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MstatieaLdruck imb Verlag der Buchdruckers dB «red», n. WaisenhausB ia Hauau.
Amtliches Orgs« für Stadt- «ad Landkreis Hansa.
Erscheint täglich mit Ausnahme der S»nn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.
VrrâatrvsrA. Redakteur: S. Schrecket » H«nm.
$t» 130 FernsprechMtschlttß Nr. 605
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Amtliches.
Stadtkreis Ranau.
Das städtische Einwohner-Meldeamt befindet sich jetzt Langstrafie 41 eine Treppe hoch.
Hanau den 5. Juni 1907.
Städtische Polizei-Verwaltung.
Der Oberbürgermeister.
J. V.: Hild. 12027
Am 12 Juni ds. Js. findet aus Grund des Reichsgesetzes vom 25. März 1907 im Deutschen Reiche eine Berufs- und Betriebszählung statt.
Zu diesem Zwecke werden in der Zeit vom 8. bis 1L Juni d Js. jedem Haushaltungsvorstande die erforderlichen Zählpapiere zur Ausfüllung zu- geftettt.
An die Einwohnerschaft richten wir die dringende Bitte, die Herren Zähler, welche das Amt eines Zählers als Ehrenamt übernehmen, durch möglichstes Entgegenkommen in der Erfüllung ihres mühevollen Amtes unterstützen zu wollen.
Bemerkt wird, dass Die Berufs- und Betriebszählung n u r zu statistischen Zwecken und nicht, wie immer noch vielfach irrtümlich angenommen wird, zu irgend welchen steuerpflichtigen Zwecken dient.
Die Abholung der Zählpapiere wird am 12. Juni mittags beginnen und am 15. Juni beendigt sein.
Wir ersuchen, die Zählpapiere zu diesem Zeitpunkte vollständig und wahrheitsgetreu ausgefüllt bereit zu halten.
Hanau den 2«. Mai 1907*
Der Magistrat.
Hild. 12025
Gefundene und verlorene Gegenstände re.
Gefunden: Etwas bares Geld, 1 Monatsnebenkarte zur Fahrt zwischen Niederrodenback u. Hanau-Ost für G. Friedrich Linkmann, 1 Schoner für Sofakissen, 1 Paar Herren-Manschetten mit unechten Knöpfen, 9 Herren-Stehkragen, 4 weiße Herren-Vorhemdchen, 2 weiß und blauge- streiste Herren-Biberhemden und 1 weißleinenes Herren- Hemd (gez. K. B.).
Verloren: 1 Portemonnaie mit 40—60 Mk., 1 altes dunkelbraunes Portemonnaie mit 10 Mk., 1 goldne Brosche mit Bild.
Zugelaufen: 1 schwarzer Rehpinscher mit dunkelroten: Halsbald mit Messingknöpsen.
Entlaufen: 1 Foxterrier m. Geschl. auf den Namen Max hörend.
Hanau den 6. Juni 1907.
Der Gegenbesuch der englischen Journalisten.
Frankfurt, 5. Juni. Die englischen Journalisten sind heute vormittag halb 10 Uhr in Begleitung von Mitgliedern des Frankfurter Ausschusses und der Frankfurter Presse mittels Extrazuges nach R ü d e s h e i m abgereist. Außer den Mitgliedern des hiesigen Ortsausschusses und der Frankfurter Presse war zur Verabschiedung der englische Generalkonsul mit den Herren des Konsulats anwesend. Der Präsident des englischen Komitees, Mr. Wilson, richtete herzliche Dankesworte an die Frankfurter Herren und gab der hohen Befriedigung der Engländer über den gesamten Verlauf der Reise wie speziell über den herrlichen Tag in Frankfurt Ausdruck. Der Redner überreichte namens der englischen Journalisten einigen Herren des deutschen Komitees, welche die Engländer auf der ganzen Reise geleitet haben, Er- mnerimgsgeschenke.
Rüdesheim, 5. Juni. Die englischen Jonrnalisten trafen um 11 Uhr hier ein und wurden am Bahnhof von der Stadtverwaltung und den Stadtverordneten empfangen und nach der R h e i n h a l l e geleitet, wo von der Stadt Rüdesheim ein E h r e n t r u n k kredenzt wurde. Der Bürgermeister von Rüdesheim hielt eine Ansprache und brachte zum Schluß ein Hoch auf die englischen Gäste au§. Der Senior der englischen Journalisten dankte für die freundliche Aufnahme, erinnerte an die Gleichheit ber deutschen und englischen Nationalhymne, der sie sich nur anschließen könnten mit den Worten „Deutschland und England über alles!" Dann brachten die Engländer ein „Hipp, Hipp, Hurrah!" auf Rüdesheim und seine Bürger aus. Um 12 Uhr erfolgte die Abfahrt mit einem Dampfer
Donnerstag den 6. Juni
WMBK
der Köln-Düsseldorfer Gesellschaft rheinabwärts. Die Stadt Rüdesheim hatte reichen Flaggenschmuck angelegt. (Frkf. Ztg.)
Koblenz, 5. Juni. Während der Dampferfahrt von Rüdesheim nach Köln hielt Dr. Heimann von der Kölner Verlagsanstalt, die den Gästen ein Frühstück gegeben hatte, eine Ansprache, worin er den herzlichen Willkommengruß der Rheinprovinz entbot. Er gedachte unter verschiedenen historischen Rückblicken der alten und vielfachen Beziehungen dieser Provinz zu England, wies besonders auf das rege industrielle Leben am Rhein hin und schloß seine Rede mit dem Ausdruck der Ueberzeugung, daß die gewonnenen Eindrücke bei den gegenseitigen Journalistenbesuchen zur friedlichen Annäherung der beiden Nationen beitragen werden. — Aus Frankfurt hatten acht Mitglieder des Ortskomitees die englischen Gäste bis Koblenz begleitet. Dr. Guttmann- Frankfurt sprach in einem kurzen Abschiedswort nochmals den Wunsch auS, daß die englischen Kollegen volle Befriedigung von ihrer Deutschlandsreise erhalten haben, und rief ihnen unter allgemeiner lebhafter Zustimmung ein herzliches „Auf Wiedersehen" zu.
In Köln.
Köln, 5. Juni. (W. B.) Die e n g l i s ch e n Journalisten trafen um 6 Uhr 20 Min. mit dem festlich geschmückten Salondampfer „E r n st L u d w i g" unter den Klängen eines von der an Bord befindlichen Militärkapelle gespielten Marsches hier ein.
Köln, 5. Juni. (W. BJ Heute abend kurz nach 8 Uhr begann das Festessen zu Ehren der e n g l i s ch e n Iour- n allsten in dem mit Draperien, Fahnen und Pflanzen herrlich geschmückten und glänzend erleuchteten Saale mit dem Vortrag der „Tannhäuser"-Ouverture unter Leitung des Generalmusikdirektors Steinbach. Nach Beendigung des Konzertes trug der Kölner Mannergesangverein einige Chöre vor, die stürmischen Beifall fimden. Nach dem ersten Gang erhob sich der Beigeordnete Farwick und toastete auf die Monarchen Englands und Deutschlands. Die Orgel intonierte die Nationalhymne, die die Versamm- lung stehend mitsang. Hierauf sprach Mr. Shorter in deutscher Sprache. Er dankte und drückte die Hoffnung auf gegenseitiges Verständnis und Freundschaft aus. Die Rede fand lebhaften Anklang. '
Köln a. Rh., 5. Juni. (W. B) Bei dem heute abend von der Stadt zu Ehren der englischen Journalisten im Gürzenich gegebenen Festessen entbot in Vertretung des Oberbürgermeister Becker, der lebhaft bedauerte, durch die Präsidialgeschäfte des Herrenhauses verhindert zu sein, die englischen Gäste selbst zu begrüßen, Beigeordneter Farwick den Willkomm der Stadt Köln. Anknüpfend an die warme Aufnahme, die im vorigen Jahre den deutschen Gästen in England zu teil geworden sei, betonte Redner, wie angenehm der Besuch der englischen Jouenalisten in Deutschland und speziell in Köln empfunden würde. Für Gäste, die die Stadt Köln mit roarmer Herzlichkeit aufnehme und zugleich groß ehren wolle vor aller Welt, halte sie zwei köstliche Gaben bereit, die sie jetzt zum fröhlichen Genuß in vornehmster Halle barbiete: den Wein und den Gesang vom Rhein. Erbitte die Herre»:, vor ihrem Scheiden sich einzutragen in das goldene Buch der Stadt Köln und nach ihrer Heimkehr und Wiederaufnahme der gemahnten Tätigkeit die englischen Landsleute zu grüßen und ihnen zu berichten, daß man ihnen auf ihrer Reise durch Deutschland nicht nur die Tore der Kaiserpaläste und Königsburgen und der Bürgerhäuser, sondern auch die Tore der Herzen gern und meit geöffnet habe, besonders am Rhein: daß sie sich überzeugt hätten, welch aufrichtige gute Gesinnungen darin für England herrschten, und daß wir in Deutschland in unserer aufstrebenden Kraft bereit seien, mit Herz und Hand einträchtig« lich mitzuarbeiten an der Lösung der edlen Ausgabe, die die Welt mit Recht von den großen Kulturvölkern erwartet, Schulter an Schulter in friedlichem Wettbewerb zum eigenen Ruhm und Glück und zum Segen für viele Völker der Erde. Chefredakteur Posse („Kölnische Zeitung") betonte, daß die englischen Journalisten vielfach Gelegenheit gehabt haben, die Vorteile wie die Schattenseite»: des deutschen Partikula- rismus zu erkennen. Jedenfalls müßten sie die Wahrnehmung gemacht haben, daß alle diese deutschen Staaten und alle diese deutsche»: Völker zu einer Nation geeinigt sind, und daß alle non dem festen Willen beseelt sind, unsere nationale Einigkeit um jeden Preis zu erhalten und zu verteidigen. Wem: Sie sich der Lehre der Geschichte erinnern, so werden Sie verstehen, daß unser Partikularismus wie unsere Armee dieser: Fortschritt genommen haben, denn beide sind darauf zurückzuführen, daß Deutschland Jahrhunderte lang der Tummelplatz für die Kriege aller europäischen Völker gewesen ist. Unser Heer hat einzig und allein der: Zweck, zu verhindern, daß solche Zeiten miederkommen. Die beutfche Armee dient daher der Verteidigung und nicht dem Angriff. Redner hob bann der: tiefen Eindruck hervor, ben die deutschen Journalisten beim Anblick der wundervollen britischen Flotte empfangen haben. In Deutschland weiß matt sehr gut, daß es notwendig ist, die britischen Inseln mit schwimmenden Festungen zu umgeben und die englischen Kolonien und Besitzungen durch eine starke Flotte zu schützen, daß sie bem Kriege vorbeuaen und ihn nicht herauf
Kernsprechanschlus; Nr. 605. 190 i
beschwören soll. Ueberall im Norden wie im Silben Deutschlands werden die Gäste die Antwort gehört haben, daß wir in Frieden und Ruhe unsere Arbeit tun wollen. Für Deutschland sei es auch kein Vorteil, wenn seine Nachbarn schwach und machtlos seien. Wir haben im Gegenteil ein Interesse daran, daß die übrigen Nationen stark sind, beim nur mächtige Völker sönnen gute Abnehmer der Erzeugnisse unseres Gewerbefleißes sein. Redner bezeichnete bann, die falsche Behauptung, die Presse sei nur ein Werkzeug unserer Negierung und ihre Einladung nach Deutschland verfolge daher bestimmte Zwecke der deutschen Politik, als eine Fabel. Zweck der Einladung sei, ein besseres Verständnis. von Nation zu Nation auzubahnen. Wenn uns andere Absichten untergeschoben werden, antworten wir: „Honny soit qui mal y pense" ! Wir sind glücklich und zufrieden, menn Sie die Ueberzeugung mit nach Haus nehmen, daß das deutsche Volk den Frieden will, ihn über alles liebt und daß mir Deutschen nicht so böse Menschen sind, roie mairunS braitßen zuweilen schildert. Redner schloß mit dem Wunsche: Frauen Sie uns und wir werde»: Ihnen trauen! mit einem Hoch auf die englischen Gäste. Hierauf sprach Christians und dankte für den freundlichen Empfang. Er schloß mit einem Hoch auf die Stadt Köln. Es sprachen hierauf noch andere Redner, die übereinftimmenb die freundschaftlichen und ver- wandschaftlichen Bande zwischen Deutschland und England betonten. Das Fest nahm einen herrlichen Verlauf.
Hus Ranau Stadt und Eand.
Hauait, 6. Juni.
Beamtötr-Personalttachrichteu.
Ernannt: der Oberlandesgerichtsrat N n g e iv i t t e r zum Reichsgerichtsrat, der Landgerichtsrat K ü utzel in Cassel zum Oberlandesgerichtsrat in Naumburg a/S., der Gerichtsassessor Schaeffer zum Landrichter in Düsseldorf, her GerichtSassessor Horn zum Amtsrichter in Netra, der Referendar P f l ä g i n g zum Gerichtsassessor, der Nechtskandidat Schlitzberger zum Refereirdar, der Stettcuanivärter Heinze zum Gerichtsvollzieher in Vöhl, der Stellenau- wärter T e i ch m a u n zum Gerichtsdiener in Steiubach- Halleirberg, der Landreutmeister Gerke in Cassel zum Re- gierungskasseninspeklor bei der Regierung in Magdeburg, die Hilfspolizei kommissare Becker und Mertens 311 Polizeikommissaren bei der Polizeiverwaltung in Cassel.
U e b e r iv i e s e n : der Rentmeister Weigt in Gelnhausen von: 1. Juni 1907 ab der Regierung zu Wiesbaden zur weitere»: Verwendung als Sieuersekretär bei der Veran- lagungskommissioi: für den Stadtkreis Frankfurt a. M., der Gerichtsreferendar Trippe in Kiel der Polizeiverwaltuua in Cassel als Bureaudiälar.
Uebernommen: der 1. Gemeindeschöffe'Duill in Fechenheim das Amt eines Stellvertreters des Standesbeaintci: in Fechenheim.
* Viehseuchen. Im Regierungsbezirk sind zur Zeit folgende Ortschaften verseucht: Tollwut: Kreis Gelnhausen: Gelnhausen, Wächtersbach, Waldensberg; Kreis Marburg: Marburg (Verdacht); Kreis Schlüchtern: Schlüchtern, Altengronau, Vollmerz, Bellings, Steinau, Jossa (Verdacht), Züntersbach, Klosterhöfe (Hof Raith); Sch w ei n e s eu ch e (Schweinepest): Stadtkreis Cassel: Cassel; Landkreis Cassel. Niederzwehren, Wilhelmshausen, Oberkanfungen, Jhrings- Hausen, Altenritte, Weimar, Ochshausen, Helsa, Waldau; Kreis Eschwege: Wanfried, Schemmern, Niddawitzhausen; Kreis Fritzlar: Werkel, Metze; Kreis Gelnhausen: Hettersroth, Eidengesäß, Geislitz, Rothenbergen, Kirchbracht; Landkreis H a i: a u : 9aiigenfe(bolb, Langendiebach , 9èiederdorfelden, Niederrodenbach; Kreis Hersfeld: Niederaula, Hersfeld, Gershausen; Kreis Hofgeismar: Calden, Veckerhagen, Jmlnen- hausen; Kreis Homberg: Borken, Homberg, Holzhausen; Kreis Hünseld: Hofaschenbach, Hünfeld, Wehrda, Rückers, Burghaun; Kreis Melsungen: Altenburg, Spangenberg; Kreis Rotenburg: Lindenau; Kreis Grafschaft Schaumburg: Domäne Mölleickeck, Hessendorf; Kreis Witzenhausei:: Fr"»rstenhage»:,i ^Rittergut Hasselbach; Influenza der Pferde: (A. Brustseuche): Stadtkreis Cassel: Cassel; (R Pferdestaupe): Landkreis Cassel: Ochshauseiu
* Das Stivendittitt der Wiile^'chen Strrdi<.'tt * ftifüüiO zu Wittdeckerr ist neu zu vergeben. Dasselbe wird in Höhe von jährlich 400 Mark an junge Leute verliehen, welche der Bürgerschaft von Windecken oder Kiliau- städtei: angehören, mindestens 15 Jahre alt und in der Vorbereitung 311 einem akademischen Beruf Orgriffen sind. Bewerbungen sind an das Königl. Landratsamt 311 Hanau zu richten.
* Urrssaflerrder Vretzmarki. Aus Anlaß der Berufs- und Betriebszählung fällt der für den 12. Juni d. J. anacsetzte Viehmarkt in Danail aus.