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JiertrtiZhrlich 1,80 Mk., monatlich 60 Pfg„ für m* «artige Abonnenten mit dem betretenden Postausjchiaz, Die emzetue Nummer kostet 10 Pfg.
ElnrückuagSgebüh,»
^eiatiouSdnick und Beria-, der Buchdrucker« Pti serein. CT. Baifen^aufdl in Hanau.
Gcncral-Anzeigcr
Amtliches Organ für Lind!- und FaMreiâ ginatt.
Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.
Die fünf gespaltene Petitzeile oder deren Raum 15 9» ha Reklamerueü die Zeile 35 P^
Seraniwortl. Redakteur: ®. Schrecker in Han«
Nr. 21
Fernsprechanschltts; Nr. 605.
Donnerstag den 25. Januar
Fernsprechanschlust Nr. 605.
1906
Hkerztt
„Amtliche Beilage Nr. 2."
An t eches.
Eandkreis Ran au«
'Bttaiifnidjniip Ks Kömßlichm Lllnkllismts.
Der Metzger Philipp Schäfer in Hoch sta d t beabsichtigt auf seinem dortigen Grundstücke Karte V Nr. 335/199 b — Brandversicherungsnummer 151 — die Errichtung eines Schlachthauses.
Es wird dieses mit dem Bemerken zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß Einwenditttffen gegen die Anlage, zu welcher Zeichnungen und Beschreibungen im Bureau des Kreisnusschusses hier offen liegen, binnen 14 Tasten, vom Tage des Erscheinens dieser Bekanntmachung gerechnet, (christlich in zweifacher Ausfertigung hier anzubringen ^nd.
Zur mündlichen Erörterung der rechtzeitig erhobenen Einsprüche wird Termin auf
Diensiast bett 13. Fehrnar 1906, pormittssts 10 tthr,
ln das Bureau des Kreisausschusscs anberaumt, zu welchem die Interessenten mit dem Bemerken vorgeladen werden, das; im Falle des Nichterscheinens gleichwohl mit der Erörterung der etwa erhobenen Einwendungen vorgegangen werden tpirb.
Hanau den 23. Januar 1906.
Der Königliche Landrat.
J.-Nr. A 394 v. Decke ra t h. 1887
Der Metzger Georg Müller in Niederissigheim beabsichtigt auf seinem Grundstück Karicnblatt 4 Nr. 19 — Drandversicherungsnummer 37 — ein Schlachthaus zu errichten. Zeichnungen und Beschreibungen hierzu sind im Bureau des KreisaussckusseS zur Einsicht ausgelegt, Eittwen- VltNsten gegen die geplante Anlage sind binnen 14 Tagen, vom Tage der Veröffentlichung dieser Bekanntmachung an gerechnet, schriftlich in zweifacher Ausfertigung hier anzu- hringen.
Zur mündlichen Erörterung der etwa erhobenen Einwen- tzUNgen wird Termin auf
Dienstag, den 13. Februar d. Js., vormittags 11 Nhr, tn das Bureau des Kreisausichusses anberaumt. Zu diesem Termin werden die Interessenten mit dem Bemerken geladen, daß im Falle ihres Fernbleibens gleichwohl mit Erörterung her erhobenen Einsprüche vorgegangen werden wird.
Hanau den 23. Januar 1906.
Der Königliche Land rat.
J.-Nr. A. 396 v. Beckerath 1888
Die Firma ESm. Winkert in Metz beabsichtigt auf dem Grundstück Nr. 39 und 40 an der Leipzigerstraste in Langenselbold ein Gaswer? zu errichten. Zeichnungen und Beschreibungen von dieser Anlage sind im Bureau Ics Kreisausschusses zur Einsicht ausgelegt.
Begründete Einwendungen können innerhalb 2 Wochen, vom Tage der Veröffentlichung dieser Bekanntmachung ab, schriftlich in zweifacher Ausfertigung beim Unterzeichneten an- ^bracht werden.
Termin zur Erörterung der Einsprüche ist auf Dienstag den 13. Februar d. Js., vormittags 91/* Nhr, in das Bureau des KreisansschusseS (Kreishaus) anberaumt, wozu die Interessenten mit dem Beinerken eingeladen werden, daß im Falle ihres Nichterscheinens gleichwohl mit der Er- 'wterung etwaiger Einwendungen vorgegangen werden wird.
Hanau den 24. Januar 1906.
Der Königliche Landrat.
J.-Nr. .4 409 v. Beckerath. 1886
Stadtkreis Ran au* Steuererhebung.
Die Erhebung der Steuern und des Schulgeldes für Januar März 1906 hat am 12. v. M. begonnen.
Erhebetage:
Zettel Nr. 1-3000 vom 12. bis 22. Januar 1906, Zettel Nr. 3001—6000 vom 23. Januar bis 2.
Februar 1906»
Zettel von Nr. 6001 ab vom 3. bis 15. Februar 1906.
Vom 30. bis 31. Januar 1906, vormittags 10 Nhr, bleibt die Kasse der Nevision wegen geschlossen. Schlachtscheine werden ausoestebeu.
Im übrigen verweisen wir auf die auf dem Steuerzettel aufoedruckten Bestimmungen.
Hanan den 13. Oktober 1905.
Siadthauptkasse. 1003
Der am 8. Juni 1905 gegen den Bildhauer und Sckackt- meister Heinrich Litt? aus Lohrhaupten erlassene Steckbrief ist erledigt.
Aachen, den 17. Januar 1906.
__ Der Erste Staatsanwalt.
Hus Ran au Stadt und Eand.
Hanau, 25. Januar.
Veamten-Personalnachrichten.
Ern a n n t: der Recktskandidat Ludewig zum Referendar, der Unteroffizier Köhler und der Bootsmannsmaat Schneider zu Schutzmännern bei der Königlichen Polizeiverwaltung in Hanau.
Bestätigt: der zum Bürgermeister der Stadt Hofgeismar auf die Dauer von 12 Jahren gewählte bisherige Bürgermeister der Stadt Immenhausen, Emi! Hottejan.
A u s g e s ch i e d e u : die Gerichtsassessoren Dr. Julius Ernst und Kurt Heintze aus dem Iustizdienstr infolge ihrer Uebernahme in die Staatseisenbahnverwaliung.
Verliehen: dem Metzgergesellen Karl Schneider in Frankenberg die Rettungsmedaille am Bande, dem Metzger- gesellen Fritz Schneider und dem Schi einer Wilhelm Hain in Frankenberg die Erinnerungsmedaille für Rettung aus Gefahr.
In den Ruhestand versetzt: der Förster Heumann in Wanfried vom 1. April d. J. ab.
* Für sie Kaiser-Elrenstabe evanaelischer Gemeinden Hessens zum Besten der Rcttungsanstaltcn in Hof Raith und Rengshausen sind bei den Pfarrern der Johannis gemeinde weiter eingegangen von: E. M. 3 Mk., L. B. 10 Mf, Frau P.' 2 Mk., Frl. W. 2 Mk., Frl. V/ 3 Mk., Herr V. 2 Mk., Frau I. 5 Mk., Herr F. 3 Mk., M. S. (statt E. S.) 2 Mk., im ganzen bis jetzt 95.25 Mk. Mit dem herzlichsten Dank für die gütigst gespendeten Gaben verbinden die Geistlichen der Johannisgemeinde die Bitte um weitere freundliche Beiträge!
* Fünftthrtee. Der zum Besten des Vaterländischen Franenvereins vorgestern in der „Centralhalle" abgchaltcne Fünfuhrtce hatte eine große Besucherzahl angclockt, was in Anbetracht des guten Zweckes der Veranstaltung nur freudig begrüßt werden kann. Wie schon in ,dcu Vornoiizcn bekannt gegeben, wurden auch Auge und Ohr durch besondere künstlerische Genüsse erfreut, indem lebende Bilder unter Begleitung von Gesang gestellt wurden. Die Veranstaltung ergab einen reichen Ertrag.
* Stadttheater. „Der Meineidbauer" , Ludwig Anzengruber's wirkungsvolles Schauspiel mit Gesang geht heute bei bedeutend ermäßigten Preisen letztmalig in Szene und machen wir auf dieses prächtige Werk nochmals besonders aufmerksam. Der Peginn der Vorstellung ist um 8 Uhr. — Morgen gelangt das mit so starkem Beifall angenommene Lustspiel: „Das Heiratsnest" von Gustav Davis nochmals zur Aufführung. — Sonntag den 28. d. M.: Einmaliges Gastspiel von Fräul. Anny Hanne mal b vom Königl. Theater in Cassel als „Franziska" in „Minna von Barnhelm".
® Genossenschaftsfeft zum Besten der Pensions- Anstalt Deutscher Bsilknen-Ansteböriger. Die zu dem Abend gewonnenen Solisten geben der DeranstaUung einen hochbedeutenden künstlerischen Wert. In liebenswürdigster Weise haben Frau Hensel-Schweizer, Herr E s n a r Forchhammer, die gefeiertsten Mitglieder- des Frankfurter Opernhauses, sowie Herr Violin-Vntuos Schmidt aus Frankfurt a. M. ihr Mitwirken zum Gelingen des Abends zugesagt. Das rege Musikinte'esse des hiesigen Publikums wird umsomehr Befriedigung finden, als das von den Milwirkenden gewählte Programm einen seltenen musikalischen Genuß gewährleistet. Herr Forchhammer hat burefj eine treffliche Auswahl Schumann'scher Lieder be^ vollen Ent- fastung seines prächtigen Tenors Rechnung getragen — während Frau Hensel-Schweizer durch die Arie „Dich teure Halle" aus „Tannhäuser" auch hier den gewohnten Bestall
finden wird. Der gesangliche Teil gipfelt schließlich in dem von ihnen gesungenen Duett auS „Tannhäuser". Herr Violin- Virtuos Schmidt wird durch die von ihm getroffene Wahl manch' neuen Lorbeer ernten. Die „Faust-Sinfonie" und „Romanze" von H. WieniawSki, sowie die „Zigeunerweisen" von Pablo de Sarasate sind Aufgaben, die dieses hervorragenden Künstlers würdig sind. Die sorgfältig ausge- wâhlen Vorträge der hiesigen Infanterie-Kapelle noch berücksichtigt — so bietet sich ein Abend reichster Abwechselung — dessen „Motto" die Zuhörer aufnehmen werden — um alsdann selbst noch einige Stunden Terpsichore's Kunst zu huldigen.
* Ev. Bund. Am vorigen Sonntag hielt der Zweigverein des ev. Bundes für Hanau und Umgebung im ev. VereinshauS dahier wieder einen Bundesabend. Der Vorsitzende Herr Pfarrer Lambert wies in seiner Begrüßungsansprache hin auf die Bedeutung der Tatsache, daß an der Spitze Preußens ein starker König, ein weiser Regent, ein milder Vater seines Volkes stehe, der nach echt evangelischen Grundsätzen jedem das Seine gebe; in gleicher Weise wurde auch mit Beziehung auf den jüngst verstossenen Tag der Erinnerung an die Aufrichtung des deutschen Kaiserreiches betont, daß Preußen, was es geworden ist, geworden ist auf Grund des Protestantismus und daß ohne die Kraft des protestantischen Nordens das neue Kaisertum nie inS Leben getreten wäre. Es klangen die Worte des Vorsitzenden aus in den Wunsch, daß Gott auch in dem neuen Lebensjahr unserem Kaiser Gesundheit und Krait verleihen möge, damit sein Wirken auch fernerhin unterem Vaterlande und unserer evangcl. Kirche zum Segen gereiche. — Es folgte dann der Bortrag des Herrn Metropolitan Schäfer- Gelnhausen über „Luther und Boniiacius", ein Thema, das die Anwesenden in hohem Maße fesselte, umsomehr, als der Herr Vortragende es verstand, sich feiner gestellten Aufgabe in geistvoller Weise zu entledigen.
* Ein Hananer Opcrnsänster. Im Bremer Stadttheater wurden zur Feier deS 150. Geburtstages Mozarts mehrere Opern desselben ausgefüh't. Den Anfang dieser Mozart-Aufführungen bildete eine Wiederholung der „Zauber- flöte", bei der sich ein Hanauer, Herr Karl Baumgärtel, als „Tamino" von sehr vorteilhafter Seite präsen- tirrte. Ein Bremer Blatt schreibt über das Auftreten des jungen Novizen: Herr Baumgärtel besitzt einen frischen, wohlgeschulten und umfangreichen Tenor von großer Kraft und Diegsam'kit, der sich namentlich für jugendliche und französisch-italienische Heldcnparticn trefflich eignen wird. Die musikalische Ausgestaltung des Gesangsparts zeichnete sich durch Korrektheit, sorgfältige und geschmackvolle Deklamation, Wärme der Empfindung ohne jede Weichlichkeit aus, und die ganze Darstellung liefeite Beweise eines lebhaften künstlerischen Temperaments, ohne doch das schöne Ebenmaß zu verletzen, welches von klassischen Partien nicht zu trennen ist. Einer größeren Sorgfalt b darf noch das gesprochene Wort, besonders die Endsilbe „er" und die S-Laute; auch wußte der Novize im Dialog noch nicht jene Sonorität des Stimmklangs zu wahren, die er im Gesänge so trefflich beherrscht.
* Der Turncrinaö?ottbnll ist in Sicht!!! Nur noch verhältnismäßig kurze Zeit und die festlich geschmückten Räume der Turnhalle werden geöffnet, um der frohen Sckar Damen und Herren, welche die FaschingSfreuden im fröhlichen Turnerkreise genießen wollen, Aufnahme zu gewähren. Und wirklich gar viele Freude wartet der Teilnehmer, denn der altbewährte Fcstausichuß ist emsig bemüht auch seine 20. Veranstaltung so glanzvoll wie nur möglich zu gestalten. Die schwierigste Llusgabe der Veranstalier, wieder etwas wirklich „NeueS" auf dem Nnterhaltungsgebiete zu bringen, ist ohne Rücksicht au' Mübe und Kosten glücklich gelöst, sodaß den Besuchern die Gewähr geboten ist, einige Stunden Vergnügen in reichstem Maße zu genießen.
* ^cr falsche Agent. Der Taolöhncr und Schuh- macker Joh. K ü r m a n n aus Colmbeng, B.-A. Ansbach, hat hier Betrügereien verübt, indem er sich als Agent ausgab und Aufnahmen für Lebensversicherungen machte, hierbei auch die Leute um das Geld für den Eintritt beschwindelte. Weiter gab er sich als Reisender für die Firma Engländer in Offenbach aus und versuchte eine Provision heraus- zuschwindeln. Zweckdienliche Mitteilungen können die Betroffenen auf Nr. 1 der Kgl. Polizcidirekiion machen.
* Im schwarzen Bären wird nächsten Sonntag ein großes Künstlerkonzert stattsinden. Es tritt daselbst auf der Instrumental-Virtuose Herr Hch. Ritter mit seinem Kunstorchester, daS aus 12 Instrumenten besteht. Wir machen schon heute auf die bei freiem Eintritt stattfindende Vor» fteUuna aufmerksam-