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* NekruLen-Bereidiguug. Heuk vormittag wurden die Rekruten der hiesigen beiden Regimenter vereidigt.
* Zur Umgestaltung der Verkehrstruppen er. fährt die „Inf." von militärischer Seite, daß der Sitz der neu zu bildenden „ W e st b rig a d e ", die aus dem III. Eisenbahnregiment und einem neu zu bildenden IV. Regiment bestehen wird, in Hanau sein soll.
* Der Maulkorbzwang für Hunde Die Kgl. Polizeidirektion macht im amtlichen Teile unserer heutigen Ausgabe bekannt, daß das erneute Auftreten der Tollwut bei Hunden in mehreren Kreisen des Regierungsbezirks Cassel und in den benachbarten Regierungsbezirken die ernstliche Bekämpfung, dieser die Gesundheit von Menschen und Tieren in hohem Grade bedrohenden Krankheit erforderlich erscheinen läßt. Aus diesem Grunde wird wiederholt auf die Polizeioerordnung vom 5. Februar 1904 betreffend den Maulkorb- zwang für Hunde aufmerksam gemacht. Nach § 1 dieser Verord- nung müssen Hunde der nachbenannten Rassen: 1. Bernhardiner, 2. Doggen (deutsche, Ulmer, dänische Doggen und ihre Abarten), 3. Bullenbeißer und Bulldoggen, ^. Fleischerhunde jeder Art, 5. alle bissigen Hunde, sofern sie auf öffentlichen Straßen und Plätzen sowie an Orten, an denen Menschen zu verkehren pflegen, umherlaufen oder sich aufhalten, mit einem Maulkorb versehen sein, welcher das Beißen unmöglich macht. Dem Maulkorbzwang unterliegen ferner Kreuzungen der unter Ziffer 1—3 aufgeführten Hunderassen sowie auch Ziehhunde, solange sie eingespannt sind.
* Erholungsheim. Der Frankfurter Verein für Unterbringung kränklicher Kinder im Soolbad Orb hat die Errichtung eines Erholungsheims auf dem Burgberg bei Fieber beschlossen. Dort sollen diejenigen Kinder Aufnahme finden, denen man in Orb selbst keine Unterkunft mehr ge« währen kann.
* Stadttheater. Es sei nochmals auf die heute abend 6 Uhr bei kleinen Preisen stattfindende Vorstellung von „Emilia Galotti" hingewiesen. — Morgen Sonntag nachmittag wird das auch hier mit so starkem Beifall auf* genommene Lustspiel „Der Familientag" zum letzten Male gegeben. Den „Ludolf" spielt wieder Herr Direktor S t e f f t e r. — Der abends erstmalig zur Aufführung ge- langende Schwank „Der Weg z u r H ö l l e" wird in den Hauptrollen wie folgt besetzt sein: Dornwald: Herr Pröls; Agathe: Frau Albes; Tilly: Frl. Köchy; Hugo: Herr Korff; Arthur: Herr Perino; Lola: Frl. Laris; Duriano: Herr Wieberg; Framelli: Herr Land, und Barakoff: Herr Steven. — Vorverkauf heute Samstag nachmittag von 4—5 Uhr.
* Parolemustk. Die Kapelle des Inf.-Regt». Hessen- Homburg Nr. 166 spielt morgen mittag im Schloßgarten folgende Stücke: „Alte Kameraden", Marsch von Theile; Ouv. z. Op. „Mignon" von Thomas; „Lebende Lieder", Walzer von Morena; „Das Herz am Rhein", Lied von Hill; Phantasie aus „Lohengrin" von Wagner.
* Hanauer Kleinbahnen. Wie die Direktion der Hanauer Kleinbahnen bekannt gibt, verkehren am 20. und 27. Oktober Sonderzüge. Der Fahrplan ist bei jeder Station ausgelegt.
* Im Kaiserpanorama werden uns diese Woche eine Reihe der schönsten Punkte des mit Naturschönheiten so verschwenderisch ausgestatteten Tiroler Landes, speziell die Oetztaler Alpen vor Augen geführt. Malerische Gebirgsszenerien in reicher Fülle, funkelnde Eiskrotten, ein Truppenabstieg von der Dreisprachenspitze, prächtige Fernsichten und anderes mehr bieten sich hier dem Beschauer dar. Ein Besuch dürfte jedermann befriedigen.
* Das HahnenkammhauS ist mit Sonntags geöffnet.
* Gesangverein „Fröhlichkeit" — Herrenabend. Um den falschen Gerüchten in der Stadt zu begegnen, werden wir ersucht mitzuteilen, daß bet dem heute abend 8 Uhr im „Deutschen Hau S" stattfindenden Herrenabend die Kapelle des 168. Jnfanterie-Regt». [aus Offenbach unter persönlicher Leitung deS Herrn Musik- dirigenten M. Pagel und unter Mitwirkung des Fürstl. Lippeschen Kammervirtuosen Konzertmeisters Herrn Hans Lange den instrumentalen Teil ausführt.
* Oktobersest Wie aus dem Annoncenteil ersichtlich, findet morgen Sonntag abend großes Oktoberfe st im Saalbau „zum Deutschen Haus" statt, zu welchem eine Abteilung der Ulanenkapelle konzertiert. Während des Konzertes finden humoristische Vorträge und Tänze statt, und dürften den Besuchern einige vergnügte Stunden in Aussicht stehen.
* Hanauer Orpheum Für Sonntag den 20. Oktober ist ein großartiges Variötè-Programm mit neuen Schlagern vorgesehen.
* Frankfurter Bau Von Samstag bis zum Montag konzertiert eine gute Damenkapelle. Ein Besuch ist zu empfehlen.
* Nachkirchweih findet morgen in K e s s e l ft a d t statt und wird von 5 Uhr nachmittags ab auf der „Schönen Aussicht" Tanz veranstaltet werden.
* Kirchweihfest wird morgen in Langendieb ach, Rückingen und Oberissigheim gefeiert.
Die städtische Bibliothek
Gärtnerstraße 67 (alte Zeichenakademie) ist Sonntags, Mittwochs und Samstags von 11 bis 1 Uhr zur kostenfreien Benutzung für das Publikum geöffnet. — Gesamtkataloge sind in der Bibliothek zu haben.
0 Dörnigheim, 19. Oft. (Ausstellun g). Der hiesige Obst- und Gartenbauverein hält morgen Sonntag und nächsten Montag im Gasthaus „zum Frankfurter Hof" eine lokale Obst- und G e m ü s e a u s st e l l u n g ab, dir recht reichhaltig zu werden verspricht, da viele Aussteller angemeldet haben. '
0 Kilianstädten, 19. Oktbr. (Innere Mission.) In unserer Gemeinde wird am Sonntag den 20. Oktober, von nachmittags 2*/» Uhr ab, ein Fest für innere Mission abgehÄten. Al» Festprediger find gewonnen: Herr Stadt-
Samstag
Missionsinspektor Pfarrer Veidt-Frankfurt und Herr Anstaltsgeistlicher Pfarrer Fliedner von Hephata. Alle Freunde der inneren Mission sind herzlichst zu dem Feste eingeladen.
M arktbericht.
HaNaU, 19. Oktober. (Lebensmittelpreise.) Geflügel: Tauben, das Pärchen 0.90 bis 1.— M.: ein alter Hahn 1.70—2.— Mark; ein junger Hahn 0.90 bis 1.30 Mk.; ein Huhn 1.70 bis 2.— Mark; eine Ente 2.00 bis 2.50 Mark; eine Gans 3.50 bis 4.— Mark; Gans, gerupft, 70 Pfennig, 1/2 Kilogramm; Fische: gewöhnt. Sorte 35 Pfennig, bessere Sorte 40 Pfg., Aal 1.— Mk., Hecht 1.20 Mk., Bresem 60 Pfennig, Barben 60-70 Pfennig, Barsch 70-75 Pfg. Karpfen — Mk., V« Kilogramm. Gemüse: Meerrettich die Stange 10—20 Pfg., Spargel, Pfund — Pfg., Blumenkohl, d. Stück 20—40 Pfg., Kopfsalat, St. 5-8 Pfg., Endivien, daS Stück 5—10 Pfg.; Rettich, das Stück 5—10 Pfg.; Ober- Kohlrabi, das Stück 5—10 Pfg.; Unter-Kohlrabi 10—15 Pf., Wirsing, d. Stück 6—15 Pfg; Weißkraut, d. Strick 10—15 Pfg., Rotkraut, das Stück 1Ö—25 Pfg., Sellerie, das Stück 5—15 Pfg.; Gurken, St. —.— Pfg.; Gurken zum Einmachen das Hundert —.— Mark; gelbe Rüben, das Bündel 6—8 Pfennig; Neue Erbsen, das Pfund — Pfg., neue Bohnen, das Pfd. 20—30 Pfg., Schnittkohl — Pfg., Rosenkohl, Pfd. 30—35 Pfg., Schwarzwurzeln, 1 Port. 30 Pfg., Spinat, die Port. 20 Pfennig, Schmalzkraut, die Portion 10 bis 20 Pfennig; Kartoffeln, das Doppelliter 10 Pfennig. — Obst: Trauben, Pfund 20—40 Pfg.; Himbeeren, */, Liter— Pfg., Heidelbeeren, das */, Liter — Pfennig, Aepfel, das Pfund 15 bis 30 Pfennig; Birnen, das Pfund 15—25 Pfg., Zwetschen, d. Hund. 20-25 Pfg., Nüsse, d. Hund. 35—50 Pfg., Pfirsiche, das Pfund 20—50 Pfennig, Citronen, das Stück 5—8 Pfg., Apfelsinen, das Stück 0—00 Pfennig; Paradiesäpfel, Pfund 12—20 Pfennig. — Verschiedenes: Butter, das Pfund 1,35 bis 1,40 Mk.; Käse, 1 Stück 4—6 Pfennig; Eier, Stück 6—9 Pfg.; Gänseeier, Stück — Pfg., Zwiebeln, Doppell. 20 Pfg.; Welschkorn, —.— Pfg., Radieschen, das Bündel 10 Pfennig; Kastanien, Pfund 30 Pfg., Weizenmehl, 1. Sorte 20 Pfennig; 2. Sorte
18 Pfg.; 3. Sorte — Pfennig. 1 Spansau 4—5 Mk.
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SvreMaal.
Anfrage an die verehrt. Theaterdirektion.
Könnte vielleicht in der jetzigen Saison nicht einmal „Der Strom" und „Der Trompeter von Säkkingen" zur Aufführung gelangen, ebenso „Preziosa" ?
Mehrere eifrige Theaterbesucherinnen
Barometerstand
Negen (SMut^^m §
12 Uhr am 18./10.
Sehr trocken Beständig *
Schön 760—
Veränderlich
Für Errichtung eines Aussichtsturmes auf dem
Buchberge bei Langenselbold gingen ein
Karl Berberich..... 5.00 Mk.
Voriger Betrag . . . . 1812.00 „
Zusammen bis jetzt 1817.00 Mk.
Weitere Spenden nimmt gerne entgegen die Redaktion des „Hanauer Anzeigers"
Hus Hab und fern.
W. Eaffel, 18. Oktbr. Im Karlsauepark am Fuldaufer wurde ein Reisekoffer gefunden, der dem stud. phil. Ernst Besserer aus Göttingen, gebürtig in Duisburg gehörte. Laut einer Niederschrift in einem vorgefundenen Notizbuche wollte er den Tod durch Ertrinken suchen. Sein^ Leiche ist noch nicht aufgefunden worden.
Schlüchtern, 18. Oktbr. Dienstag abend gegen halb 8 Uhr sausten zwei Radfahrer zwischen Herolz und Vollmerz einen steilen Berg hinunter und stürzten so unglücklich gegenander, daß der eine ein Bein brach und ihm da» Blut aus dem Munde floß, der andere hat eine starke Verletzung an der Schläfe erlitten, sodaß er bewußtlos darniederliegt.
)( Fulda, 18. Okt. Der Metzgergeselle Hieronymus von hier wurde heute morgen vom Bette heraus verhaftet. Er ist verdächtig, hier und auswärts Diebstähle und Betrug verübt zu haben.
Wiesbaden, 17. Oktbr. Gestern stand vor dem hiesigen Amtsgericht ein Verhandlungstermin au, an dem ein Landmann beteiligt war, und in dessen Verlauf um ein Objekt von sage und schreibe 10 Pfennigen zwei Eide geschworen wurden, einer dahin, daß es nicht wahr sei, daß er ein Darlehen von 10 Pfg. erhalten, und ein zweiter, es sei nicht wahr, daß er dieses Darlehen zurückbezahlt habe.
Frankfurt, 18. Oktbr. Der Kassierer des Verbandes für Turnsport, Theo Kirchheim, der zur Zeit bei der städt. Zahlstelle 1 hier beschäftigt ist, hat dem genannten Verbände 2600 Mk. unterschlagen. Er ist geständig und befindet sich auf freiem Fuß.
Rüsselsheim, 17. Oktbr. Hier erschoß sich in seinâ Behausung der 59jährige Kaufmann Johann Baumann B., der den Feldzug 1870—71 mitgemacht hat, lud daß Gewehr mit Wasser und schoß sich in den Mund, so daß der Schädel völlig auseinander gerissen wurde. Was ihn zur Tat veranlaßte, ist unbekannt; seine Verhältnisse foUefl ganz gute sein.
Darmstadt, 18. Oktober. Der Großherzog hat der „Darmst. Ztg." zufolge zu Mitgliedern der historischen Kommission für das Großherzogtum Hessen weiter ernannt den Pfarrer D. Dr. Wilhelm Diehl-Darmstadt, den Professor an der Landesuniversität Geheimen Kirchenrat D. Dr. Gustav Krüger-Gießen, den Oberlandesgerichtspräsidenten Dr. Adolf Lippold-Darmstadt, den Professor an der Landesuniversität Dr. Felix Rachfahl-Gießen, den Oberlehrer Prof. Dr. Heinrich Schrohe-Mainz und den Professor Karl Necker- ling-Worms.
§8 Klein-Linden, 18. Oktbr. Im Bahnhof Gießen überfahren und getötet wurde heute abend der Schreiner Kaspar Beitz aus Dutenhofen, der bei der Firma Ed. Müller-Gießen im Dienst stand. Er hatte am Güterbahnhof Dielen ausgeladen und wollte sich nach getaner Arbeit — um zuzustrecken — über den Bahnkörper nach seinem Zug begeben, der ihn um 6.30 Uhr nach Hause bringen sollte. Da fuhr gerade der Personenzug 797 aus Frankfurt ein, dir Maschine erfaßte den Schreiner und schleifte ihn etwa 250 Meter. Als der Zug hielt war Beitz tot, diè Maschine hatte ihm den Kopf zerschmettert, während man sonst keine Verletzungen bemerkte. Beitz ist etwa 30 Iahn alt und hinterläßt eine Witwe mit 8 kleinen Kindern in bedrängten Verhältnissen.
Hus aller Welt.
Sturm. An der englischen Ost- und Südküste herrscht starker Sturm; die den Kanal passierenden Dampfer leiden unter schwerer See. Ein Dampfer, der Dover al» Nothafen anlief, wurde gegen den Prinee of Wales-Pier geworfen und am Heck schwer beschädigt.
Stiftungen. Die Witwe Karl Tölle in Barmen hat zum Andenken an ihren verstorbenen Gatten 20 000 M. für den Verschönernngsverein und 10 000 M. für die Unter» barmer Anlagen gestiftet.
Chulalongkorns Juwele« geraubt. Nach einer Meldung aus London ist eine dortige Juwelenfirma von ihrem Vertreter in Rom benachrichtigt worden, daß die Juwelen, welche für den König von Siam bestimmt waren, zwischen' Rom'und Neapel entwendet worden seien.
Gin Bekenntnis der reichsten Frau bet Welt. Jrs. Hetty Green, die reichste Frau der Welt, die ihr ungeheures Vermögen mit dem größten Geschick verwaltet und vermehrt, hat sich in ihrer eigenartig klugen Weise ut einem Interviewer über ein paar aktuelle Fragen geäußert: Ueber die Heiraten von reichen Amerikanerinnen an europäische Herzöge, Fürsten und Grafen, sprach sie sich sehr abfällig aus. „Ich bin froh", meinte sie „daß Gladys Vanderbilt nicht meine Tochter ist. Cs gibt Tausende von ehrenwerten jungen arbeitsamen Männern in den Vereinigten Staaten, die gut und tüchtig genug sind, um die Gatten eines jeden Mädchens zu werden. Mädchen, die nach Europa gehen, um sich von dort her ihre Männer zu holen, verdienen das Schicksal, das sie finden, ja noch viel schlimmeres. Wollte mein Sohn eine Ausländerin heiraten, weil ihm die Verbindung mit ihk einen Titel einbringt, so würde ich mich von ihm loSsagen» Eine Mutter, die fünf Millionen Dollar für einen Titel zahlte den sie ihrer Tochter verschafft, soll nicht erwarten, einen Schwiegersohn zu finden; sie wird höchstens für ihre fünf Millionen einen Bedienten finden, und die bedürfte für ihrs sinnlose Tat viel eher eines Wächters, der auf sie aufpaßt", Die Gerüchte, die davon sprachen, daß Mrs. Green sich vosi ihren Geschäften zurückziehen werde, erklärt sie für falsch. „Wenn ich zu arbeiten aufhöre, dann soll mein LebenSwerk ist dieser Welt getan sein. 42 Jahre hindurch bin ich tätig gewesen und die Arbeit hat mich jung und glücklich gemacht« Nicht das Geld ist es, nach dem ich verlange, sondern daS Glück, das mir aus meiner Tätigkeit erwächst. Geld bars unS jg nur ein Mittel sein, um glücklich zu werden. Als ich mich vor den Entschluß gestellt sah, die Verwaltung meines Vermögens selbst zu führen, um zu erhalten, was mir mein Vater hinterlassen, da verbannte ich jeden Gedanken daran aus meiner Seele, je nach einer gesellschaftlichen Stellung zu strebens
Drahtnachrichten
Die Vorgänge in Ruhland.
Odessa, 19. Okt. Zahlreichen Mitgliedern des russischen Bundes,, die an den letzten Judenhetzen teilgenornmen gattet^ waren ihre Waffen von der Polizei weggenommen wordett. Jetzt wurde der Polizei von der Gendarmerieverwaltung befohlen, den Mitgliedern die Waffen zurück^ z u g e b e n.
Gegen den Antimilitarismus.
Paris, 19. Oktbr. Der der geeinigten sozialistische» Partei angehörige Deputierte Paul Brouffe nimmt in seinent heute zum ersten Male erschienenen Blatte „Prolötaire" gegeH den HervèiSmus entschieden Stellung und erklärt, es sei un-j abweislich notwendig, daß der Antimilitarismus aus deH sozialistischen Partei wieder hinausgetrieben werde. Einè Anzahl Mitglieder der geeinigten sozialistischen Partei roerbett als Mitarbeiter des neuen Blattes genannt. Man glaubt daß in der nächsten Parteisitzung, welche anläßlich b« Kammereröffnung stattfindet, der infolge des HervSismuS ausgebrochene Zwist in schärfster Weise zu Tage treten w«dâ
Sozialdemokratische Sünder.
Karlsruhe, 19. Oktbr. Die Genossen Kolb und $tj Frank werden sich schon morgen vor einem ParteigenchtShosi bestehend aus der sozialdemokratischen Landtagsfraktion, oeM Landesvorstand und den Vertretern der beiden badisches Parteiblätter wegen ihrer Teilnahme an der BeisetzungSfelëß des Großherzogs zu rechtfertigen haben.