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NotattoaSdnük und Verlag der Buchdruckerei dB vereis 0t Waisenhauses in H«â

AAtlilhes Organ für Stadt- und Faadkreis Kanan.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertag«, mit belletristischer Beilage.

ferartutiL Redakteurr «. Schß*â, 8 HMW

$L 248 Fernfprechairfchlnf; Nr. 605.

Mittwoch den 23. Oktober

Fernsprechanschlutz Nr. 605. 1901

Amtliches.

Stadtkreis Ranau.

BI Bekanntmachung.

Für die mit Ende d. J8. ausscheidenden Mitglieder der

Stadtverordneten-Versammlung sind Ergünzungswahlen vor- zunehmen.

III. Wahlabtttlungr

Goldarbeiter August Aukamm, Arbeitersekretär Karl Craß, Schriftsteller Gustav Hoch, Prakt. Arzt Dr. med. Georg Wagner.

M II» Wahlabteilungr

Bierbrauereibesttzer Friedrich Baader, HolzhLndler Philipp Müller, Rentner Julius Schwabe, Fabrikant Iulius Stübing.

I» Wahlabtttlung r

Fabrikant Karl Kehl jun., Fabrikant Wilhelm Schroeter, Rentner Karl Spatz, Fabrikant Julius Steinheuer.

Außerdem find in der I. Wahlabteilung zwei Ersatz­wahlen vorzunehmen und zwar für den Fabrikanten Dr. phil. Wilhelm Heraeus, dessen Wahlzeit Ende 1909 und für den früheren Spezialkommissar, Regierungsrat Dr. Wenke, dessen Wahlzeit Ende 1911 abläuft.'

Die Wahlen finden wie folgt statt:

Die Wähler der III» Abteilung wählen am Montag den 11. November, Dienstag den 12. November und Mittwoch den 13. November d. I., täglich von vormittags 10 Uhr bis mittags 1 Uhr und nachmittags von 48 Uhr und zwar die Wähler deren Name mit AK beginnt im unteren Saale, die Wähler deren Name mit den Buchstaben LZ beginnt im oberen Saale des Neustädter Rathauses.

Die Wähler der II» Abteilung wählen am Montag den 18. November d. I., vormittags hon 10 Uhr bis mittags 1 Uhr und nachmittags von 48 Uhr im unteren Saale des Neustädter Rathauses.

Die Wähler der I. Abteilung wählen am Dienstag den 19. November d. I., vormittags von 10 bis mittags 1 Uhr im unteren Saale des Neustädter Rathauses.

Zur I. Wahlabteilung gehören die in der Liste der Stimmberechtigten verzeichneten Wähler, welche an direkten Steuern (Staats- und Gemeindesteuern zusammengerechnet) in der Stadt Hanau 2232,45 Mk. und mehr, zur H. Wabl- abteilung diejenigen, welche 209,50 Mk. und mehr bis em- schließlich 2280,40 Mk. und zur III. Wahlabteilung die­jenigen, welche 209 Mk. und weniger entrichten.

Für die Wahl kommt die Vorschrift des § 18 der Städte-Ordnung für die Provinz Hessen-Nassau in Anwen­dung und müssen demzufolge von den in der III. Abteilung zu Wählenden 3 Hausbesitzer, von den in der II. Abteilung zu Wählenden 8 Hausbesitzer und von den in der I. Ab­teilung zu Wählenden 2 Hausbesitzer sein.

Wahlberechtigt und wählbar sind nur diejenigen Personen, welche in der Liste der Stimmberechtigten verzeichnet sind.

Wir laden hierdurch die Stimmberechtigten gut Teil­nahme an den Wahlen ein.

Hanau den 18. Oktober 1907,

Der Magistrat.

Hild. 21763

Bekanntmachung.

Am 23. Oktobev d. J. wird zwecks Veranlagung der Einkommensteuer für das Steuerjahr 1908 eine allge­meine Aufnahme des Personenstandes in hiesiger Stadt vorgenommen werden. Zu diesem Zwecke werden jedem Hausbesitzer oder dessen Stellvertreter in jedem Hause die erforderlichen Hauslisten eingehändigt, um deren genaue und gewissenhafte Ausfüllung hinsichtlich aller in dem betreffenden Hause nebst Zubehör wohnenden Per­sonen nach dem Stande vom 23. Oktober d. Js. ich bitte. Zu den Bewohnern gehören auch die vorübergehend abwesen­den Zimmerabmieter und Familienangehörigen, sofern sie nicht an einem anderen Orte erwerbstätig sind und Wohnsitz haben. Schlafstelleninhaber sind als solche kenntlich zu machen, auch find i^Dt Wohnsitzgemeinden anzugeben.

Personen, die am 23. Oktober er. ihren Um­zug beendet haben, gehören zu den Bewohnern des neuen Hauses.

Auf richtige und deutliche Schrift der Namen sowie auf Schonung der Listen bitte ich besonders zu achten. Zur Ausfüllung aller Spalten der Hauslisten besteht die ge' setzliche Verpflichtung. Zur Vermeidung von Nach­fragen und Feststellungen durch Polizeibeamte ersuche ich überall den Arbeitgeber, die Art des Berufs namentlich auch, ob selbständig, Gehilfe, Lehrling usw. unter Angabe der Branche, ersichtlich zu machen. Auch bei der Ehefrau, den Kindern über 14 Jahre und den sonstigen Angehörigen ist der Stand oder die Erwerbstätigkeit in der obigen Weise anzugeben. Die EintragungenEhefrau, Sohn, Tochter usw." sind nur in der Spalte Familienverhältnis zu machen. Wenn die obigen Familienangehörigen ohne eigenes Einkommen und auch nicht im eigenen Gewerbe tätig find, so ersuche ich dies wegen der Abzüge für solche Ange­hörige ersichtlich zu machen. Bei steuerpflichtigen bevormun­deten Personen ist die Angabe des gesetzlichen Vertreters erwünscht.

Unter Hinweis auf die auf den Hauslisten abge- druckten, gegen früher geänderten gesetzlichen Bestimmungen, bitte ich alle Beteiligte und ganz beson­ders die Hausbesitzer und deren Stellvertreter im Hause, so­wohl im eigenen Interesse, als auch zur Förderung der Sache, dahin zu wirken, datz am Morgen des 24» Oktober die vollständigen Hauslisten vollzogen in der­jenigen Wohnung zur Abholung bereit liegen, in der sie bei der Ausgabe abgegeben wurden. Vorherige Einsendung von Listen ist nicht erwünscht.

Hanau den 14. Oktober 1907.

Der Oberbürgermeister.

Dr. GebeschuS. 21313

Städtisches Wannen- und Brausebad.

Bangertstrahe 2 (Eingang: Große Dechaneistraße).

Geöffnet für Männer:

Montag, Mittwoch, Donnerstag und Samstag von 812 Uhr vormittags und 28 Uhr nachmittags.

Sonntag von 812 Uhr vormittags.

Geöffnet für Frauen: Dienstag und Freitag von 812 Uhr vormittags und 28 Uhr nachmittags.

Preise der Bäder:

Brausebad mit Wäsche 10 Pfg., Wannenbad mit Wäsche 25 Pfg.;

Wannenbad ohne Wäsche 20 Pfg.

Hanau den 26. September 1907.

Der Magistrat.

Dr. Gebeschu 3. 20661

C ArkitsmmittelWHâ

Langstraße Nr. 41.

Kostenfreie Arbeitsvermittlung werktäglich vorm. 8^121/8 Uhr, nachm. 36 Uhr.

Städtisches Arbeitsamt,

Rathaus Zimmer Nr. 12. Kostenfreie Auskunft in Sachen der sozialen Gesetz­gebung (Unfall-, Invaliden-, Kranken- usw. Gesetze.) Hanau am 10. Juni 1907.

Der Magistrat.

Dr. Gebeschus. 156

PolitiTcbe Rundschau.

Der Kaiser empfing gestern mittag im Königlichen Schloß den P. Prior Kornelius Kniel, den.Deutschen Be­nediktiner vom Berge Sion zu Jerusalem, in einer Audienz, zu der auch der Wirkt. Geh. Oberregierungsrat Dr. Klein, ehemaliger Landeshauptmann der Rheinprovinz und Vizeprä­sident des Deutschen Vereins vom hl. Lande ans Bonn und Domvikar Georg, Hütten aus Köln befohlen waren. An der Hand der vorgelegten Photographien ließ sich der Kaiserden gegenwärtigen Stand der Bauten erklären und äußerte seine lebhafte Befriedigung und Freude über die herrliche Ausfüh­rung und künstlerische Gestaltung der Sionskirhe. Mit großer Freude frischte er Erlebnisse und Erinnerungen an seine Reise nach dem Heiligen Lande 1897 auf, deren Gedanken nunmehr durch die Vollendung der Kirche festgelegt seien. Seine Wünsche und Gedanken für die bildnerische Darstel­

lung der geschichtlich bedeutungsvollen Besitzergreifung du Dormition drückte er nach den verschiedensten Gesichtspunkte» hin mit lebhaftem Interesse aus und betonte, daß die Seiten« wand des Kapitelsaales des Benediktinerklosters der geeig­netere Ort sei, diesen Augenblick zu verewigen. In zwang­loser Unterhaltung erkundigte sich der Kaiser nach den per­sönlichen Verhältnissen der einzelnen Herren und nahm dai Album mit den Photographien, die sowohl die Bauten, wtz die Aussicht auf Jerusalem und die Umgegend von du Sionskirche aus darstellte, dankend entgegen. Zur Audienz, die fünfviertel Stunden dauerte, hatte der Kaiser das Sem» salemkreuz angelegt.

Der Geburtstag der Kaiserin ist am Dienstag in Berlin wie in Potsdam und im ganzen Reiche unter bei herzlichsten Anteilnahme weitester Kreise der Bevölkerung festlich begangen worden. Die Reichshauptstabt hatte zum Geburtstage der Kaiserin ein festliches Gewand angelegt Alle öffentlichen Gebäude waren geflaggt; auch von zahl« reichen Privatgebäuden wehten Fahnen und Banner. Die Militärwachen und Posten waren .in Paradeanzug aufge­zogen. Eine Ueberraschung durch ein Ständchen bereitete der Kaiser am Dienstag mittag der Kaiserin zum Geburts­tag. Um 12 Uhr erschien auf seinen Befehl aus dem Schloß­hof des Trompeterkorps des 2. Garde-Dragoner-RegimentS unter seinem Stabstrompeter, dem königlichen Musikdirigenten Peschke. Bald darauf kam Hofkapellmeister Dr. Richard Strauß. Dann erschien der Kaiser mit einem Flügeladju­tanten im VorhauS, und nun spielte das Trompeterkorps vier neue Kavalleriemärsche, drei von Dr. Richard Strauß und einer von Peschke. Die Kaiserin hörte an einem Fenster im ersten Stock mit mehreren Prinzen der Aufführung zu, mit der der Kaiser sehr zufrieden war. Die Ueberraschung war um so gelungener, als noch keiner der Märsche jemals vorher gespielt worden war.

Das Frauen-Berdienstkreuz ein Orden. DaS bisher von der Königin als Schmuckstück verliehene Frauen- Verdienstkreuz wirb in einen Orden umgewandelt. Der Orden soll aus zwei Klassen in Silber und in Gold bestehen. Das mit der Königlichen Krone ausgestattet« Ordensabzeichen stellt ein gleichschenkliges Kreuz dar, dessen Balkenenden ausgeschweift sind. Zwischen den Balken be­finden sich stilisierte Lorbeerzweige. Ein um das Kreuz laufendes Band trägt auf der oberen Hälfte in blauer Emaille die AufschriftFür Verdienste", auf der unteren Hälfte in gleicher Emaille Lorbeerzweige und in deren Mitte in er­habener Form die Initialen der Königin. Der Orden wird an einer Schleife aus weißem Seidenband auf der linken Brust getragen und rangiert unmittelbar hinter dem Lnisen- orden. Zur Verleihung sind nur solche Frauen und Jung­frauen vorzuschlagen, die sich durch aufopfernde persönliche Tätigkeit auf bem Gebiete der Nächstenliebe, auf kirchlichem oder auf sozialem Gebiete verdient gemacht haben. Die An­träge auf Verleihung sind durch Vermittelung der Königin aon den zuständigen Ministern dem Könige zu unterbreiten.

Auf dem christlichen Arbeiterkongretz, der in Berlin abgehalten wird, verlas der Vorsitzende, Abgeordneter Behrens eine Kundgebung des Kaisers:Ich ersuche den Vorstand des zweiten deutschen Arbeiterkongreß für den Aus­druck treuer Anhänglichkeit und nationaler Gesinnung meinen wärmsten Dank auszusprechen. Ich freue mich, daß auf dem Kongreß eine solche ansehnliche Zahl patriotisch fühlender deutscher Arbeiter vertreten ist und wünsche den Verhand­lungen des Kongresses guten Erfolg zum Segen der Arbeiter­schaft wie des gesamten deutschen Vaterlandes. Wilhelm I. R.*

Dev Bundesrat beschloß in der Sitzung vom 17. ds. den Brennsteuervergütungssatz vom 20. Oktober ab von 8 auf 6 Mark pro Hektoliter Alkohol herabzusetzen.

Wilhelm, Fürst zu Wied f» Fürst Wilhelm zu Wied ist gestern nachmittag 4 Uhr 20 Min. in Neuwied nach kurzem Leiden gestorben. Fürst Wilhelm Adolf Maxi­milian Karl zu Wied wurde am 22. August 1845 in Neu­wied geboren. Er war ein Sohn des vierten Fürsten Hermann und seiner Gemahlin Marie, Prinzessin von Nassau. Der verstorbene Fürst gehörte dem preußischen Herrenhaus«, dessen Präsident er bis vor wenigen Jahren war, als erb­liches Mitglied an; er war preußischer General der In­fanterie â la suite des Garde-Grenadier-Regiments Nr. 4 und des 4. Garde-Grenadier-Landwehr-Regiments, Mitglied des Kolonialrats, Ritter des Johanniter-Ordens und deö Schwarzen Adler-Ordens. Im Jahre 1871 hatte er sich mit der Prinzessin Maria der Niederlande vermählt. Die Schwester des verstorbenen Fürsten, Prinzessin Elisabeth, ist mit König Karl von Rumänien vermählt. Das fürstliche Haus Wied hat stets in nationaler Gesinnung den Rhein- landen ein leuchtendes Vorbild gegeben. Wie FüOLerwav»