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Beranhootti. Nedaktem: 6. Schrrck«, i» Harr«

RotatisaLdrack und Verlag der Buchdrucker« beS verei«. es, Waitenhauics in Hanau.

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Awtuchcg Organ für SlaM= nn) LanLKrris Kanan

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

^r» 20 Fernsprechanschlus; Nr. 605»

SW t^chks.

Stadtkreis Ranau»

Bei einem im hiesigen Scklachthos geschlachteten Schweine des Landwirts Heinrich Viehmann aus Niederissig­heim wurden Dacksteinblatlcrn irstgestellt.

Hanau den 23. Januar 19« >6.

Königliche Polizei-Direktion.

P 671 J. V.: v. Schlieben, Neg.-Asicssor.

Eandkreis Ranau»

VkfllmtnlghèWen des KöniMen Lankatsamts.

Der Bürgermeister Iosinnnes Köpprl in Mittel- buchen ist auf eine fernere achtjährige Wahlperiode zum Bürgermeister der Gemeinde Mittelbuchen gewählt und be­stätigt worden.

Hanau den 22. Januar 1906.

Der Königliche Landrat.

J.-Nr. A 373 v. Beckerath.

In Niederdorfelden ist die Schweinesenche aus­gebrochen. Gchöilssperre ist angeordnet.

Hanau den 20. Januar 1906.

Der Königliche Landrat.

V413 I. A. r Conrad, Krcissekretär.

An der katholischen Volksschule zu Fechenheim wird am 1. April d. Js. eine PcljtcrfMlo frei werden.

Das Grundgehalt beträgt 1400 Mk. und die Miets- entschädigung 500 Mk. Der Einheitssatz der Alierszulagen ist ISO Mk.

Bewerber, welche die Befähigung. zur Erteilung von Turn­unterricht besitzen, wollen ihre Gesuche nebst Zeugnissen binnen 14 Tagen an den Königlichen Ortsschulinspektor, Herrn Pfarrer Abel in Fechenheim, einreichen.

Hanau den 20. Januar 1906.

Namens des Königlichen Schulvorstandes.

Der Vorsitzende.

v. D e ck e r a t h, Landrat.

Stadtkreis Ranau» Bekanntmachung.

Am Geburtstage Sr. Maiestät des Kaisers und Königs sind die städtischen Amtsstellen geschloffen.

Das städtische Steueramt und die Heuwage sind bis 10 Uhr, das Standesamt von 1011 Uhr geöffnet.

Hanau den 20. Januar 1906.

Der Oberbürgermeister.

i r. Gebeschus. 1774

Bekanntmachung.

In der siwangsversteigernngssache gegen Johann Joseph Httth von Grostaiihcim 2 i-. 4o/05 ist »er auf den 26. d. M. anberaumte Versteigerungslermin »ufgchoben.

Hanau den 20. Januar 1906.

Königliches Amtsgericht 2. 1768

Steuererhebung.

Die Erhebung der Steuern und des Schul­geldes für Jannar/März 1906 hat am 12. d. M. begonnen.

Erhebetage:

Zettel Nr. 1-3000 vom 12. bis 22. Januar 1906, Zettel Nr. 3001-6000 vom 23. Januar bis 2.

Februar 1906, Zettel von Nr. 6001 ab vom 3. bis 15. Februar 1906.

Vom 30. bis 31. Januar 1906, vormittags 10 Uhr, bleibt die Kasse der Revision wegen ge­schloffen. Schlachtscheine werden ausgegeben.

Im übrigen verweisen wir aus die auf dem Steuerzettel aufgedruckten Bestimmungen.

Hana« den 13. Oktober 1905.

Stadthauptkaffe. 1003

Mittwoch dcn 24» Januar

Hus Ranau Stadt und Eand»

Hanau, 24. Januar.

Mrc£firri$t 1905.

Bei der Volkszählung am 1. Dezember 1905 betrug die Einwohn erza h l unsrer Stadt 31 637 Seelen gegen 29 846 am 1. Dezember 1900. Sie hat sich in den letzten 5 Jahren um 1791 E nwohner vermehrt. Auf das einzelne Jahr kommt eine Zunahme von 358 Personen und für daS Jahr 1905 ist eine mittlere Einwohnerzahl von 81500 Personen anzunehmen. Lebendgeboren wurden im Jahre 1905 780 Kinder, .415 Knaben und 365 Mädchen, darunter 721 ehelich und 59 unehelich geborene, gegen 805 Geburten im Jahre 1904 und 835 im Jahre 1903. Im Königreich Treusten werden alljährlich durchschnittlich 371 Kinder auf 10 000 Einwohner geboren. Die Geburtsziffer unserer Stadt sieht also mit weit über 100 Geburten auf 10 000 Einwohner hinter dem allgemeinen Durchschnitt zur ü cf.

Die Gesundheitsverhältnisse in der Stadt waren im Jahre 1905 im ganzen gute, die Sterblichkeit eine nicht hohe.

Gestorben sind mit Ausschluß von 30 Totgeborenen 606 Personen, 314 männlichen und 292 weiblichen Geschlechts, darunter 116 Ortsfremde. Für die Stadt selbst bleiben 490 und auf 1000 Einwohner kommen 15,5 Todesfälle gegen 15,4 im Vorjahr. Mit den Ortsfremden beträgt die Sterb­lichkeit 19,2 gegen 18,9 im Jahre 1904.

Die höchste Sterblichkeit war im August mit 75 und die niedrigste im November mit 33 Todesfällen.

Kinder unter 1 Jahr alt starben 145, 111 ehelich und 34 unehelich geborene. Auf 100 Lcbcndgeborcne kommen 18,6 Tode-âll^ von Kindern unter 1 Jahr alt gegen 17,3 im Jahre 1904 und 15,6 im Jahre 1903. Im Königreich Preußen sterben alljährlich von 100 Lebendgeborenen 20,7 Kinder unter 1 Jahr alt. Die Kindersterblichkeit in unserer Stadt bleibt zwar nicht unerheblich unter dem allgemeinen Durchschnitt, sie ist aber doch eine sehr hohe," weil wir eine sehr niedrige Geburtsziffer haben und weil erfahnmgsgemäß die Kindersterblichkeit an Plätzen mit niedriger Geburtsziffer auch nach Prozenten erheblich geringer ist, wie an solchen mit hoher Geburtsziffer. Ehelich geboren waren 721 Kinder, im ersten Lebensjahr starben 111, auf 100 ehelich geborene Kinder kommen 15,4 Todesfälle. Unehelich geboren waren 59 Kinder, gestorben sind 34 unehelich geborene Kinder unter 1 Jahr, auf 100 unehelich geborene Kinder kommt die bedenklich hohe Zahl von 57,6 Todesfällen von unehelich geborenen Kindern unter 1 Jahr alt.

Gejtoibe

145

11 sind Kinder

im Alter von

01

Jahr

69

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15

Jahren

12

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Personen

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20-30

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7080

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Diphtheri

80-90

ff

Erkrankungen an

t i s kamen fast während

des gauzcti ,

Jahres vor. Gestorben

sind an dieser Krankheit

13 ortsfremde Kinder

und 6 Kinder und

1 Erwachsener

aus der Stadt, und zwar je ein Kind aus der Hospitalstraße, Friedbergersiraße, Lcimcnstraße, Schützenstraße, Stcinheimer- strafte und Kanalplatz und der Erwachsene aus der Lamboy­straße. S ch a r l a ch f ä l l e kamen besonders am Schluß des Jahres zur Beobachtung, ohne Todesfall. Masern traten in den Sommermonaten auf. Gestorben sind an dieser Krankheit 5 Kinder unter 2 Jahr alt, je 1 im Juni und August und 3 im Juli.

Keuchh u st e n war fast während des ganzen Jahres in der Stadt. Gestorben sind an dieser Krankheit 4 Kinder, je 1 im Mai und August und 2 im November.

Mump s und Wasserblattern kamen besonders in der zweiten Hälfte deS Jahres znr Beobachtung. Todes­fälle an dieser Krankheit sind nickt vorgekommen. In den ersten 3 Monaten war eine ziemlich ausgebreucie I n f l u e n- zaepidemie in unserer Stadt. Gestorben sind an In­fluenza 11 bejahrte Personen und 3 Kinder.

An Typbus starb ein ortsfremder Mann und an W o ch e n b e i t f i e, b e r eine ortsfremde Frau. 87 Personen starben an Tuberkulose, davon 63 Personen, darunter 10 Ortsfremde an Lungenschwindsucht, 13 Kinder an tuber­kulöser Hirnhautentzündung, 6 Personen an Knocheniubei kn- lose, 3 an Darmtuberluloje und 2 an ahuer MUmrmderkulose.

Fernsprechanschlnst Nr. 605» 1906

... ..................................75

An nickt tuberkulöser Erkrankung der Atmungsorgane starben 81 Personen. 50 Kinder starben an akutem Magen- Darm katarrb. 3 Personen an chronischen Magenleiden, 2 an eingeklemmtem Bruch, 3 an Darmver'chluß-, 7 an Blinddarm­entzündung, je eins an chronischem Darmkatarrh und wider­natürlichem Alter und 3 an Bauchfellentzündung. Durch Nierenleiden war der Tod in 12 Fällen verursacht, durch chronisches Blasenleiden in 2 und durch Leberleiden in 3 Fällen.

An Hirnhautentzündung starben 11 Personen, 21 Kinder an Krämpfen, 3 Personen an Rückenmarkserkrankung, 6 an Geisteskrankheit und 39 Personen an Schlaganfall.

21 PePonen starben in Folge von Herzleiden, 5 in Folge von Herlläbniung und 19 m Folge von Aderverkalkung.

15 Kinder starben an Kinderzchrung, 7 an Rhachnis, 2 in Folge von Wolfsrachen und je eins an Furunkulosis und Wasserkrebs.

4 mal war die Todesursache Zuckerkrankheit, 3 mal Ge­lenkrheumatismus, 2 mal allgemeine Ernährungsstörung und je einmal Gicht, Leukaemie und chronische Gebärmutterent, zündung.

An Krebsleiden starben 39 Personen, an Sarkom 3 und eine an einer bösartigen Lymphdrüsengeschwulst.

Durch Blutvergiftung war der Tod 5 mal verursacht, durch Wundstarrkrampf 2 mal und je einmal durch Wund- rofe und Eitervergiftung. Eine unbekannte KindcSleicbe wurde aufgelunden und einmal konnte die Todesursache nicht fcstgestellt werden.

Nickt durch Krankheit war der Tod in 89 Fällen be­dingt : 36 Personen starben an Altersschwäche, 24 kleine Kinder an Lcbcnsschwäche, 16 Personen verunglückten, ein Kind wurde ermordet und 12 Personen beendeten ihr Leben durch Selbstmord.

Hanau im Januar 1906. Sanitätsrat Dr. Zeh.

* Verliehe«. Der Charakter als Geheimer Regie­rungsrat wurde dem Landrat von Negelein in Mar­burg verliehen.

*Grosianheim bekommt zehntausend Mark." So lautete das Telegramm, das Herr Generaljuperintendent I>. Pfeiffer gestern hierher sandte. Die hessische Geiamlsynode hat diesen hohen Betrag der eva n g el iscken G emeind e in Grostauheim als außerordentliche Unterstützung für den ge­planten Kirchbau bewilligt. Die Nachricht von dieser uner- ivartet reichen Svende wird bei den Evangelischen Großau­heims die lebhafteste Freude verursachen. Wird dock dadurch der Wunsch und die Absicht der dortigen evangelischen Gemeinde, womöglich noch im Herbst dieses Jahres den Grundstein zu der evangelischen Kirche zu legen, auf das Kräftigste gefördert. Der hes! ijckcn Geia m 1 syn ode aber gebührt der herzlichste ehrerbietigste Dank für die große Opserwilligkrit, die sie der aufstrebenden, aber mit irdiichen Glücksgütern nicht gesegneten Großauheimer Gemeinde gegenüber bewiesen hat.

* Stadttheater. (Benefiz Nygrin.) Gast­spiel der Frau Ha user-Guast a I a und Frl. Alice R a a t b e n. Auf daS heute staitfindende Benefiz für unseren beliebten Conveisationsliebhnbcr Herrn Fritz Nygrin sei nochmals besonders aufmerksam gemacht. Das zur Darstellung gelangende Lustspiel:E i n unbeschrie­benes Blatt" zählt zu den gerngesehensten Repertoir- fitiefen der deutschen Bühnen und zeichnet sich durch eine hübsche Handlung, pointenreichen Dialog und köstlichen Humor hervor' agcnd ans. Der Benefiziant wird die Rolle des Kurt" spielen und in der Partie derPaula" wird der gewonnene Gast Frl. Alice Naathen Gelegenheit haben, ihr schönes Können zu entfalten, während die weiteren Rollen von den Herrn: Hauser, welcher das Stück mit größter Sorgfalt inszenierte, Kempf uno Gehrmann; 'sowie den Dam'N : Braune, Jaida, Müller und Stahl auf's Beste verkörpert wei dest. Ein ganz besonderes Jntereffe dürften noch die GesangSvorträge der Operniângerin Frau Haus e r - G r a f (Bühneyname: G u a st a l a) erwecken. Die gewählten Piöcen sind:Pagen grüß" ausDie Hugenotten" von Meyerbew;Paria", Coloraiurwalzer, von Arditti undD e m Herzallerliebsten", Lied von Taubert, die mit. Orchester, dirigiert von Herrn Kapellmeister Schmidt, zu 6<ebör gebracht weiden. Jedenfalls ist ein künstlerisch äußerst genußreicher Abend zu erwarien, der auch feine Zugkraft ausüben wird. Anfang halb 8 Uhr. D e r M e i n e i d b a u e r", das morgen Donnerstag bei bed/utend ermäßigten Preisen zur Aufführung ge­langende präcktige Werk Ludwig Anzeuarubers haue bei seiner letzten Darstellung so aroßen Erfolg, daß man der letztmaligen Wiederholung des Stückes mit größtem Jntereffe