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12. Oktober

Fa. H. W. Schlichte, Steinhagen nur bestätigt. Der West­re weiß, was gut und schmackhaft ist. Ein Besuch der gelungenen Ausstellung dürfte hiernach gewiß jedermann nur empfohlen werden.

Ein netter Bräutigam. Ein unangenehmes Abenteuer einer heiratslustigen Russin beschäftigte die 7. Strafkammer des Landgerichts I in Berlin. Auf einem Maskenball machte Fräulein Tatjana I. die Bekanntschaft eines netten, jungen Mannes, des 18jährigen Hermann Stoll, der ihr außerordentlich gut gefiel. Fräulein I. war erst vor kurzer Zeit aus ihrer russischen Heimat nach Berlin gekommen und hatte hier in einem großen DamcnkonfektionS« Hause eine Anstellung als Probiermamsell gefunden. Es wurde zu dem nächsten Tage ein Rendezvous verabredet, dem noch mehrere andere Zusammenkünfte folgte. Fräulein I. machte die Entdeckung, daß ihr Kavalier eine gar nicht üble Heiratspartie sei. Wie der junge Mann behauptete, habe er, obwohl er erst 25 Jahre alt sei, eine mit 300 Mk. Gehalt dotierte Stellung in einem Bankgeschäft inne und sei auch von Hause aus nicht unvermögend. Der äußere Eindruck sprach ebenfalls dafür, daß der junge Mann, der viel mit einer schweren goldenen Uhr protzte, nicht unbemittelt war. Zwischen ihm und der jungen Russin kam auch eine Ver­lobung zustande, bei der dem jungen Bräutigam sofort ein Teil der. Ersparnisse deS jungen Mädchens eingehändigt wurde, mit der Bestimmung, Möbel zu kaufen. Die im künftigen Eheglück schwelgende I. ließ eS auch willig ge­schehen, daß sich ihrZukünftiger" nach und nach die ge­samten Ersparnisse aneignete, um angeblich die Wohnung einzurichteu. Als sie schließlich ernstlich auf eine baldige Heirat drängte, war der Bräutigam wie vom Erdboden ver­schwunden, und erst nachdem sie an verschiedenen Stellen er­fahren hatte, daß die sämtlichen Angaben des jungen ManneS vollständig aus der Luft gegriffen waren, wendete sich die doppelt Betrogene an die Polizei. Die Ermittelungen er­gaben, daß der damals erst 17jährige Handlungsgehilfe Stoll in dieser erfolgreichen Weise den vermögenden Bräutigam und Bankbeamten gespielt hatte. Die goldene Uhr rührte aus einem Einbruchsdiebstahl bei einem Kaufmann S. her, mit dessen Tochter sich der Angeklagte ebenfalls verlobt hatte. Vor Gericht war dieser geständig. Die Strafkammer er­kannte auf 9 Monate Gefängnis unter Berücksichtigung der Jugendlichkeit des Täters.

Ein guter Kauf. Aus Turin wird geschrieben: Ein armer Bauer namens Giovenale Castellino hatte von einem herumziehenben Händler für 30 Lire drei alte Matratzen gekauft. Während er mit dem Ausbessern der einen beschäftigt war, fand er zwischen dem Futter ver­schiedene Wertpapiere auf den Inhaber lautend, die einen Gesamtwert von 100 000 Lire repräsentieren. Es ist ganz unmöglich, festzustellen, von wem die Matratzen stammen, und auch der Trödler kann keine Auskunft über die etwaigen früheren Besitzer geben. Das Geld, das einstweilen bei der Behörde deponiert ist, wird daher in den definitiven Besitz des glücklichen Finders übergehen.

90 300 Meter über der Er-e k Diese gewaltige Höhe erreichte ein mit registrierenden Instrumenten versehener unbemannter Doppelballon der schweizerischen meteorologischen Zentralanstalt in Zürich. Um bis zu jener Höhe emporzu- öringen, von der man einen Gesichtskreis von mehr als 1000 Km. überblicken könnte, brauchte der Ballon wenig mehr als 1 Stunde, wobei er die tiefste Temperatur ( 58 Grad C.) schon in 11 700 Metern registrierte. Darüber zeigte sich nach derN. Zur. Ztg." das Vorhandensein einer rätselhaft warmen" Schicht, die auch früher schon wiederholt beobachtet worden ist. In der Maximalhöhe von 20 000 Meter betrug die Kältenur" 44 Grad, während normal 80 zu erwarten gewesen wären. Zum ersten Mal ist es bei diesem Aufstieg auch gelungen, den Registrierballon durch einen mächtigen Gewittersiurm bis zu jener riesigen Höhe zu bringen und gleichzeitig die Veränderungen der Luftfeuchtigkeit durch alle dir tiefen und hohen Schichten hindurch genau zu verfolgen.

Bierkrieg. Aus Nürnberg wird berichtet: Eine gestern nachmittag stattgehabte Versammlung von Anteilschein­zeichnern für Gründung einer Gastwirte-Genossenschafts- Brauerei bevollmächtigte die Kommission zur sofortigen Vor­nahme des Ankaufs der Brauerei Tauber in Nürnberg. Die Kommission vollzog noch gestern spät abends die notarielle Verbriefung des 'Ankaufs und zwar zum Betrags von 800 000 M. und leistete die erste Viertelrate der 200 OM M. betragenden Anzahlung. Die Uebernahme des Objektes durch die Gastwirte-Genossenschaft erfolgt am 1. Januar 1908. Vertragsmäßig muß die neue Genossenschastsbrauerei dann ein volles Jahr dem Brauerei-Ring, dem bisher die Tauberbrauerei augehört, auch angehören.

Flüchtig mit bet Regimentskaffe. Ein junger Unter­offizier des 161. Infanterie-Regiments in Verdun ist seit zwei Tagen unter Mitnahme von 5000 Francs auS der RegimentS- kasse verschwunden.

Rutschung. Aus Aubenas (Departement Ardechef wird gemeldet: Ein auf vulkanischem Grunde lagernder Berg ist ins Gleiten geraten und reißt auf seinem Wege alles mit sich fort. Zweihundert Meter einer Landstraße und zwei Brücken sind bereits zerstört. Ungefähr eine Million Kubik­meter Erdmassen sind in Bewegung. Innerhalb eines Zeit­raumes von 26 Stunden legten sie eine Strecke von 900 Metern zurück. Ein Stillstand ist noch nicht eingetreten. Das Ereignis ist auf das Eindringen von Quellen zurück- zuführen. Ingenieure sind an der Arbeit, um der Ver­wüstung Einhalt zu tun.

Gekentert. Sieben auf einer Brücke bei Pontarlier mit Grdarbeiten beschäftigte Arbeiter wollten mit einer Fähre über den Fluß setzen. Die Fähre wurde jedoch von der starken Strömung fortgerissen und kenterte. Alle sieben Personen ertranken.

Fünffacher Mord. In North Cümberland ereignete sich ein fünffacher Mord. Eine Mutter ertränkte ihre fünf Kinder in einer Badewanne und verübte darauf Selbst­mord, indem sie sich vor einen Schnellzug stürzte und über­fahren ließ.

Infolge Wolkenbruchs entstanden bei Turin sehr schwere Schäden. Gewaltige Ueberschwemmungen aus dem großen Tale Lanze werden gemeldet: Mehrere Personen

sind umgekommen. Die Behörden und Truppen eilten zu Hilfe.

Schenkung Graf Zeppelins. Graf Zeppelin hat dem deutschen Museum für Meisterwerke der Technik in München da? Modell des Luftschiffes gestiftet, mit bem er seine soeben beschlossenen Versuche auf dem Bodensee ausgeführt hat. Das Modell wird in der nächsten Zeit in München eintreffen und in der großen Halle für Landtransportmittel Aufstellung finden.

Raubmord. In Launau (Ostpreußen) ist gestern früh der Kontorist Groß des dortigen Dampfsägewerks in seiner Schlafbaracke durch Beilhiebe ermordet worden. Es wurden 500 Mk. geraubt. Der Mörder ist unbekannt.

Gewaltsam ertränkt. In Heiligenhaus (Rheinland) wurde der Knecht Friedrich Supp von dem Ackerknechte August Witt gewaltsam in einen Teich gestoßen und so lange unter Wasser gehalten, bis er tot war. Der Täter befindet sich in Haft.'

Ein weiblicher Hennig. An die verwegene Flucht des Raubmörders Hennig über die Dächer erinnert folgende Meldung aus Berlin: Eine Näherin hatte sich auf Schwin­deleien gelegt. Sie erschien in Trauerkleidung, erzählte den Leuten unter Tranen von dem Tode ihres Mannes und bat fast stets mit Erfolg um Unterstützung. AIS ihr Schwindel erkannt war und sie verhaftet werden sollte, versuchte sie wie Hennig ihr Heil in der Flucht auf einen HauSboden und über die Dächer. Sie hatte aber weniger Glück, denn den Polizeibeamten gelang die Verhaftung nach einiger Milbe.

Feuersbrunst auf einem Auswan-ererschiff. In furchtbarer Lage befanden sich die Passagiere eines öster­reichischen AuSmandererschiffes, an dessen Bord auf der Fahrt nach New-Pork mitten auf dem Atlantischen Ozean Feuer ausbrach. Eine Katastrophe wurde, nachdem alle Löschungs­versuche der Mannschaft vergeblich gewesen waren, im letzten Augenblick durch eine rettende Woge verhütet. Nachstehen­der Bericht schildert die Schreckensszenen, die sich an Bord abspielten: Der Dampfer ging am 14. September mit 90 Mann Besatzung und über 800 Passagieren aus Triest ab. Am Donnerstag voriger Woche wuroe am Morgen bei heftigem Sturm kurz nach Sonnenaufgang Feueralarm ge­geben. Nach mehrstündigem, vergeblichem Pumpen von Wasser in den Schiffsraum, wo 24000 Fässer getrockneter Weinbeeren und Feigen brannten, stieg eine gewaltige Flammensäule aus der vorderen Luke auf und rief eine furchtbare Panik an Bord hervor. Die Frauen und Kinder brachen in jämmerliches Weinen aus, und die Männer stürzten nach den Booten. Ein Teil der Mannschaft meuterte und schloß sich den Männern an, um die Boote, dem Befehl des Kapitäns trotzend, herabzulassen. Dieser sammelte zwölf kräftige Seeleute um sich und jagte die Meuterer und Passa­giere mit gezogenen Revolvern zurück. Die Passagiere wurden unter den wildesten Szenen der Panik unter Deck getrieben und dort eingeschlofskn. Die Mannschaft begann dann die Löscharbeit von neuem, doch alle Mühe schien vergeblich, ein Mann nach dem anderen stürzte halb erstickt zu Boden. Da plötzlich brach eine Riesenwelle über das Schiff und sandte einen Wasserfall durch die offene Luke in den Schiffsraum hinab. Hierdurch war die Gewalt deS Feuers gebrochen und eS wurde bald gänzlich gelöscht. Die Passagiere wurden wieder auf Deck gelassen, wo sich unbeschreibliche Szenen des Jubels über die Rettung abspielten. Viele von der Mannschaft trugen Brandwunden an Gesicht und Händen davon.

Gewalttaten.

Riga, 11. Oktbr. Im Lindenhofe bei Wenden drangen am 10. Oktober mittags drei Banditen in die Gemeinde- ratssitzung ein, erschossen den Gemeindeältesten und den Schreiber und r a it b t e n den Inhalt der Gemeindekasse.

Aneinander gerannt.

Stettin, 11. Oktbr. Die DampferStadt Memel" und PaulineBanbuß" rannten bei Horst aneinander. Beide Schiffe wurden erheblich beschädigt.

In Notwehr erschossen.

Straßburg L Gls., 1L Oktbr. In der Nähe des Dorfes Suftgen in Lothringen wurde der wildernde Wir Kremser aus Rüttgrn von dem dortigen Förster auf dem Anstand ertappt und, als er sein Gewehr auf den Beamten richtete, von diesem in der Notwehr erschossen.

Kunst und Heben.

Todesfall. In Wien ist der Volksdichter Karl Costa gestorben. Karl Costa, ein geborener Wiener, ist 75 Jahre alt geworden. Er hat eine Reihe Wiener Lokalpossen, Paro­dien und Schwänke geschrieben, von denenBlitzmädel", Ihr Korporal",Leichte Kavallerie",Frou-Frou",Franz Schubert",Bruder Martin" und derRegistrator auf Reisen" auf vielen deutschen Bühnen ost gegeben werden.

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der Statf^B LMmWsts-VeselsW.

Die Oktobertagung der Deutschen Landwirtschafts-Gesell­schaft findet vom "Montag, den 21., bis zum Donnerstag, den 24. Oktober d. Js., statt. Am Montag treten mehrere Sonderausschüsse, so der für Landarbeit, für die Kultur des Marschbodens, für Geflügelzucht und für Flachsbau zusammen.

Der Dienstag ist in erster Linie für die Sitzungen des Ausschusses und der Sonderausschüsse der Tierzucht-Abteilung bestimmt, welche die Schauordnung für die nächstjährige Wanderausstellung in Stuttgart beraten, die am Mittwoch, den 23. Oktober, nachmittags 1 Uhr, der Tierzucht-Abteilung und darauf folgend am Donnerstag den 24. Oktober, nach­mittags 1 Uhr," dem Gesamtausschuß zur Genehmigung vor­gelegt werden wird. Außerdem findet am Dienstag den 22. Oktober, vormittags 9 Uhr, die Ausschußsitzung der Dünger-Abteilung statt, an welche sich am Mittwoch den 23. Oktober, vormittags 9 Uhr, die Versammlung dieser Ab­teilung anschließt. In letzter wird die Bewirtschaftung des leichten Bodens mit besonderer Berücksichtigung der An­wendung der Kalisalze von Herrn Amtsrat Kitzinger in Jütrichau und die Anwendung von Kalisalzen auf den Bodenarten der Pfalz sowie ihre Verwendung bei der Tabak- kultur von Herrn Versuchsstationsvorsteher Dr. Prove in Kaiserslautern behandelt werden. Von anderen Ausschuß- Sitzungen, welche am Dienstag den 22. Oktober, stattfinden, seien ble der Saatzucht-Abteilung und die der SonderauS­

schüsse für Fütterungswesen, für Wirtschaftsberarung, für Fischerei und für die Futterstelle erwähnt. Ferner tagt am Dienstag dem 22. Oktober, vormittags 9 Uhr, der Ausschuß der Geräte-Abteilung, woran sich i um 2 Uhr nachmittags desselben TageS die Versamm- n lung der Geräte-Abteilung schließt, welche die Beratung der Schauordnung für die Wanderausstellung in Stuttgart ddt- zunehmen und über die Hauptprüfungen im Jahre 1909 Beschluß zu fassen hat. Außerdem werden Berichte über bie Geräte-Ausstellung in Düsseldorf und über die letztjährige tj Tätigkeit der D. L. G. auf dem Gebiete des Geräteweseâß ü erstattet werden.

Am Mittwoch den 23. Oktober, nachmittags 8 Uhr, tritt H die Landeskultur-Abteilung zu einer Vollversammlung zu­sammen, nachdem am Tage vorher, nachmittags 6 Uhr, der Ausschuß getagt hat. In der Abteilungs-Versammlung roirb von Herrn Professor Dr. Kassner ein Bericht über den Ver­lauf der Witterung im Sommer 1907 entgegengenommen werden, woran sich eine Erörterung über den Einfluß auf den landwirtschaftlichen Betrieb während der gedachte« Zeit anschließen wird. Außerdem tagen am Mittwoch dm 28. Oktober noch die Sonderausschüsse für Tierabbildungen, für Milchwirtschaft, für Klima- und Wetterkunde, für Obst­baumdüngung, für landwirtschaftliche Gesellschaftsreisen und für Bauwesen sowie die Ausschüsse der Betriebs-Abteiluna, der Obst- und Weinbau-Abteilung und der Ackerbau-Ao^ teilung.

Am Donnerstag den 24. Oktober werden die Sitzungen mit der Versammlung des Gesamt-Ausschusses, der eine Präsidiumssitzung voraufgeht, abgeschlossen. In erster wird außer dem Geschäftsbericht des Vorstandes und dem Ver­waltungsbericht über die Ausstellung in Düsseldorf ein solcher über die für das Jahr 1909 zu veranstaltende Aufstellung in Stuttgart gegeben werden, woran sich die Feststellung der Schauordnung schließt.

Nach der Versammlung des Gesamtausschusses findet, wie üblich, nachmittags um 4 Uhr, im Klub der Landwirte, Berlin SW., Dessauer Straße 14, ein gemeinschaftliche- Mittagsmahl statt, an welchem sämtliche Mitglieder der D. L.-G., auch soweit sie dem Gesamtausschuß nicht angß- hören, teilnehmen können.

Handel, Gewerbe und Verhebt.

Frankfurt a M., 11. Oktbr. Auf dem Viehmarkt standen gestern zum Verkauf: 18 Ochsen, 0 Bullen, 148 Kühe u. Rinder, 689 Kälber, 256 Schafe und Hämmel unö 000 Schweine. Die Preise stellten sich pro 100 Pfund Schlachtgewicht wie folgt: Ochsen 1. Qualität 8386 Mk^ 2. Qualität 7578 Mk., Bullen 1. Qualität 0000 Mk.. 2. Qualität 0000 Mk., Kühe und Rinder 1. QualttÄ 75-77 Mk., 2. Qualität 71-78 Mk. Pro 1 Pfunh Schlachtgewicht: Kälber 1. Qualität 9295 Pfg., 2. Qual. 80-86 Pfg., Hämmel 1. Qualität 84 Pfg., 2. Qualität 7880 Pfg.; Schweine 1. Qualität 00 Pfg., 2. Qualität 0000 Pfg. Daö Geschäft in Großvieh ging langsam, eS verblieb ein geringer Ueberstand. Aus Oesterreich standm 3 Ochsen zum Verkauf. Das Kälbergeschäft nahm einen ruhigen Verlauf, doch wurden sämtliche Kälber umgesetzt. Das Hämmelgeschâft ging mittelmäßig; eS verblieb keilt Ueberstand.

Berlin,, 11. Oktober. Weizen Okt.., DeM 232.25, Mai 286.25. Roggen Okt. 207., Dez. 204.25r Mai 207.. Hafer Okt.., Dez. 176.25, Mai 182., Mais Okt. 157.50, Dez. 161.50, Mai.. Rüböl Ost. 79.70, Dez. 76.40, Mai.. Weizenmehl 80.00 bis 32.00. Roggenmehl 26.4028.30.

Verlosungen.

Prämien-Anleihe der Stadt Paris vom Jahrs 1865. Ziehung vom 16. September 1907. Auszahlung ab 1. Februar 1908. Hauptpreise: Nr. 37702 zu 150 000 Frcs. Nr. 45995 zu 50 000 Fres. Nr. 80385 99110 129609 133191 zu 10 000 Frcs. Nr. 48787 288278 310115 354270 528070 je 5000 Fr. Nr. 74719 167890 183914 239906 275963 296351 325540 439591 501042 577117 je 2000 Fres. (Ohne Gew.)

Auszüge aus dem Amtsblatt der Königliche« Regierung zu Cassel.

Langenselbold. Im Wege der Zwangsvollstreckung sollen die in der Gemarkung Langenselbold belegenen, im Grundbuche von Langenselbold zur Zeit der Eintragung beS Versteigerungsvermerkes auf den Namen des ZimmermattnS Johannes Spindler (Antons Sohn) und dessen Ehefrau, Margareta, geb. Betz, zu Langenselbold eingetragenen Grund­stücke am 29. November 1907, vormittags 9 Uhr, durch daS Königliche Amtsgericht zu Langenselbold versteigert werden.

Gebrauchs-Muster.

Nr. 318 232. Sicherung für die als Gleitschutz dienen­den Niete von Automobilreifen. The Dunlop Pneu­mat i c Ty r e Co. G. m. b. H. in Hanau a. M., vom 15. August 1906 ab. D. 11 614. Kl. 63e.

Nr. 310 420. Aus einem begrenzt und einem frei rotie* renben Teil bestehende magnetische Kupplung. Felten & Guilleaume-Lahmeyerwerke Akt. - Ges. in Frank­furt a. M., vom 17. Mai 1907 ab. F. 15 629. Kl. 47c.

Nr. 310 4 53. Billett mit Feldern für Reklamen, Gedenk­sprüche, Rätsel u. dgl. auf der Rückseite. Carl Kronen­berger in Frankfurt a. M., Fahrgasse 108, vom 18. Mai 1907 ab. K. 31 029. Kl. 54g.

Nr. 310 577. Klemmknopfverschluß für Taschenbügel, bei welchem die Stiele der Knöpfchen in eine herausgepreßte Wölbung des Bügels hineingesteckt und verlötet sind. Adolph Merzbach in Offenbach a. M., Frankfurterstraße 48, vom 4. Juni 1907 ab. M. 24 870. Kl. 33b.

Nr. 310 865. Kochgesäß mit wellenförmigem Boden. Victor Wichura in Cassel, Karthäuserstraße 15, vom 16- Mai 1907 ab. W. 22 477. Kl. 341.