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10» Oktober

Donnerstag

logenvereins abgehalten. Dr. Brick-Hamburg sprach über | die bei dem amerikanischen und australischen Obst beobachteten » Schädlinge und ihre etwaige Gefahr für den deutschen Obst­bau, zu deren Abwendung dem Vortragenden unsere bestehen­den gesetzlichen Bestimmungen ausreichend erscheinen.

Saarbrücken, 8. Oktbr. Wegen einer Reipe von dreisten Schwindeleien hatte sich heute vor der hiesigen | Strafkammer der Techniker Jakob Fritz Becker aus ^t. Jo­hann zu verantworten. Becker hatte es verstanden, sich in die bessern Jagd- und Sportkreise einzudrängen. Er gab sich dabei als Bergreferendar, Ingenieur und Regierungsbauführer aus, sein dreistes Auftreten muß jeden Verdacht zerstreut haben. EinenSchmiß" hatte er sich künstlich bringen lassen, um den ehemaligen Studenten zu markieren. Mit einer erstaunlichen Fertigkeit pumpte er alle Welt an, mcht weniger als 69 Fälle sind dem Gericht bekannt geworden. Immer fand der Herr Bergreferendar in seiner augenblick­lichen Geldverlegenheit willige Helfer, die ihm aufEhren- wort", morgen das Geld wiederbringe« zu wollen, ihre Geldbörse zur Verfügung stellten. O einmal jemand be­merkte : unter uns befindet fich ein Schuft, da soll der geistesgegenwärtige Herr Referendar gelassen bemerkt haben, dann könne er nicht mehr in der Gesellschaft bleiben, worauf er verschwand. Sein Versuch, sich als geistig nicht ganz zu­rechnungsfähig hinzustellen, nutzte ihm nichts. Das Gericht verurteilte ihn wegen 44 Fällen vollendeten Betruges, wegen 14 Fällen versuchten Betruges und 1 Fall Unterschlagung zu 1 Jahr 8 Monaten Gefängnis.

handel, Gewerbe und Verkehr.

Mannheim, S. Oktobr. Weizen Ulka 9 p. 25 188 M., Ulka 9 p. 30 190 Mk., Ulka 10 p. 194 Mk. Rumänischer 77/78 Ko. 189 Mk. Laplata Okt.-Ml. Bah-Blauka 80 Ko. -.- Mk. Red. Winter n Ok1.°Abl. 184.- Mk. Russisch« Roggen 9 p. 10/15 168 Mk. Maiß Laplata 126.- Mk.

Frankfurt a. M., 10. Oktbr. Der Viehmarkt war gestern mit 1863 Schweinen befahren. Es kosteten Schweine 1. Qualität 67 Pfennig, 2. Qualität 6566 Pfennig pro Pfund Schlachtgewicht. Das Geschäft ging gut, Ueber- stand verblieb nicht. Die Zufuhr betrug 18 Doppelwaggons und 2 Waggons.

Für Errichtung eines Ansftchtstnrmes auf dem Buchberge bei Langenselbold gingen ein

Adam jr., Oberrodenbach . . . 1.25 Mk.

Voriger Betrag . . . , 1806.75

Zusammen bis jetzt 1808.00 Mk.

Weitere Spenden nimmt gerne entgegen die Redaktion desHanauer Anzeige»"

Der Fall Hau vor dem Reichsgericht.

8. u. H. Leipzig, 9. Oktbr.

(Unber. Nachdruck verb.)

Das Reichsgericht wird sich als Berufungsinstanz am SamStag mit dem Prozeß Hau zu befassen haben, der am 23. Juli d. J8. bekanntlich nach 7tägiger Dauer damit endete, daß die Karlsruher Geschworenen den Rechtsanwalt Karl Hau des Mordes an seiner Schwiegermutter, der verwitweten Frau Medizinalrat Molitor, schuldig sprachen, worauf das Gericht den Angeklagten zum Tode verurteilte.

Seit dieser Urteilsfällung hat sich derFall Hau" immer sensationeller gestaltet, Zwischenfall folgte auf Zwischenfall und die Oeffentlichkeit beschäftigte sich eingehend mit der Frage, ob der Wahrspruch der Geschworenen zu Recht er­gangen sei oder nicht.

Eine Flut von Broschüren, die sich alle mit der Frage ver Schuld oder Unschuld Haus beschäftigten, überschwemmte den Büchermarkt. Erklärungen von beteiligten Personen er* schienen zu Dutzenden in der Presse. Jeder, der mit dem Prozeß nur in losester Beziehung stand, fühlte sich veran­laßt, sein Gutachten über den mysteriösen Fall öffentlich ab­zugeben. Man interviewte ein seltener Fall sogar bie Geschworenen und bewog selbst den seinerzeftigen Unter­suchungsrichter, sich zu der Sache zu äußern, bis schließlich daS badische Justizministerium der Sache ein Ende machte, indem er seinen Unterstellten strikte verbot, noch öffentlich zu bem Fall Stellung zu nehmen.

Auch von der Familie Molitor erschienen lange Pub­likationen in den Zeitungen, in denen die Tochter bet Frau Molitor gegen verschiedene öffentlich verbreitete Behauptungen über innere Zusammenhänge im Prozesse sich äußerten. Briefe aus Briefe wurden veröffentlicht, besonders ein großer Teil bet Korrespondenz der verstorbenen Frau Lina Hau wurde publiziert. Verteidiger und Staatsanwalt ließen sich gleichfalls in der breiten Oeffentlichkeit vernehmen. Mn Berliner Schriftsteller schrieb sogar ein dickes Buch über den ga« Hau, das ihm eine Pistolenforderung von fetten bei berleutnantS Molitor eintrug, die der Geforderte ab. lehnte.

Der Fall schien manchmal schon eine ganz überraschende Wendung nehmen zu wollen, weil allerlei Zeugen sich mel- beten, die neues bänden wollten, wodurch die Unschuld Haus klargestellt werden sollte. Da war zunächst eine Frau Eisele auS Baden-Baden, die am Mordtag- zur Zeit berTal in der Nähe der Mordstelle einen blassen, schmächtigen, eleganten Herrn, der vielleicht Hau gewesen sein kann, in eine Droschke hat steigen sehen. Später hörte sie auch dm verhängnisvollen Schuß, der also von diesem Herm nicht abgefeuert worden sein kann. Ob freilich Hau dies« Herr war, oder nicht, ist schwer klarzustellen.

Dann kam der Zwischenfall Lindenau. Ein österreichisch« Baron v. Lindenau, er« früherer Offizier, trat mit der offenen Bekundung hervor, daß nicht Hau der Mörder ber Frau Molitor sei, sondern daß er selbst gesehen habe, daß Fräulein Olga Molitor den tödlichen Schuß abgefeuert Später gab Lindenau bei der Konfrontation mit Frl. Olga Molitor zu, er könne sich geirrt haben. Schließlich verwickelt« er sich in so bedenkliche Widersprüche, daß der Staatsanwalt ihn verhaften ließ und Anklage wegen versuchter Erpressung, Be­leidigung und Begünstigung erhob. Die Erpressung und Beleidigung wird in der Tatsache «blickt, daß er Irl. Olaa

Molitor einen Heiratsantrag machte, wobei er dann darauf hinwies, daß er die Wahrheit über den Fall Hau wisse. Uebrigens ist Lindenaus Ruf nicht der Beste. Jetzt hat sich noch ein neuer Zeuge gemeldet, der Reisende M. Brumm. Er gab vor dem Berliner Polizeipräsidium an, er habe am 6. November, dem Mordtage, einen Herrn mit falschem schwarzen Bart und einen älteren Herrn mit grauem Bart zusammen in Oes nach Baden-Baden einsteigen sehen. Abends habe er die beiden wieder getroffen, der schwarze falsche Bart war aber jetzt verschwunden. Es sei möglich, daß die beiden Hau und Lindenau waren.

Alle diese Zeugenbekundungen sind merkwürdig genug, für die bevorstehende Revision kommen sie aber nicht in Betracht, nur für die Frage eines Wiederaufnahmeverfahrens. Das Reichsgericht hat nur nachzuprüfen, ob das prozessuale Verfahren in dem vom Verteidiger gerügten Punkten mangel­haft war. Die Frage, ob Hau schuldig oder unschuldig ist, ist der Nachprüfung durch das RevisionSgericht entzogen. Stellt nun das Reichsgericht fest, daß das Prozeßverfahren an einem wesentlichen Mangel, insbesondere etwa an einer Beschränkung der Rechte der Verteidigung litt, so wird das Urteil aufgehoben und die Sache zu einer neuen Verhand­lung an daS Schwurgericht zurückaewlesen, worauf dann selbstverständlich auch die neuen Zeugenaussagen bie ge­bührende Berücksichtigung finden.

Viel schwieriger gestaltet sich jedoch die Sachlage, wenn daS Reichsgericht daS Verfahren des Gerichtshofes für einwandsfrei hält. Es muß dann die Revision verworfen werden und das Todesurteil wird rechtskräftig' Jetzt ergibt sich nur noch die Möglichkeit, die neuen Beweis- mittel im Wege der Wiederaufnahme deS Verfahrens zu v«- wetten.

Zunächst entscheidet die Strrflammer über bie Zulässig­keit deS Wiederaufnahmeantrags, wobei sie unter Berück­sichtigung der Ergebnisse beS bisherigen Verfahrens prüft, ob die Angaben der neuen Zeugen an sich eventuell die Frei­sprechung des Angeklagten zu begründen geeignet sind. Unter Umständen ordnet sie dann noch die Vernehmung von Zeugen an. Schließlich verweist sie die Sache entweder zur noch­maligen Verhandlung an das Schwurgericht, oder lehnt die Wiederaufnahme des Verfahrens ab. Möglicherweise gelangt dann die Sache im Beschwerdewege noch an daS Oberlandes­gericht. Sind die Gerichte, also die Berufsrichter, der Ansicht, daß die neuen Zeugenaussagen auf die Entscheidung einfluß­los sind, so kommt bie Sache überhaupt nicht wieder vor die Geschworenen.

DaS Leipziger Publikum scheint sich über die Att her Revisionsverhandluna nicht ganz im Klaren zu sein; denn bei der Gerichtsschreiberei sind schon zahlreiche Gesuche um Eintrittskarten eingegangen. Die Verhandlung findet na­türlich in Abwesenheit des Angeklagten Hau statt.

Wir werden über die RevifionSverhandlung berichte«.

Hus aller dielt

Geflüchtet. Der GerichtSaktuar Spengler aus Essen, der vertretungsweise in Oelde bie Verrichtungen eines Ge­richtsvollziehers ausübte, ist nach Unterschlagung von 6000 Mark ihm anvertrauter Gelder geflüchtet.

Ein glücklicher Gewinner gesncht. Am 10. V. M. wurde in dem Lotteriegeschäft von Krüger, Friedrich­straß« 181 in Berlin, ein Los Nr. 114 880 der Sieben- grbirgS-Lotterie gekauft, das mit dem Hauptgewinn von 100 000 Mk. gezogen ist. Der glückst^ Besitz« dieses LofeS hat sich bisher noch nicht gemeldet.

Kunst and Leden.

Den Nordpool erreicht? DieLondoner Tribune" hat auS New-Uork eine Mitteilung erhalten, deren Be­stätigung man in wissenschaftlichen Kreisen mit be­rechtigter Spannung ab matten wird. Die Depesche sagt nicht Geringeres, als daß das Ziel Jahrtausende alten Strebens, der Nordpol, erreicht worden sei. Die bisher vorliegenden Mitteilungen sind sehr dürftig und Zweifel herausfordernd. Sie besagen, daß der amerikanische Forscher Dr. Frederik Cook auS Etah in Grönland telegraphiert habe, es sei ihm gelungen, von der Buchananbei aus, nach Durchquerung des Ellerhereland (V), den Nordpol zu er­reichen. Die Nachricht gewinnt weder an Glaubwürdig­keit noch an Deutlichkeit durch die hinzugefügte Bemerkung, daß bie Expeditionbisher streng geheim gehalten" worden fei und daß bie Meldung deshalb in New- Uork große Ueberraschung Hervorrufe. Immerhin darf man bie Nachricht nicht ohne weiteres zurückweisen, um so weniger, als ja die endliche Erreichung des Nordpols nur als eine Frage der Zeit erscheinen muß. Der in dem Telegramm genannte Ort Etah ist bie nördlichste bekannte menschliche Ansiedlung und von Eskimos bewohnt.

Drahtnachrichten

©erdn#» nnd VerfammlnngSrecht.

Betlin, 10. Oktbr. Wie derBerl. Lokalanz." erfährt, sollen nach dem neuen Gesetzentwürfe betr. das Vereins- und Versammlungsrecht alle öffentlichen Versammlungen, in denen die deutsche Sprache nicht Verhandlungssprache ist, verboten werden. Der Entwurf dürfte dem Bundesrate schon in allernächster Zeit zugehen.

DaS B*stnd*n deS Kaisers von Oesterreich.

Wie«, 10. Oktbr. Der Z u stand des Kaiser» wird hier als ernft angesehen. Im Laufe des gestrigen Nachmittag» verschlimmerte sich ber Zustand. Der Eintritt von Lungenentzündung wird befürchtet. ES wurden sofort die Leibärzte beS Kaiser» gerufen. Der Oberleibarzt bezog daS Gemach neben ben TchlafappartementS de» Kaisers.

Zum Ehrenbürger ernannt.

Stuttgart, 10. Okt. Graf Zeppelin wurde von der Stadt Friedrichshafen zum Ehrenbürger ernannt.

Baumwottkongretz.

New-Uurk, 10. Oft Die auf dem in Atlanta tagenden internationalen BaurmvoLkouaretz vertretenen Jn-

_____________________________ Gatts« teressenten haben beschlossen, mit der Vereinigung ber eure* pâischen kontinentalen Spinnereien eine dauernde Organisation zu bilden.

Die Lage in Marokko.

Paris, 10. Oktbr. Aus Oran wird gemeldet: 15Ö Kilometer von Beni Abbes im Erg-Gebiete wurden 20 fran­zösische Kameelreiter von Beratars angegriffen. Der Kampf dauerte einen vollen Vormittag; die beiderseitigen Verlust« sind gering.

Tauger, 9. Oft. Der Zwischenfall betreffend den von den Spaniern besetzten Teil von Casablanca ist übertrieben worden; er hat keinen Anlaß zu erheblichen AuSeinand«- setzungen gegeben. Es handelt sich um eine Prinzipienfrag«, die Gegenstand eines nach Madrid und nach Paris abge­gangenen Sonderberichtes geworden ist. D« Major Santa Olalla hatte gegen die Fortschaffung von Steinen au» bem in Trümmern liegenden Negerviertel Einspruch erhoben, weil dieses Viertel ihm unterstand. Er hat aber lediglich Eis- spruch erhoben und feiner Regierung berichtet.

Paris, 9. Oktbr. Aus Udjda wird gemeldet: Gestern ging eine kleine Abteilung gegen den Dechar-Stamm vyr, der am 7. ds. Mts. eine französische RekognoSzterungSad- teiluna angegriffen hatt«. Der Befehlshaber bet Abteilung ließ die Stellung der DecharS beschießen, bis er die am 7 ds. M. gefallenen Soldaten für genügend gerächt hielt.

Telephou-Verbiuduug Berttu-Kopeuhaffsu.

Lübeck, 10. Oktbr. Das Seekabel Fehmarn-Dänemark, das eine direkte Telephonverbindung zwischen Berlin und Kopenhagen herstellt, ist fettiggestellt worden. Die Probe- gespräche verliefen Mßrrordentlich zufriedenstellend.

Der Gen-ralstreik in Budapest.

Bltdapefl, 9. Oktbr. Budapest beginnt zur Stunde bereits alle Vorkehrungen für den morgigen Generalstreik zy treffen. Die Bäcker haben schon heute Mittag, bie Setz« nachmittags bie Arbeit eingestellt. In den Markthallen h«rscht ein riesiges Gedränge, um die nötigen Lebensmittel für den morgigen Tag beizuschaffen. In allen Straßen, wo heute ein auffallend reger Verkehr herrscht, zirkulieren berittene Polizisten. Die Geschäfte beginnen gegen 7 Uhr bereits zu schließen u. bleiben zum allergrößten Teil einschließlich aller Gast- und Kaffee­häuser bis Freitag früh gesperrt. Die Polizei hat gemein­sam mit den Militärbehörden umfassende Vorkehrungen ge­troffen. Alle Bahnhöfe, großen Werkstättnr und Fabriken,^ sowie das Parlament werden militärisch besetzt. Der Zug der Arbeiter darf vor dem Parlament nicht defilieren. Der Präsident Justh wird eine größere Deputation von Arbeitern empfangen. Die Polizei hat das Mittragen von roten Fahnm im Zuge, sowie beschimpfende und aufrührerische Rufe bei Androhung der sonstigen sofortigen Auflösung bei ZugeS verboten.

Giftig* Gas*.

Dortmund, 10. Oktbr. DerDortm. Ztg." zufolge verunglückten auf der ZecheScharnhorst" mehrere Bergleute durch Einatmen giftiger Gase. Sie konnten durch rechtzeitige Hilfe gerettet werden, nur der Knappe Boings faud b»* Erstickungstod.

Geschütztteferung.

PartS, 10. Oktbr. Die erste der 56 Batterien, die Persirk in Frankreich bestellt hat, ist soeben einer Prüfung durch btt persische Kommission unterzogen worden. Die ganze Lieferung soll im Laufe des Jahres 1908 bewerkstelligt werben. 30 persische Offiziere, von denen die Mehrzahl der Attillette« waffe angehört, sind eingetroffen, um zeitweilig in französische Regimenter eingereiht zu werden.

Entgleist.

Stendal, 10. Oktbr. Der Schnellzug Magdeburg-Gten^ dal-Bremen ist am 9. Oktober gegen 2'M Uhr auf offene Strecke zwischen den Stationen Kallehne und Pretzien ent» gleist. Einzelne Personen wurden durch Hautabschürfungen unerheblich verletzt. Die Ursache ist auf folgenden Umstand zurückzuführen. Infolge der Wärme hatten sich die Zwischen­räume zwischen den Schienen ausgedehnt. Da der Bode^ infolge der Reparaturarbeiten untergraben war, gaben bw Schienen beim Heransausen deS ZugeS nach, wodurch biß Entgleisung beS Post- und deS Speisewagens herbeigeführt' wurde. Die Sttecke blieb bis zum Abend gesperrt.

Mord und Selbstmord.

Warschau, 10. Septbr. Der Student an der Genfer Universität Ludwig Landau erschoß seine Braut, bte Kaufmann» tochter Rosa Wroclavrr und tötete sich dann selbst.

Entlasten.

Rotterdam, 9. Oktbr. Etwa tausend Dockarbeiter erhielten heute ihre Entlassung, weil sie trotz vertrags­mäßiger Verpflichtung in den Ausstand getreten find. Ihre Arbeit ist von oeutschen und zahlreich auS der Prrwky zuströmenden Arbeitern übernommen worden.

Ueberschwemmungen.

Avignon, 9. Oktbr. Die Rhone ist plötzlich um btA Meter gestiegen und aus den Ufern getreten. Südfrankreich haben heftig« Gewitter großen Schaden angerichtet.

Paris, 9. Oktbr. Fortgesetzt laufen Meldungen ein übte ben von Ueberschwemmungen angerichteten Schaden. Cui Avignon wird gemeldet, daß die Rhone große Trüunnerftück« mit sich führe. Nach Berichten aus Privas sind dort Häuser fottgerissen worden und sieben Personen nmS Leben ge­kommen. Aus Roanne wird gemeldet, daß die Loi« mD ihre ZuMfl« aus den Ufern getreten sind.

Klein Elschen bettelt die Mutter m:

»W M»Ä^^

und in der Pause, und alle sind gesund und husten gar

nb H huste immer, und gestern hat der Lehrer aezankt -

^ solle doch was gegen dm Husten tun. Bitt«, bitte ~ Muttchen - kauf mir auch Fays echte «ebener! - siah»

echte Sodener MmerabPastillen kauft man In jeder ApsthA, Wh. und jeder Drogen« oder Miueralwasierhandlnng. Die Schachtel