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Eeuirumswäh^er?

(Onnaefanbt.)

Laßt euch burcfi das Flngblall des Herrn Rickard Müll"r- FnIda urb burt den non der Reifung des EentrnmSwahl- aercins in Hanau ve' sckriebenen RecktSanwalt Scheyda ans Homburg nicht irre führen. Es bandelt sich hier im Wahl- steile für uns Centrumsivähler einfach um die eine Frage: Zollen mir die Sozialdemokratie bei der Stichwahl unter» stützen oder nicht?

Das ganze Jahr hindurch w-rd von den. Kanzeln und in Vereinen gegen die Sozialdemokratie gebonnert, und mit Recht; a'^er bei den Stichwahlen stellt man sie als da« kleinere Nebel bin. Man sagt: die Nationalliberalen seien mit bei'piello'er Gebäsiiakeit gegen uns vorqcgangen. Dies trift in unserem Wahlkreise nicht zu.

In den letzten Taaen stand in hervorragendenC^nirum 3» blättern geschrieben:Jede Unterstützung eines So« ^ialbem ofraten ist sittlich unerlaubt und p o * titisch verw erflich". Allo jede U nt e rstützun g, auch die indirekte durch Wahl ent Haltung ist u n e r I a u ht und verwerflich.

Ferner kommt cs auf die Persönlichkeit des Stich wahlkandidatrn an. Ich glaube nicht, daß g^gen die Person des narionnlliberalen Kandidaten Herrn Amtsrichter D r. Lucas ernsthaft etwas einniwenden ist Was da vorge- dracht wurde, sind Pstrasen.

Es kann uns olio hiernach nicht schwer fallen, f ü r Herrn Amtsrichter Dr. Lucas in Langenselbold am 5. ds. Mts. unsere Stimme abzugeben.

Und nun zum Schluß noch eins! Es ist empfohlen worden: eventl. weiße Zettel abzugeben.

Liebe Centrumswähler l Ich r -achte eine derartige Zu­mutung als scheußlich. Jemanden zur Feigheit und Heuchelei zu raten, ist mindestens unehrenhaft.

Ein Katholik, der durch zwei Menschenalter seinem Golt und seiner Kirche,aber auch seinem König und seinem Vaterlands treu geblieben.

(Eingesandt.)

Katholische Mitbürger!

Das Unerhörte ist geschehen I

Herr Richard Müller, Fulba fordert uns auf, durch W a h l e n 1 h a l 1 u n g*) für einen Sozialdemokraten zu stimmen, weil irgendwo anders die Nationalliberalen das Zentrum auch nicht unterstützten.

Nun! Was gehen uns denn andere, was geht uns schließlich auch Müller, Fuld n an, wenn 4 wir eine Pflicht gegen daS Vaterland zu er­füll en haben!

Warum sollen wir hiesigen Katholiken denn gerade einem schlechten Beispiele irgendwelcher anderen Partei folgen! Handeln wir doch gerade hier echt christ­lich. vergelten wir nicht BöseS mit Bösem!

D a § Reich über die Partei"! das soll und muß unser Grundsatz sein am 5. Februar bei der Stich- ivahl. Betet Ihr alle gleich mir nicht jeden Sonntag das Kanzel gebet mit, welches lautet: Für unsern Kaiser Wilhelm, das deutsche Vaterland und unser Kriegesheer zu Waller und zu Lande ulw.

Müssen wir uns nicht schämen im tiefsten Innern vor unserem Gewissen, unseren Mitbürgern und dem Baterlande, wenn wir im geeigneten Momente^ es an der Tat fehlen lassen 1

Trotz Müller und Zentrum ich wähle Lucas wer folgt mir? und bleibe nach wie vor ein guter Katholik, kein Spion.

____ ._«=»«._ ^ontâsi

Kasstnschran? gestohlen. Die Diebe luden den Schrank auf einen Karren, welchen sie aus einem benachbarten Steinbruch holten, hoben den oberen Schrankdeckel ab und entwendeten au? demstlöen 7000 Mk. An den Tressor selbst kamen die Diebe nicht. Der eine der D'ebe verletzte sich bei der Arbeit und die Blutspuren führten gestern morgen zu seiner Ver- haftmm.

Mürzlbttksi, 8. Febr. Im Streite hat ber S'udent her Medizin, Bruck aus Neubaustn, den Stridenten der Medizin, Frillauer aus Heppenheim, erschossen. Burck wurde verhaftet.

* Die Wahlparole lautet jetzt: Wahlfreiheit!

Die Redaktion.

Hus Ranau Stadt und Eand.

Banau, 4. Februar.

* Stadttheater. (D och en sp i el p la n.) Mittwoch : Benefiz für Frl. Karla Holm. Gastspiel der Königs. Hof- schau^vie'erin Marie Doppelbauer vom Hoftheater in Wiesbaden. Neu einstudiert:Die Großstadtluft". S^reitag- 8. (statt 9.) Vorstellung der 4. Serie:H edda a b l e r", Schauspiel von Henrik Ibsen. Sonntag: Nachm.

Uhr: Bei kleinen Preisen: Neu einftubiert:Dorn- rbSche n", Märchenspiel von Hörner. Abends 7 Uhr: 1L (statt 10.) Vorstellung der 4. Serie: Neu einftubiert: «M ein Leopol b, Volksstück mit Gesang von L'Arronge.

"Benefiz Holm. (Gastspiel Doppelbauer.) Am Mittwoch wird als nächstes Benefiz für Frl. Karla Holm, daß reizende Lustspiel:Die Großstadtluft", neu einftubiert mit der beliebten Wiesbadener Hoffckau- spielerin Frl. Marie Doppelbauer als Gast in Szene gehen. Die Benefiziantin Frl. Holm hat sich durch ihre vortrefflichen Leistungen und ihre liebenswürdige Spielweise, als eines der beliebtesten Mitglieder unserer Bühne, die all­seitige Anerkennung und die volle Sglnpathie deS Pub'ikumS erworben und wünschen wir der Benefiziantin von Herzen ein recht volle? Haus.

Französischer Elnb. Infolge her am DienStag den 8. ds. stattfindenden Stichwahl fällt der ConversationSabend an diesem Tage aus. Die nächste Znsammenkimst ist deS- halb erst Dienstag den 19. d. M. Wir bitten unsere Mit­glieder sich vollzählig einzufinden.

Hus Hab und fern.

t. Büdesheim, 4, Februar. In tiefe Trauer wurde am vergangenen Dienstag die Familie deS hiesigen Ein­wohners Schützler versetzt. Das 6jährige Söhnchen des­selben begab sich mit noch 2 jüngeren Kameraden auf daS Eis. Beim Schleifen rutschte daS Kind in ein offenes Loch und verschwand unter der Eisdecke. Die beiden anderen, die daS Verschwinden ihres Kameraden gesehen verrieten auS Angst nichts von dem Vorfall. Erst auf eindringliches Fragen erzählten sie das Unglück. Die Leiche des verunglückten Knaben ist, trotzdem alles versucht wurde, bis heute noch nicht gesunden worden.

Nssenheim, 3. Febr. Dem Grafen v. Oriola wurde in bei Nacht von SamStag auf Sonntag in seiner Nenterei der *

Drahtnachrichten

Unbegründet.

Berlin, 3. Februar. DerBerl. Lok.-Anz/ meldet: Die Meldung, daß Prinz Schöuaich-Karolarh neuerdings schwer erkrankt sei, bezeichnet der Prinz selbst in einem Telegramme an denBerl. Lok.-Anz." als unbegründet.

Fürstlicher Besuch.

Berlin, 4. Februar. DerBerl. PoTafanv* meldet: Der König der Ve'g'er wirb zu einer Unterredung mit dem König Eduard zu Paris erwartet.

LertchtgaS-Ex) losion.

Rotterdam, 8. Februar. In dem Jesuiten klosier Kusoten in ber Provinz Limburg wurden bei einer furchtbaren Leuchtgas-Explosion 5 Klosterbrüder schwer verletzt, einer tötlich. Auch drei Gasalbeiter erlitten schwere Brandwunden.

Sport.

Barts, 9. Februar. Daß 50 Kilometer-Fahren hinter Motoren gewann Guignard in 87 Min. 47 Sek. mit zwei Runden gegen Contenet und vier Runden gegen Robl.

Erkrankt.

Wien, 4. Februar. Es gebt daS Gerücht, daß der Erzherzog Ludwig Vicior schwer erkrankt sei.

Briten

Berne», 4. Febr. Gellern brannte daS LagerbanS des Sirfmepefichen FonrageschäfteS nieder. DaS Feuer giiff -uf das katholische Pfarrhaus, die Automobilhalle der Herner Automobilgesellschaft und auf ein benachbartes WohnhauS über und richtete auch an dielen Gebäuden großen Schaden an, der auf 150 000 Mk. geschäht wirb.

Ersnrf, 4. Febr. In der Nacht zum Sonntag ist bie Wagenfabrik der Gebr. Krüger niedergebrannt.

DaS Grnbenmiglück.

Neven, 4. Febr. Von den vermißten neun Präsenten wurden acht Leichen m Tage gefördert. Sämtliche 149 Tote sind jetzt erkannt. Die zur Unterstützung gespendete Summe beträgt jetzt 240 000 Mk.

Ggunerstrelch.

Bon bnvn, 4. Febr. Ein Ganner A la Köpenick in ber Uniform eines Zahlmeisters hat die Emjährigen des Wauvsbkcker Huiareu-Regiments heiulgesucht und ihnen zum Teil erhebliche Beträge abgenommen.

*

Anders, 3. Febr. Kriegsminister Picqnard hielt hier bei einem Fellmahle eine Rede über die Gesellschaften zur Vorbereitung für den Militärdienst, in der er sagte: Die Armi-e sei nicht mehr wie früher e n VerufSftanb, sondern bie Armee fei die Nation selbst, indem sie alle ihre Kräfte, alle ihre Hilfsmittel nutzbar macke für die Verte bioünq des Lande? und seiner Unabhängigkeit. Es sei ungerechtfertigt, ihr Prinzip und ihre Notwendigkeit anzugreifen ; denn ohne sie könnten wir nicht unseren Kindern unsere Fortschritte in der Freiheit als Erbteil hinterlassen. Es heiße also Frank­reich einen Dienst erweisen, wenn man seine Söhne auf die Ableistung des Militärdienstes oorbereite.

Bilbao, 3. Febr. In mehreren Fabriken ist die Arbeit eingestellt worben.

Pamvelonne, 3. Febr. Infolge eines starken Sckmee- fturmcS sind die Eisenbahnstrecken blockiert. Mehrere Ort- schallen sind vom Verkehr abgeschnitten und leiden Mangel an Lebensmitteln.

Mezieres, 3. Febr. Bei her heutigen ErgänzungSwahl für den Senat wurde der Kandidat der radikalen Partei Gobren gewählt.

Berlin, 8. Febr. DieNordd. Allg. Ztg." meldet: Der Fürst Ferdinand von Bulgarien ließ zum Grubenunglück in Reden den Ausdruck seiner wärmsten Teilnahme übermitteln.

SHtona, 8. Febr. Anläßlich deS Wahlsieges, den die vereinigten bürgerlichen Parteien im sechsten schleswig-hol­steinischen Wahlkreise erzielten, sandten die Komitees ein Begrüß u n gStelegramm mit der Mitteilung beS Resultates an den Reichskanzler. Heute ist folgendes Antworttelegramm eingelaufen:Aufrichtigen Tank für die bocherfreuliche Mitteilung; meinen besten Glückwunsch dem Wahlkomitee des nationalen Wahlvereins und dem Wahl­komitee der Vereinigten Liberalen zu der so erfolgreich be­währten Einigkeit. Reichskanzler Fiirst Bülow.

Coburg, 3. Febr. Die Großfürstin Kyrill von Ruß­land ist gestern von einer Tochter entbunden worden.

Paris, 3. Febr. König Eduard begab sich um 2 Uhr 85 Min. nachmittags in daS Elysee, wo ihn Präsident Fal­liere? am Eingang empfing. Die beiden (Staatsoberhäupter drückten sich herrlich bie Hand und unterhielten fiky eine halbe Stunde. Ter Monarch verließ darauf baS Elyste, nachdem er vorher noch Frau FalliereS feine Aufwartung gemacht hatte. Um 3 Uhr 25 Min. begaben sich Herr unb Frau FalliereS nach der englischen Botschaft unb statteten dem König und der Königin von England einen Gegenbesuch ab.

Paris, 8. Febr. Tie erste Messe der in gemäß deS TtennungègesetzeS gegründeten katholischen apostolischen Kirche Frankreichs wurde heute morgen durch den amerikanischen Erzbischof Vilate im ehemaligen Barnabitenkloster zelebriert. Die Kirche war gedrängt voll. Als AbbS Noustn, der bie Predigt gehalten" hatte/eine Kollekte abhielt, wurde er von einer Anzahl Personen umringt, die alSbalb von der Polizei ausgewiesen wurden; auch nahm die Polizei sechs Ver­haftungen vor.

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a ^s. fährt nur Wochentaas.

N ----- hält an Forsthaus Neuhof nach Bedarf.

* =2 kommt an Sonn- u. Feiertagen als Personstizug 2.50 in Hanau an.

Alle Züge führen 2. und 3. Klaffe unb halten an der Ab­zweigung bei Rückingen.

Hanmt-Büitengesäsz.

Hanau ab Langendieb. Navolzhaus. Bnlderd.-Hf. Hüllengesäß an

I n '6.31 8.05 |6 52 8 30 7.018.43 '8.54 9.04

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Eins lânl acht elf Entschuldigungen!

Unb alle wegen Erkällunq. Karl hustet, Willi hat HalS- fAmerten, Hermann ist heiser unb so geht eS fort die anze gleiße hindurch, und Tag für Tag. Wenn dock die ute endlick einmal begreifen wollten, welche Wohltat ihnen - Fnys eckten Sodener Minera^Pastillen an die Hand ge» je« ist! Wenn die Kinder statt all ber SetserHen. die ihnen och nur den Magen verderben, regeln'âtziger Fay4 echte Ss« den er bekämen, hätten wir nicht ren reimten Teil der Erkrankungen, ^ays echte Sodener kauft man für^S Pig. in allen Apotheken, Drogen- und Atincralwafferhandst.mgen. 1397^

bewährteste