Seife 10
Moutckfi
14. Oktober
Rande!, Gewerbe und Verkehr,
Petersburg, 12. Oktbr. (Petersb. Telegr. Agentur.) Morgen erscheint in der „Handels- und Industriezeitung" eine autoritative Aufklärung über das A n - io ach s e n der N o t e n e ru i s s i o n der Staatsbank. Dieses Anwachsen ist sowohl in einigen russischen als and) in ausländischen Zeitungen mit den Bedürfnissen des Staatsschatzes in Verbindung gebracht worden. Demgegenüber bringt das offizielle Blatt den Nachweis, daß der alleinige Grund des Anschwellens der Notenemission der legitime Bedarf der E r n t e b e w e g u n g ist. Wenn der Export auch noch nicht mit voller Kraft eingesetzt habe, so übe doch die Preissteigerung vollen Einfluß auf das Festlegen flüssiger Mittel aus. Der Wunsch eines Goldbestandes bei gleichzeitiger Vermehrung der Notenemission erkläre sich dadurch, daß die Staatsbank ausländische Kredite, welche sie den Privatbanken eröffnet, übernehme und den Privatbanken den Betrag in Rubeln auszahle. Durch diese Operation werde der Geldmarkt stark erleichtert. Der Artikel weist nach, daß der gesamte Geldumlauf gegen 1905 und das Vorjahr sich nicht vermehrt, sondern verringert hat und somit bewiesen wird, daß ein großer Betrag an Rubelnoten nicht zur Verstärkung der Geldmittel, sondern gegen Gold emittiert wird, das aus dem Verkehr zurückströmt. Trotz aller Bemühungen der Staatsbank ziehe das Publikum die Kreditbillets dem Golde vor.
Marktbericht.
Hanau, 12. Oktober. (Lebensmittelpreise.) Geflügel: Tauben, das Pärchen 0.70 bis 0.80 M.; ein alter Hahn 1.40—1.60 Mark; ein junger Hahn 0.90 bis 1.20 Mk.; ein Huhn 1.30 bis 1.50 Mark; eine Ente 2.00 bis 2.50 Mark; eine Gans 3.80 bis 4.50 Mark; Gans, gerupft, 70 Pfennig, ^2 Kilogramm; Fische: gewöhnl. Sorte 35 Pfennig, bessere Sorte 40 Pfg., Aal 0,90-1.00 M., Hecht 1.20 Mk., Bresem 60 Pfennig, Barben 60 Pfennig, Barsch 70 Pfg. Karpfen — Mk., lla Kilogramm. Gemüse: Meerrettich die Stange 10—20 Pfg., Spargel, Pfund — Pfg., Blumenkohl, d. Stt'lck 20—40 Pfg., Kopfsalat, St. 3—8 Pfg., Endivien, das Stück 5—19 Pfg.; Rettich, das Stück 5—10 Pfg.;Ober- Kohlrabi, das Stück 5—8 Pfg.; Unter-Kohlrabi 10—15 Pf., Wirsing, d. Stück 5—15 Pfg; Weißkraut, d. Stück 8—15 Pfg., Rotkraut, das Stück 15—30 Pfg., Sellerie, das Stück 10—15 Pfg.; Gurken, St. 20—30 Pfg.; Gurken zum Einmachen das Hundert 2.00 Mark; gelbe Rüben, das Bündel 5—8 Pfennig; Neue Erbsen, das Pfund 30 Pfg., neue Bohnen, das Pfd. 20—30 Pfg., Schnitt- kohl — Pfg., Rosenkohl, Pfd. 20—30 Pfg., Schwarzwurzeln, 1 Port. 25—30 Pfg., Spinat, die Port. 15—20 Pfennig, Schmalzkraut, die Portion 20 bis 20 Pfennig; Kartoffeln, das Doppelliter 10 Pfennig. — Obst: Trauben, Pfund 20—35 Pfg.; Himbeeren, ^a Liter — Pfg., Heidelbeeren, das 1(a Liter — Pfennig, Aepfel, das Pfund 15 bis 30 Pfennig; Birnen, das Pfund 15—30 Pfg., Zwetschen, d. Hund. 15-18 Pfg., Nüsse, d. Hund. 35-40 Pfg., Pfirsiche, das Pfund 25—35 Pfennig, Citronen, das Stück 5—8 Pfg., Apfelsinen, das Stück 0—00 Pfennig; Paradiesäpfel, Pfund 15—20 Pfennig. — Verschiedenes: Butter, das Pfund 1,25 bis 1,40 Mk.; Käse, 1 Stück 4-6 Pfennig; Eier, Stück 6—10 Pfg.; Gänseeier, Stück — Pfg., Zwiebeln, Doppelt. 18 Pfg.; Welschkorn, —.— Pfg-, Radieschen, das Bündel 10 Pfennig; Kastanien, Pfund 30 Pfg., Weizenmehl, 1. Sorte 20 Pfennig; 2. Sorte 18 Pfg.; 3. Sorte 16 Pfennig. 1 Spansau 3—4 Mk.
Verlosrmgen.
Anleihe der Stadt Paris vom Jahre 1899, Ziehung vom 25. September 1907. Auszahlung ab 10. Oktober 1907. Hauptpreise: Nr. 1266 zu 100 000 FreS. Nr. 198179 203111 zu 10 000 Fres. Nr. 11452 28963 46966 49015 70184 94301 99827 117048 127562 128506 180926 164668 197955 201773 241505 245576 247825 250576 256287 266571 271044 278392 297976 311638
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graben sich gewissermaßen ein! Wenn die Seehunde krank find, so verlassen sie das Meer und gehen in das Innere des Landes mehr als gewöhnlich hinein und lagern sich am Fuße irgend eines Strauches bis zu ihrem Tode. „Als wenn sie," sagt der arktische Forscher Perron, „in einer Art Heimals- gestihl das Leben an denselben Orten verlassen wollten, wo sie es empfingen." Aehnlich handelt der Hund. Nicht, daß er ein Heimatgefühl hätte: aber er verbirgt sich, er flieht, er entzieht sich den Blicken. Der anhänglichste Hund flieht seine Wohnung und seinen Herrn, er verläßt sein HauS und verbirgt sich in irgend einem Winkel, einer verlassenen Wohnung einer Höhle, einer Scheune, um dort ungestört zu sein. Die kranke Katze verbirgt sich ebenso; sie verläßt die Raume, in denen sie gewissermaßen als Souverän herrschte; sie hört auf, ihren Platz — den ersten — am Herde einzunehmen; ste fleht diejenigen, deren Gesellschaft und Liebenswürdigkeit sie suchte; sie verkriecht sich unter ein Möbelstück, in einen dunkeln Winkel oder eine Höhle. „Man könnte beinahe sagen," bemerkt ein Beobachter", daß die Katze aus ^cham oder Koketterie vor ihrem Herrn nicht in einer so uneleganten Form erscheinen wolle." Ein anderer meint, daß das Tier eine Art Schande empfindet, krank zu sein.
Auch die Ratten verlassen ihre Wohnung und verbergen sich, um zu sterben. „Einer meiner Nachbarn," erzählt Ballion in seiner Studie über den Tod der Tiere (La mort chez les animaux), „hatte das ganze Haus voll Ratten. Mittels Arsenik ^entledigte er sich dieser Plage. Es gab keine Ratten mehr in der 'Wohnung, weder lebende noch tote. Man dachte, daß bald aus ihren Schlupfwinkeln in den Scheunen ein entsetzlicher Geruch hervordringen werde. Nichts dergleichen geschah. Aber als man einige Zeit darauf das Haus wieder deckte, fand man unter den gewölbten Ziegelsteinen ihre Kadaver. Anstatt auf die Straße herabzugehen, wo sie den Verfolgungen der Passanten oder dem Griff der Katze ausgesetzt gewesen waren, hatten sich diese vergifteten Tiere unter das Dach geflüchtet, um dort in Ruhe zu sterben."
Von allen Seiten wird dasselbe berichtet: Das kranke oder sterbende Tier verbirgt sich, entzieht sich den Blicken des Menschen oder seiner Artgenossen, und daS erklärt die Tatsache, -atz in den ßänbern mit Grotten und Höhlen diese
337016 349598 379955 381418 386480 401724 je 1000 Francs.
Obligationen des sranzSstschen Credit Montier. Ziehung yont 23. September 1907. Koummual-Obligaiio- neu von 1892. Hauptpreise: Nr. 39214 zu 100 OOÖ Fr. Nr. 332590 zu 30 000 Frcs. Nr. 234655 324829 je 10 000 Fr. Nr. 91926 246720 253062 417052 je 5000 Frcs. Nr. 2060 40014 81976 87193 134053 148840 162349 195216 210549 230109 248412 250601 266552 283279 283473 301653 309945 310015 324734 339390 340104 340493 364771 386808 431124 435403 451295 454209 457105 477472 je 1000 Fr. — Foncières-Obli- gationen von 1895. Hauptpreise: Nr. 261069 zu 100 000 Frcs. Nr. 462803 zu 25 000 Fr. Nr. 199943 zu 10 000 Frcs. Nr. 108236 231651 260809 je 5000 Frcs. Nr. 8284 40114 53646 67780 82445 84899 89445 138773 146480 148052 163580 163810 167450 169223 169309 175443 183110 189416 193764 197697 203921 224189 230010 232613 232796 237919 269947 270736 274233 285535 288727 291298 291403 293126 315071 327488 349002 360716 394617 396280 423215 425191 438100 438979 440582 454757 463532 480375 482544 491870 je 1000 Fr. Auszahlung ab 1. Oktober 1907.
(Ohne Gew).
Frankfurter Theater.
Opernhaus. Montag, 14. Oktober, abends halb 8 Uhr. „Die lustige Witwe". Außer Abonn. Gew. Preise. — Dienstag, 15. Oktober, abends 7 Uhr. „Die Entführung aus dem Serail". Im Abonn. Gew. Preise. — Mittwoch, 16. Oktober, abends 7 Uhr. 1. Abonn.- Konzert. Konzert-Preise. — Donnerstag, 17. Oktober, abends 7 Uhr. „Samson und Dalila". Im Abonn. Große Preise. — Freitag, 18. Oktober, abends 7 Uhr. Vorstellung bei kleinen Preisen. „Der Freischütz." Außer Abonn. — Samstag, 19. Oktober, abends 7 Uhr. „Hänsel und Gretel." Hierauf: „Der Bajazzo." Im Abonn. Gew. Preise. — Sonntag, 20. Oktober, nachmittags halb 4 Uhr. Vorstellung bei ermäß. Preisen. „Der Bettelstudent". Außer Abonn. Abends 7 Uhr. „Lohengrin". Im Abonn. Große Preise. — Montag, 21. Oktober, abends halb 8 Uhr. „Die lustige Witwe." Außer Abonn. Gewöhnl. Preise.
Schauspielhaus. Montag, 14. Oktober, abends 7 Uhr. „Die Rabensteinerin." Im Abonn. Gew. Preise. — Dienstag, 15. Oktober, abends 7 Uhr. „Vater und Sohn." Im Abonn. Gew. Preise. — Mittwoch, 16. Oktober, abends 7 Uhr. „Die Rabensteinerin." Im Abonn. Gew. Preise. — Donnerstag, 17. Oktober, abends 7 Uhr. Abonnement-Vorstellung für einen ausgefallenen Montag. „Vater und Sohn." Gewöhnl. Preise. — Freitag, 18. Okt., abends 7 Uhr. „Salome." Hierauf: „Johannisfeuer". Im Abonn. Gew. Preise. — Samstag, 19. Oktober, abends 7 Uhr. „Esther." Hierauf: „Der Misanthrop." .Im Abonn. Gewöhnl. Preise. — Sonntag, 20. Oktober, nachmittags halb 4 Uhr. Vorstellung bei ermäßigten Preisen. „Der Dieb." Außer Abonn. Abends 7 Uhr. „Ein Wintermärchen". Im Abonn. Gew. Preise. — Montag, 21. Oktober, abends 7 Uhr. „Esther". Hierauf: „Der Misanthrop". Im Abonn. Gew. Preise. — Dienstag, 22. Oktober, abends 7 Uhr. „Baccarat." Im Abonn. Gewöhnl. Preise.
Vereins- tu »ergM;n si§n r hrrHterr für Montag den 14. Oktober.
Kirchenchor der Marienkirche: Abends 8 Uhr: Probe im Saale des Stadtschlosses.
Kirchenchor der Johanniskirche: Abends 8 Uhr: Probe im Uebungs- sälchen der Kirche.
Kaufmännischer Verein Hanau: Abends 8 Uhr: 1. Vortrag im Saalbau „zum deutschen Haus".
Turn- u. ssechtklub: 6—7'/,: Tranen-, 8'/,—10: Jugendabteilung, v'vana. Männer- und Jünglingsverein: Kesang (l^o. BereinShaus.) Brieftauben-Klub: Versammlung in der Brauerei Orschler. Stenographen-Berein Stohe-Schrey : Vereinsabend in 6er „Sonne". Gesellschaft „Heilerer Bund": Vereinsabend im „Deutschen Schützen". Verein „Hessischer Bund": Versammlung im „Hessischen Hof".
dunklen und abgelegenen Schlupfwinkel die Orte sind, an denen man die meisten Tierknochen findet, denn wenn man dort auf die Reste der Opfer von Fleischfressern stößt, so findet man auch unverletzte Skelette derselben von Tieren, die sich dort verborgen haben, um zu sterben. Aber wird man einwenden, man steht oft das Pferd in den Stall zurückkehren, um dort zu sterben. Das ist wahr. Aber der Stall ist der beste Zufluchtsort, der beste Schlupfwinkel: dort ist das Pferd tatsächlich am meisten von seinen Artgenoffen getrennt, am wenigsten den Nachstellungen feiner natürlichen Feinde ausgesetzt. In der Pampa hat das Pferd tausend Feinde — seine Artgenossen einbegriffen, denn das gesunde Tier ist durchaus nicht dem kranken gegenüber liebenswürdig — es kommt daher auch krank zum Stall zurück; dort lebt eS in Ruhe.
All diese Tatsachen sprechen nicht dafür, baß die eine oder die andere Art besondere Todesstätten Hütte. Auf der andern Seite sind die Erzählungen selbst der Reisenden derartig, daß wir ihre Annahme nicht teilen können. Die Wahrheit ist, daß die Guanacos, deren Reste man an gewissen, immer denselben, immer niedrig gelegenen, immer dem Wasser benachbarten Orten findet, nicht dorthin gekommen, um zu leben. Aus den Berichten Prichards kann man ersehen, wie die Dinge vor sich gegangen sind.
Kälte und Schnee^haben das Guanaco in dem höheren Teil des Waldes, wo es gewöhnlich im Sommer lebt, überrascht. Durch den Schnee der Möglichkeit beraubt, sich zu ernähren, ist das Guanaco hin und her gelaufen. Schließlich ist die Truppe — denn das Guanaco lebt in Herden und nicht einzeln — zu den niedriger gelegenen Orten hinab gestiegen. In normaler Zeit findet es dort die Rettung, d. h. frisches Gras und Wasser. Aber wenn der Winter streng ist, wenn Schnee und Kälte es bis in die Ebene verfolgen, wie das in Süd-Patagonien der Fall ist (das ja allein „Guanaeo-Kirchhöfe" hat), so bedeutet das den Tod. Die Guanacos pressen sich gegeneinander, um sich zu erwärmen: sie suchen Schutz. sie irren umher, von dem kalten Wind vertrieben, von Durst und Hunger gequält. Ganz natürlich finden sie in den Wäldern und am Ufer noch fließenden Wassers, an den Rächen, vollständigen Schutz. Dort
Familien-Marken-Konsnmverein „Einigkeit" : Abends 8—10 Uhr: Marken«
auflaqe und Annahme neuer Mitglieder (VereinshauS „Concordia').
Freiwillige Feuerwehr, 4. Komp., Zusammenkunft im ..Schützenhof". Verein „Unner uns": Zusammenkunft .-» den vier Jahreszeiten". Erste Hani 'er KarncvalgcseUschaft: Vereins abend im „Deutschen Haus". Gesellschaft .Lustige Brüder": Klubabend bei Heinrich Vowinkel. Garde-Vere n Hanan: Monatsversammlung in der „Karthaune".
Barometerstand
12 Uhr am 12. 10.
Sehr trocken 770—^5^1
Beständig
Schön 760—^^
Veränderlich ~ H^I
Regen (Wind)
Viel Regen ^—^
Sturm 730—Ulj
720=^7-
710-4111
14./10.
Schiffsnachrichten.
Mitgeteilt vom Vertreter des Norddeutschen Lloyd in Bremen, M. Schuster, Fahrstraße Nr. 1).
Der Dampfer „König Albert" ist am 9. Oktober wohlbehalten in New-Aork angekommen.
Der Dampfer „Hannover" ist am 11. Oktober wohlbehalten in Baltimore angekommen.
Dchiffsberichte.
(Milgeteilt von Agent Nd. Trensch-Hanau.)
Der Hamburger Dampfer „Moltke" ist am 10. Oktober wohlbehalten in Nelv-Aork eingetroffen.
Hamburg, 10. Oktbr. Der Dampfer „Sachsenwaldâ von der Hamburg-Amerika-Linie ist gestern in Colon und der Dampfer „Okohandja" vorgestern in Tampico eingetroffen.
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darmkranke
Best bewährte gesunde und magen
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Nahrung für: sowie schwächliche, in der Entwicklung zurückgebliebene Kinder.
Abonnement*
und JnjnaU
für den täglich in großem Umfange erf^emenbcn
Neuen SlchAchmn AnMl
nimmt entgegen die Agentur in Groß-Auheim Herr Hch. Jörg sen.
können sie wenigstens trinken und einen Teil ihrer Leiden mildern. Aber wenn die Kälte vorwärts schreitet, dann nützt ihnen ihre frühere Flucht nichts. Schlecht gegen den eisigen Wind geschützt, ausgehungert, pressen sie sich gegeneinander; aber der Tod rafft sie bald hinweg. Und da si» in Herden gelebt haben, so sterben sie auch in Herden, a« Orten, wohin Umstände und Gewohnheit sie treiben. Zu normalen Zeiten sind diese Todesstätten Stätten des Leben-: in einem allzustrengen Winter wird der Zufluchtsort, der sie mehrmals schon rettete, ihr Grab. Aber sie sind dahin gekommen, um zu leben, nicht um zu sterben, genau wie die Schafe und die Rinder, deren Skelette man oft unter den sparsamen Bäumen der argentinischen Pampa findet. Die Tiere sind vor der Hitze unter diese Bäume geflüchtet oder vor dem Hunger, gegen den sie vergeblich Hülle durch den Genuß der niedrigen Zweige suchten.
Was die Elefanten anbetrifft, so hat, wie wir gesehen haben, niemand jemals einen „Todesort" gefunden. Allerdings trifft man ihre Skelette sehr häufig an den verborgensten Orten. Das ist natürlich. Der kranke Elefant macht es wie die andern kranken Tiere, er zieht sich zurück, er verbirgt sich, um allein zu sein und von seinen natürlichen Feinden nicht gesehen zu werden, denen er, wie er fühlt, eine leichte Beute sein würde. Man würde noch viel mehr Skelette von Elefanten finden, wenn sie nicht von andern Tieren verzehrt würden. Nach den Beobachtungen eines englischen Naturforschers verschwinden solche Elefantenskelette infolge Zernagens in mindestens zwei Jahren
Nun sind allerdings Tierkirchhöfe keine reine Mythe; el gibt Tiere, die die Ucberrefte ihrer Art an bestimmten Orten ânhäusen, dies tun z. B. die Ameisen, in deren Nest, wie man weiß, ein Winkel für die Kadaver reserviert ist. Nach zahlreichen Beobachtungen transportieren sie Ueberlebendey die Toten dorthin. Aber Tierkirchhöfe, die von manche» Reisenden beschrieben worden sind, existieren nicht und find, mindestens was das Guanaco, den Elefanten und andere Tiere anbetrifft, eine Legende. Unsere Erklärung mag wenig poetisch sein, aber sie entspricht den Tatsachen.