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Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- and Feiertage, mit belletristischer Beilage. ectmitewtt. M>ân: e. e^wtftt » Haa».

Nr. 197 Fernsprechattschlufz Nr. 605.

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Amtliches.

Eandkräs l)anau.

BckamitnichiiUèii des Kömgliche» LmkMilmts.

Die Herren Bürgermeister der mit Einquartierung be­legten Orte werden angewiesen, alle Häuser, in denen an­steckende Krankheiten vorgekommen, bis nach erfolgter be­hördlicher Desinfektion augenfällig kenntlich zu machen. Eine Belegung dieser Häuser darf nicht stattfinden.

Hanau den 23. August 1907.

Der Königliche Landrat.

V 6059 v. Beckerath.

Die Herren Bürgermeister und Gutsvorsteher der im Manövergelände belegenen Gemeinden und Gutsbezirke er­suche ich, dafür Sorge zu tragen, daß drainierte Ländereien durch Tafeln kenntlich gemacht werden, damit Beschädigungen der Drainagen durch Auswersen von Schützengräben oder Anlegung von Geschützenständen vermieden werden können.

Hanau den 23. August 1907.

Der Königliche Landrat.

M3391 v. Beckerath.

Unter den Schweinen zu Bischofsheim ist die Schweine- seuche festgestellt worden.

Hanau den 21. August 1907.

Der Königliche Landrat.

V 6003 v. Beckerath.

Die Königliche Regierung in Cassel hat daS Nebenamt eines Kreisschulinspektors über den Aufsichtsbezirk Windecken an Stelle des Metropolitans L i m b e r t in Ostheim dem Pfarrer (früheren Rektor) G. Baumann in Windecken vom 1. Oktober d. Js. ab übertragen.

Hanau den 22. August 1907.

Der Königliche Landrat.

V 6023 v. Beckerath.

Stadtkreis Hanau. Bekanntmachung.

Im Monat September d. Js. sind hierselbst größere Einquartierungen zu leisten. Es ergeht an alle die­jenigen, welche bereit sind, Quartiere zu stellen, die Auf­forderung, sich bis zum 3. n. Mts., abends 6 Uhr, in Zimmer Nr. 12 des Rathauses 2. Obergeschoß zu melden. An Vergütung für die Quartierleistung werden gezahlt: 50 Pfg. pro Mann und Tag ohne Verpflegung, 3 Mk. pro Mann und Tag mit Verpflegung.

Hanau den 23. August 1907.

Die Einquartierungs-Kommission.

Dr. Gebeschus. 17351

Zugelaufen r 1 braun und gelbgestreifter Hund V. Geschl. 17319

Bürgermeisteramt Mittelbnchen.

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Hus Ban au Stadt und Eand.

Hanau, 23. August.

* Reichsbanknebenstelle. Am 3. Oktober d. J. wird IN Miltenberg eine von der Reichsbankstelle in Würz­burg abhängige Reichsbanknebenstelle mit Kasseneinrichtung und beschränktem Giroverkehr eröffnet werden.

Von den Eisenbahnern. Neuerdings haben sich die Gesuche von Eisenbahnbeamten um Gewährung von Stellenzulagen in den Direktionsbezirken Frankfurt und Mainz sehr vermehrt. Demgegenüber ist von den Direktionen nun­mehr darauf hingewiesen worden, daß die Stellenzulagen lediglich nach Maßgabe der Höherenorts getroffenen Be­stimmungen gewährt werden. Hinsichtlich der Teuerungs­zulagen für Unterbeamte ist lediglich maßgebend, ob der amt­liche Wohnort bestimmungsgemäß zu den teueren Orten zählt und die vorgeschriebene Gehaltsklasse von 1200 Mk. ein­schließlich bereits überschritten ist. Bei Anfangsgehältern von 1200 Mk. werden Zulagen überhaupt nicht bewilligt. Bei Dienstzulagen kommen nun Umfang, Schwierigkeit, Verant­wortlichkeit und Gefährlichkeit des Dienstgeschäftes in Be­tracht, so wird festgestellt, wer den Umständen nach am besten die Zulage erhält. Gesuche der Beamten, die vorzugsweise Berücksichtigung bei Gewährung von Teuerunas- oder Dienst-

Samstag den 24. August

BnaWBsaaKMcaaHHBUMeaaamHHHHnBBCinnBBMiaBmKisaEaEBHHBaBSiBBM zulagen bezwecken, haben keinerlei Aussicht auf Erfolg und unterbleiben deshalb besser.

* Parteifeftlichkeit der Nationalliberalen. Sonn­tag den 15. September, nachmittags und abends, veran­stalten die nationalliberalen Organisationen der Wahlkreise Frankfurt und Hanau-Gelnhausen-Orb u. a. sind dies die nationalliberalen Vereine in Frankfurt, Bockenheim, Hanau und Fechenheim, sowie der Frankfurter Verein der nationalliberalen Jugend eine Familienfestlichkeit in Wil­helmsbad bei Hanau. Die Säle und ein Teil des Parks bleiben hierfür reserviert. Am Abend findet eine Beleuchtung des Bismarckturmes statt.

* Stadtschulittspektor. In der vorgestrigen nicht­öffentlichen Sitzung der Stadtverordneten wurde der Wahl des Oberlehrers an der höheren Mädchenschule in Barmen, Herrn August Hahne, als Stadtschulinspektor in Hanau zugestimmt. Die hiesige Stadtschulinspektorstelle wurde, nach­dem sich die Verhandlungen mit dem Rektor Thal in Branden­burg zerschlagen hatten, ausgeschrieben. Von den ca. 80 Be­werbern wurden 3 zur engeren Wahl gestellt und von diesen wurde Herr August Hahne gewählt. Der neue Stadtschul­inspektor, Herr Hahne, ist am 19. Februar 1873 geboren. Er besuchte bis zum 9. Lebensjahre die Volksschule, sodann bis zum 16. Jahre das Realgymnasium, welches er als Unterprimaner verließ, um sich von 1890 bis 1893 im Seminar dem Lehrerberuf zu widmen. Vom 1. April 1893 an wirkte Herr Hahne an den Volksschulen zu Remscheid, Höhenlagen, Remscheid-Siegen und 1895 erfolgte seine definitive Anstellung, nachdem er seiner militärischen Dienst­pflicht genügt hatte. 1899 legte Herr Hahne seine Mittel- schullehrerprüfung in Latein und Französisch ab und noch im selben Jahre machte er die Rektorprüfung. 1901 legte er das Abiturexamen zu Aachen als Extraneer ab. Im Jahre 1901 legte er das Volksschullehreramt nieder, um in Berlin (zwei Semester) und Bonn (ein Semester) Naturwissenschaft, insbesondere Botanik, zu studieren. 1904 wurde Herr Hahne Seminar-Lehrer in Gummersbach, 1906 bestand er die Ober­lehrer-Prüfung in Bonn und seit diesem Jahre wirkt er als Lehrer an der städtischen höheren Mädchenschule zu Barmen. Auch ein Ruf als Seminarlehrer nach Hamburg erging an Herrn Hahne. Der neue Herr Schulinspektor wird vor­aussichtlich erst am 1. April 1908 seine Stelle antreten können und zwar mit einem Gehalt von 6000 Mk.

* Anstellung. Die unkündbare Anstellung in der preußisch-hessischen Eisenbahngemeinschaft wurde erteilt dem Lokomotivführer Konrad Kraft zu Hanau.

* Kreisbaumeisterstelle d es Kreises Gelnhausen Die für den Kreis Gelnhausen neugeschaffene Kreisbaumeister­stelle wurde Herrn G o e p fe r t-Kesselstadt übertragen.

* Die Ueberlasiung mit Kleinkram. In der letzten nicht öffentlichen Sitzung der Stadtverordnetenversamm­lung zu Offenbach führte der neue Bürgermeister Dr. Dullor aus, die Bürgermeisterei sei so kolossal durch allerlei Kleinkram überlastet, daß man zur Erledigung größerer Auf­gaben gar nicht komme. Es sei ähnlich, als ob ein Groß­kaufmann den ganzen Tag hinter dem Ladentisch stehen müßte. Die Verhältnisse führten dazu, daß es sich nicht um­gehen lassen werde, einen neuen Beigeordnetenposten zu schaffen oder einen Assessor bei der Stadtverwaltung anzustellen.

* Verstorben. Bei einem Unfall erlitt vor einiger Zeit die Ehefrau Elisabeth Heil schwere Brandwunden, die nunmehr den Tod der Verunglückten herbeigeführt haben.

* Eine Prophezeiung. Bis zu Anfang des vorigen Jahrhunderts besaß das Bistum Fulda noch weltliche Macht. Bei der 1806 erfolgten Aufteilung kamen verschiedene Ge­bietsteile an Kurhessen resp. Preußen, Bayern und Hessen. Ein Mönch des Fuldaer Klosters prophezeite nun, daß die drei Orte des verlorenen Gebiets, die mit H anfangen, längstens in 100 Jahren im Gebiet ihrer Stadtmauern von großen F e u e r s b r ü n st e n vernichtet würden. Diese Prophezeiung ist nun in Erfüllung gegangen, indem Ham­me l b u r g , das an Bayern fiel, Hünfeld, das an Kur­hessen resp. Preußen, und H e r b st e i n , das an das Groß- herzogtum Hessen abgetreten wurde, von schwerem Brand­unglück heimgesucht wurden und zwar in den letzten dreißig Jahren.

* Herrenabend» Das durch mehrere erste Preise auf Gesangwettstreiten ausgezeichnete Hanauer Sänger- Quartett veranstaltet am Samstag den 21. September in den Sälen derCentralhalle" einen Herrenabend. Unter der Leitung des Dirigenten Herrn Jean B r o d t wird das Quartett eine sorgfältige Auswahl wirkungsvoller Mäuuer- chöre aus dem Gebiete des Kunst- und des Volksgesangs, sowie die Preischöre, welche den Sängern im Laufe des ver­flossenen Jahres die rablreicben Breite verschafft baben, ru

Fernsprechanschlutz Nr. 695. 1907

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Gehör bringen. Wir verfehlen deshalb nicht, schon jetzt auf diesen Herrenabend aufmerksam zu machen, da uns ein genuß­reicher Abend bevorsteht, und wird es gut sein, sich bald­möglichst mit einer Karte zu versehen, da die Nachfrage eine rege ist. Auf die Einzelheiten des Programms werden wir später noch zurückkommen.

* Kirchweihfeste werden morgen in Ostheim, Seligenstadt und Wachenbuchen sowie Nachkirch» weihe in Bruchköbel abgehalten.

* Von den Apotheken ist morgen nachmittag von 29 Uhr die Löwen-Apotheke geöffnet.

* Sehenswürdigkeiten.Museum der Wetteram­schen Gesellschaft" (Altstädter Schloß, eine Stiege hoch): Ge­öffnet an Sonn- und Feiertagen vormittags von 11 bis ^il Uhr. Kindern ohne Begleitung Erwachsener ist der Eintritt nicht gestattet.Museum des Hanauer Geschichtsvereins" (Altstädter Rathaus, eine Stiege hoch): Geöffnet an Sonn- und Festtagen vormittags von 1112^2 Uhr. Kinder unter 12 Jahren haben keinen Zutritt.

* Mainwafferwärme gestern abend 13 Grad.

* Das Hahnenkammhaus ist täglich geöffnet.

Die städtische Bibliothek

Gärtnerstraße 67 (alte Zeichenakademie) ist Sonntags, Mitt­wochs und Samstags von 11 bis 1 Uhr zur kostenfreien Benutzung für das Publikum geöffnet. Gesamtkata­loge sind in der Bibliothek zu haben.

* Blinden-Konzert. Ein hoher, musikalischer Genuß wurde gestern abend im Deutschen Hause dem kunstsinnigen Publikum bei gut besetztem Hause von dem hannoverschen Blinden-Männer-Gesangs-Quartett unter Mitwirkung des er­blindeten Pianisten Geyer und der erblindeten Konzert­sängerinnen Fräulein Jungblut und Frau Wilke geboten. Mit der SonatePathetik" von Beethoven eröffnete Herr Geyer das reichhaltige Programm und bekundete hiermit so­wie durch die weiteren Klavieroorträge seine Meisterschaft auf diesem Instrument. Aber auch als Violinvirtuose erntete er durch sein seelenoolles Spiel und die feine Technik rau­schenden Beifall. Fräulein Jungblut, eine stimmbegabte Sopranistin, brachte dieArie der Maria" ausDer Waffen­schmied" von Lortzing undZigeunerleben", Konzertwalzer von Schleifer sehr ausdrucksvoll zu Gehör und wurde ebenso wie Frau Wilke, welche mit einer schönen AltstimmeMur­melndes Lüftchen", von Jensen vortrug, durch reichen Beifall belohnt. Das Quartett, das mit tiefem Gefühl und guter Stimmführung verschiedene Lieder zum Vortrag brachte, wurde besonders beiO Täler weit" von Mendelssohn und Tanzlied" von Mathtausch stürmisch applaudiert und mußte sich noch zu einer Zugabe verstehen.

* Der 26. Verbanvstag des Verbandes der Ver­eine Creditresorm, dem auch der hiesige Verein Credit­reform Hanau (Geschäftsstelle: Marktplatz 4) angehört, fand in diesem Jahre in Görlitz statt. Er war von zahlreichen Vertretern des In- und Auslandes besucht. An dem Be­grüßungsabend waren Vertreter der staatlichen und städtischen Behörden, der Handelskammer sowie der kaufmännischen und gewerblichen Vereine erschienen, deren Ansprachen Zeugnis ablegten von der hohen Achtung und Wertschätzung, deren sich die Sache der Creditreform erfreut. Die Verhandlungen der Delegierten fanden an den beiden folgenden Tagen statt. Nach dem vom Vorstande erstatteten Jahresbericht hat sich der Verband, dessen Mitgliederzahl inzwischen auf ca. 80 000 angewachsen ist und dem ca. 750 Bureaus in Deutschland, Belgien, Dänemark, Frankreich, Großbritannien, Holland, Norwegen, Oesterreich-Ungarn, Schweden und der Schweiz angehören, auch im letzten Jahre wieder günstig entwickelt. Dem Vorstande wurde einstimmig Entlastung erteilt und der von ihm vorgeschlagene Haushaltsplan für das nächste Geschäftsjahr angenommen. Nach der satzungsgemäß er­folgten Wahl setzt sich der Verbandsvorstand aus folgenden Herren zusammen: Rechtsanwalt Dr. jur. Georg Zöphel- Leipzig, 1. Vorsitzender, Carl Leßmeyer-Hamburg, 2. Vor­sitzender, Sebastian Aumüller-Nürnberg, Emil Dumont- Leipzig, Emil Häußler-Halle a. S., M. Lindheimer-Frankfurt a. M., Otto Rolshoven-Köln a. RH., B. Sanson-Rotterdam, G. Scheuer-St. Johann, Ewald Scholz-Liegnitz. Einen weiten Raum in den Verhandlungen nahmen Erörterungen über die weitere Ausgestaltung der Vereinseinrichtungen, des Mahnverfahrens und der Auskunftserteilung, ein. Nament­lich wurde auch die einen bedeutenden Kostenaufwand er­fordernde Herausgabe eines neuen Korrespondentenverzeich­nisses beschlossen. Der Verbandstag beschloß auch die obli­gatorische Durchführung der teilweise bereits eingeleiteten Erhöhung der Auskunftsgebühren, von der Erwägung aus­gehend, daß die im Verbände schon vor Jahrzehnten festge­setzten und seitdem unverändert gebliebenen AuskunftSge- bühren, bei den heutigen Verhältnissen unzureichend sind, sodaß auch die Vereine Creditresorm notgedrungen der auf allen Gebieten eingetretenen Preissteigerung folgen müssen, wie sie ja bisher schon keine Mühe und Kosten gescheut haben, in ihren Leistungen mit den erhöhten Anforderungen der Zeit Schritt zu halten. Der nächstjährige Verbandstag soll in Hamburg abgebalten werden.