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Serie 2

* Die Gewerbeittspektion im Rsa.-Bez. Cassel, | DieJahresberichte der Königl. Preußische!! Regierungs- und Gewerberäte und Bergbehörden für 1905/ sind soeben im Druck erschienen (Amtliche Ausgabe)., Dem Berichte für den Regierungsbezirk Cassel, ist, wie dieFuld. Ztgfl be­richtet, zu entnehmen, daß von den 2965 Fabriken und ihnen gleichgestellten Anlagen des Bezirks mit 45 567 erwachsenen männlichen, 10 999 weiblichen und 6432 jugendlichen Ar­beitern 1353 (45,6 M.) mit 84,3 pCt. der sämtlichen Ar­beiter, 87,8 pCl. der erwachsenen Arbeiterinnen und 81,9 der jugendlichen Arbeiterinnen revidiert worden sind. Außer­dem sind in 309 Gast- und Schaukwirtschasien mit gewerblichen Arbeitern 436 Revisionen von den Polizeiorganen ausge­führt worden, sowie von den 523 Bäckereien und Kondito­reien des Bezirks mit 994 Arbeitern 20 mit 31 Arbeitern. Entsprechend der guten Geschäftslage ist die Anzahl der jugendlichen Arbeiter einschließlich der Kinder unter 14 Jah­ren von 5792 im vorigen Jahre auf 6432 gestiegen, ohne daß dem Mangel an jugendlichen Arbeitskräften in einzelnen Industriezweigen abgeholfen worden ist. Wegen Zuwider­handlung gegen die Schuffvorschriften der Gewerbeordnung sind 32 Personen bestraft worden. Die Anzahl der Ar­beiterinnen ist im Berichtsjahre von 10 194 auf 10 999 (um 7,8 Prozent) gestiegen. Wegen Beschäftigung von Ar­beiterinnen am Samstag nach ö'/s Uhr nachmittags sind 4 Betriebsleiter mit Geldstrafen belegt worben. Die Arbeit an Sonntagen hat, soweit sie von einer besonderen Erlaubnis abhängig war, nur in geringem Umfange stattgefunden und haben die Anträge auf Bewilligung von Sonntagsarbeit ge- inäß § 105 f der Gewerbe-Ordnung eine bedeutende Ver­minderung erfahren. Von den gemeldeten Betriebsunfällen haben 149 (1905: 92) Unfälle eine Erwerbsunfähigkeit von urehr als 13 Wochen zur Folge gehabt, 22 (30) Unfälle führten den Tod der Verunglückten herbei. Von dem günsti­gen Stande der Industrie ist die Lohnhöhe allgemein beein­flußt worden. Die Erhöhung der Löhne ist aber mit Aus­nahme einzelner Arbeiterklassen deshalb nicht erheblich zu nennen, weil sie wegen der Verteuerung aller Lebensmittel erforderlich war, um die Lebenshaltung der Arbeiter-Familien auf gleicher Höhe zu halten.

* Der Voranschlag des Landkran-enhauses Hanau für 1907 stellt sich in Einnahme und Ausgabe auf 156 640 Mk. einschließlich 10 580 Mk. zu einmaligen ordent­lichen Ausgaben gegen 141 560 Mk. einschließlich 2800 Mk. zu einmaligen ordentlichen Ausgaben im laufenden Voran­schlag und erfordert an Hebungen aus der Landeshauptkasse die Summe von 89 480 Mk. gegen 74 560 Mk. für 1906.

Hinweis. Wir machen auf die im amtlichen Teile der heutigen Ausgabe enthaltene Bekanntmachung der Kgl. Seehandlung besonders aufmerksam.

* Erledigt. Der in Nr. 90 ds. Bl. veröffentlichte Steckbrief gegen den Kanonier Kirchner von der 3. Batt.

2. Kurh. Feldart.-Regmts. Nr. 47, Garnison Fulda, ist er- ledigt.

* Das diesjährige MMeLrheitnsche Verbanvs- sest evang. Arbeitervereine findet am Sonntag den 7. Juli in Nied statt.

* Beendeter Dachdecker ° Slusstand. In einer Samstag nachmittag ftattgefuudenen Sitzung wurde bezüglich der Differenzen im Dachdeckergewerbe eine Einigung der 'Barteten erzielt.

* Eine vereitelte Auswanderung. Am 3. März v. I., als er soeben aus der Strafhaft in Kitzingen entlassen war, traf der Fuhr knecht Kaspar Bieber aus Breitens» in Untersranken mit einem Bekannten zusammen, der sich zur Abreise über das große Wasser rüstete. Das Wiedersehen und der gleichzeitige Abschied würben durch ein tüchtiges Zech­gelage gefeiert, das derartige Dimensionen annahm, daß man den Reiselustigen nur mit Mühe und Not ins Coupee zu befördern vermochte. In seliger Stimmung begann die Reise und liebliche Träume von den Herrlichkeilen einer rosigen Zukunft umgaukclten den durch Gambrinus Macht ver­schleierten Geist. Doch mit des Geschickes Mächten ..... In Hamburg augekommen, merkte er nämlich zu feinem nicht geringen Schrecken, daß das mühsam ersparte Reisegeld, 200 Mfi, verschwunden und damit auf lange Zeit hinaus die ersehnte Auswanderung unmöglich gemacht war. Mit finanzieller Hilfe seiner Verwandten, die übrigens von der beabsichtigten Amenkareile keine Ahnung hatten, gelangte er, um eine Erfahrung reicher, in die heimischen Penaten zurück. Die 200 Mk. hatte sich der Zechgenosse Bieber augeeignet, der damit, dieweil der Bestohlene in Hamburg betrübten Herzens über die Nichtigkeit von Menschenplânen grübelte, einige Zeit in dulei jubilo verbrachte. Wohl um den ver­muteten behördlichen Nachforschungen zu entgehen, nahm er einen anderen Namen an, nämlich denjenigen eines Kollegen, indem er dessen KrankenhauSentlaffungsschein entwendete und sich daraufhin in Biebrich eine Jnvalidenkarte ausstellen ließ. Mit dieser Legitimation nahm er dann auf verschiedenen Höfen Arbeit und kam schließlich auch nach Fechenheim, wo tr beim Kartenspiel einem Arbeiter das Portemonnaie mit 15 Mk. ausführte. Nun ereilte ihn sein Schicksal doch. Bei der polizeilichen Vernehmung und der Einlieferung ins Gericht bediente er sich aber immer noch des falschen Namens und bewirkte dadurch eine falsche Eintragung ins Gefängnis- journal, was gleich der unrechtmäßigen Beschaffung der Jn- salidenkarte eine intellektuelle Urkundenfälschung darstellt. Gestern hatte sich Bieber wegen all dieser Sachen vor der hiesigen Strafkammer zu verantworten, die ihn zu insgesamt rinem Jahr Gefängnis und drei Tagen Haft wegen falscher Namensnennung der Fechenheim» Polizei gegenüber verurteilte.

»Rtngtämpfe im Schumann-Theater. Am Montag finden die Schlußkämpse statt, nachdem am Sonntag A n t o n i ff s ch den Brasilianer Salvator in 15 Min. 51 Sek. besiegt hatte, und der rheinische Riese C h r i st o p h von Eberle in 24 Min. 50 Sekunden geworfen wurde. Zeltern sümpften noch Eberle und betreff um den goldenen Gürtel, der dem sympathischen Deutschen zufiel. Der kräftige Bulgare P e t r o f f mußte sich mit dem zweiten Preise begnügen. Den dritten Preis erhielt Antonitzsch,

Dienstag

KQSSQieSgggy^y^^ _~ T1-».~.'. - ^-.^,»<«a»âV, ? - TftraHmy'MWM.'Uatt^agJ^f xaMaLAttAflftMnltfaKlW mMln»» der zwei Niederlagen (gegen Eberle und Petroff) erlitten hatte. Um den 4. und 5. Preis rangen gestern noch Weber und Christoph. Beide innren in der Konkurrenz bereits dreimal besiegt worden. Gestern mußte Christoph den Teppich be­grüßen. W e b e r bekam daher den 4. Preis. Christoph mußte sich mit beut 5. Preis begnügen. _

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o Bechenheim, 23. April. (Versammlung.) Die Ziele der ualionaUiberaleii Partei" war bas Thema, über welches Herr Oberlehrer V e l v e-Bockenheim gestern abend im hiesigen nat oualliberaleu Verein, zu welchem sich außer bett Mitgliedern auch Gäste eingefunden hatten, sprach. In gedrängter, aber prägnanter Weise gab der Vortragende au der Hand der Geschickte der genannten Partei, deren all­gemeine Ziele: positive Mitarbeit und Verständnis für des Reiches Macktstellung sein, ein exaktes Bild der Betätigung derselben in diesem Sinne vom Entstehen bis in die Neuzeit, zeigte deren Gegensätze zu der konservativen und Centrums- Partei und beleuchtete deren Stellung zu bett heutigen wirt­schaftlichen (sozialen) Fragen und der Wehrkraft des Reiches. In der sich anschließenden Besprechung betonte er dann, darum befragt, den Wunsch, daß die gesamten liberalen Parteien sich einigen möchten. dem aber heute noch Gegen­sätze innerhalb der einzelnen liberalen Gruppen hindernd im Wege ständen. Freudig begrüßte er den Wandel der Links- liberalcn in der Frage der nationalen Wehrkraft (Dr. Müller- Sagan) und wünschte einen solchen in wirtschaftlichen und innerpolnischen, die leider eine Einigung in allernächster Zeit unwahrscheinlich, aber bei einigem Entgegenkommen für die Zukunft durchaus möglich machten.

Gericktssaal.

Sitzung Der Strafkammer vom 22. April 1907.

Schlägerei.

Als am Abend des 14. Oktober v. I. einige Wittgen­born er Burschen dortselbst die Wirtschaft verließen, wurden sie mit Steinen bombardiert. Sie gingen her Richtung nach und stießen dabei auf andere Burschen, die aber natürlich mit der Sache nichts wollen zu tun gehabt haben. Man zankte und man prügelte sich, doch ohne ernstere Folgen. Drei Burschen mussten sich vor dem Strafrichter verant­worten und erhielten 2 und 1 Monat Gefängnis. Dec Fabrikarbeiter Jakob Ries legte Berufung ein und erzielte, da feine Beteiligung nur geringfügig war, sowie mit Rück­sicht auf seine seitherige Unbestraftheit und den Umstand, daß er gereizt wurde, eine Ermäßigung der Strafe auf 40 Mk. subf. 10 Tagen Gefängnis.

Freigesprochen.

Anläßlich des Auszuges und der Uebersiedlung des Händlers Friedrich R. nach Langenselbold wollte der Land­wirt M. in Mittelbuchen R.'s Dickwurzmühle erwerben, doch gab sie R. nicht ab. Einige Zeit danach fand M. die Mühle scheinbar verlassen im Hofe des Gemeindehauses liegen. Er nahm sie an sich und brachte sie nach Hause. Der die Mühle vermissende Händler R. machte von seinem Verluste Anzeige. Durch die behördlichen Recherchen wurde der Verbleib der Dickwurzmühle ermittelt und daraufhin gegen M. ein Verfahren wegen Diebstahl eingeleitet. Das Schöffengericht kam zu einem Schuldig, die Strafkammer hält eine Diebstahlsabficht aber nicht für erwiesen und er­kennt auf Freisprechung.

Vereins u. Vergnügn ng^tt^chrichterr

für Dienstag den 23. April.

T'.irngeweli'de: S0/«10: Iixenda^ellnng, 7«9: Kraueuableilang A, 7s/<8/«: Krauenabteiluna B, 6-7: Mädchmabteilung.

TurngeselliÄoU: Abends von 810 Uhr: Turnen der Iugeudawrilung. Turnverein: Abends von 8IQ Uhr: Turnen der JugendalUeillma. Humorist 'ck-rMuhkveteinGermania" : Don 911 Uhr: Uebungsstunde 'Restanranonpim Sondhoi').

Dramatischer TikttmuenHiibThalia" : Abends 9 Uhr: Leseprobe und Repiaäons-Al'tnd im Restaurant311m Römischen Kaiser".

Ref. Verb.Nornrannia": Klubabend imLöweiigänchm Dram.-Aler. Verein L-anau: Verrinsavend ima ^lsbera". Es. Männer- und IlmalingSverem: ^ünghngSver-iu: Bibelöesprechung. Kungirauenverein: ftbd^benb (Ev. Verein-baus).

Kaih. KasinoEmtrach'" (Dereinst.jum Sraufl ibT): Vereinsabeud. ^eiannvereinEintracht": Singstunde.

Familien - Marken»Konsuu.veremEinigkeit": Abends von 8-10 Uhr: Markenausgabe für Kontrahenten (VereinshausConcordia ). KetangverernMewm-ma": Smailimde in deritanbaunt*. RelativstemSumier" : Smgkunde in derSt dt Bremen". o Gewerbe- und Hündiner'er»Derein: Bereuisa end in derEkn>le>!hauc Kegelklub der Sneharl-Touriiien: Gasthausvir guten Quelle". Verein der Bauern: Berrinsabend im Gasthaus;ur Sonne . gnaerverein Hansa: Probe in derAliemama' . ^ Süddeutscher Klub: Klubabend in der Nestaura ionAstemania . AthletentlubGermania" : Riegenstemnien und Musterriegenarorltm (Re^aurationmm großen Kurfürsten").

Stemm- IU16 Ring-KlubEiche" : Abends st Ubr' Stemmen, Ringen und Steinstoßen Mieft-nirahon . Kaiser stritt i ch").

Stritt des ößestlichei! WetterdieHeS.

Dienststelle Meilburfl a. d. L. (LandwirtschaftsschuleX Montag, 22. April 1907, 8 Uhr morgens.

Witterung im Gebiet während der letzten 24 Stunden.

Niederichlagsnttngen in Deutsch­land während der letzt. 24 Stunden (in Litern auf den qm>

Marburg

Meist heiter

Hamburg

2

Dresden

0

Neukirch

*

Memel

0

Breslau

0

Gei^en^eim

Ziemlich heiter

Aachen

3

Metz

0

Fulda

Hannover

1

Karlsruhe

0

Cassel

Nachts ger. Niedschl-

Berlin

0

München

0

rlllgemeine lieberMt

Der gestern früh im Nordwesten lagernde Tiefbruckwirbel ist nordwärts vorgerückt, hat jedoch seinen Bereich zugleich ostwärts ausgedehnt. Dementsprechend nahm gestern bereits die Bewölkung bei uns zu, über Nacht trat geringer Regen ein, sodaß nirgends mehr Nachtfrost eintrat, die Tageslem- peratur aber niedrig bleibt.

Auf der Rückseire des deutlich ausgebildeten Nandtiefs, welches uns heute früh Regen bringt, scheint sich vorläufig wenigstens ein Zwischenhoch auszubreiten. Unter dessen Einwirkung hätten wir dann morgen abnehmende Bewölkung und nach kühlerer Nacht stärker als heute ansteigende Tages- temperatur doch keinen Regen mehr zu erwarten.

LS. Aprü»

^»«»HMü>^«â«vi^!^wc^---»<»-»»-^ov»' ifaKEuatmsa- ^MT.tiHlwaaiWiWgli^ggwaiäüraM^lMgMaSOi^flMm^eHihftiaiiéMlMtbWWaMfiW Oeffentticher Wetterdienst.

Di 0 nst stelle Weilburg (Laudwirtschaftsschule).

Voratrssichilliche Witterung für Die Zeit vom Abertt

DeS 23. April bis zum uächsieu Abend.

Schwache westliche Winde, ziemlich trübe. Keine erheb lieben Niederschläge, etwas warmer.

Hus Hab und fern.

Cassel, 22. April. Die Stuntzschs Maschinenfabrik und Konstruktionswerkstätte in Berghofen ist gänzlich nieder gebrannt.

r- Marburg, 22. April. In Ebsdorf machte die 17jähr Tochter eines Landwirts ihrem Leben durch Erhängen eiv Ende. Die Leiche wurde an einem Weidenstumpf gefunden Ein Liebesverhältnis, das Folgen in Aussicht stellte, wa, jedenfalls Beweggrund der traurigen Tat. In Birkefehl bei Erndtebrück kam ein OjayrineS Mädchen dem Herdfeuer zunahe und fand einen entsetzlichen Tod.

Wiesbaden, 20. April. Die von den städtischen Be­hörden beschlossene Gehaltsambesserung der städtischen Lehrer nnb Lehrerinnen hat die Genehmigung erhalten. DaS Höchstgehalt der Volksschullehrer beträgt fortan 4480 Mark, daS der Mittelschullehrer 4880 Mark, da§ der Nektorw 5600 Mark.

W Homburg, 22. April. Bei der gestrigen Frühstücks­tafel im königlichen Schlosse konzertierte anläßlich des GeburIK tageS der Prinzessin Alexandra Viktoria die hiesige BataillonL kapelle. Bei der Tafel überwies der Kaiser dèm Geheimen Rat Jacobi, der ebenfalls seinen Geburtstag hatte, eins Kollektion altrömischer im Rhein gefundener goldener Ringe als Geschenk für das Saalburg-Museumfl Nachmittags machte das Kaiserpaar mit dem Prinzen August Wilhelm und der Prinzessin-Braut eine Ausfahrt in Automobilen über die Saalburg, Wehrheim, Ufingen, Cransberg, Pfaffen» Wiesbach. Sie gingen dann zu Fuß durch den Wald auf den Wellenberg, von wo sie im Automobil über Köppern, Friedrichsdorf, Kirdorf nach Schloß Homburg zurückkehrten. Heute morgen um 7l/s Uhr unternahm der Kaiser mit dem Prinzen August Wilhelm und den Herren der Begleitung einen Ritt über die Saalburg und durch den Haardtwald. Vormittags hörte der Kaiser den Vortrag des Chefs des Zivilkabinetts, um 12V* Uhr begab sich das Kaiserpaar im Automobil nach ,Frankfurt a. M., um anläßlich des Geburts­tages der Prinzessin Friedrich Karl von Hessen das Früh­stück bei der Prinzessin einzunehmen. Im Gefolge befinden sich die Flügeladjutanten Oberst Lauenstein und Major v. Friedeburg, sowie Kammerherr 3. Winterfeld und Gräfin v. Rantzau. Die Herren und die Damen des Gefolges speisen beim Kammerherrn v. Flotow. Nachmittags gedenken die Majestäten nach Darmstadt weiterzufahren und bei dem Großherzog und der Großherzogin von Hessen den Tee zu nehmen. Die Kaiserin wird von Darmstadt hierher zurück- kehren, der Kaiser über Nacht in Darmstadt verbleiben und morgen in Wiesbaden eintreffen. Nach Darmstadt werden sich von hier aus Generaladjutant v. Scholl und Stabsarzt Leibarzt Dr. Niedner begeben. Prinz August Wilhelm wird sich morgen nach Wiesbaden begeben.

Homburg v. v. H., 22. April. Die Wahl unseres Bürgermeisters Maß zum besoldeten Beigeordneten der Stadt Görlitz auf die gesetzliche Dauer von 12 Jahren ist nunmehr regierungsseitig bestätigt worden.

Darmstadt, 22. April. Der Kaiser wohnte heute abend mit dem Großherzogspaar von Hessen sowie dem Prinzenpaar Heinrich von Preußen im Hoftheater der Aufführung deS SchauspielsDie Brüder von St. Bernhard" bei. Nach dem Theater fand im Palais Hoftafel zu 20 Gedecken statt, an der außer den Herrschaften nur das Gefolge teilnahm. Die Abreise des Kaisers nach Wiesbaden erfolgt morgen früh nach 9 Uhr.

Darmstadt, 20. April. Wegen einer ihm zudiktietten kleinen Strafe schoß sich gestern früh ein Gardist der ßO« fnmpanie des Jnf.-RegtS. 115 mir dem Dienstgewehr eine Platzpatrone in den Mund. Schwer verletzt wurde er in daS Militärlazarett verbracht.

St. Goarshausen, 20. April. Um daS Ueberhand» nehmen der schädlichen Krähen einzudämmen, ist die Schuß- prämie von 20 auf 30 Pfennig erhöht worden. Wer 50 Krähen abschießt, erhält außerdem eine Extravergütung von

Randel, Gewerbe und Verkehr«

Viehmarkt in Frankfurt a. M. am 22. April. Amtliche Notierung der heutigen Viehmarktpreise. Zum Verkauf stan­den: 588 Ochsen, 66 Bullen, 805 Kühe und Rinder, 288 Kälber, 221 Schafe und Hämmel, 1763 Schweine, 0 Ziegen, 0 Ziegenlämmer, 0 Schaslämmer. Bezahlt wurde für 100 Pfd. Schlachtgewicht: Ochsen a. vollfleischige, gemästete, höchsten Schlachtwertes bis zu 6 Jahren 7781 Mk., b. junge fleischige, nicht gemästete u. ältere gemästete 7073, c mäßig genährte junge, gut genährte ältere 6568, d. gering ge­nährte jeden Alters 5560. Bullen : a. voll fleischig« höchsten Schlachtwertes 7274, b. mäßig genährte jüngere und gut genährte ältere 6870, c. gering genährte 00.00. Kühe und Rinder: a. vollfleischige junge Mhe und Rinder höchsten Schlachsivettes 7274, b. vollfleischige Kühe höchsten Schlachtwettes bis zu 7 Jahren 6971, c. ältere Kühe und