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Hanauer K Anreiaer
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BtetefiiW IM Mk., monatlich 60 Pfg.. für suS» Mürtig» Stannaten mit dem betreii-adea PostimWe^ Die kürzet« Nummer kostet 10 Ug.
«âtirânL und Verlag der Buchdrucker« bei wrei*.
a, Baifenbaufei in Hanau.
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KAtlichts Orga« für Stadt- and Faadkrtis Sanaa.
Erscheint täglich mit Ausnahme der Srna- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.
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Die süvfgchsâut Petilzeil« »da beten Stam Ä W^ tat «eklameotÄ die Zrile 36 Pf-.
«aast»««. Nedakteur: Ä. Schrecket m H««.
Ri. 4-7 Fernsprech-nschlutz Nr. 605. Mittag dkN 25. FtblUal M-ruspr-chanschluh Nr. 605. 1907
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Amtliches.
Stadtkreis Ran au.
Die Kaution des verstorbenen Dienstmanns Melchior Klüber soll abgehoben werden.
Gemäß § 13 der Polizeiverordnung vom 6. März v. I. betr. das Dienstmannsgewerbe wird anheimgegeben, etwaige Ansprüche der Kaution binnen 14 Tagen im Sekretariat der Königlichen Polizeidirektion, Hainstraße 10, anzumelden, widrigenfalls das als Kaution hinterlegte Sparkassenbuch an die Hinterbliebenen des Klüber zurückgegeben wird.
Hanau den 21. Februar 1907.
Königliche Polizei-Direktion.
P 1493 I. D.: Siemon, Reg.-Assessor.
Landkreis Ranau.
BekmtmchWn des Mjliijti! LMrMmtS.
An der evangelischen Volksschule zu E r b st a d t ist vom 1. April d. I. ab eine neu gegründete zweite Lehrer stelle zu besetzen, mit welcher Kirchendienst verbunden ist.
Das Grundgehalt beträgt einschließlich der Kirchendienstvergütung 1275 Mk., der Einheitssatz der Dienstalterszulagen ist 150 Mk. Außerdem wird Dienstwohnung gewährt.
Bewerber wollen ihre Meldungen und Zeugnisse binnen 2 Wochen an den Königlichen Ortsschulinspektor, Herrn Pfarrer K i e n z l e r in Eichen, einreichen.
Hanau den 19. Februar 1907.
Namens des Königlichen Schulvorstandes.
Der Königliche Landrat.
V 1259___v. Beckerath.__
Stadtkreis Ranau. Bekanntmachung.
Der Betrag der den angrenzenden Eigentümern zur Last fallenden Beiträge zu den Gesamtkosten des zwischen der Frankfurter- und Bruchköbelerlandstraße gelegenen Teils der Straße „Vor der Kinzigbrücke" ist für den laufenden Meter folgendermaßen festgesetzt worden:
auf 7,72 M. für Grunderwerb und Freilegung, „ 63,72 „ „ erste Einrichtung,
„ 25,— „__„ Entwässerung, zusammen auf 96,44 M.
Die Abrechnung liegt 8 Tage lang auf dem Neustädter Nathaus (Zimmer Nr. 15) zur Einsicht der Anlieger aus.
Hanau den 20. Februar 1907.
Der Magistrat.
Dr. Gebes chus. 4131
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Feuilleton.
Stadttheater in Hanau.
= Hanau, 25. Februar.
In Folge der geradezu begeisterten Ausnahme, die in vergangener Spielzeit die Aufführung des von Adolf Steinecke nach dem köstlichen Roman Fritz Reuters „Ut mine Strom- tid" bearbeiteten Lebensbildes „Onkel Brällg" an unserer Bühne erzielte, hatte sich das geschätzte Mitglied unseres Ensembles, Herr Walter Krug, dazu entschlossen, dieses Werk mit dem Königl. Hofschauspieler Adolf Steinecke auS Cassel in der Titelrolle zu seinem gestrigen Ehrenabend abermals zur Wiedergabe zu wählen. D'efe Aufführung war denn auch von dem denkbar günstigsten Erfolg sowohl in künstlerischer als in pekuniärer Hinsicht begleitet, indem dem Benefizianten der Austrittsapplaus eines nahezu ausverkauften Hauses entgegenschallte, wie auch der starke Beifallsjubel des Publikums nach den einzelnen Aktschlüssen den Gefallen an diesem höchst amüsanten Lebensbilde gestern wiederum rückhaltlos dokumentierte. Wenn auch Herr Krug durch seine verantwortliche Stellung im internen Dienst unseres Theaters als Dramaturg und Sekretär in dieser Spielzeit weniger Gelegenheit hatte, als darstellender Künstler lI? den Vordergrund zu treten, hat er uns doch schon wäh- sölnes 5jährigen Wirkens an unserer Bühne einen hübschen Ueberblick über die Vielseitigkeit seiner kiinstlerischen Begabung gewinnen lassen, die sich in erster Linie in der vorzüglichen Gestaltung mannigfachster Chrakterchargen kundgab. Die beträchtliche Anzahl Blumenarrangements sowie sonstige Geschenke bewies denn aud), wie viele sich gedrungen gefühlt hatten, ihrer Verehrung für unseren geschätzten Benefizianten sichtbaren Ausdruck zu verleihen. Möge Herrn Krug auch in Zukunft eine von Glück und weiteren freudigen Erfolgen begünstigte Laufbahn beschieden sein!
Um abermals auf Herrn Hofschauspieler S te i n e ck e S herrliche Darstellung des biederen Oekonomic- '
Bekanntmachung.
Die Lieferung von 1400 cbm Bodett zur Auffüllung der Rückertstraße soll unter Zugrundelegung dec Bedingungen für Bewerbung um städtische Arbeiten und Lieferungen öffentlich verdungen werden.
Die VerdimungSunterlagen liegen im Stadtbauamt, Rathaus Zimmer Nr. 19, zur Einsicht aus und können von dort bezogen werden.
Die Angebote sind versiegelt und mit entsprechender Aufschrift versehen bis zu dein auf Montag den 4, März, vormittags 11 tthr, festgesetzten Eröffnungstermin einzureichen.
Die Eröffnung der Angebote erfolgt im Beisein etwa erschienener Anbieter.
Zuschlagsfrist 14 Tage.
Hanau den 23. Februar 1907.
Der Magistrat.
Dr. G ebeschus. 4165
Gefundene und verlorene Genenstünde re.
Gefunden: 1 silberne Zylinder-Uhr, 1 Brille, 1 dunkelbrauner Schweif von einem Boa, 1 schwarzer Damen- Zwirnhandschuh (rechter).
Verloren: 1 schwarzes Portemonnaie mit etwas über 2 Mk. und 1 gold. Trauring (gez. K. Sch. 5. 2. 06), 1 weißseidener durchbrochener Damen-Handschuh (rechter), 1 schwarzseidener Damen-Regenschirm mit silbernem Griff.
Entlaufen: 1 acht Wochen alter schwarz- und graugestreifter Hund m. Geschl., 1 gelber Bernhardinerhund mit weißen Abzeichen.
Zugelaufen: 1 Dobermann-Pinscher.
Hanau den 25. Februar 1907.
Hus Ranau Stadt und Eand.
Hana«, 25. Februar.
* GvattgeMcker Mätmerabettd. Heute abend ‘/a9 Uhr findet im Saale des „Hotel zum Riesen" wieder ein evangelischer Männerabend statt. Tagesordnung: „Die christlichen Gewerkschaft? n". Den einleitenden Vortrag hierüber wird an Stelle des erkrankten Herrn Damarski Herr Pfarrer Veidt, Vereinsgeistlicher für Innere Mission in Frankfurt a. M. halten. Alle evangelischen Männer sind dazu herzlich eingeladen.
* Stadttsteater. (Wochenspielpla n.) Mittwoch : V. Serie, Nr. 3 : „Der Pfarrer von K i r ch- f e I d", Volksschauspiel mit Gesang von Anzengruber. — BMiriWlWMIIWWWMiniWMMmailllWMriTMWMWIMaMMMMMmWWMMMBMMMMMMMMMHMMa roteS „Zacharias Brästg" einzugehen, so weiß man nicht woran man sich mehr freuen soll, an der Wärme des Tones, an der vorbildlichen Echtheit der Charakteristik. an der Bestimmtheit seines possierlichen Auftretens, an der Wirksamkeit seines trockenen nie versagenden Humors, und was die Einzelheiten seines mustergültigen Spiels noch mehr sind. Kurzum der geschätzte Reuter-Interpret bot wieder einen Kunstgenuß von stark nachhaltiger Wirkung. Hieran anschließend möchten wir die köstliche Wiedergabe des schüchternen Kandidaten „Gottlieb Baldrian" durch Herrn Krug nennen, der mit seinen paar Szenen einen durchschlagenden Erfolg erzielte. Von recht glücklicher Präzision erschien uns die liebevolle aufopfernde „Frieda" des Fräulein H o [ m. Neben einer wohltuenden Ruhe und Gelassenheit, die die Künstlerin an den Tag legte, zeugte der abgestimmte Tonfall der Sprache von echt'künstlerischem Empfinden und eindringlichem Studium. Ein strammer „Franz v. Ram- bow" erstand in Herrn H o p k i r k, eine liebenswürdige ergebene Pächterstochter „Louise" in Frl. S a r n o. Herr Malter kam mit maßvoller Natürlichkeit dem heuchlerischen Spitzbuben „Pomuchelskopp" gut bei, HcrrNygrin gestaltete den über alle Maßen verliebten, schwärmerischen „Triddelfritz" mit der nötigen Gewandtheit und guten Laune. Gut gefiel uns ferner Frau Reinhard (Frau Jochen Nüßler"), die diese Figur in Erscheinung, Haltung und Ton lebenswahr zu geben wußte. Die Rollen des Axel v. Ram- bow, des Hawemann, des Jochen Nüßler, des Moses, sowie der Mamsell Müller lagen wie in vergangener Spwlzcit in den Händen der Herren Hauser, Kempf, O. H. Müller, Steger und des Frl. I a i d a. In kleineren Partien traten Frl. Macdonald (Lining), Frl. Berger (Mining), Herr Heidemann (Kurz) wirksam in den Vordergrund. Herr Ober-Regisseur Steger sorgte für eine hübsch abgerundete Vorstellung.
Fraukturter Theater.
Operuhatts* • Montag, 25. Febr., abends halb 8 Uhr.
Vorstellung bei ermäßigten Preisen. „1001 Nacht."
Freitag: Benefiz für Herrn Paul Gehrmann: Neu kinstudiert: „Die beiden R e i ch e n m ü l l e r", Volksstück mit Gesang in 4 Akten von Anton Anno. — Sonntag: V. Serie, Nr. 4: Einmaliges Gastspiel der Königl. bayer. Hofschauspielerin Frl. Josephine Rottmann, zur Zeit am Schauspielhaus in Frankfurt a. M.: Neu einstudiert: „M t» d e a", Trauerspiel in 5 Aufzügen von Franz Grillparzer; Medea: Frl. Rottmann als Gast. Erhöhte Preise.
* Bettestz Gehematttt. Unser beliebter Charakter» fomiter Herr Paul Gehrmann, der seit 10 Jahren am hiesigen Stadttheater tätig ist, und seit 35 Jahren der Bühne angehört, wird am Freitag seinen diesjährigen Ehrenabend begehen. Manche treffliche Leistung hat der bei Allen beliebte Benefiziant in dieser langen Zeit geboten, manche heitere Stunde haben wir ihm zu verdanken und so wünschen wir von Herzen, daß ihm bei seinem Benefize recht viel Freude zu teil werden möge, für die Freude, die er uns oftmals durch sein Spiel beschert hat. Zur Aufführung gelangt Anton Armo's Volksstück mit Gesang : „D i e b e i d e u R e i ch e n« in ü l l e r", das seit längerer Zeit nicht mehr gegeben, jetzt wieder allgemeinen Beifall finden dürfte und sicher eine bedeutende Zugkraft ausüben wird.
* Fürsorge - Verein für entlassene Ltrafge* fundene. Die Generalversammlung findet morgen Dienstag, nachmittags 5 Uhr, in dem Amtszimmer des Herrn Erster: Staatsanwalts in Hanau (Landgerichtsgebäude) statt.
* Für die Hanauer Kämpfer in Südwest- afrika gingen ferner ein:
Dom Unteroffizierkorps II. 166 . . 10.— Mk.
Von einem Biertisch im Gasthaus „zum
Schwanen" in Kesselstadt . . 4.— „
Voriger Betrag . . . . . 55.50 „ zusammen 69.50 Mk.
Weitere Liebesgaben nimmt gerne entgegen die Redaktion des „Han. Anz."
* Jmmobilierrverkehr. Kaufmann Lehr, der bis» herige Teilhaber der Ohl'schen Möbelfabrik, kaufte daS in der Krämerstraße belegene W. Schlingloff'sche Tapetengeschäft nebst Grundstück. — Der Käufer des Ohl'schen Grundstückes, Sternstraße 13, ist der Tapezierermeister Karl R o th, Möbel» und Ausstattungsgeschäft in der Langstraße.
* Nisthöhlen. Der Hanauer Tierschutzverein hat auch in diesem Jahre wieder Nisthöhlen kommen lassen, die Herr Zimmermeister Franz (Nußallee) zum Selbstkostenpreis abgibt. Es soll dieses Mal auch ein Versuch mit dem Aufhängen künstlicher Schwalbennester gemacht werden, von denen der Verein einige Stück bezogen hat.
Außer Abonn. — Dienstag, 26. Febr., abends halb 8 Uhr. „Salome." Im Abonn. Große Preise. — Mittwoch, 27. Febr., abends 7 Uhr. Festvorstellung zum Besten des Theater-Pens.-Fonds: „Zehn Mädchen und kein Mann". Hierauf: „Vergißmeinnicht." (Ballet.) Außer Abonn. — Donnerstag, 28. Febr., abends 7 Uhr. „Rienzi". In: Abonn. Große Preise. — Freitag,
1. März. Geschlossen. — Samstag, 2. März, abends halb-8 Uhr. „Salome." Im Abonn. Große Preise
— Sonntag, 3. März, nachmittags halb 4 Uhr. Vorstellung bei ermäßigten Preisen. „Der Zigeunerbaron." Außer Abonn. Abends 7 Uhr. „Das Glück." Hierauf:
„Die Entführung aus dem Serail." Im Abonn. Große Preise. — Montag, 4. März, abends halb 8 Uhr. „Die luftige Witwe." Außer Abonn. Go» wöbnl. Preise.
Schaukpielhans. Montag, 25. Febr., abends 7 Uhr. Zur Erinnerung an die Gründung der Frankfurter Theater- Penssons-Anstalt vor 100 Jahren. Prolog von Dr. H. Hanan. Hierauf: „Iphigenie auf Tauris." Im Abonn. Gewöhnl. Preise. — Dienstag, 26. Febr., abends 7 Uhr. „Maria Stuart." Im Abonn. Gewöhnt. Preise. - Mittwoch, 27. Febr., abends 7 Uhr. „Der heimliche König." Im Abonn. Gew. Preise. — Donnerstag, 28. Febr., abends halb 8 Uhr. Volks- Vorstellung bei ermäßigten Preisen. .„Uriel Acosta." Außer Abonn. - Freitag, 1. März. abends 7 Uhr. Vorstellung bei kleinen Preisen. „Alt-Heidelberg." Im Abonnement - Samstag, 2. März, abends 7 Uhr. „Nwdea." Im Abonn. Gewöhnl. Preise. — Sonn» tag, 3. März, nachm. halb 4 Uhr. Vorstellung bei klemen Pressen. „Husarenfieber." Außer Abonn. Abends 7 Uhr. „Zapfenstreich". Im Abonn. Gew. Preise. - Montag, 4. März. abends 7 Uhr. „Hof- gunft“ Im Abonn. Gewöhnl. Preise. — Dienstaa,
5. März, abends 7 Uhr. Zum ersten Watt. „So ist das Leben". Im Abonn. Gewöhnl. Preise.