14* Juni
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sitzende, Herr Metropolitan Soldan- Kirchhain, dieselbe durch Schriftverlesung und Gebet eröffnet hatte, begrüßte er mit warmen Worten die Erschienenen, besonders auch die Vertreter des Hessen - Nassauischen , Darmstädtischen und Sächsischen Brudervereins. Nach dem Jahresbericht des Vorsitzenden beträgt die Mitgliederzahl 434. Durch den Tod sind im letzten Jahre zwei Mitglieder ausgeschieden, Herr- Superintendent Martin und Herr Pfarrer Bode, deren Andenken die Versammlung in üblicher Weise ehrt. Der Jahresbericht des Schriftführers, Herrn Pfarrer Francke-Cassel, verbreitet sich über die günstige Entwickelung des Pastoralblattes, nicht minder günstig lautet der Kassenbericht des Herrn Pfarrers Koch-Ernschwerd. Großes Interesse und viel Anerkennung fand der Bericht über das Schülerheim zu Hersfeld burdj den Leiter desselben, Herrn Pfarrer Schrader. Trotz der hohen Lebensmittelpreise ist es möglich, den niedrigen Pensionspreis von 450 Mk. auch fernerhin beizubehalten. Wie Herr Pfarrer Dr. Heußner-Cassel berichtet, ist ber. Stand der Begräbniskasse durchaus günstig. Das meiste Interesse beanspruchte der Vortrag des Herrn Pfarrer Dithmar-Schmalkalden. Derselbe behandelte in klarer, eingehender Weise das Thema: „Welche Pflichten legt die christlich-nationale Arbeiterbewegung dem evangelischen Geistlichen auf?" Die sehr lebhafte Debatte gab von der lebendigen Teilnahme Zeugnis, welche die evangelischen Geistlichen dieser Frage schenken. Sie war so eingehend, daß schließlich zur Behandlung weiterer Gegenstände, Haftpflichtversicherung der Geistlichen und der Kirchengemeinden, keine Zeit weiter blieb. Dieselben wurden für die Tagesordnung der Hauptversammlung in Raffel bestimmt. Schließlich fand noch die Wahl der Herren Pfarrer Francke- Cassel, Dithmar-Schmalkalden, Noll-Carlshafen, Schilling- Auf dem Berg, als Delegierte zum Verbandstag der Pfarr- vereine in Hannover statt. — Die Mehrzahl der Versammelten blieb dann noch zum gemeinsamen Mittagessen zusammen, wobei die vorzügliche Küche des Herrn Hotelier A ß m a n n für eine gute leibliche Erquickung bestens sorgte.
* Mbelkttrsrts zur Vertiefung des Glaubens- lebens. Die an dieser Stelle bereits erwähnten Versammlungen finden statt vom 14. bis einschl. 21. Juni, nachm. J/s5 Uhr und abends 1/s9 Uhr, im Saale der Christlichen Gemeinde, Hospitalstr. 41, gehalten von Herrn Prediger- Eßler aus Heidelberg.
* Sprechstunde des Gewerbeinspektors. Der Königliche Gewerbe-Inspektor aus Fulda wird am Montag den 17. b. Mts., von 12 bis 1 Uhr mittags, in einem Zimmer des hiesigen Standesamts im Altstädter Schloß den Arbeitgebern und Arbeitern Gelegenheit zu Besprechungen geben,
* Kafernenbrand. Gestern vormittag gegen halb 12 Uhr erschallte Feueralarm in unserer Stadt. Es brannte die Kaserne des Infanterieregiments Hessen-Homburg Nr. 166. Fast unmittelbar nach den ersten Alarmsignalen sah man am äußersten Ende des nördlichen Kasernenslügels schon die helllodernden Flammen aus dem Dache herausschlagen, was darauf schließen läßt, daß in der Montierungskammer der 8. Kompagnie, in der das Feuer auskam, in den aufgestapelten Kleidungsstücken sich ein ausgedehnter glimmender Brandherd entwickelt hatte, der dann, als er sich eine Oeff- nung durch das Dach gebahnt, infolge der hereinströmenden frischen Luft sich mit einem Schlage in ein hellloderndes Flammenmeer verwandelte. Hanshoch schlug die rote Lohe in die Lüfte, mit unheimlicher Schnelligkeit den gesamten Dachstock des nördlichen Flügels und den des Mittelballes zur Hälfte in Schutt und Asche legend, bis es den Feuerwehren gelang, den Brand auf seinen Herd zu beschränken. Zum Glück herrschte fast völlige Windstille, sodaß die Umgebung, die im anderen Falle in dringende Gefahr geraten f wäre, ziemlich ruhig der Entwicklung der Dinge zusehen konnte. Die hiesige Freiwillige Feuerwehr war sehr schnell zur Stelle und begann energisch und erfolgreich den Kampf gegen die vernichtenden Gluten. Leider konnten die Wasserschläuche nicht an die in der Kaserne befindlichen Hydranten gelegt werden, da beides nicht zusammenpaßte. Auch die Freiwilligen Feuerwehren von Hanau-Kesselstadt und von der Kgl. Pulverfabrik beteiligten sich an den Löschungsarbeiten. Die Klein-Steinheimer Feuerwehr, die mit 20 Mann erschien, fand das Löschungswerk bereits soweit vorgeschritten, daß ein Eingreifen ihrerseits nicht mehr erforderlich war. Anfangs operierten die Löschmannschaften, die mit höchst anerkennenswerter Bravour ihr schwieriges Werk vollbrachten, ausschließlich vom Hinteren Kasernenhofe aus, dann aber erschienen auch an der vorderen Zinne des Daches fast unmittelbar neben den lohenden Flammen die blanken Helme und ein kräftiger Wasserstrahl brach hier gleichfalls in verhältnismäßig kurzer Zeit die Gewalt des verheerenden Elementes, dem dann, da es eine den Mittelbau trennende Brandmauer
krönen wandeln, ob nicht am Ende doch wieder —. Aber die erwachte Stimmung soll keine neue Prüfung mehr erfahren; schon beginnen einzelne ganz Fröhliche jenen merkwürdigen Gesang anzustimmen, der sich über rhytmische und harmonische Gesetze so rührend hinwegzusetzen pflegt, jenen seltsamen Schmalzstimmengesang, der mehr zur Freude der Ausübenden als der Zuhörenden ertönt und meistens von feiten der weniger musikalisch veranlagten Ehehälfte einen heimlichen Rippenstoß und ein vorwurfsvolles „Awer Vadder!" einträgt. Schon steigt ein beleibter, dionysisch empfindender Bürgersmann auf den Tisch unb hält eine unendlich langsame Rede auf den verehrten Onkel Jean, der sich an einem fremden Tisch auf den «erweichten Kuchen gesetzt und die neue weiße ' Weste durch ein Senfbad hoffnungslos verdorben hat. Und besagter Onkel Jean wird rasch populär und es werden ihm verstehende Ovationen bereitet, als ob die Sonne in seinem Reich nicht unterginge.
Die schwankenden Lampions auf dem Heimwege sind Heuer dünner gesät als in sonstigen Jahren; dafür aber wwd'8 etwas mehr Rheumatismus geben und in der langen Erinnerungsreihe der Feste wird wieder einmal ein nasser Fleck eine nicht aaiu erwünschte Unterbrechung bilden.
nicht überspringen konnte, weil die Feuerwehr auch den noch unversehrten Teil kräftig unter Wasser nahm, bald gänzlich Einhalt getan war. Gegen ^2 Uhr war jede Gefahr beseitigt. Die Montierungskammern der 8', 7., 6. und a. Kompanie sind vollständig vernichtet, doch konnte der Inhalt zweier größtenteils gerettet werden. Ueber die Entpehnngs- ursache verlautet etwas Bestimmtes noch nicht. Der Schaden dürfte mit Rücksicht auf die verbrannten zahlreichen Montierungsstücke, die nicht versichert sind, ein recht beträchtlicher sein. Auch das Gebäude hat, abgesehen von dem Brandschaden, in seinem unteren Teil durch die Wassermassen ziemlich gelitten. Die Decken sind teilweise eingcstürzt und völlig durchweicht. Die durch den Brand obdachlos gewordenen Mannschaften wurden teils in der Turnhalle der Eberhardschule, teils in Bürgerquartieren untergebracht. Unglücksfälle sind, abgesehen von einer unwesentlichen Handverletzung eines Feuerwehrmannes glücklicher Weise nicht vorgekommen. Der Kommandeur des Regiments, der abwesend war, wurde telegraphisch von dem Brande in Kenntnis gesetzt. Gerüchtweise verlautet, das Regiment würde bis auf Weiteres nach Griesheim verlegt.
* Wohltätigkeitskonzert. Am Mittwoch den 19. d. Mts., von nachmittags 4 Uhr ab, findet in Wilhelmsbad großes Militär-„Doppel"-Konzert, ausgeführt von den Kapellen des Infanterie-Regiments Hessen-Homburg Nr. 166 und des Thür. Manen-Regiments Nr. 6 statt. Der Reinertrag ist zur Unterstützung deutscher Invaliden sowie bereit Hinterbliebenen bestimmt.
* Verein der Hochspeffartfreunde Rothenbuch. Sonntag den 16. Juni 1907: Vereinswanderung unter Führung der Herren Alfred Weyers und Karl Kirchhoff. Ab Hanau - West 6.52 nach Aschaffenburg. Ankunft in Aschaffenburg 7.50. Alsdann 8.23 mit einfacher Fahrkarte nach Kleinwallstadt. Beginn der Fußwanderung über Hausen, Hobbach, nach Elsava. Daselbst Einkehr im Hotel Elsava. Weitermarsch nach Mespelbrunn (kurze Rast) über die hohe Warte nach Aschaffenburg. Rückfahrt 7.40 oder 9.15 abends. Marschzeit 7—8 Stunden. Etwas Essen mitnehmen ist ratsam.
* Im Zoologischen Garten zu Frankfurt a. M. ist am nächsten Sonntag während des ganzen Tages der Eintrittspreis auf 50 Pfg. (Kinder 25 Pfg.) und für das Aquarium mit Reptiliensaal für alle auf 20 Pfg. ermäßigt. — Nachdem in letzter Zeit der Tierbestand wesentliche Ver- mehrnngen erfahren hat, so z. B. durch einen neuen Zuchtbock der graziösen Hirschziegenantilopen, die bekanntlich in vielen Gegenden ihrer vorderindischen Heimat von altersher als heilig gilt, ferner durch ein Löwenäffchen, eine winzig kleine, zierliche Affenart aus der Gegend des Rio de Janeiro, ausgezeichnet durch langes, seidenartiges, gelbrotliches Haar, das am Kopf und Hals eine stattliche Mähne bildet, traf heute ein großer Tiertransport aus Australien für Herrn Tierhändler Menges ein und gelangt zum größten Teil im Garten zur Ausstellung. Hervorragende Seltenheiten befinden sich dabei, so z. B. schwarze Kakadus, Leipoahühner, rote Riesen- kängurus, Hirschkängurus und andere interessante Beuteltiere. In Colombo wurde dem Transport ein männlicher Bengaltiger angeschlossen, der in den Besitz des Gartens übergegangen ist und eine empfindliche, durch unglückliche Umstände geschaffene Lücke in der Raubtiersammlung ausfüllt. Auch die Bestände des Reptilienhauscs und Seewasser- Aquariums wurden in letzter Zeit bedeutend erweitert. Zwei junge Sikahirsche und die reizenden vor kurzem dem Ei entschlüpften Magellansgänse sind als neueste Zuchtresulkate des Gartens zu nennen.
* Das Ende des Anssiandes in den Offenbacher Maschinenfabriken. Nachdem in der letzten Versammlung der Streikenden das Ergebnis der Einigungsverhandlungen mit großer Mehrheit abgelehnt worden war, traten die beiderseitigen Kommissionen nochmals zu Beratungen zusammen. Ueber das Resultat wurde in der gestern vormittag im Saalbau zu Offenbach stattgehabten Versammlung Bericht erstattet. Die Unternehmer stehen nach wie vor auf dem Standpunkt, daß sie generell keine Lohnerhöhung zugestehen können. Dagegen haben sie eine Erklärung abgegeben, daß in den einzelnen Betrieben nach Wiederaufnahme der Arbeit die Lohnverhältnisse reguliert werden sollen. Der Vertreter der Arbeitnehmer- Kommission, empfahl die Annahme der Bedingungen. Durch die Erklärung der Unternehmer werde der Weg gezeigt, den man jetzt einzuschlagen habe. Er empfahl folgende Resolution zur Annahme: „Die am Donnerstag den 13. Juni im Saalbau tagende Versammlung der streikenden Maschinenarbeiter erklärt den Streik für beendet. Sie beschließt: die Wiederaufnahme der Arbeit zu den von den beiden siebengliedrigen Kommissionen festgesetzten Bedingungen. In der Erwägung jedoch, daß die Zugeständnisse seitens der Unternehmer durchaus noch nicht dem entsprechen, was die Arbeiter glauben zu fordern berechtigt zu sein, in weiterer Erwägung, daß auch insbesondere die Offenbacher Industrie eine Verkürzung der Arbeitszeit bis auf neun Stunden und Erhöhung der Löhne wie gefordert ertragen kann, erwarten die Arbeiter, daß die getroffenen Abmachungen seitens der Arbeitgeber strikte eingehalten und gemäß den Versprechungen in aller kürzester Zeit die Löhne einer Durchsicht unterzogen und Aufbesserungen vorgenommen werden, schon deshalb, um nicht erneut wieder Konflikte hervor- zurufen. Die Arbeiter erklären ferner, daß sie auch nach Wiederaufnahme der Arbeit so fest und geschlossen zusammenhalten werden wie bisher, indem diese Solidarität und die Zugehörigkeit zur Organisation die einzige Gewähr bieten, daß das nach so opferreichem Kampf Errungene auch erhalten bleibt und evenll. weiter ausgebaut werden kann." In der Diskussion wurde von einzelnen Rednern den Verwaltungsbeamten Flaumacherei vorgeworfen. Die Kollegen hätten weiter kämpfen wollen, aber die „Bremser" seien für den Abbruch des Streiks eingetreten. Ehrler widerlegte in längeren Ausführungen diese Anschauung und zeigte, daß das Erreichte doch nicht so minimal sei, als die Kollegen es hinstellten. Es aelte ieht den allaemeinen Kamvf abzubrechen. Es sei
eine Grundlage geschaffen, auf der weitergebaut werden könne. Die Abstimmung über die Resolution wurde wiederum durch Stimmzettel vorgenommen. Es wurden für die Resolution 417, dagegen 577 abgegeben, 26 Zettel waren unbeschrieben, einer ungültig. Da zur Fortsetzung des Streiks nach beu Bestimmungen des Verbandes Dreiviertelmehrheit notwendig ist, so ergab die Abstimmung die Annahme der Resolution. Die unterlegene Mehrheit begleitete das Resultat mit lebhaften Protestrufen und schickte sich an, demonstrativ das Versammlungslokal zu verlassen, was vom Bezirkslciter Ehrler scharf gerügt wurde. Der Streik ist also zu Ende, die Arbeit wird am Montag wieder ausgenommen. Bezirksleiter Ehrler richtete zum Schluß noch die Ermahnung an die Versammlung, auch weiterhin treu zum Verbände zu stehen.
* Selbstmord. Eine ältere Frau beging Selbstmord durch Erhängen.
* Wettspiel, Am Mittwoch den 5. Juni spielte die 1. Klasse der Eberhardschule gegen die gleiche der Altstädter Volksschule. Bald nach dem Antritt errang Volksschule 1 Tor, dem bald ein zweites folgte. Nun entwickelte auch Eberhardschule ein lebhaftes Spiel vor dem Tore des Gegners und gewann auch 2 Tore. Halbzeit 2 : 2. In der zweiten Hälfte wurde lange ohne Erfolg gespielt. Plötzlich wurden die Backs der Eberhardschule überlaufen. Doch ein Stürmer der Volksschule konnte den Ball nicht richtig fassen, er berührte ihn mit der Hand und schlug ihn ins Tor. Der Schiedsrichter gab Freistoß für Eberhardschule. Daraufhin verließ Volksschule den Platz und brach das Spiel ab. Also hatte die 1. Klasse der Eberhardschule einen schönen Sieg errungen. Mit 7 : 2 Goal konnte sie dèn Platz verlassen.
* Mainwafferwärme gestern abend 16 Grad.
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p. Langendiebach, 13. Juni. Dirigenten-Jubi- l ä u m.) Am 15. d. M. wird der Dirigent des hiesigen Gesangvereins „Liederkranz" Herr Malermeister Wilhelm Ruth sein Lojähriges Dirigenten-Jubiläum begehen. Mitbegründer des am 36. Juni 1864 gegründeten Gesangvereins „Liederkranz" übernahm Herr Ruth vor 25 Jahren den Dirigentenstab. Durch Fleiß, gepaart mit Ruhe und Besonnenheit und ausgestattet mit feinem musikalischem Verständnis ist es Herrn Ruth gelungen, den „Liederkranz" zu einem leistungsfähigen Männergesangverein emporzuheben. Die mehrfach errungenen Preise und Ehrenpreise bei verschiedenen Gcsaugswettstreiten sind der glänzendste Beweis für die Fähigkeit als Dirigent. Dabei war er immer bescheiden und zurückhaltend und jede Ueberhebung ist ihm abhold; es ist daher auch leicht erklärlich, daß ihm alle seine Sänger mit großer Anhänglichkeit zugetan sind. Welch großes Interesse auch der Dirigent für seinen Verein hegt, geht daraus hervor, daß er für die Uebungsstunden in dieser langen Zeit niemals ein Honorar beansprucht hat. Nur alljährlich wurde dem Dirigenten vom Verein für seine Mühewaltung ein Geburtstagsgeschenk überreicht. Nächsten Samstag abend wird der Verein die 25jährige Jubelfeier seines Dirigenten durch eine besondere Veranstaltung festlich begehen.
Bischofsheim, 12. Juni. (Bürgeroersammlung.) Tie Firma Müllerleile in Frankfurt a. M. erwarb vor etwa 2 Jahren von hiesiger Gemeinde einen größeren Baukomplex, angeblich zur Errichtung einer Wurstfabrik. Jetzt beabsichtigt die Firma aber auf den Grundstücken Wohnhäuser mir 3—4 Wohnungen zu errichten. Sie ersucht nun die Kosten für die hierzu notwendige Kanalisierung in Höhe von 8000 bis 10 000 Mark zur Hälfte auf die Gemeindekasse zu übernehmen. Die Gemeindeverwaltung wollte in der Sache die Meinung der Bürger hören und berief zu tiefem Zwecke aus vorgestern abend eine allgemeine Bürgerversammlung ein. Nur ein Redner nahm sich der Firma an und sprach sich dahin. aus, der Firma in allem entgegen zu kommen, während alle übrigen Redner sich dagegen erklärten, und in diesem Sinne entschied sich auch die Versammlung. Ein endgültiger Entscheid für die Baugenehmigung überhaupt, bei welcher noch andere wichtige Bestimmungen, da das Gelände abseits vom Orte gegen die Bahnlinie zu liegt, in Frage kommen, wird in Kürze von der Gemeindeverwaltung gefaßt werden.
Vereins n. Äergnügnngsn rchricht^ für Freitag den 14. Juni.
du. Männer- u. Jünglingsverein: Unterhaltungsabend (Eo. DereiuShauS.) kurn- u. Fechtklub: Abends 6—71/« Nhr: Turnen der Damenabtellun-z 81/«—10 Uhr: Fechten.
Turngesellschaft: Abends von 8—10 Uhr: Turnen der Jugeudabteilung.
Turnverein: Abends von 8—10 Nhr: Turnen der JugendabteLuug.
Humoristischer Musikvelein „Germania": Bon 9—11 Uhr: llebungSstund« (Restauration „zum Sandhof").
Dramatischer Dilettantenklub „Thalia": Abends 9 Uhr: Leseprobe mck Rezitations-Abend im Restaurant „zum Römischen Kaisas.
Verein f. Homöopathien. Naturheilkunde: DortragSabend (tzötadt Bremen), Erster Hanauer Kellnerverein: Bereinsabend in der „Harmonie", Hanauer Kellnerverein (gegr. 1880): Bereinsabend bei Ulsamer.
Erster Hanauer Kellnerbund 1905: Bereinsabend im „Elephanten".
Klub „Amicitia": Vereinsabend im Gasthaus „zum Elephanten". Sänger-Quartett: Bereinsabend in der Brauerei Orschler.
Klub „Schlaraffia": Bereinsabend in der „Rllemania".
Klub „Fraternitas: Klubabend in den „3 Schwanen".
Katholischer Ätsellenverein : Bereinsabend im „Braustüb'l". Freitags-Gesellschaft Earlsberg: Restaurant „Carlsberg". Gesellschaft „Scharfes Eck": Vereinsabend.
Gesellige Verbindung „Melitta": V2IO Uhr: Stammtisch GasthanS »zu» goldnen Gerste".
Merkes'scher Steuographen-Derein: Fortbildungskursus „zur Sonne". Gabelsberger Stenographen - Verein im Gasthaus zu den „8 Rinder«"- Abends von 9—10 Uhr: Uebungsstunde : Redeschrift.
Bicycle-Klub 1896: Klubabend im „Kaiser Friedrich".
Athletenklub „Germania": Riegenstemmen und Ringen der L, 2. und 2. Klasse („zum großen Kurfürsten").
Stemm- und Ring-Klub „Eiche": Abends 9 Uhr: Stemmen, Ringen, Steinstoßen (Restauration „Kaiser Friedrich").
Gesellschaft „Lustige Stüber": Klubabend bei Heinrich Vowinkel. Guttempler-Loge zur Höhe, Paradeplatz 1: Abends: Frei« Zusammenkunft» Gäste willkommen.
Versteigerungs rc. Kalender
für Samstag den 15. Juni.
Angebote betr. Uebernahme auf Abfuhr der HauS- und Straßen^ richt« im Bezirke der früheren Gemeinde Kesselstadt, sind bis vormittag» 11 Uhr im Stadtbauamtz RachauS, Zimmer Nr. 19, eiuzureich« A Nr. 123 „Han. Anz.").
Angebote betr. Uebernahme der Arbeiten und Lieferungen für die Ev Neuerung der Ehaussierung bezw. Herstellung von Kleinpflasterung da Jusuhrsicaße auf Bahnhof Heldenbergen-Windecken, sind bis vormütaal 11 Uhr an Königl. Eisenbahn-Betriebsinspektion 2 in Frankfurt a, M emznrerchen (s. Nr. 128 „Hua. Km^').