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âtchSML 1,86 Mk., «onatüch 60 Pfg., für «uS» âis- Wonvmtm mit bem betreffenden Postausschiac-

Die ünreioe Nmw»r Met 10 Pfg.

Wa&ntfbtutr und Verlag der Buchbruckerei des verein. «. Waisenhauses ht Hanau.

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Amtliches ©Egan für Mt- uni LMreis SM«.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

EinrückmgsgedLhr,

Die süuj gespaltene Petitzeil« »der deren Rau» 15 in. im Rekta menteil die Zeile 35 Pfg.

Betont»««. Redakteur: G. Schrecker in Hani».

$! 226 Fernsprechanschlrch Nr. 605.

Amtliches.

Stadtkreis Hanau.

Alle Wergen, reelle zur Beförderung des Publikums nach und von dem Theater dienen, haben von der SüN- Westseite der gelben Mauer aus anzufahren und nach der Norvseite der Bangertstraße abzufahren. Das Anfahren in entgegengesetzter Richtung ist untersagt.

Die zum Abholen'der Theaterbesucher bestimmten Wagen haben auf dem freien Platze b?zw. der Straße an der Süd- westseite des Theaters zu warten und in der Reihenfolge ihrer Ankunft vorzufahren.

Allen die Aufrechterhaltung der Ordnung und Sicherheit des Verkehrs auf den öffentlichen Straßen und Plätzen be­zweckenden Anweisungen der Schutzmannschaft ist jedermann nachzukommen verpflichtet.

Zuwiderhandlungen werben auf Grund des § 21 der R.-P.-V. vom 30^ März 1887 und des § 366,10 des R.-St.-G.-B. mit Geldstrafe bis zu 60 Mark oder mit Haft bis zu 14 Tagen bestraft.

Hanau den 24. (September 1906.

Der Königliche Polizeidirektor.

P 8167 v. Beckerath.

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Landkreis Hanau.

BekMimchWen des Königlichen Lllndratsmts.

An -Stelle des aus dem Amte ausgeschiedenen Gemeinde- ältesten Hirsch Kanthal in Langenselbold ist der Metzger­meister Abraham Kant Hal II. daselbst als Nettester der dortigen Syuagozengemeinde bestellt und heute verpflichtet worden. s

Hanau den 25. September 1906.

Der Königliche Landrat.

V 6863 *J. A.: Conrad, Kreissekretär.

Hus Harr au Stadt und Eand*

Hanau, 27. September.

Beamtött-Personalnachrichten.

Ernannt: der Pfarrer Siebert zu Eichen, Klaffe Windecken, zum zweiten Pfarrer in Frankfurt a. M.Bocken- heim, der Pfarrer Hochhuth zu Datterode, Klasse Esch- wege, zum Pfarrer in Sooden, Klasse Allendorf a/W., der Gerichtsreferendar v. Burchard zum Regierungsreferendar, der Rechtskandidat Grimm zum Referendar, der Gerichts­diener Schnabel in Rotenburg a/F. zum Gerichtsvollzieher bei dem Amtsgericht in Nentershausen, der Gerichtsdiener

Feuilleton.

Musik-Akademie PrüfungAouzttt.

Am Dienstag, den 25. d. Mts. veranstaltete die hiesige Musik-Akademie seit ihrem Bestehen das 2. Prüfungskonzert mit vorgeschrittenen Schülern. Wenn wir in unserm Bericht vom vorigen Konzert (3. April 1906) dem Wunsche 9Iu§= bmcf gaben, daß der reichlich gespendete Applaus den Schülerinnen und Schülern ein Anlaß sein möchte zur gründlichen Weiterbildung, so hat sich der Wunsch eriüllt. Die Vorträge zeigten durchweg einen merklichen Fortschritt. Den Reigen der Vorträge eröffnete Frl. Adele Meyer (Klavierklasse des Herrn E. Parlow) mitLieder und Tänze" für Klavier op. 33 von A. Jensen. Die Schülerin verfilgt über einen hübschen Anschlag und sichere Vortrags­weise. , Etwas mehr Äusdruck im Spiel würde den Vortrag noch eindringlicher gestaltet haben. Aus Herrn Parlows Klasse spielte dann Frl. Margr. Schroeder mit sehr W°nem Erfolge. Ihrem Spiel ist vor allem Klarheit und Durchsichtiokeit und eine hübsche Technik nachzurühmen, wo­zu ihrPräludium und Fuge" in c-moll a. d. Wohl­temperierten Klavier von J. S. Bach undKlavierkonzert" in C-dur, 1. Satz von Beethoven, Veranlassung boten. Einen günstigen Eindruck hinterließ Ihre Durchlaucht, die Prin - zrssin Marie zu P s e n b u r g - B ü d i n g e n^- Wächtersbach, ebenfalls der Klavicrklasse des Herrn Parlow angehörend, durch den Vortrag des Klavier­konzertes : B-dur, 1. Satz von W. A. Mozart. Sie be­kundete bei aufopferndem Vortrag beachtenswerte Fertigkeiten. Vielleicht haben wir Gelegenheit, demnächst ihre vorgeschrittenen Leistungen zu bemunbern. Die Schülerin der Oberklasse, Frl. H. Kulmann, erfreute durch einNokturne in Es" op. 39 von F. Chopin undValse-Impromptu in As

Donnerstag den 27. September

Lock in Biedenkopf zum Gerichtsvollzieher bei dem Amts­gericht in Meerholz.

Uebertragen: dem Kriminalschutzmann Trott in Hanau eine Meldeamtsdiätarstelle bei der Königlichen Polizei­verwaltung in Köln.

U e b e r w i e s e n: der Regierungsrat v. Holtze n- borff in Köslin der Regierung in Cassel zur weiteren dienstlichen Verwendung.

Beauftragt: der Pfarrer extr. Theobald Kimp el als Gehilfe des Metropolitans Ritter zu Niederzwehren im Pfarramte.

Allerhöchst b e st ä t i g t: der zum unbesoldeten Bei­geordneten der Stadt Fulda gewählte Fabrikdirektor Lorenz Michael Halb leib auf die Dauer von sechs Jahren.

Versetzt: der Schutzmann Zachau von Hanau nach Cassel.

Verliehen: dem Rittergutsbesitzer, Kammerherrn Rabe v. Pappenheim in Liebenau der KöniqI. Kronen­orden 2. Klasse, dem Landrat, Kammerherrn v. Schwertzell in Ziegenhain der Königliche Kronenorden 3. Klasse, dem Pfarrer und Kreisschulinspektor B o d e zu Buchenau der Königliche Kronenorden 3. Klasse mit der Zahl 50, dem Bürgermeister Kraiger in Fritzlar der Königliche Kronen- orden 3. Klasse, dem Anstaltspfarrer Schuchard in Treysa und dem Fabrikanten Hellwig ebenda der Königliche Kronenorden 4. Klasse, dem Generalleutnant z. D. H a r n i k e l, dem Bankier Streit, dem Obersten z. D. v. Loßberg und dem Gcneralkommissionssekretär, Rechnungsrat Stroth­mann in Cassel die Rote Kreuz-Medaille 3. Klasse, dem Steuersekretär Weigt zu Frankfurt a. M. vom 1. Dezember 1906 ab die Rentmeisterstelle bei der Kreiskasse zu Geln­hausen.

Entlassen: der Gerichtsassessor Homburg aus dem Justizdienste infolge seiner Zulassung zur Rechtsanwaltschaft bei dem Landgerichte III in Berlin, der Referendar Freiherr von Nord eck zur Rabenau aus dem Justizdienste be­hufs Uebertritts zur Allgemeinen Staatsverwaltung.

* In den Ruhestand versetzt. Wagner, Ober­zahlmeister vom Infanterie-Regiment Hessen-Homburg Nr. 166 auf seinen Antrag zum 1. Januar 1907 mit Pension in den Ruhestand versetzt.

* Fernsprechverkehr. Der hiesige Sprechverkehr ist vom 1. Oktober an auf Eysden, Muiden, Ridderkerk, Schijndel, SliskEwijk und Terborg ausgedehnt worden.

* Eingemerndunss. Dem Vernehmen nach findet heute nachmittag eine gemeinschaftliche Sitzung der Hanauer und Keffelstädter Eingemeindungskommission im hiesigen städti­schen Rathause statt.

op. 2 von N. v. Wilm. Beide Vorträge zeugten von reiferem Verständnis hinsichtlich der Technik und des emp­findungsreichen Spiels und wurden mit Beifallsspenden aus­gezeichnet.

Aus der Celloklasse des Herrn Heinr. A p p u n n traten zwei Schüler an die Öffentlichkeit: H. v. Buttlar und W. K u l t a u - Gelnhausen.

Wenn wir bei unserer Besprechung des vorigen Prüfungskonzertes das beachtenswerte Spiel des H. v. Buttlar hervorhoben, so müssen wir diesmal noch hinzufügen, daß der Vortragende in tecb lieber Hinsicht und in Bezug auf Wärme des Vortrags fonge'chriiten ist.

Auch Herr W. Kultau-Gelnhausen ist ein talentvoller Cellospieler, der schon jetzt über einen schönen und großen Ton verfügt und bei weiterem ernsten Streben unter Leitung seines Meisters gute Leistungen aufwefien dürfte.

An Stelle des Herrn Schmidt, der früher den Diolin- Unterricht erteilte, ist Herr G. Graf aus Frankfurt a. M. getreten. Von dessen Schülern hörten, wir: Fräul. Paula Z w e r n e in a n n und Herrn Heinr. Schneider I.

Beide Vorträge wurden dankbar entgegengenommen. Herrn Schneider möchten wir empfehlen, neben den respektablen Leistungen im Technischen dem Vortrag etwas mehr Seele einzuhauchen.

Die gesanglichen Darbietungen mußten im allgemeinen recht befriedigen. Frl. E. Schafe r aus Büdingen (Klasse des Herrn Heinr. A p p u n n) hat,hübsche Fortschritte gemacht. Der Vortrag war recht anerkennenswert, die Tongebung zu­friedenstellend. "Wenn die Dame auf eine bessere Bokalisation und Aussprache in Zukunft achten' wird, dürfte sie mit der Zeit gute Leistungen zeitigen.

Frl. I o st, auch eine Schülerin des Herrn Appunu, ver­fügt über eine ansprechende Sopranstimme. Ihr schöner Vortrag sprach allgemein an. Fräul. Jost berechtigt nach unserer Meinung zu den schönsten Hoffnungen. Nur auf eint möchten wir aufmerksam macken: die Tone Kinnen in

Fernsprecharrschlirtz Nr. 605. 1906

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Viehseuchen. Im Regierungsbezirk sind zur Ze folgende Ortschaften verseucht: Tollwut: Stadtkreis Cassel; Cassel (Verdacht); Kreis Eschwege: Friemen (Verdacht), Aue, Niederdünzebach; Kreis Hofgeismar: Hofgeismar; Sreil Witzenhausen: Hubenrode, Rommerode, Witzenhausen: Schweineseuche (Schweinepest): Stadtkreis Cassel: Cassel; Landkreis Cassel: Vollmarshausen, Heckershausen, Oberzwehren, Crumback, Nieste, Weimar, Harleshausen, Oberkaufungen; Kreis Eschwege: Frieda, Wanfried, Weißen­born; Kreis Frankenberg: Frankenberg; Kreis Fritzlar: Niedenstein, Lohne; Kreis Fulda: Großenlüder, Neuhof, Harmerz, Weyhershof; Kreis Gelnhausen: Wächtersbach; Landkreis Hanau: Hüttengesäß; Kreis Hersfeld: Reilos, Kirchheim; Kreis Hofgeisn-ar: 'Liebenau, Stammen; Kreis Homberg: Caßdorf, Borken, Unshausen; Kreis Hünfeld: Oberrombach; Kreis Melsungen: Niedervorschütz; _ Kreis Witzenhausen: Unterrieben, Witzenhausen; Kreis Wolfhagen: Rittergut Hohenborn; Kreis Ziegenhain: Ropperhausen; Influenza der Pferde: Brustseuche: Stadikreis Cassel: Cassel; Kreis Fritzlar: Brünchenhain; Kreis Hofgeismar: Rittergut Meimbressen.

* Durchschnittspreise. Der Durchschnitt der höchsten Tagespreise für Fourage beträgt mit einem Aufschläge von 5 vom Hundert für den Monat September 1906 in dem Stadt- und Landkreise Hanau für Hafer 9 Mark 91 Pfg., für Heu 3 Mk. 15 Pfg., für Stroh 2 Mk. 65 Pfg. pro Zentner.

* Lohnbewegung in der Edelmetall-Industrie. Die gestern zwischen den beiden Organisationen (Arbeitgeber­verband und Metallarbeiterverband) begonnenen Verhand­lungen werden heute nachmittag fortgesetzt.

* Unglücksfall oder Verbrechen? Der ver­heiratete Schlosser und Mechaniker Johamr 3 H « i m m - b e ck, 41 Jahre alt, aus Kulmbach gebürtig, der in einer Offenbacher Fabrik arbeitete, unternahm am Sonntag den 9. September, also vor 2tp Wochen, früh/sß Uhr eine Radpartie, ohne anzugeben, wohin er fahre. In den mit­genommenen Rucksack hatte er ein Normaihemd und ein Paar graue Socken gepackt. Er ist von der Tour nicht zurück­gekehrt, und man befürchtet, daß ihm ein Unfall zugestoßen oder daß ein Verbrechen an ihm verübt worden ist. Der Vermißte ist von mittelgroßer, schmaler Statur; er hat dunkelblondes Haar und ebensolchen Knebelbart. Er war mit' graublauem Sackrock und Weste, schwarzer Hose und weißer Radlermütze bekleidet. Als besondere Kennzeichen werden angegeben: eingedrückte Nase und eine große Narbe über dem rechten Auge. Wer den Vermißten geiehen hat oder sonst über sein Verbleiben etwas weiß, möge dies der Kriminalpolizei mitteilen.

den hohen Lagen etwas gepreßt, was gewiß bei einiger Be­achtung leicht zu beseitigen sein wird.

Sehr gut schnitt Frl. Emmy Heintz (Gesangsklasse des Herrn K. F. Appel) ab. Ihre an und für sich schon be­deutenden Stimmittel sind uns kraftvoll entwickelter er­schienen; die Register zeigten fast durchweg einen völligen Ausgleich. Die Koloraturen gelangen ihr in der Arie auS Don Juan" (In welchem Dunkel der Sorgen) von W. A. Mozart recht gut. Ihrem Vortrag müssen mir Frische und Temperamentnachrühmen.

So verlief der Prüfungsabend sehr zufriedenstellend. Er lieferte den Beweis, daß Lehrer und Schüler ihre Aufgabe ernst erfassen. Wir wünschen der Anstalt weiteres Blühen und Gedeihen.

Der zur Ausgabe gelangte Jahresbericht fei Interessenten aufs wärmste empfohlen.

Kunst und Eeben,

St Frankfurt (U M 27. Septbr. Im Orpheum be­ginnt Dienstag den 2. Oktober, unter Direktor Brucks Leitung, die Varivtè-Saison. Als besondere Attraktion ist kein Ge­ringerer wie Severus Scheffer gewonnen. Als Humorist wird sich Herr Model präsentieren. Aus dem hervorragenden Programm sei für heute noch das Wacker-Quartett? sowie die fesche Soubrette Flora Fleurette erwähnt. An die Varias-Vorstellungen wird sich im November ein großartiges Operetten-Gastspiei anschießen.

Frankfurt, 26. Septbr. Die vereinigten D o r k s h i r e» Chöre trafen heute nachmittag 5 Uhr 5 Minuten mit Extrazug auf dem hiesigen Hauptbahnhof ein. An der Spitze des Empfangskomitees begrüßte Direktor Walter die fremden Güsteg ohne Aurenthalt wurden die Sänger in ihre Hotels geleitet, um abends 7 Uhr zu dem Empfang im Palmew- garten abgeholt zu werden.