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Hok-tiontdrurk und Verlag der Buchdrucker«! des oerelti. * NaisachauM v L«»«».
General-Anzeiger
AAlliihts Organ für Stadt- and FandKreis Hanan.
Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.
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Amtliches.
Landkreis Hana«.
DckmtaichilWk« des Kdilizllchen LindrMmts.
Die Herren Bürgermeister wollen mir binnen 8 Tagen anzeigen, welcher Erlös für Gemeindeobst im Jahre 1907 erzielt worden ist. Die Angaben sind tunlichst nach Obstarten getrennt zu machen.
Hanau den 16. Oktober 1907.
Der Königliche Landrat.
iV 9954 I. A.: Conrad, Kreissekretär.
Zwangsversteigerung.
Im Wege der Zwangsvollstreckung sollen die in Hanau belegenen, im Grundbuche von Hanau Bd. 47 Art. 2831 in Abt. I unter Nr. 1 und 2 zur Zeit der Eintragung deS Versteigerung-vermerkes auf den Namen deS Kaufmann- Wilhelm Alfons Kreist, Wilhelms Sohn, in Hanau eingetragenen Grundstücke:
Krtbl. SS 312/108, in den türkischen Gärten Nr. 18, = 4 ar 94 qm,
a) Wohnhaus mit Hofraum,
b) Seitenbau links und Stall (A),
Krtbl. SS. 261/108, daselbst, Hausgarten = 5 ar 62 qm, — eingetragm in der Gebäudesteuerrolle unter Nr. 2146 und in der Grundsteuermutterrolle unter Art. Nr. 1938 — veranlagt mit 2070 Mk. jährlichem Nutzungswert zur Ge- bâudefteuer —
am 13. Dezember 1907, vormittags 10 Uhr, durch das unterzeichnete Gericht — an der Gerichtsstelle, Marktplatz 18, Zimmer Nr. 14 — versteigert werden.
Hanau den 16. Oktober 1907.
Königliches Amtsgericht Abt. 2.' 21643
Zwangsversteigerung.
Im Wege der Zwangsvollstreckung soll das in der Gemarkung Langenselbold belegene, im Grundbuche von Langenselbold Blatt 2275 zur Zeit der Eintragung des Versteigerungsvermerkes auf den Namen des Korbmachers Wilhelm Wörner und dessen Ehefrau, Pauline geb. Uranzikowiyak, zu Langenselbold eingetragene Grundstück: Krtbl. 42 Nr. 45, in den Hohlgärten 4,65 ar, Haus Nr. 14,
a) Wohnhaus mit Stall, Hofraum u. Hausgarten, 75 Mark Nutzungswert,
um 20» Dezember 1907, vormittags 9 Uhr, durch das unterzeichnete Gericht — an der Gerichtsstelle — versteigert werden.
Langenselbold den 15. Oktober 1907.
Königliches Amtsgericht. 21649
Zwangsversteigerung
Im Wege der Zwangsvollstreckung soll das in der Gemarkung Langenselbold belegene, im Grundbuche von Langenselbold Blatt 2295 zur Zeit der Eintragung des Versteigerungsvermerkb auf den Namen des Zimmermeisters Albrecht Bäusche* und dessen Ehefrau, Emilie geb. Schulz, zu Langenselbold eingetragene Grundstück:
Krtbl. 40 Nr. 39, Acker, die Spitzäcker, 1,29,11 ha,
17,46 Tlr. Reinertrag, am 20. Dezember 1907, vormittags 10 Uhr, durch das unterzeichnete Gericht — an der Gerichtsstelle — versteigert werden.
Langenselbold den 16. Oktober 1907.
___Königliches Amtsgericht. 21645
Zwangsversteigerung.
Im Wege der Zwangsvollstreckung sollen die in den Gemarkungen Rückingen und Langendiebach belegenen, im Grundbuche von Rückingen Artikel 410 und im Grundbuch von Langendiebach Artikel 701 zur Zeit der Eintragung deS Versteigerungsvermerkes auf den Namen der Ehefrau des Holzarbeiters Peter Born, Maria geb. Oppermann, zu Rückingen eingetragenen Grundstücke:
a) Gemarkung Rückingen, Artikel 410 Krtbl. L Nr. 33, an der alten Straße, Acker, 4,76 ar,
0,15 Tlr. Reinertrag,
b) Gemarkung Langendiebach, Artikel 701 Krtbl. 16 Nr. UL im Dietzfeld, Acker, 5,03 ar,
0,63 Tlr. Reinertrag,
Montag den 21. Oktober
am 17. Dezember 1907, vormittags 9 Uhr, durch das unterzeichnete Gericht — an der Gerichtsstelle — versteigert werden.
Langenselbold den 15. Oktober 1907. ___________Königliches Amtsgericht. 21647
Stadtkreis Hanau. Sitzung der Stadtverordneten- Bersammlung
am Donnerstag den 24. Oktober 1907, nachmittags 5 Uhr.
Tagesordnung:
1. Einführung der Stadtverordneten der II. und III. Abteilung von Hanau-Kesselstadt.
2. Verbreiterung der Wilhelmsbrücke.
8. Baufluchtlinienplan für das Gelände zwischen Kinzigstraße, Hainstraße, Vorstadt und vor der Kinzigbrücke.
4. Anstellung eines weiteren Bauführers für Hochbau.
5. Uebernahme der kommunalständischen Straßen im früheren Gemeindebezirk Kesselstadt.
6. Entfernung deS Brunnens Ecke Lang- und Hirschstraße.
7. Errichtung einer Markthalle.
8. Verlegung des Kinderhorts in die bisher von der kaufmännischen Fortbildungsschule benutzten Räume.
9. Neuanschaffung einer mechanischen Feuerwehrleiter.
10. Verlängerung der Gas- und Wasserleitungen in der Bruchköbelerlandstraße bis zum Neubau Hack.
11. Ergänzung der Kommission für die außerordentlichen Revisionen der Stadtkasse.
12. Wahl eines Armenpflegers für Herrn Schwarz. , 18. Desgl. für Herrn Wörner.
14. Wahl der Beisitzer deS Wahlvorstandes für die Stadt- verordneten-Wahlen und deren Stellvertreter.
15. DeSgl. von Schiedsmännern (4 Schiedsmänner, 4 Stellvertreter).
16. Benachrichtigung der Wähler für die Stadtverordneten- Dersammlung durch Postkarten.
17. Gesuch des Vereins für Geflügelzucht um Bewilligung eines Beitrags zu den Kosten der am 23. und 24. November stattfindenden Geflügelausstellung.
18. Vergleich in Sachen Bieg ca. Stadt Hanau.
19. Endgültige Anstellung des Malers und Fachlehrers Vick an der gewerblichen Fortbildungsschule.
20. Übertragung der durch den Fortgang des Oberlehrers Weygold freigewordenen Oberlehrerstelle in der Oberrealschule an den Kandidaten Ebel.
21. Besetzung der Oberassistentenstelle im Rechnungsamt. Um 41/» Uhr findet Sitzung des Wahlvorschlagsausschusses statt.
Hanau den 18. Oktober 1907.
Der Stadtverordneten-Vorsteher.
Canthal. 21641
Straßensperrung.
Gemäß der Polizeiverordnung vom 4. Juni d. J. wird die Kreisstraße Lorhach—Diebach von der Abzwei' Snach Vonhattsen bis zum Ort Diebach wegen i der Straße vom 24. Oktober bis 5. November d. As. für den Fuhrwerksverkehr gesperrt.
Büdingen den 17. Oktober 1907.
Großherzogliches Kreisamt Büdingen.
Boeckmann. V 10175
Gefundene und verlorene Gegenstände re.
Gefunden: 1 Henkelkorb, 1 goldener Ring.
Stehen geblieben: Auf dem Wochenmarkt 2 Mahnen Birnen. Abzuholen bei der Armenverwaltung.
Hanau den 21. Oktober 1907.______
Politische Rundschau.
Aenderung der Kaisermanöver. Der Thronwechsel in Baden und die Uebernahme der Chesstelle der 5. Armee-Inspektion durch Großherzog Friedrich II. hat, wie die „Mil.-pol. Korrespondenz" meldet, eine Verschiebung der Kaisermanöverdispositionen für 1908 bewirkt. Seit dem Jahre 1899 sind das 14. (badische), das 13. (württem- bergische) und das 15. (elsässische) Armeekorps, die zu dieser Armee-Inspektion gehören, nicht mehr geschlossen zu einem Kaisermanöver herangezogen gewesen, da man den greisen
Aerusprechanschlutz Nr. 605* 1907
Großherzog nicht den Anstrengungen auSsetzen wollte, die er in bekannter Pflichttreue als General-Inspekteur sich sicher zugemutet hätte. Für 1908 waren deshalb die beiden KorpS in Ost- und Westpreußen zur Abhaltung von Kaisermanövern ausersehen. Nunmehr scheint aber festzustehen, daß die großen Herbstübungen im nächsten Jahre nicht im Osten, sondern im Südwesten des Reiches staatfinden und das 18., 14. und 15. Armeekorps betreffen werden.
Zur Aufbesserung der Pfarrergehälter. Bisher hat man ziemlich allgemein erwartet, daß die Generalsynode zur Beratung der Vorschläge, die das Kirchenregiment über die Aufbesserung der Besoldungen der Geistlichen zu machen hat, im Laufe des November zusammentreten werde. Diese Erwartung wird sich jedoch, wie die ^Kreuz- zeitung" hört, nicht erfüllen, man werde vielmehr kaum vor dem Monat Februar der Einberufung der obersten Vertretung unserer evangelischen Landeskirche entgegensehen dürfen. Da im Jahre 1898 das Besoldungswesen für die Geistlichen aller preußischen Landeskirchen durch übereinstimmende Kirchengesetze einheitlich geregelt worden ist, wird auch eine Abänderung einheitlich erfolgen müssen. Dadurch sind einheitliche Verhandlungen zwischen dem Oberkirchenrat, dem hannoverschen Landeskonsistorium und dem Kultusministerium als obersten Behörde der verschiedenen Landeskirchen erforderlich.
Die Lehrerbesolduugssrage. Dem Vernehmen nach ist der gegenwärtige Stand der Lehrerbesoldungsfrage folgender: Das Kultusministerium betreibt die Verhandlungen wegen des Lehrerbesoldungsgesetzes mit größtem Nachdruck und nach dem derzeitigen Stande ist Hoffnung, daß dieselben zu dem erwünschten Ziele führen. Dagegen steht zur Zeit noch gar nicht fest, welche Summe zu den Lehrer- gehältern seitens des Staates künftig mehr aufgewendet wird, wie denn auch im übrigen über die Gestaltung und die Höhe der Besoldungsverbesserung noch nichts Bestimmtes gesagt werden kann.
Zur Affäre der gestohlenen Flottenvereins« briefe. In der Briefdiebstahlsaffâre des Deutschen Flottenvereins wird einem Berliner Blatte mitgeteilt, der kürzlich verstorbene Reichstagsabgeordnete, Kaplan Dasbach habe noch kurz vor seinem Tode dem Untersuchungsrichter eine bedeutungsvolle Mitteilung gemacht. Herr Dasbach war vielfach als Zeuge vorgeladen worden, weil angenommen wurde, daß er in nahen Beziehungen zu der Tat und dem Täter stände; er konnte aber infolge seiner Krankheit nicht vernommen werden. Dasbach hat alsdann in einem an den Untersuchungsrichter gerichteten Schreiben jegliche direkte Beziehung zur Tat in Abrede gestellt, gleichzeitig aber erklärt, daß der Reichstagsabgeordnete Erzberger ihn vor dem Erscheinen bei ersten Artikels im „Bayerischen Kurier" ersucht habe, in die Presse zu bringen, in welcher Weise vom General Keim bezw. dem Flottenverein bei den Reichstagswahlen gegen daS Zentrum agitiert worden sei. Er, Dasbach, habe dies ab- gelehnt, weil ihm die Quelle der Mitteilungen „nicht tadellos" erschienen sei. Unmittelbar nach dieser Unterredung zwischen Dasbach und Erzberger sind am 4. und 5. Februar b. J. die Artikel im „Bayerischen Kurier" erschienen. Der vom Untersuchungsrichter darauf als Zeuge vernommene Reichstagsabgeordnete Erzberger hat die Angaben des Herrn Dasbach bestätigt. Bezüglich der Provenienz des Materials zu den Artikeln im „Bayerischen Kurier" und der Täterschaft des Janke beim Briefdiebstahl hat Herr Erzberger aber seine Aussage verweigert, weil er durch die Aussage der Wahrheit sich selbst in Gefahr strafrechtlicher Verfolgung bringen könnte.
Deutscher Schulschtffvereiu. In Dresden fand am Freitag abend auf dem k. Belvedere eine gemeinschaftliche Festtafel der Mitglieder des Deutschen Schulschiffvereins statt, an welcher König Friedrich August, Prinz Johann Georg, der Großherzog von Oldenburg, Minister Graf Hohenthal und Bergen und Minister v. Metzsch-Reichenbach, der Prinz v. Ratibor, die Vertreter staatlicher und städtischer, Behörden, der Finanz- und Handelswelt und des Vorstandes des Deutschen Flottenvereins teilnahmen. Während der Tafel erhob sich der Großherzog von Oldenburg zu einem Trinkspruch auf das Wohl des Landesherrn. Nach der Be-, endigung des Mahles verweilte der König längere Zeit in angeregtem Gespräch mit den Anwesenden. Ueber die Sitzung, die dem Festmahl voranging wird folgendes berichtet: Der, Deutsche Schulschiffverein hielt die diesjährige ordentliche Mitgliederversammlung unter dem Ehrenvorsitz des Königs Friedrich August ab. Der Großherzog von Oldenburg, der die Versammlung leitete, sprach über die Aufgaben des Schulschiffvereins und hob hervor, daß endlich auch im Binnen^ lande immer mehr die Erkenntnis sich Bahn breche, von welch großer Bedeutung die Bestrebungen des Vereins süt