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Anzeiger

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viertüiSH-ckich 1,80 Mk., monatlich 60 F"- für> pärti^ Kbonnenten mit bett betreReabw Prst^'^ssch!^ Die einzelne Siumreie kostet 10 Pfg.

CV. rSaismhMsT? in Hanau.

Grilttal-Anzeiger

(Amtliches GkM fit Stabt- Mb Landkreis Kana«.

. Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

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Berrntworü. Rüxiktem: ®. Schrecker t» («atm.

Nr. 277 Ferttspr-chanschluf; Nr. 605

Dienstag den 27, November

^ernfprechanschluß Nr. 605, 1906

Amtliches.

Stadt- und Eandkreis Ranau.

Am Donnerstag den 29. d. Mts., von 12 bis 1 Uhr mittags, wirb der Königliche Gewerbe-Inspektor aus Fulda in einem Zimmer des hiesigen Standesamts im Altstädter Schloß den Arbeitgebern und Arbeitern Gelegen­heit zu Besprechungen geben.

Hanau den 26. November 1906.

Der Königliche Landrat und Polizei-Direktor.

P 10073 v. Beckerath.

Stadtkreis Hanau. Bekmmtnmchrmg.

Unter Bezugnahme auf § 10 des OrtSstatuis betr. das Gewerbegericht in Hanau wird hierdurch nachstehend das Er­gebnis der am 17. November d. Js. ftattgcfundenen Wahl der Beisitzer und Ersatzbeisitzer des Gewerbegerichts mit dem Bemerken veröffentlicht, daß Beschwerden gegen die Gültig­keit der Wahl nach § 17 des Gesetzes vom 29. September 1901 betr. die Gewerbegerichte, innerhalb eines Monats nach der Wahl bei uns anzubringen sind.

Es sind gewählt:

a) von Seiten der Arbeitgeber:

1. als Beisitzer:

1. Hoppe, Theodor, Restaurateur,

2. ganger, Peter, Bäckermeister,

3. S ch ä d e I,. Karl, Fabrikant,

4. Wirth, Jakob, Bauunternehmer,

5. Zilg, Adam Joseph, Hofschlossermeister,

6. Z immrrman n, Ernst, Fabrikant.

2. Als Ersatzbeisitzer:

1. D ein es, Heinrich, Fabrikant,

2. Eller, Konrad, Dachdeckermeister,

3. Glaser, Karl, Fabrikant,

4. K n e l l, Christian, Fabrikant,

5. Schulz, Hermann, Friseur,

6. Thorn, Karl, Zimmcrmeister.

b) Von Seiten der Arbeitnehmer:

1. Als Beisitzer:

1. Aukam m, August, Goldschmied,

2. Bock, Georg, Goldschmied,

3. Glund, Heinrich, Zimmermann,

4. Lamm, Jakob, Tabakarbcitcr,

5. Rasch, Jean, Lithograph, "

6. Schabl, Joseph, Holzarbeiter.

2. als Ersatzbeisitzer:

1. Greß, Jean, Zimmermann,

2, Hau, Gustav, Spengler,

3/ Herbert, Louis, Tabakarbeiter,

4. Stimmer er, Johann, Weißbinder,

5. Löffert, Ludwig, Silberschmied,

6. Zeller, Karl, Holzarbeiter.

Hanau den 24. November 1906.

Der Magistrat.

Bode. 25403

Bekanntmachung.

Nachdem der Fluchtlinienplan für einen Teil der Straße Nr. 52, zwischen Hainstraße, Rückertstraße, Kinzig und dem Körner'schen Grundstück Parzelle Flur Nr. ZZ 357/64, durch Beschluß vom 13. d. Mts. förmlich festgestellt worden ist, wird er auf Grund des § 8 des Gesetzes vom 2. Juli 1875 »on nun an im Rathause Zimmer Nr. 21 während der Ge­schäftsstunden zu jedermanns Einsicht offen gelegt.

Hanau den 22. November 1906.

Der Magistrat.

Dr. G c b e s ch u s. 25356

Am Mittwoch den 20. November 1906, vormittags von 10 Uhr ab, findet im unteren SitzungSsaale des Neu­städter Rathauses, Zimmer Nr. 1, öffentliche Sitzung des Gewerbegerichts statt, in welcher Parteien etwaige Streitigkeiten, Klagen rc. zur Schlichtung anbringen können.

Hanau den 23. November 1906,

Der Vorsitzende des Gewerbegerichts.

I. V.: Dr. Koppe n. 25355

Zwangsversteigerung.

Im Wege der Zwangsvollstreckung sollen die in der Ge­markung Hanau belegenen, im Grundbuche von Hanau Ar­tikel 1813, Abt. I Nr. 31, 93, 94, 132, 163 zur Zeit der Eintragung des Versteigerungsvermerkes auf den Namen der Firma I. C. Jäger imd I. M. Rumpf zu Hanau eingetragenen Grundstücke:

Krtbl. 88 Parz. Nr. 37 26 ar 57 qm Acker auf der Rückinger Straße,

Reinertrag 5,61 Mk. Krtbl. V Parz. Nr. 92/31 = 10 ar 58 qm Acker, die

Rohrgewann,

Reinertrag = 5,61 Mk. Krtbl. V Parz. Nr. 90/29 = 9 ar 71 qm Acker, die Rohrgewann,

Reinertrag 5,13 Mk. Krtbl. 88 Parz. Nr. 13 = 67 ar 86 qm Acker auf der

Ruhbank,

Reinertrag 16,74 Mk. Krtbl. VV Parz. Nr. 56 = 22 ar 67 qm Acker im Venussee,

Reinertrag 7,98 Mk.

am 25, Januar 1907, vormittags IO1/» Uhr, durch das unterzeichnete Gericht an der Gerichtsstelle Marktplatz 18 Zimmer Nr. 14 versteigert werden. Hanau den 16. November 1906.

____Königliches Amtsgericht 2,__25393

. LwaugsvMeègerlmg.

Im Wege der Zwangsvollstreckung M das in Hanan belegene, im Grundbuche von da Band 29 Artikel 1813, Abt. I Nr. 249 zur Zeit der Eintragung des Versteigerungs- Vermerkes âuf den Namen der Firma I. C. Jäger und I. M. Rumpf hierselbst eingetragene Grundstück: Krtbl. YY Parz. Nr. 327/29 = 8 ar 32 qm, Acker am

Fasanerieweg,

Reinertrag = 3.57 M.

am 25. Januar 1907, vormittags 10 Uhr, durch das unterzeichnete Gericht, an der Gerichtsstelle, Markt­platz 18, Zimmer Nr. 14, versteigert werden.

Hanau den 15. November 1906.

Königliches Amtsgericht 2. 25394

Gesundem und verlorene Gegenstände re.

Gefunden: 1 Taschenscheerchen, 1 Portemonnaie mit 3 Mk., 2 Pfandscheine Nr. 239 und 5421 (ausgestellt von der Leihbank hier), 1 frisch besohlter Kinderschnürschuh, 1 alter Herren-Regenschirm.

Verloren: 1 rotes Brottuch (gez. H. 8.),

Zugelaufen: 1 brauner Dachshund mit weißer Brust, m. Geschl.

Entlaufen: 1 grauer Dobermannpinscher, m. Geschl. Hanan den 27. November 1906.

Hus Hanau Stadt und Eand.

Hanau, 27. November.

* Das Konzert des Lehrersängerchores be­ginnt pünktlich um 7*/♦ Uhr.

* Verliehen. Sc. Majestät der Kaiser haben Aller- gnädigst geruht, den^Sanitätsrat Dr. Eisenach den CharakterGeheimer Sanitätsrat" zu verleihen.

* Bibelstunde. Heute abend 8-U Uhr findet Bibel- stunde im evangel. Vereinshause statt, gehalten von Herrn Pfarrer F u ch s.

m * bin neuer Fortschritt der evangelischen Mission tut Heiligen Lande. Am Sonntag den 11. November hat das Syrische W a i s e n h a u s in Jeru­salem, das einst im Jahre 1860 auch an diesem Tage be­gründet worden ist, ein neues Waisenhaus in Bir S a l e m eröffnet und damit seinen zahlreichen Anstalten eine neue verheißungsvolle Arbeit hinzugefügt. Die evangelischen Gemeinden im heiligen Lande nehmen herzlichen Anteil. Von dem die Anstalt leitenden Vorstande in Köln brachte ein kurzes Telegramm Segenswünsche: Benedictus benedicat (der' Hochgepriesene gebe seinen Segen.) Das neue Waisenhaus liegt nahe am Küstenstrich des Mittelländischen Meeres, süd­lich von Jaffa bei der mohamedanischen Stadt Remla, in- mitten eines großen Areals, das dem Syrischen Waisenhaus gehört. Einst war die Gegend von kriegerischen Philistern bewohnt, 60 Jahre nach der Zerstörung Jerusalems wurde in dem kaum U , Stunde von Vir Salem entfernten Jamnia

unter dem Sternensohn Bar Kochba der letzte Aufstand der Juden gegen die Römer organisiert. Viele Jahrhundertelang lag das Land unbebaut und öde. Jetzt sproßt unter der Ar­beit der neuen Ansiedler aus dem Syrischen Waisenhause neues Leben aus den Ruinen. Von diesem neuen Leben, das durch die evangelische Liebestätigkeit im heiligen Lande her- vorgerufen wurde, wird morgen abend Herr Pfarrer Urspruch aus Frankfurt im evangelischen Vereinshause berichten, der vor kurzem von einer längeren Reise in dem heiligen Lande zurückgekehri ist.

r. Die Landstraßen in Heffen-Nastau. Die Statistik über die Entwickelung des Landstraßennetzes in Preußen unter dem Regime der Selbstverwaltung ergibt be­züglich der Provinz Hessen-Nassau folgendes Resultat: Die Kilometerlänge betrug im Jahre 1876: 7223; im Jahre 1891: 8386; int Jahre 1895: 8471 und im Jahre 1900: 8033. Diese Zahlen gelten nur für das platte Land, bei den Städten würde sich das Ziffernverhältnis rückläufiger stellen, weil bei der fortwährenden Ausdehnung derselben die Land­straßen im städtischen Weichbild aufgehen. Die Landstraßcn- Ausstattungsziffer hat sich in Hessen-Nassau von'61,8 Pro­zent in ben Jahren 18761900 aus 66,0 Prozent vermehrt. Bezüglich der Dichtigkeit des Straßennetzes steht Hessen- Nassau von allen preußischen Provinzen an zweiter Stelle. Verhältnismäßig die meisten Landstraßen hat Hohenzollern und die wenigsten die Provinz Posen.

* Das Winterfest des landwirtschaftlichen Kreis- vereins Hanau, das wiederum in Wilhelmsbad gefeiert werden wird, soll am Samstag den 12. Januar stattfinden.

* Sprechstunde des Gewerbeinfpettors. Der Königliche Gewerbe-Znspekror aus Fulda wirb am Donners­tag den 29. d. Mts., von 12 bis 1 Uhr mittags, in einem Zimmer des hiesigen Standesamts im Altstädter Schloß den Arbeitgebern und Arbeitnehmern Gelegenheit zu Besprechungen geben.

* Stadttheater. Eines der beliebtesten und wirkungs­vollsten Stücke Blumenthal und Kadelburg's, der Schwank: Hans Hucke bein" wird morgen neu einstudiert zur Aufführung gèlangen. Das humorvolle Werk wurde hier stets mit so starken Heiterkeitserfolgen gegeben, daß es auch morgen wieder seine alte Zugkraft ansüben dürfte. Von Herrn Gehrmann auf's Sorgfältigste inszeniert, werben die Hauptrollen wie folgt besetzt sein: Hallerstädt: Herr Hauser, Boris Mensky: Herr Heidemann, Tobias Krack: Herr Kempf, Knauer: Herr Gehrmann, Martha: Frl. Berger, Mathilde: Frl. Jaida, Hilde­gard : Frl. Macdonald unb Lindmüller: Herr Matter

* Wettcrauifche Gesellschaft. Am Mittwoch soll' der 3. Vortrag deS Herrn Dr. D r c v e r m a n n stattfinden. Der Vortrag wirb handeln von der Zeit, in welcher das Meer nach nieten Millionen von Jahren wieder in unsere Gegend eindrang und sich schließlich aus dem schmalen Mecresarm, das sog. Mainzer Becken abschnürte, welches ein typisches Beispiel dafür ist, wie ein Salzwaffersee erst brackisch, dann süß wird. Die Tierwelt zeigt diese allmähliche Wandlung auf das deutlichste. Schließlich verschwand der See durch langsame Verdunstung, und au der Stelle breiteten sich ungeheure Sümpfe aus, in denen Dinotherien und Mastodon hausteu. Die noch später folgende Eiszeit und mit ihr das Auftreten der Menschen soll dem letzten Dortrag am 5. Dezember Vorbehalten bleiben.

* BilligtNaturbrltter!" Jrregekührt durch die Anpreisungen eines Versandhauses in Tluste 23 (via t^res- lan) haben hiesige Einwohner sich garantiert reine Natur- butter, das Pfund zu 90 Pfg., senden lasten. Die Beschaffen­heit dieses Produktes hat die Besteller gründlich kuriert.

* Rückgang der Preise für Schweine. Auch im Kreise Frankenberg sind die Preise für die Schweine bedeu­tend zurückgegangen. Der Zentner Lebendgewicht ist auf 50 und 48 Mk., je nach der Qualität, zurückgegangen.

* Der Wilderer, der am Bußtag bei Fechenheim ge- wildert^hat, wurde in der Person des Schlossers Wagner aus Offenbach ermittelt. Seinen Bart hatte Wagner gleich nach der Tat abrasieren lassen, um seiner Verhaftung zu entgehen.

Kottknrsvtpgthttt. Ueber das Vermögen des am 11. Mai v. I. durch die hiesige Strafkammer wegen schwerer Urkundenfälschung und Betruges zu 2 Jahren Gefängnis verurteilten Großviehhändlers Friedrich H c i l m a n n in Geln­hausen wurde am 29. März v. I. der Konkurs eröffnet. Es stellte sich heraus, daß die Bücher derart mangelhaft ge­führt wurden, daß such eine Ueberfichi über den Dermögens- ftand durchaus nicht gewinnen ließ. Die Gläubiger erhielten schließlich 17,6 Prozent. Gestern hatte sich H. wegen Kon- kursvergehen, begangen durch die mangelhafte Buchführung.