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detotionldruck und Verlag der Sud^bcuittd deâ orräo. o. «Käsm-mch» in H««-.
Genersl-Anzeiger
KMchts Orgsv fit ÄM- Mi MKreis 1mm.
Erscheint täglich mit Ausnaüme der Ssnn- und Feiertage, mü belletristischer Beilage.
EiurückungsgebL-r ^
Dir flluf gespalten« Petüzeil« »da dem» Kas« 90 ^ im «eklameatell di« Zeil« W Pf-,
•Reatwwtt. RÄaKeurr 6. Schrecke» tat H««.
Mr. 160 Ferusprechanschltts, Nr. 605.
Fkeitüg rtll 12» Aull Fernsprechanschlitß Nr. 605. 1907
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Amtliches.
Eandkreis Fjanau.
BekaMiilchmigki! KS Königlichen Lanörntsnnits.
Der Landweg von Wilhelmsbad nach Wachen- bltchen wird von der Abzweigung des Landweges nach Wachenbuchen ab wegen Dampfwalzarbeiten für die Zeit vom 13. v. Mts. ab bis einschl. den 21. d. Mts. für Fuhrwerke mit einem Ladegewichte über 80 Ztr. gesperrt.
Ich ersuche die Ortspolizeibehörden der beteiligten Ortschaften dies ortsüblich bekannt zu machen.
Zuwiderhandlungen werden auf Grund der Neg.-Pol.-Ver. Wn 6. April 1877 (Reg.-Amtsbl. S. 137) mit 10 bis 30 Mark oder Hilfsweise Haft bestraft.
Hanau den 12. Juli 1907.
Der Königliche Landrat.
V 4937 I. A.: Conrad, Kreissekretär.
Stadtkreis Hanau.
2Iacli wei fXmg der Johanni-Durchschnittspreise in Hanau pro 1907.
1. Weizen â 100
kg . hl . kg . hl .
•
♦ ♦
•
♦
♦
♦
♦ ♦ ♦
♦
21,28 Mark
2.
Roggen „ 100 ff ff 1
17,02
20,25
14,98
n n „
3.
Gerste „ 100
kg .
♦
♦
♦
18,50
II
ff ff
hl .
♦
12,21
II
4.
Hafer „ 100
kg .
20,86
ff
ff „ 1
hl .
9,18
II
6.
Kartoffeln ä 100 kg,
ordinäre, englische,
♦
8,47
ff
„ A 100 kg,
♦
15-
ff
6.
Welschkorn ä
100 kg
♦
♦
16,—
II
7.
Roggenstroh u
50 kg
•
♦
♦
2,68
ff
8.
Haferstroh ü
50 kg
•
♦
♦
2,15
II
9.
Gerstenstroh â
50 kg
♦
♦
1,90
11
10.
Heu a 50 kg
•
♦
3,19
ff
11.
Buchenscheitholz
i â 1 rm .
•
♦
11-
u
12.
Eichenscheitholz
â 1 rm ♦
♦
10,-
ff
13. Tannenscheitholz ü 1 rm .
•
•
10,-
II
Hanau den 6. Juli 1907.
Städtische Polizei-Verwaltung. Der Oberbürgermeister.
J. V.: Hild. 14515
Zwangsversteigerung.
Im Wege der Zwangsvollstreckung sollen 1. die in der Gemeinde Hüttengestiß belegenen, im Grundbuche von Hüttengesäß Artikel 189 zur Zeit der Eintragung des Versteige- tungsvermerkes auf den Namen des Äckermanns Philipp Köhler 7r, Philipps 4r Sohn, zu Hüttengesäß eingetragenen Grundstücke:
Krtbl. 16 Nr. 93, Haus Nr. 109, 4,45 ar,
a) Wohnhaus mit Hofraum,
90 Mk. Nutzungswert,
b) Scheuer mit Stall, c) Schweinestall und Holzstall,
Krtbl. 5 Nr. 4, Acker hinter dem Helgenhaus, 1,48,28 ha, Krtbl. 7 Nr. 4, Wiese am großen Born, 49,40 ar, Krtbl. 16 Nr. 132, Acker die Kirchgärten, 6,34 ar, Krtbl. 13 Nr. 51, Acker in der Schinnlache, 91,77 ar,
2. das in der Gemarkung Langenselbold belegene, im Grundbuch von Langenselbold Artikel 2066 auf den Namen des vorgenannten Schuldners eingetragene Grundstück:
Krtbl. 6 Nr. 51, Acker die zwanzig Morgen, 50,07 ar, 8,65 Tlr. Reinertrag, um 11. September 1907, vormittags 9 Uhr, öurch das unterzeichnete Gericht, an der Gerichtsstelle, versteigert werden.
Der Versteigerungsvermerk ist am 5. März 1907 in das Grundbuch eingetragen. *
Es ergeht die Aufforderung, Rechte, soweit sie zur Zeit der Eintragung des Versteigerungsvermerkes aus dem Grundbuche nicht ersichtlich waren, spätestens im Versteigerungstermine vor der Aufforderung zur Abgabe von Geboten anzumelden und, wenn der Gläubiger widerspricht, glaubhaft zu machen, widrigenfalls sie bei der Feststellung des geringsten Gebots nicht berücksichtigt und bei der Verteilung des Versteigerungserlöses dem Änspruche des Gläubigers und den übrigen Rechten nachgesetzt werden.
Diejenigen, welche ein der Versteigerung entgegenstehendes Recht haben, werden aufgefordert, vor der Erteilung des Zuschlags die Aufhebung oder einstweilige Einstellung des Verfahrens herbeizuführen, widrigenfalls für das Recht der Versteigerungserlös an die Stelle des versteigerten Gegenstandes tritt.
Langenselbold den 6. Juli 1907.
Königliches Amtsgericht. 14523
Gefundene und verlorene Gegenstände re.
Gefunden: 1 Portemonnaie mit Inhalt, 1 Herren- Ucberzieher, 1 Kinderschuh, 1 zwei Meier langes Bleirobr (30 Pfd. schwer), 1 weißes Taschentuch ohne Zeichen, 1 Mitgliedsbuch der Schlosser u. Genossen für Johann Lihotzky.
Verloren: 1 Medaillon (zum öffnen, die eine Seite von Gold, die andere mit einem schwarzen Stein versehen, auf der Goldseite die Buchstaben M. H. eingraviert), 1 Damenschirm im Schloßgarten, 1 goldene Damen-Remontoir- Uhr Nr. 13062, 1 neuer seidener schwarzer Herren-Regenschirm mit gebogenem Rebengriff und vergoldeten Neifchen.
Entlaufen: 1 junger weißer Foxterrier mit schwarzen Abzeichen m. Geschl.
Hanau den 12. Juli 1907.
Hus Hanau Stadt und Eand.
Hanau, 12. Juli.
Beamtsn-Personalnachrtchten.
Ernannt: der außerordentliche Professor in der theologischen Fakultät der Universität zu Greifswaid Lic. Bornhäuser zum ordentlichen Professor in derjenigen der Universität zu Marburg, die Referendare Dr. Mauer und Dr. Gernsheim zu Gerichtsassessoren, die Rechtskandi- daten Waldhausen und Schwabe zu Referendaren, der Regierungs-Zivilsupernumerar D e l g m a n n zum Kreissekretär bei dem Landratsamt in Hünfeld, die Forstaufseher Dietrich zu Tannenberg , Oberförsterei Nentershausen, Heine zu Gottsbüren, gl. Oberförsterci, Müller zu Schwarzenhasel, Oberförsterei Notenburg-Ost, Schuppe- l i u s zu Äua, Oberförsterei Neuenstein, und K ö tz s ch k e zu Hersfeld, Oberförsterei Hersfeld-Wippershain zu Förstern o. R., vom 1. Juli d. I. ab.
Uebertragen: dem Regierungssekretär Dörge die Verwaltung und Rechnungsführung der von B u t t l a r- schen und von Uslar 'schen Stiftung.
* Deutsche KolouialgeseAschaft, Abteilung Hanau. In der gestern abend in der „Concordia" abgehaltenen zwanglosen Zusammenkunft der Mitglieder der Deutschen Kolonialgesellschaft, Abteilung Hanau, schilderte der zur Zeit hier in Hanan weilende Farmer Herr Gunkel aus Klein-Windhuk seine Erlebnisse in Deutsch - Südwestafrika. Er war 1893 in die Schutztruppe eingetreten und nach Beendigung seiner Dienstzeit in Südwestafrika geblieben, woselbst er sich in Klein-Windhuk als Farmer niederließ. Viehzucht und Gemüsebau bildeten für ihn die Haupterwerbsguelle. Nebenbei verlegte er sich auf die Aepfelwcinkelterei nach eigenem Verfahren. Die benötigten Aepfcl werden aus Kalifornien bezogen. Durch Fleiß und Energie hat er sich im fernen Südwestafrika eine Existenz gegründet, mit. der er nach seiner Angabe zufrieden ist, sodaß er vorerst kein Verlangen zeigt, seine neue Heimat aufzugeben. Er vermied es, alles in rosigen Farben zu schildern, doch ging aus seinen Mitteilungen, aus den Antworten der an ihn gestellten Fragen hervor, daß Südwestafrika durchaus nicht als eine trostlose Sandwüste zu betrachten ist, und man dort, einmal mit den Verhältnissen vertraut, ganz gut leben kann.
* Die Bahnyofsverh-ittuLffe in Großauheim. Wie s. Z. mitgeteilt, hatte die Handelskammer - Hanan sich wegen Verbesserung der Bahnh o fsVerhältnisse in Großauheim nochmals an die Königs. Eisenbahndirektion zu Frankfurt gewandt. Diese hat darauf der Handelskammer unterm 26. Juni geantwortet, daß sie in Ansehung des in letzter Zeit dort stark gesteigerten Güterverkehrs diesen Wünschen durch anderweite Dienstordnung dahin entgegenkommen werde, daß Verzögerungen in der Abfertigung auf ein möglichst geringes Maß werden zuruckgeführt werden. Auch ist eine Erweiterung der Schuppenräumlichkeiten für das nächste Jahr in Aussicht genommen, sodaß zu hoffen ist, daß durch diese Bemühungen und das Entgegenkommen der Bahnverwaltung die Wunsche der Interessenten in Großauheim der Hauptsache nach bald erfüllt sein werben.
Bezirks- und Fahnenwethfeft der Pofirmter« beamten. Nachdem die Vorbereitungen zu dem am 20., 21. und 22. Juli stattfindenden Bezirks- und Fahnenweih- seste^ soweit zum Abschluß gelangt sind, wollen wir nicht versäumen, das in Aussicht genommene Programm an dieser Stelle zu besprechen. Samstag den 20. Juli von nach- mittags 2 Uhr ab findet im Vereinslokal „zum Elefanten" Bezirkstag der Post- und Telegraphen-Unterbeamten im Bereiche der Kaiserl. Oberpostdirektion Cassel statt, abends von 8 Uhr Festkommers im Vereinslokale. Sonntag den 21. Juli Frühschoppen im Vereinslokale, 11 Uhr Abmarsch mit Musik nach dem Saalbau zum Deutschen Haus, dortselbst findet die akademische Feier statt. Die Weihe der Fahne wird der Chef des Oberpostdirektionsbezirkes Herr Geheimer Oberpostrat Hoffmann aus Cassel vornehmen. Nachmittags findet ein Festzug durch die Straßen Hanaus nach dem Restaurant „Kaiserhof" statt, dort wird ein großes Volksfest abgehalten. Der Gesangverein „Fröhlichkeit" hat in liebenswürdiger Weise seine Mitwirkung an dem Feste zugesagt. Die Festmusik hat die infolge ihrer Leistungsfähig- feit bestens bekannte Kapelle des 1. Kurhcfs. Inf.-Regt. Nr. 81 aus Frankfurt a. M. übernommen. Am Montag den 22. Juli findet im „Kaiserhofe" eine Nachfeier statt, die um 4 Uhr nachmittags ihren Anfang nimmt. Bei Konzert, Tanz, Kinderspielen u. a. m. stehen den Besuchern genußreiche Stunden in Aussicht, bei Eintritt der Dunkelheit wird ein großes Feuerwerk abgebrannt werden. Sollte der Himmel gutes Wetter bescheren, dann wird sich das Fest der in allen Kreisen unserer Bürgerschaft beliebten Postunterbeamten zu einem wahren Volksfeste gestalten.
L. Vom Reichsgericht. Wegen fahrlässiger Gefährdung eines Eisenbahntransports sind am 21. März vom Landgerichte Hanau der Stationsasststent Heimel zu 20 und der Hilfsweichensteller Schäfer zu 40 Mk. Geldstrafe verurteilt worden. Im März 1906 erfolgte auf der Südseite des Bahnhofes Elm eine Bodensenkung. Um den starken Verkehr Bebra-Frankfurt aufrecht zu erhalten, wurden zwei neue Weichen eingestellt und dem Schäfer zur Bedienung übergeben. Eines abends im Juli v. I. ließ Heimel einen Personenzug ausfahren. Vorschriftsmäßig hatte er alle Beteiligten zu benachrichtigen; er vergaß aber gerade Schäfer zu benachrichtigen. So kam es, daß der Personenzug auf einen Güterzug auffuhr. Der Zusammenstoß wurde durch Bremsen und Sandstreuen gemildert. Die nur von Heimel eingelegte Revision wurde gestern vom Reichsgerichte als unbegründet verworfen.
* Ausgestellt. Die vom Hanauer Sänger- quartett bei dem Gesangswettstreit in Niederrodenbach und in Marburg errungene Preise (2 erste und 2 Ehrenpreise) sind auf einige Tage in Fr. Königs Hofbuchhandlung (Marktplatz) ausgestellt.
* Klub „Amicrtia". Der Klub feiert am nächsten Sonntag den 14. Juli im Garten „zum Elefanten" sein diesjähriges S o m m e r f e st in hergebrachter Weise. Es sind hierbei wiederum zahlreiche Überraschungen vorgesehen.
* Gartenfest. Der erste Hanauer Athletenklub feiert am nächsten Sonntag im Restaurant „Zum Kaiser Friedrich" ein Gartenfest. (Näh. morgen im Inseratenteil.)
* Erfreuliches aus Nürnberg. Infolge der steigenden Schlachtviehpreise haben in N ü r n b e r g die Metzgel den Preis des Schweinefleisches von 70 auf 75 Pf. erhöht. Wir hier in Hanau haben schon längst höhere Preise bezahlen müssen und können es deshalb nur als „erfreulich bezeichnen, wenn sich nach und nach auch die. Preise bet < Nachbarstädte den Hanauer Preisen nähern, damit wir nidj1 allein auf einsamer „Höhe" stehen.
* Grober Unfug wurde gestern abend in der Nähe des Nordbahnhofs verübt. Schaubudenarbeiter und andere Personen waren nach allzureichlichem Alkoholgenuß, wie dies ja vorauszusehen war, aneinander und sich gegenseitig in die Haare geraten, sodaß bald eine allgemeine Balgerei u. a. m. zu verzeichnen war. Die Vorgänge hatten eine Menschenansammlung zur Folge. Gegen die Unfugverüber ist Strafanzeige erstattet worden.
* Kabaret van Dyk. Wir verweisen an dieser Stelle nochmals auf das heute abend im Saalbau zum „Deutschen Haus" stattfindende, jedenfalls sehr interessante Gastspiel bei Kabarets van Dyk.
* Ladenpreise. Im Monat Juni 1907 be» trug in Hanau der Durchschnittspreis für 1 kg Mehl zm Speisebereitung aus Weizen 36 Pf., Roggen 28 Pf., Gersten- Graupe 45 Pf., -Grütze 38 Pf., Hafergrütze 46 Pf., Hirst 33 Pf., Reis, Java (mittlerer) 48 Pf., Kaffee, Javamittlerer (roh) 2 Mk. 30 Pf., gelber (in gebrannten Bohnenz 2 Mk. 90 Pf.. Speisesalz 19 Pf. Schweineschmalz UOäRt