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* Schwimme» um die Meisterschaft vom Main. Nm Sonntag den 25. August d. I. veranstaltet derl.Frank- jtrter Schwimm-Klub das Schwimmen um die Meisterschaft uom Main über 1500 Meter mit dem Strom. Ter Start erfolgt im Main unterhalb der Gerbermühle, das Ziel befindet sich an der Obermainbrücke. Teilnahmeberechtigt ist jeder Herrenschwimmer, der seit mindestens 4 Wochen seinen Wohnsitz im Stromgebiet des Mains hat. Verteidiger der Meisterschaft ist Herr W. Henrich vom Frankfurter Sckwimm- Klub „Neptun". Der Sieger erwirbt den Titel „Meisterschaftsschwimmer vom Main 1907/08" und erhalt einen großen goldenen Frankfurter Adler. Einsatz 8 M. Meldungensind bis zum 14. August an Herrn Fritz Duntze, Frankfurt, Rot- tintstraße 4, zu richten.
* Spielabteilung Turngemeinde. Anschließend an die Morgen stattsindenden Wettspiele findet in dem Vereins- Oaufe der Turngemeinde gemütliches Beisammensein mit Tanz statt. Hierzu sind alle Freunde und Gönner, sowie Familien höflichst eingeladen. Da sämtliche Räume des Vereinshauses zur Verfügung stehen — es also nicht an Platz mangelt — bitten wir um recht zahlreiches Erscheinen, damit der Abend zu einem recht gemütlichen wird. Besondere Einladungen werden nicht versandt.
* Turugesellschaft r Turngemeinde. Morgen nach- mittag stehen sich auf dem Exerzierplatz die 1. und 2. Mannschaften der Spielriegen obengenannter Vereine im Fußballspiel gegenüber. Tie 1. Mannschaften beginnen um ’/»3 Uhr. Hieran anschließend spielen die 2. Mannschaften. Es wird wohl ein Spaziergang nach dem Exerzierplatz zu empfehlen sein, schon deshalb, um zu sehen, welche Fortschritte das Spiel auch bei den Turnern gemacht hat.
* Dampferfahrt. Wegen der Regatta wird morgen Sonntag den 11. d. M. daS Dampfboot nicht fahren, wohl aber am folgenden Sonntag.
* Fußballklub „Kickers 1907". Sonntag den 11. August Wettspiel gegen Groß-Auheim „Viktoria". Anfang 3 Uhr.
* Gartenfest. Wir verweisen an dieser Stelle nachmals auf das morgen nachmittag in der Restauration „Sand- tz o f" stattfindende Gartenfest. (Näh. im Inseratenteil.)
* Gartenfest. Die Ges. Verbindung „H a s s o n i a" (Mitglied des Bundes der vereinigt. V.-V.) veranstaltet morgen Sonntag den 11. b. Mts. im Restaurant zum „Großen Kurfürsten" ein Gartenfest, das jedenfalls einen recht genußreichen Verlauf nehmen wird, da das Komitee bemüht gewesen ist, Unterhaltungen vorzusehen, die jung und alt befriedigen werden.
* Silberne Hochzeit. DaS Fest der silbernen Hochzeit feiern Montag den 12. dS. Mts. der Tapezierermeister Heinrich M e i d e S und Frau, Gärtnerstraße.
* Mainwasterwärme gestern abend 17 Grad.
Die städtische Bibliothek
Gärtuerstraße 67 (alte Zeichenakademie) ist Sonntags, Mitt- wochs und Samstags von 11 bis 1 Uhr zur kostenfreien Benutzung für das Publikum geöffnet. — Gesamtkataloge sind in der Bibliothek zu haben.
Sprechsaal.
Der Mangel an Rudergelegenheit.
. Zu den zweckmäßigsten und der Gesundheit förderlichsten Leibesübungen gehört unstreitig das Rudern. Auf die Vorzüge desselben im Interesse des Stoffwechsels, der Muskel- und Neroenstärkung ist an den verschiedensten Stellen so oft hingewiesen worben, daß hierüber nichts mehr gesagt zu werben braucht. Bedauerlich ist aber, daß in einer Stadt wie Hanau, in der bei ihrer Lage zwischen zwei Flüssen die natürlichen Vorbedingungen zu dieser Art Leibesübung in ausreichender Weise gegeben sind, eine Gelegenheit zur Ruderbetätigung für diejenigen so gut wie nicht gegeben ist, die das Rudem als Privatvergnügen und nicht sportmäßig betreiben wollen. Sollte sich bei dem Auftauchen immer neuer Grwerbszweige nicht auch ein Unternehmer finden, der diesem Bedürfnisse durch Bereitstellung einer Anzahl guter Ruderboote abzuhelfen gewillt ist?
Einige Ruberfreuude.
Oeffentlicher Wetterdienst.
(Beobachtungen des Physikalischen Vereins, Frankfurt.) Borausfichtliche Witterung für die Zeit vom Abend des 10. August bis zum nächsten Abend.
Morgen fortgesetzt vielfach heiter, aber veränderlich, zeitweise leichte Niederschläge, windig, etwas kühler.
Hus Hab und fern.
Das Kaiserpaar in Wtlhelmshöhe.
Wilhelmshöhe, 9. Aug. Heute morgen unternahmen beide Majestäten einen Ausritt. Der Kaiser konferierte später mit dem Staatssekretär deS Auswärtigen Amtes v. Tschirschky und dem Gesandten v. Jenisch.
Wilhelmshöhe, 9. Aug. Um 41/* Uhr traf der König von Siam mit seiner Begleitung auf dem Bahnhöfe Wilhelmshöhe ein. Der Kaiser, welcher den Ueberrock der Posener Jäger zu Pferde trug, war zum Empfang auf dem Bahnhöfe erschienen. Mit dem Kaiser waren anwesend der Kommandant des Hauptquartiers, Generaladjutant v. Plessen, der Staatssekretär des Auswärtigen Amtes, v. Tschirschky, der Gesandte Frhr. v. Jenisch, die Adjutanten Oberst Frhr. ». Marschall und Major Frhr. v. Senden, ferner die zum Ehrendienst kommandierten Herren : Generalleutnant v. Plettenberg und Oberstleutnant Graf Beroldingen. Beide Majestäten begaben sich im offenen Automobil nach Schloß Wilhelmshöhe; ein zahlreiches Publikum hatte sich eingefunden und begrüßte die Majestäten herzlich. Bei seiner Ankunft im Schloß Wilhelmshöhe wurde der König von Siam vom Oberhofmarschall Grafen Eulenburg empfangen. Hieraus wurde der König zu der Kaiserin geleitet, die ihn empfing. Die Majestäten, Prinz Paribaira und Prinzessin Viktoria Luise nahmen darauf den Tee im Garten iu der Nähe des Schlosses ein; dann unternahmen der Kaiser, der König und der Prinz mit sämtlichen Herren der Umgebung eine Spazierfahrt im Automobil durch die Anlagen. Mit dem König von Siam ist auch der siamesische Gesandte in Berlin hier .inKetroffen. Der Kaiser verlieh dem Prinzen Paribatra die
——. GamMss
Uniform des Kaiserin Anqusta-Grenadierregiments, bei dem ber Prinz seinerzeit Dienst getan hat.
Wilhelmshöhe, 9. Aug. Heute abend fand auf dem Schloß WilhelmShöhe bei dem Kaiserpaar ein Diner zu Ehren des Königs von Siam statt. Hierbei saß der König links neben der Kaiserin und gegenüber saß der Kaiser. Rechts von der Kaiserin folgten zunächst der kommandierende General Herzog Albrecht von Württemberg, Gräfin Bismarck- Bohlen, Generaladjutant v. Plessen, der siamesische Oberst Nom Narends, Gesandter Freiherr von Jenisch und Oberstleutnant Graf Beroldingen. Links uoiu König saßen Gräfin Keller, Prinz Paribatra, Oberstallmeister Freiherr v. Reischach, Hausmarschall Freiherr v. Lyncker, Flügeladjutant Freiherr v. Marschall und der siamesische Leibarzt Böhmer. Rechts vom Kaiser folgten zunächst Staatssekretär v. Tschirschky, der siamesische Gesandte Phya Stridhamasasana, Oerhofmarschall Graf Eulenburg, der siamesische Kammerherr Phya Duros und Generalleutnant v. Plettenberg. Links vom Kaiser saßen Oberpräsident Hengstenberg, der siamesische Generaladjutant Chow Phya Surawongse, Generaladjutant Graf Hülsen-Häfrler, Vizeoberzeremonienmeister von dem Knesebeck, der siamesische Gesandtschaftssekretär LoffaS und Flügeladjutant Freiherr v. Senden. Der Kaiser stellte den Prinzen Paribatra & la suite des Königin Augusta-Grenadier- Regiments. Der Kaiser verlieh dem Generaladjutanten Chow Phya Surawongse das Großkreuz des Roten Adlerordens und dein Oberst Nom Narends den Roten Adlerorden zweiter Klasse.
)( Cassel, 9. Aug. Der König von Siam mit seinen Herren verabschiedete sich nach dem Diner auf Schloß Wilhelmhöhe von der Kaiserin. Der Kaiser geleitete darauf den König nach Cassel, wo dieser im Stadtschloß Wohnung nahm. Der Kaiser kehrte nach Wilhelmshöhe zurück.
Gelnhattse», 9. Aug. Die Eröffnung des neuen Kreishauses findet am 22. August, nachmittags 8 Uhr statt. Nach der Eröffnungsfeier im Kreisständèsaal ist ein Festessen im Kasino.
Bad Orb, 9. Aug. Ohne zu zünden, schlug beim letzten Gewitter der Blitz in die Scheune des Bürgermeisters König in Mernes.
r. Marburg, 9. Aug. In dem 1^4 Stunde von hier liegenden Dörfchen Michelbach steht noch eine aus dem 13. Jahrhundert stammende, im romanischen Uebergangsstil erbaute Kirche. Wie jetzt mitgeteilt wird, soll diese unter Leitung des hiesigen Architekten Dauber ihrem alten Charakter entsprechend wieder hergestellt werden. Auch der Staat hat eine namhafte Beihülfe zu den Kosten bewilligt. Michelbach, jetzt ein kleines Dörfchen, war früher der Sitz eines Erzpriesters.
Noksttburg, 7. Aug. Um ein kleines wäre der Landwirt Heckcrodt aus Weißenborn das Opfer einer Kreuzotter geworden. H. hatte Holzwellen im Walde aufgeladen und faßte dabei das giftige Reptil mit der Hand. Doch ehe die Giftotter beißen konnte, schlenderte H. sie fort und schlug sie bann mit einem Knüttel tot.
Nsttiershartfen, 3. Aug. Die auch in unserem Blatte veröffentlichte Darlegung über die Auffindung der Leiche der Tochter des Bergmanns Simon in Süß bedarf der Berichtigung. Der Vater des Mädchens kommt als Täter an dem mutmaßlichen Verbrechen nicht in Betracht. Er hat kein Geständnis abgelegt und ist auch nicht verhaftet worden.
Ö Aus der Rhön, 9. August. Der Fürst von Dsenburg-Budingen zu Wächtersbach kommt mit seiner Tochter nach Gersfeld auf mehrere Wochen in die Sommerfrische und nimmt dort im „Adler" Wohnung. Zur Zeit sind auch die anderen Rhön-Sommerfrischen (Milseburg, Kleinfaffen, Tann, Hilders usw.) gut besetzt.
Frankfurt a. M., 8. Aug. Die jüngste Aussperrung der Metallarbeiter verursachte der Hauptkasse des Verbandes 110,000 Mark Ausgaben, denen 44,500 Einnahmen gegen- überstehen, so baß 70 000 Mk. Zuschuß zu leisten waren.
87 000 Mk. Ausgaben entfielen auf den Streik.
Limburg, 8. Aug. Die Staffelet große Eisengießerei „Karlshütte" (K. Schlenk) ist gestern für 1 600 000 Mark in den Besitz der Buderus'schen Eisenwerke bei Wetzlar übergegangen. Das Werk beschäftigt zur Zeit 400 Mann.
Darmstadt, 9. Aug. Aufsehen erregt hier die Festnahme des bekannten Bauunternehmers Georg Schäfer in Firma Simmermacher, der sich gestern abend wegen größerer Wechselfälschungen in Höhe von etwa 40 000 Mk. selbst der Staatsanwaltschaft gestellt hat. — Der Konzertunternehmer Max Schäfer, der in Wiesbaden, Offenbach und hier in schwindelhafter Weise Konzerte annoncierte, Eintrittskarten dazu verkaufte, die Konzerte selbst aber gar nicht abhielt, weil der „blinde Pianist Hofmann" gar nicht existierte, wurde von der hiesigen Strafkammer zu neun Monaten Gefängnis verurteilt.
A Seligenstadt, 9. Aug. Als ein recht ungetreuer Knecht erwies sich der vor einigen Tagen bei einem hiesigen Metzger als Dienstbote in Stellung getretene Mechaniker Theodor Thiele aus Köln. Von unwiderstehlicher Wanderlust ergriffen, wusste sich der kaum 18 Jahre alte Bursche gestern unter dem fälschlichen Vorgeben, im Auftrage seines Arbeitgebers zu handeln, bei einem hiesigen Fahrradhändler in den leihwkisen Besitz eines Stahlrosses zu setzen, um damit angeblich eine Geschäftstour nach Offenbach zu unternehmen. Durch einen glücklichen Zufall wurde indessen der Schwindel offenbar und weiterhin bekannt, baß der Gauner keineswegs Offenbach, vielmehr die schöne Mainstadt Aschaffenburg als vorläufiges Ausreißerziel erkoren hatte. Auf sofortige Requisition des beschwindelten Fahrradhändlers gelang der Schutzmannschast zu Aschaffenburg noch gestern abend die Festnahme des ungetreuen Patrons in demselben Augenblicke, als er das erschwindelte Stahlroß um einen Spottpreis zu veräußern versuchte. Ein Paar Schaftenstiefel hatte^ er bereits versilbert. Der Gauner dürfte eine um so strengere Bestrafung zu erwarten haben, als er bereits wegen Ent-
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Wendung einer Damenuhr einige Zeit hinter „schwedischen Gardinen" zubrachte.
Friedberg, 9. Aug. Gestern würbe im Ockstädter Walde die Leiche eines ungefähr 40 Jahre alten Mannes gefunden. Sie muß wohl schon längere ße?, im Walde gelegen haben, denn Leiche und Kleider waren stark zerfressen und verwest. Selbstmord scheint ausgeschlossen.
Vom Odenwald, 9. Aug. Alljährlich um diese Zeit kommen Leute aus der Gegend von Darmstadt usw. in unser Gebirge, um für die chemischen Fabriken in Darmstadt die Vogelkirchen, die starkes Gift enthalten, zu pflücken. Dieses Jahr aber fällt die Ernte dieser geschätzten Giftpflanze derart gering aus, daß besagte Leute unverrichteter Dinge wieder abziehen müssen.
Pforzheim, 9. August. Die beiden Kontorlehrlinge, welche vor vierzehn Tagen mit 15 300 Mk., die der eine für seinen Prinzipal erhoben hat, durchgegängen sind, konnten bis jetzt noch nicht ermittelt werben. Ihre Spur ging verloren, kaum daß sie Pforzheim verlassen hatten; die Gerüchte, daß sie in der Schweiz gesehen wurden oder daß sie in London festgenommen seien, erwiesen sich bis jetzt alle als irrig. Indessen soll ba§ Geschäft, zu dessen Nachteil die Veruntreuung erfolgte, für seinen Verlust gedeckt sein.
Landa», 9. Aug. Bahneinnehmer Paulus aus Germersheim wurde heute von der hiesigen Strafkammer wegen Unterschlagung amtlicher Gelder in Höhe von 10 000 Mari zu 1. Jahr Gefängnis verurteilt.
Wellesweiler (Pfalz), 9. Aug. Von dem heute früh 8 Uhr hier durchfahrenden Güterzug entgleisten bei dem Bahnwärterposten 177 an der Uebergangsweiche drei Wagen, wobei zwei Wagen noch ungefähr l l)OO Meter weit geschleift wurden, während der dritte Wagen sich direkt über das Geleis stellte, so daß die Strecke gesperrt ist und der um diese Zeit fällige Personenzug von Ludwigshafen an berUn« fallstell« halten mußte. Der Verkehr wird durch Umsteigen aufrecht erhalten. Die Ursache ist noch nicht festgeftellt. Personen wurden nicht verletzt.
Bandel, Gewerbe und Verkehr.
Marktbericht.
Hanau, 10. Aug. (Lebensmittelpreise.) Geflügel: Tauben, das Pärchen 0.80 bis 0.90 M.; ein alter Hahn 1.50—1.80 Mark; ein junger Hahn 0.80 bis 1.00 Mk.; ein Huhn 1.50 bis 1.80 Mark; eine Ente 2.20 bis 2.50 Mk.; eine Gans 3.00 bis 4.00 Mk. i Fische: gewöhnliche Sorte 30 Pfennig, bessere Sorte 40 Pfg., Aal 80-90 Pfg., Hecht 1.20 Mk., Bresem 50-00 Pfg., Barben 50-00 Pfg., Barsch 00—70 Pfg. Karpfen — Mk., */, Kilogramm. Gemüse: Meerrettich die Stange 20 Pf., Spargel, Pfund 0—0 Pfg., Blumenkohl, b. Stück 30—60 Pfg., Kopfsalat, St. 3-5 Pfg., Endivien, b. Stück 5—10 Pfg.; Rettich, das Stück 5—10 Pfg.; Ober- Kohlrabi, das Stück 5 Pfg.; Unter - Kohlrabi — Pf., Wirsing, das Stück 10—15 Pfg; Weißkraut, das Stück 10—25 Pfg., Rotkraut, das Stück 20—30 Pfg., Sellerie, das Stück 10 Pfg.; Gurken, St. 10—20 Pfg.; Gurken zum Einmachen das Hundert 2,50—3 M.; gelbe Rüben, das Bündel 5—6 Pfennig; Neue Erbsen, Pfund 15—20 Pfg., neue Bohnen, das Pfd. 5—10 Pfg., Schnittkohl, Port. - Pfg., Rosenkohl Pfd. — Pfg., Schwarzwurzeln, 1 Pfd. — Pfg., Spinat, Portion 20 Pfg., Lattich 1 Portion —.— Pfg., Schmalzkraut 1 Portion —.— Pfennig, Kartoffeln alte, —.— Pfennig.; neue, Doppelliter 12 bis 14 Pfennig; Obst: Kirschen, Pfund 25 Pfennig/ Stachelbeeren, Pfd. 20 Pfg., Johanisbeeren 25 Pfg., Trauben, Pfund 50 Pfg.; Himbeeren, V* Lit. 25 Pfg., Heidelbeeren, das ^» Liter 12 Pfennig, Aepfel, das Pfund 15 bis 20 Pfennig; Birnen, das Pfund 15—30 Pfg-, Pflaumen, Pfd. 15—20 Pfg., Nüsse, daS Hundert 40 Pfq., Pfirsiche, b. Pfd. 40—50 Pfg., Citronen, d. St. 7—8 Pfg., Paradiesäpfel, Pfund 25—30 Pfennig. — Verschiedenes: Butter, das Pfund 1,20 bis 1,40 Mk.; Käse, 1 Stück 4-6 Pfennig; Eier, Stück 6—9 Pfg.; Gânfeeier, Stück — Pfg., Zwiebeln, Pfund 10 Pfg.; Welschkorn, —.— Pfg., Radieschen, das Bündel 10 Pfennig; Kastanien, Pfund — Pfg., Weizenmehl, 1. Sorte 20 Pfennig; 2. Sorte 18 Pfg.; 3. Sorte 16 Pfennig.
Der neugegründete deutsche Jmkerdund.
(Von unserem ^-Korrespondenten.)
Frankfurt a. NU, 9. August.
Der 3. August 1907 brachte für die deutsche Imkerei einen überraschenden Wendepunkt. Etwa 166 000 deutsche Imker haben kleinliche Sonderinteressen aufgegeben und sich zu einem machtvollen deutschen Jmkerbunde zusammengeschlossen. WaS der Bund der Landwirte für die deutsch« Landwirtschaft bedeutet, daß soll der deutsche Jmkerbund für die Bienenzucht fein, mit anderen Worten: Was bisher zum Teil verächtlich, auch von Regierungsseite, als Sport zweiten Ranges betrachtet worden ist, das will von jetzt ab mit allem Nachdruck seine Rechte fordern und verlangen. Wo die deutsche Imkerei vor einer neuen, ihr bisher fremden Zukunft steht, da muß es doppelt interessant sein, eine Autorität der Bienenzucht zu hören.
Wie kommt es, so fragte mich bei einer Unterredung einleitend ein bekanntes Vorstandsmitglied des D. J.-D., daß die Tagespresse neuerdings soviel für unS übrig hat? Man hat uns Imker immer so mit einer Art wohlwollenden, überlegenen Bedauerns als Sportsleute zweiter Ordnung gelten lassen. Pfarrer, Lehrer, kleine Beamte, Gelehrte, das sind die Kreise, aus denen sich das Gros der Imker rekrutiert. Nun auf einmal beschäftigte sich die Presse mit dem deutsch, österreichischen Jmkerrendezvous in Frankfurt. Warum daS 1 Weil wir seit dem 3. August 1907 eine Macht geworben sind, ein Faktor, mit dem "die Regierungen in Zukunft zu rechnen haben. Wir haben auf dem Jmkertage 1907 Großes erreicht. Die Streitaxt ist endgültig begraben worden, all« Fehd hat nun ein End. Die Einigung der deutsche« Imker ist für die Bienelrzucht von weittragendster Bo«