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* Perfonalien. Das Militärwochenblatt meldet: Freiherr v. Glaubitz und Altengabel, Kommandeur des Thüringischen Nlaneu-Regimentes Nr. 6 ist in Genehmigung seines Abschiedsgesuches mit der gesetzlichen Pension und Erlaubnis zum Tragen der Regiments-Uniform zur Disposition gestellt worden.
* 3 EifenbahnregimenL. Gegenwärtig weilt ein Vermessungskommando des 3. Eisenbahnregiments in Berlin in unserer Stadt. Das Kommando besteht aus 1 Leutnant, L Unteroffizieren und 12 Mann.
* Von den Apotheken ist morgen nachmittag von 2—9 Uhr die Engel-Apotheke geöffnet.
* Mainwasserwärme gestern abend 15 Grad.
Die städtische Bibliothek
Gärtnerstraße 67 (alte Zeichenakademie) ist Sonntags, Mittwochs und Samstags von 11 bis 1 Uhr zur kostenfreien Benutzung für das Publikum geöffnet. — Gesamtkata- l 0 ge find in der Bibliothek zu haben.
st. Eichen, 6. Juli. (B litzs ch la g.) Bei dem gestern abend über unserer Gegend niedergehenden schweren Gewitter schlug der Blitz in die Scheune des Landwirts Gg. Jüngling, diese vollständig einäschernd.
Barometerstand
$2 Uhr am 5./7. 6 /7.
Sehr trocken 770— Beständig —Um
Schön Veränderlich
Regen (Wind) =
Biel Regen 74°2= Sturm
Der Hanauer Kunstgewerbc-Vercin veröffentlicht soeben seinen Jahresbericht für 1906, dem wir folgende Stellen entnehmen:
Das Preisarbeiten für Lehrlinge, welche in Kabinetten der Hanauer Edelmetallindustrie beschäftigt waren und bereits 3 Jahre gelernt hatten, fand in der letzten Woche des Juli in den Werkstätten der königlichen Zeichenakademie statt. Es umfaßte folgende Aufgaben: für Goldschmiede das Anfertigen einer Brosche nach Zeichnung in 24 Stunden, für Ziseleure daS Treiben der Verzierung einer Schale nach Zeichnung in 16 Stunden, für Graveure das Gravieren eines reichen Monogramms nach Zeichnung in 12 Stunden. Das Werkzeug Hatter» die Bewerber selbst mitzubringen, während das Material für Goldschmiede und Graveure sowie eine gedrückte Schale und Ziselierkugeln für Ziseleure geliefert wurden. An dem Preisarbeiten beteiligten sich 8 Ziseleur- und 18 Goldschmiede-, dagegen keine Graveurlehrlinge. Gemäß der Entscheidung des Preisrichterkollegiums, welches sich aus den Vorstandsmitgliedern und einigen Hanauer Edelmetallindustnellen und Akademielehrern zusammensetzte, wurden folgende 10 Preise verteilt:
1. Preis 50 Mark an Jos. Pörtner, Ziseleurlehrling bei Storck & Sinsheimer, 2. Preis 30 Mark an Ludw. Dell, Ziseleurlehrling bei I. D. Schleißner Sne., 3. Preis 20 Mk. an Georg Bergmann, Ziseleurlehrling bei Storck & Sinsheimer, 4. Preis 10 Mark an Rich. Roth, Ziseleurlehrling bei Gebr. Glaser, 1. Preis 50 Mark an K. Weller, Goldschmiedelehrling bei Hosse & Schlingloff, 2. Preis 30 Mark an H. Knauf, Goldschmiedelehrling bei Ernst Schönfeld jr., ß. Preis 20 Mark an F. Kühnappel, Goldschmiedelehrling bei A. Voltz-Bier, 4. Preis 10 Mark an Emil Klein, Goldschmiedelehrling bei Fr. Schütz, 5. Preis 10 Mark an Ph. Trarel, Goldschmiedelehrling bei Ernst Schönfeld fr., 6. Preis 40 Mark an A. Vollenweider, Goldschmiedelehrling bei C. Bissinger Söhne.
' Außerdem erhielten die prämiierten Lehrlinge zu Weihnachten ein Diplom über ihre Auszeichnung. Die gelieferten Arbeiten, welche hernach der Sammlung der Königlichen Zeichenakademie überwiesen wurden, boten ein gutes Bild von • dem Grade der Leistungsfähigkeit der Bewerber und, da der Verein somit seine Absicht in befriedigender Weise erfüllt sah, so hat er die Wiederholung einer derartigen Konkurrenz in Aussicht genommen und sieht sich in der Lage, solche Veranstaltungen auch anderen Kunstgewerbevereinen zu empfehlen.
Die Bemühungen um eine günstigere Gestaltung des Stundenplanes der gewerblichen Fortbildungsschule in Hanau waren, wie im vorigen Jahresbericht schon kurz mitgeteilt werden konnte, von Erfolg begleitet. Außer 2 Stunden Deutsch und 2 Stunden Rechnen haben die Gold- und Silberschmiede-Lehrlinge nunmehr wöchentlich 6 Stunden Zeichnen im ersten, 4 Stunden Zeichnen und 2 Stunden Modellieren im zweiten Jahre, die Silberdrücker nur 4 Stunden Zeichnen, während Diamant- und Edelsteinschleifer sowie Silberformer nur Unterricht in Deutsch und Rechnen erhalten. Der Magistrat erstatte sich ferner in gleich dankenswerter Weise damit einverstanden, daß die Stunden auf möglichst wenige Wochentage zusammengelegt werden und der Unterricht in der Fortbildungsschule allgemein entweder mit dem Beginn der Arbeitszeit ansangen oder mit ihrem Schluß endigen soll. Alle Abänderungen des Stundenplanes werden jetzt den beteiligten Prinzipalen wunschgemäß unverzüglich mitgeteilt, damit diese über die Inanspruchnahme ihrer einzelnen Lehrlinge fortlaufend zuverlässig informiert sind und danach rechtzeitig ihre Dispositionen treffen können.
Um einen ausreichenden Nachwuchs für die Hanauer Edelmetallindustrieen sicherzustellen, ließ der Verein sich schon im Winter von seinen Mitgliedern melden, welche und wieviele männliche und weibliche Lehr linge sie zu Ostern 1907 einzustellen wünschten, und um sandte wie im Vorjahre ein entsprechendes Zirkular an 8»
Lehrer und Lehrerinnen in 72 Orten der Umgegend. Auch trat er mit dem evangelischen Waisenrat in Hanau in Verbindung wegen Ueberweisung von Lehrlingen.
Es erschien ferner angezeigt, eine einheitliche R e - gelung der LehrlingLverhältnisfe l)infid)tlid) Lehrzeit und Entlohnung ins Auge zu fassen, uftb der Verein hielt zunächst eine vorbereitende Umfrage bei seinen Hanauer Mitgliedern aus der Gold- und Silberwarenindustrie, um die 'tatsächlichen gegenwärtigen Verhältnisse zu ermitteln. In umfassenderer Weise ist die Aufgabe sodann vom „Arbeitgeberverband der Hanauer Edelmetallindustrie" übernommen worden, und es steht zu erwarten, daß demnächst auf Grund eingehender Verhandlungen zwischen Arbeitgebern und -nehmern eine einheitliche Regelung erfolgen und eventuell auch die Aufstellung eines Normal-Lehrvertrages gelingen wird.
Im Auftrage des Vereins veröffentlichte sein Geschäftsführer, Herr Dr. phil. G r a m b 0 w, eine im Verlage von Clauß & Feddersen in Hanau erschienene Schrift, betitelt: „Die Beschäftigungs- und Lohnverhältnisse der Arbeitnehmer in den Hanauer Edelmetall- und Edelsteinindustrieen im Jahre 1905", welche auf Grund amtlichen Materials eine kritische Darstellung der bezüglichen Verhältnisse aus 68 Seiten und in 41 Tabellen bietet und die Angaben widerlegt, welche eine Publikation des deutschen Metallarbeileroerbandes über die Löhne rc. in Hanau gemacht hatte. Die Schrift ist den Vereinsmilgliedern unentgeltlich übersandt worden und hat in der „Deutschen Goldschmiedezeitung", im „Journal der Goldschmiedekunst" und in der Zeitschrift des Deutschen Handelstages „Handel und Gewerbe" eine günstige Beurteilung erfahren. Sie ist zum Preise von 2 Mark im Buchhandel erhältlich.
Die Lösung der sog. L e i h h a u s f r a g e ist im Sinne der Bestrebungen des Vereins insofern um einen wichtigen Schritt gefördert worden, als der preußische Herr Minister des Innern am 17. Februar 1907 über den Umfang . der Befugnisse und Verpflichtungen sowie über den Geschäftsbetrieb der Pfandleiher neue Vorschriften erlassen hat, wonach neue Sachen, die nicht zu den Gebrauchsgegenständen des Verpfänders gehören, nur auf Grund einer Bescheinigung der Ortspolizeibehörde als Pfandstücke angenommen werden dürfen. Derselbe Herr Minister hat ferner im Einverständnis mit dem Herm Minister für Handel und Gewerbe an die Reichsregierung den Antrag gerichtet, Pfandscheine möchten unter diejenigen Waren ausgenommen werden, deren Vertrieb im Wege des Hausierhandels gemäß § 56 der Gewerbeordnung verboten ist. Wenn diese Vorschriften sich praktisch in der gewünschten Weise bewähren, so wird damit der Edelurstallwarenbranche ein außerordentlich dankenswerter Dienst geleistet sein.
Der Verein setzte auch im Berichtsjahre seine Bemühungen um die Heranziehung ausreichellder Arbeitskräfte nach Hanau fort; dies erschien umso notwendiger, als während der ausgesprochenen Hochkonjunktur, deren sich die Edelmetallindustrie im Jahre 1906 zu erfreuen hatte, vielfach direkter Arbeitermangel sich fühlbar machte. Es meldeten sich im Berichtsjahre ca. 150 Arbeiter (Bijoutiers, Fässer, Silberarbeiter, Kettenmacher rc.), von welchen ein größerer Teil hier Stellung fand. Da die dafür notwendigen Inserate ziemliche Kosten verursachten, so hat der Vorstand beschlossen, von weiteren Inseraten Abstand zu nehmen und alle ferner noch eingehenden Stellenangebote an die hiesige städtische Arbeitsvermittelungsstelle, Langstraße 41, abzugeben, von welcher dieselben regelmäßig veröffentlicht werden.
Der Verein veranstaltete in den Räumen der Königliche»! Zeichenakademie die A u s st e l I u n g einer in Privatbesitz befindlichen Ringsammlung, welche in gleich hohem Maße das künstlerische wie das historische Interesse in Anspruch nahm und von ca. 800 Personen besucht wurde. Die von der Offenbacher Firma Gebr. Klingspor in Frankfurt a. M. veranstaltete Ausstellung für künstlerischen Buchschmuck auch für Hanau zu gewinnen, gelang leider nicht. Der Verein geht mit dem Plane um, hier periodisch hervorragende Arbeiten oder besondere Muster in Schmuck- und Gebrauchsgegenständen der Edelmetall- und Juwelenbranche auszustellen, wobei zugleich die Absicht verfolgt werden soll, einerseits der hiesigen Industrie fortlaufend neue Anregung zu bieten und Ausblicke auf lohnende Spezialitäten und auf die Herstellung neuer, für Hanau geeigneter Artikel zu eröffnen, andererseits den Verferttgern der ausgestellten Gegenstände Gelegenheit zurr» Geltendmachen ihrer Leistungsfähigkeit zu gewähren. Die Verwirklichung dieses Planes musste jedoch noch zurückgestellt werden.
Die Unter stützungsstelle des Vereins für durchreisende mittellose Gehilfen wurde während des Vereinsjahres von 94 Personen in Anspruch genommen, gegen 100 und 142 in den beiden Vorjahren.
Zum Schluß können wir noch von einem Ereignis berichten, das vom Verein zum Anlaß für eine besonders er- freuliche Betätigung genommen wurde. Herr Professor O f f t e r d i n g e r, der künstlerische Beirat des Vereins, blickte am 1. April 1907 auf eine 25jährige Tätigkeit als Lehrer an der Königlichen Zeichenakademie zurück. Angesichts der hohen Verdienste, welche er sich als Förderer des Hanauer Kunstgewerbes erworben hat, erwählte der Verein ihn zu seinem Ehrenmitglieds und überreichte ihm bei dem zur Jubiläumsfeier veranstalteten großen Kommers eine schöne Bronzefigur, Ritter St. Georg darstellend, aus der Werkstatt des Professors Fr^miet in Paris.
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Hus Hab und Vern.
Fulda, 5. Juli. Heute früh zwischen 9 und 10 Uhr ereignete sich auf dem hiesigen Bahnhof ein tätlicher Unglücksfall. Der Rangierer Philipp Stumpf von hier, 26 Jahre alt und erst ein Jahr verheiratet, geriet bei Ausübung seines Dienstes zwischen die Puffer ziveier aufstoßenden Wagen, wobei ihm der Kopf so gequetscht wurde, daß er auf der Stelle verschied.
r.- Marburg, 5. Juli. Bei der Rerchstagswahl in Singlis im Kreise Homberg benutzte man in Ermangelung einer Urne einen Tabakskasten. Nach Schluß des Wahlaktes ,kams dadurch zu großem Lärm, daß zwei Arbeitern namens Köppe und Kunz das Durcheiiranderschüttcln nicht genügte. Sie sollen sich dabei auch des Hausfriedensbruchs und der Neigung schuldig gemacht haben, weil sie nach dem Kasten u viffen und der Aufforderung, das Lokal ru verlaffen, nicht
gleich Folge geleistet hätten. Während das Schöffengericht in Borken auf je 8 Tage Gefängnis und 6 Mk. Geldstrafe erkannt hatte, sprach die Strafkammer heute die Angeklagten frei, »veil der Sachverhalt nicht mehr so genau festgestellt werden konme. — Ein älterer Mann, der mit Knaben unsittliche Handlungen getrieben, wurde zu l1^ Jahre Gefängnis verurteilt.
Gersfeld (Rhön), 4. Juli. Einem Schuhmacher in Gersfeld wurde vergangenen Winter der gesamte Speck von einem 270 Pfund schweren Schlachtschwein aus seiner in einem Backofen neben den» Wohnhause befindlichen Räucherkammer gestohlen. Der Bestohlene, der anfangs an einen Scherz glaubte, scheint den Humor ob des Verlustes seines Schlachtgutes nicht verloren zu haben, denn er inseriert im „Gersf. Kreisblatt" : „Derjenige, der vergangener» Winter meinen gesamten Speck geholt.hat, kann sich jetzt auch den extra schöne»» Kopfsalat aus meinem Hausgarten dazu holen, den»» — Salat ohne Speck, ist nicht gern der Ferdinand Streck."
8 Wiesbaden, 6. Juli. Die Stadtverordneten * Versammlung beschloß in ihrer gestrigen Sitzung die Aufnahme einer Anleihe vor» 23 150 OOÖ Mk., zu tilgen mit l8/» pCt. und zu verzinsen mit 31/*—4 pCt.
Frielendorf, 3. Juli. Nachdem die Bergleute und Tagesarbeiter der hiesige»» Kohlenzeche mit Brikettfabrik schon längere Zeit durch die Verteuerung der Lebensmittel und erhöhte Kohlenpreise begründete Bitte um Lohnerhöhung ausgesprochen, bisher aber noch keine endgültige und befriedigende Antwort erhalten, haben dieselben der Verwaltung ein bis zürn 15. d. M. dauerndes Ultimatum gestellt und werden an diesem Tage bei Nichterfüllung ihrer Forderungen in den Ausstand treten.
Worbis, 3. Juli. Eines gedeihlichen Aufschwunges erfreut sich das „Erste Eichsfelder Kornhaus" hierselbst, das wiederum einen Geschäftsbericht veröffentlicht. Nach diesem betrug der letzte Jahresumsatz an 2 Millionen Mk. Die maschinellen Anlagen, die mit 4200 Mk. zu Buch stehen, wurde»» angekauft.
)> Schotten, 5. Juli. Das Jahresfest des Vogelsberger Höhenklubs findet am nächsten Sonntag statt, die Grundsteinlegung des Bismarcksturms ist Samstag den 13. Juli, das Fundament des mächtige»» Turms ist jetzt vollende».
® Butzbach, 5. Juli. Ein wichtiger Fund aus der Hallstattzeit, 600—800 v. Chr. wurde in dem nahen Oppershofen gemacht. In einer Sandgrube fanden Arbeiter w einer Tiefe von P/2 Meter ein gut erhaltenes Steingrab mit einem menschlichen Skelett und mehrere Bronzegegen- stände. Denkmalpfleger Weide-Butzbach setzte die MuseumS- leitung in Darmstadt von dem Fund in Kenntnis. Ma» hofft in der Nähe noch mehr Gräber zu finden.
)( Erbach L O., 5. Juli. Das im Jahre 1802 vom Grafen Franz von Erbach-Erbach gegründete Erbacher Volksfest, unter dem Namen „Eulbacher Wiesenmarkt" weithin bekannt, wird heuer am 21. und 22. Juli, sowie am 28. Juli herkömmlicher Weise gefeiert. Das berühmte Volksfest der Odrnwâlder bildet alljährlich das Ziel Taufender von Fremden.
>€ Seligenstadt, 5. Juli. Ein 8jähriges Bübchen würbe gestern vom Fuhrwerke seines eigenen Vaters überfahren und erlitt eine schwere Zersplitterung des rechte» Oberschenkels, ferner verschluckte gestern ein 5 Jahre altes» Knäbchen eine lange Nadel, die bis jetzt nicht wieder zum Vorschein kam; überdies wurde einem kleinen Kinde, daè aa einer Fahrradkette spielte, als sich die Maschine in Bewegung setzte, ein Finger abgequetscht. — Der Sohn des Beigeordneten Kuhn zu Mainflingen wurde beim Abfahren vo» Grubenholz im Walde überfahren und erlitt anfc^ einend schwelt innere Verletzungen. — Bürgermeister Seibert zu Mainflingen stürzte kürzlich vor» einem Hemvagen und erlitt bedeutende Kopfverletzungen.
Asteuheim, 5. Juli. In der Nidda wurde die Leiche eines aus Friedberg stammenden jungen Mannes gesund«, der offenbar in der Dunkelheit in den Fluß geraten ist. Jedenfalls liegt ein Unglücksfall vor, zumal ein größer« Geldbetrag bei dem Verunglückten gefunden wurde.
Würzburg, 5. Juli. Der zweite UniverfitätSfecht- lehrer Wilhelm Zeiler warf sich vor einen Schnellzug mrd würbe schrecklich verstümmelt tot aufgefunden. Das Moâ der Tat ist Krankheit.
Würzburg, 5. Juli. Der seit einigen Tag« vermißte Medizinstudierende Kurt Bock v. Polach au8 Mülheim (Rheinprovinz) wurde in einem Walde der hiesig« Umgebung erschösse»» aufgesunden.
Aschaffenburg, 5. Juli. Am Montag abend gerieten vor der Kaserne zwei Maurer in hattem Strauße aneinander und bearbeiteten sich gegenseitig mit Messern. Der eure, Georg Sommer von Gailbach, erhielt mehrer« Stiche in d« Kopf sowie einen 4 Zentimeter- tiefen Stich in den Rücken, der anscheinend die Lunge verletzt hat. Der andere, Adam Hau»» von Grünmorsbach, erhielt drei Stiche. Am Aufkommen Sommers wird gezweifelt.
Pforzheim, 5. Juli. Der Bürgerausschuß genehmigte zu Zwecken der geplanten Enzkorrektron wiederum den Ä»- kauf von fünf zum Teil recht alten Häusern in dem hier m Frage fommenben Stadtteil Au, an der Enz gelegen, für ben Gesamtpreis von 161,000 Mk. Zum gleichen Zweck finb bereits 20 Häuser um eine Kaufsumme von zusammen 500,000 Mark von der Stadt aufgetauft worden.
Kandel, Gewerbe und Verhebt»
Marktbericht.
Hanau, 6. Juli. (LebenSmittelpreise.) Geflügel: Tauben, das Pärchen 0.90 bis 1.00 M.; ein alter Hahn 1.70—2.00 Mark; ein junger Hahn 80.— bis 1.10 Mk.; ein Huhn 1.70 bis 2.-00 Mark; «tue Ente 2.00 bis 2.50 Mk.1 eine Gaus —.— M.^