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VezngSpreiSr
vkrtrqâMch 1,80 Mk., mouatlich 60 Psg., für au* «ärttge toonnarict mit dem betreffenden Postaufjcht«*
Die «tutet« Nummer laßet 10 W*
«vtatiaurbruck und verlaz der »uchdruckerei bM »rrrm. ee. rSaiseuhmch» in Hemau.
Amtliches Orga» für Stadt- «ad Landkreis Kanan.
Erscheint täglich mit Ausnahme der S-nn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.
Gerautittrtl. Redaktem: T. Schrecker t» Hass«.
Ml, 114 Meri>spr«ch«»schlutz Nr. 605
WM»
Amtliches.
Landkreis Fjanau. Beklimitiliiilhiiiizkll des Mischen Lmdratsanits.
Unter den Schweinen zu Langendiebach ist die Schweineseuche festgestellt worden.
Hanau den 14. Mai 1907.
Der Königliche Landrat.
V 3324 I. A.: Conrad, Kreissekretär.
Unter den Schweinen zu Großkrotzenburg ist die Schweineseuche erloschen.
Hanau den 14. Mai 1907.
Der Königliche Landrat.
V 3058 I. A.: Conrad, Kreissekretär.
Unter den Schweinen zu Roßdorf ist die Schweinesrnche erloschen.
Hanau den 14. Mai 1907.
Der Königliche Landrat.
V 3363 I. A.: Conrad, Kreissekretär.
Gefundene iinb verlorene Gegenstände re.
Gefunden: 1 Brille mit Futteral, 1 halber Double- I Kneifer, 1 kath. Gebetbüchelchen, 1 Buch für die Weihnachts- sparkasse „Zum Anker" für Konrad Dietz, 1 Lehr- und Prüfungszeugnis von der Handelskainmer Karlsruhe für Friedrich Gilly.
Verloren: 1 Hundehalsband mit Steuermarke und dem Namen Fasing.
Zugelaufen: 1 englischer Setterhund, m. Geschl.
Hanau den 17. Mai 1907.
Hus Ban au Stadt und Tand.
Hanau, 17. Mai.
. * Reichsbankneberrstelle. Am 1. Juni d. J. wird in Sankt Ingbert eine von der Reichsbankstelle in Ludwigshafen (Rhein) abhängige Reichsbanknebenstelle mit Kasten- einrichtung und beschränktem Giroverkehr eröffnet werden.
* Gezogene Hauptgewinne. Wie uns das Lose- geschaft C. H er kert, Bangertstraße 5, mitteilt, sind bei der soeben Hattfinbenben Ziehung der Freiburger Geldlotterie die 4 Hauptgewinne bereits gezogen und zwar 100 000 Mk. auf Nr. 151529, 40 000 Mk. auf Nr. 136685, 20 000 Mk. auf Nr. 45699 und 10 000 Mk. auf Nr. 17062.
* Häute- und Fell - Versteigerung. Bei der gestrigen 65. Häute- und Fell-Versteigerung der Frankfurter Fleischer-Innung, der sich die Innungen der Städte Würzburg, Nürnberg, Darmstadt, Hanau und Offenbach an- schlossen, wurden ausgeboten: 1164 Ochsenhäute, 622 Kuh- 101 Rindhäute, 126 Bullenhäute, 4314 Kalbfelle und Hammelselle. Der Besuch war sehr gut und es herrschte die letzte Versteigerung etwas lebhaftere Nachfrage, sodast einzelne Gattungen Häute etwas anzogen, Kalbfelle jedoch lagen flauer, auch für Hammelfelle war wenig Begehr, lodaß die Blößen unverkauft blieben. Es wurden folgende Preise erzielt: schwarze Kuhhäute bis 70 Pfd. 49 Pfg., über Pfd. IG1^ Pfg.; beschädigte schwarze Kuhhäute 43^2 W; rote Kuhhäute bis 70 Pfd. 531/2 Pfg., von 71-80 541/2 Pfg., 81-90 Pfd. 52 Pfg., 91-100 Pfd. 47 100 Pfd. 471/2 Pfg.; beschädigte rote Kuhhäute bis 80 Pfd 481/2 Pfg., über 80 Pfd. 46^ Pfg.; schwarze Rmdhante 52 Pfg.; beschädigte schwarze Rindhäute 47 Pfg. ; rote Rmdhäute bis 70 Pfd. 56'/- Pfg., von 71-80 Pfd. "\ '2 über 80 Pfd. 52'/z Pfg,; beschädigte rote Rind- Haute 511/3 P^ . Bullenhäute bis 100 Pfd. 42—43 Pfg., über 100 Pfd. 39 Pfg.; beschädigte Bullenhäute 36 Pfg.; bunte Ochsenhäute bis 80 Pfd. 47'/, Pfg., von 81 — 100 W. 461/2 Pfg.; über 100 Pfd. 43'/, Pfg.; beschädigte buit c Ochsenhäute 421/2—43 Pfg.; rote Ochsenhäute bis 80 Pfd- 54 Pfg., von 81-90 Pfd. 53'/, Pfg., 91-100 Pfd. 51 Pfg., 101-110 Pfd. 48 Pfg., 111-120 Pfd. 46'/-
Pfd- 451/1 Pfg., über 130 Pfd. 45 Pfg.; beschädigte rote Ochsenhäute bis 100 Pfd. 45'/, Pfg., über 100 Pfd. 44 Pfg.; Kalbfelle mit Kopf unter 6 Pfd. 4/25 Mk., von 6—7 Pfd. 6.40 Mk., 7—8 Pfd. 7.30 Mk., 8-9 Pfd. 8.55 Mk., 9-10 Pfd. 9.40 Mk., 10-11 Pfd. 9.70 Mk., über 11 Pfd. 9.80 Mk.; ohne Kopf unter 6 Pfd. 5.55 Mk., von 6-7 Pfd. 7 M., 7-8 Pfd. 8.45 Mk., 8-9 Pfund 9.45 Mk., 9-10 Pfd. 10.25 Mk., 10-11 Pfd. 10 Mk, über 11 Pfd. 10.25 Mk.: Lammfelle 2.80 Mk.
Freitag den 17. Mai
* Die Nebenh^lMftrecke Vilbel-AelDenbergeti- Wittdecken, die 16 Kilometer lang ist, wird am 22. Mai landespolizeilich abgenommen. Zu diesem Zweck wird die Strecke an dem genannten Tag von einem Sonderzug befahren werden, der den Bahnhof Heldenbergen-Windecken um 10 Uhr vormittags verläßt und in Vilbel um 7 Uhr 23 Min. abends eintreffen wird. Außer an den Stationen wird her Zug an allen Punkten halten, wo Reklamationen vorzubringen sind.
* Vertretertag. Der diesjährige Vertretertag der Innungen, Handwerker- und Gewerbevereine des Handwerkskammerbezirks Castel findet am Sonntag, den 9. Juni d. I., in Corbach (Waldeck) statt. Die Verhandlungen werden im großen Saale des „Waldecker Hofs" abgehalten. Zu gleicher Zeit findet im Hotel „Zum goldenen Engel" eine Ausstellung von Lehrlingsarbeiten aus dem Fürstentum statt, welche am 8. Juni d. I., vormittags 10 Uhr, eröffnet wird. Die Tagesordnung für den Vertretertag ist wie folgt festgesetzt: 1. Eröffnung des Handwerkertages durch den Vorsitzenden der Handwerkskammer und Begrüßung der Herren Vertreter der Behörden und Korporationen, 2. Vortrag über : „Die Handwerkerfrage in der Gesetzgebung." (Schutz des Baugewerbes, Sicherung der Bauforderungen und Kleiner Befähigungsnachweis für das gesamte Handwerk.) Redner: Syndikus der Handwerskkammer Thanheiser. 3. Freie Aussprache, 4. Mitteilungen und Anträge aus der Versainmlung. Nach Schluß der Verhandlungen findet eine gemeinsame Besichtigung der Ausstellung und gemütliches Beisammensein mit musikalischer Begleitung unter Mitwirkung des Corbacher Musik- und Gesangvereins statt. Wünsche betreffend Mittagesten oder Uebcrnachtung sind an den Ortsausschuß des Handwerkcriages, z. H. der Herren Drcchslermcister Fr. Eigenbrodt oder Zimmermeistcr Fr. Bankert in Corbach zu richten. An diesen Verhandlungen können sich alle Handwerker aus dem Kammerbezirk, also auch nicht korperierte beteiligen. In Anbetracht der für das gesamte Handwerk hochwichtigen Verhandlungsgegenstände ist es von Bedeutung, wenn alle Innungen und Vereine zu diesen Verhandlungen Vertreter entsenden würden.
* Der 6. Deit^ckmatlonale HanvsrmgsftelEett- tag für Si'tdWesidsrrLsKlând fand im Saale des Ballhauses in Mannheim am Sonntag statt. . Vertreten waren 87 Städte mit über 600 Teilnehmern. Nach Eröffnungswortcn des Vorsitzenden, E. Richter-Mannheim, die in ein Heil auf Kaiser und Landesfürst auSklangen, begrüßte im Namen der Stadtgemeinde Mannheim Sta^trat Dutterihöfer die Versammlung. Als erster Berichterstatter legte alsdann E. Richter-Mannheim in einer standc-politischen Jahres schau die Standesarbeit dar. Weiter behandelte O. Rheinbeimer- Rastatt die Pensionsversicherung der Privatangestellten. R. H. Mäßig-Mannheim behandelte als dritter Berichterstatter in recht interessanten Ausführungen das Thema: Handlungsgehilfen und Gemeindevolitik. In einem Schlußworte faßie Reichstagsabaeordnenr W. Schack-Hamburg das Ergebnis der Verhandlungen zusammen und schloß unter allseitiger Zustimmung mit dem Hinweise, daß die Mitarbeit au den Aufgaben der Gegenwart die vornehmste Pflicht der Handlungsgehilfen sein muß.
' * Ein Limcheon im Pârrengarten. Zu Ehren der englischen Abordnung zum Studium ausländischer Ge- meindeverwaltungs-Einrichtungen gibt der englische Generalkonsul zu Frankfurt a. M. am Mittwoch den 22. Mai im Frankfurter Palmengarten ein Luncheon (engl. 2. Frühstück), zu dem auch Herr Oberbürgermeister Dr. Geb eschus eine Einladung erhalten hat. Von Gästen aus England werden dein Luncheon beiwohnen eine größere Anzahl englischer Parlamentsmitglieder, Bürgermeister und sonstige städtische Beamte, sowie der frühere englische Unlerrichtsminister Sir John Gorst und Lord Lyveden.
* Frida Eicheksheim. Dem bisherigen Mitglied des Darmstädter Hoftheaters, Frl. Frida Eichelsheim, welche vom Herbst ab für das Wiesbadener Theater engagiert worden ist, wurde vom Großherzog von Hessen der Titel einer Großh. hessischen Hofschauspielerin verliehen. Es ist dies das erste Mal, daß ein solcher Titel verliehen wird.
* Silderrre Hochzeit feiern heute Herr Gärtner Phil. Horst und Frau, Steinbeimerstraße.
* Differenzen. In Großauheim sind zwischen den Arbeitgebern und Arbeitnehmern des Baugewerbes Differenzen ausgcürochen.
* Den ObsLbanmhesitzern wird als sehr wirksames Mittel gegen die so häufig vorkommenden Schildläuse das Bestreichen der Bäume mit Karbolineum, das sich schon viel- fachbewährthatempfohlen. Es ist nur darauf zu achten, daß nicht auch die Knospen und die nicht verholzten Teile der Bäume ■ bestrichen werden, da diese dadurch Schaden leiden.
ryernsprechmrschluß Nr. 605. 1907
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P.- Lanftendiebach, 16. Mai. (G e s a n g s w e t i- streit.) Es dürfte von allgemeinem Interesse sein, die gestifteten wertvollen Preise und Ehrenpreise nebst ihren Stiftern hier aufzuführen: 1) Ein Geldbetrag, gestiftet von Frauen und Jungfrauen Langendiebachs, 2) ein Geldbetrag, gestiftet von Herrn Jakob F u ck e r-Frankfurt a. M. (Mitbegründer des festgebenden Vereins), 3) ein Geldbetrag, gestiftet von Herrn Kommerzienrat Heinr. Brüning-Hanau, 4) ein Geldbetrag, gestiftet von Herrn Fabrikant August Brüning-Hanau, 5) ein Geldbetrag, gestiftet von Herrn Kaspar Stock und Joh. Heitzenröder in New-Kork, 6) ein Geldbetrag, gestiftet von der Brauerei Beck- Hanau, 7) ein echt silberner Becher, gestiftet von Mitgliedern des festgebenden Vereins, 8) ein echt silberner Pokal, gestiftet von Herrn Jakob F n ck e r - Frankfurt a. M., 9) ein echr silberner Becher, gestiftet von der „Turngesellschaft"-Langen- diebach, 10) ein großes, reichverziertes Trinkhorn, gestistet vom „Kriegerverein"-Langendiebach, 11) eine Bowle in modernem, silbernen Untersatz, gestiftet von Wilhelm 3t 0 ß- Niederissigheim (Mitbegründer des festgebenden Vereins), 12) ein großes, reichverziertes Trinkhorn, gestiftet vom „Kaninchen-Zuchtverein"-Langendiebach, 13) ein silberner, ziervergoldeter Pokal, gestiftet von der Firma J. Furth's Erben in Friedberg (Hessen), 14) ein silberner Pokal, gestiftet von der Firma Jakob Stück Nachf. in Hanau, lu) ein silberner Pokal, gestiftet vom Gesangverein „Liederkranz"- Langendiebach, 16) ein silberner Pokal, gestiftet von der Brauerei W. O r s ch l e r - Hanau, 17) ein Kunstgegenstand, gestiftet von der Brauerei Stein-Alzenau, 18) ein Trink- horn mit Silberbeschlag, gestiftet von der Firma Hermann Hamburger-Langenselbold, 19) ein großes Trinkhorn mit reicher Verzierung, gestiftet vom Hofbrauhaus G. Pb. Nicolay- Hanau. Die Preise sind von heute ab im Schaufenster des Herrn Kaufmann Iulius G r ü n b a u m, Wilhelmstraße dahier, ausgestellt. Die am Wettstreite sich beteiligenden Vereine sind in drei Klassen eingeteilt. Die erste und zweite Klasse singen im Saale des Gasthauses „Zum Schivan", die dritte Klasse im Saale des Gasthauses „Zur Stadt Hanau". In der I. Klasse singen: „Mänuergefang- verein"-Dieburg, „Liederkranz"-Langen bei Darmstadt; II. Klasse: „Sängerbund"-Griesheim bei Darmstadt, „Ein- tracht"-Rückingen, „Liederkranz"-Steinau (Kr. Schlüchtern), „Liederkranz" - Düdelsheim, „Sängerlust" - Langenselbold ; III. Klasse: „Sängerlust"-Bretzenheim b. Mainz, „Konkordia"- Darmstadt, „Gerniania" - Lang-Göns, „Eintracht" - Höchst a. d. N., „Sängerlust"-Jügesheim, „Germania"-Epperts- hansen, „Eintracht"-Rüdigheim. Das Preisrichterkollegium besteht aus folgenden Herren : A p p c l, Carl Fr., Gesanglehrer an der Musikakademie Hanau, B r 0 d t, I., Musikdirektor und Komponist, Hanau, H a m bürge r, W., Lehrer der Musik und Chorleiter, Hanan, Paul i, I., Chormeister und Komponist, Fechenheim, Schlehm ü lIer, H., Toiikünstler und Lehrer am Dr. Hoch'schen Konfer- vaiorium Frankfurt a. M., Stollewerk, W., Nclisik- bireftor und Komponist, Coblenz (Rhein). Beginn des Wettstreites P f i n g st m 0 n t a g um 9^2 Uhr morgens, das Ehrenpreissingen beginnt-eine Stnnde nach Beendigung des Klassensingevs. Eintrittspreis für alle Klaffen einschließlich des Ehrenpreissingens 1 Mark. Das übrige Festprogramm ist bereits bekannt gegeben. 9toch wollen wir erwähnen, daß der Gesangverein „Sängerlust" auch seinen bereits verstorbenen Mitgliedern eine Gedächtnisfeier zilgedacht hat. Am 1. Festtage den 19. Mai, nachmittags 4 Uhr, wird sich der Verein in corpore mit Fahne und Musik nach dem Fried- Hofe begeben, um daselbst die Gräber der verstorbenen Nèil- glieder mit prächtigen Kränzen zu schmücken. Nachdem die dNnsikkapelle einen Choral intoniert, erfolgt Kranzniederlegung und hierauf wird der Choral „Wie sie so sanft ruhn" gesungen. 9lad) Beendigung dieser Feier Rückmarsch nach dem Vereinslokal.
Gerâchtssaal.
Sitzung Der Strafkammer vom 16. Mai 1967.
Ein tloch nicht 15 Jahre alter Junge K. in Schlüchtern suchte an einem 13jährigen Mädchen dortselbst irnzüchtige Handlungen uorzunehmen. In Anbetracht seiner Jugend kommt er mit 14 Tagen Gefängnis davon, doch hat ihm der Streich zur Zwangserziehung für einige Jahre verhalfen. - Die Frau des Schreinernieisters Karl W. in Orb verlangte ul einem dortigen Geschäft Kinderschuhe zur Auswahl. Plötzlich bemerkte der Händler, daß ein Paar der vorgelegten Schuhe vom Ladentische verschwunden waren, die er dann im Korbe der Kundin entdeckte. Diese meinte, sie habe diese Schuhe vorläufig als für die Auswahl geeignet bereits bei- ieite getan. Das Schöffengericht hielt eine Diebstahlsabsicht nicht aenügend bewiesen und erkannte auf Freisprechung.