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âetoÜonTbruch und Verlag der Buchdruckerei oai Verein.

General-Anzeiger

Amtlishes Organ für SW and fanikrtis Hanan.

O, «aise»h<ms-r in Hanau.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

Oie Mszespalteu« Petitzeile oder deren Ran» SO $^ im SteÜamealÄ bk Zeile 35 Pfg.

Lerantmortl. Redakteur: S. Schrecker « Ham»

M^. 90 Fernsprechanschltttz Nr. 605.

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Amtliches.

Stadtkreis Ffanau.

Bekanntmachnnff.

Die Fußrenleistunfttn für das Stadtbauamt sollen unter Zugrundelegung der Bedingungen für Bewerbung um städtische Arbeiten und Lieferungen öffentlich verdungen werden.

Die Verdingungsunterlagen liegen im Stadtbauamt, Rathaus Zimmer Nr. 19, zur Einsicht aus und können von da bezogen werden.

Verschlossene mit entsprechender Aufschrift versehene An­gebote sind bis zu dem auf Dienstag den 23. April, vormittags 11 Uhr, festgesetzten Eröffnungstermin ein­zureichen.

Die Eröffnung der Angebote erfolgt im Beisein etwa er- zchienener Anbieter.

Zuschlagsfrist 14 Tage.

Hanau den 17. April 1907.

Der Magistrat.

Dr. G e b e s ch u s. 8521

Im Namen des Königs.

In der Strafsache wider den Schuhmacher Gottfried Preuß in Gelnhausen, geboren am 1. Dezember 1862 in Mainz, evangelisch, vorbestraft, wegen Beleidigung hat das Königliche Schöffengericht in Hanau am 19. März 1907 für Recht erkannt:

Der Angeklagte wird wegen öffentlicher Beleidigung des Zugführers Ammer in Fulda verurteilt zu zwanzig Mark subs. fünf Tagen Gefängnis lind zu den Kosten des Verfahrens.

Der Königlichen Eisenbabndirektion in Frankfurt a. M. wird die Befugnis zugesprochen, den entscheidenden Teil des rechtskräftigen Urteils binnen vier Wochen nach dessen Zu­stellung einmal auf Kosten des Angeklagten im hiesigen Kreisblatt zu veröffentlichen.

gez. Dr. Siebert.

Ausgefertigt unter Bescheinigung der Rechtskraft.

Hanau den 28. März 1907.

Der Gerichtsschreiber des Königl. Amtsgerichts Abt. 4.

Rößing, Amtsgerichtssekretär. 8533

Gefundene nnd verlorene Gegenstände re.

Gefunden: 1 silbernes Gliederarmband, 1 goldener Trauring (gez. C. Z. 22. Novbr. 1902), 1 lederne Schreib­mappe, 1 großer Deckelkorb (im Laden Schulstr. 1 stehen geblieben, Empfangnahme daselbst), 1 grauer Damenhand­schuh (rechter).

Verloren: 1 Damenschirin mit Stahlstiel, 1 kleines rotes Portemonnaie mit ca. 80 Pfg. Inhalt, 2 weiße Taschentücher.

Zugelaufen: 1 Bernhardinerhündin (Bastard) und 1 gelb und weißgefleckter Hund (Bastard) männl. Geschl.

Hanau den 18. April 1907.

Hus fianau Stadt und Fand.

Hanau, 18. April.

Beamisn-Persanalnachrichten.

Ernannt: die Rechtskandidaten Scholl und Karl Schmidt zu Referendaren, die diätarischen Gerichtsschreiber- gehilfen H a b e n e y in Marburg zum Gerichtsschreiber beim Amtsgericht in Veckerhagen, A v p e l in Melsungen zum Ge­richtsschreiber beim Amtsgericht in Steinbach-Hallenberg, Schlitt in Rotenburg a./F. zum Gerichtsschreiber beim Amtsgericht in Rauschenberg, Siegmann in Hersfeld zum Gerichtsschreiber beim Amtsgericht in Spangenberg, Haase in Cassel zum Gerichtsschreiber beim Amtsgericht in Carls­hafen, der diätarische Kassenassistent Schmoll in Cassel zum Gerichtsschreiber beim Amtsgericht in Großalmerode.

B e a u f t r a g t: der Regierungsrat G a u p p zu Cassel mit der kommissarischen Verwaltung einer Ratsstelle im Kon­sistorium.

Versetzt: die Gerichtsschreiber: Amtsgerichtssekretär Nielebock in Fritzlar an das Amtsgericht in Cassel, Amts­gerichtssekretär P f I e g i n g in Treysa au das Amtsgericht in Fritzlar, Anitsgerichtssekretär Göbel in Spangenberg an das Amtsgericht in Eschwege, Amtsgerichtssekretär Wieder- h ol d in Oberkaufungen an das Amtsgericht in Treysa, Amtsgerichtssekretär Appel in Rauschenberg an das Amts­gericht in Fulda, Amtsgerichtssekretär Habel in Groß-

Donnerstag den 18. April

almerode an das Amtsgericht in Oberkaufungen, Amtsge­richtssekretär Lich in Carlshafen an das Landgericht in Cassel, Amisgerichtssekretär Löscher in Veckerhagen an das Amts­gericht in M.-G'.adbach (Oberlandesgerichtsbezirk Köln).

Verliehen: dem Generalkommissions - Präsidenten v. B a u m b a ch zu Castel der Rote Adlerorden 2. Klasse mit Eichenlaub und das Ehrenkreuz 2. Klasse des Fürstlich Schaumburg-Lippischen Hausordens, dem ordentlichen Pro­fessor in der medizinischen Fakultät der Universität Marburg, Geheimen Medizinalrat Dr. K ü st e r der Königliche Krouen- orden 2. Klasse, dem Rechnungsrat, Kreissekretär Voß in Marburg der Königliche Kronenorden 3. Klasse, dem Kreis­arzt, Medizinalrat Dr. C o e st e r in Rinteln der Rote Adler­orden 4. Klasse mit der Zahl 50, dem Regierungsrat W i n» t e r und dem Oberlandmesser Koehler zu Cassel der Rote SIblerorben 4. Klasse, dem Regierungsrat T u e r ck e zu Rotenburg a/F. das Ehrenkreuz 3. Klasse des Fürst!. Schaum­burg - Lippischen Hausordens, dem Vermessungsinspektor, Landes-Oekonomierat Förster in Cassel das Waldeck'sche Verdienstkreuz 4. Klasse, dem Regierungsrat Buchholtz bei der Generalkommission in Cassel der Charakter als Geheimer Regierungsrat, dem ordentlichen Professor in der theologischen Fakultät der Universität Marburg D. Budde der Charakter als Konsistorialrat, den prakt. Aerzten : Dr. Baur in Wächtersbach, Dr. Schuman n in Hersfeld und Dr. Zahn in Hünfeld der Charakter als Sanitätsrat, dem Landmesser Bruhns zu Schmalkalden eine etatsmäßige Bermessungs« beamtenstelle.

Entlassen auf Antrag: der Rentner Rudolf K ü st n e r in Hanau aus dem Amte als Handelsrichter bei dem Landgericht in Hanau.

* Befördert wurde zum Leutnant mit Patent vom 16. Sept. 1905 Fähnrich Schmidt im Thüriug. Ulanen- Regiment Nr. 6.

* Personalien. Ernannt wurden zu O berhaHu­ll f s i st e n t e n die Eisenbahnassistenten Bernhardt, Eisenträger, Glowicki, Häuser, Kälble, Kempf, Liedebrand, Schwalm, Wolter, sämtlich auf Hanau-Ostbahnhof, Maurer, Deibel und Schmitt vom Westbahnhof.

* Pfarrstelle. Bewerber um die infolge Versetzung I ihres seitherigen Inhabers zur Erledigung gekommene Pfarr- stelle zu Caßdorf, Klasse Homberg, haben ihre Meldungs- gesuche durch Vermittelung ihres zuständigen Superinteu- benten an Königliches Konsistorium in Cassel einzureichen.

a Musterung. Freitag den 19. April: Musterung der Militärpflichtigen der Stadt Hanau, welche im Jabre 1885 geboren sind und deren Familiennamen mit den Buch­staben A bis einschl. Z. beginnen, sowie diejenigen älteren Jahrgänge, welche eine definitive Entscheidung noch nicht er­halten haben. Samstag den 20. April: Verhandlung der sämtlichen durch Zurückstellung nicht erledigten Reklamationen des Stadtkreises Hanau, Klassifikation und Losung.

* Die Diesjährige Diözesan-Konferenz der evan­gelischen Geistlichen der Diözese Hanau findet am nächsten Mittwoch (24. April) von vormittags 10 Uhr ab unter der Leitung des Superintendenten in Wilhelmsbad statt. Die beiden wichtigsten Verhandlungsgegeustände werden seinDie Stellung des evangel. Geistlichen zu den christlichen Gewerk­schaften", Referent Konsistorialrat Pfarrer Mahling, Frankfurt a. M. undAmt und Aufgabe des Fürsorgers", Referent Geh. Regierungsrat Landesrat Dr. O s ins, Cassel. Die Verhandlungen über das letztgenannte Thema beginnen nachmittags 31/s Uhr und sind im Gegensatz 311 den anderen Verhandlungen und Beratungen der Konferenz öffentlich. Jedermann, der Interesse an den Ausführungen des Für- sorge-Erziehungs-Gcsetzes und an dem Amt eines Fürsorgers insbesondere hat, kann an diesen Ve Handlungen teilnehmen und ist dazu eingeladen. Wir glauben bei der Wichtigkeit | dieses Verhandlungsgegenstandes auch an dieser Stelle I auf diese Versammlung aufmerksam machen zu sollen und ist zu wünschen, daß eine rege Beteiligung an derselben statt- findet.

* HanauBüdingen. Die Gemeindevertretung Büdingens erklärte sich zur Erfüllung der geforderten Be­dingungen für den Bahnbau HanauBüdingen bereit, wenn das Empfangsgebäude der neuen Bahn dem der Staatsbahn gegenüber errichtet wird.

* Kalkwerke-Miiengesellschaft vorm. Hein u. Stenger, Aschaffenburg tmb Hgnan (vorm. W. Kämmerer jr.). Dem Geschäftsbericht pro 1906 entnehmen wir, daß im vergangenen Jahre wiederum be­friedigend gearbeitet wurde und nach reichlichen Abschreibungen

Fernsprechanschlutz Nr. 605. 1907

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sowie Dotierung des Reservefonds eine Dividende von 8°/ der am 25. ds. Mts. stattfindenden Generalversammlung in Vorschlag gebracht wird.

* Was von einem Oberbürgermeister alles verlangt wird. In derHess. Landeszeitung" finden wir folgende Einsendungmehrerer Marburger Bürger" : Da Herr Hölzerkopf aus Iserlohn wegen der ziemlich be­deutenden Gegnerschaft nicht nach Marburg geht und somit eine neue Wahl anberaumt wird, ist es der Wunsch vieler Bürger, ein Stadtoberhaupl zu erhalten, das verheiratet und und auch mit Kindern gesegnet i st. (Herr Hölzer­kopf hat keine Kinder.) Unser alter Herr Geheimrat Schüler war trotz seines Junggesellentums stets ein großer Kinder­freund. Wir empfehlen unsern Herrn Stadtverordneten, auch diesem Punkte bei der Wahl Rechnuug zu tragen."

* Jubelfeier der Durngemeinde. Es sei darauf hingewiesen, daß die den Mitgliedern der Turngemeinde be­reits zugestellten Karten zum freien Eintritt für den nächsten Samstag ftattfinbenben Festkoinmers sowohl als auch für den Ball am Sonntag abend berechtigen. Wegen der zu er­wartenden allseitigen Beteiligung kann die Einführung von Freunden nur in beschränkter Zahl gestattet werden.

* Dramatisch-literarischer VereinHanan". Der anhaltende Mangel an guten und passenden Novitäten veranlaßt den Verein diesmal auf ein bereits gespieltes Stück zurückzugreifen. Was die Saison von guten neuen Sachen gebracht hatte, mußte, so weit es für den Verein überhaupt erhältlich war, als nicht geeignet betrachtet werden, da ent­weder die Tendenz eine zu freie war ober die dekorativen Anforderungen auf der kleinen Bühne nicht zu bewältigen waren. In Anbetracht der überaus guten Aufnahme, die das Schauspiel D'Mali von Max Bernstein vor 4 Jahren fand, und unter Berücksichtigung des Umstandes, daß der Verein damals nur einige 30 passive Mitglieder zählte und nur einen Abend spielte, wurde der Beschluß gefaßt, am Diens­tag den 23. und am Mittwoch den 24. April das Stück in vorwiegend neuer Besetzung nochmals aufzuführen. Karten­verkauf erfolgt Ende dieser Woche.

* Bierbrauerei und Gastwirt. Verstößt ein Ver­trag, wodurch ein Wirt gegenüber einer Brauerei gegen Ge­währung eines Darlehns zur Bierabnahme auf die Dauer von mindestens fünf Jahren sich verpflichtet, gegen die guten Sitten? B. G.-B. § 138. Diese von dem Landgericht Duisburg und dem Oberlandesgericht Hamm bejahte Frage wurde im Gegensatz dazu von dem Reichsgericht verneint. Das Reichsgericht führt aus:Verträge, zufolge deren ein Wirt gegen Gewährung eines Darlehens gegenüber einer Bierbrauerei zur Abnahme des Bierbedarfs auf eine längere Zeitdauer sich verpflichtet, und die Rückzahlung des Dar­lehens durch einen Aufschlag auf den Dierpreis erfolgt, ge­hören zu beii häufigen Erscheinungen des heutigen Geschäfts­lebens und dienen dem Interesse beider Vertragsteile, dem Wirt, der mangels genügender eigner Mittel durch Ge­währung des Darlehens in den Stand gesetzt wird, sich eine selbständige Existenz zu gründen, ober den Geschäftsbetrieb zu vergrößern, oder weiteren Kredit sich zu verschaffen; der Brauerei, die dadurch auf eine bestimmte Zeit sich die Kund­schaft sichert und entsprechend mit ihrem Geschäftsbetrieb, ins­besondere ihrer Produktion sich einrichten kann. In der Natur der Verhältnisse liegt es einerseits, daß mittellose An­fänger oder in nicht günstiger Vermögenslage befindliche Wirte mit Rücksicht auf das mit der Kreditgewährung immerhin verbundene größere oder geringere Risiko sich lästigeren Vertragsbedingungen unterwerfen müssen, als Ab­nehmer, deren Kreditwürdigkeit einem Bedenken nicht unter­liegt, andererseits daß die Brauereien das Aequivalent dafür, daß sie flüssige Mittel ihrem Geschäfte entziehen und in kleineren Beträgen mehr oder minder unsicher anlegen, nicht in der üblichen Verzinsung der Darlehen, sondern vielmehr in der Forderung ihres eigentlichen Geschäftsbetriebes deS Dierabsatzes suchen. (Frankf. Ztg.)

* Wettspiel. Am vergangenen Sonntag spielte bi» 1. Mannschaft des Hanauer Svortvereins, wie bereits ge­meldet, gegen die gleiche Mannschaft des Aschaffenburger Fußballklubs Kickers. Sportverein konnte nach scharfem Spiel den Sieg mit 3:0 Goal erringen. Kommenden Sonntag beginnen die Verbandswettspiele in dem neuen Verband D. F.-B. Voraussichtlich spielt an diesem Tag» die 1. u. 2. Mannschaft des Sportvereins auf dem Exerzier­platz gegen die beiden gleichen Mannschaften des 1. "Stein- Heimer Fußballklubs 1905.

* Gteckbrief. Der Kanonier Enoch Kirchner hat sich nm 15. d. Mts. von seinem Truppenteile, der 3. Batterie 2. Kurh. Feld.-Art.-Regts. Nr. 47, Garnison Fulda, ohn» Erlaubnis entfernt und ist bis jetzt nicht zurückgekehrt. Nach dem ergangenen Steckbriefe ist Kirchner 19 Jahre alt, 1,73 m groß, hat schwarzes Haar, schmales langes Gesicht, blaff,