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Erstes BKA

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virELHelich 1,80 Mk., monaNich 60 ^3., für au*, wattige Stbonnenten mit dem betreffenden Postaufschla-,

Die einzelne Nummer kostet 10 Pf^

«otatioobdrtlck und Berlag der Buchdruck««m* verein.

General-Avzcigcr

Amtlicher ®rgau für Stabt nab Landkreis Sana«.

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Die fünf gespaltene Peutzeil« oder deren Naum U- ^^ « Reklamen teil bu Zell« Wz,

«. Waisenhaus«» in Hanau.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

Bermrtworü. Redakteur: G. Schrecker tu Hauen»

^L 25 Fernsprechanschlich Nr. 605»

Amtliches

Stadtkreis F)anau, Attsschreiben.

Am Abend des 26. Januar ist der Kriminals (hltft- Iltantt Trott in der hiesigen Herbergezur Heimat" durch 'inen Revoloerschuß schwer verletzt worden. Der Täter ist der

Heizer Wilhelm Flandergan

geb. am 30.12. 1877 zuCöln, 180 ein groß, blonde Haare und blonder starker Schnurrbart. In seiner Begleitung befand sich der

Metzger Karl Hnber

geb. io. 11. 1881 zu Trippstadt bei Kaiserslautern, 160 cm groß.

Die Genannten stehen im dringenden Verdacht, mehrere hier und in der Umgegend vorgekommene Einbruchsdiebstähle verübt zu haben.

Flandergan trug am 26. Januar Metzgerkappe, braun gestrickte Metzgerjacke mit weißen Hornknöpfen, Huber grauen Anzug, braune gestrickte Metzgerjacke mit weißen Hornknöpfen.

Sie haben vermutlich die Kleidung inzwischen gewechselt. Bei einem hierher mitgeteilten (in der Nacht vom 26. zum 27. Januars vorgekommenen Einbruchsdiebstahl, der möglicher­weise von den Genannten ausgeführt worden ist, sind folgende Gegenstände gestohlen worden:

ein dunkelgrauer Ueberzieher, weiß gesprenkelt mit schwarzem Seidenfutter, ein weißes Taschentuch gez. F. W., 2 Paar braune Glacehandschuhe, ein Schlafwagenbillet Berlin- München ; ferner ein Havelock aus grauem Stoff, am Aufhänger ist die Firma Schulze-München, bezeichnet; ein brauner weicher und ein schwarzer steifer Filzhut, letzterer gezeichnet mit der Firma Seidel-München, ein braun­ledernes Portomonnaie mit 18 Mk. Inhalt und eine alte silberne Zylinderuhr mit römischen Ziffern, ohne Sekun­denzeiger.

Auf die Ergreifung des Flaudergau ist von dem Herrn Regierungs-Präsidenten in Cassel eine Belohnung von

300 Maâ ausgesetzt.

Es wird um Nachforschung und Festnahme der Täter, fowie um telegraphische Benachrichtigung der unterzeichneten Polizei-Direktion ersucht.

Hanau den 29. Januar 1906.

Königliche Polizei-Direktion, v. Beckerath.

Aufgebot.

Dit Witwe des Holzhändlers Georg Seifert, Helene geb. Wotke, von Hanau hat das Aufgebot des angeblich verloren gegangenen Hypothenbriefs vom 21. April 1875 beantragt, Ler über die im Grundbuche von Hanau Artikel 225 Abt. III Nr. 2 auf dem Hausgrundstück Krämerstraße Nr. 18 der Eheleute Tapezierer Wilhelm Schlingloff und Johanna geb. van der Fink ursprünglich für den Privatier Wilhelm Heinrich Hubert Laufs, sodann für die Ehefrau des Kaufmanns Johann Heinrich Ludwig Schroter, Johanna Marie geb. Wörner und die Ehefrau des Kaufmanns Georg Wagner, Johanna Pauline Hedwig Auguste geb. Wörner, je zur Hälfte, und zuletzt für den Holzhändler Georg Seifert (auch Seiffert geschrieben) in Hanau auf Grund des Kauf­vertrags vom " 14. April 1875 eingetragene Kaufgeldrest- hypothek von 30000 Mk., verzinslich früher zu 5°/o, zuletzt zu 41/*°/o, gebildet ist.

Der Inhaber der Urkunde wird aufgefordert, spätestens in dem auf

den 21. August 1906, vormittags 11 Uhr, jior dem unterzeichneten Gericht anberaumten Aufgebotstermine seine Rechte anzumelden und die Urfunbe vorzulegen, widrigen­falls die Kraftloserklärung der Urkunde erfolgen wird.

Hanau den 16. Januar 1906.

Königliches Amtsgericht 2. 2198

Stadtkreis Hanau. Bekanntmachung.

Auf Grund der Nachtragsstatuten der kaufmännischen und der gewerblichen Fortbildungsschule hat der Magistrat, die Stundenpläne dieser beiden Schulen für das Winterhalbjahr 1905/1906 festgesetzt.

Dienstag den 30. Januar

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Innerhalb einer Woche liegen dieselben zu jedermanns Einsicht auf dem Stadtsekretariat offen.

Hanau den 25. Januar 1906.

Der Magistrat.

I. A.: Dr. Koppen. 2189

Holzverkauf.

Montag den 5. Februar 1906, von morgens 9 Uhr ab, kommen im Kaiserhof (Lamboystraße) zu Hanau aus dem Distrikt 16Große Horst" zur Ver­steigerung :

i. Nutzholz: 8 rm Eschen Nutzscheit 2. Kl. und 26 rm Erlen Nutzscheit 2. Kl.,

2. Brennholz: Eichen: 127 rm Scheitholz, 55 rm Astknüppel, 95 rm Stockholz, 1618 Wellen Reis 3. Kl.,

Eschen und Nüstern: 122 rm Scheitholz, 96 rm Astknüppel, 136 rm Stockholz, 3550 Wellen

Reis 3. Kl.,

Erlen und Linden: 88 rm Scheitholz, 122 rm Stamm- knüppel, 134 rm Stockholz, 3930 Wellen Reis

3. Kl.

Die Zahlung des Holzkaufgelbes kann am Schluß des Termins erfolgen, wenn der Herr Forstkassen-Rendaüt an­wesend ist.

Königliche Oberförsterei Hanau. 2154

Gefundene nnd verlorene Gegenstände re.

Gefunden: 1 goldene Damenuhr mit Kette Nr. 137739 V 12, 1 brauner Pelz mit Köpfchen, 1 Pfandschein Nr. 4349, ausgestellt von dem Leihbauk-Ugeuten Grimm, 1 kleines schwarzes Portemonnaie mit 20 Pfg. Inhalt, 1 grauer Pelzkragen, 1 silberne Herrenuhr mit Kette.

Verloren: 1 Portemonnaie (Inhalt 3 Mk. und eine Rückfahrkarte BruchköbelHanau)-, 3 Lose der Preußischen Klassenlotterie Nr. 179637, 206761 und 222073.

Entlaufen: 1 weißer Foxterrier, auf dem Schwanz ein schwarzer Fleck, m. Geschl.

Hanau den 30. Januar 1906.

Hus Hanau Stadt und Eand,

Hanau, 30. Januar.

* Fernsprechverkehr. Der hiesige Sprechverkehr ist auf Tangerhütte ausgedehnt worden.

Bibelstunde. Heute abend 81/* Uhr findet Bibel­stunde im evangel. Vereinshause statt, gehalten von Herrn Pfarrer Fuchs.

* Marienkirchenchor. Die Probe des Marien­kirchenchores fällt in dieser Woche aus und wird dafür nächsten Montag abgehalten. (Siehe Inserat).

* Eine Belohnung von 300 Mark hat der Herr Regierungspräsident in Cassel für die Ergreifung des Heizers Wilhelm Flaudergau aus Köln, der am Freitag nachmittags in derHerberge zur Heimat" den Kriminalschutzmann Trott durch einen Revolverschuß schwer verletzte, ausgesetzt. Näheres ist aus dem im amtlichen Teile veröffentlichen Ausschreiben der Königs. Polizeidirektion zu ersehen.

* Ein Buch über die Kriegervereine. Die Kriegervereine sind im Lause der Jahre zu einer immer größeren Bedeutung gelangt. Der Kyffhänier-Bund umfaßt in seinen 27 Landesverbänden rund 26 000 Vereine mit fast 2Millionen Mitgliedern. Leider ist die Kenntnis von dem Kriegervereinswesen nicht so tief ins deutsche Volk ge­drungen, wie es zu wünschen wäre. Die Schuld liegt zum großen Teil daran, daß es an einem eingehenden, leicht ver­ständlichen und dabei billigen Werke über die Kriegervereine fehlte. Diese Lücke ist nach jeder Richtung hin ausgefüllt durch das soeben herausgegebene Handbuch für die Kriegervereine des Preußischen Landes- Krieg e r v e r b a n d e s , das vom Bureau des Deutschen KriegerbundeS, Berlin W. 62, Kurfürstenstr. 97, für 2.20 Mk. zu beziehen ist. Auf mehr als 160 Seiten hat der Verfasser, Geheimrat Professor Dr. Westphal, der seit vielen Jahren an hervorragender Stelle im deutschen Kriegervereins- wesen wirkt, in gedrängter Form und leichtfaßlich alles das einheitlich dargestellt, was über die Kriegervereine zu wissen nötig ist. Das Handbuch gibt auf Grund von amtlichen Quellen u. a. Aufschluß über die deutschen Kriegervereine, ihre Entstehung und ihre Zwecke, die Bildung eines Krieger- vereins, die Leitung eines KriegervereinS, das äußere Auf- treten der Vereine, die Organisation des deutschen Krieger-

Fernsprechanschlntz Nr. 605. 1906

vereinswesens, seine Preß- und seine Unterstützungstätigkeit, den Dienstverkebr innerhalb des Preußischen Landes-Krieger- verbandes, die Beziehung zu den Behörden und die Mitglieder der Kriegervereine als Staatsbürger u. s. w. Schon diese Uebersicht läßt die Fülle des Inhalts ahnen. Es gibt wohl kaum eine auf das Kriegervereinswesen bezügliche Frage, die hier nicht erörtert wäre. Das Handbuch interessiert deshalb nicht nur die Vereine des Preußischen Landes- Kriegerverbandes, sondern hat denselben Wert für die übrigen Landesverbände des Kyffhäuser-Bundes. Das Handbuch ist ein treuer Ratgeber in allen Kriegervereinsangelegenheiten, der nie versagt. Auch denen, die dem Kriegervereinswesen fernstehen und ein anschauliches Bild von dem Wesen und Wirken dieser wichtigsten staatserhaltenden Organisation im Deutschen Reiche gewinnen möchten, sei das Handbuch warm empfohlen.

* Mariauische Inngfrauenkongregation. Bei vollständig ausverkauftcm Hause beging die Marianische Jung- frauenkongregation Sonntag den 28. d. Mts. in den Sälen derCentralhalle" die weltliche Feier ihres 21. Stiftungs­festes. Und in der Tat, die musikalisch - theatralische Abeird- Unterhaltung verdiente einen solchen Zuspruch. In ihrem ersten Teile wurde uns in einem Schauspiel dir hl. Elisabeth von Thüringen vorgeführt, jene edle Fürstin, die heute noch als Mutter der Armen gepriesen wird. Die Spielerinnen und Spieler entledigten sich ihrer Aufgabe in geschickter, zum Teil in meisterhafter Weise, sodaß der Beifall der Festver­sammlung ein wohlverdienter war. Auch die beiden Lust­spiele des heiteren Teiles und die beiden Duette verdienten alles Lob. Nicht minder sei auch der Stadtkapelle, welche die Pausen mit ihren Weisen ausfüllte, anerkennend gedacht. Möge die Marianüche Kongregation, über deren hohe Aufgaben der jetzige Präses Herr Dechant Schlitt in seiner Begrüßungsrede ernste Worte sprach, auch in Zukunft weiter blühen und sich der Anerkennung und Liebe weiter steife auch fürderhin erfreuen! Mittwoch den 31. d. M., abends */i8 Uhr, wird die Aberdunterhaltung zum Best« der Barmherzigen Schwestern wiederholt. Wer sich einige frohe Stunden bereiten und zugleich einem guten Zwecke dienen will, dem sei ein Besuch der Abendunterhaltung empfohlen und wir wünschen auch am Mittwoch der Kon­gregation ein volles Haus. Eintrittskarten (Reservierter Platz 1.25 Mk., Saalplatz 75 Pfg.) sind im katholischen Pfarrhause und in der Zigarrenhandlung von Kollmann (Hammerstraße) zu haben.

* Turnerisches aus dem Mittelrheinkreise. In der am 28. Januar in Rüdesheim stattgehabten Sitzung des geschäftsführenden Ausschusses des M i t t e l r h e i n k r r i s e s, in der sämtliche Mitglieder des­selben anwesend waren, wurde zuerst der Arbeitsplan für das Jahr 1906 und zwar folgendermaßen festgestellt: Am 4. Februar Sitzung des Turnausschusses in Laubenheim, am 18. März Krcisvoriechterschulc in Hanau im Haus der Turngemeinde, am 8. April Sitzung des geschäftsführenden Ausschusses mit dem Festausschuß in Hanau, am 28. April Sitzung des Kreisausschusses, am 29. April Kreisturniag, beides in Ellville, am 20. Mai erste Kreisvorturnerstunde in Bockenheim, am 15. oder 22. Juli Kreisturn- fest in Hanau, am 23. September zweite Kreisvorrurn er­stünde in Butzbach. Dem Kassenbericht, erstattet vom Kreis- geschänsfübrer Kaminsky, entnehmen wir, daß die Einnahme 8334.88 M., die Ausgabe 8303.05 M. beträgt. Aus der Rothermelstiftung, die eine Einnahme von 3428.11 M. auf­weist, wurden 800 M. Unterstützung zu Turnhallebauten an 4 Vereine gegeben. Aus der Kasft zur Ausbildung von Turnwarten und Vorturnern mit 951.89 M. Einnahmen wurden die Kosten des ersten Vorturnerkursus im letzten Frühjahr mit 537.96 M. bestritten. Der Barvorrat der drei Kassen beiragt noch 3073.87 M. Der neue Voran­schlag schließt mit rund 8000 M. in Einnahme und Aus­gabe ab. Für Unlerstützung zu Turnhallebauten werden 500 M. eingestellt. Verschiedene Neugründungen von Gauen, deren Aufnahme aber abgelehnt wird, sowie Grenzstreitig- Diten zwischen anderen Gauen geben Veranlassung, daß folgender Antrag auf die Tagesordnung des nächsten KreiS- turntages kommen soll: Alle Vereine, dir innerhalb der genau" festzusetzenden geographischen Grenzen eines Gaues liegen, müssen diesem angchören. Außerdem soll beantragt werden, die für zwei Jahre provisorisch geschaffene Stelle eines neuen Mitgliedes des geschäftsführenden Ausschusses, dem besonders die Werbearbeit in der Presse zufällt, und das auck mit der Redaktion der neu zu gründenden Kreis­zeitung betraut werden soll, in eine definitive umzuwandrln, da jetzt schon der Wert derselben erkennbar sei. Zum Schluß stimmt der Ausschuß den Ausführungen des zweiten Kreis-