch morgen wieder die beste Aufnahme finden, zumal die Haupt­rollen in der denkbar günstigsten Weise besetzt sind. In der Titelrolle erhält Frl. Sarno wieder Gelegenheit, die glän- zenden Vorzüge ihrer künstlerischen Begabung für das Lust- lpltl in ganz hervorragender Weise zu entfalten. AlsPeter" wird ihr Herr P u st a r ein schätzenswerter Partner sein. DerSchwetzingen" des Herrn Gehrmann ist als eine vorzügliche Leistung bekannt und in der Rolle desZeck" hat Herr Nygrin eine dankbare Aufgabe erhalten. Für den LehrfungenFriedl" wird Frl. Berger eintreten, die Barbara" spielt Frau Reinhardt, die GräfinAgnes"

Frl. Macdonald und den AltgesellenChristoph" Herr Matter. Die Regie führt Herr Pu st ar. Der Vor­verkauf findet heute Samstag nachmittag von 45 Uhr statt.

* ^üürimflen durch die Niug-AusfteAuuq in der Königs. Zeichenakademie. Es wird beabsichtigt, Führungen durch die Ring-Ausstellung in der Zeichenakademie zu veranstalten und zwar solche für Minderbemittelte gegen 20 Pfg. Eintrittsgebühr morgen Sonntag, Führungen zu 50 Pfg. Eintrittspreis am nächsten Montag und Dienstag. Karten sind in den Hofbuchhand­lungen zu den angegebenen Preisen zu haben. Da stets nur höchstens 20 Personen in ihrem eigenen Interesse zu einer Führung zugelassen werden können, empfiehlt es sich baldigst Karten zu bestellen. Es gelten:

Nr. 201220

zur Führung Sonntag

10-11 Uhr,

ff

221240

ff ff ff

11 12

ff

241260

ff ff V

20 Pfg. Eintritt, zur Führung Montag

121

ff

Nr.

261280

10-11

Uhr,

w

281300

ff ff ff

11-12

ff

301320

ff ff II

121

If

n

321340

Dienstag

1011

ff

341360

1112

ff

ff

861380

50 Pfg. Eiutri tt.

121

st

Mittwoch wird die

Ausstellung geschlossen

werden.

* Maskenball des Vereins Einiftkeit. Der Verein Einigkeit hält seinen Maskenball in dem SaaleZum deutschen Hause" ab, und zwar Sonntag den 10. Februar 1907. Derielbe beginnt um V^ Uhr und findet Demaskierung um V»8 Ubr statt, von 8 Uhr. an beginnt eine karnevalistische Unterhaltung, welche nach allen Seiten eine recht reichhaltige sein wird.

* Von den Apotheken ist morgen nachmittag von 39 Uhr die Altstadt-Apotheke geöffnet.

* Das Hahnenkammhaus ist mit Sonntags geöffnet.

* Konzert. Wie schon bekannt sein dürfte, findet jeden Sonntag von morgens 11 Uhr und nachmittags von 4 Uhr ab in derRestauration Germania" großes Konzert statt. (Näh. Inserat.)

* Maskenball. Die Vergnügungs-GesellschaftFidelio" hält am 2. Februar im Saalezur Stadt Bremen" ihren Maskenball ab. DaS Programm ist sehr reichhaltig und es dürfte ein volles Haus zu erwarten sein. Gleichzeitig be­schloß der Verein, am Sonntag den 3. Febr. einen gemein­samen Familienausflug zu veranstalten und zwar zum Gast­wirt Franz Schuhmann, Reffe! stabt (Gasthaus zum Anker.)

* 1. Hanauer ^uftbanflul, 1893, e. B. Den An­hängern und neuen Freunden des Fußballsportes diene zur Nachricht, daß morgen Sonntag ein erstklassiges Wettspiel auf dem Sportplatz an der schönen Aussicht stattfindet. Der 1. Hanauer Fußballklub hat mit dem Ludwigshafener Fuß­ballklubPfalz" um die Ehre der Meisterschaft des Nord­kreises des Verbandes südd. Fußballvereine zu kämpfen. Den Zuschauern wird sich wiederum ein sehr interessantes und schönes Spiel zeigen. Gerade an diesem Tage wäre es den neuen Sportsfreunden zu empfehlen, sich durch den Be­such des Wettspieles an der schonen Aussicht ein klares Bild über die Art des Fußballspieles zu verschaffen, und es wird dann eine nicht zu leugnende Tatsache sein, daß derjenige, der einmal den Sport mit seinen großen Reizen kennen ge> lernt hat und besonders vordem sein Urteil aus dem wilden Spiel der Straßenjungen undSonstigem" geschöpft hat, sich nach dem Besuche eines Spieles zweier regulärer Mann­schaften hingezogen fühlt, einem weiteren so interessanten Schauspiele in frischer freier Luft beizuwohnen.

Marktbericht.

Hanau, 26. Januar. (8 e b e n s m i t t e l p r e i s e.) Geflügel: Tauben, das Pärchen 0,80 bis 1.00 M.; ein alter Hahn 1.502.00 Mark; ein junger Hahn bis Mk.; ein Huhn 1.30 bis 1.60 Mark; eine Ente bis Mk.; eine Gaus bis Mk.; Gaus, gcr., das Pfd. 7075 Pfg.; Fische: gewöhnl. Sorte 35 Pfg., bessere Sorte 40 Pfg., Aal. Mk., Hecht i.OO1.20 Mk., Bresem bis Pfg., Barben Pfennig, Barsch 70 Pfg., ^2 Kilogramm. Gemüse: Meerrettich die Stange 1020 Pfg.; Blumenkohl, das Strick 2550 Pfg., Kopfsalat, Stück 1520 Pfg., Endivien, d. Slück 1020 Pfennig; Rettich, das Stück 35 Pfennig; Ober- Kohlrabi, daS Stück Pfg.; Unter-Kohlrabi 1020 Pf., Wirsing, das Glück 1020 Pfg; Weißkraut,-das Stück 20-40 Pfg., Rolkraut, das Stück 4050 Pfg., Sellerie, das Stück 1020 Pfg.; Gurken, St. Pfg.; gelbe Rüben, d. Bund 10 Pfennig; Neue Erbsen, Pfund Pfennig, neue

Bohnen, das Pfd. Pfg., Braunkohl, Portion 2030 Pfg., Rosenkohl Pfd.3540, Schwarzwurzeln, Pfd.30 Pfg., Spinat, 1 Pfd. 40 Pf., Schmalzkraut, Port. 1020 Pfg., Kartoffeln Doppelliter 1214 Pfg.; Obst: Trauben, Pfund 80 Pfennig, Aepfel 1 Pfund 2550 Pfennig, Birnen Pfund 0000 Pfg., Nüsse, das Hundert 40 Pfg., Pfirsiche, das Pfund. Pfennig, Citronen, das Stück 5 Pfennig; Apfelsinen, das Stück 4 bis 10 Pfennig; Paradiesäpfel, daß Pfund 60 Pfennig; Verschiedenes: Butter, das Pfund 1,10 bis 1,35 Mk.; Käse, 1 Stück 4^-6 Pfennig; Eier, Stück 613 Pfg.; Zwiebeln, 1 Pfund 10 Pfg.; Welschkorn, Doppelliter 23 Pfg., Radieschen, das Bündel 10 Pfennig, Kastanien, Pfund 20 Pfg. Weizenmehl, 1. Sorte 20 Pfennig; 2. Sorte 18 Pfg., 3. Sorte 16 Pfennig.

Oeffentlicher Wetterdienst.

Dien st stelle Weilburg (Landwirtschastsschnle). Voraussichtliche Witterung für die Zeit vom Abend des 20. Januar bis zum nächsten Abend.

Schnee, gelinder, keine erheblichen Niederschläge, langsam» Erwärmung.

Hus Hab und fern.

(:) Babenhausen, 25. Jan. Die Generalversammlung der Bezirkssparkasse Seligenstadt, welche gestern im hiesigen RathauSsaale unter dem Präsidium deS AufsichtSratSvor- sitzenden, Bürgermeister Krapp auS Sickenhofen, abgehalten wurde, erfreute sich vollzähliger Beteiligung sämtlicher Ver­treter aus den 33 Vereinsgemeinden der Kreise Offenbach unb Dieburg. Als Repräsentant der Aufsichtsbehörde fungierte .Kreisamtmann Dr. Stammler auS Dieburg. Das Ergebnis der Rechnungsprüfung pro 1904 die Großh. Oberrech­nungskammer zu Darmstadt hatte zu Revisionsbemerkungen keinerlei Veranlassung wurde, wie auch das ausgezeichnete Resultat der im März 1906 vollzogenen Kassenrevtsion, mit großer Befriedigung ausgenommen. Die aufgestellte IahreS- rechnung für 1905 kam zur Vorlage und führte zur Dechargen- erteilung an Herrn Sparkasserechner Burkard. Die Ver­mögensbilanz der Kasse balanziert mit nahezu 7 Millionen Mark in Aktiva und Passiva. Aus dem in 1905 erzielten Reingewinne wurden für Schwesternhäuser 4618 Mark sowie für die Handwerkerschulen zu Babenhausen und Urberach 420 Mark bewilligt. Die per Akklamation vorgenommenen Wahlen ergaben die Wiederwahlen der Vorstandsmitglieder Stadtrat Sprey und Gastwirt Piroth zu Seligenstadt und der Aufsichtsratsmitglieder Stadtrat Neubauer in Seligen­stadt und Bürgermeister Rühl in Babenhausen. An Stelle des aus dem Aufsichtsrat sâtzungsgemäß auSgeschiedenen Bürgermeisters Büttner zu Mühlheim wurde Bürgermeister Lammert zu Bürgel gewählt. An die Verhandlungen reihte sich imLöwen" ein gemeinsames Mahl, wobei Herr Kreis- amtmann Dr. Stammler den offiziellen Toast auf den LandeS- herrn ausbrachte.

][ Grotz-Steinheim, 25. Jan. Wegen des überaus starken Eisganges auf dem Maine mußten bereits sämtliche fliegenden Brücken der weiteren Umgebung abge ahren werden. Der Personenverkehr mit dem jenseitigen Ufer wird nur durch Kahnfahrten vermittelt. Der Fuhrwerksverkehr bleibt für die nächsten Tage unterbrochen resp. kann nur auf mitunter sehr bedeutenden Umwegen bewerkstelligt werden.

Zur Wahlbewegiing.

Hanau, 26. Januar.

* Das Wahlergebnis in Hanau. (Stichwahl zwischen LueaS und Hoch.) Der Wahlkreis Hanau- Geluhausen-Orb hat sich wiederum tapfer geschlagen. Mit Freude und Begeisterung haben alle vaterländisch gesinnten Männer das Ergebnis vernommen, daß ein Kandidat der bürgerlichen Parteien nun doch in die Stichwahl kommt, wozu die Hoffnung nur eine geringe war, da die Parole des Zentrums bekanntlich auf Wahlenthaltung lautete. Das günstige Resultat wäre vielleicht nicht erreicht worden, wenn nicht doch bei einer großen Anzahl Katholiken die bessere Einsicht gesiegt hätte und ihr Pflichtgefühl zum Durchbruch gelangt wäre, das sie antrieb, zur Wahlurne zu schreiten und ihre Stimme einem nationalen Kandidaten zu geben. Die Wahlbeteiligung war diesmal eine nie vorher gekannte, besondere Anerkennung gebührt dem Landkreise Hanau, der soweit die bürgerliche Wählerschaft in Betracht kommt, fast Mann für Mann Dr. Lucas wählte und nahezu alle Wahlberechtigten an die Wahlurne brachte. Auch m der Stadt Hanau haben durchschnittlich über 90 Prozent (genau 91,4) Wähler von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht. Be­denkt man, daß von den übrig bleibenden Wählern btt meisten wohl ohne eigene Schuld (Krankheit, Abwesenheit re.) ver-