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anauer K Anzeiger
SezagSPrekSr
KiertüjLhrlich 1,80 Mk., monatlich 60 Pkg.. «t -â sättige Wonnatten mit dem betreffenden PoßaufjchtaG.
Di« einzelne Nummer kostet 10 Wg.
»»tâuttruck Md «erlag der Buchdrackerei bei MM bh o, EailenhauscS in Hasau-
General-Anzeiger
Amtlicher Grzan für Stobt* nnb Lärm Kanan.
Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.
Nr. 43
Fernfprechairschlutz Nr. 605,
Dienstag den 20. Februar
Fernsprechanschlutz Nr. 605.
1906
Amtlèches.
Stadtkreis Hanau.
Bei zwei im hiesigen Schlachthof geschlachteten Schweinen des Landwirts Oden weiter und 1 Sckwein des Landwirts Iakob Gov aus Butterstadt wurde die Schweineseuche festgestellt.
Hanau den 17. Februar 1906.
Königliche Polizei-Direktion.
P 1485 I. V.: V. Sch lieb en, Reg.-Asseffor.
Landkreis Ran au.
BekmtmchnW Heg .Aniglilhen LanKlltsmts.
An sämtliche Herren Ortsschnlinspektoren und
Königliche Schulvorstände des Landkreises.
An Anlaß der silbernen Hochzeit Ihrer Majestäten des Kaisers und der Kaiserin hat nach einem Erlasse des Herrn Unterrichtsministers am 27. d. Mls. an allen Unterrichtsanstalten unter Ausfall des Unterrichts eine entsprechende Schulfeier stattzufinden. Nach Anordnung der Königlichen Regierung ist die Schulfeier am Vormittage des 27. Februar zu veranstalten und hierbei den Schülern und Schülerinnen das Lebensbild der Kaiserlichen Majestäten vorzuführen. Die Ausgestaltung der Feier mit Gesang, dem Bortrage entsprechender Dichtungen u. s. w. bleibt den einzelnen Schulen überlassen. Ich ersuche die weiteren Anordnungen hiernach zu treffen.
Hanau den 17^ Februar 1906.
Der Königliche Laudrat.
7V Nr. 1091 v. Beckerath.
In Bruchköbel sind die Backsteinblattern erloschen. Die Gehöftssperre ist aufgehoben.
Hanau den 16. Februar 1906.
Der Königliche Landrat.
V 1009 I. A.: Conrad, Kreissekretär.
F e st g e st ellt: Der Bläschenausschlag in Röhrig, Kreis Gelnhausen.
Hanau den 19. Februar 1906. V 1075
Stadtkreis Hanau.
Bekanntmachung.
Die Ausführung der Straßenneubauarbeiten sowie die Lieferung von 100 ebm Hartbaialtkleinschlag und 25 cbm Hartbasaltgrus für den Ausbau der Akademiestraße soll unter Zugrundelegung der Bedingungen für Bewerbung um städtische Arbeiten und Lieferungen im Wege der öffentlichen Submission vergeben werden.
Angebotsicheine und Verdingungsunterlagen können zwischen 10 und 121/» Uhr vormittags im Stadibauamte, Rathaus Zimmer Nr. 19, eingesehen und von da bezogen werden.
Verschlossene und mit entsvrechender Aufschrift versehene Angebote sind bis zum Eröffnungstermin am 28. d. M., vormittags IO1/» Uhr, einzusenden.
Die Eröffnung der Angebote erfolgt im Beisein etwa erschienener Bieter.
Zuschlagsfrist 14 Tage.
Hanau den 16. Februar 1906.
Stadtvaiamt. 3775
Aufgebot.
Der Gymnasialoberlehrer a. D. Professor Dr. Wagenknecht in Biebrich hat in seiner Eigenschaft als Testaments- Vollstrecker des verstorbenen Rentners Hermann Sanner zu Hanau
das Aufgebot der auf den Namen des Verstorbenen ausgestellten Aktien des Vereins für gemeinnützige Zwecke zu Hanau Lit. A Nr. 69, 70, 71 und 72 über je fünfzig Thaler mit dem Datum des 1. Juli 1872, unterschrieben für den Aufsichtsrat durch H.
Ziegler und für den Vorstand durch August Hoffmann beantragt. Der Inhaber der Urkunden wird aufgefordert, spätestens in dem auf
den 14. September 1906, vormittags 11 Uhr, vor dem unterzeichneten Gericht, Marktplatz 18, Zimmer Nr. 14, anberaumten Aukgebotstermine seine Rechte anru
melden und die Urkunden vorzulegen, widrigenfalls die Krastlos- erklärung der Urkunde erfolgen wird.
Hanau den 12. Februar 1906.
Königliches Amtsgericht 2. 3763
Volksbiiliothckcn.
Daß die Erkenntnis von der sozialen Bedeutung volks- tümlicher Bibliotheken während der letzten Jahre in weite Kreise unseres Volkes gedrungen ist, beweist der gewaltige Aufschwung auf diesem Gebiete. Von den großen und mittleren Städten, die durch Schaffung von Bücher- und Lesehallen dem Bildungsbedürfnisse entsprochen haben, geht die Bewegung bis ins Dorf, wo oft unter Schwierigkeiten und mit bescheidenen Mitteln kleine Büchereien gegründet werden. Viele Privatpersonen und gemeinnützige Vereine arbeiten mit an der wichtigen Sache. Unter ihnen aber steht an besonderer Stelle die Schriftenvertriebsanstalt G. m. b. H. in Berlin SW. 13, Alte Jakobstraße 129, die von jeher, lange vor der jetzigen Bewegung, in der Gründung von Volksbibliotheken eine ihrer wichtigsten Aufgaben erblickt hat.
Dank des ihr von den Behörden wie der Lehrerschaft entgegengebrachten Vertrauens konnte die Schriftenvertriebs- anstait zur Einrichtung zahlreicher Kreis-, Wander-, Schul- und Jugend- sowie anderer Bibliotheken mittelten; welchen Umfang ihre Tätigkeit auf diesem Gebiete allmählich im Laufe der Jahre gewonnen bat, veranschaulichen die alljährlich von ihr für Bolksbiblioiheken gelieferten Bücher, deren Zahlen für die letzten Jahre bctruaen :
1902 34 199 Bände,
1903 46 986 „
1904 79 981
1905 100 712 „
Dem allen Interessenten unentgeltlich zur Verfügung stehenden Jahresberichte für 1905 entnehmen wir folgende Einzelheiten: Von den 100 712 Bänden entfallen auf Preußen 86 529 und auf die deutschen Bundesstaaten 11571 Bände. Unter den preußischen Provinzen steht Branden- burg mit 15 99.8 Bänden an erster Stelle. Es folgen Westpreußen mit 10 247, Ostpreußen mit 8994, Schleswig-Holstein mit 8726, Pommern mit 8108, Hessen-Nassau mit 5686, Provinz Sachsen mit 5531, Hannover mit 5363, Westfalen mit 4855, Schlesier: mit 4882, Posen mit 4135 und Rhein- provinz mit 4004 Bänden.
Selbst über die Grenzen des Vaterlandes hinaus geht die Tätigkeit der Schriftenvertriebsanstalt, dem: sie lieferte nach Böhmen 2287, nach Frankreich 156 und nach England 100 Bände. Dieser Erfolg ließ die Schriftenvertriebsanstalt nicht rasten in ihrer mühseligen, aber freudebringenden Arbeit, spornte sie vielmehr an, ihren Bestrebungen immer neue Freunde zu gewinnen.
Dies bezweckt das Heft „Volksbiblioiheken", welches kostenlos jedermann auf Verlangen zugcsandt wird. Es enthält, eine reiche Auswahl empfehlenswerter Literatur aus allen Wissensgebieten sowie eine Anleitung für die Verwaltung kleinerer Büchereien.
„Heimatliteratur", d. h. Werke über Lokalgeschichte, über heimatliche Zustande und Einrichtungen, Sagen, Dialektschriften und Dorfgeschichten, ist in besonderen Verzeichnissen für alle preußischen Provinzen und deutschen Bundesstaaten gesammelt, die in der betreffenden Ausgabe dem Hefte „Volksbibliotheken" beigefügt werden..
Bei der Zusamnicnstellung ist, weil die Bibliotheken für sämtliche Glieder unseres Volkes bestimmt sind, alles vermieden, was die Gegensätze auf religiösem und politischem Gebiete verschärfen kann und außer auf Gediegenheit des Inhaltes Gewicht auf lebendige, ungekünstelte und volkstüm- liche Sprache gelegt.
Eine besondere Abteilung der Schriftenvertriebsanstalt, der „Zentralverein für Gründung von Volks- und Jugendbibliotheken", lieferte schon seit Jahren in ähnlicher Weise wie neuerdings die „Gesellschaft für Verbreitung von Volksbildung" bei einem Jahresbeiträge von nur 6 Mk. jedem Mitgliede sofort beim Eintritt als Eigentum eine sorgfältig ausgewählte Bibliothek von 50 unterhaltenden und belehrenden Bänden, die, solange die Mitgliedschaft aufrechterhalten wird, von 4 zu 4 Jahren um weitere 50 Bücher erweitert wird.
Der „Zentralverein für Gründung von Volks- und Jugendbibliotheken" gewann im Jahre 1905 777 neue und zählte am 31. Dezember 2115 Mitglieder. Er lieferte im ganzen 778 Büchersammlungeu mit 38 580 Bänden.
Hus Ran au Stadt und Tand.
Hanau, 20. Februar.
* Mr die Kaiserspende evangel. Gemeinden Hessens zum Besten der Anstalten in Hof Raith und Rengshausen sind bei den Pfarrern der Johannis- gemeinde weiter eingegangen: Von H. 5 Mk., Ungenannt 1 Mk., Ungenannt 1 Mk., H. Sch. 1.50 Mk., E. R, 1 Mk., M. L. 20 Mk., Frau P. 5 Mk., F. B. 10 Mk.; bis jetzt im Ganzen 240 Mk. 60 Pf. Herzlichen Dank der gütigen Gebern!
• Bibelstunde. Heute abend 8'/, Uhr findet Bibel- stunde im evangel. Vereinshause statt, gehalten von Herrn Pfarrer Fuchs.
* Vortrag im Gvangel. Vereinshaus. Hen Pfarrer Möller aus Rendel wird Mittwoch abend den 4. Abonnements-Vortrag im Evangel. Vereinshause halten über das Thema: „Was sollen wir Christen lesen?" Der Vortragende, der vielen Bewohnern unserer Stadt schon durch sein Wirken für die Seemanns-Mission bekannt geworden ist, wird Wegweiser aufrichten und Richtlinien an- geben, wonach sich Christen leichter in der täglich auf sie einbringenben Sturmflut literarischer Erzeugnisse zurecht finden können. Hoffentlich findet er viele Zuhörer, die sich für eine so wichtige Zeitfrage interessieren.
* Rcichsbanknebenstelle. Am 8. März d. J. wird in Schmetz (Weichsel) eine von der Reichsbankstelle in Graudenz abhängige Reicksbanknebenstelle mit Kasseuem- richtung und beschränktem Giroverkehr eröffnet werden.
* Ferienkolonie. Die Eltern derjenigen Kinder, welche einer Solbadkur dringend bedürftig sind, und deshalb in diesem Sommer zu einem 4wöchigen Aufenthalt in die Kinderheilanstalt zu Orb verbracht werden sollen, müssen dieselben von ihrem Arzte untersuchen lasten und die ausgestellte Bescheinigung dem Rektor ihrer Schule jur weiteren Beschlußfassung des Vorstandes einreichen. Die Meldefrist erlischt am 8. März.
* Turntag. Sonntag den 25. d. M., von nachmittags 2 Uhr an, wird in der Turnhalle des Turnvereins Kessel- stadt der diesjährige ordentliche Turntag des Maingaues abgehalten. Die Taaesordnung ist folgende: 1, Jahres- und Kaffenbericht für 1905; 2. Festsetzung der Gauturnfahrt, für welche sich Klein-Krotzenburg gemeldet hat; 3. Besprechung über das Gauturnfest in Klein-Steinheim und Festsetzung der Punktzahl für das Wetturnen; 4. Wahl des Gauiurnfest- Festortes für nächstes Jahr, für welches Dörnigheim und Fechenheim vorgemerkt sind; 5. Wahl der Kampfrichter für das mittelrheinische Krristurnfest in Hanau; 6. Antrag des Turnvereins Bischofsheim, betreffend eine anderweitige Zusammensetzung des Bcrechnungsaussckuffes für das Gauwetturnen; 7. Antrag des Turnausschusses: die Spielriegen sind verpflichtet, an den allgemeinen Stabübungen bei den Gaufesten teilzunehmen; 8. Beratung der Satzungen; 9. Besprechung über die Schaffung einer Gauzeitung; 10. sonstige Anträge; 11. Entrichtung der Beiträge für den Gau, den Kreis, die Deutsche Turnerschaft und die Haftpflichtversicherung in der Höhe von 27 Pfg. pro Mitglied.
* Umbau des Bahnhofs Hanau-Ost. In Nr. 35 brachten wir eine Notiz der „Fr. N. N." über den Umbau des Bahnhofs Hanau-Ost und wollen wir an dieser Stelle nickt verfehlen, auf die Entstehung des geplanten Umbaues zurückzublicken. Wie noch erinnerlich, wurde im Jahre 1899 von Herrn Bahnmeister Mergel! ein von ihm ersonnenes und genau erläutertes Projekt über den Dahnhofsumbau der König!. Eisenbahn-Verwaltung vorgelegt. Jahre sind darüber vergangen und wir glaubten schon, daß die segensreiche Aenderung nie zur Ausführung kommen sollte. Mit Freuden haben wir daher jenen Artikel begrüßt. Der fortwährende Aufschwung der Fabriken zu Großauheim fordert gebieterisch eine baldige Vergrößerung seines Bahnhofs. Durch seine Verlegung und durch das Einfahren aller Personenzüqe auf der Südseite des Bahnhofs Hanau-Ost wird dem Fiskus ein unberechenbarer Nutzen und dem reifenden Publikum ein großer Vorteil gezeitigt. Wir möchten aber auch wünschen, daß die Rampen zwischen Stadt und Bahnhof, welche die Stadt an der Entwickelung nach seinem Hauptbahnhof zu hindern, beseitigt werden.
* Stadttheater. „Die Karlsschüler", Heinrich Laubes historisches Schauspiel wird morgen Mittwoch nochmals in Szene gehen. Eines der beliebtesten Reperioirstücke der deutschen Bühne dürfte es auch diesmal wieder eine freundliche Aufnahme finden, um so mehr, als die Persön- lickkeir des Herrn Hauser zur Darstellung des jungen „Schiller" ganz besonders geeignet ist. — Benefiz Stahl. „Mutterseaen". Rum Benem für unsere beliebte