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Bt|«g8»rtfet virrtMLHrüch 1,80 MI., monatlich 60 Bf«., Er ««> »««»8* Bbonnenten mit bem beireiiendni Postausjcht-G, Di« euijelae Stumm« lotza 10 Ps»

XetationlbrutT und Beriafl ber Buchdruck«« M smi»

Gcncral-Anzeigcr

Amllichcs CkM für Stabb nnb faubkrtig ganan.

n. Baifenbaufel in Hanau.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

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BersntwertL Redakteur: S. Scheck«« in H«u»

9?L 74 Fernfprcchanschlntz Nr. 605»

Amtliches.

Eandhreis Hanau« BckMtmaâNgeil des Königlichen LMratsmts.

Bekanntmachung.

ES wird darauf aufmerksam gemacht, daß Wartegelder, Pensionen, Witwen- und Waisengelder und Witwen- und Waisenrenten, sowie Wiiwenvensionen und im voraus zahl­bare Unterstützungen und Erziehungsbeihilfen bis zum Monats- berrage von 800 Mk. innerhalb des Deutschen Reiches im Wege des Postanweisungsverkehrs ohne Monatsquittungen bezogen werden können, sofern die Zahlung an die Bezugs­berechtigten selbst nicht an einen dritten (Vormund, Pfleger, Bevollmächtigten) zu erfolgen hat.

Bei Waisengeldern gilt hierbei die witwengeldberechtigte Mutter alS bezugsberechtigt.

Die Zusendung erfolgt nur auf schriftlichen Antrag des Berechtigten. Formulare zu diesen Anträgen werden bei den zahlenden Kasien unentgeltlich verabfolgt.

Cassel den 12. Juli 1904.

Königliche Regierung.

K1458 Mejer.

Vorstehende Bekanntmachung wird von neuem ver­öffentlicht.

Hanau den 26. März 1906.

Der Königliche Landrat.

V 1927 I. V.: Eonrad, Kreissekretär.

....... '

Kanfmünnilche FortbildiingslAIe.

Nnmeldttttpen für das Schuljahr 1905/06 werden in der Zeit vom 2.-6. Slpril täglich von 11^131/* Uhr vormittags im Sckullokale, Leipzigerstraß 9, ent- gegengenommen. Das letzte Schulzeugnis ist vorzulegen.

Verpflichtet zum Besuche der kaufmännischen Fortbildungs­schule sind alle im Bezirke der Stadt Hanau in Handels­geschäften beschäftigten Gehilsen und Lehrlinge, die das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben; ausgenommen sind diejenigen, welche den Besitz des Zeugnisses über die wissen­schaftliche Befähigung für den Einjährig-Freiwilligen-Dienst Nachweisen.

Kaufm. Gehülfen und Lehrlinge, welche zum Besuche der kaufm. Fortbildlingsschule nicht verpflichtet sind/ können gegen Zahlung des festgesetzten Schulgeldes zur Teilnahme am Unterricht vom" Kuratorium 'zugelassen werden.

Das nene Schuljahr beginnt Montag den 23. April, früh 7 Nbr.

Hanau den 28. März 1906.

Der Direktor der kaunn. Fortbildungsschule.

Pfeifer. 6780

Hus Hanau Stadt und Eand«

.0anan, 28. März.

* Kirchliches. Heute abend 8 Uhr findet der PassionS- gottesdienst in der Johanniskirche statt, gehalten von Herrn Pfarrer Bär.

* Personalien. Zum Führer der beim 10. Armee­korps (Munster) aziszusiellenden Kavalleriediviston E ist der Generalleutnant v. Festenberg-Packi'ch, Kommandeur der 21. Kavalleritbrigade, in Aussicht genommen.

8 Postalisches. Eine dankenswerte Neuerung hat die Reichspostverwaltung getroffen, indem sie den neuen Post- anweifungsformularen auf dem Abschnitt einen veränderten Vordruck gibt. Um auf der Vorderseite des Postanweisungs- abschnities einen größeren Raum für Mitteilungen zu ge­winnen, sind einige entbehrliche Worte weggelassen. Die jetzigen Angaben auf dem Abschnitt lauten: ......Mk. . ... Pf. eingezahlt am.....von....." Dadurch wird erreicht, daß möglichst alle schristliche Mitteilungen auf die Vorderseite zu stehen kommen, was für das Kopieren ber- Postanweisungen von schätzbarem Vorteile sein dürfte.

* Die Kahlgritndeisenbal «-Aktiengesellschaft, die neben der Kleinbahn Kahl-Schöllkrippen auch einen Ring­ofen und einen Steinbruch besitzt, schlägt wie im Vorjahre 7*/i pCt. Dividende vor.

* Fayencen. Unter den vom Königl. Museum zu Cassel erworbenen vielen Fayencen befinden sich laut Jahres bericht auch zwei besonders wichtige Stücke: ein großer Teller »op 1684 und ein Krug von 1682, beide mit dem Hanauer

Mittwoch den 28. März

Wappen in Blau dekoriert und zweifellos von der 1666 eingerichteten Hanauer Fayencesabrik, der ältesten in Deutsch­land, in den Haushalt des regierenden Grafen Friedrich Casimir geliefert.

* Knnstnotkz. Der Kunstsalon von Keller & Reiner eröffnet am 8. April im neuen Festsaale des Frankfurter Ralbaussaales eine große Konstantin Meunier Gedächtnis- Ausstellung. Dieselbe umfaßt das gesamte Lebenswerk des berühmten belgischen Bildhauers, d. h. nicht allein mehrere 100 Plastiken und Gemälde, sondern auch das große Monu­ment der Arbeit. Die Veranstaltung, welche in gleicher Weise im Januar in der Königlichen Akademie der Künste zu Berlin durch die genannte Berliner Kunstsirma gezeigt wurde, ist seiner Zeit von zirka 60 000 Personen besucht worden.

HK. Neuer Zitfl. Auf Antrag der hiesigen Handels­kammer wird vom 1. Mai d. J. ab ein neuer Zug auf der Strecke Bebra-Franksiirt eingelegt, welcher um 10.27 Uhr aus Bebra fährt, um 3.30 in grau Furt eintrifft und auf allen dazwischen liegenden Stationen anhält.

* Stadttheater. Die heutigen nochmaligen Gastspiele von Frau H a u s e r - G u a si a l a und Frl. R a a t h e n bezwecken einen Ausgleich für die geraden Nummern deS Abonnements, da beide Damen schon in der anderen Abon- nementshälste ausgetreten sind. Auf die zum eisten mal von Frau Hauser gesungene Koloratur-Arie ausS t r a d el l a" sei bewnders hingewieien. Das Blumenthal'sche Lustspiel Das zweite Gesicht", mit Frl. Raathen in der Rolle der ,Kitty", dürste einen schönen Abschluß der Abonne­ments-- ellungen bilden. Die Neueinstudierung erfolgte durch Sxmi Ober-Regisseur Steger, dem überdies mit bem, Mra s Menger s eine bedeutende und künstlerische Aufgabe zu teil geworden ist.Gräfin Charlotte Mengers" ist die Abschiedsrollt von Frl. Behrens, deren Individuali­tät sich ganz besonders für diese Art von Salonbamen eignet.

* Liederabend. Wenn wir vor kurzem Gelegenheit nahmen, an dieser Stelle auf den am 31. März in dem Saale derCentralhalle" stattsindenden Liederabend des Gesana- vereinsTonblüthe" hinzuweisen, so sind wir heute in der Lage, auf das vor uns liegende fertiggestellte Programm näher eingehen zu können und müssen wir dasselbe als ein in allen Teilen fein gewähltes bezeichnen, welches auf einen genußreichen Abend schließen läßt. Von größeren Chören interessieren zunächst:Weihe des Gesanges" von Mozart undHymnus an die Tonkunst" von Rheinberger. beide mit Orchesterbkgleitung, sowieMondnacht am Rhein" von Parlow. Außerdem sind mehrere sehr schöne und gut an­sprechende Volks- und volkstümliche Lieder verzeichnet z. B. An einem Bächlein" von Waelraut,Minnelied" von Zander,Lebewohl" von Silcher,Mohnblümchen" von Baldamus undMutterherz" von Kettenhostn. Ein be­sonderes Interesse für denTonblüthe" -Liederabend dürste noch die gütige Mitwirkung der Konzertsängerin Frl. Anni Bremer aus Berlin erwecken. Da diese geschätzte Sängerin schon des Festeren in größeren Städten mst großem Enolg aufgetreten ist, so steht zu erwarten, daß Frl. Bremer auch bei ihrem erstmaligen Anstreten in Hanau Proben ihres besten Könnens ablegen wird. Es gelangen seitens Frl. Bremer zum Vortrag als erste Nummer: a)Frühlings- glaube" von Schubert, b)Das Mädchen und der Schmetter­ling" von d'Albert, c)Norwegisches Hirtenlied", Volksweise. Als zweite Nummer: a)Mein Schätzerin" von Neger, blDer Zeitig" von Wittich und e)Phyllis und die Mutter", Volksweise. Auch finden wir unseren heimischen, beliebten und immer sehr gern gehörten Rezitator Herrn Jean Bock (Mitzzlied des GesangvereinsTonblüthe") mit einigen Rezitationen auf dem Programm verzeichnet. Nicht minder gewählt ist auch der musikalische Teil, welcher durch unsere Infanterie-Kapelle unter persönlicher Leitung des Königl. Musikdirigenten Herrn Schmidt seine Aus­führung findet, indem Piecen ganz bedeutender Meister ver­zeichnet sind und wird gen. Kapelle, deren vorzügliche Leistungen hinlänglich bekannt sind, alles aufbieten, um den gestellten Anforderungen in vollstem Maße gerecht zu werden. U. a. sind in berA musikalischen Teil auch unsere heimischen Künstler, Herr Ad. Stübing und Herr K. Fr. Appel, vertreten. Unter der persönlichen Leitung des Herrn Ad. Stübing gelangtSchneewittchen", sinfonische Dichtung für großes Orchester, zur Aufführung. Herr Appel ist mit der KompositionFest-Marsch" verzeichnet. Nach Vorstehendem zu schließen, verspricht der Liederabend derTonblüthe" in jeder Beziehung ein sehr genußreicher zu werden. Möge es darum an dein nötigen Besuch nicht fehlen und ein dank­bares Publikum für diese schönen Darbietungen durch ein volles HauS quittieren.

* Klassisches Konzert. Wie aus bem gestrigen Jn- Hatemeste n sichtlich, findet morgen Donnerstag, abends 8 Uhr, imDeutschen Haus" ein klaisiiches Konzert statt. Die Kapelle, nur aus Vsttuojen bestehend, komernette in Frank­

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furt längere Zeit und erwarb sich dort große Deliebthe^ Ein Besuch ist jedenfalls zu emp?eMen schon mit Rücksicht au die Mitwirkung deS berühmten Violinvirtuosen Jan Knbeljl Die zur WuFübrunq kommenden Swcke, wie die große Stolm» Fantasie von Beriot, daS Fis-moll-Konzert für Klavier von Mendelssohn - Bartholdy, die große Bravour - Fantasie über Karneval von Venedig für Flöte und daS große schwere Orchestersinck, die 2. ungarische Rapsodie von Franz LiSzt, wurden bisher von einem so Heinen Orchester (5 Herren) noch nie gegeben. Die Kavelle ist in Dem'ch'and neu und ohne Konkurrenz, ihr Bild hängt im Schaufenster der Koll« mannichen Zigarrenhandliina, Homw-»straße.

* Ne^lmentsjnbisättM. Der anläßlich ber 25jäht. Jubiläumsfeier des Infanterie-Regiments Nr. 97 von ehe- ma'igen Kameraden und Freunden gestiftete silberne Schelfen» baum ist heute und morgen in dem Kunstschaufenster der Fr. König'schen Hosbuchhand'ung ausgestellt.

* Durnflescllschast. Die Vorarbeiten zur Söjâhrigtb Jubiläumsfeier der Tnriigefellschaft sind im großen ganzen beendet. Danach wird morgenS an der Vorfeier der Gesang­vereinTonl'lluhc" mitwirken und die saupFeier am Abend durch turnerische und theatralstche Aufführungen verschönt werden. Auch im übrigen ist das Programm gut gewählt.

* Jm Zooloaischcn Gaitcn zu Franffurt a. M. ist am nächsten Sonntag der Eintrittspreis bis 1 Uhr auf 30 Pfg. (Kinder 20 Pfg.) und für das Aquarium mit Revtilienfaal auf 20 Pfg. für alle ermäßigt. Um 1 Uhr wird der Garten für die Dormittagshcsuchrr geschlossen und von da an kostet es 1 Mk. (Kinder 50 Pfg.) für den Garten und 50 Pfg. (Kinder 20 Pfg.) für dns Aquarium.

* Acylcreiprozcs;. Gegen den der Hehl-rei ange» klagten AlMudjer Schönfeld wird am 9. April vor der hiesigen Strafkammer verhandelt.

* b'èn Kapktalisi. Dw Arbeiter Fernkorn von Offenbach machte vor einigen Jahren eine kleine Erbschaft, die er in Gesellschaft guter Freunde bald verjubelte. Da er erzählte, das seien nur die Zinsen seines KavitalS, kam er in den Nimbus eines Kapitalisten, den er zu seinem Vorteil auSzu- beiiien wußte. Im Sep'ember 1904 war er in Wachmbuchen an der ^Dreschmaschine beschäftigt und veranstaltete dort unter Hinweis auf die am 1. Oktober fälligen Zinsen große Zech­gelage. Der Wirt gab demreichen Manne" gerne Kredit und an dem großen Tage auch noch einen Rock nebst Kragen und Krava te, damit er standeSg'mäß aufireten konnte. Vor dem Gerichtsgebäude in Frankfurt erbat er sich von einem seiner Besteller die offenbar in Erwirkung groß-r Z'chfreuden mitgefahren waren, noch 3.50 Mark zur Bestreitung der Gebühren für die Anweisung an die Bank. Nachdem er seinen Freunden noch daS Fenster g-zeigt, hinter dem ber große Akt vor sich gehe, bezab er sich ins HauS und die. Znrück- bleibend-n beobachteten in froher Erwartung daS bedeutungs­volle Fenster. Die Zeit oerging, aber Feinkorn kam nicht wieder und dicKefopp^en mußten, nachdem sie sich im Haus erkundigt, betrübten Herzens von bannen ziehen. Der Schwindler hatte das Gebäude sofort durch eine Hintertür v-rlassen und konnte erst jetzt ermittelt werden. Mit drei Monaten Gefängnis, die ihm gestern das Schöffengericht dik­tierte und die er sofort antrat, muß er seine Streiche büßen.

Hk. Bcstkmmirnflcn über den ^einaeyalt und dre Stcmpclunfl von Gold- «nd Silber tonten. Ein am «1. April d. J. in Kraft tretendes Gesetz, betreffend die Einführung einer Kontrolle des Feingehalts von Gegen­ständen aus Edelmetallen, vom 13./26. Februar d. J. ent­hält u. a. folgende Bestimmungen. Alle Gegenstände aus Gold ober Silber, die in Rumänien hergestellt ober vom Auslande dorthin eingeführt werden, unterliegen hinsichtlich ihres Feingehalts der Zaallichen Kontrolle. Nachstehende Feingehalte sind zulässig:

a) für Gegenstände aus Gold: erster Feingehalt . . 900 Tausendtell» zweiter . . 850 , dritter , . . 750 , vierter , . . 583 , fünfter . . 500 , b) für Gegenstände auS Silber: erster Feingehalt . . 950 Tausendteil« zweiter . . 800 , dritter . . 750

Der fünfte Feingehalt bei Goldwaren ist nur zulässig für Heiligenbilder, Teile von Schirmen und Stöcken und für Ziselierarbeiten im Gewichte von wenigstens */« kg. Gegen­stände mit einem anderen als dem obigen Feingehalt, der aber nicht unter daS gesetzlich festgesetzte Minimum herab- gehen darf, werden mit dem unmittelbar niedrigeren gesetz­lichen FemLehaU bezeichnet. Alle in Rumänien hrrLesteüttu