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D»tâ«Id«ck m» Verlag d« Buchdruck««! bei «â A »«srnhache» in Hamm.
General-Anzeiger
KAtliches Organ für Stadt- und Landkreis Hanan.
Erscheint täglich mit Ausnabme der Senn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.
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Mx. 178 Fernsprechanschlutz Nr. 605.
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Amtliches.
Eandkreis Fjanau.
ÄekuiitMAiiseil des König!-i!,.:« Lnndratsanits.
Die Herren Bürgermeister und Gutsvorsteher des Kreises ersuche ich, die letztjährigen Peneurenverzeichnitte ünd GemeindeftenerListen, Staatssteuerrotten piner genauen Durchsicht zu unterziehen, um diejenigen Steuerpflichtigen zu ermitteln, deren Vermögensverhältnisse pner Prüfung und Erörterung bedürfen. Insbesondere ist puch das Augenmerk darauf zu richten, daß alle Einkommen- und Ergänzungssteuerpflichtigen, welche bei den früheren Veranlagungen übersehen und übergangen oder unrichtigerweise freigestellt sind, oder deren Einkommens- und Vermögensverhältnisse sich inzwischen entsprechend gebessert haben, bei der bevorstehenden Veranlagung zur Einkommen- bezw. Er- gänzungssteuer herangezogen werden.
Bis 2L August d. J. ist mir über das Ergebnis eer Durchsicht der bezeichneten Listen zu berichten. Die in Frage kommenden Personen sind mit den Gründen der Steuerpflicht näher zu bezeichnen.
Hanau den 81. Juli 1907.
Der Vorsitzende der Einkommensteuer - Veranlagungs-Kommission für den Landkreis Hanau.
Lt 3837 I. V.: Si emon, Reg.-Assessor.___________
WmMW ZortbildmMck.
Die Anstalt ist mit dem 1. August nach der alten Zelchenaka-emie, Gärtnerstr. 67, verlegt worden. Das seitherige Lesezimmer dient als Amtszimmer des Unterzeichneten.
Sprechstunde an Schultagen von IO1/«—ll1/» Uhr.
Hanau den 1. August 1907.
Der Direktor.
Pfeifer. . 15785
Gefundene und verlorene Gegenstände re.
Gefunden: 1 silberne Damenuhr, 1 fast neuer rechter Kinderschuh, 1 altes Taschenmesser, 1 Damenportemonnaie mit einer Wochenfahrkarte zur Fahrt Hanau-West— Mainkur und mit einer Bescheinigung zur Erlangung von Arbeiterkarten für Marie Wirth, 1 Quittungsbuch der Hanauer Ortskrankenkasse für Katharina Schnitzer, 1 Schlüsselbund (4 Stück kleine Schlüssel) an einer Schnur.
Verloren: 22 Stück Lebensversicherungsmarken, 1 kleines gelbes Portemonnaie mit 1 Mk., 1 schwarzes Herren- Portemonnaie mit 14 Mk., 1 goldener Manschettenknopf, 1 Portemonnaie mit etwas über 3 Mk., 1 Rolle Baupläne, 1 goldenes Halskettchen, als Anhänger 1 emailliertes Eichen.
Abhanden gekommen: 1 grauqelber Pinscher mit schwarzem Rücken und schwarzer Maske, Ohren und Schwanz soupiert, m. Geschl.
Zugelaufen: 1 getiegerter Bastard, m. Geschl., 1 hellgelber Spitz, m. Geschl.
Zugeflogen: 1 blau und weißgescheckte Taube mit Fußring.
Hanau den 2. August 1907.
Hus Fjanau Stadt und Eand.
Hanau, 2. August.
Wntliche Siduns der Stndtvmrdneten-Bnsnnimlnns
vom 1. August 1907.
Anwesend die Herren: Vorsteher Kommerzienrat Canthal, Aukamm, Brüning, Beyer, Bernges, Daßbach, Forster, Hock, Honsen, Jost jr., Kehl, Koburger, Kreuter, Loßberger, Ohl, Peteler, Rousselle, Salomon, Schwabe, Spatz, Steinheuer, Stübing, Justizrat Uth, Voltz und Wohlfarth.
Vom Magistrat die Herren: Beigeordneten Hild und Bode.
Ein im Auftrag der sozialdemokratischen Partei vom Stadtverordneten Salomon u. Gen. eingebrachter Antrag, der sich auf die demnächstigen Stadtverordnetenwahlen und auf die Benachrichtigung der Wahlberechtigten durch Karten bezieht, wird auf Vorschlag des Stadtverordnetenvorstehers und im Einverständnis mit den den Antrag vertretenden Stadtverordneten bis zur nächsten Sitzung zurückgestellt.
Eintretend in die Erledigung der Tagesordnung, wird zunächst die Vorlage betr. Herstellung von Kleinpflaster in der Freigerichtstraße erledigt und drbatteloS angenommen. Rach und nach sollen sämtliche Straßen mit Kleinpflaster
Freitag den 2. August
versehen werden. — Zur Schrottenbeschaffung werden 15 000 Mark als Vorschuß für das Rechnungsjahr 1908 bereit gestellt. Begründung: Im Rechnungsjahre 1908 wird es aller Wahrscheinlichkeit nach notwendig werden, folgende Straßen neu zu decken: Frankfurterlandstraße 120 cbm, Neue Anlage (Rampe am Ostbahnhof) 310 cbm, Philippsruher Allee (untere Hälfte) 190 cbm, Grimmstraße (zwischen Reue Anlage und Friedrichstraße) 100 cbm, Neue Anlage (zwischen Bebraerbahnhofstraße und Steinheimerstraße) 185 cbm, Nordstraße 200 cbm, Vor dem Steinheimertor 30 cbm. Zur Neudeckung dieser Straßen müssen rund 1000 cbm Schrotten angeschafft werden, die, wie in den Vorjahren, von Notstandsarbeitern geschlagen werden können.
F u ß st e g.
Bei der Legung des zweiten Gleises auf der Eisenbahnstrecke Windecken-Hanau soll ein früherer Beschluß der städtischen Körperschaften, Errichtung eines Fußsteges neben der Eisenbahnbrücke über die Kinzig, zur Ausführung kommen. Zunächst soll ein Projekt für den Steg und die Zufuhrstraße ausgearbeitet werden.
Erweiterung des Elektrizitätswerks.
Wie wir früher bereits eingehend berichteten, wird durch den Bau einer elektrischen Straßenbahn auch die Erweiterung des Elektrizitätswerkes notwendig, da der für die Bahn erforderliche Strom durch das Werk in seiner heutigen Einrichtung nicht voll geliefert werden kann. Heute fordert der Magistrat 32 700 Mk. für bauliche Veränderung und Anschaffung einer Pufferbatterie sowie Zustimmung dazu, daß im nächsten Frühjahr eine 500- bezw. 700 pferdige Dampfmaschine aufgestellt und die Direktion des Werks aufgefordert werden soll, detaillierte Vorschläge über die Art dieser maschinellen Einrichtung zu machen.
Der Referent, Stadtv. R o u s s e l l e, weist darauf hin, daß der weitere hinzugezogene Sachverständige, Herr Ingenieur Petersen, der Meinung sek, daß eine sofortige Vergrößerung der Dampfmaschinenanlage des Elektrizitätswerkes in dem geplanten Umfange nicht notwendig wäre. Man könne sich vorläufig helfen, indem man mit der kleinsten der Maschinen eine Dynamomaschine verbindet, die den Strom erzeugt für die elektrische Bahn. Dann blieben die beiden andern Maschinen für den sonstigen Strom und eine Reserve von zirka 200 Kilowatt. Referent hält dies aber nicht für eine wirkliche Reserve, denn wenn an einer der Maschinen dann etwas passiert, dann stehe man vor der Alternative, entweder die Bahn stillstehen oder die private Lichtlieferung einstellen zu müssen. Außerdem ginge dies nur bis zum Jahre 1909 und wegen eines Jahres Aufschub ein Provisorium zu schaffen, halte er nicht für zweckmäßig. Bezüglich der neuaufzustellenden Maschine wird man die Heißdampfeinrichtung vorsehen, die Mehrkosten sind unbedeutend. Die Kesselanlage wird man ausnutzen, solange sie lebensfähig sind, und das dürfte höchstens noch 15 Jahre der Fall sein. Bei einem Neubau der Kessel würde dann eine Heißdampfanlage geschaffen werden.
Stadtv. Kom.-Rat Brüning hält die Beibehaltung der Kessel für durchaus unrationell. Man solle eine Prüfung vornehmen lassen, welche Ersparnisse an Brennmaterial man bei einer Heißdampfanlage erzielen könne. Er glaube, daß durch diese Ersparnisse schon sehr bald die Kosten eines sofortigen Umbaues herausgeschlagen werden.
Stadtv. U t h fragt, ob die jetzt vorhandenen Dampfmaschinen für Heißdampf eingerichtet sind.
Stadtv. Wohlfarth entgegnet, daß diese Einrichtung mit Ausnahme der kleinen Maschine leicht und ohne wesentliche Kosten angebracht werden kann.
Nachdem Vorsteher Kom.-Rat Canthal nochmals darauf hingewiesen, daß die gegebenen Anregungen ohne Zweifel Beachtung finden werden, daß man sich aber auf diese technischen Fragen jetzt nicht festlegen soll, wird die Vorlage in der eingangs erwähnten Form genehmigt.
Zum Brand der Infanteriekaserne.
Die Bemerkung in unserem Berichte über den Kasernenbrand, daß die Schläuche der hiesigen Freiwilligen Feuerwehr nicht an die Hydranten der Kaserne paßten und dadurch eine Verzögerung der Löscharbeiten herbeigeführt wurde, hat den Kommandanten der hiesigen Freiwilligen Feuerwehr zu einer Mitteilung an die städtischen Körperschaften veranlaßt, dahm- gehend, daß er bereits am 27. Mai alle in Betracht kommenden Interessenten, auch das Garnisonkommando, davon verständigt habe, daß eine Aenderung an den Schlauchgewinden vorgenommen wurde. Das Gewinde an den fraglichen Hydranten sei zwar geändert worden, aber nicht genau den Erfordernissen entsprechend. Dient zur Kenntnisnahme.
Feimsprechanschlich Nr. 605. 1907
Rep aratur im Stadtschloß.
Der Magistrat beantragt, den Anstrich im Treppenhaus des linken Flügelbaues im Stadtschloß-Fürstenbau zu erneuern. Stadtv. Kehl hält eine gänzliche Erneuerung nicht für nötig und die verlangten 600 Mk. für viel zu hoch. 100 Mk. genügten vollständig. Er bitte die Sache an den Finanzausschuß zu verweisen. Beigeordneter Hild weist darauf hin, daß auch die Baukommission die gänzliche Erneuerung einstimmig befürwortete. Man solle, wenn man jetzt die beiden Wohnungen neu herrichte, zu denen die Treppe führe, auch dieser die notigen Reparaturen zuteil werden lassen. Da die Wohnnncen bereits am 1. Oktober bezogen werden sollen, bitte er um sofortige Erledigung der Sache. — Die Versammlün- beschließt gegen 10 Stimmen Verweisung an den Finanzaus H
Aufh ebung der Kabel verzinsungSpflicht.
Die beantragte Aufhebung der Verzinsungspflicht der Firma Kreuter bezügl. der Kosten für Legung des Kabels nach dem Hause Bogenstraße 6/8, sowie diejenige der Frau Marg. Schmidt Witwe für das Kabel nach Frankfurterlandstraße 9 und diejenige für das Kabel nach dem Diakonissenhaus wird genehmigt.
Mietvertrag mit Noack.
In den Mietvertrag mit dem Pächter des Marstalles im Stadtschloß ist, wohl aus Versehen, die Bemerkung hineingekommen, daß der Pächter auch für alle Reparaturen in Dach und Fach aufzukommen habe. Da aber nur die Ab« sicht bestand, diesen für diejenigen Reparaturen haftbar zn machen, die eine Folge der Benutzung des Marstalles, der Reitbahn, der Wohnungen usw. ist, hat der Magistrat beschlossen, die Worte „Dach und Fach" zu streichen. Die Versammlung stimmt dem zu.
Wahlen.
In die Stadtschuldeputation wird an Stelle des auSge« schiedenen Herrn Regierungsrats Dr. Wenke Herr Mülle» gewählt, in die Verwaltungskommission der Sammelwasenmeisterei an Stelle desselben Herrn Herr Justizrat Uth. — Für Herrn Freund wird als Ärmenpfleger für Hanau-Keffel- stadt Herr K i t t st e i n e r gewählt. — Weiterhin werden als Armenpfleger gewählt an Stelle des Herrn Eller Herr Heinrich Gertenbach, Leipzigerstraße, und an Stelle deS Herrn Jos. Salwey Herr Wilh. S ch l i n g l o f f, Eber- hardstr. 3. — Die Neuwahl eines Schriftführers der Stadt- verordneten-Versammlung wird ausgesetzt. — Als Mitglied der Stadtverordneten-Versammlung zur Vornahme der Prü* fung der in Kesselstadt bestehenden Kasse wird Herr Stübing gewählt. — Als Beisitzer des Wahlvorstandes für die am 20. u. 21. August stattfindenden K e s s e l st ä d ter Stadtverordneten-Wahlen werden die Herren Baader, Craß, Spatz, Stübing, als Stellvertreter die Herren Kehl, Beyer, Förster, Bonn gewählt. — In den Ausschuß zur Wahl von Schöffen und Geschworenen wird neugewählt Herr Craß.
Verlegung der kaufmännischen Fortbildungsschule.
Die Verlegung der Schule in die in der alten Zeichen, akademie verfügbaren Räume wird genehmigt.
Die zur Herrichtung der Klasseuräume, insbesondere zur Schaffung je eines Zimmers für den Direktor und die Lehrer durch Teilung des Lesezimmers erforderlichen Kosten im Betrage von 875 Mark werden aus A. 0. V 3a für 1907 bewilligt.
Die Begründung der Vorlage lautet; Die Verlegung der kaufmännischen Fortbildungsschule aus den jetzigen Räumen ist aus folgenden Gründen notwendig: 1. genügt die Zahl der Räume nicht mehr, 2. sind die vorhandenen Räume selbst unzureichend. Vorhanden sind in dem Gebäude 4 Klassenzimmer (zwei kleine und zwei größere) em Lehrerzimmer und ein Raum für den Direktor.
Nach einem Beschluß des Kuratoriums der kaufm. Fortbildungsschule beginnt der Unterricht der L und 2. Klass« um 7 bezw. 7^9 Uhr. Da auch der englische Unterricht auf diese Zeit verlegt werden mußte, so macht sich der Mangel eines 5. Raumes sehr fühlbar. Englische Parallelklassen sind überhaupt nicht unterzubringen. In diesem 5. Raum müßten auch die 4 Schreibmaschinen aufgestellt werden, während sie jetzt im Lehrerzimmer stehen und dort durch ihr ununterbrochenes Geklapper die Arbeit fast unmöglich machen und die Lehrer deshalb auch zumeist auf das Direktorzimmer angewiesen sind.
Die beiden Vorderzimmer fassen 30, die beiden Hinterzimmer 20—26 Schüler. Eine höhere Frequenz macht unbedingt Teilungen nötig. Jede Teilung aber erfordert weitere»