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Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.
Nr. 252 Ferusprechanschlutz Nr. 605
Samstag den 27. Oktober
Fernsprechanschlutz Nr. 605. 1906
Amtliches.
Eandkrds Hanau.
LekMtinchulW des Köchlichen LsndraiSaâ
In Marköbel ist die Schweinestuche erloschen.
Die Gehöftssperr« ist aufgehoben.
Hanau den 26. Oktober 1906.
Der Königliche Landrat.
V 7885 I. «.: Conrad, KreiSsekretär.
In Niederrodenbach ist die Schweiurseuchr er« loschen.
Die Gehöftssperre ist aufgehoben.
Hanau den 26. Oktober 1906.
Der Königliche Landrat.
V 7884 I. A.: Conrad, KreiSsekretär.
Der Ackermann Heinrich Wilhelm Schäfer zu Niederrodenbach ist zum Schlachtvieh-, Fleisch- und Trichinen- schauer für den Schaubezirk Niederrodenbach mit Wolfgang sowie zum Trichinenschauer und stellvertretenden Schlachtvieh- »nd Fleischbeschauer des Schaubezirks Oberrodenbach auf jederzeitigen Widerruf bestellt und eidlich verpflichtet worden.
Hanau dm 27. Oktober 1906.
Der Königliche Landrat.
J. A.: Conrad, KreiSsekretär.
Der Trichinenschauer Wilhelm Heinrich Laubach zu Eichen ist auf jederzeitigen Widerruf zum Schlachlvirh- und Fleischbeschauer für den Schaubezirk Eichen bestellt und »erpsychtet worden.
Gleichzeitig wird er mit der Stellvertretung des Schlachtvieh- und Fleischbeschauers deS Bezirks Erbstadt bis auf weiteres widerruflich beauftragt.
Hanau den 27. Oktober 1906.
Der Königliche Landrat.
J. A.: Conrad, Kreissekretir.
Hus Hanau Stadt und fand.
Hana«, 27. Oktober.
* Warnung vor ausländischen AnstedelungS- projekten. Seit einiger Zeit geben sich ausländische Än- fledelungsgesellschaften viel Mühe, deutsche und österreichische Landwirte zur Auswanderung und zur Ansiedelung in den den Gesellschaften konzessionierten Gebieten zu veranlassen, indem diesen die so zu erwartende Zukunft in den rosigsten
Feuilleton
Konzert des Gesangvereins Sumser.
— Hana«, 26. Oktober.
Bor vollbesetztem Saale fand am Donnerstag abend in der „Centralhalle" das Konzert des Gesangvereins Sumser statt. Die außerordentlich zahlreiche Beteiligung sprach wohl dafür, daß sich der Verein in den Kreisen unserer Bürgerschaft einer allgemeinen Wertschätzung erfreut und daß dessen Leistungen eine besondere Anziehungskraft ausüben.
Eine Anzahl hübscher Chöre, dem Gebiet des Kunst- und des Volksgesanges entnommen, gaben dem Verein Gelegenheit, das reiche und gute Stimmenmaterial, das unter der sachkundigen Leitung des Herrn G. Altvater eine besondere Schulung erfahren hat, zu bewundern. Die Ausführungen der einzelnen Chöre gestalteten sich durch Frische, Wohlklang und Sicherheit im Ensemble, sowie durch treffliche Nuancen, angemessene Belebung des Vortrags und der beachtenswerten Textbehandlung zu guten Leistungen. Mit bem ersten Chor: „Weihegruß" von Richard Wagner traten die guten gesanglichen Eigenschaften vorteilhaft in dir Erscheinung. Den gewinnendsten Eindruck machte „die Nacht" von Schubert. Es blieb beim Vortrag des Chore- kaum rin Wunsch unerfüllt. Auch die eigenartige und schwierige Komposition von Kienzl: „Landsknecht-lied" gelang aufs beste. Die Klavierbegleitung besorgte Frau Edelgard« Berg- Frankfurt a. M. in angemessener Weise. Die Volkslieder waren gut einstudiert und fein ausgearbeitet. Bei dem Silcherscbrn Chor: „Untreue" schien uns das Tempo etwas zu langsam. Mit dem packenden Chor von Attenhofer: „Waldkönig" schloß der Verein das in allen Teilen gutge
lungerte Konzert.
Einen großartigen Genuß gewährte der Baritonist Herr
Farben geschildert wird. Wie man unS von durchaus ein« geweihter und absolut uninteressierter Seite schreibt, ist aber nirgends so viel Vorsicht nötig, wie gerade hier. In einer Einladung nach Mexiko werden z. B. jedem Ansiedler 100 Hektar Land und 2000 Quardratmeter zum Bau eines Hauchs versprochen, dabei aber nicht erwähnt, daß die Abgabe der Ländereien an die Einwanderer nur gegen Erlegung des dafür festgesetzten Preises stattfindet. Bezüglich einiger Ansiedelungs- Unternehmen in Chile wird uns mitgeteilt, daß deren Ländereien durchweg mit dichtem Urwald bestanden und nur mit großen Kosten urbar gemacht werden können. Außerdem ist der Boden größtenteils nicht besonders zur Landwirtschaft geeignet. Nach der Ueberzeugung unseres Gewährsmannes gehen diejenigen, die sich verteilen lassen, als Kolonisten nach Chile überzusiedeln, einer traurigen Zukunft entgegen. Insbesondere werden sie nicht daran denken können, schon nach Ablauf von drei Jahren mit der Rückzahlung der von der Gesellschaft erhaltenen Dorschüffe zu beginnen, geschweige denn die gesamte Rückzahlung in der festgesetzten Rrift von fünf Jahren zu vollenden, da, wie gesagt, die Urbarmachung deS Landes sehr viel Zeit und Geld verschlingt. Außerdem sind die Ansiedelungsdistrikte teilweise so weit von einer Eisenbahn entfernt, daß wegen der hohen Transportkosten eine rentable Verwertung der Produkte sehr erschwert ist. Jedenfalls ist allen AuSwanderungslustigen vorherige genaue Erkundigung dringend anzuraten. Derartige zweifelhafte Unternehmen betreiben insbesondere ein gewisser Alfred T a t l o ck in Chile, die Kolonialgesellschaften Lamin, Valdivia und Q u e u l e und neuerdings auch ein gewisser Enrico Piccione. Letzterer hat durch seinen Agenten Santiago Vaccaro in Buenos Aires eine größere Anzahl deutscher Auswanderer nach Chile anwerbcn lassen, denen dort teilweise auf Kosten des Generalkonsuls, teilweise burd) den deutschen Wohltätigkeitsverein Unterhalt und Arbeit verschafft werden mußte.
• Fernsprechverkehr. Der hiesige Sprechverkehr ist auf Neumark (Kr. Weimar), Aub und vom 1. November ab auf die niederländischen Orte Amstenrade, Cuyk, Gennep, Oudkarspel, Soest, Ten«Post, Wieringerwaard, Winsum und Zevenaar ausgedehnt worden.
• Evanflettscher Bund zur Wahrung der deutsch-protestantischen Interessen. Die bereits in der Montags-Nummer und durch daS gestrige Inserat an- gekündigte Reformationsfeier (Familienabend) deS Zweigvereins für „Hanau und Umgebung" findet morgen Sonntag den 28. Oktober, abends 7'/, Uhr, im großen Saale des „Deutschen Hauses" statt. Den Hauptvortrag hält Professor Bornemann aus Frankfurt a. M. Der Abend wird noch besonders verschönt werden durch Gesangesvorträge des SSBÄSSBH*eS*SHSSB-8S~—ggBe*B^^
Arthur van Eweyk-Berlin. Er erwies sich als ein vollwertiger, gereifter Künstler. Neben den herrlichen Stimmmitteln glänzte er durch die anmutige Art des Vortrags, die den Hörer fesselt durch Einfachheit, Natürlichkeit und tiefes Empfinden einerseits, durch Temperament und dramaiische Belebung andererseits, wie dies nur möglich ist bei völliger Beherrschung deS ganzen Gebiets der Gesangestechnik. Alle die gesanglichen Vorzüge entfaltete der Künstler in der Löweschen Ballade: „Der Nöck". Fast noch erfolgreicher bewährte er sich in den wundervollen Liedern von Schubert, Schumann, W. Berger, A. Holländer und H. Wolf. Das Publikum lohnte Herrn van E w e p k durch reiche Beifalls- spenden.
Solistisch tätig war außerdem noch Frau E d e I g a r d e Berg, Pianistin aus Frankfurt a.M. Sie brachte durch ihre vortrefflichen Klaviervorträge dem Abend eine angenehme und genußreiche Abwechselung. In den KlaviersoliS: „Polonaise" von F. Chopin, „Nessta" von Sgambatt und „Soirée de Vienne" von Schubert-Liszt verband sie mit schöner Technik eine gute Auffassung. Auch ihr wurde reiche Anerkennung zu Teil.
So möge der gelungene Konzeriabend die „Sumser" an« spornen zu weiterer eifriger Tätigkeit. Gewiß haben sie aber auch aus der außerordenilich zahlreichen Beteiligung ersehen, daß sie sich als konzertgebender Verein aufs beste eingeführt haben.
KumoriKilch»»
Der letzte Trumpf. In Westpreußen, wo der Um- zugstermin für das Gesinde am 10. November ist, hatte ein öjährigeS Bürschchen in dem größeren Haushalte seiner Eltern wohl häufig von diesem Tage des ZorneS und der Rache sprechen hören. Eines Tages wird er von seiner Mutter gescholten. Tief gekränkt verläßt der Knirps das Zimmer. An der Tür wendet er sich aber um und schleudert seiner Mutter die vernichtenden Worte entgegen: „Zu Martini gehe ichl"
Die yeutige Nummer umfaßt au&et Dem âterhattunasblatt 16 Letten.
Kirchengesangvereins der JohanniSgemeinde (Dirigent: Lehrer Breidenbach) und von Fräulein Elisabeth Fritsch. Alle evangelischen Familien sind zu dieser Feier herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei!
• Parolemusik. Die Ulanenkapelle spielt morgen im Schloßgarten folgende Musikstücke: 1) „Kavallerie-Parademarsch" von A. Lorenz; 2) Grohe Fantasie aus „The Geisha von S. Jones; 3) „La Barcarolle", Valse von Offenbach; 4) „Litauisches Klagelied" von Simon (für Orchester von Urbach); 5) „Die Welt in Waffen", Defilier - Marsch von Teike.
* Kleinbahnprojekt Hanau - Büdingen. Boch zuständiger Stelle geht uns folgende Mitteilung zu: In dem Bericht über die Verhandlungen der Stadtverordneten - Versammlung bezüglich der Kleinbahn Hanau-Büdingen sind bestimmte Summen genannt, welche als Zuschüsse der^ Landgemeinden zu den Grunderwerbskosten erwartet werden könnten. Um Mißverständniffe zu vermeiden, wird darauf hingewiesen, daß über die genannten Beträge mit den Gemeinden noch nicht verhandelt worden ist, daß die Beträge vielmehr nur auf Schätzungen beruhen, die dem vorläufigen FinanzierungS- propramm zu Grund« gelegt worden sind.
* Bon den Apotheken ist morgen nachmittag von 8—9 Uhr die Hof - Apotheke geöffnet.
* Jnf.-Regt. V. GerSdorff (Kurh.) Nr. 80. Don zuständiger Seite erfahren wir, daß die Nachricht, das Füsilier-Regiment v. Gersdorff (Kurh.) Nr. 80 wolle am 30. d. Mts., sein 40jähriges Jubiläum feiern, nicht zutreffend ist. Es findet an diesem Tage keine offizielle Feier statt. feiern vielmehr nur diejenigen Offiziere, welche im Jahre 1866 bei der Neuaufstellung des Regiments diesen zugestellt wurden, in privater Weise im Streife des aktiven Offizierkorps die 40jährige Wiederkehr des TageS, an welchem sie durch A. K.-O. zum Regiment versetzt wurden. Wohl aber wird, wie wir vernehmen, für den 22. November 1913 die Feier der 100jährigen Wiederkehr deS durch A. K.-O. vom 24. Januar 1899 dem Regiment bestimmten StiftungStages geplant. .
* Eberhardschule. Diejenigen Ostern schulpflichtig werdenden Kinder, welche die Eberhardschule besuchen sollen, müssen in der Zeit von 5. bis 10. November, vormittag- von 11 bis 12 Uhr im Schulgebäude angemeldet werden. Später angemeldete Kinder können nur berücksichtigt werden, soweit Raum in den Klaffen vorhanden ist. Im übrigen verweisen wir auf die Bekanntmachung der Schulinspektion in heutiger Nummer.
* Hanauer Abonnements-Konzerte. In dem am 6. November d. I. stattfindenden 2. AbonnementS-Konzert wirken unter anderem folgende Künstler mit: Frau Elsa Hensel-Schweitzer, Herr Rudolf Brinkmann, beide von der Oper zu Frankfurt a. M. und der Konzertmeisters Herr Otto Müller, gleichfalls aus Frankfurt a. M. WaS die Reichhaltigkeit des Programms anbetrifft, worüber noch Unterhandlungen gepflogen werden, so verspricht dasselbe einen großen künstlerischen Genuß zu gewährleisten. Platzbestellungen werden von heute an bei der Hofbuchhandlung von Rich. AltmannSperger, Marktplatz,
entgegengenommen.
* Stavttheater. „Hasemanns Töchter-, daS morgen in Szene gehende Volksstück L'Arronge'S hat schon so oft seine Hörer erfreut, daß eS auch morgen wiedereine beifällige Aufnahme finden wird, umsomehr, als eS diesmal mit der hübschen Musik MillöckerS zur Darstellung gelangt und neue GesangSeinlagen auch ihr Teil zum Erfolg der Aufführuug beitragen werden. Die Besetzung ist in den Hauptrollen folgende: Rosa — Frl. Sarno, Emilie — Frl. Holm, Franziska — Frl. Berger, Knorr — Herr Hauser, Körner — Herr Pustar, Klinkert — Herr O. H. Müller und Frau Klinkert — Frl. I a i d a. Den Hasemann spielt Herr Gehrmann, der auch daS Stück in vorzüglicher Weise inszenieren wird. Die Leitung bei musikalischen Teils wird Herr Musikdir. Carl Schmidt auS- führen, so daß ein äußerst amüsanter Abend zu erwarten ist.
* Volksvorstellung. Die Preise zu der am Dienstag abend stattfindenden Aufführung von „Othello" werden folgende sein : Fremdenloge 1 M.; 1. Rangloge 75 Psg.; Parquet it. 1. Sperrsitz ?0 Pfg.; Parterreloge und 2. Sperrsitz 60 Pfg.: Parterre 40 Pfg.; Stehparguet 30 Pfg.: Mit- tel-Gallorie 40 Pfg. und Gallerte 25 Pfg. — Der Barverkauf findet schon am Sonntag zu den gewöhnlichen Kaffenstunden statt.
* Der Erste Hanauer Futzbastklub 1888 (E. B.) besiegte am letzten Sonntag den Offenbacher F.-K. 1899 in der 1. Klaffe mit 10:0 Toren. HanauS Kombination war vorzüglich, wie wir sie lange nicht sahen, obgleich 6 zweitklassige Spieler in der 1. Mannschaft spielten. Die 3. Mannschaft siegte über Gelnhausen „GermaniaS" 1. mit 4:1. Mit großem Interesse sehen wir dem morgen nachmittag 8 Uhr an der „Schönen Aussicht" stattfiüdenden letzten Verbands- spiel der ersten Runde (1. Masse) gegen O. F.-K. „Kicker-" entgegen. Hanaus Stürmerreihe wird vollzählig sein. Daher wird auch hierbei ein interessante« KombinationSsmel zu erwarten sein.