Sekte _ ist, muß wegen Erhöhung der Zivilliste an den Landtag herangetreten ' werden. Aller Voraussicht na» wird man diesmal wieder die Form eines besonderen Gesetzentwurfs wählen.
Die bayerische Kammer der Abgeordneten beriet die Interpellation des Zentrums, was die Regierung dagegen zu tun gedenke, daß durch die Differenzierung des Zollsatzes für Malzgerste und andere Gerste die beabsichtigte Wirkung vielfach dadurch illusorisch gemacht werde, daß durch die vorherige Mischung der Gerste im Auslande die An- Wendung des Satzes von 1.80 Mark für Gerste erzielt wird, die in ungemischtem Zustande zweifellos dem Satze von 4 Mark unterliege. Speck (Ztr.) begründet die Interpellation. Nach der Absicht des Gesetzgebers sollte alle zur Malzbereitung geeignete Gerste 4 Mark Zoll kosten. Die Reichsregierung habe mit Bestimmtheit erklärt, daß man eine Unterscheidung zwischen Malzgerste und anderer Gerste durchführen könne, allein bei der Ausführung der Zoll bestimmn» gen seien untaugliche Mittel zur Unterscheidung gewählt worden. Es sei der Begriff „Malzgerste" auf „Braugerste" beschränkt und Brenngerste im Widerspruch zum Gesetze zum niedersten Zollsätze zugelassen worden. Eine strengere Handhabung der Bestimmungen an der bayerischen Grenze werde durch die Gersteeinfuhr über die Rheinhäfen umgangen. Die Reichskasse verliere jährlich fünf Millionen. Die miß«- bräuchliche Verwendung der Futtergerste als Malzgerste müsse unter strenge Strafe gestellt und ein anderes sicheres Denaturierungsverfahren allgemein durchgeführt werden. Finanzminister v. Pfaff erwiderte, die Verschiedenheit der Zollbehandlung der Gerste habe vom ersten Tage an große Schwierigkeiten ergeben. Maßgebend sei jetzt daS Hektoliter- zewicht, doch reiche dieses Unterscheidungsmerkmal nicht aus. Die bayrische Regierung habe die Gerstezollordnung streng vurchgeführt und auch solche Gerste denaturiert, die trotz des geringen Gewichtes zur Malzbereitung geeignet erscheint. Man behaupte, daß anderswo weniger streng verfahren werde, allein bestimmte Zollstellen seien in dieser Hinsicht nicht bekannt und deshalb müsse angenommen werden, daß die Handhabung der Gerstenzollordnung im gangen Deutschen Reiche nach einheitlichen Grundsätzen erfolge. Im Verhältnis zur Einfuhr der Malzgerste in früheren Jahren sei es wahrscheinlich, daß jetzt die ganze Einfuhr von Malzgerste auch alS Malzgerste verzollt werde. Bessere DenaturierungSver- fahren würden ständig geprüft. Die Einführung strengerer Strafbestimmungen werde erwogen. Daß Höhe Zollsätze durch Mischung der Gerste umgangen würden, habe er gerüchtweise gehört, positive Anhaltspunkte hätten aber nicht beige- bracht werden können. Bei der folgenden Besprechung der Interpellation erklärten sich die Redner aller Parteien mit den Interpellanten darin einig, daß strengste Maßnahmen notwendig seien, um die Zollordnung durchzuführen. Beckh (freie Vereinigung) meinte, man sollte alle Gerste mit 4 Mk. verzollen und dann bei ihrer Verwendung alS Futtergerste eine Rückvergütung gewähren.
Die Lage in Marokko. Aus Rabat wird gemeldet: Die Barre ist jetzt passierbar. General Lianthey hatte ein Gespräch mit dem Sultan Abdel Aziz über die Polizei an der algerischen Grenze und legte dar, daß er sich genau an die Verträge halte. Die nach Tanger bestimmten Truppen erhielten Gegenbefehl; sie wurden nach Mogador eingeschifft, wo der Gouverneur sich für MuleyHafid erklärt haben soll. General Lianthey schiffte sich an Bord des Kreuzers „Du Chayla" nach Tanger ein; Muley Hafid soll am 21. d. M. Marrakesch verlassen haben, man weiß jedoch nicht, wohin er sich begeben wird, ob nach Casablanca oder nach Moga- bot. — Aus Casablanca vom 28. d. M. wird gemeldet: Trotz eifriger Nachforschungen ist der Leichnam des bei Casablanca von Leuten des Uled Said-Stammes erschossenen französischen Kaufmanns Küntzer nicht aufgefunden worden. Er ist wahrscheinlich von den Mördern mitgenommen worden.
— Der deutsche Major Wolff ist in Casablanca eingetroffen.
— Das Meer an der Küste von Casablanca zeigt normalen
———IHIII Hl
Bernhardy war vorzüglich in jeder Nuance. — Die Raffarla der Frau Voß war im ganzen auch befriedigend, wenn man sich auch in einzelnen Punkten mit ihrer Auffassung nicht einverstanden erklären konnte? Auch Frl. Dora Clauß wurde diesmal ihrer Aufgabe nicht ganz gerecht. Ihr Gebiet scheint mehr die Darstellung milder Mütter zu sein (— als Frau Welser in der „Rabenstrinerin" wâr sie prachtvoll —). Auch ihr Aeußeres reichte zur Wiedergabe einer jener „geschmeidig üppigen, übereleganten" (so schreibt es der Dichter ausdrücklich vor) Gestalten des Berliner Westens nicht aus. (Hier wäre der Figur nach Frl. Rohn-Ressel mehr am Platze gewesen.) — Gut gab Herr Korff den vornehm schlichten, unerschütterlich ehrenhaften Grafen Spamer wieder, ebenso Herr W i e b e r g den „nutzlosen Kostgänger" Erstlingen. — In bei diesem Künstler gewohnter Mustergültigkeit spielte Herr Walter Krack den steifnackigen Brösemann, dessen LebenSdevise „Pflicht und Arbeit" heißt. Es war ohne Zweifel dl« schwierigste Aufgabe, diesen unbeugsamen und garnicht in den Salon passenden Arbeitsmenschen, der unter rauhem und kühlem Aeußern doch ein so warm schlagend Herz trägt, lebenswahr zu gestalten, ohne bei dem Ausbruch der Leidenschaft ins deklamatorisch Polternde zu fallen. Herr Krack hat diese Aufgabe glänzend gelöst. Er scheint sich überall, in jeder Rolle, das Goethesche Wort an die Schauspieler: „Seid Menschen!" zur Richtschnur genommen zu haben. Mit einer geradezu erstaunlichen Sicherheit vermeidet dieser Künstler, bei dessen Wahl Herr Direktor Steffi er eine überaus geschickte Hand bewiesen hat, jenen Fehler, den einer unserer ganz Großen, Adalbert MatkowSky, den „Kardinalfehler nicht nur der jungen Schauspieler" nennt: die Deklamation. Walther Krack fällt niemals in diesen Fehler (was bei manchen Rollen, namentlich in Versdramen, so leicht und fo — verzeihlich ist), den allerdings nur der Kundige findet, — die große Menge „beklatscht" die Deklamation. — Das muß einmal ausdrücklich betont
* Anstand. Die Verbindungen zwischen dem Lande und der j Rhede funktionieren regelmäßig.
England und das Ausland.
London, 22. Oktbr. Der Premierminister Sir Henry Campbell Bannerman hielt heute in Dunlermlind (Schottland) eine Rede über die Beziehungen zum Auslande, in der er erklärte, die Regierung wäre mit aller Macht für Frieden, Freundschaft und schiedsgerichtliches Verfahren eingetreten. Wenn sie gegenüber den großen Schwierigkeiten und Vorurteilen nicht alles erreicht hätte was sie gewünscht hätte, so hätte sie doch wenigstens ihr Bestes getan und keinen Zweifel darüber gelassen, auf welcher Seite in solchen Fragen die britische Macht zu finden wäre. Das britische Volk stelle jede Feindseligkeit und den Gedanken an einen Angriff auf seine Nachbarn in Abrede. Was das Uebereinkommen mit Rußland bezüglich der asiatischen Interessen betreffe, so sei der Abschluß eine? solchen Uebereinkommens 16 Jahre lang die anerkannte Politik der liberalen Partei gewesen, da es nur Frieden und freundschaftliche Gesinnungen herbeisühren und dadurch allen Kosten ersparen könne.
Ans unserm Fcldzvge in Südwestafrika.
Ueberfall der Felb teleg rap hen - St ati on
Geitsabis.*)
Auf unserer kleinen Etappenstation herrschte große Freude, alS eines Tages, im Monat Februar 1905, der Feldtelegraph auch diesen, in der ersten Zeit des Hottentottenaufstandes oft abgeschnittenen Platz erreichte. Die Feldtelegraphenlinie Kub am Fischfluß— Gibeon war soeben vom Auge T. der Feld- telegraphen-Abteilung betriebsfähig hergestellt worden. Eine im Süden unterer Kolonie bisher noch nicht vorhandene, vorzügliche Verbindung mit Windhuk, der Küste, dem atlantischen Kabel und der Heimat war nun gesichert.
Erschöpft von harter, an Entbehrungen und Strapazen reicher Arbeit, traf der Rest des Telegraphen-Dau-Zuges in Gibeon ein. Roß und Reiter sahen arg mitgenommen und heruntergekommen aus.
Vor 14 Tagen war die Abteilung in Kub aufgebrochen. Die Ende Januar ersetzende Regenzeit hatte ihr übel mit« gespielt und die ohnehin nicht leichte Arbeit übermäßig erschwert. Ueber wegelose Strecken, bnrch Dornbusch und Klippen, steile und tiefe Schluchten überspannend, schroffe Abhänge hinauf- und hinabkletternd, mußte das Kabel verlegt werden.
Dabei hatte die schwache Abteilung, die am Tage durch die Arbeit oft weit auseinandergerissen war, scharfe Wacht gegen einen verschlagenen Feind zu halten. Einzelne schwache Telegraphen-Patrouillen waren in der letzten Zeit wiederholt von den hinterlistig, im sicheren Felsversteck lauernden, braunen Gesellen an- und abgeschossen worden.
Wie so oft im Lande, gingen dem Zuge während seiner Bauarbeit wieder einmal die Lebensmittel-Portionen aus. Beim Abmarsch von Kub war das dortige Magazin nicht in der Lage, der abmarschierenden Truppe mehr Proviant, als für acht Tage reichend, zu verabfolgen. Das Magazin war leer, und die den Nachschub bringenden Kolonnen versagten auf den weiten Wegen.
Eine nach Kub zurückgesandte Karre, die daS Eintreffen l von Proviant-Kolonnen erwarten sollte, kam nicht wieder r zur Abteilung zurück. Der strömende Regen hatte die sonst trocken baliegenben Riviere in rechende Bäche und Ströme verwandelt, die sich nur unter großem Zeilverlust und unsäglichen Schwierigkeiten passieren ließen. Schließlich war die Proviant-Karre in dem aufgeweichten Boden der Pad stecken geblieben und nicht mehr vorwärts zu bringen.
Sechs Tage lang hatten sich die schwer arbeitenden,
*) AuS „Mein Tagebuch auS Südwest" van H. Alverdes (Berlaq von Gerhard Stalling in Oldenburg), aus welchem wir bereit« die beiden Abschnitte: „Ein Patrouillen-Gefecht" und „ßtoei Bilder von unseren Truppen em Rande d-s SandfeldeS im Dezemher 1904" veröffentlichen konnten. Eleg. kart. Mk. 3.—, ßeb. Mk. 4.—
und anerkannt werden; denn sogar Herr Commer verschmäht nicht immer „die billigen Lorbeeren des deklamatorischen Pathos" (A. MatkowSky). Selbst in der Rolle des senilen Mummelgreises kam er diesem verteufelt nahe . . .
Die „Nebenrollen" konnten durchweg befriedigen. Hervorgehoben zu werden verdienen in der köstlichen „Meer- schweiuchenszene" die Damen Linda Groß und Hedwig LariS, sowie die Herren Anton P r ö l S und Walther Krug.
Ueber die mangelhafte Sprachtechnik einzelner Darsteller wäre noch manches zu sagen; es sei mir aber dieses Mal erlassen.
Zum Schluß noch ein Wort an die Direktion. Wäre es nicht möglich, an Stelle all der Kadelburg'schen und anderer Schwänke (wie der „Han. Anz." schon betonte) auch mal zu dem „klassischen Repertoire der Moderne" zurückjukehreri ? Es wurde neulich im „Sprechsaal" deS „Han. Anz." um Halbes „Strom" gebeten. Gut. Aber statt deS „Trompeters", — vor dem „Gott uns behüte" — möchte ich an die beiden Namen Arthur Schnitzler („Liebelei") und Otto Erich Hartleben („Abschied vom Regiment", „Angele", „Rosenmontag") erinnern, die überall ihre Zugkraft bewiesen haben, „ob sie nun in den Kammerspielen zu Berlin, ober am Theater zu Kötschenbroda gespielt wurden." Und vielleicht entschließt sich Herr Steffter i auch, an den „liter. Abenden" einmal was ganz Neues, I eine richtige Premiere, zu bringen (Sudermann, „Rosen", ; Rudolf Herzog, „Auf Nissenskoog") ....
Herm. Olaf.
Albnmblâtter.
Es kennt der edl« Mann
Nicht eine schönere Pflicht als bie, zu helfen Mit allem, was er hat und was er kann.
Sophokles.
24. Oktober
braven Teleqraphen-Reiter mit einigen Händen voll Rei» begnügen müssen und bis nach Gibeon sich durchgebungert. Der erhaltene Auftrag war aber gelöst, die Telegraphenliniè fertig geworden.
Der Führer des Zuges, Leutnant Lutter, konnte sich bei seinem Eintreffen in Gibeon kaum noch auf den Beinen Hal- ten. Mühsam schlich er, auf einen mächtigen Stock gestützt, sich auf die Feste. Den entkräfteten Offizier hatte unterwegs die Malaria befallen. Doch vergessen waren alle Strapazen und Leiden, auf der erreichtenEtappen-Station winkten einig« Tage der Ruhe.--
Am andern Morgen war es. Der Regen hatt« etwa- nachgelassen, doch über den Fischflußbergen hingen noch dichte Nebelschleier bis tief in das von grünen Giraffen-Nkazien und Dornholzbäumen eingefaßte, malerisch schöne Tal deS großen Fischflusses.
In der gestern eingerichieten, kleinen Telegraphenstation stockte aber plötzlich seit dem frühen Morgen des Tages der Apgarat. Die Leitung mußte iagendwo auf der Strecke unterbrochen sein. Einige Reiter der Abteilung sattelten bereits ihre knochendürren, halbverhungerten und sich selbst kaum schleppenden, struppigen Gäule, um das Kabel abzureiten und den Schaden zu suchen, als plötzlich von der noch bestehenden Heliographenstation, die eine Lichlverbindung mit Windhuk und Keelmanshoop unterhielt die Meldung einlief: „Telegraphenstation Geitsabis von Hottentotten überfallen, zwei Mann verwundet, Feind setzt Beschießung fort."
Geitsabis war eine kleine, vom Telegraphenzuge in die Linie Kub-Gibeon eingeschaltete Zwischenstation.
Das einlaufende Heliogramm brachte ein wenig erfreuliche Uebrrraschung.
Zum Glück lagerte dicht bei Gibeon, auf dem anderen Ufer des Fischflusses, die frühere Kompanie Franke. Der Kompanieführer, Oberleutnant Ritter, erhielt sofort Meldung von dem Ueberfall und Pferde einfangen, satteln, und in schärfster Gangart nach der bedrängten, aber immerhin ca. 60 km entfernten Tel.-Station abreiten, war für die schlagfertige Kompanie die Arbeit weniger Minuten.
Auch Leutnant Lutter treibt seine wenigen verfügbaren Reiter zur größten Eile an. Mit umgehängtem Gewehr eilte er auf die Feste, um für sich ein Pferd zu erbitten. Sein eigenes war nach den Anstrengungen der letzten Tage zusammengebrochen. Leider samt ihm aber nur ein nicht viel weniger heruntergekommener Gaul überlassen werden, denn die Etappe hatte bereits ihre letzte'- brauchbaren Pferde den fechtenden Truppen abgegeben.
Obwohl die Kompanie Ritter schon abgeritten ist und der Hebergang über den abgefommenen Fischfluß kaum mög- sich erscheint, läßt sich der Offizier nicht abhalten, mit seinen wenigen Reitern den gefährdeten Kameraden zu Hilf« z« eilen. —
Spannungsvoll erwartet man in der Etappenstation Gibeon den Verlauf der Dinge. In der Nacht blitzte btt Hiliograph bie Nachricht, daß die kleine Tel.-Station den Angriff der Hottentotten abgeschlagen habe.
Am nächsten Abend trifft bie Kompanie Ritter mit btn Verwundeten in Gibeon ein. Auf einem Ochsenwagen, auf ®ra3 gebettet, ruhen die beiden Reiter. Der eine hat einen schweren Schuß durch den Unterleib und die Lungenspitz« erhalten, dem anderen ist durch ein feindliches Geschoß der Kolben des Gewehres zerschmettert und ihm Holz- und Ge- schoßsplilter in den Kopf und Augen getrieben worden.
Trotz der langen Fahrt auf dem rüttelnden Wagen und über Stock und Stein, einmal war der Wagen sogar einen kleinen Abhang hinabgestürzt und umgeschlagen, halten beide Reiter noch guten Mut. Auf die Frage deS Arztes, der bett Leibschuß des schwer verwundeten Reiters untersuchte, ant« wortete dieser noch humorvoll: „Es geht mir ganz gut, ich habe aber einen furchtbaren Hunger."
Dieser quälende Hunger bedeutete aber nichts mehr und nichts weniger als die Rettung des verwundeten ReiterS!
Die Besatzung der überfallenen Station hatte schon seit sechs Tagen auf das Eintreffen der abgeschickten Proviant- karre gewartet. Am Tage vor dem Ueberfall hatten bie Reiter die letzte Suppe gekocht und gegessen.
Den schwer Verwundeten traf der sonst tödliche Schuß an der Stelle, wo bei einem satten Menschen in der Regel der Magen liegt. Der anhaltende Hunger hatte aber dieses eble Organ des Reiters so zusammengezogen, daß daS Geschoß nicht dieses, sondern nur den entstandenen hohlen Raum durchschlug. Andernfalls wäre er verloren gewesen. —
Die kleine Telegraphenstation bestand auS einem Unter« offizier und drei Reitern. Auf dem südlichen Höhenrand einer steil sich in die Tiefe senkenden Schlucht, in welche, die Wasserstelle Geitsabis eingebettet liegt, hatte st« ihr Lagn aufgeschlagen. Auf dem gegenüberliegenden Rande stand vor dem Ausbruch des Aufstandes die Werft Samuel Isaaks, des Schwiegersohnes des alten Hendrik. Einige halbzerfallene Pontoks und die Brandstätten anderer, zeugten noch von dem früheren Vorhandensein der Hottentottenanstedlung.
Geitsabis war ein bekannter Hottentottenwechsel. Auf ihren Streifzügen von Westen nach Osten und umgekehrt wurde die sich weit hinziehende Schlucht alS natürliche Paßstraße benutzt.
Für diesen gefährlichen Platz war zwar bie Besatzung etwas knapp bemessen, aber woher Leute nehmen, wenn leine vorhanden sind.
So gut wie möglich hatten sich die wenigen Reiter auf ihrer entlegenen, einsamen Station eingerichtet. In einem spitz zulaufenden, runden kleinen Zelte befand sich der Morseapparat mit dem eingeschaltenen Kabel. AlS Behausung und Verteidigungswerk war eine kleine, niedrige Schanze, aus zusammengetragenen und mit Erde auSge- füllten Steinen, angelegt worden. Nachts wachten die Leute abwechselnd und am Tage ruhten sie, wenn nicht Mt Kabelleitung und der Apparat sie in Anspruch nahmen.
ES war beim Dämmern des Morgens gewesen, alS der zuletzt auf Posten befindliche Reiter die übrigen Leute geroeeft und in die Schlucht ium SSIaff erboten hinabaeßitaen war.