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BiertelsKhrsich 1,89 Mk., Monatlich öv Pfg., für aus, vârtige Wonnente« pit dem bsirefsmbev Postaufjchl-A D» tiflzelse Nummer kostet 10 Pfg.

UatqtteuSdtmck und Verlag der Buchdruckerei dB wM eh Waisenhaus in Laaaui-

Nr. 237 Fernsprechanschlntz Nr. 605.

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Amtliches OrgW für Stabs- i»d ZWâreès Na«.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonu- mrd Keieriags, mit belletristischer Beilage,

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^ Wgespaltem Petitzeile oder dereu Raum SS Nt' im Mlammttll die Zelle SS Pfg.

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Donnerstag den 10. Oktober

F«*»sp»<ch»schl«tz Nr. 605. 1907

Amtliches.

Stadt- und Landkreis Ranau,

Am Freitag den 11. d. Mts., von 12 bis 1 Uhr mittags, wird der Königliche Gewerbe-Inspektor aus Fulda in einem Zimmer des hiesigen Standesamts im Altstädter Schloß den Arbeitgebern und Arbeitern Gelegen­heit zu Besprechungen geben.

Hanau den 9. Oktober 1907.

Der Königliche Landrat und Polizei-Direktor.

P 9207 I. D.: Siemon, Reg.-Assessor.

Candkreis Hanau.

MmtmchuWn des Königlicher Ändkämts.

Unter den Schweinen zu Bischofsheim ist die Schweine­zucht erloschen.

Hanau dm 5. Oktober 1907.

Der Königliche Landrat.

V 9886 v. Beckerath.

Unter dm Schweinen zu Kinzigheimerhof ist die Schweinestuche festgestellt worden.

Hanau den 7. Oktober 1907.

Der Königliche Landrat.

V 9887 v. Beckerath.

Lan-VirtschüstUer Kreisotreiil Kam.

Der landwirtschaftliche KreiSverein Schlüchtern ver­anstaltet am Mittwoch den 16. d. M. in der land­wirtschaftlichen Halle zu Schlüchtern eine Fohlen-Prämiett- schau, zu der die Mitglieder unseres Vereins eingeladen sind.

Hanau den 10. Oktober 1907.

Der Vorsitzende.

v. Beckerath, Königl. Landrat.

»US Hana« Stadt und Eand.

Hana«, 10. Oktober.

B-amt-n-Personalnachrichtsn.

Ernannt: die Rechtskandidaten Strippel, Cra­mer, von Schweinitz, Otto Heldmann, Adolf Heldmann zu Referendaren.

Verliehen: dem ständigen Kanzleigehilfen Bloß in Bergen (Kr. Hanau) die Unwiderruflichkeit der Anstellung.

* Verliehen. Dem Landgerichtspräsidenten P i n o f f in Bartenstein (früher in Hanau) wurde der Kronenorden dritter Klasse verliehen.

* Auszeichnung. Dem pensionierten Reichsbank­kassendiener Habedank in Hanau wurde das Kreuz des Allgemeinen Ehrenzeichens verliehen.

* Eisettbahn-Personalien. Ernannt wurden die Lokomotivheizer Fey und Weber in Hanau zu Lokomotiv­führern.

* Volksbildungstag in Hanau. Sonntag, den 20. Oktober, nachmittags halb 4 Uhr findet im GasthausCentralhalle" in Hanau, Rosenstraße 9fr. 12/14 eine Versammlung statt, in der Herr Pro­fessor Dr. Ph. Stein aus Frankfurt a. M. überDas BolksbildungswesenundfeineBezithungen zu Gemeinde, Staat und den politischen P a r t e i e n" sprechen wird. Zu dieser Versammlung, die die Stellung des Rhein-Mainischen Verbandes und der neu­tralen Volksbildungsarbeit überhaupt zu den genannten In­stitutionen klarstellen und an die sich eine freie Aus­sprache anschließen wird, werden hiermit sämtliche persön­liche und körperschaftliche Mitglieder der Verbandes, insbesondere diejenigen aus dem Kreise Hanau und dem östlichen Ver­bandsgebiete ergebenst eingeladen. Es ergeht aber auch an alle, die sich aus Beruf oder Neigung mit dem Volksbildungs­wesen in seinen mannigfachen Verzweigungen befassen, die Bitte, diese Versammlung besuchen zu wollen. Vertretungen der Verwaltungsbehörden, der politischen und Kirchenge­meinden, sowie der verschiedensten politischen Parteiorgani­sationen, Gewerkschaften und sonstiger Arbeitervereine, Bürger-, Gesang-, Turn- und anderer gemeinnütziger Vereine sind gleich willkommen. Besonders erwünscht wäre auch die Teil­nahme solcher Männer und Frauen, die sich als wissenschaft­liche oder organisatorische Mitarbeiter der Bestrebungen der Volksbildung annehmen wollen. Interessenten für die Hanauer Versammlung, die den Bestrebungen des Verbandes noch

fern stehen, erhalten einführende Druckschriften durch die Ge­schäftsstelle in Frankfurt a. M., an der Schmidtstube 7.

* Ueber den öffentlichen Wetterdienst. Be­kanntlich werden seit zweit Jahren bei den 10 Dienststellen des öffentlichen Wetterdienstes Wetterprognosen gestellt. Es dürfte nun wohl allgemein interessieren, auf ihre Herstellung und ihren Nutzen kurz einzuqehen. Bei den augenblicklichen Hilfsmitteln ist allerdings eine völlige Sicherheit noch nicht . immer zu erreichen und oft können daher die Voraussagen ! nur recht unbestimmt gefaßt sein; denn 1. müssen die Wetter­karten, auf die diese Prognosen sich gründen, bereits am l Vormittage, eine Stunde nach Einlaufen der Beobachtungs- J telegramme fertig gestellt sein; 2. läuft von den Telegrammen, ' aus denen die Karte zusammengestellt wird, meist ein großer s Teil nicht mehr rechtzeitig ein, um noch verwertet werden zu können; 8. kommen für eine richtige Vorausbestimmung des Wetters oft weit entlegene Gebiete in Betracht, mit denen kein Witterungsnachrichteuverkehr besteht, und endlich 4. ist ; es bisher nicht möglich, die höheren Luftströmungen mit zu verwenden. Trotzdem aber geben die Prognosen einen guten Ueberblick über die allgemeine Wetteraussicht und sie können ja auch wieder oft recht bestimmte Angaben enthalten. Den hauptsächlichsten Wert aber haben die Wetterkarten, auf wel­chen die Prognosen publiziert werden. Auf diesen sind Wind­richtung und Stärke, Barometer- und Thermomettrstand, Bewölkung, Niederschläge usw. verzeichnet. Die dabei üblichen Zeichen und Symbole werden durch eine beifolgende Erklä­rung jedermann verständlich gemacht. Dadurch ist dann jedem einzelnen Leser die Möglichkeit gegeben, die Wetter­aussicht für den kommenden Tag s e l b st zu beurteilen, und das oft besser, als es die allgemeine Prognose tun kann, da diese, nicht wir der Leser, alle speziellen Eigenarten der Oertlichkeit in Betracht ziehen kann. Ein geübter Kenner der Wetterprognose wird selten durch einen Witterungsumschlag überrascht und geschädigt werden, und für den Landwirt ist sie daher von unschätzbarem Wert. Der Gebrauch der Wetter­karte bedeutet bei einiger Uebung eine ganz erhebliche Er­leichterung und Verfeinerung. Dazu liegt im Studium der Wetterkarten ein gewisser bildender Wert: man lernt die Klimaverhältnisse der verschiedenen Länder kennen und ver­stehen. Jeder Gebildete wird ohnehin in kurzer Zeit ge- ? nötigt sein, mit den Wetterkarten und den Grundlagen der Prognose Bescheid zu wissen. Eine Anleitung zur Wetter­voraussage gibt van Rebber in seinem Buch:Die Wetter­voraussagungen", Stuttgart; eine Anweisung zum Gebrauch der Wetterkarten wird auf Wunsch bei den Dienststellen des ; öffentlichen Wetterdienstes ausgegeben. Das Abonnement der i Wetterkarte selber kostet 50 Pfg. pro Monat und für 2 Mk. : monatlich kann jeder morgens um 11 Uhr ein Telegramm : mit der Wetterprognose für den anderen Tag erhalten. Das sind die Kosten, welche die Wetterdienststelle selbst durch die Herstellung der Karten hat, bezw. durch die telegraphische Beförderung.

* Süddeutscher Siaffelfahrplan. Soeben ist im Buchhandel ein ganz neues, eigenartiges und äußerst sinn- j reich zusammengestelltes Kursbuch für Süddeutschland und die Schweiz unter dem Titel Süddeutscher Staffelfahrplan - Fix (Süddeutsches Kursbuch) als eine angenehme Erleichte- rung des Reiseverkehrs erschienen. Schon so lange, als ; man auf der Eisenbahn fährt, laborieren die bisher im Handel s befindlichen Kursbücher, wie sie auch alle heißen mögen, an - dem einen Uebelstand einer unzeitmäßigen und unpraktischen Zusammenstellung. Wie oft studiert der Reisende sein Kurs- ; buch stundenlang, um seine Route nebst Anschlußlinien zu finden und wie häufig hat er Blatt für Blatt zu wenden, um schließlich mit Mühe und Not und großem Zeitverlust die gesuchte Verbindung gefunden zu haben oder auch nicht. Zeit ist Geld und Bequemlichkeit das halbe Leben! Etwa 1 so hat sicher der Herausgeber des neuen Kursbuches gedacht, als er an die Bearbeitung eines neuen, den heutigen An­sprüchen genügenden Kursbuches herantrat, zu Nutz und Frommen aller derjenigen, welche gezwungen oder unge­zwungener Maßen sich dem Dampfroß anvertrauen müssen und wir wollen offen gestehen, daß mit der Herausgabe eines derartigen praktischen Eisenbahn-Kursbuches dem reisen­den Publikum etwas Besseres kaum geboten werden dürfte. Die überaus sinnreiche und zweckmäßige Anordnung des Kursbuches fällt jedem auf, der das Buch in die Hand nimmt. Im Gegensatz zu allen bisherigen Kursbüchern ftnb die ein­zelnen Fahrpläne bezw. die einzelnen Fahrstrecken derartig staffelförmig zusammengestellt, daß Haupt- und Nebenstationen in geographischer Anordnung erscheinen, sodaß der Reisende mit einem Blick seine Strecke sucht und findet. Das Nach­sehen im Register ist dieserhalb überflüssig, im Gegenteil er­scheint das ganze Ruch als ein Register, nur mit dem Unter- .

schiede, daß dasselbe gleich den Fahrplan enthält. Die An­ordnung der Staffeln ist in der Weise eingerichtet, daß sämt­liche Hauptlinien auf weißem Papier gedruckt sind und die auf diesen Hauptlinien sich abzweigenden Nebenstrecken bezw. Anschlußlinien sich hinter den weißen Hauptstaffeln auf gelbem Papier befinden. Wenn also jemand die Strecke Frankfurt Basel fährt, so findet er hinter diesem Fahrplan auf gelbem Papier sämtliche Nebenlinien, die von dieser Hauptlinie aus­gehen. Dem Reisenden wird hierdurch ermöglicht, feine Route schnell und sicher zu finden. Es ist dies eine An­ordnung, wie man sich dieselbe zweckmäßiger nicht vorstellen kann. Der Preis dieses ausgezeichneten Kursbuches (50 Pfg.) ist ein verhältnismäßig sehr billiger und können wir allen Reisenden nur empfehlen, sich dieses Buch anzuschaffen. So­viel wir wissen, ist dasselbe bei den hiesigen Buchhändlern zu haben.

* Sprechstunde des Gewerbeinspektors. Der Königliche Gewerbe-Inspektor aus Fulda wird am Freitag den 11. d. Mts., von 12 bis 1 Uhr mittags, in einem Zimmer des hiesigen Standesamts im Altstâdter Schloß den Arbeitgebern und Arbeitern Gelegenheit zu Besprechungen geben.

* Stadttheater. Auf die heute abend halb 8 Uhr als Vorstellung außer Abonnement stattfindende Wieder­holung des mit so stürmischem Erfolge aufgenommenen Schwankes mit Gesang:Eine lustige Doppelehe" sei nochmals besonders hingewiesen. Wer über harmlose komische Situationen und gute Witze lachen will, der wird bei diesem Schwanke auf seine Kosten kommen. Eine lustige Szene voll toller Komik jagt die andere und die gefällige Musik Linkes sowie die zündenden Gesangspiecen bieten einen äußerst genußreichen Abend. Am Freitag geht Wilden- brnchs packendes Schauspiel:Die R a b e n stei n e ri n", mit welchem die Spielzeit eröffnet wurde, nochmals in Szene. Sonntag nachmittag wirdFl ach s m ann als Erzieher" bei kleinen Preisen zur Aufführung kommen und Sonntag abend geht die reizende Lustspiel-NovitätKlein Dorrit" von Franz v. Schönthan erstmalig in Szene. Die Direk­tion des Stadttheaters teilt uns mit, daß eine Wiederholung der anliterarischen Abenden" zur Aufführung kommenden Stücke i m Abonnement nicht stattfinden kann. Die verehrl. Abonnenten haben jedoch bis zum Tage vor der Aufführung Vorrecht auf den von ihnen abonnierten Platz und können sie dasselbe während der Kassenstunde von 45 Uhr am Tage vor der Vorstellung beim Kassierer geltend machen, so daß der Platz auch bei den literarischen Abenden nach Mög­lichkeit reserviert bleibt. Eine Ermäßigung des Preises kann infolge der hohen Kosten dieser Abende nicht gewährt werden. Als nächster literarischer Abend wird am kommenden Diens­tag Wilde's DramaSalome" nnd Presbers Mondschein- szenchenHerbstzauber" zum letzten Male zur Aufführung

gelangen.

* Verbrauchsabgaben. Im Laufe des Monats Septbr. 1907 wurden im hiesigen Schlachthause geschlachtet:

103 Ochsen, mehr gegen den Monat Septbr. 1906 6

56 Kühe, weniger

82 Rinder, mehr 1113 Schweine,

317 Kälber,

97 Hämmel, weniger

Lämmer, Ziegen, weniger

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Die Accis-Einnahme hiervon beträgt .

An eingeführten Fleischwaren rc. wurden versteuert: 26 354 Kilogramm, weniger gegen den Monat Septbr. 1906: 458 Kilogramm.

Hiervon die Accis-Einnahme mit . .

Summa

Gesamt - Accis - Einnahme im Monat September 1906 .....

Mithin mehr gegen die gleiche Zeit des Vorjahres...... Accis - Einnahme vom 1. April 1907 bis 30.

September 1907 ....

Accis - Einnahme vom 1. April 1906 bis 30.

September 1906 .

Mithin mehr gegen die gleiche Zeit des Vorjahres ......

Stück

ff

18 ff

II

38

II

187

9

II

II

9

ff

n

II

II

2

II

II

Mk.

4300.10

Mk.

850.74

Mk.

5150.84

Mk.

4642.86

Mk.

507.98.

Mk.

30 718.09

30 400.52.

Mk. 317.57

* Ladenpreise. Im Monat September 1907 be­trug in Hanau der Durchschnittspreis für 1 kg Mehl zur Speisebereitung aus Weizen 36 Pf., Roggen 28 Pf., Gersten- Graupe 45 Pf., -Grütze 87 Pf., Hafergrütze 48 Pf., Hirse 33 Pf., Reis, Java (mittlerer) 48 Pf., Kaffee, Java-, mittlerer (roh) 2 Mk. 20 Pf., gelber (in gebrannten Bohnen) 3 Mk. Pf., Speisesalz 20 Pf., Schweineschmal» 1.60 Mk.