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Vorredners entgegen. als ob eine einheitliche Bestimmung für die Veteranenbeihilfe nicht eristiere.
Abg. Mommsen (fr. Dgg.) schließt sich dem Anträge auf BudgetkommissionSberatung mis Zweckmäßigkeitsgründen an. Wenn der Abg. v. Massow, dem Beispiele' seines Freundes ». Erffa folgend, die sehr nagen Gerüchte von einem am 21. Janirar benorstedenden Tumulte kolportierte und darauf hinwieS, daß die Offiziere auch hierbei ihre Schuldigkeit tun wurden, so war dieser Ton gerade bei dieser Vorlage. wo volle Einmütigkeit herrscht, unangebracht und unverständlich. (Beifall links.)
Nach weiterer Beratung, an der sich die Abgg. Werner (Rfp.) und v. Oerzen (Rpt.) beteiligen, die sich für eine besondere Kommission von 21 Mitgliedern aussprechen, wird die Vorlage diesem Anträge entgegen an die Budgetkommission verwiesen.
Bei der Beratung des Gesetzentwurfes wegen der Abänderung des Gesetzes betr. die S ta tistik des Warenverkehrs des deutschen Zollgebiets mit dem Auslande begrüßt
Abg. Beumer (nti.) die Vorlage als eine wertvolle Ergänzung der jetzt bestehenden Bestimmungen und schlägt vor, die Vorlage bald im Plenum zu erledigen.
Abg. Kanitz (k.) schließt sich diesem Wunsche an, desgleichen Abg. Kampfs (fr. Vpt.) *
Hierauf wird die erste Lesung beendet. DebatteloS wird die erste Beratung des Gesetze? betr. die Wertbestimmung der Einfuhrscheine im Zollverkehr erledigt.
Präsident Graf D a l l e st r c m erklärt sodann, obwohl ihm seitens der Reichsregierung bisher keine offizielle Mitteilung über daS bedauerliche Ableben des Staatssekretärs Frhr. v. Richthofen und die Leichenfeier gemacht worden sei (hört! hört!). sei ihm beides auS den Zeitungen bekannt geworden : er glaube, daß er, ebenso wie so viele Abgeordnete daS Bedürfnis habe, diesem ausgezeichneten, liebenswürdigen Staatsmann die letzte Ehre zu erweisen. (Sehr wahr!) Er schlage deshalb vor, morgen keine Sitzung zu halten. (Bravo!)
Nächste Sitzung Montag 1 Uhr. Tagesordnung: zweite Lesung der Gesetze betr. die Statistik des Warenverkehrs und die Wertbestimmung der Einfuhrscheine, erste Lesung des Gesetzes betr. die Ausgabe von Reichsbanknoten zu 50 und zu 20 Mark und des Gesetzes über den Versicherungsvertrag. Schluß 5 Uhr 45 Minuten.
4 Gcsamtsynode.
8. Verstand lungètag.
(Eigenbericht.)
x Gaffet, 19. Januar. I
Die Verhandlungen betrafen heute zunächst die Anträge auf Aufbesserung des Einkommens der kirchlichen Beamten. Der Referent der Kommission, Herr Pfarrer Schrader- HerSreld, berichtete über die hierzu vorliegenden zahlreichen Anträge aus den verschiedensten Diözesen. Zuerst bat er um Annahme eines Antrages auf Festsetzung des Gehaltes der Geistlichen von 2400 bis 6000 Mark. Er begründete die Vorlage eingehend und hob hervor, daß in anderen Staaten, z. B. Braunschweig und Hessen, das Gehalt der Pfarrer ein höheres sei. Man fange dort mit einem höheren Grundgehalt an, während in Hessen-Cassel das Grundgehalt 1800 Mk. betrage und nach 25 Jahren den Höchstsatz von 4800 Mk. erreiche. Gerade auch in Rücksicht der Steigerung der Preise für Lebensmittel sei eine Erhöhung des Einkommens von nöten, denn tatsächlich waren zum Teil die Gehälter unauskömmlich.
Die Kommission schlägt deshalb die Annahme einer Resolution vor, beim Herrn Ressortminister vorstellig zu werden, das Anfangsgehalt auf 2400, das Höchstgehalt auf 6000 Mk. festzusehen. Nach einer kurzen Debatte» in der sich fast alle Redner wärmstens für die Resolution aussprachen, wurde diese angenommen.
Herr Pfarrer Schrader berichtete nun über den 2. Antrag, die Gesamtsynode wolle Königliches Konsistorium bitten, zur Abhilfe der drinaendsten Not gemeinsam dahin zu wirken, daß bis zu endgültiger, gesetzlicher Regelung für teile des Englischen zusammen, uns ein lebendiges Bild jenes , normannischen Rittertums auf angelsächsischem Boden ver- | unnelu. So konnte auch das deutsche Volk keine Sprachreinheit bewahren, von der Schwärmer einst träumten, ,die vergaßen, daß gerade Deutschland im Herzen Europas ge- I legen, fremde Keime aufnehmen mußte, um neue Früchte zu zeitigen.
T's erste Berührung mit dem römischen Weltreiche an | den Ufern des Rheines, des Christentumes weltgestaltende Lehre, die Kreuzzüge, die dem Abendlande die seltsamen Wunder des Morgenlandes zeigten, diese und viele andere Vorgänge und Ereignisse haben ihre Spuren in unserer Sprache Hintersassen.
Von dem regen Handelsverkehr der ältesten Zeiten geben Wörter wie Straße, Meile, Münze, Pfund, Kiste, Sack u. a., die sämtlich unmittelbar aus dem Lateinischen stammen, einen deutlichen Begriff. Auf römische Rechtsprechung weisen die Wörter Kerker und sicher. Z o H, März und Mai gehören wohl gleichfalls dieser 'ruhen Entlehnungsgruppe an; gleichzeitig drang der römische Wein bau in Deutschland ein. M o st, Kelter, Torkel ! man denke an das Torggelhaus in Botzen; Torggel, Torkel
Kelter). _ Tann kam der römische Baumeister und führte eine stattliche Schar ein: Ke l l er, S p e i ch er und Söller, Mauer und Kammer, Pfeiler, Pfosten, Siegel und Pfahl. Der Küche gehören der Koch, Tisch, die Schüssel und der Tiegel, Becher, Eimer und Korb an; Kirsche und Pflaumen, Pfirsich und Ouitte gedeihen bald im Obst- und Gemüsegarten, auS südlichen Gegenden hierherverpflanzt. Wir sehen, wie mit neuen Dingen auch ihre Namen einwandern, einwandern mußten. Die Fremdlinge wurden | freundlich ausgenommen und bald zu so guten Deutschen, daß ihnen nur genau zusehends Leute ansahen, daß sie ent- . e h n t waren. Ganz anders als mit diesen Lehnwörtern steht eS mit den Fremd Wörtern und dem Fremdwörterunfug, gegen den der Allgemeine deutsche Sprachverein lamp't. Wes Sprachgefühl einigermaßen geweckt ist, der empfindet eS unangenehm, wenn von einem L o g i s mit diversen Piècen, einem (!) ® n t r é x, einem Salon.
SamStaa
alle unter daS Gesetz vom 2. Juli 1898 fallenden Pfarr- stellkn eine Notzulage bis zur Höhe von 600 Mk. jährlich bewilligt wird. Sie erklärt sich bereit, jährlich 2 vEr. der Staatseinkommensteuer als Kirchensteuer zwecks Deckung der Mehrausgaben vom 1. Avril 1907 zu erheben.
Der Berichterstatter empfiehlt die Annahme der Vorlage. Die Mittel des Zuschußfonds seien festgelegt unb so bleibe nur der Weg der Kirchenbesteuerung übrig. 2 pCt. würden 60 000 Mk. ergeben, eine Summe, die nicht nusreicht, um den zahlreichen Pfarrstellen, die eines Zuschusses tatsächlich bedürften, jährlich noch nicht 300 Mk. zu bewilligen.
In ber Debatte stieß der Antrag zunächst auf scharen Widerspruch. Herr Inspektor Schmidt- Breitenau erklärt sich entschieden gegen den Antrag. Die Erhebung von 2 Prozent Kirchensteuer dürfte bei den Gemeinden auf entschiedenen Widerspruch stoßen. So sehr er für den vorigen Antrag eingetreten, so entschieden werde er sich gegen diesen 2 Antrag aussprechen, umsomehr, als durch den Betrag von 60 000 Mk. eine wirksame Abhilfe nicht möglich ist. Ein Notstand fei nicht nur in Pfarrhäusern, sondern in sehr vielen anderen Beamtenkategorien vorhanden.
Herr Rektor Flach-Bockcnheim spricht sich ebenfalls ent« schieden gegen den Antrag aus unb gebt auf Details feiner Gemeinde ein, die nicht zu weiteren Abgaben imstande sei. Er habe die heiligste Pflicht, im Namen feiner Gemeinde sich dagegen auszitsprechen. — Herr Lebrer B n l tz-Frankenberg äußert auch schwere Bedenken gegen die Sorfage.
Freiherr Schenk zu Schweinsberg befürwortet warm die Annahme des Antrages und weist auf den großen Notstand des. Pfarrers hin. — Herr Generalsuverintendent D. Pfeiffer betont das dringende Bedürfnis und bittet um Annahme.
Herr Oberlehrer Sandr ock-Casfel tritt ebenso warm für die Vorlage ein. Auf dem Lande habe man vielfach noch fein rechtes Verständnis von dem Einkommen eines Pfarrers. Auch sei man noch nicht recht gewöhnt, Kirchensteuern zu zahlen. ■ ie wirkten doch auch erziehlich, denn wo'ür man was ausgebe, dafür gewinne man Interesse. — Diesen Aus- iühruugen schließt sich Professor D. Achelis-Marburg warm an und richtet an bas Kgl. Konsistorium die Bitte, bei her Verteilung der Zuschüsse individuell unb nicht nach der Schablone zu verfahren, denn tatsächlich bekamen manchmal Pfarrer die Anschüsse, die sie durchaus nicht nötig hätten.
Herr Forstmeister Martin-Waldau bemängelt die unglückliche Fassung des Antrages unb schlägt vor, ihn dahin abzuändern, daß von einer Erziebungsbrihilfe für Kinder ausserhalb des Pfarrhauses die Rede fein soll. — Herr Inspektor Schm idt-Breitenau wiederholt die angeführten Bedenken unb weist darauf hin, daß namentlich auch ein Notstand bei der steuerzahlenden Bevölkerung besteht. Die Steuer würde nicht nur von den Wohlhabenden netragen. — Herr Metropoliian Diedklmeier Rodenburg befindet sich in feiner Stellung als Geistlicher und Vertreter der Gemeinde im Zweitel über seine Stellung zu der Vorlage. Die Synode würde bann wohl bei ber nächsten Tagung ein anderes Gesicht erhalten. Er hätte gern die Heranziehung der Geistlichen zur Kirchensteuer oewünscht, denn dann würde er auch dem vor'iegenben Falle bereitwilligst ^stimmen können. — Herr Konsistorialrat Professor l>. Mirbt - Marburg zerstreut die geäußerten Bedenken und meint, daß die Besoldung aller Staatsbeamten eine ungenügende sei, man sollte aber deshalb nicht den Antrag ablehnen. — Herr Fabrikant Zumben - Wanfried bemängelt, daß die Begründung der Vorlage nicht' genügend gegeben fei.
— Herr Pfarrer Hufnagel- Kesselstadt erkennt die Not an, sieht sich aber nicht imstande, im Interesse feiner Gemeinde ber Erhöhung der Steuer zuzustimmen. Er verliest eine Zuschrift aus seiner Gemeinde, in der bei Erhöhung der Steuer der Austritt einer ganzen Anzahl Gemeinbemitglieder angefünbigt wird. Der Redner bittet die Anregung des Herrn Metropolitan A l t m ü l l e r - Gudensberg zu befolgen, dahingehend, daß die Geistlichen sich bei der Abstimmung der Stimme enthalten möchten.
einem Schlafca b i n et, einem Boudoir die Rede ist, wo gute deutsche, allerdings weniger vornehm (?) klingende Wörter zur Verfügung stehen. Er empfindet die Anwendung der fremden als geschmacklos, und tatsächlich ist die ganze Frage in erster Linie eine Frage des Geschmackes, über den man bekanntlich nicht streiten soll, den man aber doch bilden und verfeinern soll. In äußeren Dingen ist der Geschmack entschieden ein besserer geworden — man denke nur an die Möbel —, in der Abteilung des Innern geben wir auch besseren Zeiten entgegen. Von diesem Forschritt bietet uns das unterhaltende und Lehrende Buch Günther Saalfelds zahlreiche Beweise.
Wie schon bemerkt, befaßt es sich hauptsächlich mit sprachlichen Dingen. So mahnt es: Gut Deutsch! Schreibt Deutsch! fragt: Wie denkt das Volk über die Sprache?*) Wie sollen wir denn nun eigent« lich schreiben? bespricht Sprachverhunzungen, Weltbürgertum und Vaterlandsliebe, gibt uns Aufschluß über deutsche Vor- und Familiennamen, die Namen unserer Kinder, empfiehlt Guten Tag! statt des fremden Adieu. Es erzähltuns aber auch von,guten Deutschen, wie Friedrich Gottfried Klopstock, Emanuel Geibel, dem Turnvater Friedri chL udwig Jahn, Fritz Reuter, unserm Fritz, Max Schenkendorf, erinnert an die Sprachforscher Georg Curtius und Mar Müller, und läßt uns die Mundarten in den verschiedenen deutschen Gauen hören, führt uns nach Cgdiz nicht C a d i x, nach H i d d e n s o e, nach der Hallig Hooge,
*) Diese Frage wird durch folgende kleine öjedürfte fnn, aber durchaus uttreffend beantwortet: Ein Oittrreicher, ein Ungar unb ein Jtal euer streben ü^er die Vorume und Schönheiten ihrer Sprachen, ländlich entscheidet sich der Österreicher bab n: welche Sprache die schönste sei, wolle er dahingestellt sein lassen, aber die richti fte, das fei ohne Frage die deut che. Beweis: „Sie, Ungar wie rennen Sb' das, wa" in Heiern Mae ist? — „Viz.“ - „Unb Sie, Italiener?" — „Aequa." — „Gut", sagte der Österreicher „das wallte ich nur hören. Wir neunen den Inhalt diese? Glaies Wailer, und wtt nennen’ä h^U nicht bloß jo, icnbern es ist auch Wasser.
SN. stenutetr
In her fortgesetzten lebhaften Debatte werben von den einzelnen Rednern eine Anzahl neuer Momente berührt. Es herrschte danach noch Unklarheit über die Art unb Weise bet Verwendung d-r Zuschüsse, fobah sich der Berichterstatter bei Kommission veranlaßt sieht, die Zurückverweisung an di, Kommission zu beantragen.
Freiherr Schenck zu Schweinsberg spricht sich dagegen aus, wäbr-nd Herr Konsistorinlvräsident von A 1 1 e n b o cf n m den Antrag unterstützt. Die Notlage bet Pfarrer sei jedenfalls groß, doch könne er auch nur schweren Herzens für eine Erhöhung ber Steuer eintreten. Er bitt, um nochmalige genaue Prüfung. — Herr Geh. Justizrai von Ditfurts bittet ebenfalls um Rückverweisung an bie Kommi'sion. Der Antrag des Berichterstatters wird mit großer Majorität an g en o m m e n und die Kommission durch Zuwahl mehrerer Synodalen verstärkt.
In" der weiteren Beratung ber Anträge betr. Regelung des Einkommens ber kirchlichen Beamten kommt man zur Beschlußfassung über verschiedene Anträge ber Diözese Rinteln auf Erhöhung der Vergütung des Kirchen- bi en ft e§ der Lehrer. Weiter war von Herrn Metropolitan Brand- Treysa und Genossen und ber Diözese Rinteln ein Antrag auf Sicherung des kirchlichen Einkommens ber Küster eingebracht worden. Die Beratung in der Kommission führte zu dem Beschluß, ber Gcsamtsynode eine Resolution zur Annahme zu unterbreiten, in der bie Notwendige seit der Vergütung des Kirchcndienpes anerkannt und daS König!. Konsistorium gebeten wird, eine anderweite Regelung ber Vergütung herbèizuführen und darauf Bedacht zu n hmen, daß die Höhe der Vergülung ber geleisteten Arbeit entspricht. Weiter beantragte die Kominission über die Sicherstellung des kirchlichen Einkommens der Küster zur Tagesordnung Übcrzug»hen.
In der Diskussion spricht sich Hwr Metropolitan Brand» Treysa für Annahme aller Anträge aus und begründet dann ausführlich noch feinen Antrag auf Sicherstellung des kirchlichen Einkommens ber Küster. Es solle rechtlich das Einkommen für die Schule und das ber Kirche festgesetzt werden.
— Herr Pfarrer Hufnagel- Kcsselstadt befürwortet warm die Einnahme aller Anträge und hebt hervor, daß im Hanauer Lande völliger Friede zwischen den Organen ber Kirche und Schule bestehe. — Herr Pfarrer Barchfeld- Crumbach tritt für Erhöhung der Vergütung des Kirchendiensirs der Lehrer wärmstens ein unb weift an der Hand persönlicher Erfahrungen nach, daß die Annahme der Vorlage nur ein Akt der Gerechtigkeit fei. — In der Mienben Abstimmung wird die von der Kommission vorgeschlagene Resolution ein« stimmig angenommen. — lieber den nächsten Antrag Brand-Treysa wird morgen weiter debattiert. Schluß der Sitzung */a3 Uhr. — Nächste Sitzung Samstag 1 Uhr.
mittags 12 Uhr am 19. 1.
Barometerstand
Sehr trocken
IBefthnbig
Schön
Veränderlich
nach dem Elsaß, auch über das Weltmeer zu den Deutschen in Nordamerika.
Wir können nicht alles auszählen, was daS Buch bietet. Wie mannigfach sein Inhalt ist, möge zum Schlüsse noch eine Ueberschrift zeigen, die lautet: S ei t wann gibt es Nachtwächter? An der Spitze dieses Aufsatzes stehen die Worte: Wo der Herr nicht das HauS bauet, so arbeiten umsonst die daran bauen. Wo der Herr nicht die ® tabt behütet, so wachet der Wächter umsonst. Und diese Worte sind bezeichnend für den ernsten, auf das Ideale gerichteten Sinn, der den Verfasser erfüllt, und der den Grundton in allen seinen Erörterungen bildet, in denen übrigens auch Lebenslust und Humor zu ihrem Rechte kommen. Bemerkt sei noch, daß der Verfasser manches in sein Buch ausgenommen hat, was sonst schwer zu erlangen ist und ohne seine erhaltende Tätigkeit vielleicht verloren gegangen wäre. Wir meinen damit z. B. ein Märchen: 's iS an Hünechen un an Hänechen gewest, die paddeln beede
Da findt das Hünechen an SchlWelchen, und bm» Hanechen findt an Kästchen. Da saat's Hänechen: „Borge mich mahl dein Schlüsselchen, ob's zu meinem Kästchen paßt." Das tut das Hänechen un da schließt 's Käst» Zen _ uff, un da iS an ganz kl eenes, kortsches rotseideneS Pelzchen brinne gewest. Weer des Pelzckien länfer geweest, weer;ch Meerechen ooch länfer geweest." Wir meinen damit auch das schöne Gedicht „Kreislauf des Weines", daS der Verfasser einst auf einer Wanderfahrt im Torggelhause zu Botzen fand. Das setzen wir aber nicht hierher, sondern ver« menen auf das Buch: „Bausteine zum Deutschtum. Gesamelte Aufsätze von Dr. Günther Saalfeld-Leipzig. Verlag von Hermann Rohde", wo es auf Seite 227 zu lesen steht. Viel Anregung und Belehrung wird ber Leser in dem Buche nn den, er wird mit uns dem Serfass er für seine wirklich erbaulichen Bausteine herzlich dankbar sein. F.-B.
Die städtische Bibliothek Gärliicrstraße^? (alte Zcichcnakadcmie) ist Sonntags, Mitt- ioochs unb Samstags von 11 bis 1 Uhr zur kostenfreien Benutzung für das Publikum geöffnet. — Gesam tkata- loge finb in der Bibliothek zu haben.