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§Mgk ja Nr. 211 desAmetzer".

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Der sozialdemokratische Parteibericht, der unlängst erschienen ist, zeigt, mit welcher Tatkraft in der Partei gearbeitet wird, um die politische Macht zu erringen, und mahnt alle Gegner der Sozialdemokratie, nach bem Erfolge der letzten Wahlen nicht innezuhalten mit ihren Be­strebungen und sich jederzeit klar zu sein, daß der damals errungene Erfolg nur durch fortgesetzte Arbeit zu einem dauernden Besitz gemacht werden kann. Als eine direkte Rölge der sozialdemokratischen Niederlage wird man das im Parteibericht festgestellte Anwachsen der Zahl der politisch organisierten Genossen von 384 327 auf 530 466, also um fast 150 000 oder rund 38 v. H., betrachten dürfen. Diese Zunahme ist um so höher zu bewerten, als die politische Organisation der Genossen bisher neben der gewerkschaft­lichen Organisation das Stiefkind in der Partei gewesen ist. Während es bisher rund 1SM Million gewerkschaftlich organi­sierte Genossen gab, waren nur etwas mehr als ^s Million auch politisch organisiert. Es erscheint nicht ausgeschlossen, daß bei dem Terrorismus, den die Sozialdemokratie überall bekundet, in Zukunft auch hier eine wesentliche Steigerung der politisch organisierten Genossen zu erwarten ist.

Ein weiterer Beweis für das innere Gedeihen der Sozialdemokratie ist der Kassenbericht, aus welchem hervor­geht, daß die Einnahmen der Partei in diesem Jahre zum ersten Mal mit 1 003 819 Mk. die Million überschritten'haben. Es bedeutet das gegen das Vorjahr eine Mehreinnahme von über 200 OOÖ Mk. Allein der Ertrag aus den Monatsbeiträgen ist von 297 341 Mk. im Vorjahre aus 570 554 Mk. im Rechnungsjahre gestiegen. Einen wesent­lichen Beitrag zu diesen Einnahmen haben dte großen Partei­unternehmungen geliefert. So hat derVorwärts" 170 682 Mk. gegen 140 615 Mk. abgeworfen. Während die Ein­nahmen aus den übrigen Blättern hinter dieser Summe wesentlich zurückbleiben. Nur die Buchhandlung desVor­wärts" liefert an Überschüssen 50 000 Mk. an die Partei­kaffe ab. Insgesamt sind allein aus den Parteigeschäften in Berlin und Stuttgart etwa 280 000 Mk. an die Parteikasse abgeführt worden.

Trotz dieser bedeutenden Einnahmesteigerung ist der Jahresabschluß nicht ganz befriedigend, da die Ausgaben mit 1,35 Millionen Mark die Einnahmen bedeutend überschreiten und großen Teils infolge des Wahlkampfes, der fast 460 000 Mark verschlungen hat, gegen des Vorjahr um fast 480 000 Mark gewachsen sind. Infolgedessen mußten im vergangenen Geschäftsjahre dem Reservefonds 155 306 Mk. entnommen werden, während die Vorjahre stets einen Ueberschuß auf­wiesen. Jedenfalls bedeutet auch diese Zahl, daß die sozial­demokratische Partei als solche die reichste aller Parteien ist, daß sie an Opferwilligkeil, wo es die Erreichung ihrer Ziele gilt, vor keiner Summe zurückschreckt. Unter den Ausgaben ist der Posten für die Reichstagskosten, der im Vorjahre 42 565 Mk. betrug, infolge der Diätenbewilligung weg­gefallen. Doch finden sich dafür einige neue Posten, so 66 616 Mk. für die Parteischule und 7654 Mk. für das Archiv und Fraktionssekretariat. Auch sonst hat die Sozial­demokratie trotz der sehr hohen Aufwendungen für den Wahlkampf ihre Ausgaben weiter erhöht, besonders den Posten für die allgemeine Agitation von 178 000 auf 189 000 Mk.

Ueber das Wachsen der sozialdemokratischen Parteipresse lagen, als der Bericht abgefaßt wurde, noch keine endgültigen

^eumrwn.

Volkstümliche Herbsttage.

Von R. Reichhardt.

Die letzten Getreidewagen haben die Ernte unter Dach und Fach gebracht. Draußen auf Feld und Flur ist es stiller geworden. Der Landmann zieht wieder mit der Pflugschar seine Furchen im Lande und vertraut hoffnungsvoll die Wintersaat dem Schoße der Erde an. Einige sonnige Tage noch treiben die weißen Sommerfäden über das Land und die Hausgenossen auf den Kartoffelacker. DasBrot der Armen" wird der Erde entnommen, und am Abend um­tanzen jubelnde Kinder die brennenden Haufen des Kartoffel­strohs. Dann wird's rauher, die bunten Blätter rieseln zur Erde nieder, der erste Reif hat ihren Tod beschleunigt, die letzten Zugvögel beg.'ben sich auf ihre weite Reise, und der Schäfer hüllt sich dichter in seinen weiten Mantel, wenn der kalte Nordwind ihn zaust und daran mahnt, daß die Herr­lichkeit des Sommers endgültig geschwunden ist. Demit ist aber auch das Wirtschaftsjahr des Landmannes zu Ende gegangen. Seit uralten Zeiten schon galten diese herbstlichen Tage als der Anfang der Ruhezeit des Jahres, als der Ab­schluß des sommerlichen Ackerwerks. Darum hielten auch die alten Germanen zur Zeit der herbstlichen Tag- und Nacht­gleiche ihre großen Herbstgauversammlungen, die sogenannten Herbstthings, ab. Hatte zur arbeitsreichen Erntezeit das Rechtsprechen geruht, so hielten an den Herbstthings die Aeltesten des Volkes Gericht, und alle Streitigkeiten der Volksgenossen, welche den Sommer über eingetreten waren, wurden beigelegt.

Aber auch die Fröhlichkett kam nach den Wochen saurer Arbeit zu ihrem Rechte. Bei Tanz und Schmaus feierten die Altoorderen das Ende des sommerlichen Jahres, und zu Ehren der Götter loderten auf Bergen und Höhen Freuden- feuer auf. Als das Christentum im Lande seinen Einzug hielt, verstand es die Kirche mit weisem Geschick, die altheid­

Dieustliß den 10. September 1907

Zahlen vor. Immerhin erfährt man, daß sich die Partei­presse um sechs Blätter vermehrt hat und daß die vorhandenen teilweise vergrößert und besser ansgestattet worden sind. Die Abonnentenzahl desVorwärts" ist von 112 000 auf 135 000 gestiegen.

Zwei neue Einrichtungen hat die Sozialdemokratie seit dem letzten Parteibericht ins Leben gerufen, die Parteischule und den Bildungsausschuß. An dem ersten Kursus der Parteischule nahmen 30 Genossen und eine Genossin teil. Der Unterricht wurde von zwei dauernd angestellten Lehrern und einer Reihe außerhalb der Schule stehender Genossen erteilt. Auch hier ist eine nicht unwesentliche Erweiterung der einzelnen Unterrichtsgebiete geplant. Der Bildungs­ausschuß, dessen Einrichtung auf dem letzten Parteitage be­schlossen wurde, hat nach einer Reihe von vorbereitenden Arbeiten zunächst zwei Wanderredner angestellt, die im Winter ihre Tätigkeit beginnen werden. Beide werden in Unter­richtskursen vor einer beschränkten Anzahl von Zuhörern die sozialdemokratische Wirtschaftslehre behandeln. Außerdem sollen noch Vorträge eingerichtet werden vor einer unbe­schränkten Zahl von Zuhörern.

Damit dürfte der wesentliche Inhalt des Parteiberichts, dem außerdem ein Bericht über die Tätigkeit der sozialdemo­kratischen Reichstagsfraktion und ein Bericht über die sozial­demokratische Bewegung unter den Frauen beigegeben sind, im allgemeinen erschöpft sein. Er zeigt, daß die Sozial­demokratie durch den Mißerfolg der letzten Wahlen in keiner Weise entmutigt ist und daß ihre Opferwilligkeit aus der Niederlage nicht nur vermindert, sondern wesentlich verstärkt hervorgegangen ist. Möge man in den Kreisen der bürger­lichen Parteien davon lernen und sich vor allem in der politischen Werbetätigkeit nicht auf die Zeit des Wahlkampfes beschränken, sondern nach dem Muster der Sozialdemokratie vor allem die stille Zeit dazu benutzen.

Die Gcwerbeaussilht in Preußen.

Wie die letzten Jahresberichte der preußischen Gewerbe­inspektoren, so bieten auch die Berichte für das Jahr 1906 von der Entwickelung unserer industriellen Verhältnisse ein durchaus günstiges Bild. Nicht nur hat die gute Konjunktur im allgemeinen angehalten, sondern auch der Kreis der In­dustrien sowohl wie der Bezirke, bei denen man von einem starken Aufschwung sprechen kann, hat sich erweitert. Die einzige Klage, die heute seitens der Unternehmer laut wird, ist die über einen empfindlichen Mangel an Arbeitskräften, die es verhinderte, die vorteilhafte Lage voll auszunützen. -

In Wechselbeziehung zu diesem Aufschwünge der Industrie steht das aus allen Aufstchtsbezirken gemeldete Steigen der Löhne, das freilich leider in den meisten Bezirken durch ein empfindliches Steigen der Lebensmittelpreise und teilweise auch der Wohnungsmieten ausgeglichen wurde. Infolgedessen haben im vergangenen Jahre noch weit mehr Arbeitgeber sich veranlaßt gesehen, ihren Arbeitern Teuerungszulagen zu gewähren oder ihnen auf andere Weise, namentlich durch Einkauf im großen und Ueberlaffung der Waren zum Selbst­kostenpreise, Vorteile zu gewähren. Die sich aus der günstigen Entwickelung der industriellen Lage für die Arbeiter ergebenden Vorteile beruhten in erster Linie auf der an­dauernden sicheren Arbeitsgelegenheit und auf der Verbesserung der Arbeitsbedingungen, die neben den gesteigerten Löhnen

nischen Anschauungen in christliche Bahnen zu leiten. Sie legte auf den 29. September das Fest des Engels Michael, und die alten Volksbräuche blieben von da ab an dem Michaelistage, im Volke kurzweg Michaelis genannt, haften. Manche Spuren haben sich bis auf unsere Tage erhalten. Noch heute werden an der Mosel und in der Eifel Michaelis­feuer abgebrannt. So hören wir aus Wittlich an der Mosel, daß die jungen Burschen und Knaben am Vorabend auf die Berge eilen. Sie tragen Pech- und Kienfackeln und ein Rad mit vielem Stroh umwunden. Diese werden auf der Höhe angezündet und das Rad wird unter großem Geschrei und Jubel der Umstehenden den Berg hinabgerollt. Sobald das Rad im Laufen ist, jagen die Burschen mit d^n brennenden Fackeln ihm nach ins Tal, und man hält es für eine un­glückliche Vorbedeutung für den, welchem die Fackel nicht er­lischt. In der Stadt Prüm (Regierungsbezirk Trier) und Umgegend sammeln die Schulknaben Holz und anderes Brennmaterial, woraus sie ein großes Feuer herrichten. Dabei finden auch Umzüge mit brennenden Besen statt. Auch für Süddeutschland "ist das Michaelisfeuer nach­weisbar. In Steinberg trugen früher in der Michaelis­woche Kinder und Erwachsene an Stangen befestigte bren­nende Strohbündel auf die Höhen der Umgegend und zün­deten Feuer an.

Reste von ehemaligen Herbstopfern, welche unsere heidni­schen Vorfahren den Göttern und ihren Priestern darbrachten, finden wir noch in dem Brauche, nach dem bis vor 30 oder 40 Jahren noch an die Lehnsherrschaften, an Rittergüter, Kirchen und KlösterMichaelishühner",Michaelisgänse", Michaeliswecken" oderMichaeliskuchen" abgegeben werden mußten. Die Heiligkeit der alten herbstlichen Festzeit geht noch hervor aus der in OstfrieSland und im Erzgebirge herrschenden Volksanschauung, daß man am Michaelistage kein Korn säen, überhaupt auf dem Felde nicht arbeiten dürfe. In Ulm zogen in früheren Zeiten die Lehrer mit den Kindern auf den nahen Michelsberg vor dem Frauentor, wo ihnen ein Fest gegeben wurde.

Einem andern volkstümlichen Herbsttage begegnen wir am 16. Oktober, dem Gallustage, welcher seinen Namen von dem zu Anfang des 7. Jahrhunderts in der Schweiz als

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auch in einer fortschreitenden Verkürzung der Arbeitszeit zum

Ausdruck kam. -

Bemerkenwert ist, daß trotz der starken Beschäftigung der Industrie die Ueberarbeit für Arbeiterinnen und Ausnahmen von der Sonntagsruhe seitens der Aufsichtsbehörde nicht un­wesentlich eingeschränkt worden sind. Ferner hat auch daß Bestreben der Arbeiter nach Verkürzung der täglichen Ar^ beitszeit im Berichtsjahre vielfach Erfolg gehabt, sd daß man nicht zuviel sagt, wenn man behauptet, daß die zehnstündige Arbeitszeit jetzt schon in den meisten Industrien, auch in btt Textilindustrie, die sich bisher der Verkürzung der Arbeitszeit weniger geneigt zeigte, die Regel bildet, und daß in vielen Jndustrieen eine weitergehende Arbeitskürzung Platz gegriffen hat. Nicht zum wenigsten haben dabei die Tarifverträge eine Rolle gespielt, deren erhebliche Zunahme, allerdings zu­nächst noch außerhalb der eigentlichen Großindustrie, die Ge- werbeauffichtsbeamten auf Grund spezieller Erkundung zumeist mit Genugtuung feststellen.

Die Durchführung der Arbeiterschutzgesetzgebung begegn.r bei den Arbeitgebern im allgemeinen einer genügenden B^ reitwilligkeit, nur in Kleinbettieben wird hier und bei ad Widerstand gestoßen. Dagegen haben die AuffichtSbeämte.1 häufig über Gleichgültigkeit der Arbeiter gegenüber der Ust- fallgefahr, über mangelndes Verständnis für die Unfalloer- Hütungsvorschriften seitens der Arbeiter auch im neuen Jahres­bericht zu klagen. Erfreulicher dagegen lauten die Mitteilung«« über die Erfolge des Kinderschutzgesetzes, namentlich da, Behörden und Schule Hand in Hand arbeiten. Die Unfällß scheinen im allgemeinen keine über die Zunahme der Arbeite^ zahl hinausgehende Vermehrung erfahren zu haben, wenigstes nicht die schweren Unfälle. Die den Aufsichtsbeamten.zur Pflicht gemachten besonderen Erhebungen über die sanitäreâ Verhältnisse in denZGlaShütten und Glasfchleifereien habG überwiegend ein besonderes Einschreiten Nicht notwendig ge^ macht. Die Besserung der sanitären Verhältnisse in den Fabriken im allgemeinen macht nach den Berichten wohl lang­same, aber doch erfreuliche Fortschritte. Auch bie freimütigen Wohlfahrtseinrichtungen zugunsten der Arbeiter, die sich namentlich auf die Wohnungsfrage, Penstons- und Unter­stützungskassen und Gewährung von Urlaub beziehen, haben im Berichtsjahre in erfreulicher Weife zugenommen. An Streiks und Aussperrungen hat es im Berichtsjahre nicht ge­fehlt, aber nur in wenigen Bezirken, namentlich in Düssel­dorf und Berlin, haben ste eine größere Ausdehnung ange- nonunen, von verschiedenen industriereichen Bezirken tonnte ausdrücklich festgestellt werden, daß die ArLeitsstreitigkeitett im Berichtsjahre an Schärfe und Ausdehnung erheblich ab­genommen haben.

Berlositttge«.

Budapester Basilika-(Dombait->Lose vom Jahre 1886. Prämienziehung vom 2. September 1907. Haupt- preise: Serie 3809 Nr. 34 zu 20 000 Kronen. Serie 1325 Nr. 100, Serie 4852 Nr. 25 je 1000 Kronen. Serie 3443 Nr. 42, Serie 5207 Nr. 61 je 200 Kr. Serie 729 Nr, 56, Serie 820 Nr. 82, Serie 1477 Nr. 94, Serie 1634 Nr. 31, Serie 1662 Nr. 8, Serie 1856 Nr. 94, Serie 2225 Nr. 21, Serie 2478 Nr. 57, Serie 4328 Nr. Serie 4347 Nr. 3, Serie 4402 Nr. 7, Serie 4409 Nw 93, Serie 4518 Nr. 66, Serie 4836 Nr. 68, Serie 5126; Nr. 32, Serie 5516 Nr. 31, Serie 5664 Nr. 48, SeriÄ «mm,^,-«E ..... ............im.>!>

Missionar wirkenden Gallus erhalten hat. Dieser TaA gilt allgemein als Grenzscheide zwischen Sommer und Wutter - dennSt. Gallen läßt Schnee fallen" oderSt. Gall blleibr die Kuh im Stall."

Die letzten Obstfrüchte müssen nun geborgen werden, beitnt auf St. Gallustag muß jeder Apfel in" den Sack, feste Traube in die Kelter". Der Gallustag hatte aber ehedèrtt in einem großen Teile Thüringens eine gewisse Bedeutung als Bestimmungstag des größten ländlichen Herbstfestes, derKrch- weih oder Kirmeß. Noch heuterichten sich" im nördlichen, Thüringen die Kirchweihfeste nachGallen", d. h. sie fallens auf eine bestimmte Anzahl Sonntage vor oder nach dem 16. Oktober.

Das Kirchweihfest läßt sich seinem Ursprünge nach bis in die ältesten Zeiten zurückführen. Schon im griechischem Altertum war es stehende Sitte, alles, was zu Gottesdienst-^ lichen Zwecken verwandt wurde, vorher zu weihen. Das neu gegründete Tempelhans wurde mit heiligen Zweigen, KrünM und Bändern geschmückt, das Volk aberbrachte die Erstlings gäbe der Feldfrüchte als Opfer herbei. Auch die Judètts kannten das Fest der Tempelweihe. Beim Christentum wurde das Andenken an den ersten Weihetag der Kirche jedes Jahr im Kirchweihfeste wiederholt. Im Mittelalter wurde es mit besonderem Glanze gefeiert. In Dorf und Stadt wurden vor den Kirchen Buden und Verkaufsftänvè aufgebaut, und sobald der Gottesdienst am Vormittage zu Ende war, wurde eine Verkaufsmesse eröffnet, welche man Kirchweihmesse oder kurz Kirch- oder Kirchmeffe nannte. So, entstand das Wort Kirmeß. Die Bezeichnungen Kirre oder Kilbe am Rhein stammen von Kirchweih, das" bayrische Kirttt von Kirchtag ab.

Daß, die Kirchweihfeste meist in die Herbstzeit fallen, hat darin seinen Grund, daß die eigentlichen erstmaligen Mtch-> weihtage meist in einer Jahreszeit begangen wurden, wo der Landmann in seinem Berufe vollauf in Anspruch genommen war, und man beschloß, die alljährliche Gedächtnisfeier ist die von Arbeiten freie Herbstzeit zu verlegen. Möglich ist au^. daß die Kirchweihfeste in Anknüpfung an die altön Herbltfeste begangen wurden. Mit Einführung des Christen­tums blieb die Erinnerung im Volle bestehen, und mit'