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Di^tSLast

Zeit- und Tagesfragen des Bauern- und Mittelstandes und erntete reichen Beifall. 14 neue Mitglieder schlossen sich der StanbeSOrganisation an.

st Windecks«, 6. Aug. (I unge n [tret ch e.) Am ver­gangenen Sonntag hantierten zwei halbwüchsige Burschen mit einem geladenen Flobert, als sich dieser entlud und den einen ins Gesicht traf. Die Kugel mußte auf operativem Wege entfernt werden.

pt* Langendiebach, 5. August. (Ehren d.) Bei dem deutschen Turnfest auf den Spicherer Höhen errang das Mitglied der hiesigen Turngesellschaft Herr Peter Pfeiffer unter 498 Turnern den 14. Preis mit SIV* Punkten nebst einem sein ausgestatteten Diplom. In der Jugendabtei- !ung errang Karl R u t h hier mit 28 Punkten den 23. Preis. Beim Steinstoßen erzielte Pfeiffer 14 Punkte, es ist dies eine ganz vorzügliche Leistung. Möge dieses günstige Resultat ein weiterer Ansporn sein für alle Mitglieder der Turngesellschaft, ein noch verhältnismäßig junger Verein, der aber zu den besten Hoffnungen berechtigt ist. Beide Turner wurden bei ihrer heutigen Rückkehr von ihren Turngenoffen mit Musik empfangen und im Lampionszug nach dem Vereinslokal geleitet, woselbst noch eine kleine Feierlichkeit zu Ehren der Sieger stattfand. Gleichzeitig sei erwähnt, daß nächsten Sonntag bei dem Rhönbergturnfest auf der Wasserkuppe ebenfalls zwei Turner aus der Turn- aesellschaft um den schlichten Eichenkranz ringen werden. Dem Verein und seinen wackeren Turnern rufen wir von dieser Stelle aus ein kräftigesGut Heil" zu.

Gerichtssaal.

Sitzung der Strafkammer vom 5. August 1907.

Wilddieberei.

Anfang Juni v. J. hörten einige Udenhainer Jungen im Walde einen Schuß fallen, worauf ein Reh, das vom Walde nach der Wiese wollte, dicht neben den Jungen tot zusam­menstürzte. AIs Schütze wurde von einem der Zuschauer der Arbeiter Konrad Eckert von Udenhain bestimmt erkannt. Am 19. Juni v. I. beobachteten einige Burschen von Hellstein in Udenhainer Gemarkung einen Wilddieb bei der Arbeit, der, als er sich beobachtet sah, das Gewehr, aus dem er kurz vorher einen Schuß abgegeben hatte, wegwarf und floh. Die Burschen nahmen die Waffe, aus der der eine Lauf ab- geschossen war, an sich, händigten diese aber, als bald darauf der oben erwähnte Eckert zu ihnen kam und die Waffe ver­langte, diesem dieselbe ein. Am 19. Februar d. J. beobachtete der Förster Janke von Udenhain eine Anzahl Wilderer beim Abhalten einer regelrechten Treibjagd. Er schlich sich hinzu und gebot den unberechtigten Nimroden Halt. Einer derselben sprang hinter ein Gebüsch und hob das Gewehr zuin Schuß, floh aber, als der Beamte ihm mit dem Schießen zuvorkam. Die anderen gaben gleichfalls Fersengeld. Erkannt hatte der Förster nur den erwähnten Konrad Eckert, durch den dann noch zwei andere, der Steinrichter Johann Krick und der Steinschläger Johann Wilhelm, ermittelt werden konnten. Zwei andere blieben unentdeckt. Die An­klage beschuldigt alle drei der gewerbsmäßigen gemeinschaft­lichen unberechtigten Jagdausübung und zwar in der gesetzlichen Schonzeit. Das Gericht hält aber nur bezüglich des Eckert die Erwerbsmäßigkeit für erwiesen, während die beiden anderen nur aus § 293 Str.-G.-B. verurteilt werden, mit Rücksicht auf ihre einschlägigen Vorstrafen aber zu der gesetzlich zu- lassigen Höchststrafe von 6 Monaten Gefängnis. Der Eckert, der noch nicht rechtskräftig vorbestraft ist, kommt mit der gleichen Strafe davon.

D i e b st a h l.

In einem der Laschen Lebensmittelgeschäfte vermißte eines Tages ein 14jähriges Mädchen ihr erst kurz vorher auf den Lademisch gelegtes Portemonnaie und ihren Schirm. Letzteren hatte die Frau des Taglöhners Z., die neben dein Mädchen stand, in der Hand, vom Portemonnaie wollte diese jedoch nichts wissen. Ein ihr nachgehender Schutzmann fand das gestohlene Objekt in einem benachbarten, mit Kunden ge- gefüllten Laden, in ben sich die Frau begab, unter dem Laden­tisch liegend, dicht neben dieser, wohin sie es beim Anblick des Beamten leicht hätte werfen können. Das Schöffen­gericht hielt Frau Z. für überführt und erkannte auf 14 Tagen Gefängnis, die Strafkammer hält die Beweise nicht für ausreichend und spricht die Angeklagte frei.

Unterschlagung.

Die Milchfahrerin Anna Magda R. soll sich zum Nach­teil ihres Arbeitgebers, des Landwirts Jung in Dutterstadt, , zirka 150 Mk. Kunden gelber angeeignet haben, doch hält das Gericht den Beweis dafür, daß bas Desizit, das sich beim Abgang der R. heransstettte, durch strafbare Handlungen derselben entstanden ist, nicht für erbracht. Es liegt viel­mehr die Wabrscheinlichkeit vor, daß die Ursache des Fehl­betrages auf mangelhafte Buchführung und leichtfertiges Rechnen der R. zurückzusühren ist. Sie wird deshalb von der Anklage der Unterschlagung sreigesprochen.

BprechsaaL.

Bezugnehmend auf den Sprechsaal - Artikel in 9?l 180 desHanauer Anzeiger", betr.Erinnerungstafel ber 1870/71 im Felde gefallenen und verstorbenen Hanauer", möchte Ein­sender dieser Zeilen doch dem Vorschläge des Einsenders in Nr. 178 desHanauer Anzeiger" die Erinnerungstafel an einem öffentlichen Platze anzubringen, den Vorzug geben. Käme die Tafel aus der Friedhofskapelle in die Marienkirche so wäre dieselbe eben wieder hinter Schloß und Riegel an­gebracht, die Besichtigung ebenfalls wieder mit Umständen verknüpft und der Zweck der Tafel wieder ein verfehlter. Soll diese Erinnerungstafel ihren Zweck erfüllen und die Namen der 1870/71 gefallenen und verstorbenen Hanauer dem Gedächtnis der Hanauer erhalten bleiben, so muß die Tafel öffentlich irgend an einem lebhaften Platze, möglichst inmitten der Stadt angebracht werden. Die Tafel gegen die Ungunst der Wittrrung zu schützen, dürste jedenfalls nicht schwer fallen.

Hus Hab und fern.

sch. Fulda, 5. August. Bei dem gestern aus der Straße zwischen Bronzelt und Neuhof veranstalteten Motor- zeitfahren legte Falke-Fulda die 20 Kilometer lange Strecke in 21 Minuten zurück. Im ©röffmtngSfabren wurde Schäfer-Frankfurt Zweiter. Gegen das Meisterschaftsfahreu wurde mit Erfolg Protest eingelegt, weil der auf den ersten Preis Berechtigte durch einen Jungen kurz vor dem Ziel zu Fall gebracht wurde. Auf der Rennstrecke herrschte Hitze, Staub und Unordnung.

r- Marburg, 5. Äug. Bei dem diesmaligen Königs­prämienschießen des Jägerbataillons Königin Margherite von Italien errang die erste Kompanie einen von privater Seite gestifteten Ehrenpreis, ein Jagdbild. Weitere Ehren­preise erhielten die Oberjäger Laqua (1. Komp.) und Belten (2. Komp.), den Ehrenhirschfänger errang Jäger Wolf (4. Komp.) Zur Niederlegung am Jägerdenkmal bei Wörth sandten aktive und ehemalige Jäger èin prachtvolles Blumenarrangement nach dort.

Nentershausen, 5. August. Im benachbarten Dorfe Süß (Kr. Rotenburg) wurde am 2. August in der Frühe die Tochter des Bergmanns Simons an der Dorfstraße auf dem Gesichte liegend tot aufgesunden. Die Leiche wies Ver­letzungen auf, die darauf schließen ließen, daß das junge Mädchen eines gewaltsamen Todes gestorben ist. Der Vor­fall hat inzwischen eine schreckliche Aufklärung gefunden. Es hat sich herausgestellt, daß das Mädchen, welches ein nicht ohne Folgen gebliebenes Liebesverhältnis mit einem jungen Burschen unterhielt, von dem eigenen Vater getötet worden ist. Der Bergmann Simons war in der fraglichen Nacht gegen 12 Uhr aus einer Wirtschaft in Nentershausen heim­gekehrt, und sinnlos vor Wut und Aufregung über ben Fehl­tritt seines Kindes, zerrte er das bedauernswerte Mädchen aus dem Bette, mißhandelte es in schrecklicher Weise und würgte eS, bis es tot war. Dann warf er den Leichnam hinter eine Hecke an der Dorfstraße. Am nächsten Morgen, man die Tote fand, ging der Mann nach Nentershausen, um einen Arzt zu holen. Gleichzeitig benachrichtigte er die Polizei. Im Laufe des Tages traf eine gerichtliche Unter­suchungskommission ein, der der Vater ein volles Geständnis feiner furchtbaren Tat ablegte. Der Totschläger wurde darauf in Untersuchungshaft genommen.

Wiesbaden, 4. Aug. Der Landwirt Phil. Hartmann von Flörsheim ist vor lurzem, wie wir damals mitgeteilt haben, bestraft worden, weil er zwei Pferde ans Geiz'hatte verhungern lassen. Neuerdings hatte er nun ein drittes Pferd, das vor Entkräftung nicht mehr auf den Beinen stehen konnte, Monate hindurch an Gurten im Stall schwebend gehalten, bis die Gurte ihm tief in das Flrisch ein schnitten. Als er deshalb gerichtlich zur Verantwortung gezogen wurde, sah man bei ihm etwa? näher zu, und man entbeefte dabei allerlei Merkwürdiges. Seine ehedem kerngesunde Frau ist infolge einer anhaltenden Unterernährung an Tuberkulose gestorben. Seine Tochter ist an derselben Krankheit schwer erkrankt. Die Wirtschaftsführung des Angeklagten ist in jeder Beziehung erschreckend ungeordnet, aber trotz allen Geizes steht der ehedem wohlhabende Mann vor seinem wirtschaftlichen Ruin. Ein Arzt, der heute zu der Verhand­lung wider Hartmann wegen Tierquälereien zugezogen war, erklärte ihn für geisteskrank, und es mußte demgemäß die Freisprechung erfolgen.

Griesheim, 5. Aug. Die Wohnungsnot macht sich hier so unangenehm bemerkbar, wie vordem noch nie. Diele, infolge der ständigen Vergrößerung der Fabriken znziehcnde Familien können keine Wohnung erhalten. Das Baugewerbe, das in den letzten Jahren hier darniederlag, dürfte msolge- dessen wieder in Schwung kommen.

Limburg, 3. Aug. Ein dreijähriges Kind, das in die Lahn gefallen war, wurde durch ben bei dem Landrats­amte beschäftigten BureaugehÜsen Schönfeld, der dem Kinde nachgesprungen war, vom sicheren Tode des Ertrinkens ge­rettet.

Hof (Westerwald), 3. Aug. Der kommunalständische Wegewärter Mathias Theis, ein allgemein beliebter und fleißiger Mann, machte gestern seinem Leben durch Erhängen ein Ende.

Büdingen, 6. August. Während den diesjährigen Herbstmanöoern bekommen säst alle Orte des Kreises Bü­dingen Einquartierung. Die Stadt Büdingen wird belegt: Vom 22. August bis 3. September Stab des Jns.-Reg. 81, 4 Offiziere, 53 Mann, 6 Pferde; oont 22. August bis 5. September das 1. Bataillon vom Jnf.-Reg. 81 sowie die'M., 7*7. und die 8. Komp, des genannten Regiments, 27 Offi­ziere, 795 Mann 19 Pferde; vom 9. bis 12 Septbr. Stab der 21. Division, 7 Offiziere, 30 Mann, 29 Pferde; am 10. September enge Quartiere des Jnf.-Reg. 166 (3 Bataillone) 56 Offiziere, 1639 Mann, 37 Pferde; am 11. und 12 Sept. Stab des Jnf.-Reg. 81, 5 Offiziere, 58 Mann, 10Pferde jo» wie den Stab des 1. Bataillons, 5 Offiziere, 19 Mann, 5 Pferde und 5 Komp, des Jnf.-Reg. 81 mit 15 Offizieren, 635 Mann und 5 Pferde. Die Einquartierung erfolgt mit Verpflegung. Nur bei sogenannten engen Quartieren erhält die Mannschaft keine Verköstigung.

Mainz, 3. Aug. Die Äprikoseuemte ist gegenwärtig hier in vollem Gange. Trotzdem die Ernte untermittel" steht, werden nur 2025 Mark pro Zentner gezahlt, während im Vorjahre sich der Preis auf 2540 Mark stellte, obwohl die Ernte reicher ausgefallen war. Diese Preisdriickung führen unsere Landwirte auf die heute sehr starke Einfuhr von französischen Aprikosen gurütf, die zum Preise von 10 bis 15 Mark erstanden werden.

St. Goar, 4. Aug. Ein trauriger Unglückssall ereignete sich heute morgen oberhalb derBank" bei St. Goar. Dort kam der Schiffer Johann Goswin Schneider aus Nieder- dollendorf mit seinem SchiffMaria" zu Tal gefahren. In­folge der starken Strömung, welche an dieser Stelle herrscht, kam das Schiff aus her Fahrlinie. Der Strang des zu Berg fahrenden RadschleppdampsersKnippscher Nr. 18", der im Anhänge zwei Schleppkähne führte, faßte die auf dem hinteren Teile des SchiffesMaria" sich befindende Ehefrau Schneider und zog sie mit ihren zwei Kindern über Boro in die fluten. Der Schiffer Schneider sprang sofort lemer mit dem Tode ringenden Frau nach, während der Lotse Julius Schwarz, der gerade mit seiner Schaluppe voriioer- fuhr, das kleine Kind rettete. Nur das älteste, 2*/» Jahre alte Kind, das sofort unter Wasser blieb, konnte nicht mehr gerettet werden und ertrank. An dem Unglück trifft nie­manden die Schuld.

fL August

KitWlmrkl-NtM wir 5. MM Mk

von der PreisberichtfLeile des Deutschen Laud» wrEchafisrats, Berlin W. 30*

1L Inländische Märkte.

Für Kartoffeln in Wagenladungen

von

10 000 KiM

gramm ist bezahlt worden in Mark sc

w 50

Kilogramm:

K ö n i g s b e r g. Rosen (frühe) . .

. . 3.50

Frühe weiße, Kaiserkrone . . .

. . 4.00

I u st e r b u r g........

3.00-3.50

Liegni tz. Rosen (frühe) ....

1.802.00

Frühe weiße, Kaiserkrone . . .

2.00-2.50

Oval blaue ........

. . 2.50

Hayn au. Rose (frühe).....

2.2$

Frühe weiße, Kaiserkrone . . .

. . 2.50

R a t i b o ..........

2.40 3.00

D r amb u r g. Rosen (frühe) . . .

. . 3.50

Anklam. Rosen (frühe) ....

2.002.25

Berlin. Rosen (frühe.....

1.252.25

Frühe weiße, Kaiserkrone . . .

2.50-3.00

Oval blaue........

3.253.50

Runde blaue .......

2.85 -3.50

Lübbenauer (Trebbiner) ....

. . 2.75

Nieren, Paulsens Juli ....

2.75 3.50

Krallen.........

Neue lange........

. . 3.25

Grabow i. M. Rosen (frühe) . .

2.25

H a u n o v e r. Rosen (frühe) . . .

. . 1.80

Nieren, Paulsens Juli ....

. . 2.30

H a m bürg. Rosen (frühe) ....

. . 2.30

Frühe Weiße, Kaiserkrone . . .

. . 2.80

Nieren, Paulsens Juli ....

. . 3.00

Neue lange .......

. . 3.40

Runde Eier-Kartoffeln ....

. . 3.40

Altona. Neue lange.....

. . 8.5»

Runde Eier-Kartoffeln ....

. . 3.80

Magdeburg. Frühe weine, Kaiserkrone .

. . 1.75

Oval blaue ...... .

2 25

Nieren, Paulsens Juli ....

. . 2.00

Krallen.........

. , 2.25

Dortmund. Oval blaue ....

. . 2.90

Nieren, Paulsens Juli ....

2.85 2.90

Holländer Mäuse......

3 40-3.80

Krefeld. Nieren, Paulsens Juli. .

. . 3.20

Frühe gelbe........

. . 5.50

Köln. Frühe weiße, Kaiserkrone . .

. . 2.60

Nieren, Paulsens Juli ....

. . 2.80

Frankfurt a. M. Rosen (frühe) .

2.75 3.50

Frühe weiße, Kaiserkrone . . .

3.003.50

M a n n h e i m. Rosen (frühe) . . .

2.753.00

Saarlouis. Rosen (frühe) . . .

2,002.20

Frühe weiße, Kaiferkrone . . .

S

. . 2.30

II. Ausländische Märkte. Alles per 50 Kilogramm in Mark.

Belgien. (F. Mann u. Es.) Antwerpen, runde 9.40 bis 2,80. (Spesen* MagdeburgAntwerpen ca. I.M. per 50 Kilogramm.)

Niederland c. (P. van Es) Amsterdam, Bonten 1.75, Blaue 1.75, Borgers 1.35. (I. C. Hoedemaker) üloUerbam, Schulmeister 4.25 6.00; Eigenyeimer 3.003.25, Krallen 2.70. (Spesen* Magdeburg- Amsterdam ca. 1.10 M. per 50 Kilogramm.)

F raukrei ch. Paris, neue St. Malo 3.20, Cherbourg 3.40, Treguier und Paimpol 3.10, La Early rose 3.60. (Spesen* KölnParis ca. 0.85 per 50 Kilogramm.) England. Loudon, EpicureS 3.50, Puritans 3.504.00, Blacklands 2.753.00, Early rose 3.00 3.50, Duke os Pork 3.50, Pioneer 4.00 Liverpool, Early Regents 3.504.00, Kidneys 4.505.50, British Queens 4.50, Conquests 3.754.00, New 5.35. (Spesen* HamburgLondon ca. 1.50 Mark per 50 Kilogramm.)

Norwegen. Christ iama, Norwegische rund 3.65, Mag- mim bonum 3.95, neue 5.506.20. (Spesen* Stettin Norwegen ca 1.30 M. per 50 Kilogramm).

Schweben. (O. P. Jonssou) Stockholm, deutsche 3.56. schwedische 4.505.00. (Spesen* StettinSchwede" ca. 1.50 M. per 50 Kilogramm.)

*) Unter Spesen sind zu verstehen: Sack, Verladekosten, Fracht, Versicherung, Verkaufs-Kommission.

- ...... .»,->W«»»»»WI«M,t,^ M^Ni,WUU«»»«iiii

Hus aller Mell.

Uolgen des Aberglauheus. Die 17jährige Borstkk Vitkay in Arad hatte, sich verliebt und suchte eine Wahr­sagerin auf, um aus den Karten zu erfahren, ob sie Gegen­liebe fände. Die alte Sibylle weissagte ihr, daß ihr Liebes­glück nicht lange dauern und sie bald sterben werde, keines» falls würde sie das 17. Jahr überleben. Dies nahm sich das junge Mädchen derartig zu Herzen, daß es vollständig trüb­sinnig wurde. Dieser Tage tötete sie sich in einem Anfall von Gemütsstörung mit einem Revolver, den sie ihrem Vater entwendete.

Eins rassnde Iüttgfra«. Wie aus Schulau (Unter* elbe) gemeldet wird, bekam dort das Dienstmädchen des Land- manus Körner einen au Irrsinn grenzenden Wutanfall, all ihre Dienstherrin ihr über ihr nicht einwandfreies sittliches Betragen Vorhaltungen machte. Sie ergriff ein Küchenmesser und drang auf die Frau ein. Als diese flüchtete, folgte ihr das Mädchen mit gezücktem Messer. Ein zu Hilfe eilender Nachbar erhielt einen Stich in den Oberschenkel. Die Rasende lies darauf in den Hafen nnd wollte sich ins Wasser stürzen. Einem Gendarm gelang es jedoch schließlich, sie zu üverwâl- tigen und ins Gefängnis zu bringen,

Ein allzuliebsnswürdiger Siorch hat dem Berg­mann Berchtold in Peiting in Oberbayern das 24. und 25. Kind gleich auf einmal und damit zum britlenmale Zwillinge gebracht.