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Nr. 191 Fernfprechanfchlnst Nr. 605.
§siHI vtnj den 17, August Fernfprechanschlutz Nr. 665. 1907
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14 Seite«.
Hus Ran au Stadt und Tand.
Hanau, 17. August.
Stadtverordnetenwahl in Hanau-Keffelstadt betr.
Zu dem in Nr. 190 ds. Bl. erschienenen Artikeln die Wahl zur Stadtverordneten-Vertretung betr. erlaubt sich Einsender einige Worte zu sagen. Wie bekannt, find 8 Kandidaten von der am 12. ds. stattgehabten Bürgerversammlung hier in Vorschlag gebracht worden. Wer die gegenwärtige Lage der Bürgerschaft des neuen Hanauer Stadtteiles ruhig und ohne Vorurteil erwägt, muß sich sagen, daß es beim Uebergang Kesselstadts in die Gemeindeverwaltung Hanau nicht auf die Vertretung einer Berufsklasse — späterhin mag das erforderlich sein — noch viel weniger auf die Zugehörigkeit zu einer politischen Partei, sondern vor allem darauf ankommt, daß das Wohl des Ganzen im Auge behalten und daher das Mandat Männern übertragen wird, welche diesen hohen Standpunkt mit Umficht und weiser Mäßigung vertreten zu können befähigt find.
Es ist sicher, daß die Eingemeindung und ihre Folgen tine Menge Rechtsfragen aufwerfen werden, die nur durch rinen Rechtskundigen sicher beurteilt und sachgemäß vertreten werden können. Wer möchte sich da nicht freuen, daß das seitherige^ Dorf Kesselstadt in der beneidenswerten Lage ist, einen Bürger in seiner Mitte zu haben, wie den Herrn Justizrat Hecht, der bereit ist, sein ganzes Können dem Wohl des Ganzen, dem er angehört, zu Diensten zu stellen? Wir möchten doch bitten, dem alten Zopf des Knopfab- fragens: „Ist er von Kesselstadt oder fremd?" mit dem Eintritt in die neue Aera endlich einmal Valet zu sagen.
Daß Herr Fabrikant Ph. Wild keinen Widerspruch mit seiner Kandidatur für die 2. Wählerabteilung erfahren hat, ist im höchsten Maße erfreulich. Sein ehrbarer, lauterer Charakter, seine geschäftliche Umsicht und weiter Blick verbunden mit einem warmen Herzen für Fortschreiten und Gedeihen seiner Vaterstadt lassen ihn zum berufensten Vertreter wie geschaffen erscheinen, der im Bunde mit dem gleichfalls Alt-Kesselstädter und MagistratsmitgliedeHerrn Holzinger ernstlich bestrebt sein wird, die Rechte und Bedürfnisse von Kesselstadt aufs kräftigste zu vertreten.
, Der Vorschlag zur Wahl des Maschinenmeisters Herrn R^i e s e in der 3. Abteilung sollte am allerwenigsten be- mäkelt werden. Ein Mann, der das Leben und seine zeitgemäßen Forderungen genau hat kennen gelernt, ein freier, vorurteilsfreier, nach keiner Seite hin gebundener oder verpflichteter Arbeitsmann, ein. deutscher Mann, gerade und ehrlich wie es diesem geziemt, wird er mit gesundem Urteil alle im Falle seiner Wahl an ihn herantretenden Fragen zu erwägen und im Sinne des von ihm vertretenen Gemeindebezirkes zu wirken wissen. Solche Männer brauchen wir, die, wenn es gilt, auch Verstand und Herz mit begeistertem Wort Ausdruck zu geben in der Lage sind.
Soviel zur Charakterisierung der von der Bürgerversammlung zur Wahl vorgeschlagenen Kandidaten. Nun ist die Reihe an den Bürgern zu Kesselstadt I Tue ein jeder feine Schuldigkeit am Wahltage! Nur keine Zersplitterung! Zeit, Gelegenheit und Umstände vertragen das jetzt nicht! Der ernsteste Wunsch des Einsenders ist, daß die so hochwichtige Sache in unserer Bürgerschaft kein kleines Geschlecht finden möge. X.
Die Wahl der Stadtverordneten in Hanau-Keffelstadt.
Wenn man sich die gestrigen Ausführungen im „Han. Anz." be!l cstend „ ^tadtverordnetenwahlen" durchliest, so könnte man meinen ein treuer Leser der „Volksstimme" habe die n^rr ^o9^^ ^ rCm Zwecke, bei den bürgerlichen Wahlern Zersplitterung herbeizuführen. Noch immer scheinen rV Ä 9cIerfnt SU haben, daß Einigkeit stark macht. Zu der Wählerversammlung, die am 13. d. Mts. im Gasthaus „Zum Schwan abgehalten wurde, waren rund 500 Ein- labungen ergangen; ein jeder Bürger sollte Gelegenheit haben, bei der Aufstellung der Kandidaten seiner Meinung Ausdruck zu geben und die Kandadlten persönlich kennen zu lernen. Die Wähler der 1. und 2. Klasse waren sämtlich eingeladen, von den Wählern der 3. Abteilung haben nur die ausgesprochenen Sozialdemokraten keine Einladungen erhalten. Was den Verlauf der Versammlung anbelangt, so kann man nach jeder Richtung hin damit zufrieden sein. Es ist sich, wie man das von deutschen Männern erwarten muß.
rückhaltslos offen /und ehrlich ausgesprochen worden. Damit in der 8. Klasse, in der vor allen Dingen Einmütigkeit not tut, eine Einmütigkeit erzielt wurde, zog Herr Kittsteiner seine Kandidatur zurück. Alle Anwesenden waren der Meinung, daß Herr Riese, der selbst Wähler der 3. Abteilung ist, der geeignete Mann sei, die Interessen von dem „Gesamt-Kesselstadt" zu vertreten. Schlimm wäre es natürlich, wenn nicht noch andere Männer das auch könnten. Aber — wohlgemerkt — wir können nur einen wählen. Lasse sich deshalb kein Wähler durch einen, der sich in den Schmollwinkel zurückgezogen hat, abhalten, am Wahltag an die Wahlurne zu treten und dem Kandidaten der 3. Klasse, Herrn Ferdinand Riese, seine Stimme zu geben. Nur Einigkeit macht stark.
Auch in der 2. Ktasse ließ man, um ebenfalls Einmütigkeit zu erzielen, die Kandidatur von Herrn Rüttgers fallen — er war auch nicht anwesend — und stellte einstimmig Herrn Wild auf. Für die 1. Klaffe wurde Herr Justizrat Hecht aufgestellt. Auch in ihm hat sich uns eine Persönlichkeit repräsentiert, der ein jeder Wähler der 1. Klasse ohne Bedenken seine Stimme geben kann. 1.
Wähler Kesselstadts!
Wählt in der 3. Abteilung Herrn Maschinenmeister Riese, in der 2. Abt. Herrn Bijouteriefabrikant Ph. Wild, in der 1. Abt. Herrn Justizrat C. Hecht.
* Manöver. Die Postbehörde macht im Hinblick auf die bevorstehenden größeren Herbstübungen der Truppen und das Kaisermanöver darauf aufmerksam, daß es für die regelmäßige Beförderung und pünktliche Zustellung der an die Offiziere und Mannschaften der Manövertruppen gerichteten Postsendungen durchaus erforderlich ist, in den Aufschriften der Sendungen außer dem Namen und dem Dienstgrade des Empfängers auch den Truppenteil (Regiment, Kompanie, Eskadron, Batterie re.) sowie den st ä n- digen Garnisonort anzugeben.
* Kirchenchor der Johanniskirche. N ä ch st e n Montag, den 19. d. M., abends 8 Uhr, findet die erste Probe im Uebungssaal der Kirche statt. Die Mitglieder werden dazu mit dem Bemerken frdl. eingeladen, daß nach der Uebungsstunde eine kurze Besprechung über die bekannte Angelegenheit stattfindet. Stimmbegabte Damen und Herren finden im Verein freundliche Aufnahme, und es kann die Anmeldung beim Dirigenten des Vereins jederzeit bewirkt werden.
* Diözesan-Missionsfest. Das diesjährige Diözesan- Missionsfest wird Sonntag den 18. d. Mts. in Langendiebach gefeiert, wozu herzliche Einladung ergeht. F e ft« g o t t e s d i e n st: Nachmittags 2^2 Uhr: Herr Pfarrer Klotz aus Holzhausen und Herr Missionar Krüger aus China. Mitwirkung des Langendiebacher Kirchenchors. N a ch v e r s a m m l un g um 5 Uhr mit Ansprachen der Herren Superintendent Fritsch, Missionar Krüger, Pfarrer Goebels.
* Keine Rückfahrkarten. Die von mehreren Tagesblättern gebrachte Nachricht, daß im Ministerium der öffentlichen Arbeiten Erwägungen über die Wiedereinführung der früheren Rückfahrkarten schwebten, ist unzutreffend.
* Sanitätskolonne vom Roten Kreuz. Sonntag früh 6^2 Uhr Uebung an der Bezirksschule I.
* Kurort Wilhelmsbad. Morgen nachmittag von 4 Uhr ab findet zu Wilhelmsbad großes Militär-Konzert der Kapelle des Jnf.-Regts. Hesfen-Homburg Nr. 166 statt.
* Parolemnstk. Die Kapelle des Jnf.-Regts. Hessen- Homburg Nr. 166 spielt morgen mittag im Schloßgarten folgende Stücke: „Flottenmarsch" vonSchwicker; 2) Ouvertüre z. Operette „Im Reiche des Indra" von Lincke; „Grüße von der Lahn", Walzer von Löber; „Dankgebet", altniederl. Volkslied von Kremser; Potpourri aus „Preciosa" von Weber.
* Festgenommen wurde der Schuhmachergeselle Sch., der einem Kollegen aus dessen Koffer 60 Mk. entwendet hat.
* Das Hahnenkammhans ist täglich geöffnet.
* Sehenswürdigkeiten. „Museum der Wetteraui- fchen Gesellschaft" (Altstädter Schloß, eine Stiege hoch): Geöffnet an Sonn- und Feiertagen vormittags von 11 bis ^21 Uhr. Kindern ohne Begleitung Erwachsener ist der Eintritt nicht gestattet. — „Museum des Hanauer Geschichtsvereins" (Altstädter Rathaus, eine Stiege hoch): Geöffnet an Sonn- und Festtagen vormittags von 11—121/2 Uhr. Kinder unter 12 Jahren haben keinen Zutritt.
* Mainwafferwärme gestern abend 17 Grad.
* Kirchweihfest wird morgen in Bruchköbel ab, gehalten.
, * Bon den Apotheken ist morgen nachmittag von 2—9 Uhr die Hof-Apotheke geöffnet.
* Sommerfest. Wie auch durch Inserat bekannt gegeben, begeht der H. F.-Kl. „Melitta" morgen Sonntag, den 18. d. M., nachmittags 4 Uhr, in dem beliebten, schattigen Garten des Kaiserhofs sein diesjähriges Sommerfest, bestehend aus Konzert, Tanz, Preiskegeln, Preisschießen, Kinderspielen aller Art, sowie bei eintretender Dunkelheit Stellung des beliebten „Fußballtableau". Wir wollen nicht ver- säumena, uf die nützlichen Preise im Preiskegeln und Preisschießen hinzuweisen, ferner ist das bekannte Keltenkarussell am Platze. Da der Verein sonach alles aufgeboten hat, um seinen Besuchern einige genußreiche Stunden zu bereiten, so dürfte bei dem billigen Eintrittspreis von 15 Pfg. ein guter Besuch zu erwarten sein. Hoffentlich macht Jupiter PluoiuS als Zeichen seiner Gunst ein freundliches Gesicht und schenkt einen schönen Tag, damit das mit so vieler Mühe, arrangierte 1. Sommerfest nicht zu Wasser wird.
* Auf zum Hahnenkamm ! Am Sonntag den 18. dieses Monats findet die 3. Hahnenkammkerb statt. Die Wasserloser Kurkapelle wird unter persönlicher Leitung ihres Klarinetten-Virtuosen Fleckenstein das Fest durch ein gut gewähltes Programm zu verherrlichen suchen. ES werden daher jedem Hahnenkammkletterer einige vergnügte Stunden geboten werden.
* Gesellschaft „Neuner". Wie aus dem heutigen Inseratenteil zu ersehen ist, hält die Gesellschaft „Neuner" im Gasthaus zum „Deutschen Schützen" nächsten Sonntag nachmittags 3 Uhr ein großes Gartenfest, verbunden mit verschiedenen Volksbelustigungen, ab.
* Fustballsport. Der erste Hanauer F.-K. 1893 (E. V.) veranstaltet morgen ein Wettspiel auf seinem Sportplatz an der „Schönen Aussicht". Er stellt eine Sommermannschaft gegen die erste Mannschaft des Aschaffenburger F.-K. „Victora", ins Feld. Spielbeginn nachmittags 5 Uhr.
* Ausflug. Der Verband Deutscher Friseurgehilfen veranstaltet am Sonntag der: 18. August einen Ausflug nach Kesselstadt „zum Schwanen". Die Arrangeurs scheuten keine Mühe und Arbeit, Freunden und Gönnern einige vergnügte Stunden zu bereiten. Anfang 4 Uhr. (Siehe Inserat.)
* Spielabteilung der Turngemeinde. Nachdem der am vergangenen Sonntag von der Spielabteilung der Turngemeinde abgehaltene gemütliche Abend in so schöner Weise verlaufen ist und von Seiten der Besucher der Wunsch geäußert wurde, derartige Abende öfter abzuhalten, sieht sich genannte Abteilung veranlaßt, im Anschluß an das morgen stattfindende Wettspiel diesem Wunsche nachzukommen, indem sie hierdurch alle Mitglieder, sowie deren Angehörige zu der morgen von nachmittags 4 Uhr ab stattfienden gleichen Veranstaltung freudlichst einladet. Es wird noch daraus hingewiesen, daß eine besondere Einladung hierzu nicht ergeht.
Die städtische Bibliothek
Gärtnerstraße 67 (alte Zeichenakademie) ist Sonntags, Mitwochs und Samstags von 11 bis 1 Uhr zur kostenfreien Benutzung für das Publikum geöffnet. — Gesam tkata- loge sind in der Bibliothek zu haben.
‘St. Ostheim; 17. August. (Blitzschlag.) Gestern nachmittag gegen 3 Uhr entlud sich über unserem Orte ein Gewitter. Hierbei schlug der Blitz in das Wohnhaus des Bürgermeisters Brodt, ohne zu zünden. Er durchschlug einige Dachsparren und nahm seinen Weg am Wasserkandel herab auf einen Türpfosten, dessen oberen Teil zerstörend.
)( Rückingen, 17. August. (S ar teufest.) Morgen Sonntag den 18. ds. Mts. veranstaltet der hiesige Slemm- und Ring-Klub im Gasthaus zum Löwen ein Gartenfest, verbunden mit athletischen Aufführungen, PreiSkegeln, Tanzrc. Auch haben die hiesigen Gesangvereine ihre Mitwirkung gütigst zugesagt, so daß wohl jedem Besucher ein genußreicher Tag versprochen werden kann.
Barometerstand
12 Uhr am 16./8. 17./8.
Sehr trocken
Beständig _ =
Schön 760—gj
Veränderlich ==I Regen
Viel Regen 740”^= Stürm