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General-Anzeiger

AMlhes Organ für AM- nni> Landkreis Hanan.

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èkichedtt täglich mit AuSnaüme der Ssmr- und Feiertage, aut belletristischer Beilage.

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Mx. ISO Ferttsprochanschlnfl Nr. 605*

MöNlW bett 5. AUMA Fernsprechanschlufl Nr. 605. 1907

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Amtliches. *

In der Runbverfügung vom 19. Juni 1905 A. II. 5756 ist u. A. Anordnung dahin getroffen worden, daß die Hebammen grundsätzlich gegen Invalidität bei der Landes­versicherungsanstalt und zwar mindestens in Lohnklaffe II zu versichern seien. Mit dieser Anordnung war lediglich die freiwillige Versicherung der Hebammen nach 8 14 des Jnvalidenversicherungsgesetzes gemeint, denn nach 8 1 des Gesetzes unterliegen die Hebammen als selbständige Unter­nehmerinnen der Versicherungspflicht nicht. Soweit wegen Überschreitung der Altersgrenze von 40 Jahren der Eintritt in die Versicherung nicht mehr zulässig ist, muß sie selbst­verständlich unterbleiben. Nach einer Mitteilung des Vor­standes der Landesverstcherungsanstalt Hessen-Nassau sind indessen tatsächlich in mehreren Fällen für Hebammen, die die erwähnte Altersgrenze bereits überschritten hatten, Bei­tragsmarlen neu zur Verwendung gelangt. Ich sehe mich daher veranlaßt, auf die bezeichneten gesetzlichen Bestim­mungen, die eine Versicherung der Hebammen nur in be­schränktem Maße zulassen, ausdrücklich hinzuweisen.

Dem Ersuchen des Vorstandes der LandeSversicherungs- anstalt gemäß ordne ich ferner an, daß diejenigen Gemein­den, die für ihre Hebammen Beitragsmarken zur Invaliden­versicherung verwenden, sich zunächst wegen Nachprüfung der Versicherungs-Berechtigung in jedem einzelnen Fall mit der Versicherungsanstalt in Verbindung zu setzen haben.

Cassel den 12. Juli 1907. A II Nr. 5943

Der Regierungs-Präsident.

J 681 Graf v. Bernstorff.

Stadtkreis Hanau.

Die über bas Gehöft des Fuhrunternehmers Kurz, Erbsen­gasse Nr. 16, hier verhängte Sperre ist aufgehoben. Hanau den 5. August 1907.

Königliche Polizeidirektion.

P6163____I. V.r Siemon, Reg.-Assessor.

Landkreis Hanau.

BckmtmchiiW des Kiißliß« tatatatë.

Unter den Schweinen zu Niederdorfelden ist die Schweine­seuche erloschen.

Hanau den 2. August 1907.

Der Königliche Landrat.

V 5566 I. A.: Conrad, Kreissekretär.

Wegen Ausführung von Dampswalzarb eilen wird die HanauFuldaer Landstrafle von Station 8,3 bis 10,5 innerhalb der Gemarkungen Langenselbold und Rückingen von Dienstag den 6. bis einschl den 15. August 1907 für Fuhrwerke mit einem Ladegewicht über 20 Ztr. gesperrt.

Ich ersuche die Ortspolizeibehörden der benachbarten Ge- rneinben dies ortsüblich bekannt zu machen.

Zuwiderhandlungen werden auf Grund der Reg.-Pol.-Ver. vom 6. April 1877 (Reg.-Amtsbl. S. 187) mit 10 bis 30 Mark oder hilfsweiser Haft bestraft.

Hanau den 3. August 1907.

Der Königliche Landrat.

V 5598 v. Beckerath.

Stadtkreis Hanau. Bekanntmachung.

Am Mittwoch den 7. d. Mts., nachmittags 3 Uhr, sollen im Schulhofe Gärtnerstraße 67 hier 6 Stück zweisitzige, 40 Stück dreisitzige und 107 Stück viersitzige Schulpulte öffentlich meistbietend gegen sofortige Barzahlung versteigert werden.

Die Pulte können daselbst werktäglich nachmittags von 12 bis 2 und 4 bis 7 Uhr besichtigt werden.

Hanau den 3. August 1907.

_Stadhauptkafle. 15989

Bekanntmachung.

Das Proviantamt kauft Hafer und Noggenslroh diesjähriger Ernte zu den gangbaren Tagespreisen. Es werden selbst die kleinsten Mengen angenommen.

Die Einlieferung der Naturalien kann ohne vorherige Anmeldung und an jedem Wochentage von 812 Uhr vormittags sowie von 24 Uhr nachmittags erfolgen.

Der Heuankauf muß wegen Erschöpfung des Lagerraumes bis Mitte September d. I. ausgesetzt werden.

Hanau den 1. August 1907.

Königliches Proviant-Amt. V 5564

Warnung.

Don der Fabrik pharmazeutischer Präparate Gustav Laarmann in Berlin, Dieffenbachstraße 37, wird in hiesigen und auswärtigen Zeitungen das MittelRheuma-Tabakolin" gegen Gicht, Gelenkreißen und Rheuma" in auffälliger Weise angepriesen. Das lediglich aus Tabakgrus bestehende, mit Melissenöl parfümierte Mittel, von dem 100 gr 5 Mk. kosten, soll in Spiritus und Wasser ausgezogen und dieser Auszug nach Anweisung des Fabrikanten zu Umschlägen benutzt wer­den, denen die angeblichwunderbare Wirkung" zukommen soll. Der Preis des Mittels ist ein unverhältnismäßig hoher und die Anwendung solcher Umschläge kann leicht zu Nikotin­vergiftungen führen.

Vor Ankauf des Mittels wird daher gewarnt.

Berlin den 17. Juni 1907. (I. A a 2056 07)

Der Polizei-Präsident.

v. Borries. V 4925

Warnung.

In hiesigen und auswärtigen Zeitungen wird von der hiesigen FirmaDr. med. Karl Hartmann G. m. 6. H." in auffälliger Weise Reklame gemacht für dieNerven­nahrung Äntineurastin." Dem aus Eigelb, Eiweißkörpern, Milchzucker und Cerealienstärke mit geschmackverbessernden Zusätzen bestehenden Mittel werden von der Firma Wirkungen auf gewisse Krankheitszustände beigelegt, die es nicht besitzt.

Vor Bezug dieses, auf Ausbeutung des Publikums be­rechneten, unverhältnismäßig teuren Mittels wird hiermit gewarnt.

Berlin den 17. Juni 1907. (L A. a. 2702 07) Der Polizei-Präsident.

v. Borries. V 4924

Hus Hanau Stadt und Tand.

Hanan, 5. August.

* Städtische Sparkasse. Zur Bequemlichkeit unserer Mitbürger in Kesselstadt ist im Kassenlokal des Rathauses daselbst eine Sammelstelle für Spareinlagen zur städtischen Sparkasse eingerichtet worden, worauf wir besonders auf­merksam machen.

* Manöver. Die Postbehörde macht im Hinblick auf die bevorstehenden größeren Herbstübungen der Truppen darauf aufmerksam, daß es für die regelmäßige Beförderung und pünktliche Zustellung der an die Offiziere und Mann­schaften der Manövertruppen gerichteten Postsendungen durch­aus erforderlich ist, in den Aufschriften der Sendungen außer dem Namen und dem Dienstgrade des Empfängers auch den Truppenteil (Regiment, Kompanie, Eskadron, Batterie re.) sowie den st ä n d i g e n Garnison ort an­zugeben.

* II. Abonnements - Konzert im Dentschen Hans. Morgen Dienstag abend von präzis 8^2 Uhr ab findet das II." Abonnementskonzert unserer Ulanenkapelle in dem herrlichen Garten zum Deutschen Haus statt. Hoffent­lich behalten wir das gegenwärtige Konzertwetter, dann wird ein volles Haus sicher sein. Näheres über das Programm bringen wir morgen an dieser Stelle. Nicht-Abonnenten haben ebenfalls Zutritt, Karten sind an der Kasse erhältlich.

* Hananer Kriegerverein. Sein übliches alljähr­liches Sommerfest feierte der Hanauer Kriegcrverein gestern in dem Etablissement zumKaiserhof". Bei Beginn der Festlichkeit richtete namens des Festkomitees Kamerad Söhn­lein markige Begrüßungsworte an die Besucher. Er be­tonte, daß dieser Sonntag ein doppelter Freudentag, indem fast zum ersten Male in diesem Sommer die liebe Sonne an einem Sonntage wohltätige Strahlen heruiedcrseude, zum anderen der Tag von Weißenburg wiedergekehrt sei, der uns dank der Aufopferung unserer Väter, Brüder und Söhne so glänzende Waffenerfolge gebracht und zur Erringung unserer Einheit beigetragen habe. Ein begeistert aufgenommenes Hoch auf Se. Maj. den Kaiser schloß die Ansprache. Das Komitee hatte es lick anaeleaen sein lallen, für Unterbaltuna in reichem

Maße Sorge zu tragen. Anerkennung verdienen auch die Darbietungen der Centner'schen Kapelle, die unermüdlich prächtige Weisen zu Gehör brachte.

* (G&rtenfeft. Der im Jahre 1860 gegründete Turn­verein Hanau veranstaltete gestern imDeutschen Hause" ein Gartenfest, das sich eines überaus guten Besuches er­freute. Bei Konzert der Royeffchen Kapelle, gesanglichen Darbietungen des GesangvereinsFröhlichkeit", turnerischen Aufführungen (Stabreigen, Pyramiden und Barrenturnen) sowie sonstiger Unterhaltung verlebten die Besucher einen an­genehmen Tag, der bei einem lustigen Tänzchen sich bis in ziemlich vorgerückte Stunde erstreckte.

* 8. Rhönturnsesi. Um den vielen Anfragen noch gerecht werden tu können, hat sich der Rhönturnausschuß ge­nötigt gesehen, die Meldefrist der Wetturner bis zum Freitag den 9. d. M. zu verlegen und können von da ab Meldungen unter keinen Umständen mehr angenommen werden. Wie schon früher bereits berichtet, nimmt Herr Carl Pauly, Fuldas Karlstraße 31, die Meldungen entgegen.

* Spichererberft - Turnfest. Wiederum hat bei Turn- u. Fechtklub einen turnerischen Erfolg zu ver­zeichnen, indem bei dem gestern stattgehabten Wetturnen auf dem Spichererberg der Turner Fritz Klee, als einziger Ver-. tretet der Hanauer Turnerschaft, unter 498 Mitbewerber« mit 32 Punkten den 12. Preis errang.

* Das Automobil. An der Ecke der kleinen und großen Hainstraße rannte am Samstag nachmittag ein Frank­furter Automobil mit einem Motorzweirad zusammen. DaS Motorzweirad wurde stark beschädigt, der Fahrer, welcher herabgeschleudert wurde, blieb bewußtlos liegen, erholte sich aber bald wieder. Ein kleinerer Zusammenstoß ereignet« sich am gleichen Tage an dem Bahnübergang der Leipziger­straße, woselbst am Abend ein Automobil einen sich ohne Laterne bewegenden Wagen anfuhr. Bei diesem Unfall kam jedoch niemand zu Schaden.

* Höhlenbewohner. In der Nähe des Frankfurter­tors hatten sich vom Stadtgraben aus einige junge Burschen eine Höhle gegraben. In derselben fand man entleerte Bier­flaschen, Vorrichtungen zum Kochen u. a. m.

* Ein abgefangener Hund. Wie wohltätig und erfolgreich in der heutigen Zeit das Zeitungsinserat wirkt, beweist ein uns aus unserem Leserkreise mitgeteilter Vorfall: Einem hiesigen Bürger wurde vor etwa 8 Tagen von einet bis jetzt noch unbekannten Person ein wertvoller Pinscher­hund weggefangen und nach Rendeln bei Groß-Karben an den Sohn eines dortigen Einwohners zu einem Spottpreis verkauft. Durch das Inserat imHanauer Anzeiger" wurde ein junger Mann aus Windecken auf die Vorgänge aufmerk­sam, ermittelte den Aufenthalt des Hundes und sicherte sich die ausgesetzte Belohnung von 10 Mk. Der Eigentümer ist nun wieder in den Besitz seines HundeS gekommen.

* Der August ist der Reife- oder Hitzemonat, in ihm findet die Getreide-Ernte statt, und in Feld und Garten soll er die Früchte an Gemüse und Obst durch Wärme und Sonnenschein gleichfalls der Ernte entgegenführen. Im, Blumengarten erfreuen uns noch eine Anzahl lieblicher Kinder Floras, die weithin leuchtende Sonnenblume erscheint und Reseda, Balsaminen, Georginen und Nelken vervoll­ständigen das buntfarbige Bild. Wenige Wochen noch und die Zugvögel rüsten sich zu ihrer Reise nach dem Süden,i allen voran die Schwalben, die den Anfang mit den Vor­bereitungen hierzu machen. Seinen Namen hat der August zu Ehren des Kaisers Augustus. Außer dem Monat der Ernte ist er auch der Monat der Kongresse und Versammlungen aller Art, und manche Rede wird in ihm von Politikern, Gelehrten und eingefleischten Vereinsmenschen im Schweiße ihres Angesichts gehalten. Bei dem Worte Schweiß denkt man an die Hitze, die wir im Jahre des Heil 1907 bis jetzt noch wenig ober gar nicht verspürt haben. Hoffentlich bringt sie uns bet August, hängt doch hiervon gar viel für die Landwirtschaft und uns alle ab. Dieböse Sieben" möge sich also schleuß nigst bessern.

* Oessentlicher Wetterdienst und Volksschule. Eine weitere Förderung des Wetterdienstes plant, wie aus Kiel geschrieben wird, der Oberpräsident der Provinz Schley wig-Holstein durch Vermittelung der Schulen. In einem Erlaß führt er aus: Gelingt es, die Volksschullehrer für den Wetterdienst zu interessieren, so würden sie auch geneigt sei«, die begabteren Schüler in die zum Verständnis der Wetter­karten unentbehrlichen Grundbegriffe einzuführen und damit eine Generation heranzubilden, die aus der neuen Einrichtung mehr Nutzen ziehen kann, als die gegenwärtige. Zu dem gleichen Zwecke werde sich auch die entsprechende Erweiterung des Lehrstoffs der ländlichen Fortbildungsschulen empfehle«.

* Mainwasserwärme gestern abend 18 Grad.